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Veröffentlicht am 16.09.2025

Wenn die Hölle dir den Spiegel vorhält

Katabasis
2

Das war mein erstes Buch von R.F. Kuang und so wusste ich nicht genau, was ich erwarten sollte, ich hatte allerdings nur gutesgehört.
Als ich die Leseprobe gelesen habe, war ich sofort angefixt und das ...

Das war mein erstes Buch von R.F. Kuang und so wusste ich nicht genau, was ich erwarten sollte, ich hatte allerdings nur gutesgehört.
Als ich die Leseprobe gelesen habe, war ich sofort angefixt und das hat sich während des ganzen Buches nicht geändert.

Katabasis ist viel, wie ich finde, es ist zeitweise kompliziert, Characterfokusiert und manchmal fragt man sich, ob es wirklich solche Menschen gibt.
Aber genau das macht das Buch auch so gut, es hat Witz, es ist irgendwie ehrlich und es zeigt auf, wie Menschen in einer Instutution, die eigentlich von Wissen und Intelligenz geprägt sein sollte, miteinander umgehen und Jahrhunderte alte Traditionen von "so haben wir das ja schon immer gehandhabt" weitertragen, obwohl sie es besser wissen sollten.

Alice ist für mich eine sehr spannende Protagonistin gewesen. Ich konnte mich ja so gar nicht in sie hineinversetzen aber gerade das hat sie so echt gemacht. Sich in ihren Kopf hineinzudenken war spannend und ihr Entwicklung durch das Buch hat mir gefallen. Wie sie langsam aber sicher, wirklich erwachsen wird.
Peter war toll, lange ein Mysterium und die Auflösung hat mir sehr gut gefallen, auch wenn er mir gegen Ende dann doch etwas zu kurz kam.

Katabasis hat unheimlich viele Referenzen zu Büchern, davon habe ich die meisten nicht gelesen, Theorien von Kant über Sokrates und eine Menge Mathe und Phsik. Ich habe defintiv nicht alles - die mehrheit von alles- verstanden und vor allem zu Beginn des Buches, kann einen das abschrecken.
Allerdings hat mir das nicht verstehen weder den Lesespaß noch das allgemeine verständnis des Buchs genommen, sodass man wirklich nicht jeden Gedankengang googeln muss, man kann sich einfach darauf einlassen.
Dennoch ist das sicher ein Aspekt des Buches, dass nicht jedem gefallen wird.

Was mir, vielleicht als Einziges, an dem Buch nicht ganz so gefallen hat, war das Magiesystem bzw. die Hölle an sich. Ich hatte ein bisschen mehr erwartet. Zu Anfang waren die Höfe sehr spannend aufgebaut und das wurde nach hinten immer weniger. Vielleicht habe ich auch den Sinn des Aufbaus noch nicht ganz durchdrungen, aber diese Entscheidung hat mir nicht so gefallen.
Auch das Magiesystem hätte ich irgendwie, weiter ausgebaut erwartet? So ganz kann ich nicht beschreiben was ich daran vermisst habe, aber etwas habe ich defintiv vermisst.

In der Mitte des Buches fand ich so ein zwei Kapitel etwas lang, mehr Action hätte mir da gefallen, aber es ist wirklich sehr Charakterbezogen das Buch, was ich nicht alle Tage lese, aber es hat dem Lesespaß keinen Abriss getan.

Schlussendlich muss ich aber sagen, dass mir einfach die Kritik gefallen hat, das System von Universitäten, wie Studierende und Doktoranten behandelt und ausgebäutet werden. Wie ein System, in dem man auf das Wohlwollen anderer so unheimlich angewiesen ist um das zu erreichen was man sich erträumt, einen Menschen dazu bringen kann, seine Ansichten so zu verdrehen und dehnen, die AUgen zu verschließen, dass schon alles passt.
Ich finde das sollte jedem zu denken geben. Man sollte bei sich bleiben, hinterfragen und nur weil jemand eine höhere Position innehat, nicht automatisch davon ausgehen, dass er Besser ist und sich eben deshalb auch manche Dinge erlauben kann.

Die Hölle hat den Protagonisten den Spiegel vorgehalten und war dann vielleicht auch gar nicht mal so schlimm im Vergleich zum Hörsaal.

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  • Fantasy
Veröffentlicht am 03.04.2025

Ein Buch für einen reading Marathon

The Charm Offensive - Wenn die Klappe fällt, beginnt die Liebe
0

Ich weis nicht so ganz, wie ich dieses Buch bewerten soll.
Auf der einen Seite habe ich es in kürzester Zeit verschlungen und es hat mich über viele viele Seiten gefesselt, auf der anderen Seite hat mich ...

Ich weis nicht so ganz, wie ich dieses Buch bewerten soll.
Auf der einen Seite habe ich es in kürzester Zeit verschlungen und es hat mich über viele viele Seiten gefesselt, auf der anderen Seite hat mich der Schriebstil (irgendwie im Präsens geschrieben) manchmal total aus der Geschichte geworfen und mich vor den Kopf gestoßen.

Grudsätzlich liebe ich die Idee des Buches, bei einer Reality Dating Show verliebt sich der Prinz nicht in eine der Kandidaten, sondern in ein Crewmitglied.
Wie könnte ich diese Idee nicht klasse finden, wenn ich doch ein bisschen süchtig nach Reality TV bin.
Ich fand es klasse, wie differenziert das Buch die ganze "Industrie" hinter dem Reality TV beleuchtet hat und doch hat mir das irgendwie in Devs Charakter gefehlt.

Charlie ist mir schnell ans Herz gewachsen, er war von Beginn an liebswert und man konnte ihn nur ins Herz schließen, dabei hat er aber eine wirklich tolle, tiefgründige und vor allen wirklich glaubhaft Entwicklung durchgemacht.
Dass hat mir bei Dev gefehlt. Er hatte so viel Potential, von diesem naiven, viel zu gutgläubigen und leicht blinden (bzgl. der Realität der Sendung) hin zu einem reflektierten Mann, der sich jetzt mit sich selbst auseinander setzen kann.
Irgdnwie hat mir das gefehlt und dass hätte ich gebraucht, um dem Buch wirklich ganz mein Herz zu schenken.
Rückblickend hätte ich auch wirklich gerne mehr über die Familien der beiden erfahren und wenn es nur kleine Rückblicke gewesen wären.

Allerdings hatte das Buch wirklich keine Längen, es war immer spannend und irgendwie hat man im Herz immer mitgefühlt.

Also wie würde ich das Buch jetzt bewerten?
Von der Atmosphäre, Stimmung und Magie des Settings und der Charaktere - 4,5 Sterne
Von der Entwicklung der Charaktere und der tiefen Außeinandersetzung ihrer koplexen Persölichkeiten, einfach weil mir Dev so zu wenig war - 3,5 Sterne
Von der Idee - 4,5 Sterne
und vom Schreibstiel? Einfach, weil mir der Schreibstil nicht zugesagt hat - 3 Sterne

Dabei würden also gut 3,8 Sterne herauskommen.
Fühlt sich dass richtig an? Irgend wie ja, es sind nicht 3, aber auch nicht wirklich 4, ab manchen Stellen aber auch 5 Sterne.

Also worauf einige ich mich jetzt? Ich würde sagen auf 3,75 Sterne, die sich aber eher wie 4 Sterne anfühlen.

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Veröffentlicht am 03.04.2025

es zieht sich wie Kaugummi

Popstar
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Alle Bücher der Autorin haben mir bis jetzt sehr gut gefallen, ich habe vor diesem Buch die Fake Boyfriends Reihe von ihr gelesen.
Deshalb hab ich auch dieses Buch lesen wollen.
Leider fand ich das gar ...

Alle Bücher der Autorin haben mir bis jetzt sehr gut gefallen, ich habe vor diesem Buch die Fake Boyfriends Reihe von ihr gelesen.
Deshalb hab ich auch dieses Buch lesen wollen.
Leider fand ich das gar nicht überzeugend.

Es passier wenig und ich habe mich oft dabei erwischt nebenher noch etwas anderes zu machen, sodass ich kaum zugehört habe und dennoch habe ich nie wirklich etwas verpasst.

Ab Ende wurde es kurz spannend aber den twist den ich ganz cool gefunden habe gab es dann doch nicht und es war noch erwartbarer als ich gedacht hatte.
Die Aktionen der Jungs (Mike Bravo) am Ende fand ich verdammt fragwürdig und überhaupt nicht gut es als romantisch zu framen.
Ich fand es eine Katastrophe.

Mir hat vor allem die echte Tiefe von Brix gefehlt, sein "dunkles" Geheimnis fand ich so gar nicht dunkel und es hat ihn kein bisschen interessanter gemacht.
Leider.
Leider hat mir auch die Stimme des Sprecher von Brix so gar nicht zugesagt.

Harley war für mich leider ich zu flach, obwohl er so viel Potential hatte und ich ihn hier sehr viel lieber mochte und besser verstanden habe als sein Auftritt in der Fake Boyfriends Reihe.

Insgesamt war es sich eher enttäuschend und ob ich die restliche Reihe lese weiß ich noch nicht so genau.

2,5 Sterne

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Veröffentlicht am 06.01.2025

Gegensätze ziehen sich an

We between Worlds
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3,5/3,75 Sterne

Peyton und Charles sind das komplette Gegenteil voneinander.
Sie lebt auf der Westside, der armen seite der Stadt, hat viel Verantwortung und ein Ziel vor Augen, das sie mit voller Leidenschaft ...

3,5/3,75 Sterne

Peyton und Charles sind das komplette Gegenteil voneinander.
Sie lebt auf der Westside, der armen seite der Stadt, hat viel Verantwortung und ein Ziel vor Augen, das sie mit voller Leidenschaft und Energie verfolt.
Er lebt auf der Eastside, der Sonnenseite der Stadt, nimmt nichts ernst und scheint der unbekümmerte und leicht arrogante Sunnyboy zu sein.

Obwohl sie so unterschiedlich sind, gehen sie auf die selbe Schule, haben aber lange wirklich keinen Kontakt, bis Charles sich etwas aufhalst, das mehr Konsequenzen mit sich bringt als er gedacht hatte.
Also muss er einen Weg finden, diesen Fehler wieder gerade zu beigen und da läuft ihm Peyton über den weg.

Charles braucht ihre Hilfe und nach Peyton wird bewusst, das sie Charles genauso sehr braucht wie er sie, auch wenn ihr das überhaupt nicht gefällt.

Die beiden Hauptcharaktere haben mir wirklich sehr gut gefallen.
Auch wenn es ein recht klassisches Thema ist und sich viele Bücher um die Grundidee des Buches drehen, hat mich Francesca Peluso wirklich abgeholt.

Chales ist zwar ein verwöhnter und leicht schnösliger Typ, aber man merkt sofort, dass er ein Herz hat und das seine Lebensumstände ihn zu dem gemacht haben, was er ist.

Peyton ist eine tolle Protagonistin, sie ist stark und weis was sie will, ist aber nicht perfekt und alglatt, sondern hat ihre Schwächen und ist auch nicht unfehlbar.

Das macht die Charaktere so echt, so glaubwürdig und man will wissen wie es bei ihnen weiter geht.

Die Chemie zwichen den Beiden war recht schnell spürbar und ich mochte es wie sich die Charaktere immer weiter entwickelt haben.
Dennoch hätte ich mir gewünscht, wenn man sich etwas mehr Zeit gelassen hätte, sie wirklich wachsen zu sehen und zu spüren, wie sich Veränderungen begründen.
Das hätte ich mir vor allem zum Ende des Buches hin gewünscht.

Der Schreibstil hat mir an sich gut gefallen, ich finde aber, dass man gute 3 bis 4 Kapitel braucht um wirklich rein zu kommen.
Die ersten Kapitel geben einem doch ein etwas anders Gefühl für das Buch, als der Rest.
Man sollte sich davon aber nicht abschrecken lassen.

Insgesamt hat mich das Buch wirklich gut unterhalten und es war etwas fürs Herz, ohne dabei Spicy Szenen zu haben oder zu brauchen.

Ich werde sicher noch den zweiten Band zur Reihe lesen, da mich das Buch positiv überrascht hat und trotz der typischen Grundidee des YA-Genres etwas eigenes hatte.

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Veröffentlicht am 21.08.2020

Kein typisches Romance – Buch

King of London
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Als ich die Leseprobe zu diesem Buch gelesen habe, war ich sofort interessiert. Es wirkte nicht wie ein typisches Romance Buch. Warum?
Es geht um Avery und Hayden. Avery ist eine Stewardess auf Jachten ...

Als ich die Leseprobe zu diesem Buch gelesen habe, war ich sofort interessiert. Es wirkte nicht wie ein typisches Romance Buch. Warum?
Es geht um Avery und Hayden. Avery ist eine Stewardess auf Jachten für Reiche Leute und Hayden ein Firmenboss in Schwierigkeiten.
Hayden verliert immer wieder Firmen, die er eigentlich übernehmen wollte und wieso? Er weiß es selbst nicht. Also zieht er sich auf eine solche Superjacht zurück auf der auch Avery arbeitet. Und so beginnt die Geschichte zwischen Avery und Hayden, die voller Paranoia, Angst Unsicherheit und Anziehung gefüllt ist.
Der Schreibstil von Lousie Bay ist super angenehm und flüssig. Man findet sofort in die Geschichte hinein und Louise Bay schafft es, einen Sog zu erzeugen, sodass man das Buch einfach nicht mehr aus der Hand legen kann. Louise Bay schafft es, dass man die Sonne auf der Haut spürt und die Meeresluft förmlich riechen kann. Es fühlt sich an wie ein Urlaub, den man dringend nötig hat.
Die Charaktere, Avery und Hayden, sind etwas Besonderes und haben so viel Potential. Hayden ist ein „good boy“ und wirklich nett, ja er ist etwas unnahbar, aber er hat Respekt und hält sich nicht für etwas Besseres. Nicht wie in vielen anderen Büchern gibt er niemandem das Gefühl, dass er über allen steht, weil er Geld hat, ganz im Gegenteil. Avery ist eine wirklich starke weibliche Protagonistin. Sie sieht die Realität wirklich sehr klar und ist kein bisschen naiv, zumindest nicht am Anfang. Sie nimmt ihre Arbeit sehr ernst und kümmert sich wirklich toll um ihre Familie. Sie ist super sympathisch und man kann sich sehr gut in sie hineinversetzen.
Die Geschichte, der beide dreht, sich zu Beginn eigentlich um Hayden und sein Versteckspiel um nicht seine Firma zu verlieren. Sein einziges Interesse ist es, sich selbst zu retten und dann ist da Avery. Zwischen den beiden entwickelt sich schnell eine innigere Beziehung. Man spürt die Anziehung förmlich. Das hin und her macht die Geschichte spannend und abwechslungsreich und durch die Szenewechsel (dadurch das es immer wieder eine andere Stadt ist) geben der Gesichte mehr Atmosphäre.

Sowohl Avery als auch Hayden wirken echt und real, nicht nur deshalb, weil sie nicht voller Klischees behaftete sind, sondern auch weil Louise Bay es schafft sie so zu beschrieben das sie wie reale Personen wirken. Dennoch ist besonders ein Nebencharakter mein Liebling geworden. Haydens Bruder.
Neben all diesen positiven Aspekten gibt es dennoch Dinge, die mich gestört haben. Besonders das ende war deutlich zu hektisch und schnell, man wurde förmlich aus der Geschichte gerissen. Die Geschichte Baut auf dem verrat der in Haydens Firma von statten geht und dies wurde viel zu wenig beachtet. Ohne diesen Aspekt hätten sich Hayden und Avery ja gar nicht getroffen, aber es das ganze wir deutlich zu schnell abgekanzelt. Obwohl ich die Sexszenen in diesem Buch als wirklich angenehm und genau richtig empfunden habe, gab es Gedanken von Hayden die einfach nicht zu der Geschichte gepasst haben und dem ganzen einen unangenehmen anstrich verpasst haben.
In gewisser weise hat dem Buch einfach ein Show-down gefehlt. Es wurde so viel Spannung und Konfliktpotential aufgebaut, welches einfach nicht genutzt wurde und das macht das Buch am Ende einfach ein bisschen enttäuschend. Dadurch hat die Geschichte ein bisschen „unnötig“ gewirkt. Die Romanze zwischen Avery und Hayden war so toll aber das drum herum hat einfach gefehlt, die beiden hingen in der Luft und haben die Unterstützung nicht bekommen.
Daher gebe ich dem Buch 3,5 von 5 Sternen.

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