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Veröffentlicht am 13.03.2024

Bruno ermittelt

Südbahn nach Triest
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Bruno Zabini reist zusammen mit seiner Freundin Louise und deren Sohn nach Wien. Hier wird er auf den Mord an der vermögenden Henriette Hohenau aufmerksam, aber eigentlich ist er ja hier um Urlaub zu ...

Bruno Zabini reist zusammen mit seiner Freundin Louise und deren Sohn nach Wien. Hier wird er auf den Mord an der vermögenden Henriette Hohenau aufmerksam, aber eigentlich ist er ja hier um Urlaub zu machen und nicht für Polizeiarbeit. Erst als auf seiner Rückreise im Zug ein weiterer Mord geschieht wird er hellhörig.

Bruno Zabini Fälle sind immer sehr besonders. Diesesmal beginnt die Geschichte zwar mit dem Mord an der alten Dame, doch dann geht es Erst einmal ruhig zu. Erst einmal Reisen wir mit Bruno durch Wien. Erst nach einigen Seiten wird es spannend. Der Mord im Zug bringt Bruno auf den Plan und schnell zieht er seine Schlüsse. Mit seiner gewohnten Art will er den Fall lösen. Gleichzeitig gibt es viele Nebenpersonen und die spannende Frage, was diese mit dem Fall zu tun haben.

Dieses ist bereits der dritte Teil den ich mit dem sympathischen Kommissar gelesen habe und ich war wieder begeistert. Es gibt historische Elemente, sehr interessant da die damaligen Ausmaße der Donaumonarchie oder die Polizeiarbeit der Zeit. Da ist der spannende Krimi und natürlich das Privatleben des Kommissar. Dieser Mix ist ein weiteres Mal sehr gelungen.

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Veröffentlicht am 13.03.2024

Zwischen Liebe und Vernunft

Das Opernhaus: Rot das Feuer
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Anne Stern schafft es ein weiteres Mal eine längst vergangene Zeit aufleben zu lassen. In ihrem zweiten Band um die Dresdner Semperoper und vor allem um die Menschen die damit zu tun haben, befinden wir ...

Anne Stern schafft es ein weiteres Mal eine längst vergangene Zeit aufleben zu lassen. In ihrem zweiten Band um die Dresdner Semperoper und vor allem um die Menschen die damit zu tun haben, befinden wir und im Jahr 1849. Ein spannendes Jahr da es zu Aufständen kam.

Im Vordergrund steht wie schon im ersten Teil Eliese. Sie ist seit einigen Jahren verheiratet und hat die kleine Netty adoptiert. Sie spielt erfolgreich Violine, doch wirklich glücklich ist sie nicht. Gleichzeitig geht ihre Schwester Babara Wege, die für die Familie unmöglich sind. Sie schließt sich der Frauenbewegung an. Und dann ist da auch noch Christian den Eliese einst sehr geliebt hat.

Besonders schön fand ich an diesem Roman die Beziehung zwischen Netty und Eliese. Dieses unbefangene, fröhliche Mädchen und die Mutter die sie einfach nicht in das Korsett der Zeit pressen kann und will. Die sich immer wieder für dieses Kind einsetzt. Das war so schön zu lesen.

Aber auch die aufkeimenden revolutionären Gedanken, die Frauen die für ihre Rechte kämpfen, die Männer wie Christian die all ihren Mut zusammen nehmen. All die bekommen hier ein Gesicht.
Wie immer bei Anne Stern wunderschön und mitreißend erzählt. Ich freue mich schon auf den nächsten Teil.


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Veröffentlicht am 06.03.2024

Ein ganz besonderes Mädchen

Das Mädchen mit dem Porzellangesicht
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Es fällt mir etwas schwer dieses Buch zu bewerten. Die Idee ist wirklich gut und die Charaktere sind sehr gut gezeichnet, aber mir fehlt an der einen oder anderen Stelle etwas Tiefe.

Das Cover ist ein ...

Es fällt mir etwas schwer dieses Buch zu bewerten. Die Idee ist wirklich gut und die Charaktere sind sehr gut gezeichnet, aber mir fehlt an der einen oder anderen Stelle etwas Tiefe.

Das Cover ist ein Highlight. Das Blau, die Schrift einfach wunderschön.

Der Grundgedanke des Romanes hat mir auch gut gefallen. Ein Vater der seiner Tochter aus Angst um sie eine Maske verpasst und sie im Verborgenen aufzieht. Miyos dieses Mädchen das mit diesem Schicksal kämpft. Ein zwilichtiger Advokat mit undurchsichtigen Absichten und künstliche Wesen die menschlicher sind als manch ein Lebender. Das sind die Zutaten oder besser gesagt die Charaktere dieses Buches. Alle zusammen tragen die Geschichte und lassen uns in eine fantastische Welt abtauchen, die teilweise erschrecke und dann wieder voller Liebe ist.

So weit also eine interessante Geschichten, doch leider war mir der Schreibstil oft zu abgehakt, viele Szenen hätten etwas länger beschrieben sein können, Details mehr ausgearbeitet. Das fand ich etwas Schade, Miyos und diejenigen die ihr am Herzen lagen hätten einfach ein paar Seiten mehr verdient.

Trotzdem ist das hier ein schöner fantastischer Roman mit liebenswerten Charakteren.

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Veröffentlicht am 04.03.2024

War es Mord?

Nachtkommando
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Was als scheinbarer Selbstmord beginnt wird zu einem packenden Krimi mitten hinein in eines der dunkelsten Kapitel der deutschen Geschichte.
Die Frau eines SS Arztes will nicht glauben daß ihr Mann Selbstmord ...

Was als scheinbarer Selbstmord beginnt wird zu einem packenden Krimi mitten hinein in eines der dunkelsten Kapitel der deutschen Geschichte.
Die Frau eines SS Arztes will nicht glauben daß ihr Mann Selbstmord begangen hat . Kriminalinspektor Schenke wird auf den Fall aufmerksam und beginnt zu ermitteln.

Zwar glaubt auch er nicht an Selbstmord, doch mit dem worauf er stößt, hat auch er nicht gerechnet. Zunächst ist da Wiederstand von den Vorgesetzten und dann kommt er einem der grausamen Verbrechen der Nationalsozialisten auf die Spur. Es geht um Euthanasie.

Simon Scarrow verbinde, wie schon in seinem ersten Roman um Inspektor Schenke, Krimi und Historie. Er erzählt von der Zeit und alleine das jagt einen schon den einen oder anderen Schauer über den Rücken laufen. Dazu ist da noch die Frage, warum musste der Arzt sterben und wer hat was zu verbergen.
Außerdem sind Schenke und seine Kollegen interessante Charaktere die die Geschichte sehr bereichern.

Ein Krimi der unter die Haut geht

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Veröffentlicht am 02.03.2024

Ein ganzes Leben in einem Buch

Annas Lied
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In Annas Lied erzählt der Autor die Geschichte seiner Großtante Hannah. Aber es ist eigentlich viel mehr als nur die Geschichte von Hannah. Es ist eine Familiengeschichte über Hannah und ihre vier Brüder ...

In Annas Lied erzählt der Autor die Geschichte seiner Großtante Hannah. Aber es ist eigentlich viel mehr als nur die Geschichte von Hannah. Es ist eine Familiengeschichte über Hannah und ihre vier Brüder und das ganz besondere Verhältnis ihrer Eltern. Es ist die Geschichte einer jüdischen Familie im Europa des letzten Jahrhunderts. Es ist eine Geschichte voller Musik und wundervollen Familie Anekdoten.
Der Roman beginnt 1929 in Kopenhagen, also kurz vor dem zweiten Weltkrieg. Natürlich spielt diese Zeit eine Rolle in der Erzählung, aber im Vordergrund steht ganz klar Hannahs Leben. Ihre Familie. Das jüdische Leben. Ob nun die Verheiratung versuchen der Eltern bei den großen Brüdern, die sehr unterhaltsam sind oder das allgemeine Leben der kleinen Hannah. So geht es weiter und ihr Leben wird erzählt. Vielleicht ist dieses Buch nicht das spektakulärste was ich je gelesen habe, aber die leisen Töne des Romans sind so besonders das ich in Hannahs Leben eingetaucht bin und es am Ende nur ungern wieder verlassen habe.

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