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Veröffentlicht am 29.10.2017

Bin total begeistert!

Kalte Seele, dunkles Herz
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Der Inhalt
Frühmorgens an einem Sonntag ist Cass plötzlich wieder da! Vor drei Jahren verschwanden die damals 15-Jährige und ihre zwei Jahre ältere Schwester Emma, alles Ermittlungen verliefen im Sand. ...

Der Inhalt
Frühmorgens an einem Sonntag ist Cass plötzlich wieder da! Vor drei Jahren verschwanden die damals 15-Jährige und ihre zwei Jahre ältere Schwester Emma, alles Ermittlungen verliefen im Sand. Nur die forensische FBI-Psychologin Abby hatte eine Theorie – eine Theorie, die sie jedoch schmerzlich an ihre eigene Kindheit erinnert. Nun erzählt Cass nach und nach, was ihr und ihrer Schwester vor drei Jahren passierte. Und sie verlangt inständig: „Findet Emma!“ Unendlich viele quälende Fragen beschäftigen die Ermittler: Was hat die beiden Mädchen dazu bewegt, damals zu verschwinden? Und vor allem: Wo ist Emma?

Der Titel
Den Titel finde ich hier wirklich schwer zu interpretieren, auch nachdem ich das Buch gelesen habe. Kalte Seele könnte auf die kalte Beziehung hinweisen, die viele der Personen miteinander haben. Dunkles Herz weist auf die Charaktere hin, denke ich, denn irgendwie haben die meisten Figuren eine dunkle, fast schon böse Seite, die nach und nach immer deutlicher wird.

Das Cover
Ich mag es, wenn Cover nicht überladen, sondern eher schlicht sind. Die Metallic-Optik macht es besonders und lässt es herausstechen. Außerdem lässt es keine Rückschlüsse auf den Inhalt zu, auch mal ganz angenehm.

Die Protagonisten
Cass ist ein eher ruhiges, zurückgezogenes Mädchen, das meist nur Zuschauerin ist, ihre Gegenüber aber sehr gut einschätzen kann. Auch als sie mit ihrer Schwester Emma verschwindet, bleibt sie stets an ihrer Seite und gibt niemals auf. Obwohl die beiden Mädchen, die sich kaum gleichen, eine recht schwierige Beziehung haben, vertraut Cass Emma bedingungslos und liebt sie abgöttisch. Emma ist ein sehr schwieriger Charakter: In ihrer Jugend hat sie sich oft mit ihrer Mutter Mrs Martin gestritten, obwohl beide sich – sowohl äußerlich als auch innerlich – sehr ähnlich sind. Mrs Martin war mir beim Lesen sehr unsympathisch. Nicht nur, dass sie sich von ihrer jüngeren Tochter mit Nachnamen anreden lässt, sie bevorzugt Emma auch gegenüber ihrer Schwester. Vor allem Emma beeinflusst und manipuliert sie mit ihrem Verhalten, die dann die Muster ihrer Mutter gegenüber Cass nachahmt. Dr. Abigail Winter ist ein seltsamer Charakter, finde ich. Auch sie hat – wie so viele Personen im Buch – ein Geheimnis, das nach und nach enthüllt wird, aber man kann dennoch nicht vollständig sie und ihr Verhalten durchschauen. Abby ist eine fähige Psychologin und trägt viel zur Lösung des Falles bei. Sie hinterfragt viel und stellt dann ihre ganz eigenen Theorien auf. Allgemein hat man das Gefühl, jeder einzelne Charakter verbirgt ein oder mehrere Geheimnisse vor allen anderen bzw. lügt alle an.

Die Story
Wendy Walker hat uns wirklich total an der Nase herumgeführt! Ich war immer wieder erstaunt und total gefesselt! Der Schreibstil der Autorin ist wirklich toll und sie versteht es, den Leser neugierig zu machen und die Spannung – zumindest meistens – aufrecht zu erhalten.
Die Kapitel waren immer abwechselnd aus Cass‘ und aus Abbys Sicht geschrieben, was ich als sehr angenehm empfunden habe. So war man immer auf dem Laufenden, was die Ermittlungen anging, kann aber auch Cass‘ Sicht der Dinge kennenlernen. Weil Cass‘ Kapitel durch einen Ich-Erzähler erzählt wurden, waren sie persönlicher als die von Abby, was mir besser gefallen hat. Bei Abby spielen viele psychologische Erklärungen eine Rolle, was ich sehr interessant fand.
Besonders die Beziehungen zwischen den einzelnen Personen waren interessant und auch sehr unterhaltsam. Man hat alles immer nur bröckchenweise erfahren – sehr gemein von Wendy Walker! Witzig war übrigens auch, wie unglaublich kindisch sich die Figuren teilweise benommen haben…
Es kommen immer wieder neue, schockierende Details ans Tageslicht und einerseits möchte man gar nicht die Gründe für all die Ereignisse erfahren. Da man aber so gefesselt ist, kann man gar nicht aufhören mit dem Lesen.

Mein Fazit
Ich habe ja bereits Dark Memories - Nichts ist je vergessen von Wendy Walker gelesen und kannte die Autorin deshalb schon. Mit ein Grund, warum ich mit großen Erwartungen an das Buch herangegangen bin, denn Dark Memories war für mich ein schönes Leseerlebnis. Ich bin froh sagen zu können, dass Wendy Walker mich nicht enttäuscht hat. Im Gegenteil, sie hat mich sogar noch überrascht und sich meiner Meinung nach noch übertroffen.
Ich habe während des Lesens immer wieder neue Theorien aufgestellt und war teilweise schon ziemlich nah an der Wahrheit. Aber trotzdem war ich wirklich überrascht!
Kalte Seele, dunkles Herz unterscheidet sich total von anderen Büchern und ist eigentlich mit nichts zu vergleichen, finde ich. Ich war total vom Buch begeistert und bin ein großer Fan von Wendy Walker! :)

Veröffentlicht am 29.10.2017

Keine erschreckende Szenen - schön zur Abwechslung

Dark Memories - Nichts ist je vergessen
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Der Titel
Dark Memories -Nichts ist je vergessen ist wirklich sehr passend. Alan beweist, dass trotz des Einflusses der Medikamenten Hoffnung auf die Rekonstruktion der Erinnerungen ist. Und egal wi finster ...

Der Titel
Dark Memories -Nichts ist je vergessen ist wirklich sehr passend. Alan beweist, dass trotz des Einflusses der Medikamenten Hoffnung auf die Rekonstruktion der Erinnerungen ist. Und egal wi finster die Erinnerungen auch sind, es ist wichtig, sie zu verarbeiten.

Das Cover
Ok, das Cover ist Schwarz… Finde ich aber eigentlich schön. Im Prinzip stehen Jenny und auch die anderen Patienten vor einem riesigen, dunklen Abgrund, vor dem sie sich fürchten. Und die Erinnerungen scheinen verwischt.

Die Protagonisten
Ich finde, hier kann man schlecht einzelne Protagonisten feststellen, denn es spielen viele Menschen eine Rolle. Alan, der Psychiater, ist stets bemüht, seinen Patienten best möglichst zu helfen. Dass dies nicht immer der Fall ist, beweist ein Konflikt, in dem er sich im Laufe des Buches befindet: Soll er Jenny helfen oder einmal in seiner Arbeit pfuschen? Jenny ist eigentlich ein sehr liebenswürdiges Mädchen. Die Beziehung zu Sean scheint ihr auf der einen Seite gut zu tun, macht sie allerdings auch sehr abhängig von ihm…

Die Story
Schade war, dass nie richtig Spannung aufkam. Allerdings konnte man immer gut nachvollziehen, wie sich die einzelnen Personen fühlen und ihre Handlungen so besser verstehen. Die kursive Schrift hat mich die ganze Zeit über gestört. Ok, so konnte man immer genau sehen, ob Alan oder eine andere Person spricht, aber irgendwie konnte ich mich mit diesem Schriftbild nicht anfreunden. Die Fakten, die immer wieder erklärt wurden, fand ich sehr interessant. Normalerweise kann ich es nicht leiden, mit Fachwissen zu getextet zu werden, aber hier kam es mir sehr gelegen, habe ich so doch viel besser die einzelnen Abläufe verstanden. Gestört hat mich allerdings, dass viel durcheinander erzählt wurde. So hat man oft den Faden verloren und konnte nicht immer alles nachvollziehen. Schlussendlich hat sich aber alles aufgelöst, was wirklich positiv war.

Mein Fazit
Den Titel „Thriller des Jahres“ verdient das Buch meiner Meinung nach nicht. Es ist durchaus ein echt tolles Werk, aber ich finde, es gibt noch viel bessere. Mir persönlich hat aber durchaus gut gefallen, dass keine erschreckenden Szenen vorkamen – auch mal schön zur Abwechslung. Eine gute Unterhaltung für zwischendurch!

Veröffentlicht am 29.10.2017

Auch etwas für Nicht-Pferdefans

Dark Horses
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Der Titel
Als ich etwa bei der Hälfte des Buches war, war ich der Meinung, Dark Horses sei unpassend. Aber je weiter ich gelesen habe, desto treffender wurde der Titel doch. Allerdings frage ich mich, ...

Der Titel
Als ich etwa bei der Hälfte des Buches war, war ich der Meinung, Dark Horses sei unpassend. Aber je weiter ich gelesen habe, desto treffender wurde der Titel doch. Allerdings frage ich mich, warum es Horses und nicht Horse heißt…

Das Cover
Ich mag solche Art von Cover, auf denen man nur einen Teil des Gesichts sieht, sowieso sehr. Und da Red und Merritt zu sehen sind, wird gleich ihre Verbindung sichtbar und es wird deutlich, dass beide im Buch von gleicher Bedeutung sind.
Und beide bekommen gleich ein Aussehen, das jedoch nicht so detailliert ist, dass man doch noch sehr viel Freiraum hat, um seiner Fantasie freien Lauf zu lassen.

Die Protagonisten
Einerseits kann man sich mit Merritt sehr gut identifizieren, finde ich. Sie ist ein rebellischer Teenager, der macht was er will und sich dabei von niemandem bremsen lässt. Neben dieser eher bockigen Seite hat sie noch ein sensibles Inneres, das bereits mehrmals tief verletzt wurde.
Andererseits macht sie des Öfteren Dinge, die ich überhaupt nicht nachvollziehen kann und die sie mir etwas unsympathisch machen. Man blickt bei Merritt eigentlich nie durch.
Genauso erging es mir auch bei Red. Ich habe zu Beginn des Buches erwartet, dass er total wild ist, sich von niemandem zähmen lässt und ständig irgendwelche Menschen verlässt. Was im Grunde auch stimmt. Aber kaum dass Merritt ein paar Mal bei ihm war, ist er mega zutraulich und vergöttert sie. Und das fand ich irgendwie seltsam. Ich habe die ganze Zeit darauf gewartet, dass Red irgendwann doch noch austickt…

Die Story
Besonders schön fand ich, dass die Kapitel abwechselnd aus Reds und Merritts Sicht geschrieben waren. So konnte man die Gedanken beider Figuren nachvollziehen und eigentlich immer verstehen, was so in ihnen abgeht und warum sie gerade etwas getan haben.
Allerdings kann ich mir kaum vorstellen, dass ein Pferd in allem so denkt wie ein Mensch, meiner Meinung nach hätte man da durchaus differenzieren können und einen etwas anderen Stil benutzen sollen.
Nicht so begeistert war ich davon, dass alles immer so schnell passiert ist. Mir kam es so vor, als würden die Szenen immer nur kurz angeschnitten und viele Details haben mir gefehlt.
Die Story an sich fand ich wirklich sehr schön. Gemeinsam schaffen Merritt und Red es, ihre „dunkle“ Seite zu vergessen und sind ein unschlagbares Team.
Da ich ja die ganze Zeit darauf gewartet habe, dass irgendwas passiert, war ich nicht so überrascht, als dann etwas geschah. Was es war, fand ich jedoch sehr überraschend und ich konnte es erstmal gar nicht glauben.

Mein Fazit
Mir hat oft die Spannung gefehlt und ich hätte mir manchmal etwas mehr Aufregung gewünscht. Gelangweilt war ich aber trotzdem eigentlich nie.
Manche Figuren haben sich bisweilen etwas seltsam benommen und ich war ab und zu mal verwirrt, aber diese Verwirrung hat nicht lange angehalten bzw. gar nicht gestört.
Der Handlung konnte man sehr gut folgen, nur den Prolog weiß ich nicht so richtig in den Gesamtzusammenhang einzuordnen.
Im Großen und Ganzen hat mir das Buch ganz gut gefallen, und ich bin der Meinung, es ist auf jeden Fall auch etwas für Nicht-Pferdefans.

Veröffentlicht am 29.10.2017

Echter Gewinn

Deine letzte Nachricht. Für immer.
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Der Inhalt
Nach ihrem Debüt Ich wollte nur, dass du noch weißt... erscheint nun auch eine Zusammenstellung der schönsten, aufwühlendsten und emotionalsten letzen Nachrichten, die die 16-jährige Amerikanerin ...

Der Inhalt
Nach ihrem Debüt Ich wollte nur, dass du noch weißt... erscheint nun auch eine Zusammenstellung der schönsten, aufwühlendsten und emotionalsten letzen Nachrichten, die die 16-jährige Amerikanerin Emily Trunko auf ihrem Tumbl-Blog The Last Message Received sammelt. Einerseits sind sie unendlich traurig, andererseits machen sie aber auch Hoffnung und zeigen, was wirklich wichtig ist im Leben. Besonders schön machen das Buch außerdem farbige Illustrationen und wunderschönes Handlettering.
Neben Nachrichten, die Menschen als letztes von einem Liebsten, der wenig später verstarb, enthält das Buch auch Zeugnisse von dem Ende einer Liebesbeziehung zweier Menschen, das Zerbrechen einer Freundschaft.

Meine Meinung
Neben den Buch waren in dem Päckchen vom Loewe Verlag auch noch eine Packung Taschenbücher. Und ich sage euch, man braucht sie!
Viele der Chats, Briefe oder Zitate sind sehr aufwühlend und traurig und ich habe mich teilweise beim Lesen echt schrecklich gefühlt! Ich war teilweise wirklich kurz davor zu weinen, weil mich die Texte so berührt haben. Egal um was es gerade geht, man kann sich unheimlich gut mit den Menschen hinter den Texten identifizieren und leidet mit ihnen.
Mein Respekt geht vor allem an die Menschen, die sich trauten, Emily eine Nachricht zu schreiben. Damit öffnen sie uns anderen, stillen Leser ein Stück ihres Herzens und lassen uns in den Moment blicken, der vielleicht der schrecklichste ihres Lebens war.

Mein Fazit
Deine letzte Nachricht. Für immer. ist ein wundervolles Buch.
Ich würde euch raten, jeden Tag nur 2-3 Texte zu lesen, damit ihr euch wirklich damit beschäftigen könnt. Ich habe das Buch - leider, muss ich sagen - innerhalb eines Tages verschlungen, möchte es aber nun immer mal wieder zur Hand nehmen.
Ich finde, man wird sich durch dieses Buch viel mehr bewusst, was wirklich zählt im Leben. Die Aussage bzw. das Ziel von Emily, niemals im Bösen mit einem lieben Menschen auseinander zu gehen, ist unheimlich schön und wirklich sehr wichtig! Wir alle sollten sie viel mehr beherzigen...
Ich kann jedem von euch das Buch nur ans Herz legen, es ist ein echter Gewinn!

Veröffentlicht am 29.10.2017

Schönes Jugendbuch

Nach dem Sommer
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Der Inhalt
Seit mehr als 6 Jahren, nachdem sie sie fast getötet hätten, beobachtet die 17-jährige Grace die Wölfe von Mercy Falls. Einer der Wölfe, ein wunderschönes Tier mit gelben Augen, hat es ihr besonders ...

Der Inhalt
Seit mehr als 6 Jahren, nachdem sie sie fast getötet hätten, beobachtet die 17-jährige Grace die Wölfe von Mercy Falls. Einer der Wölfe, ein wunderschönes Tier mit gelben Augen, hat es ihr besonders angetan. Jeden Winter kehrt er zu ihr zurück und sieht sie vom Waldrand aus an. Eines Tages im Herbst passiert es dann: Der Wolf verwandelt sich in den Jungen Sam und Grace nimmt ihn bei sich auf und versteckt den Werwolf vor ihren Eltern. Doch Sam hat ein trauriges Geheimnis: Wenn der Winter zurückkommt, wird er sich endgültig und für immer in einen Wolf verwandeln und nie wieder ein Mensch werden. Den beiden bleibt also nur ein Sommer, bis Sam in die ihm verhasste Gestalt gezwungen wird. Hat so eine Liebe überhaupt eine Chance?

Der Titel
Sam und Grace machen sich beide ständig Gedanken darüber, was Nach dem Sommer mit ihnen geschehen wird: Grace wird ihr Leben vor der Begegnung mit Sam weiterleben, Sam wird sich in seiner Wolfsgestalt nur noch bedingt an sie erinnern können. Was nicht ganz passt, ist das Wort Sommer. Denn de facto ist es kein Sommer mehr, als Sam sich verwandelt und die beiden sich treffen. Wenn man allerdings sagt, es ist ihr eigener, ganz persönlicher Sommer, passt der Titel ganz gut, denke ich.

Das Cover
Dass das Cover insgesamt eher in Orange gehalten ist, finde ich toll: Es passt zum Sommer, aber auch zum Herbst, der den Winter ankündigt und Sam und Grace zu trennen droht. Dass ihre gemeinsame Zeit begrenzt ist, zeigen auch die herabfallenden Blätter: Der „Countdown“ hat schon begonnen, die Tage sind gezählt. Sam und Grace bewegen sich außerdem auf gefährlichem Terrain, denn eigentlich hätte Grace gar nicht leben sollen, und eine Beziehung zwischen Mensch und Werwolf hat ja auch keine Zukunft, dargestellt von den Dornen, auf denen der Wolf und das Mädchen stehen. Aber sie verlieren dennoch nicht die Hoffnung, was die kleinen violetten Blumen in den Dornen sehr gut ausdrücken, wie ich finde.
Das Cover mag ich sehr gerne, weil es sehr viel ausdrückt bzw. man viel hineininterpretieren kann und es sehr frisch aussieht. Es ist außerdem kein 0815-Cover und nicht langweilig.

Die Protagonisten
Grace wirkte auf mich oft noch sehr kindlich. Sie ist zwar schon 17 Jahre alt, sehr selbstständig und kümmert sich sowohl um sich als auch den Haushalt, den sie, da ihre Eltern kaum daheim sind, alleine schmeißen muss. Ich denke, die Begeisterung, die sie für die Wölfe hat, lassen sie so jung erscheinen. In Sam hat sie sich deshalb bereits verlieben können als er ihr nur in Wolfsgestalt begegnete, weil sie noch etwas anderes außer das Tier in ihm sieht. Außerdem hat er sie vor seinem Rudel gerettet, ansonsten wäre sie gestorben. Und der Umstand, dass sie als 11-jährige gebissen wurde, wird sicher auch noch sein Übriges zu dem Verständnis, das sie dem Wolf entgegenbringen kann, tun. Obwohl sie sich ja erst kurz als Menschen kennen, haben Sam und Grace bereits nach wenigen Tagen eine sehr intensive und tiefe Beziehung aufgebaut und lassen sich von niemand anderem beeinflussen. Mir gefällt bei den beiden besonders gut, wie sie miteinander umgehen. Sie streiten sich im Buch kein einziges Mal und können sich immer aufeinander verlassen, da sie bedingungslos hinter dem jeweils anderen stehen. Eine wirklich schöne Beziehung!

Die Story
Als ich das Buch vor einiger Zeit einmal beim Arbeiten dabeihatte, sagte eine meiner Kolleginnen: „Oh mein Gott, Werwölfe!“ Ein vernichtendes Urteil von ihr. Ich persönlich habe noch nicht wirklich viele Werwolfgeschichten gelesen, abgesehen von Twilight. Nach dem Sommer ist deshalb sehr schön, weil Sam eigentlich gar nicht das sein will, was er eigentlich ist und sich um Grace‘ Willen mit aller Kraft dagegen wehrt. Die Geschichte ist zwar recht einfach; Mädchen und Junge verlieben sich, eine höhere Macht hindert sie daran, für immer zusammen zu sein; aber das ganze Drumherum, die Beziehung der beiden und auch Sams Beziehung zu seiner Wolfsfamilie und seine Herkunft, sind so liebevoll dargestellt, dass man einfach gepackt wird.

Mein Fazit
Wie bereits gesagt mochte ich Sams und Grace‘ Umgang miteinander sehr. Auch, dass es keine typische Fantasy-/Werwolfgeschichte war, hat mir gut gefallen. Es wurde nicht ewig darauf herumgeritten, warum eigentlich Sam zum Werwolf wird und ein vielleicht übernatürlicher Grund wurde außenvorgelassen und nicht erwähnt – danke dafür!
Ein wirklich schönes Jugendbuch, finde ich! Ich hatte Spaß beim Lesen und konnte kaum aufhören.