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Morlin

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 18.04.2026

Drei Vögel für Leo

Pina fällt aus
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Wir lernen in dem Buch zunächst die alleinerziehende Pina und ihren 20jährigen Sohn Leo kennen. Leo ist Autist und benötigt dementsprechend eine vollumfängliche Betreuung. Diese erfolgt überwiegend durch ...

Wir lernen in dem Buch zunächst die alleinerziehende Pina und ihren 20jährigen Sohn Leo kennen. Leo ist Autist und benötigt dementsprechend eine vollumfängliche Betreuung. Diese erfolgt überwiegend durch Pina selbst und durch die Arbeit in einer Behindertenwerkstatt. Nur einmal in der Woche, dienstags, lässt Pina Leo bei der älteren Nachbarin Inge. Für genau anderthalb TV-Sendungen. Diese Zeit nutzt Pina für den wöchentlichen Einkauf. Doch an einem dieser Dienstage kommt Pina nicht zurück und Inge ist völlig überfordert. Denn Leon merkt natürlich, dass etwas nicht stimmt und ist kaum zu zügeln. Kurzerhand werden nun die Nachbarn in die Suche nach Pina involviert, ob sie wollen oder nicht. Und als klar wird, dass Pina so schnell nicht wiederkommen kann, beginnt etwas, was in der realen Welt wohl eher ein Traum ist. Die Nachbarn kümmern sich um Leon und es entsteht eine ungewöhnliche Gemeinschaft – drei Vögel für Leo.
Für mich war es das erste Buch der Autorin. Aber es ist absolut klar, dass demnächst ihr Erstlingswerk bei mir einziehen wird. Sprachlich und auch inhaltlich hat mich die Geschichte absolut überzeugt. Ein klare Empfehlung!

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Veröffentlicht am 09.04.2026

Ein Wohlfühlbuch, da geht aber noch mehr

Mirabellentage
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Martina Bogdahn konnte mich mit ihrem Debütroman Mühlensommer letztes Jahr absolut begeistern. Es war eines meiner Jahreshighlights. Da war klar, dass ich auch Mirabellentage lesen muss.
Um es schon vorweg ...

Martina Bogdahn konnte mich mit ihrem Debütroman Mühlensommer letztes Jahr absolut begeistern. Es war eines meiner Jahreshighlights. Da war klar, dass ich auch Mirabellentage lesen muss.
Um es schon vorweg zu sagen, ein tolles 4,5 Sternebuch, ein Jahreshighlight ist es dieses Mal aber nicht geworden.
Ich hätte dafür mehr Inhalt gebraucht. Die Geschichte in der heutigen Zeit plätscherte für mich so dahin, es passierte einfach zu wenig. Umso interessanter waren die zeitlichen Rückblenden, da war ich voll dabei.
Aber egal, was die Autorin beschrieben hat, ich konnte es immer bildlich vor mir sehen. Es fühlte sich so an, als wäre ich direkt dabei. Wenn ich das Buch im Zug zur Hand nahm, war ich manchmal so vertieft gewesen, dass ich fast meine Haltestelle verpasst hätte. Schreiben kann Martina Bogdahn wirklich großartig. Ich freue mich auf jeden Fall auf ihr nächstes Werk.

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Veröffentlicht am 29.09.2025

Toller Schreibstil, mir hat aber das besondere Etwas gefehlt

No Way Home
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Bethany hat sich gerade von ihrem Freund Jesse getrennt. Die zweijährige Beziehung war alles andere als einfach gewesen, da wurde sich nichts geschenkt. Nun steht Bethany buchstäblich auf der Straße und ...

Bethany hat sich gerade von ihrem Freund Jesse getrennt. Die zweijährige Beziehung war alles andere als einfach gewesen, da wurde sich nichts geschenkt. Nun steht Bethany buchstäblich auf der Straße und hat keine Bleibe. Da kommt Terry gerade recht, der auf Kurzbesuch in der Stadt ist, um die Hinterlassenschaft seiner Mutter zu klären. Bethany wittert ihre Chance und quartiert sich im Haus von Terrys Mutter ein. Und damit beginnt das Drama zwischen Bethany, Jesse und Terry.
Mir hat stilistisch gut gefallen, dass hier alles drei Protagonisten zu Wort kommen. Alle paar Kapitel wechselt die Erzählstimme. Trotzdem konnte ich die Geschichte nur bedingt packen.
T.C. Boyle kann definitiv Schreiben, sprachlich war es wieder toll. Mir hat aber dieses Mal das besondere Etwas gefehlt. Die ungewöhnliche Idee oder skurrile Charaktere. Leider war es einfach nur eine toxische Dreieckgeschichte. Wie gesagt, wieder sehr gut erzählt. Aber für mich war es kein T.C. Boyle wie ich ihn bisher kennen gelernt habe. Daher gibt es von mir dieses Mal nur vier Sterne.

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Veröffentlicht am 11.09.2025

Ungewöhnlich

Gym
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Das war auf jeden Fall ein ungewöhnliches Buch. Es fing schon beim Cover an. Eigentlich ein Cover, dass mir zunächst so überhaupt nicht gefallen hat. Aber je öfter ich es betrachtet habe, umso neugieriger ...

Das war auf jeden Fall ein ungewöhnliches Buch. Es fing schon beim Cover an. Eigentlich ein Cover, dass mir zunächst so überhaupt nicht gefallen hat. Aber je öfter ich es betrachtet habe, umso neugieriger wurde ich auf das Buch. So neugierig, dass es am Ende auf meinem Lesestapel gelandet ist.
Und der Anfang war auch wirklich interessant. Eine Frau ist in einem Bewerbungsgespräch für einen Job im Fitnessstudio. Körperlich passt sie dort aber nicht wirklich rein. Also lügt sie spontan und behauptet, die hätte gerade entbunden und ist nun alleinerziehend und braucht dringend eine Anstellung. Aus Mitleid des Betreibers bekommt sie den Job und wird bald zum absoluten Glücksgewinn für das Studio. Trotzdem hält sie an der Lüge fest und muss einiges an Kreativität aufbringen, um alle im Glauben zu lassen, sie hätte ein Baby zu Hause.
Soweit, so gut. Auch die weitere Entwicklung der Protagonistin war für mich zunächst nachvollziehbar. Nur gegen Ende wurde es für meinen Geschmack etwas zu abgedreht. Eben eine ungewöhnliche Geschickte, auf die man sich einlassen muss. Für mich war es insgesamt ein gutes vier Sterne Buch.

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Veröffentlicht am 24.08.2025

Überraschendes Highlight

Adlergestell
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Was für ein ungewöhnliches Cover dachte ich, als ich das Buch zu ersten Mal gesehen habe. Und dann der Titel – was sich wohl dahinter versteckt?
Kurz gesagt: Ein überraschendes Highlight; zumindest für ...

Was für ein ungewöhnliches Cover dachte ich, als ich das Buch zu ersten Mal gesehen habe. Und dann der Titel – was sich wohl dahinter versteckt?
Kurz gesagt: Ein überraschendes Highlight; zumindest für mich. Und das vor allem aus zwei Gründen.
Zum einen konnte mich die Geschichte richtig gut mitnehmen. Ich war ganz in der Welt der Nachwendezeit gefangen. Die drei Mädchen in ihrem Leben zu begleiten hat mir richtig Spaß gemacht. Und ganz besonders haben mir die Kapitel gefallen, in denen es um die Erwachsenen bzw. um historische Gegebenheiten ging. Vor allem die Geschichte von Eleftheria hat mich emotional richtig mitgenommen. Und das Kapitel Adlergestell war so interessant, dass ich direkt googeln musste.
Was mich aber richtig begeistert hat, war der Aufbau des Buches. Diesen fand ich sehr kreativ und regt dazu an, immer noch einen Abschnitt lesen zu wollen. Man fliegt regelrecht durch die Seiten. Die schwarzen Seiten dazwischen waren dann immer wie ein kleines Bonbon, bevor es wieder weiter ging.
Volle 5 Sterne. Gerne mehr davon!

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