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Nancy

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 09.01.2021

Wunderbare Geschichte um das Leben, Liebe und Verluste

Zwei Nächte und drei Leben lang
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„Mut hat nichts zu tun mit gewinnen. Mut hat nur damit zu tun, ob wir etwas wagen im Angesicht dessen, dass wir auch verlieren können.“ Jess und Cem sind vom Schicksal dazu auserkoren, ihr Leben miteinander ...

„Mut hat nichts zu tun mit gewinnen. Mut hat nur damit zu tun, ob wir etwas wagen im Angesicht dessen, dass wir auch verlieren können.“ Jess und Cem sind vom Schicksal dazu auserkoren, ihr Leben miteinander zu verbringen. Es ist Liebe auf den ersten Blick und als das Glück unendlich scheint, schlägt das Schicksal abermals zu und zerstört diese unendlich scheinende Liebe. Als sie einen zweiten Versuch starten wollen, passiert das Schlimmste und sie verlieren einander abermals. Aber was wenn es drei Leben braucht und zwei Nächte, um die Liebe zueinander neu zu finden, sich und den anderen neu zu entdecken und dabei festzustellen, dass eine Liebe alles überwinden kann? Aber kann Liebe wirklich alles überwinden oder gibt es auch bei den größten Gefühlen Grenzen?

Mit dieser Geschichte hat die Autorin so viel mehr geschaffen als nur eine Liebesgeschichte. Es ist eine Geschichte voll von Schmerz, Gefühlen, Trauer und dem Kampf um das Einzige, was im Leben wirklich zählt. Ich habe mit beiden Protagonisten so viel gelacht, geweint und mitgefühlt, wie schon lange nicht mehr. Die Worte brechen dem Leser das Herz und setzen es auf eine neue Art wieder zusammen. Ich hatte einige Skepsis, ob es für die beiden überhaupt ein Happy End geben kann – bei so viel Schmerz und Verlust ist es sehr schwierig. Aber die Autorin hat alle Emotionen und Entscheidungen so authentisch und emotional beschrieben, dass auch das Ende mich vollends überzeugt hat. Ich habe die Geschichte mit einem lachenden und weinenden Auge beendet und werde sie immer in meinem Herzen tragen. Danke für diese wunderbare Geschichte!

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 27.11.2020

Sehr spannende lustige, Fantasygeschichte mit kleinen Abstrichen

Imaginate
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Raizel ist eine normale Studentin, die gerade in der Bibliothek nach einem Buch sucht, als sie auf einmal in einer Welt landet, wo es Barden mit seltsamer Sprache, einen Bücherwurm mit Heißhunger auf Papier ...

Raizel ist eine normale Studentin, die gerade in der Bibliothek nach einem Buch sucht, als sie auf einmal in einer Welt landet, wo es Barden mit seltsamer Sprache, einen Bücherwurm mit Heißhunger auf Papier und sprechenden Eseln gibt. Aber nicht nur sie ist durch das Portal in diese Welt gekommen, in der das Böse nur noch eine Erinnerung ist. Raizel ist in dieser Welt die Protagonistin aus dem Werk „Imaginate“. Niemand weiß, wer der geheimnisvolle Autor ist und wieso ihr Literaturprofessor auf einmal vor ist steht und sie auf einen Drink einlädt. Hat der Autor Böses im Sinn und ist der Professor wirklich der, für den er sich ausgibt? Und was hat es mit diesen ominösen Keksen zu tun, wegen dem ein harmloser Schornsteinfeger sogar verfolgt wird? Und was ist an dieser Prophezeiung dran, dass Raizel diese Welt vernichten wird?

Die Autorin hat mit ihrem Werk eine Welt geschaffen, die ihresgleichen sucht. Die Barden haben eine sehr besondere Art sich auszudrücken, an die man sich erstmal gewöhnen muss. Auch Raizel ist alles andere als eine gewöhnliche Hauptfigur, die mit den anderen Charakteren sich auf eine sehr abenteuerliche Reise begibt, die alle Bewohner des Landes in große Gefahr bringen wird. Die Stadt um den Nachttannenturm ist wunderbar beschrieben und ich bin mir sicher, jeder würde dort gerne Urlaub machen. Allerdings empfand ich die Handlung und die Charaktere teilweise als sehr oberflächlich und zu schnell in der Entwicklung. Ansonsten steckt die Geschichte voller Humor, Einfallsreichtum und sehr Fantasie.

Und das Cover ist natürlich auch ein totaler Hingucker. Abgesehen von ein paar Abstrichen eine sehr schöne Geschichte, mit der man sich sehr gut die Zeit vertreiben kann.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 09.11.2020

Ein Kunstwerk an Einfallsreichtum

Diebe der Nacht
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„Wenn wir nur dreist genug sind, stehlen wir die gesamte Ruhende Welt, mit einem Kuss auf die Stirn und einem Gebet auf den Lippen.“
Mit diesem Gebet gehen die Herbstgänger alles an: seien es ihre Theaterstücke, ...

„Wenn wir nur dreist genug sind, stehlen wir die gesamte Ruhende Welt, mit einem Kuss auf die Stirn und einem Gebet auf den Lippen.“
Mit diesem Gebet gehen die Herbstgänger alles an: seien es ihre Theaterstücke, ihre Diebstähle oder einfach ihr Leben. Die Herbstgänger sind eine Gruppe Schauspieler, die mit ihrem mechanischen Theater durch die Welt ziehen und dabei alle Welt zum Narren halten – sei es vor oder hinter den Brettern, die die Welt bedeuten.
Doch das Unglück nimmt seinen Lauf in Form von Talmos Vergangenheit seinen Lauf und schon bald steht die Truppe vor einigen Schwierigkeiten, die ihre ganze Kunst und Gewitztheit in Anspruch nimmt. Vor allem Glin, Talmos Ziehsohn und Schönheit müssen all ihre Künste und Kenntnisse aufbringen, um die Truppe zu retten. Und nicht immer wird ihnen dieses gelingen…aber schon bald werden sie herausfinden, dass es um mehr als persönliche Rache geht.
Ich fand die Geschichte einfach nur super geschrieben, mit so viel Fantasy, Detailgenauigkeit und Einfallsreichtum. Ein absolut empfehlenswertes Leseerlebnis, was man in die Hand genommen haben muss. Zusammen mit der tollen Karte und dem Glossar am Ende des Buches hat der Autor mit der ruhendenden Welt eine magische Welt geschaffen. Es macht sehr viel Spaß den Gedankengängen Glin und der anderen zu folgen, zu lachen und weinen über ihre Pläne. Am besten gefallen hat mir die Unperfektheit der Gruppe. Es klappt eben nicht alles, so wie es sich vorgestellt haben und manchmal ist auch jemand schlauer als sie – und trotzdem geben sie nicht auf.

Es ist definitiv eine sehr andere Art von Fantasy, als die, die man sonst kennt und das macht es ebenso fantastisch wie auch magisch.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 09.11.2020

Ein Held der anderen Sorte

Andrew im Wunderland (Band 1): Ludens City
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"Ich hatte sie nicht flachlegen wollen, nicht nur zumindest, sondern heiraten." Ich glaube dieser Satz macht bereits klar, dass den Leser im neusten Werk von Fanny Bechert keine typische Alice-Geschichte ...

"Ich hatte sie nicht flachlegen wollen, nicht nur zumindest, sondern heiraten." Ich glaube dieser Satz macht bereits klar, dass den Leser im neusten Werk von Fanny Bechert keine typische Alice-Geschichte erwartet. Auf den ersten Blick ist Andrew alles andere als ein Held – auch auf den zweiten nicht. Er ist ein Nerd wie er im Buch steht und folgt dem süßen Bunny aus nicht jugendfreien Gründen. Doch dann sieht er sich mit ganz anderen Problemen konfrontiert und diese zwingen ihn dazu, über seinen Tellerrand zu schauen und vielleicht auch über sich selbst hinauszuwachsen? Kann er der Held werden, den Lola in ihm sieht?
Fanny Bechert hat mit dieser Märchenadaption eine komplett andere Geschichte geschrieben. Andrew ist kein typischer weißer Held, der über seinen Schatten springt, die Prinzessin im Alleingang rettet mit anschließendem Happy End. Er flucht, er denkt nur an Sex – und heiraten. Und trotzdem – wenn man ihm die Chance gibt – ist er auf seine Art ein ganz besonderer Charakter. Er trifft falsche Entscheidungen und ist impulsiv. Aber Ludens City ist das beste was ihm passieren konnte und umgedreht genauso. Die Geschichte bringt den Leser dazu, hinter die Kulissen zu schauen, die Geschichte, die Charaktere zu hinterfragen und vielleicht auch die verschiedenen Intensionen der Bewohner. Es ist eine wahnsinnig tolle Geschichte mit einem sehr schönen, bildhaften Schreibstil. Ich habe sehr viele Tränen gelacht und geweint mit Andrew. Auf jeden Fall eine absolute Leseempfehlung und ich freue mich riesig auf Band 2!
Eine letzte Warnung am Rand: nicht alles ist in Ludens City so wie es auf den ersten Blick scheint und auch die Guten sind nicht immer frei von Schuld…

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 03.11.2020

Wunderschöne Liebeserklärung an die Musik

One Last Song
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Nicole Böhms erster Band der Trilogie ist eine wunderschöne, leidenschaftliche Liebeserklärung an die Musik und die Melodien. Die Story nimmt einen von der ersten Seite an die Hand, führt einen tief in ...

Nicole Böhms erster Band der Trilogie ist eine wunderschöne, leidenschaftliche Liebeserklärung an die Musik und die Melodien. Die Story nimmt einen von der ersten Seite an die Hand, führt einen tief in die Welt der Musikbranche, den Höhen und Tiefen, den Stolpersteinen und dem Charme der Musik. Riley und Julian teilen einen gemeinsamen Traum: auf der Bühne stehen und singen zu können. Während Julian diesen Erfolg mit seiner Band bereits feiern kann, steht Riley noch am Anfang ihrer Karriere. Als sie durch einen Zufall einen Job in der New York Music & Stage Academy ergattert, lernt sie Julian kennen. Schon vom ersten Zusammentreffen ist zwischen ihnen eine besondere Verbindung. Immer wieder treffen die beiden sich und lernen voneinander: sei es die Musik, die Atmung oder das Leben zu genießen. Doch beide haben ihre Probleme und Riley muss lernen, dass das Leben an der Seite eines prominenten Musikers auch viele Schattenseiten bergen kann. Wird ihre Liebe zur Musik und zueinander stark genug sein?
Die Geschichte ist einfach nur wunderschön, nimmt einen gefangen und birgt einen Zauber in sich, der einen auch nach dem Beenden des Buches nicht mehr loslässt. Alle Charaktere – nicht nur Riley und Julian – sind authentisch, beeindruckend und absolut menschlich. Nicht nur die Story, auch die Charaktere tragen dazu bei, dass diese Geschichte etwas so besonders ist. Ich freue mich schon sehr darauf mit den anderen Bänden wieder in diese Welt abtauchen zu können.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere