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Veröffentlicht am 05.05.2018

Fantasy meets Crime – absolutes Highlight!

Hidden Legacy - Das Erbe der Magie
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Hidden Legacy – Das Erbe der Magie bildet den Auftakt der Hidden Legacy-Trilogie aus der Feder des Autorenehepaars Ilona Andrews. Ich muss sagen, dass bei diesem Roman vor allem die Leseprobe ausschlaggebend ...

Hidden Legacy – Das Erbe der Magie bildet den Auftakt der Hidden Legacy-Trilogie aus der Feder des Autorenehepaars Ilona Andrews. Ich muss sagen, dass bei diesem Roman vor allem die Leseprobe ausschlaggebend war, denn der Roman versprach eine wunderbare Mischung aus Fantasy & Krimi, die ich so nicht kannte und mich richtig neugierig machte. Und eins kann ich bereits sagen: Für mich ist dieser Auftakt ein richtiges Highlight!

Das Cover gefällt mir eigentlich recht gut, obwohl es sich von den anderen Cover des Genres nicht besonders abhebt. Trotzdem hat mich der Titel sehr neugierig gemacht wie auch der Klappentext und die Leseprobe war absolut klasse. Das Cover ist größtenteils in weiß gehalten. Man erkennt eine Skyline einer Stadt im verschwommenen grau-orangenen Rauch und eine hübsche Frau. Ich finde, gerade weil es nicht so auffällig ist, aber trotzdem irgendwie etwas hat, dass es hervorhebt, ist das Cover durchaus gelungen.

Im Jahre 1863 wurde das Osiris-Serum entdeckt und seitdem hat sich die Welt, wie man sie kennt, für immer verändert. Durch dieses Serum war es den Menschen möglich gewisse magische Begabungen zu entwickeln und diese Begabungen wurden von Generation zu Generation weitergegeben. Um sich selbst noch stärker zu machen, suchten die Menschen Möglichkeiten ihre Magie über die Zeit zu vereinigen und so entstanden die Häuser, Blutlinien mit Menschen, die hochbegabt sind. Und es begann ein Kampf unter den Häusern um Macht, Geld und Ruhm. In dieser Welt lebt die Privatdetektivin Nevada Baylor, die seit dem Tod ihres Vaters für ihre Familie sorgen muss und daher jeden Fall, der sie am Leben hält, annimmt. Eines Tages jedoch tappt Nevada in eine Falle und wird mit der Suche nach einem hochgefährlichen und berühmten Feuermagier, Adam Pierce, beauftragt. Nevada ahnt jedoch nicht, was für gewaltige Ausmaße sich aus dieser gefährlichen Mission ergeben, denn sie begegnet Connor „Mad“ Rogan, dem Orkan, ein Hochbegabter der absoluten Elite-Klasse. Und zwischen ihnen entfacht eine feurige Leidenschaft, die keiner aufhalten kann. Doch Nevada muss achtgeben: Denn in dieser Welt kann die Liebe absolut tödlich sein!

Eine große Überraschung war für mich, als ich am Ende des Buches erfahren habe, dass Ilona Andrews ein Pseudonym eines Autorenehepaars ist! Einen Roman von einem Ehepaar hatte ich noch nie gelesen, aber ich kann nur loben: Der Schreibstil ist absolut süchtig machend und sie haben eine sagenhafte Welt erschaffen. Denn mit dem magischen Kampf unter den Begabten besitzt es einen den großen Fantasyanteil, der aber richtig überzeugen kann und dazu vermischen die Autoren noch einen spannungsgeladenen Krimi, der mich total fasziniert hat. Ich wollte kaum aus dieser fantastischen Welt herauskommen und kann es kaum erwarten mich in den Folgebänden wieder hineinzustürzen!

In einer Welt voller tödlicher Magie hat Nevada schnell gelernt nach ihren Regeln zu spielen, sich nicht zu überschätzen, wenn sie überleben will. Weshalb sie auch nur Fälle annimmt, die für sie in jedem Falle erfüllbar sind und das wären eben Versicherungslücken oder Ehebrüche aufzudecken. Aber dann wird Nevada doch in die Welt der hohen Kreise, der berühmten, mächtigen Häuser, gezogen und muss versuchen mit ihrer geringen Magie lebend herauszukommen, denn die Welt der Reichen ist mehr als tödlich. Nun jedoch, da die Existenz ihrer Familie auf dem Spiel steht, nimmt Nevada den hochgefährlichen Auftrag an, den hochbegabten Pyrokineten zu fangen und dazu muss sie eine berufliche Partnerschaft mit Connor Mad Rogan eingehen, von der sie jedoch ahnt, dass sie noch gefährlicher für sie selbst zu sein scheint…

Eine Geschichte lebt von ihren Charakteren, sagt man auch und ich kann nur sagen: Hier war das definitiv der Fall! Ich habe mich sofort in Nevada verliebt, denn sie ist eine taffe, verantwortungsvolle junge Frau, die auf keinen Fall naiv ist. Für sie ist Vorsicht besser als Nachsicht, unnötige Auseinandersetzungen scheut sie und sie weiß genau, was sie zu riskieren bereit ist. Als Detektivin sind ihr Verstand und rationale Handlungen das A und O und das fand ich einfach toll an ihr. So eine Person hatte ich noch nicht so getroffen und ich fand es einfach super, wie alle ihre Handlungen logisch sind und sie trotzdem ihre Gefühle nicht verliert. Ihr Gegenstück ist Mad Rogan, ein teuflisch attraktiver und äußerst begabter Mann, der Nevada zur Weißglut treibt, denn weder weiß Rogan was Bescheidenheit ist noch lässt er sich aufhalten. Ein Mann, der faszinierender und anziehender nicht sein könnte. Ich bin auch hier richtig begeistert.

Ich glaube, ich wäre niemals darauf gekommen dieses Buch zu lesen, wenn ich nicht kurz in die Leseprobe geschnuppert hätte, was ich normal eher selten tue. Aber diesmal war es eine richtige Goldgrube, denn ich habe die nur so verschlungen und genauso dann auch das ganze Buch. Es ist immerzu einfach atemberaubend, ein totaler Pageturner, der spannender nicht sein könnte. Und es ist heiß und leidenschaftlich, intensiv, denn das Knistern zwischen Rogan und Nevada wird immer unaufhaltsamer. Dazu die überraschende Mischung aus Fantasy & Krimi, die mich total überzeugt hat. Seit langem wieder mal ein Buch, bei der ich ab der ersten Seite bereits vollkommen wusste, dass es ein absolutes Highlight ist und das mir wieder gezeigt hat, warum ich Fantasy liebe. Ich empfehle den Auftakt jedem, der spannende und intensive Geschichten liebt und zu Fantasy und Krimi nicht nein sagt und hoffe, dass noch viele diesen vollkommen einnehmenden Rausch der Geschichte erleben, den ich einfach nicht beschreiben kann. Von mir bekommt der erste Teil der Hidden Legacy-Reihe seine absolut verdienten vollen 5*****, ich freue mich einfach wahnsinnig auf die Fortsetzung dieser tollen Reihe, die hoffentlich nicht lange auf sich warten lässt!

Veröffentlicht am 24.11.2018

Elemente der Natur, versammelt euch um die verlorene Prophezeiung....

The Lost Prophecy - Vom Sturm erweckt
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The Lost Prophecy - Vom Sturm erweckt ist der erste Band der fünfteiligen Elemente-Reihe aus der Feder von Carina Zacharias. Ich kannte von der Autorin bereits Emba, welches mir wirklich gut gefallen ...

The Lost Prophecy - Vom Sturm erweckt ist der erste Band der fünfteiligen Elemente-Reihe aus der Feder von Carina Zacharias. Ich kannte von der Autorin bereits Emba, welches mir wirklich gut gefallen hat und da ich kurze Episoden von Geschichten liebe und die Magie der Elemente schon immer fasznierend fand, hatte ich direkt ein Auge auf Lost Prophecy geworfen. Und nun bin ich ziemlich zwiegespalten...

Das Cover gefällt mir ganz gut, ich finde die Cover der anderen Teile zwar etwas schöner, aber das Cover passt sehr gut zum Element der Luft mit der Farbgebung und dem Symbol in der Mitte. Ich finde aber allgemein die Cover der Elemente-Reihe wirklich gelungen!

Lorena ist die Assistentin der Wasserbotschaftlerin und aus dem Wasservolke. Sie lebt in Wellenbruch und kennt eigentlich nur die Welt des Wassers, doch eines Tages geschieht es: Das Luftvolk ruft mit ihrem Symbol um Hilfe! Plötzlich wird Lorena in dieses Abenteuer gerissen als Botschaftlerin zum Volk der Luft zu reisen und erfährt dabei noch mehr um die umwobene Prophezeiung der Fenari, der Elementewesen, die ihr Land Andurion geschaffen haben.
Dabei darf Lorena die Vielfalt der Elementevölker und ihre Magie kennenlernen. Aber da die Völker nie richtig Kontakt zueinander hatten, entpuppt sich die Reise schwieriger als gedacht....

Den Schreibstil der Autorin empfand ich doch als recht anders zu ihrer Emba-Reihe. So muss ich ehrlich gestehen, dass der Schreibstil und die ganzen Beschreibungen wirklich gut waren und nicht unbedingt das Problem waren, sondern die Handlung und Geschichte an sich. Ich hatte große Probleme richtig reinzukommen und durch das gemächliche Tempo wurde das Buch in meiner Hinsicht ziemlich langatmig. Es ist ein Auftakt, gewiss, aber es sollte doch etwas mehr passieren meiner Meinung nach.

Dann kommen wir zu den Hauptcharakteren, die wir langsam kennenlernen mit den unterschiedlichen Sichten. Ich fand es sehr gut, dass wir unterschiedliche Hauptpersonen haben, aus ganz unterschiedlichen Völkern und damit auch anderen Conventionen und anderen Verhaltensmustern. Dennoch waren sie mir ein bisschen zu oberflächlich, was sicher auch der Kürze des Bandes zuzuschreiben ist. Und vor allem mit Lorena konnte ich nicht so richtig warm werden, leider.

Es ist wirklich total schade, dass ich so kritisch sein muss, denn ich liebe die Grundidee und auch die paar Szenen, die wirklich etwas passiert sind, fand ich wirklich gut. Auch die Charaktere haben in meinen Augen durchaus Potenzial und werden sich sicher weiterentwickeln, nur eben hat der erste Teil von Lost Prophecy es nicht geschafft mich weiter an die Reihe zu binden und meine Neugier zu schüren. Ich werde die Reihe wohl erstmal nicht fortsetzen, aber man sagt auch: Niemals nie sagen. Mal schauen! Von mir bekommt es 2,5***!

Veröffentlicht am 27.07.2018

Wer bin ich in diesem Kampf zwischen Eis und Dunkelheit?

Im Zeichen des Lotus
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Im Zeichen des Lotus ist eine Fantasyserie aus der Feder von Valerie Loe und in diesem Sammelband findet man die ersten 6 Bände der Serie. Da ich die Reihe immer auf Lovelybooks in Leserunden verfolgt ...

Im Zeichen des Lotus ist eine Fantasyserie aus der Feder von Valerie Loe und in diesem Sammelband findet man die ersten 6 Bände der Serie. Da ich die Reihe immer auf Lovelybooks in Leserunden verfolgt habe, musste ich sofort die Chance ergreifen zu den Anfängen zurückzukehren und die erste Staffel zu lesen! Ich war super neugierig und wurde überrascht, denn es ist Fantasy mal anders.

Das Cover finde ich gelungen und passend und ich mag die dunklen Blau-und Violetttöne und vor allem die weißen schneeartigen Punkte auf dem Cover. Das Gesicht der Frau finde ich auch gut, auch wenn ich es etwas seltsam platziert finde, da es so aussieht als würde der Kopf aus dem Nichts schauen. Und natürlich die Lotusblume, die man nur bei genauerem Hinschauen erkennt und eine besondere Bedeutung widerfährt.

Penelope erwacht und kann sich an rein gar nichts erinnern. Sie weiß nur ihren Namen und ihr Alter und dass sie nicht normal ist. Denn ihren Körper zieren seltsame pulsieren rote Linien und sie wacht in einem dunklen Wald auf. Wer ist sie? Was macht sie hier?
Sie möchte ihr Leben zurück, doch das Schicksal hat anderes mit ihr vor und so nimmt alles sein Lauf. Denn Penelope wird in den Kampf zwischen den Nim und den Solani, ein ewiger Kampf, in dem sie nicht weiß, wem sie vertrauen soll und für welche Seite sie kämpft. Denn während die Dunkelheit der Nim sie ruft, so scheint auch das Eis der Solani sie anzuziehen...

Der Schreibstil der Autorin ist zunächst etwas holprig, wird jedoch immer besser und auch wenn man erstmal warm werden muss mit allem, sowohl mit dem Schreibstil als auch dem Geschehen und den Charakteren, so gewöhnt man sich schnell an die Geschichte, auch wenn man ziemlich lange auf die Antworten der Fragen, die einem im Kopf rumschwirren warten muss. Trotzdem finde ich die Originalität der Autorin beachtlich, denn so eine Fantasygeschichte habe ich noch nicht gelesen!

Als Protagonisten haben wir natürlich Penelope, die Frau, die absolut keine Erinnerungen besitzt und weder weiß wer sie ist noch wer sie sein will. Man begleitet sie auf der Suche nach sich selbst und der Wahrheit über ihre Person. Doch nicht nur hier bleibt es sehr mysteriös, denn man lernt auch die Solani kennen und eine Kämpfertruppe, die sich die Silver nennen und auch hier mächtig aufmischen. Sind die Solani Feind oder Freund? Ich musste mit allen Charakteren erst warm werden, so konnte ich im ersten Teil noch kaum eine Verbindung aufbauen, doch sie nehmen alle immer mehr an Farbe an und den letzten Teil habe ich förmlich verschlungen!

Es ist ziemlich schwer diese Geschichte zu beschreiben, denn sie ist geheimnisvoll und mysteriös und als Leser wird man auf eine harte Probe gestellt, denn Antworten sind rar und man muss etwas verwirrt in die Geschichte stolpern und sich manchmal etwas durchbeißen, da man den roten Faden zunächst kaum erkennen kann und sich damit auch für mich Längen anschlichen. Doch je weiter die Geschichte voranschritt, desto interessanter und verzwickter wurde sie. Und desto unklarer wurde es in welche Richtung sich das alles entwickeln sollte. Bis zum Ende war man gespannt auf Antworten, die man jedoch nur zum Teil bekommt. Auch die paar romantischen Elemente lassen einen etwas verwirrt zurück. Trotzdem konnte die Geschichte mich faszinieren und ich blicke gespannt auf die nächsten Staffeln, denn das Finale endete mit einem miesen Cliffhanger. Von mir bekommt die Geschichte 3,5****!

Veröffentlicht am 08.06.2018

Man trifft sich immer zweimal im Leben…

Hades' Hangmen - Styx
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Hades Hangmen – Styx ist der Auftakt der Hades Hangmen-Reihe von Tillie Cole. Ich bin ehrlich und war anfangs etwas skeptisch, da ich noch nie einen MC-Roman gelesen habe, auch wenn ich durchaus ein ...

Hades Hangmen – Styx ist der Auftakt der Hades Hangmen-Reihe von Tillie Cole. Ich bin ehrlich und war anfangs etwas skeptisch, da ich noch nie einen MC-Roman gelesen habe, auch wenn ich durchaus ein paar Erwartungen hatte. Deshalb kann ich bereits jetzt sagen, dass ich durchaus positiv überrascht wurde. Denn zwei ganz ungewöhnliche Thematiken hat die Autorin vermischt und interessant ausgelegt: Sekten, christlicher Glaube und MC, Outlaw Motorcycle Gang.

Ich bin nicht der größte Fan des Covers, aber es gibt durchaus schlechtere Cover. Das deutsche Cover gefällt mir zumindest wesentlich besser als das amerikanische, denn auch wenn eine Person darauf zu sehen ist, so sieht man nur deren muskulösen Rücken mit dem Tattoo der Hades Hangmen. Es ist in schwarz-weiß gehalten, was es nicht oft gibt und sehr gut zu der düsteren Grundstimmung des Romans mit dem erotischen Touch passt.

Als River „Styx“ Nash mit jungen Jahren auf ein junges Mädchen trifft, ist er fasziniert von ihr. Dem Mädchen auf der anderen Seite des Zauns, mit den blauen Wolfsaugen. Doch wieso ist sie dort gefangen? Was macht sie in einem dunklen Wald? Auch Jahre später spukt das mysteriöse Mädchen in seinem Kopf herum, auch wenn das nicht gut ist, denn mittlerweise ist Styx mit nur 26 Jahren zum Präsident des MCs, der Hades Hangmen, geworden. Er hat jedoch eine fatale Schwäche: Er kann nicht sprechen. Kein Wort kann je seinen Mund verlassen, außer bei seinem Vater und seinem besten Freund und Vizepräsidenten Kyler und ihr. Dem Wolfsmädchen. Deshalb ist er auch bekannt als der wortlose Hangmen, der statt mit Worten mit seiner brutalen Kraft und seinen Fäusten spricht. Angst und Respekt ist gut in seinem Posten, in dem er fast täglich mit dem Tod konfrontiert wird.
Bis er eine junge bildhübsche Frau verletzt vor seinem Club findet. Und er kann nicht anders als ihr zu helfen, denn sie zieht ihn an. Lange schwarze Haare, so hübsch und als sie ihre blauen Wolfsaugen öffnet, weiß er sofort, wen er vor sich hat. Doch wenig weiß er, dass sein Mädchen Salome „Mae“ vor etwas geflohen ist. Vor einer grausamen, dunklen Vergangenheit. Können er als Anführer einer brutalen Gang und sie, eine unschuldige, verletzte Frau, wirklich eine glückliche Zukunft haben? Trotz der Dinge, die gegen sie sprechen, kommen sie sich unweigerlich näher…

Der Schreibstil der Autorin ist angenehm, sehr flüssig. Die Seiten sind nur so vorbeigeflogen und dadurch hatte man auch wirklich das Gefühl, dass das Buch kurz wäre, obwohl es das nicht ist. Die Thematik des MCs hat mich durchaus fasziniert und war auch sehr realistisch, auch wenn ich selber wohl nicht gerne dort wäre. Man muss sich eben an den sehr lockeren, derben Umgang des Clubs und deren Mitglieder gewöhnen. Zum Glück gibt es ein Glossar mit Definitionen mancher gebräuchlicher Wörter des MCs für Neulinge wie mich. Als Kontrast bekommt man auch Einblick auf das komplette Gegenteil, Salome, die christlich aufgewachsen ist. Es bleibt meistens spannend und auch die Gefühle werden auf die Probe gestellt, da sowohl Styx als auch Mae nicht gerade eine rosige Zukunft haben...

Die Hauptprotagonisten sind Styx und Mae, obwohl man auch sehr viel über andere wichtige Mitglieder der Hades Hangmen erfährt, die man auch in den nächsten Bänden in ihren Geschichten wiedersieht. Styx ist kein unbeschriebenes Blatt, als Anführer eines starken MCs hat er so einiges Blut an den Händen, während Mae nicht sogar traumatisiert ist von ihrer grausamen Vergangenheit, die man absolut keinem wünscht. Mir wären beide sympathisch, auch wenn es so ein paar kleine Schwächen gibt und während Styx ziemlich viele Ecken und Kanten hat, Mae mir manchmal etwas zu perfekt vorkam, neben ihrer Vergangenheit. Trotzdem habe ich ihre Geschichte gerne gelesen, obwohl ich gestehen muss, dass ich andere Favoriten im Roman habe.

Es war definitiv etwas anderes mal einen MC-Roman zu lesen. Auch wenn ich bei manchen Dingen etwas zwiegespalten war, so hat mir am meisten der Umgang innerhalb der Clubmitglieder gefallen. Auch wenn die Männer und Frauen dort sicher mit allen Mitteln gewaschen sind, so sind sie auf ihre Weisen herzlich und loyal. Ich hatte keinen Zweifel, dass die Mitglieder für andere Mitglieder ins Feuer gegangen wären. Das fand ich wirklich sehr gut beschrieben, der feste Zusammenhalt des Clubs, der ihn so stark macht. Es gab ein paar kleine Schwächen, so hatte ich mir ein bisschen mehr Fokus auf die Sekte und den Alltag im MC gewünscht und manche Dinge haben mir grundsätzlich einfach nicht so gut gefallen, vielleicht liegt es aber auch einfach an meiner Art, trotzdem habe ich mich gut unterhalten gefühlt, es war meist sehr spannend und bin definitiv gespannt auf die Folgebände, da ich das Potenzial sehr deutlich sehe. Von mir gibt es gute 4****!

Veröffentlicht am 18.03.2019

Der unvergleichliche Zauber der Archen!

Die Spiegelreisende
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Die Spiegelreisende – Die Verlobten des Winters ist der Auftakt der Spiegelreisenden-Saga und das Debüt aus der Feder von Christelle Dabos. Ich war sofort Feuer und Flamme für dieses Buch als ich erfahren ...

Die Spiegelreisende – Die Verlobten des Winters ist der Auftakt der Spiegelreisenden-Saga und das Debüt aus der Feder von Christelle Dabos. Ich war sofort Feuer und Flamme für dieses Buch als ich erfahren habe, dass es sich um französische Fantasy handelt, so habe ich noch nie irgendwelche Geschichten von französischen Autoren gelesen und war so gespannt, inwiefern sie wohl sich von den gewohnten deutschen und amerikanischen Fantasy-Genre unterscheidet. Und nun bin ich so unglaublich froh das Buch um Ophelia und die Archen gelesen zu haben!

Das Cover finde ich echt wunderschön, zumal es vom Original übernommen wurde, was eine sehr gute Wahl war, denn man muss sagen, dass in diesem Fall das Original am besten zur Geschichte und ihrem altwinterlichen, aber einzigartigen Zauber passt. Passend zum Winter ist es in einem eisigen Blau gehalten und man erkennt als Motiv ein schwebendes Schloss, welches mich an das aus dem Ghibli-Film „Das wandelnde Schloss“ erinnert, welches ich und die Autorin selbst lieben! Ich hatte genau dieses Bild dann auch von dem Setting der Himmelsburg in meinem Kopf. Echt super gelungen!

Ophelia ist eine begabte Leserin und Spiegelreisende und lebt auf ihrer Arche, Anima, ein eigentlich friedliches Leben, wenn man von ihren alltäglicher Tollpatschigkeit und ihrer Andersartigkeit absieht. Während die anderen Mädchen sich an Schönheit übertreffen wollen, reicht es Ophelia mit ihrem alten Schal, der ein Eigenleben führt und ihrer runden Brille in der alten Vergangenheit zu lesen, zu fühlen, unauffällig zu bleiben. Das ändert sich schlagartig als sie gegen ihren Willen mit dem Adligen Thorn verlobt wird, der sich nicht nur als der größte Griesgram auf allen Archen herausstellt, sondern auch noch von einer anderen Arche, dem Pol, kommt. Durch ihre Verlobung zieht es Ophelia also in die Welt des Pols, die so ganz anders ist als ihre Welt der Anima. Intrigen, Spannungen, Etikette und Gefahren auf allen Seiten erwarten Ophelia und langsam, aber sicher lernt Ophelia den Pol und seine kalten Seiten kennen und kommt einem großen Geheimnis auf die Schliche…

Der Schreibstil und das Worldbuilding der Autorin haben mir so unglaublich gut gefallen, ich war total gefesselt von diesem ganzen lebendigen Fantasygebilde, die die Autorin geschaffen hat mit den Archen und den ganzen Gaben und Clans. Und von der Himmelsburg und dem Mondscheinpalast mal ganz abgesehen, da habe ich mich wirklich direkt in das Konzept verliebt, auch wenn sie so ihre Schattenseiten hat. Ab und zu haben sich jedoch in der ersten Hälfte ein paar kleine Längen reingeschlichen, dennoch hat mir die detailreiche Welt sehr gut gefallen!

„Bei Thorn war sie auf alles vorbereitet gewesen. Gewalt. Verachtung. Gleichgültigkeit. Aber er hatte nicht das Recht, sich in sie zu verlieben.“ (Seite 355)
- Zitat aus Die Spiegelreisende - Die Verlobten des Winters

Dann zu den Charakteren. Solch undurchschaubare und einzigartige Charaktere habe ich schon lange nicht mehr getroffen, sie sind wahrlich wie von einer anderen Welt und so ganz anders als man es von anderen Büchern kennt. Ophelia war mir von Anfang an sehr sympathisch mit ihrer tollpatschigen und eher stilleren Art, auch wenn ich sie trotzdem als sehr charakterstark ansehe. Eine wundervolle Protagonistin, die in eine schwierige Welt geworfen wurde, die man liebend gerne begleitet! Aber auch die Nebencharaktere wie Thorn, Archibald, Berenilde, Roseline und noch mehr, sie alle sind einzigartig, authentisch und doch ungewöhnlich und vor allem kann man bei manchen nie richtig sagen, ob man sie mag oder nicht, sind sie gut oder nicht? Das macht es noch umso spannender!

Auf dieses Buch habe ich mich so gefreut, denn es hörte sich total außergewöhnlich und neu an, die Parallele zu Harry Potter wurde ja gezogen, auch wenn ich sie im Nachhinein nicht ganz verstehe, denn es ist keineswegs wie Harry Potter, aber mindestens genauso fantasievoll. Die Charaktere und einfach die Magie über der ganzen Geschichte hat mir wirklich sehr gut gefallen und hat mich immer zum Weiterlesen animiert. Ein bisschen hat sich die Handlung am Anfang zwar verloren, aber spätestens in der zweiten Hälfte konnte ich mich nicht mehr losreißen. Das Ende kam ziemlich unerwartet für mich und fühlt sie wie ein abrupter Cut an, denn die Handlung ist so offen und lange nicht vorbei, noch mehr als ich von einem Auftakt erwartet habe. Aber dafür freue ich mich umso mehr, dass die Folgebände in relativ kurzen Abständen rauskommen sollen. Ich bin nun offiziell ein großer Fan der Spiegelreisenden-Saga und vergebe wundervolle 4,5****, denn ich bin mir sicher, die nächsten Bände werden noch besser! :)