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Veröffentlicht am 09.09.2019

Das Licht am Ende des Tunnels.

Perfectly Broken
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Perfectly Broken ist eine wunderschöne Liebesgeschichte um Brooklyn und Chase aus der Feder von Sarah Stankewitz. Ich kannte die Autorin leider noch nicht vor diesem Einzelroman, aber nach ihm muss ich ...

Perfectly Broken ist eine wunderschöne Liebesgeschichte um Brooklyn und Chase aus der Feder von Sarah Stankewitz. Ich kannte die Autorin leider noch nicht vor diesem Einzelroman, aber nach ihm muss ich mir definitiv die anderen Romane von ihr näher ansehen, denn ich liebe diese Geschichte, sie hat mich so mitten ins Herz getroffen.

Das Cover finde ich wirklich hübsch, gerade auch, weil es nicht überfüllt. Die marmone, grau-weiße Farbe passt sehr gut zur Geschichte und auch die goldenen Linien, die mich ein bisschen an Narben, aber als eine Leserin meinte, es erinnere sie an "Kintsugi", also die japanische Kunst der goldenen Narben, musste ich mir sofort anschließen, das umschreibt das Wesen dieser Geschichte so perfekt. Vom Titel natürlich ganz abgesehen, der auch nicht besser und poetischer hätte gewählt werden können.

Brooklyn war die glücklichste Frau der Welt. Aber dann musste sie bitter erfahren, wie schnell man alles, was einem lieb und teuer ist, verlieren kann und es hat sie zerstört. Wie kann das Schicksal so grausam? Brooke hat geliebt und verloren. Doch nicht länger will sie ein dunkler Schatten ihrer Selbst sein und wagt einen Neuanfang. Sie verlässt Manchester und zieht in das kleine Bedford. Aber es kommt alles anders, als Brooklyn in ihrer Wohnung eine Tür entdeckt, die sie mit der Wohnung ihres Nachbars verbindet. Und als Chase, ihr neuer Nachbar, sich langsam, aber sicher in ihr Leben und ihr Herz schleicht, macht es Brooke zu schaffen.
Darf sie denn überhaupt wieder lieben, obwohl sie ihr Herz für immer einem anderen versprochen hatte?

"Du klingst traurig. Ja, du klingst sogar noch trauriger, als deine Schrift aussieht. Wenn du mich fragst, schreien deine Buchstaben vor Schmerz."
- Zitat von Chase aus Perfectly Broken

Der Schreibstil der Autorin war unfassbar toll. Es ist selten, dass mich eine Sprache, die Worte so sehr getroffen und berührt haben. Sie haben etwas in mir zum Klingen gebracht und nicht nur wegen manch wunderbarer, bedeutender Worte habe ich mich in diese Geschichte verliebt. Ich habe mitgelitten, mitgefiebert, mitgeliebt. Und dafür bin ich wirklich dankbar! Man hat gespürt, dass die Autorin wirklich jedem Wort, jeder Formulierung, jedem Satz eine bestimmte Bedeutung und ein Gefühl mitgegeben hat.

Aber nicht nur der Schreibstil hat mich überzeugt. Auch die Charaktere waren einfach so liebenswert und authentisch. Ich habe Brooklyn vom ersten Moment an geliebt und so mit ihr gelitten, es hat mich selbst überrascht, wie sehr mich ihr Schicksal mitgenommen hat. Doch auch Chase hat mein Herz schnell für sich eingenommen, denn wir haben es hier nicht mit einem notorischen Bad Boy oder anderem Klischeehaftem zu tun. Sie beide waren sehr menschlich, voller Emotionen und ihren eigenen dunklen Gedanken. Und auch die Nebencharaktere, waren es nicht so viele, haben sich in mein Herz geschlichen und vielleicht darf ich ja wieder nach Bedford zurückkehren, wenn sie ihre Geschichte bekommen, wer weiß? :)

Ich habe mich unsagbar auf Perfectly Broken gefreut, dementsprechend waren die Erwartungen, obwohl ich das Buch erst auf zweitem Blick quasi entdeckt habe. Ich kenne schon so einige Liebesromane und auch dieses hörte sich zunächst ziemlich vorhersehbar an. Und es stimmt, das war es auch. Aber trotzdem, als ich die Leseprobe las, war es um mich geschehen und ich wusste, ich wollte so unbedingt diese Geschichte lesen, die sich schon von der ersten Seite an in mein Herz geschlichen hatte. Und dann durfte ich Brooklyn und Chase kennenlernen und ich habe es definitiv geliebt. Auch wenn das Überraschende und das gewisse Etwas für mich doch noch an der Geschichte gefehlt haben, hat es mich richtig im Herzen berührt und fühlen lassen und ich denke, das ist es, was wirklich zählt. Ich vergebe gefühlvolle 4,5***** für Perfectly Broken!

Veröffentlicht am 06.09.2019

Eine schauerhafte, wie märchenhafte Fortsetzung um Götter und Hexen!

Der verbannte Prinz
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Der verbannte Prinz ist der zweite Teil der Götter und Hexen-Tetralogie aus der Feder von Laura Labas. Von Laura liebe ich ihre Reihe um Alison und Gareth und so habe ich auch ihre neue Reihe neugierig ...

Der verbannte Prinz ist der zweite Teil der Götter und Hexen-Tetralogie aus der Feder von Laura Labas. Von Laura liebe ich ihre Reihe um Alison und Gareth und so habe ich auch ihre neue Reihe neugierig begonnen, die einen mehr düsteren, märchenhaften Hauch zeigt. Der erste Band hat mir bis auf einige Aspekte recht gut gefallen und so war ich sehr gespannt auf die Fortsetzung, so steht Band 3 auch direkt vor der Tür.

Das Cover finde ich sehr passend, man erkennt sofort die Zusammengehörigkeit der Reihe, der verwunschende Gott, der verbannte Prinz und bald auch die vergiftete Königin. Der Mischung aus braunen, erdigen Farben und dem dem blutroten Motiven, hier eben die Zelte, finde ich definitiv ansprechend und auf die gewisse Art verträumt, wie auch dunkel und brutal, wie sie Morgans Geschichte auch selbst ist. Voller Geheimnisse und man möchte erfahren, welche das nun sind!

Morgan Vespasian musste nach den schicksalshaften Ereignissen fliehen, denn nichts ist mehr so, wie es vorher war. Morgan trägt nun eine gefährliche Magie und Bürde in sich und der Verrat von Aithan schmerzt, so hat sie zum ersten Mal richtig geliebt und verloren. Und ist das nicht genug, ist ihr Schicksal nun mit dem einen verwunschenen Gottes verbunden, Caél, dem sie nicht trauen kann und vor dem sie sich in Acht nehmen muss. Verloren und schwach geht Morgan ihren neuen Weg und dabei lernt sie nicht nur neue Verbündete und Feinde kennen, sondern kommt auch immer mehr einer Wahrheit näher, die sie lieber nicht hören wollte. Aber der Kampf der Göttern und Hexen ist noch lange nicht vorbei und die Geheimnisse verbergen dunkle Schatten, die von Magie, Blut und Tod sprechen ...

Der Schreibstil ist mir bereits vertraut und doch etwas anders, da wir hier nicht nur aus der Erzählperspektive und so aus vielerlei Sichten die Geschichte erfahren, sondern auch ist die Thematik und die Atmosphäre eine gänzlich andere als bei der anderen Reihe der Autorin. Ich muss gestehen, dass diese Welt mir schwieriger Einblick gewährte und auch hier brauchte ich eine Weile um hereinzukommen. Die immer noch bestehende Distanz zu den Charakteren macht es mir manchmal schwer und die komplexe Welt erst recht, dennoch bin ich sehr positiv gestimmt, wie es nun weitergeht!

Morgan musste viel erleiden und ich habe natürlich keine einzige Wendung so richtig kommen sehen, da muss ich der Autorin echt Respekt aussprechen. Die Charaktere machen es mir definitiv nicht leicht sie zu mögen, aber gleichzeitig mag ich auch diese grauen Schattierungen von ihnen und es interessiert mich sehr, was mit ihnen noch passiert, weshalb ich sie gerne weiterbegleiten werde. Auch die Entwicklung in diesem Band hat mir gut gefallen, gerade auch der Fokus auf andere Charaktere, die in Band 1 nicht so eine große Rolle spielten, wie hier.

Mit einem Schreibstil, der die dunkle und märchnhafte Stimmung wunderbar zur Geltung bringt und Charakteren, die weniger klischeehaft und störrisch wie auch liebenswert nicht sein können, setzt Der verbannte Prinz die Geschichte um Morgan fort und nimmt eine gänzlich andere Richtung ein, die man vielleicht erwarten würde. Ich bin sehr gespannt darauf, was nun im dritten Band folgen, der sicherlich auch wieder viel Aufwind und Veränderung bringen wird, nach dem Ende. Ich vergebe solide 4**** für eine etwas andere Märchenadaption der lieben Laura Labas!

Veröffentlicht am 27.08.2019

Das unheilvolle Geheimnis der Archen …

Die Spiegelreisende
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Die Verschwundenen vom Mondpalast ist der zweite Teil der Spiegelreisenden-Saga aus der Feder der französischen Autorin Christelle Dabos. Ich habe noch nie französische Fantasy gelesen, weshalb dieses ...

Die Verschwundenen vom Mondpalast ist der zweite Teil der Spiegelreisenden-Saga aus der Feder der französischen Autorin Christelle Dabos. Ich habe noch nie französische Fantasy gelesen, weshalb dieses Buch meine Aufmerksamkeit an sich zog, so wurde von einem Fantasyepos und sogar von einer Welt, die Harry Potter in nichts nachstehen soll, gesprochen und ich begann „Die Verlobten des Winters“, welches mir mit ein paar kleineren Aussetzern recht gut gefallen hat. So war ich definitiv interessiert an den Folgebänden und dann kam dieser Teil und der hat mich wahrlich überwältigt und richtig begeistern können, sodass ich mich nun vollständig in die Reihe verliebt habe!

Das Cover ist von der Art dem ersten unverkennbar ähnlich, mit der Zeichnung im Vordergrund, auch wenn es diesmal nicht die Himmelsburg ist, die man erkennt, sondern ein anderer Schauplatz, der natürlich im zweiten Band eine gewichtige Rolle spielt. Auch diese Zeichnung gefällt mir sehr gut. Die ganzen Details können mich darauf begeistern und von der Gestaltung des Buches wollen wir nicht reden, die schimmernde Schrift und die wunderschönen Zeichnungen am Anfang des Buches, in der wir mit einer kleinen Zusammenfassung von Teil I noch einmal der Welt von Ophelia näher kommen. Echt richtig toll gemacht mit viel Liebe zum Detail!

Ophelia musste dank ihrer Verlobung mit Thorn, dem Intendanten des Pols, an den Pol ziehen und verließ ihre Heimatarche Anima und lernte so die intrigante und schimmernde Welt des Pols und der Himmelsburg kennen. Mit viel Mühe hat sie sich langsam eingelebt und trifft nun zum ersten Mal den Familiengeist des Pols, Faruk. Als dieser sie zu seiner Vize-Erzählerin ernennt, glaubt Ophelia, dass ihr einziges Problem es nun wäre, dem Seigneur gute Geschichten zu erzählen. Aber der Pol steckt voller Gefahren, als Ophelia plötzlich Drohbriefe erhält. Mit der nahenden Hochzeit versucht irgendjemanden Ophelia aufzulauern und die Hochzeit zu verhindern. Ist das nicht genug, verschwinden von dem ein auf den anderen Tag wichtige Persönlichkeiten aus dem Mondpalast. Nun beginnt die Suche nach ihnen und Ophelia muss nicht nur mit gefährlichen Illusionen und Anfeindungen kämpfen, sondern sich fragen, wem sie überhaupt vertrauen kann. Denn das Geheimnis um die Archen scheint größer zu sein als Ophelia je ahnen würde und womöglich ist ihr der Feind näher als sie will…

Der Schreibstil und die Welt der Autorin sind der Wahnsinn und haben einen unvergleichlichen Zauber, der sich auch in diesem Teil gehalten, wenn nicht sogar verstärkt hat. Denn man lernt noch mehr neue Seiten des Pols kennen, neue Orte und immer mehr auch die Geschichte und Verknüpfungen der ganzen Clans. Auch die Handlung ist bereits zu Beginn wesentlich spannender als der erste Teil, so hatte die Fortsetzung seinen Vorgänger schon von Anfang an längst überholt und ist um Welten besser. Man wird in die Geschichte gesogen und kann kaum vorhersehen, was als nächstes passiert, geschweige denn, welche Wahrheit sich wirklich hinter den Archen verbirgt. Geheimnisvoll, originell, detailreich und verzaubernd, das ist die Welt der Archen.

Ich mochte Ophelia bereits zu Anfang recht gerne, aber das ist im Nachhinein nichts dagegen, wie sehr ich sie in diesem Band mochte, denn sie hatte sich deutlich verändert und eine tolle Entwicklung durchgemacht und auch ihre weitere Entwicklung konnte mich sehr begeistern, denn nicht nur sie taut langsam immer mehr auf und mausert sich zu einer starken Protagonistin, die sich in dieser komplexen Welt zurechtfindet, sondern auch Thorn und die ein oder anderen Charaktere werden einem immer sympathischer und man lernt sie immer näher kennen. Vor allem Thorn habe ich richtig zu lieben gelernt, denn es steckt immer mehr hinter dem ein oder anderen als man von außen sieht. Aber natürlich entdeckt man so einige Menschen, denen man nicht so gerne im echten Leben begegnet würde.

Ich bin mit nahezu keinen Erwartungen an das Buch gegangen, so hatte ich gedacht, dass es mich wieder gut unterhalten würde, doch was ich dann schlussendlich bekam, war der absolute Wahnsinn. Es war schon sehr lange her, als ich soo gefesselt wurde, richtig von der Geschichte eingenommen wurde und selbst nach dem Zuschlagen des Buches, haben mich Ophelia und Thorn noch lange weiterverfolgt. Ich kann nun richtig gut verstehen, warum es Fantasyepos genannt wird, denn es ist es wahrlich. Die Geschichte besitzt die perfekte Mischung aus Mystery und Fantasy und vor allem habe ich geliebt, dass dieser Teil auch sehr ans Herz geht und eine gehörige Portion Romantik bietet, neben der nervenauftreibenden Spannung und den überraschenden Wendungen. Man rätselt und fiebert mit und dann, nachdem man die Charaktere sehr liebgewonnen hat, kommt das Ende und das hat mich einfach total vom Hocker gehauen, ich war sprachlos, so verliebt in die Geschichte und vor allem voller Sehnsucht, denn man muss einfach weiterlesen nach dem Ende. Die Autorin spielt nur so mit den Gefühlen des Lesers und verknüpft Offenbarungen mit weiteren Geheimnissen, denen man einfach nachgehen muss. Band 3 erscheint, Gott sei Dank, schon recht bald und trotzdem werde ich die Tage zählen, bis ich endlich zu Thorn und Ophelia auf die Archen zurückkehren kann! Mehr als volle 5***** für eine neue Lieblingsreihe von mir!

Veröffentlicht am 24.08.2019

Wir sind die Wölfe, wir sind die Crew!

Crew
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Crew ist der Auftakt der Wolf-Crew-Reihe aus der Feder von der amerikanischen Autorin Tijan. Ich muss sagen, dass ich so keine Ahnung hatte, welche Art von Buch diese Geschichte sein sollte. Dark Fantasy? ...

Crew ist der Auftakt der Wolf-Crew-Reihe aus der Feder von der amerikanischen Autorin Tijan. Ich muss sagen, dass ich so keine Ahnung hatte, welche Art von Buch diese Geschichte sein sollte. Dark Fantasy? Thriller? Krimi? Aber sehr überrascht war ich dann, als ich es herausfand, denn es handelt sich hierbei um eine dunklere New Adult-Geschichte, die mich mit ihrer düsteren und teils brutalen Art trotzdem fesseln und überraschen konnte.

Auch beim Cover kann man nicht erahnen, welchem Genre diese Geschichte zuzuordnen ist. Es gefällt mir aber wirklich gut in seiner Schlichtheit mit dem schwarzen Hintergrund, den orangefarbenen Flecken an den Seiten und dem silbernen Akzenten, die den Titel sehr betonen, genauso wie in der Geschichte viel Wert auf die "Crew" gelegt. Ich mag es, dass das Cover so untypisch für sein Genre ist, wie auch die Geschichte es tut.

Bren ist die einzige Frau in ihrer Crew. Crews, die eine immense Bedeutung in ihrer Stadt Roussou haben. Crews, das sind kleine Gruppen, die nach ihren eigenen Regeln leben. Aber eins steht ganz oben in den Crews: Crews bleiben unter sich, sind anders als die Normalos, die anderen. Alle in der Crew sind absolut loyal einander gegenüber und legst du dich mit einem an, legst du dich mit allen an. Brens Crew ist vielleicht die kleinste, aber auch die beste und gefährlichste unter allen Crews, sie wird auch die Wolfscrew genannt. Das letzte Highschooljahr hat für Bren und ihre Crew begonnen und doch ahnt Bren nicht, dass dieses Jahr anders sein wird. Denn in der Crew sind keine Liebesbeziehungen erlaubt. Aber dafür ist es vielleicht schon zu spät ...

Der Schreibstil der Autorin konnte mich schnell in seinen Bann ziehen, denn auch er integriert sich wunderbar in die Geschichte. Sie nutzt keine explizit derbe Sprache, dennoch ist definitiv nichts beschönigt. Es herrscht ein rauer und teils brutaler Umgang miteinander, es ist auf keinen Fall etwas für schwache Nerven. Und doch konnte genau diese düstere Stimmung mich für Brens Geschichte einnehmen, das ganze Crew-System, die unterschwellige Spannung haben mich fasziniert und gefangen.

"Das war die Grundregel, wenn man zu einer Crew gehörte: Man unterstützte sich gegenseitig. Um jeden Preis."
- Zitat aus Crew

Bren ist unsere Hauptprotagonistin, jedoch bekommen auch die Mitglieder ihrer Crew viel Rampenlicht, man erfährt viel über sie, ihre Familien, wie sie zur Crew geworden sind und was sie füreinander sind. Bren ist keineswegs eine der typischen Protagonisten in New Adult-Büchern. Sie ist nicht naiv, schwach und nicht nett, sie ist eine Wölfin. Wenn sie es muss, kann sie brutal und gefährlich werden und sie besitzt eine kalte Seite, die man fürchten sollte. Dennoch lernt man Bren immer mehr kennen und auch ihre Gefühle und ihre Zerrissenheit. Es ist nie einfach mit ihr und vielleicht auch, weil ich keineswegs wie die Crew bin, kann ich nicht jede Handlung nachvollziehen, aber das störte mich nicht besonders. Denn der Zusammenhalt innerhalb ihrer Crew fand ich sehr bemerkenswert. Auch die anderen Crewmitglieder sind toll skizziert, weder richtig schwarz noch weiß, gut noch böse. Jeder trägt eben einen Schatten mit sich.

Es ist schwierig zu erklären, um was es in Crew geht, außer eben um Crews, die man noch am ehesten mit Gangs beschreiben kann, auch wenn ausdrücklich gesagt wird, dass Crews eben das nicht sind. Ich denke aber, so viel kann gesagt werden: Man begleitet Bren und ihre Freunde ein Stück in ihrem Leben und ihrem Alltag, mit all ihren Problemen, denn man kann sich vorstellen, dass es nicht immer gut ausgeht, wenn Crew auf Crew trifft und dass dabei auch mal Blut fließen kann.
Viele kritisieren an diesem Buch ja, dass es unnötig brutal, grausam und keine Handlung besitzt. Dem würde ich nicht zustimmen. Klar, man kann sich vorstellen, alles auch friedlicher zu lösen, gerade als nicht außenstehende Person aber ich finde, diese Gewalt und Dunkelheit gehören einfach zur Geschichte, ist eben ein unverzichtbarer Teil von ihr und es muss keine actionreiche Handlung geben, um spannend zu sein, gerade in diesem Genre, in dem es ja eher um Entwicklung und Reife der Charaktere geht. Für manche, auch für mich, könnte diese intensive Düsternis der Geschichte etwas schwierig zu lesen sein. Dennoch mochte ich Crew sehr gerne und werde mir die Fortsetzung sicherlich zur Gemüte führen, ich freue mich darauf Bren & Co. wiederzusehen und vergebe gute 4****!

Veröffentlicht am 16.08.2019

Island - Land aus Licht und Magie

Faye - Herz aus Licht und Lava
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Faye - Herz aus Licht und Lava ist der neue Jugendroman aus der Feder von Katharina Herzog. Also ich denke, ich muss gar nicht viel daüber erzählen, warum ich Fayes Geschichte so unbedingt lesen musste, ...

Faye - Herz aus Licht und Lava ist der neue Jugendroman aus der Feder von Katharina Herzog. Also ich denke, ich muss gar nicht viel daüber erzählen, warum ich Fayes Geschichte so unbedingt lesen musste, denn dieses unfassbar schöne Cover und vor allem die außergewöhnliche Kulisse Islands hatte mich direkt. Island, das Land der magischen Wesen und bezaubernder Landschaften ist der perfekte Ort um seiner Fantasie freien Lauf zu lassen und daher war Faye - Herz aus Licht und Lava schnell ein Wunschbuch von mir.

Das Cover. Ach du meine Güte, ist das schön! Ich finde es bereits auf dem Bildschirm bezaubernd, aber in echt, war es einfach hundert Mal schöner, es war magisch und hat so gut zu Geschichte gepasst. Die goldenen Linien, die mich mit der türkisfarbenen Farbe an ein Meer von Magie erinnert und auch an Island und die für mich so zur Thematik der Elfen passt, leuchten im Licht und auch verstecken sich so einige andere schöne Details im Cover, die sich erst enthüllen, wenn man es in der Hand hält. Ich war so begeistert und dachte mir nur: Das muss einfach im Regal stehen, egal wie gut mir die Geschichte gefällt! :)

Faye möchte eigentlich nur in Deutschland bleiben und in den Ferien ganz viel Zeit mit ihrer besten Doro verbringen und ihre Stadt grüner machen. Besonders da sie Liam von den Green Devils echt süß findet. Aber nach einem etwas größeren Missgeschick wird daraus nicht, als Fayes Mutter sie mit nach Island nimmt. So gar nicht begeistert davon, ist Faye überrascht, denn das Land hat so viel zu bieten: Wunderschöne Landschaften und vor allem eine magische Atmosphäre, denn es soll hier Zwerge, Riesen und Elfen geben und der Holunderbaum auf der Lichtung der Eingang zur Elfenwelt. Das sind alles natürlich nur Mythen, aber nichtsdestotrotz scheint der Baum immer mehr zu sterben. Faye kann das nicht zulassen und stürzt sich auf die Suche nach einer Lösung, ohne zu wissen, auf was für ein Abenteuer sie sich wirklich eingelassen hat. Denn sie entdeckt viel mehr als nur die Magie in Island und dabei nimmt auch der impulsive Aron eine bestimmte Rolle ein ...

Der Schreibstil der Autorin hat mir auf Anhieb echt gut gefallen, er ist sehr passend für das Genre und leicht verständlich. Vor allem den Zauber des Landes, Island, hat sie wunderbar eingefangen, die magischen Mythen oder die wunderschönen Landschaften, Orte und immer wieder hervorgebracht, die haben mich unglaublich begeistert, denn man bekommt so richtig Fernweh und will spätestens nach diesem Buch unbedingt nach Island. Doch auch die Geschichte ist magisch angehaucht und lädt zum Träumen ein, auch wenn sie nicht perfekt ist.

"Schicksal ist, wenn du etwas findest, was du nie gesucht hast."
- Zitat der Autorin Katharina Herzog zu Faye - Herz aus Licht und Lava

Faye ist unsere Hauptprotagonistin und verhält sich auch ihres Alters sehr entsprechend. Ich mag es, dass sie keine taffe Heldin ist, sondern ein einfaches, junges Mädchen, dass plötzlich mit einem Land voller Magie konfrontiert wird und seinen Zauber entdeckt. Dabei ist sie natürlich nicht nur begeistert, sondern auch manches Mal überfordert und steckt nicht alles so leicht weg. Ein bisschen weniger schwärmerisch und naiver hätte Faye gut getan, denke ich, aber sonst mochte ich sie sehr gerne und kann mich gut mit ihr identifizieren und ihr Verhalten meist nachvollziehen. Auch die anderen Charaktere der Geschichte haben ihre Rolle gut erfüllt, ein bisschen noch mehr Tiefe und Bedeutung hätte ich mir bei dem ein oder anderen Charakter noch gewünscht, aber ich mochte einige trotzdem wirklich gerne.

Ich muss sagen, dass meine Erwartungen an Faye doch recht hoch waren, weshalb ich im Nachhinein doch eine etwas andere Geschichte erwartet habe, aber das tut der Geschichte an sich keinen Abbruch, denn sie hat es durchaus geschafft mich zu verzaubern. Mir hat es definitiv Spaß gemacht mit Faye immer mehr Geheimnisse Islands aufzudecken und der Wahrheit immer näher zu rücken, auch wenn man von Anfang an klarstellen sollte, dass die Geschichte an sich doch recht vorhersehbar ist und man jetzt keine actiongeladene High Fantasy-Geschichte erwarten sollte, was es aber auch nicht sein muss um gut zu sein. Es ist eine leichte, bezaubernde Geschichte mit magischen Komponenten und einer wahnsinnig tollen Kulisse, die genau für so eine magische Geschichte gemacht ist. Ab und zu hat für mich dennoch die Spannung gefehlt und das gewisse Etwas, was es für mich zu einem Highlight gemacht hätte. Dennoch vergebe ich für Fayes Abenteuer knappe 4****, denn es hat sehr viel Spaß gemacht!