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Veröffentlicht am 15.04.2026

Zwischen Spannung und Schwächen

REM
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In REM erhält Alysee von ihrem Vater die Anweisung "Du darfst nicht einschlafen!", kurz darauf sieht sie wie er sich in einer beängstigenden Blutwolke auflöst. Ihre Mutter starb bereits bei Alysees Geburt ...

In REM erhält Alysee von ihrem Vater die Anweisung "Du darfst nicht einschlafen!", kurz darauf sieht sie wie er sich in einer beängstigenden Blutwolke auflöst. Ihre Mutter starb bereits bei Alysees Geburt und so wird sie zur Vollwaisen, die einer Pflegefamilie vermittelt wird. Allerdings haben die letzten Worte ihres Vaters schlimme Folgen für das gerade mal vierjährige Mädchen, um sich vorm Schlafen bzw. Träumen zu schützen verweigert sie seitdem das Schlafen. Mit der Zeit findet sie eine Lösung um traumlos Schlafen zu können, aber auch nur, wenn es nicht mehr anders geht. Nun ist sie 25 und ihr fällt ein unerwartetes Erbe ihres Vaters in die Hände. Sie ergreift die günstige Chance ihre Vergangenheit aufzuarbeiten und ihr Leben neu zu ordnen. Begleitet wird sie von Nico, ihrem Pflegebruder und bestem Freund, der selbst von Träumen geplagt wird und nur Schwierigkeiten anzieht. Der Albtraum beginnt und endet nicht nach dem Aufwachen.

Im Vorfeld wurde mir dieser Horrorthriller groß über diverse Medien angepriesen und als Fitzek Fan und Horrorfilm Schauerin musste ich ihn lesen. Nun bin ich ernüchtert, zum einen war der Start mega spannend und der mittlere Part hatte auch gruselige Vibes, aber die farblosen Charaktere mit ihren Problemen und die für mich nicht ganz ausgereifte Handlung haben zu einem lapidaren Ende geführt. Von Sebastian Fitzek bin ich besser durchdachte Auflösungen und einen spannenderen Aufbau gewohnt, über Annika Strauss hörte ich zuvor nur Gutes, ich hatte bisher jedoch noch nichts von ihr gelesen. Sprachlich reicht dieses Buch nicht an andere Fitzek-Bücher heran, der O-Ton ist recht einfach, gerade zu kindlich naiv im Klang, vor allem wie träumerisch die Lösung doch sein kann.

Es gibt im Bereich Horror bereits mehrere Bücher und Filme zum Thema Schlafen und Träumen, vielleicht ist es deswegen schwerer zu überzeugen oder REM ist einfach nicht ganz ausgereift, aber ich hatte mir insgeheim mehr erhofft. Mehr blutige Details, schwerer zu bekämpfende"Monster" und dafür kein kitschiges Ende mit dahintröpfelndem Dialog zum Hintergrund der Vorkommnisse, der irgendwie aufgesetzt wirkte. Das Buch war dennoch kurzweilig zu lesen und gab mir zumindest vor dem Wendepunkt mit der Auflösung, kleine gruselige Momente, auch wenn ich weit größere Erwartungen hatte.

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Veröffentlicht am 10.04.2026

Schöne Übergangsgeschichte

Hallo, jetzt bin ich Vorschulkind!
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Anna ist ein sympathisches Mädchen, welches erst etwas schüchtern auf diese neue aufregende Zeit reagiert, aber dann mit sehr viel Spaß an die spannenden neuen Aufgaben heran geht. Am Ende wird sie nicht ...

Anna ist ein sympathisches Mädchen, welches erst etwas schüchtern auf diese neue aufregende Zeit reagiert, aber dann mit sehr viel Spaß an die spannenden neuen Aufgaben heran geht. Am Ende wird sie nicht nur bildlich aus dem Kindergarten geworfen und das kann mein Kind auch kaum erwarten.

Die Mitmachaufgaben sind denke ich altersgerecht, aber können auch von kleineren Kindern bereits bewerkstelligt werden, wenn diese schon recht früh an Buchstaben, Zahlen und Suchbildern interessiert sind.
Die Texte sind gut zu lesen und geben viele spannende Einsichten, wie eine Vorschule aussehen kann. Wir sind schon ganz gespannt, wie diese bei uns aussehen wird. Auch optisch finde ich die farbenfrohen Illustrationen sehr gelungen, sie tragen die Texte des Buchs. Gelungen auch die Buchstabenseiten auf den Umschlaginnenseiten.

Auch wenn mein Kind erst 4,5 Jahre ist und noch ein Jahr warten muss, bis es bei uns Vorschulkind wird, hat ihm das Buch sehr gut gefallen und er würde am liebsten auch direkt in die Vorschule gehen.

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Veröffentlicht am 06.04.2026

Spannender Schauplatz, beklemmende Stimmung

Das Gehöft
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Lara zieht mit Freunden und ihrem autistischen Bruder auf eine abgelegene Hallig, die nur mit einem Boot erreichbar ist und keine sichere Kommunikation mit der restlichen Welt zulässt. Eigentlich sollten ...

Lara zieht mit Freunden und ihrem autistischen Bruder auf eine abgelegene Hallig, die nur mit einem Boot erreichbar ist und keine sichere Kommunikation mit der restlichen Welt zulässt. Eigentlich sollten sie alleine sein und die Natur genießen, doch als ihr Bruder Malte verschwindet kippt die Stimmung. Sind sie wirklich allein? Lara beschleicht ein ungutes Gefühl, auch fängt sie an, an ihrer Liebe mit Henry zu zweifeln, der sich von der Gruppe zurück zieht. Bange Tage stehen an, denn ein Sturm bricht los auf verschiedenen Ebenen.
Mich hat die Stimmung in diesem Thriller direkt mitgerissen und wie die immer wieder aufkommenden Unwetter, gehen die Verdächtigungen mal in diese, mal in jene Richtung. Ich fühle den Zwiespalt in Laras Brust, deren Welt mit der Hallig unterzugehen droht. Die Spannung kann sich lange halten, trotz der begrenzten Personenzahl und Versteckmöglichkeiten, teilweise zweifelt man auch an Laras Wahrnehmung. Der Thriller hat mich gut unterhalten, dennoch gibt es auch ein paar Stolpersteine, die mich beim Lesen gestört haben, die mir nicht realistisch erschienen. Natürlich handelt es sich hier um eine Fiktion, dennoch möchte ich keine Wendungen hinterfragen müssen, auch wenn so neue Möglichkeiten entstehen. Aber das große Finale versöhnt mit den kleinen Schwächemomenten, wie der Naivität der Gruppe, relativ unvorbereitet von der Stadt raus in die Einsamkeit zu ziehen.

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Veröffentlicht am 06.04.2026

Spannend aber zum Mitdenken

Untergang - Jensen und Sander ermitteln
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Das Cover und den Gedanken, dass es um eine teils wahre Begebenheit geht, haben mein Interesse geweckt. Leider habe ich erst später erkannt, dass dies das 6. Buch einer Reihe ist und ich musste erst mit ...

Das Cover und den Gedanken, dass es um eine teils wahre Begebenheit geht, haben mein Interesse geweckt. Leider habe ich erst später erkannt, dass dies das 6. Buch einer Reihe ist und ich musste erst mit den Charakteren warm werden. Auch tauchen zu Beginn viele Namen und Fakten auf, die mir beim Lesen etwas Probleme gemacht haben. Aber ich habe auch im Inhalt gemerkt, wie viel Mühe sich Steffen Jacobsen mit seiner Recherche zu dem Unglück der MS Estonia gemacht hat.

Michael Sander und Lene Jensen, sind ein Paar mit Ecken und Kanten, die aktuell Probleme in der Beziehung haben, wobei dies wohl öfter vorkommt. Beide werden in ein Attentat verwickelt, aber in unterschiedlicher Weise und geraten dadurch in eine Zwickmühle, der eine wird zum Gejagten, während die andere schwankt zwischen ihrer Karriere als Leitende Beamtin und dem Schutz ihrer Familie. Wie kommen beide nur wieder aus dieser misslichen Lage und was spielt das Unglück der MS Estonia für eine Rolle?

Der Thriller konnte mich leider nicht komplett überzeugen, im ersten Drittel kam für mich nicht genügend Spannung auf. Ich bewundere die gute Faktenlage und die ganzen Zusammenhänge der verschiedenen Geheimdienste, aber es las sich für mich zu trocken, als sei es ein Bericht. Irgendwann kam dann die Verschwörungsfiktion dazu und es wurde allmählich flüssiger und actionreicher. Aber vor allem der spannende und skrupellose Schluss im letzten Drittel/Viertel haben mit dem Anfang versöhnt, auch wenn bei mir noch Fragen offen blieben. Vielleicht hätte ich besser in den Thriller gefunden, wenn ich die vorigen Bücher gekannt hätte oder auch die Frage, wieso es heißt "Jensen und Sander ermitteln" würde sich vielleicht aufklären, denn auch wenn Lene Jensen hier ermitteln sollte, ist es doch fast ausschließlich Michael Sander der den Thriller trägt und Lene gerät nach dem holprigen Start mehr in den Hintergrund des Geschehens und betreibt Schadensbegrenzung statt zu ermitteln.
Für mich ein solider Thriller mit Startschwierigkeiten und Längen, aber mit rasantem Schluss.

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Veröffentlicht am 31.03.2026

Grandioser Start, schwaches Ende

Doppelspiel
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Tom Borg, ein durchaus erfolgreicher Autor steckt in der Krise. Nach seinen vorigen Erfolgen und der Verfilmung seiner grandiosen Buchreihe möchte er in etwas neues starten und lässt dafür sogar seinen ...

Tom Borg, ein durchaus erfolgreicher Autor steckt in der Krise. Nach seinen vorigen Erfolgen und der Verfilmung seiner grandiosen Buchreihe möchte er in etwas neues starten und lässt dafür sogar seinen beliebten Hauptcharakter Nic Castillo sterben. Doch schon nach dem ersten Kapitel erfasst ihn eine Schreibblockade und beim Versuch neue Ideen zu finden, wird er in einen realen Mord verwickelt, der erschreckend dem Szenario seines Manuskripts ähnelt. Eine verwirrende und abstruse Jagt beginnt.

War ich vom Cover und den ersten Kapiteln noch gefesselt, so wurde ich nach dem Mord einer erotischen Tänzerin doch um so mehr enttäuscht. Gerne hätte ich ja so spannend weitergelesen, aber im Verlauf der Geschichte wurde nur alles immer klischeehafter und verworrener. Leider nicht auf überraschende Weise mit tollen Wendungen, sondern nach dem Motto viel hilft viel, aber manchmal ist eben weniger auch mehr. So ermüden mich Bücher, in denen nahezu alle Randgruppen untergebracht sind, auf eine Weise die sich mehr nach einer Checkliste anfühlt, als nach gelebter Vielfalt. Auch haben viele Aktionen der Figuren für mich keinen Sinn ergeben. Wieso flieht Tom überhaupt, wie kann er trotz Flucht und dem Versuch selbst die Mörder zu finden noch an seinem Buch arbeiten? Andere Situationen haben sich dafür nahezu perfekt gefügt, so sind die Ermittlerinnen Olivia und Nazrin ihm immer knapp auf der Spur, egal wie unlogisch die Spurensuche läuft, aber durch glückliche Zufälle kann Tom dann doch entkommen. Teilweise war dies zwar belustigend und amüsant, aber wenig glaubhaft und irgendwann wirkte alles aufgesetzt. So konnte mich auch das Ende nicht überzeugen und ebenso der dort platzierte Cliffhanger zur Trilogie. Da die Reihe ja fortgesetzt werden soll, hätte mir zudem mehr Tiefe in den Charakteren gefallen, aber bisher wirken sie recht platt und ich konnte mich mit keinem so recht anfreunden, es werden zwar hier und da Infos aus dem Privatleben gestreut, aber danach nicht mehr aufgegriffen und es tut auch nichts zum eigentlichen Plott, ausser diesen in die Länge zu ziehen.

Ich kannte zuvor keinen der Autoren, hatte aber gute Bewertungen ihrer Bücher gesehen, leider hat mich dieses hier nicht überzeugt und ich werde mich auch nicht durch die Fortsetzungen quälen. Ein gutes Buch muss für mich nachvollziehbar sein, zumindest in Teilen und hier wurde ich nicht überzeugt, schade.

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