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Nancy

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 16.10.2019

Definitiv ein Highlight des Jahres

Die vergiftete Königin
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Vorwarnung: Man muss definitiv die ersten beiden Bände gelesen haben, um den Inhalt wirklich zu verstehen.

Morgans Abenteuer mit ihren Freunden, Feinden und Bekannten gehen weiter. Morgan trifft auf alte ...

Vorwarnung: Man muss definitiv die ersten beiden Bände gelesen haben, um den Inhalt wirklich zu verstehen.

Morgans Abenteuer mit ihren Freunden, Feinden und Bekannten gehen weiter. Morgan trifft auf alte Feinde, Liebschaften und muss alles, was sie dachte zu wissen, hinter sich lassen und komplett von vorne anfangen. Wer ist sie wirklich und wer will sie sein? Wie stark beeinflusst ihre Vergangenheit ihre Zukunft? Sie findet mit dem Hauptmann des Thronerben Erik eine neue Chance auf die Liebe. Allerdings fällt es ihr schwer, alte Gewohnheiten zu ändern. Und wie wichtig ist ihre Beziehung zu Cael?
Aber sie ist nicht die einzige, die um ihre Zukunft kämpfen muss. Zwischen Jeriah und Aithan ist der Kampf um die Krone des Reiches ausgebrochen. Doch auch die Götter wollen da ein Wörtchen mit zu reden haben.
Wer diese Reihe noch nicht gelesen hat, ist definitiv selbst schuld. Laura Labas hat einen sehr spannenden, lebhaften Schreibstil, der den Leser sofort in die Geschichte reinzieht. Im dritten Band fühlt man sich mehr den je mit Morgan verbunden, zittert und liebt mit ihr. Viele Schachzüge von ihr erahnt man erst, wenn es zu spät ist. Das Buch ist sowohl von innen als auch außen wieder wunderschön gestaltet und auch die Märchenzitate runden das Bild perfekt ab.
Ich war sehr traurig, als das Buch zu Ende war, ich wäre gerne noch länger in Ayathen geblieben. Ich kann es kaum erwarten, wie es in Band vier weitergeht. Für wen entscheidest du dich – Götter oder Hexen?

Veröffentlicht am 08.10.2019

Eine Liebesgeschichte, die Spuren hinterlässt

Living Legends
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In dem zweiten Band um Lynn und Nic wird der Leser in ein Venedig der Liebe, Erinnerungen und Veränderungen gezogen. Lynn und Nic haben zwar gegen Frau Mauro den Kampf gewonnen, aber zugleich auch sehr ...

In dem zweiten Band um Lynn und Nic wird der Leser in ein Venedig der Liebe, Erinnerungen und Veränderungen gezogen. Lynn und Nic haben zwar gegen Frau Mauro den Kampf gewonnen, aber zugleich auch sehr viel verloren. Lynn ist kein Schutzgeist mehr und muss sich nun erstmal in der Welt der Menschen ihren menschlichen Gegebenheiten zurechtfinden. Mehr und mehr wird ihr klar, dass sich die Rollen geändert haben und nun Nic sie beschützt. Aber wie soll sie damit umgehen und gibt es wirklich keinen Weg zurück für sie als Schutzgeist? Doch nicht nur das stellt die beiden vor ein Problem. In Venedig werden junge Frauen brutal ermordet – und ihre Herzen gestohlen. Aber steckt wirklich ein Dämon dahinter oder jemand ganz anderes? Und werden die beiden rechtzeitig hinter das Geheimnis des Herzräubers kommen? Wie sollen sie die Beziehung zwischen ihnen beiden weiterhin definieren? Reichen ihre Gefühle füreinander aus, um den wachsenden Problemen gewachsen zu sein?
Im zweiten Band von „Living Legends“ steigt die Spannung weiterhin an. Die Protagonisten entwickeln sich weiter, sie werden erwachsen und reifen an ihren Problemen. Es war sehr spannend und schön mitzuerleben, wie – besonders Lynn – an ihren Aufgaben wächst. Ich habe jede Sekunde mit ihr mitgelitten und gefiebert. Sie hat von allen beiden in diesem Band die größte Entwicklung gemacht. Einen halben Punkt Abzug gibt es von mir wegen den anhaltenden Streitigkeiten, die teilweise etwas zu viel waren und anderen Kleinigkeiten. Aber diese stören das Gesamtbild nicht. Es ist wieder eine wunderschöne Geschichte, die eine Spur im Herzen der Leser hinterlässt. Am meisten bewundere ich immer wieder den Stil der Autorin, mit nur wenigen Worten eine so stimmungsvolle, fantasiereiche Atmosphäre zu schaffen. Das macht jede Geschichte von ihr so besonders. Es sind die Kleinigkeiten, die ihre Geschichten besonders machen.
Noch eine kleine Warnung: das Ende ist wirklich sehr hart – also bestellt euch am besten Band drei gleich hinterher ;)

Veröffentlicht am 18.09.2019

Authentische Geschichte, die unter die Haut geht

Vergesst unsere Namen nicht
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In dem Buch „Vergesst unsere Namen nicht“ möchte der Autor Simon Stranger den Opfern des zweiten Weltkrieges eine Erinnerung, eine Stimme geben. Niemand ist wirklich tot, solange es Menschen gibt, die ...

In dem Buch „Vergesst unsere Namen nicht“ möchte der Autor Simon Stranger den Opfern des zweiten Weltkrieges eine Erinnerung, eine Stimme geben. Niemand ist wirklich tot, solange es Menschen gibt, die sich an ihn erinnern. Jeder Stolperstein mit einem Namen soll uns daran erinnern. Wie der Stolperstein mit dem Namen des Urgroßvaters seiner jüdischen Ehefrau, Hirsch Komissar. Dieser wurde verhaftet und in einem Konzentrationslager erschossen. Doch das Buch behandelt viel mehr Schicksale. Wie Henry Rinnan, der während des Krieges seine Landsleute verraten, gefoltert und getötet hat. In seinem Quartier, in dem er mit der sogenannten Rinnan-Bande mehrere Jahre wohnte und mordete, lebte Jahre später die Nachkommen der Familie Komissar.Aber genauso geht es um die Menschen, die alles riskiert haben, um andere Menschen vor dem Tod zu retten und über die sichere Grenze zu bringen.
Das Buch ist geprägt von den Schicksalen der Menschen, die durch Menschen wie Rinnan ihre Lieben und ihr Leben verloren oder die sogar nie geboren wurden, die nie die Chancen bekamen, ein Leben zu führen oder eine Familie zu gründen. Der Autor schafft es schon mit kleinen Schlagwörtern die Atmosphäre dieser Zeit einzufangen und den Leser zu fesseln. Besonders an diesem Werk ist die Kapitelsortierung von A bis Z, der Wechsel der Perspektive und dem Sprung zwischen den Jahren. Am Anfang erschwert das etwas das Lesen, aber es lohnt sich dran zu bleiben und sich darauf einzulassen.
Ich fand die Geschichte von Rinnan von seiner Kindheit bis zu seiner Festnahme sehr spannend, hat sie doch gezeigt, dass auch er nur ein Opfer war. Allerdings nimmt die Geschichte von ihm mehr Raum ein, als die Opfer, was ich sehr schade fand. Trotzdem werden genug andere Perspektiven aufgezeigt, unterschiedliche Leben, die direkt oder indirekt durch Rinnan beeinflusst wurden.
Fazit: es gibt schon sehr viele Bücher über dieses Thema, aber dieses Buch ist eines der wenigen, welches dem Leser unter die Haut geht und ihn mitnimmt auf eine authentische Reise in die Vergangenheit.

Veröffentlicht am 08.07.2019

Wunderschöne Fortsetzung

Elias & Laia - In den Fängen der Finsternis
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„Wo Leben ist, ist Hoffnung“. Diese Hoffnung brauchen die Kundigen in diesen schweren Zeiten mehr denn je. Marcus ist Imperator und schreckt in seinem Wahnsinn vor nichts zurück. Elias beste Freundin und ...

„Wo Leben ist, ist Hoffnung“. Diese Hoffnung brauchen die Kundigen in diesen schweren Zeiten mehr denn je. Marcus ist Imperator und schreckt in seinem Wahnsinn vor nichts zurück. Elias beste Freundin und Blutgreif Helena weiß nicht, was sie tun soll. Sie muss ihre Familie und das Imperium schützen, aber zugleich auch Elias finden und ihm den Imperium ausliefern. Zerrissen von ihren Gefühlen macht besonders Elias Mutter Keris ihr das Leben mehr als nur schwer und treibt sie oftmals an ihre Grenzen. Aber welche Pläne hat Keris wirklich? Will sie Helena als Blutgreif vertreiben oder strebt sie nach höherem? Doch auch Elias muss in diesem Teil an seine Grenzen und darüber hinaus gehen. Er ist nun an die Zwischenstatt gebunden, doch der menschliche Teil in ihm kann seine Familie und besonders Laia nicht loslassen. Diese sucht verzweifelt nach einem Weg, den Nachtbringer aufzuhalten und die Kundigen vor dem Imperium zu schützen. Aber wie soll sie das schaffen – ohne Elias und gegen den Nachtbringer, der ihr immer einen Schritt voraus zu sein scheint?
Sehnsüchtig habe ich – und auch andere Leser – den neusten Band erwartet und von meiner Seite her kann ich sagen, dass ich alles andere als enttäuscht wurde. Die Geschichte setzt nahtlos an Band zwei an und führt die Geschichte weiter. Sowohl Elias, Laia als auch Helena haben sich sehr stark verändert und haben sich weiterentwickelt. Ich glaube die größte Entwicklung hat Helena durchgemacht. Aus der unsicheren jungen Frau, die meist in Elias Schatten stand, ist eine starke, junge Frau geworden. Sie ist sich ihrer Stärke noch nicht komplett bewusst, aber die Entscheidungen, die sie im Laufe der Geschichte treffen muss, zeigen ihr, dass sie mehr sein kann – auch ohne ihre Maske. Auch aus der schüchternen Laia, die sich selten etwas traute, ist eine Anführerin geworden. Sie hat sehr viel auf sich genommen, um ihren Bruder zu retten und nun muss sie das Volk der Kundigen retten. Die ersten Bände um das Martialenimperium waren schon sehr spannend geschrieben, aber in diesem Buch hat die Autorin sich selber übertroffen. Der Leser erfährt sehr viel über die Hintergründe des Nachtbringers, die Entstehung der Unterdrückung der Kundigen. Besonders faszinierend war es für mich zu lesen, wie die Autorin die losen Handlungsstränge der vorherigen Bücher nahm und sie Stück für Stück zu einem Teppich webt. Es gibt Hoffnung, Angst, Widerstand – und Liebe. Jeder Charakter macht für sich eine Weiterentwicklung durch – in die positive oder negative Richtung. Es kommen neue und alte Charakter hinzu, bei denen man sich ein glückliches Ende wünscht, aber ahnt, dass es dazu nicht kommt. Ich bin wieder total begeistert und kann es kaum erwarten, ob es das Ende gibt, dass ich mir wünsche oder ob die Autorin uns abermals überrascht.

Veröffentlicht am 26.06.2019

Die Toten gehen um und alte Feindschaften müssen begraben werden

Das Schwert der Totengöttin
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In Band 1 der Reihe Black Alchemy geht es um die Totengöttin Nif und ein Artefakt, welches niemals wieder hätte auftauchen sollen. Sergeant Erik Zejn, der aus der Hauptstadt Tradea in das kleine Dorf Svonnheim ...

In Band 1 der Reihe Black Alchemy geht es um die Totengöttin Nif und ein Artefakt, welches niemals wieder hätte auftauchen sollen. Sergeant Erik Zejn, der aus der Hauptstadt Tradea in das kleine Dorf Svonnheim degradiert wurde, bekommt es bereits nach weniger als einem Tag mit Problemen zu tun. Die Heilerin des Dorfes Mirage DeBois lernt er bereits wenige Stunden nach seiner Ankunft kennen und hat sich bereits nach einem Zwischenfall eine Meinung von ihr gebildet, von der der degradierte Lieutnant nicht abweicht. Allerdings wird dieser Fehler die Alchimistin und auch ihn noch in große Gefahr bringen. Denn Mirage ist keineswegs eine Hexe, wie Zejn vermutet, sondern die einzigste, die weiß, wieso die Toten sich erheben und die Lebenden angreifen. Ebenso wie Zejn hat auch sie ihre Geheimnisse...

Wie der Titel der Reihe schon verrät, geht es in diesem Buch um schwarze Alchemie. Es geht in der Geschichte um Magie, Vorurteile, Götter und ihre Artefakte. Doch auch Rache und Familiengeheimnisse spielen eine Rolle. Die Figuren sind spannend beschrieben und zeigen, dass niemand von Grund auf böse ist und es sich oftmals lohnt, hinter die Fassade zu blicken. Ich habe mich schnell in der Welt zurechtgefunden und musste mit den Figuren lachen und weinen. Besonders Barthell verdient seinen eigenen Fanclub.
Das Cover ist wunderschön gestaltet und allein schon dadurch ein Blickfang. Die Geschichte überzeugt mit ihrer Handlung, den Hintergründen und dem ganzen Setting. Ich bin sehr gespannt, wie es in Band zwei weitergeht.