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Veröffentlicht am 25.01.2020

Märchenfluch - Und wenn sie nicht gestorben sind...

Märchenfluch, Band 1: Das letzte Dornröschen
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Märchenfluch - Das letzte Dornröschen ist der erste Teil der Märchenfluch-Trilogie aus der Feder von Claudia Siegmann. Als ich das erste Mal von der Reihe gehört habe, hat sie mich unglaublich neugierig ...

Märchenfluch - Das letzte Dornröschen ist der erste Teil der Märchenfluch-Trilogie aus der Feder von Claudia Siegmann. Als ich das erste Mal von der Reihe gehört habe, hat sie mich unglaublich neugierig gemacht und da ich Märchen liebe und vor allem Buchadaptionen davon, habe ich die Leseprobe gelesen und geliebt. Das Buch musste ich einfach lesen, das war für mich klar und so fing ich an und ließ mich zu den bekannten Märchenfiguren zurückführen.

Das Cover finde ich hübsch, wenn auch nicht ganz mein Geschmack. Ich mag, dass das Gesicht des Mädchens etwas Gezeichnetes hat und auch die moosgrüne Farbe hat etwas Verzaubertes, wie im Märchen eben, die roten Rosen mit den grünen Blättern und Ranken. Jedoch ist es mir ein bisschen zu viel, die Vorderseite ein bisschen überladen, vor allem stört mich das Gesicht des Mädchens, aber die Gestaltung ohne den Umschlag und auch im Buch drin hat mir wiederum sehr gut gefallen.

Als Floras Vater verstirbt und sie seine Sachen vererbt bekommt, hat sie niemals gedacht, dass die Familie ihres Vaters so ein großes Geheimnis verbirgt. Als sie eines Tages dann eine Einladung erhält und in die magische Welt der Märchen gezogen wird, ist die Überraschung groß, denn nicht nur trifft sie auf die Nachfahren von Schneewittchen oder Rapunzel, sondern sie erfährt auch noch, dass sie eine Nachfahrin von Dornröschen ist, die letzte um genau zu sein. Daher ist es ihre Aufgabe die Menschen zu beschützen, dabei kommt sie dem Geheimnis ihrer märchenhaften Familie immer näher, gleichzeitig schlägt ihr Herz höher, wenn sie einer gewissen märchenhaften Person nahe kommt, die sie jedoch nicht haben kann...

Der Schreibstil der Autorin hat mir auf Anhieb wirklich gut gefallen, sodass ich sehr gerne Zeit in der Welt von Flora verbracht habe. Die Grundidee mit den Märchenfiguren und ihren Nachfahren, wie auch den Gaben fand ich sehr interessant und durch die ein und anderen Fälle, darf man mit Flora rätseln. Noch ganz so viel hat man nicht erfahren, aber was man erfährt, ist auf jeden Fall interessant. Der Plot an sich hat auch gute Ansätze, wenn sie auch nicht ganz so überraschend und fesselnd ist, wie ich erhofft hatte.

Flora als Protagonistin hat mir sehr gut gefallen. Ich mochte sie, vor allem mochte ich, dass sie ziemlich normal war, bis auf ihre Vorfahren natürlich. Somit konnte man sich gut mit ihr identifizieren und sie begleiten in dieser plötzlich magischen Welt, in die gerät und in der sie Liebe, Freundschaft und Geheimnisse findet. Auch die Nebencharaktere haben mir gut gefallen, auch wenn ich durchaus noch etwas mehr von ihnen erfahren hätte. Vor allem mochte ich die Entwicklung von Neva, ohne jedoch jetzt zu viel zu verraten.

Ich habe mich sehr auf diesen Auftakt gefreut, dementsprechend waren meine Erwartungen definitiv hoch. Mir hat die Geschichte um Flora und die Märchen gut gefallen, die Idee kannte ich bisher noch nicht und die Handlung hatte durchaus ihren Charme. So ganz konnte mich die Geschichte jedoch nicht für sich einnehmen, der letzte Funke hat für mich noch gefehlt. Nichtsdestotrotz ein solider Start der Trilogie, die anderen beiden Bände werde ich mir trotzdem näher anschauen. Für Fans, die Märchen, Fantasy und Magie mit einer Brise Romantik mögen, definitiv empfehlenswert. Von mir gibt es gute 4**** für das letzte Dornröschen!

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 08.01.2020

Zauberhaft, verrückt und voller Fantasie - Das Buch zum Film!

Das wandelnde Schloss
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Das wandelnde Schloss ist der erste Teil der Howl-Saga aus der Feder von Diana Wynne Jones. Ich habe den gleichnamigen Ghibli-Film absolut geliebt, er ist mitunter einer meiner liebsten Filme überhaupt ...

Das wandelnde Schloss ist der erste Teil der Howl-Saga aus der Feder von Diana Wynne Jones. Ich habe den gleichnamigen Ghibli-Film absolut geliebt, er ist mitunter einer meiner liebsten Filme überhaupt und daher war ich so gespannt auf die originale Geschichte und inwiefern sie sich vom Film unterscheidet. Damit habe ich es im Neuen Jahr als erstes Buch in Angriff genommen und ich muss sagen: Was für ein zauberhaftes Abenteuer! Es war turbulent, verrückt, einzigartig und einfach großartig.

Das Cover finde ich wirklich sehr gelungen, die Neuauflage bezaubert auf jeden Fall mit ihrer Vorderseite. Der Hintergrund ist in Schwarz gehalten mit moosgrünem Rahmen. Das Motiv ist die orangene Wolke, die übrigens auch in der Geschichte vorkommt und natürlich der Blickfang: Das wandelnde Schloss mit mehreren Schornsteinen, aus denen Rauch entweicht und der Unordnung von Häuser und Zimmer, welches sich als Ungetüm bewegt. Passt natürlich super und hat etwas Magisches an sich, es macht sich super im Regal!

Sophie ist die Älteste von drei Töchtern und glaubt daran, dass es das Schicksal der Ältesten ist kläglich zu scheitern. Mit ihrer Familie führt sie einen Hutladen in Ingari und eines Tages passiert es wirklich: Sophie weckt den Zorn einer Hexe und wird durch einen Fluch in eine alte Frau verwandelt. Entsetzt in ihrer neuen Haut versucht Sophie den Fluch zu brechen und landet im wandelnden Schloss des herzlosen Zauberers Howl, der es auf Mädchen abgesehen haben soll. Jedoch kann Sophie nicht über ihren Fluch sprechen und muss nun als Hausdame des Schlosses ihren Alltag mit verführerischen Zauberern, zynischen Feuerdämonen und zauberhaften Gegenständen bestreiten. Wird es ihr gelingen den Fluch zu brechen? Und auf welche Abenteuer wird sie das wandelnden Schloss noch führen?

Der Schreibstil der Autorin ist zunächst etwas außergewöhnlich, denn er hält durchaus eine Distanz ein, die es einem vielleicht schwerfällt in die Geschichte reinzukommen. Jedoch macht Diana Wynne Jones das definitiv wett mit ihren verrückten Ideen der magischen und fantastischen Welt von Ingari, die ich so noch nicht gesehen habe und die nicht nur fasziniert, sondern auch ungeheuer überrascht. Denn die Autorin hat das Talent einen wirklich in die Irre zu führen und das in vielen Bereichen!

Kommen wir zu den Charakteren der Geschichte, die es auch total in sich haben. Ich liebe ja originelle Charaktere, die eigensinnig sind und sowas von keinem Klischee oder Mainstream entsprechen und diese Geschichte eifnfach voll davon, was mich hellauf begeistert hat, sei es die schlagfertige, sture Sophie, den verrückten und ärgermachenden Howl oder der zynische Feuerdämon Calcifer, alle haben sich in mein Herz geschlichen und kannte ich auch schon aus dem Film, auch wenn sie im Buch doch etwas anders, jedoch nicht weniger herzlich sind. Aber auch die Nebencharaktere haben viel Tiefe und sind außergewöhnlich, es war wirklich wunderbar sie auf diesem Abenteuer zu begleiten!

Einfach vorab muss ich sagen, dass dieses Buch defintiv eines meiner Jahreshighlights ist im neuen, jungen Buchjahr. Es ist anders, neuartig, voller Verrücktheit und auf seine Weise bizarr und komisch. Sie konnte mich von der ersten Seite an mitreißen und vor allem war meine Sorge unbegründet, dass ich das Buch nicht mögen würde, da es doch in wesentlichen Dingen anders als der Film ist. Jedoch hat genau das mich dazu gebracht die Geschichte zu genießen und nicht zu vergleichen, denn sie beide haben dadurch eine Einzigartigkeit erhalten, das Buch mit ihrer Tiefe, der bildgewaltigen Welt und den Hintergründen, während der Film mit Gefühlen und der visuellen Optik glänzen konnte. Das Buch war wirklich nie langweilig und das Ende war einfach ein wunderbarer Abschluss ohne Kitsch. Dennoch möchte ich die Folgebände unbedingt lesen, einfach nur um noch Howl, Sophie und Calcifer wiederzutreffen und in diese bunte Welt zurückzukehren. Von mir gibt es mehr als volle 5*****! Ein wunderbares Buch zum Film, total empfehlenswert, beide, Buch und Film! :)

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 01.01.2020

Lovely Curse - Du bist mein Untergang ...

Lovely Curse, Band 1: Erbin der Finsternis
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Lovely Curse - Erbin der Finsternis ist der erste Teil einer Dilogie aus der Feder von Kira Licht. Das Buch ist mir schon vor Erscheinen öfter aufgefallen und da ich Gold & Schatten von der Autorin kenne, ...

Lovely Curse - Erbin der Finsternis ist der erste Teil einer Dilogie aus der Feder von Kira Licht. Das Buch ist mir schon vor Erscheinen öfter aufgefallen und da ich Gold & Schatten von der Autorin kenne, was mir bis auf ein paar Dinge ganz gut gefallen hat, war ich gespannt auf ihr neues Werk, vor allem das Cover ist eine Augenweide. Leider muss ich gestehen, dass Lovely Curse doch weit hinter meinen Erwartungen zurückgeblieben ist...

Das Cover ist echt wunderschön. Gerade auch, wenn es man in echt in der Hand hält. Ich liebe die Veredelung der blauen, glitzernden Schleier und durch den dunklen Hintergrund strahlt die Frau mit ihren weißen Haaren und ihrem weißen Kleid förmlich auf. Es hat etwas Düsteres und Apokalyptisches an sich, was also wunderbar passt zum Inhalt.

Arianas Welt bricht zusammen, als ihre Eltern bei einem schrecklichen Unfall ihr Leben verlieren und sie nun zu ihrer einzigen Verwandten, ihrer Tante Suzan auf die Ranch ziehen muss, ins Kaff Little Creek. Für sie, das Mädchen aus der Großstadt New York, ein Kulturschock neben dem Verlust ihrer Eltern. Ist der Neuanfang also nicht schon schwer genug, wird Aria das Leben in ihrer neuen Schule zur Hölle gemacht durch ihre neue Erzfeindin: Noemi. Zum Glück gibt es ja jedoch den charmanten Simon, der ihr zur Seite steht und ihr Herz höher schlagen lässt. Jedoch übt auch Dean, notorischer Bad Boy überhaupt, eine Anziehung auf Aria, der sie sich nicht entziehen kann. Zwischen zwei Jungs und einer neuen Stadt bleibt Aria jedoch nicht viel Zeit zu grübeln, denn plötzlich häufen sich immer mehr erschreckende und seltsame Dinge, die Natur spinnt und zeigt sich von ihrer grausamen Seite. Als auch Aria sich verändert ohne ihr Zutun, ahnt sie es: Irgendetwas stimmt hier ganz und gar nicht...

Der Schreibstil der Autorin ist eindeutig nicht mein Problem mit dem Buch gewesen, denn ich kam sehr gut durch die Seiten, auch wenn es ab und zu doch sehr langatmig wurde und für mich etwas wenig passiert ist, so würde ich mich definitiv am Stil der Autorin beschweren. Denn es lag für mich an etwas anderem, nämlich dem Tempo der Handlung. An sich ist nämlich die Grundidee durchaus sehr faszinierend und anders, leider nur viel zu kurz erwähnt meiner Meinung nach.

Nun zu den Charakteren. Mit Aria wurde ich zunächst kaum warm und auch wenn sie mit Zeit etwas sympathischer wurde, konnte ich sie nicht ganz in mein Herz schließen, denn sie hatte bis auf ein paar Dinge nichts Besonderes an sich finde ich. Sie stach nicht so sehr hervor, aber war auch jetzt nicht gänzlich unerträglich. Sowohl Simon als auch Dean und Noemi waren mir ehrlich gesagt etwas zu viel Klischee, allgemein war die erste Hälfte des Buches eher klischeehafter, in einem Maße, dass es mich dann doch gestört hat, was es normalerweise nicht unbedingt tut. Eine Charakterentwicklung gab es jedoch durchaus, leider jedoch auch hier für mich etwas zu spät.


Kurzum: Ich hatte mir doch im Endeffekt etwas mehr von diesem Auftakt versprochen. Jedoch lag es keineswegs am Inhalt an sich, also am Plot oder der Grundidee, die ich super fand, sondern eher an der Umsetzung der Charaktere und dem Tempo. Die erste Hälfte zog sich für mich zu sehr und als es mich dann doch etwas gepackt hatte, kam auch schon das Ende, wo es dann drunter und drüber ging, man kaum einen wahren Einblick erhielt, bis es schon zu Ende war. Der Klappentext spoilert übrigens schon ziemlich viel, finde ich, da das Buch eigentlich vom Inhalt her nicht viel weiter geht. Ich bin ebenso ja kein großer Fan eines Liebesdreiecks, jedoch verstehe ich durchaus, dass man das mag, denn es gibt auch hier gute und nicht so tolle Liebesdreiecke, hier hat es mich bis zum Ende hin eher etwas genervt, leider. Ich wollte dieses Buch so mögen und es gab wirklich gute Ansätze, aber leider war es doch nicht ganz meins. Von mir gibt es 3*** für eine gelungene Idee, jedoch etwas ungelungene Umsetzung.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 28.12.2019

Die letzte Wahrheit der Archen....

Die Spiegelreisende
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Die Spiegelreisende - Das Gedächtnis von Babel ist der dritte Teil der Spiegelreisenden-Saga aus der Feder der französischen Autorin Christelle Dabos. Mitunter ist dieses Buch wohl DAS Buch, auf das ich ...

Die Spiegelreisende - Das Gedächtnis von Babel ist der dritte Teil der Spiegelreisenden-Saga aus der Feder der französischen Autorin Christelle Dabos. Mitunter ist dieses Buch wohl DAS Buch, auf das ich schon sehr lange hingefiebert habe, meine Neuerscheinung 2019 sozusagen. Der zweite Teil der Reihe "Die Verschwundenen vom Mondscheinpalast" war mein Jugendfantasyhighlight überhaupt und seitdem bin ich unglaublich verliebt in die Welt und die Charaktere, die die Autorin da erschaffen hat. Das Beste quasi zum Schluss, um das Buchjahr 2019 nochmal mit einem großen Knall enden zu lassen, habe ich es erst jetzt gelesen und es war genauso, wie ich es erhofft und erwartet hatte: Einfach absolut episch und grandios!

Das Cover ist in der selben Weise wie die anderen Cover der Reihe gestaltet, wieder einmal ist ein sehr wichtiges Monument auf der Vorderseite zu erkennen. Diesmal in einem schönen Hellgrün. Ich fand die detailreichen Zeichnungen schon immer unglaublich schön auf den Covern und auch hier ist es einfach super gelungen. Der Turm oder das Memorial von Babel spielt eine zentrale Rolle in Ophelias neuem Abenteuer und ich habe mich super gefreut, als ich es wiedererkannt habe. Jedoch ist auch die Innengestaltung echt toll gemacht, diesmal mit einer Karte der Windrosen über die verschiedenen 21 Archen der Welt.

Zwei Jahre und sieben Monate. So lange ist es schon her, seit Ophelia Thorn das letzte Mal gesehen hat. Seitdem ist sie schon wieder nach Anima, ihrer Heimatarche zurückgekehrt und doch kann sie nicht vergessen, was auf dem Pol passiert ist und was sie für eine ungeheure Wahrheit erfahren hat. Und vor allem quält sie der Gedanke nach ihrem verschollenen Ehemann. Ophelia schwört sich Thorn zu finden und ihre nächste Spur führt sie nach Babel, die Arche von Helen und Pollux. Eine seltsame Arche mit ihren mechanischen Gesetzen und den präzisen Regeln. Als Ophelia die Möglichkeit erhält als Lehrling im Konservatorium, dem Ort, an dem viel Wissen und die "letzte Wahrheit" sich verbergen sollen, zu arbeiten, ergreift sie Chance unter einem falschen Namen, in der Hoffnung Thorn und dem Geheimnis Gottes endlich näher zu kommen. Jedoch passieren bald unerklärliche Dinge in Babel und Ophelia muss erkennen, dass sie sich womöglich bereits zu tief in dieser tödlichen Falle verstrikt hat...

Was ich ebenso großartig finde, ist, wie sehr sich der Schreibstil der Autorin über die Jahre verändert hat, denn während der erste Teil noch ab und zu holprig war, so konnten Band 2 und auch dieser Teil mich vollkommen für sich einnehmen und fesseln. Ich finde die komplexe, detailreiche und innovative Welt der Autorin unglaublich faszinierend und grandios. Es ist wie ein eigenes Lebewesen, welches so viele Geheimnisse und Facetten verbirgt, wie auch tödliche Gefahren. Ich habe es total genossen noch eine weitere, neue Seite der Archen kennenzulernen und mitzufiebern, denn es geschehen wieder unheilvolle Dinge und Ophelia ist mittendrin...

Bereits am Ende vom zweiten Teil war ich nicht nur hoffnungslos dem Zauber der Archen verfallen, auch Ophelia und Thorn haben mein Herz Stück für Stück erobert und weiterhin nicht vor es loszulassen. Es gibt so viele liebevolle Charaktere in dieser Geschichte und nicht nur Personen, sondern auch Objekte wie Ophelias Schal oder Thorns Uhr. Man lernt neue Charaktere kennen, die alten bleiben einem in ihrer Einzigartigkeit erhalten und vor allem fand ich es absolut wundervoll, dass man weitere Seiten von Ophelia und Thorn kennenlernen darf, diesmal die weicheren und verletzlichen Seiten, in die ich mich auch prompt verliebt habe. Sie haben nichts von ihrem Charme und der Authentizität verloren. Ich kann es wirklich kaum erwarten das leider schon letzte Abenteuer mit ihnen zu bestreiten! :)

Da ich mich sehr nach diesem Band gesehnt habe, waren meine Erwartungen natürlich diesem fantastischen zweiten Teil übermäßig hoch, jedoch hatte ich vollstens Vertrauen in die Autorin, dass sie eine würdige Fortsetzung um Ophelia und Thorn geschrieben hat und ich hatte recht, zum Glück! Auch dieser dritte Teil hat mich in all seinen Facetten vollkommen überzeugt, es war genauso toll, wie ich es mir erhofft hatte. Die gewaltige Welt der Archen mit ihren Mysterien, der Plot, hatte ja bereits mein Herz erobert, aber was mir mitunter am besten gefallen hat an der Geschichte war die immer deutlicher werdende persönliche Note, die langsam aufwallenden Gefühle und genau dieser Touch wurde in diesem Band beibehalten gemacht, die Romantik und Gefühle kommt nicht zu kurz und gibt der Geschichte nochmal den gewissen Funken, das i-Tüpfelchen. Ich liebe es einfach! Die Spiegelreisenden-Saga ist meine Entdeckung des Buchjahres 2019 überhaupt, auch das Gedächtnis von Babel ist ein wahres Jugendfantasyhighlight. Tausend Dank an die Autorin dafür. Absolute Buchempfehlung von mir! Ich vergebe mehr als volle 5*****! Ein episches Abenteuer um Ophelia und Thorn, auf dessen Ende ich nun brenne, wie auch weine.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 25.12.2019

One True Queen - Die einzig wahre Königin von Lyaskye...

One True Queen, Band 1: Von Sternen gekrönt
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One True Queen ist der erste Teil der Reihe aus der Feder von Jennifer Benkau. Dieses Buch wurde schon eine ganze Weile richtig gehypt und es hat nur so positive Stimmen geregnet. Ich muss gestehen, dass ...

One True Queen ist der erste Teil der Reihe aus der Feder von Jennifer Benkau. Dieses Buch wurde schon eine ganze Weile richtig gehypt und es hat nur so positive Stimmen geregnet. Ich muss gestehen, dass ich zunächst gar nicht so begeistert vom Buch war und es mich nicht sehr angesprochen hatte. Ich hatte eine etwas klischeehafte Fantasygeschichte im Kopf. Nach dem ganzen Hype hat es mich jedoch immer mehr interessiert, was dahinter steckt und daher habe ich mich rangetraut und wurde definitiv überrascht!

Das Cover finde ich wirklich hübsch, vor allem unter dem Umschlag, da man darunter das Cover ohne Schrift findet. Ich finde die Ranken im Gesicht des jungen Mädchens wirklich schön gemacht, auch wenn es wohl nicht mein liebstes Cover ist. Dennoch hat es etwas Imposantes, der Fokus liegt natürlich auf dem, Mädchen, der Königin.

Mailin lebt ein einseitiges Leben, in dem vor allem ihre Schwester Vicky, die seit einem Vorfall Pflege benötigt, ganz oben steht in Irland. Doch nach einem Streit mit ihrer Mutter um Vicky wird Mailin urplötzlich nach Lyaskye geholt. Ein Land voller Magie und Geheimnissen und ungeheuren Gefahren. Mailin weiß nicht, wieso sie in diese neue Welt geholt wurde und muss versuchen zu überleben, denn hier scheint jeder ihr Feind zu sein und nach ihrem Leben zu trachten. Auch der Fremde, dem Mailin auf ihrem Weg begegnet. Wem kann sie wirklich vertrauen? Und was ist ihre Bestimmung in Lyaskye? Als sie die grausame Wahrheit über sich und ihre Verbindung zu Lyaskye erkennt, ist Mailin bereits zu tief verstrickt, in einer tödlichen Falle für sie, die wahre Königin...

Der Schreibstil der Autorin ist mir nicht bekannt, jedoch bin ich eigentlich ziemlich gut in die Geschichte eingestiegen. An sich fand ich das Worldbuilding und die Beschreibungen wirklich gut und nicht zu überfordernd und auch die Atmosphäre zwischen Vertrauen und Verrat gefiel mir gut. Ab und zu hatte ich jedoch das Gefühl nicht richtig voranzukommen, vor allem am Anfang, weshalb es für mich doch einige Längen gab, bei denen ich mich weiter vorankämpfen musste. Jedoch war die zweite Hälfte dann deutlich angenehmer zu lesen, denn die Spannung braut sich definitiv an um sich zum Schluss richtig zu entladen.

Kommen wir zu den Charakteren. Aus Mailins Sicht begleiten wir ihre Geschichte und werden in die Welt von Lyaskye geworfen. Ich mochte Mailin, keine Frage, sie hat schwache und starke Seiten und kam mir sehr authentisch vor, gerade weil sie eben auch Fehler gemacht hat, die nachvollziehbar sind. Und auch der männliche Protagonist mochte ich, jedoch war bei mir trotzdem das Problem, dass ich mich nicht gänzlich auf die beiden einlassen konnte und so das richtige Mitfiebern manchmal für mich schwierig war. Woran das genau liegt, kann ich jedoch nicht wirklich bestimmen. Es hat einfach wohl der richtige Funke gefehlt. Die Nebencharaktere haben ihre Aufgabe erfüllt, jedoch hat auch da mir noch ein Tick Tiefe gefehlt. Vielleicht kommt da aber noch was.

Das hört sich zunächst nach viel Kritik an, ich habe wirklich lange für die Geschichte gebraucht, jedoch muss ich sagen, dass ich durchaus verstehen kann, dass viele Menschen die Geschichte um Mailin und Lyaskye mögen, denn ich sehe viel Potenzial in der Geschichte, zumal sie so ganz anders verlaufen ist als ich es nach dem Klappentext erraten hätte. So eine Richtung war für mich neu, auch wenn der Ablauf an sich es dann doch nicht mehr so ganz war. Die Idee hinter der Königin und die Welt, Lyaskye, fand ich aber richtig gut und das Ende war dann auch ziemlich spannend und überraschend. Ich werde wohl in den zweiten Band einen Blick werfen um zu wissen, wie die Geschichte um May und Lyaskye ausgehen wird. Von mir gibt es solide 4****!

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