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Veröffentlicht am 22.08.2025

Schön wie früher, aber mit aktuellem Thema

Der Regenbogenfisch in Gefahr
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Ich kenne den Regenbogenfisch bereits seit meiner Kindheit und war damals fasziniert von den bunt schimmernden Schuppen. Mit meinen Kindern habe ich weitere Bücher der Reihe kennengelernt so auch "Glaub ...

Ich kenne den Regenbogenfisch bereits seit meiner Kindheit und war damals fasziniert von den bunt schimmernden Schuppen. Mit meinen Kindern habe ich weitere Bücher der Reihe kennengelernt so auch "Glaub nicht alles" und eben jetzt das neuste Buch von Marcus Pfister "Der Regenbogenfisch in Gefahr."
Die farbenprächtigen und vollflächigen Illustrationen sind hierbei noch genauso schön anzuschauen wie früher, aber die kindlichen Themen von Freundschaft, Teilen oder nicht-Lügen ist in diesem Buch einem anderen wichtigen Thema gewichen. Den sehr aktuellen Themen des Umweltschutzes und der Zerstörung des Ökosystems Meer. Der Regenbogenfisch und seine Freunde werden in einem Schleppnetz gefangen. Kann er sich mit Hilfe und durch Zusammenhalt der Meeresbewohner retten?

Mein fast 4 jähriger war völlig gefesselt als ich ihm vorlas und hat richtig mitgefiebert. Als der Meeresboden zerstört zurück blieb und nicht mehr so bunt geleuchtet hat, war er traurig und hat viele Fragen gestellt, warum man das schöne Zuhause der Fische kaputt gemacht hat. Leider konnte ich ihm nicht auf alle seine Fragen eine ihn zufrieden stellende Antwort geben. Aber ihm hat die Rettung sehr gefallen und natürlich auch, dass so viele bunte Fische zu sehen sind. Ich wiederum wurde an meine Kindheit erinnert und natürlich hinterfragt man sein eigenes Konsumverhalten. Wieder ein gelungenes Kinderbuch, toll anzuschauen und regt zum gedanklichen Austausch an.

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Veröffentlicht am 22.08.2025

Interessant zu lesen, jedoch für mich nicht hilfreich

Erziehung war gestern
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Gerade weil es so schlicht ist, wurde ich von dem Cover mit dem knallig leuchtenden Text verführt und ich habe mir das Buch mit dem interessanten Titel näher angeschaut.

Ich möchte eigentlich nicht viel ...

Gerade weil es so schlicht ist, wurde ich von dem Cover mit dem knallig leuchtenden Text verführt und ich habe mir das Buch mit dem interessanten Titel näher angeschaut.

Ich möchte eigentlich nicht viel zum Inhalt spoilern, denn jeder der sich vom Thema angesprochen fühlt, sollte das Buch selbst lesen und seine Schlüsse daraus ziehen. Man liest ja meist Bücher zu solchen Themen, wenn man sich und seine Ideale vertreten fühlt und so konnte auch ich mich im Inhalt und der grundsätzlichen Meinung der Autorin wiederfinden.

Ich finde es interessant, wie Ruth Abraham ihr Buch in verschiedene Bereiche unterteilt hat und wie sie die Leser direkt und ohne belehrhaftem Tonfall anspricht.  Besonders gefiel mir die Idee, dass Liebe nicht nur als Gefühl gesehen werden kann, sondern auch als eine Handlung gegenüber dem Kind oder als ein Bedürfnis, für ein glückliches Kind. Zudem, dass nicht die gebende Person entscheidet, was Liebe ist, sondern die empfangene. Ebenfalls gut finde ich den Denkanstoß, dass man mit dem eigenen Verhalten die Schablone für das zukünftige Leben vorgibt.
Im Verlauf der Kapitel wird dann der Drang nach Erziehung auf verschiedene Gründe zurückgeführt und erklärt, dass man sein Verhalten diesbezüglich hinterfragen muss. Jedoch fehlt mir am Ende ein praktischer Ansatz, wie man ohne Erziehung, die eigenen Werte an sein Kind vermitteln kann. Natürlich wird schon zu Beginn des Buchs mitgeteilt, dass es sich hier nicht um einen Ratgeber handelt und man seinen eigenen Weg finden muss, aber enthalten ist ein Kapitel "Lösungen" und diese konnte ich für meine Alltagssituation leider nicht finden.

Versöhnt bin ich zum Schluss zwar mit dem Ansatz "dass wir Elternschaft als eine Ansammlung von Prioritäten sehen. Was ist uns wichtig? Und warum?" Aber mir fehlt der Weg, wie ich meine wichtigen Prioritäten auf das Kind übertragen kann, ohne auf eine Form von Gewalt zurückgreifen zu müssen, denn diese beginnt ja schon beim lauten Wort.

Ich werde versuchen zukünftig öfter nachzudenken, warum ich mich über das Verhalten meiner Kinder aufrege und welche Alternativen zum "Nein" es geben könnte. Letztlich stimme ich jedoch nicht mit der Autorin überein, Erziehung war nicht gestern, sondern muss heute nur anders umgesetzt werden. Auf die Frage "wie?" fehlt mir weiterhin eine Antwort, damit wirklich alle Gewinnen.

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Veröffentlicht am 22.08.2025

Psychologisch gut aufgebaut, aber mit Längen

Brackwasser - Stille Wasser sind tief. Und manche sogar tödlich …
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Von Aussen ein schönes Buchcover, ich mag die Haptik und das der Bildausschnitt mit UV-Lack heraussticht. Das Bild ist stimmungsvoll und wirkt abgelegen bzw. einsam. Die altrosa Färbung ist jetzt allerdings ...

Von Aussen ein schönes Buchcover, ich mag die Haptik und das der Bildausschnitt mit UV-Lack heraussticht. Das Bild ist stimmungsvoll und wirkt abgelegen bzw. einsam. Die altrosa Färbung ist jetzt allerdings nicht so meins.

Für mich waren die ersten Kapitel ein schöner Einstieg ins Buch, man lernt die Charaktere und deren Verbindung zueinander kennen. Mir gefällt, dass aus verschiedenen Perspektiven erzählt wird und man so auch einen Einblick in die innere Gefühlslage der Charaktere erhält. Ich konnte mich recht schnell mit den Personen verbinden. Die Umgebung mit dem Wald und den abgelegenen Häusern haben bei mir gemischte bzw. beklemmende Gefühle ausgelöst.

Im Buch werden viele zerrüttete Familien dargestellt und aufgezeigt, wie besondera Kinder darunter leiden, welche sich erst noch selbst findrn müssen. Hier wurde stark mein Mitgefühl geweckt. Jedoch wurde durch die ganzen Familienprobleme auch immer wieder Spannung rausgenommen, was mich etwas gestört hat.
Dennoch haben mich die Sprache und die bildhafte Darstellung der Umgebung weitestgehend durch die Seiten fliegen lassen. Manche poetisch ausgedrückte Passagen waren mir etwas zu viel und bräuchte es für mich jetzt nicht in einem Thriller, denn es bläst den Seitenumfang unnötig auf.

Das Genre finde ich zuden schwierig einzuorden, für einen Thriller passiert mir zu viel aussen herum und ich hatte zu wenig Mord und Gänsehautmomente. Bin da eher bei einem spanneden Roman, der psychologisch sehr gut aufgebaut ist.

Fazit: Generell konnte mich das Buch gut fesseln, allerdings erst ab der zweiten Hälfte. Aber für ein erstes Werk der Autorin in einem neuen Genre, kann man über den langsamen Spannungsaufbau hinweg sehen und ich bin gespannt, was noch kommt und halte die Augen offen.

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Veröffentlicht am 21.08.2025

Schwerer Start, tolles Ende

Dunkle Sühne
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Mit "Dunkle Sühne" wagt Karin Slaughter den Auftakt zu einer neuen Thrillerreihe. Beim Feuerwerk zum 4. Juli verschwinden zwei junge Freundinnen, nach einer schnell eingeleiteten Suchaktion werden beide ...

Mit "Dunkle Sühne" wagt Karin Slaughter den Auftakt zu einer neuen Thrillerreihe. Beim Feuerwerk zum 4. Juli verschwinden zwei junge Freundinnen, nach einer schnell eingeleiteten Suchaktion werden beide ermordet aufgefunden. Deputy Emmy Clifton und ihr Vater der Sheriff ermitteln und schnell wird ein Verdächtiger gefunden und eingesperrt.
12 Jahre später kommt dieser nach Unstimmigkeiten wieder frei und erneut verschwindet ein Mädchen. Jetzt ist Emmy wieder ganz am Anfang der Ermittlungen. Kann sie das Mädchen retten? Wurde damals wirklich die falsche Person festgenommen? Emmy muss sich beeilen, denn die Chancen auf ein Happyend sinken mit jeder Stunde die verstreicht.

Mir gefällt bei der Autorin, dass ihre Figuren im Buch eine ausgearbeitete Tiefe aufweisen und sich oft positiv entwickeln. Es stehen nicht nur die Ermittlungsarbeiten im Vordergrund, sondern auch private Momente und zwischenmenschliche Interaktionen. So war mir Emmy zunächst unsympathisch, doch nach dem Sprung in die 12 Jahre später angesetzte Gegenwart merkt man ihr die Reife an, welche zum einen der Job und zum anderen natürlich auch die Erfahrungswerte des Älterwerdens mit sich gebracht haben.
Mich hat der Thriller gut unterhalten, es gab Höhen als auch Tiefen in Emmys Leben. Hinzu kommen überraschende Wendungen und schockierende Geheimisse in North Falls zutage, einer Kleinstadt in der jeder jeden zu kennen scheint. Aber man auch eine gewissen Vetternwirtschaft spürt und bei unangenehmen Themen gerne wegsieht.
Eine kleine Kritik habe ich etwas am Cover, es passt zwar irgendwie zu den Vorgängerbüchern, aber ich sehe keinen Zusammenhang zwischen Bildgestaltung und Buchinhalt. Des weiteren habe ich anfangs etwas Zeit benötigt, mir die familiären Beziehungen und Verbindungen der vielen zügig vorgestellten Charaktere merken zu können, da wäre vielleicht fast ein kleiner Stammbaum etc. auf den ersten Seiten sinnvoll. Aber nun freue ich mich auf weitere Bücher aus North Falls und neue Entwicklungen in Emmys Leben, denn gewisse Spoiler die neugierig machen, wurden am Ende gesetzt.

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Veröffentlicht am 02.08.2025

Macht glücklich

Ich bring dir das Glück – Vom kleinen Elefanten und seinen Glücksgeheimnissen
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Das Cover finde ich süß umgesetzt, mit den Illustrationen im Inneren bin ich etwas zwiegespalten. Der Elefant und die Umgebung sind mir etwas zu plump und flächig umgesetzt, dennoch haben die Seiten eine ...

Das Cover finde ich süß umgesetzt, mit den Illustrationen im Inneren bin ich etwas zwiegespalten. Der Elefant und die Umgebung sind mir etwas zu plump und flächig umgesetzt, dennoch haben die Seiten eine niedliche Optik. Ebenso geht es mir auch mit dem Format, es ist ca. 25 cm im Quadrat. Die Bilder lassen sich natürlich auf den großen Doppelseiten schön betrachten, jedoch ist ein quadratisches Format in der Größe recht unhandlich, wenn es aufgeklappt wird.

Zum Inhalt, die Texte lesen sich gut, es hat tolle Anreize darin, wie man seinen Tag glücklich startet oder auch kleine Momente in Erinnerung ruft, die einen an jedem Tag gefallen haben. So z.B. das man sich morgens sagt "Heute wird ein richtig schöner Tag". Die Autorin bietet in ihren kindgerechten Geschichten Tipps und Rituale, wie man glücklicher durch das Leben geht und hat die Ideen in kurze Kapitel gegliedert, "Das Glücksatmen", "Tschüss Liebe Angst" oder "Der Danke-Stein". Jedes Kapitel endet mit einem Info- bzw. Tippkasten, dem "Elefanten-Geheimwissen", hier wird erklärt, wie man das jeweilige Kapitel-Thema im Alltag umsetzen kann und auch die Erwachsenen mit einbezieht. Dies finde ich eine schöne Idee.

Manche Seiten gefallen mir jedoch nicht so gut, so z.B. der Seifenblasen-Trick, der Streit vertreiben soll. Klingt in Kinderohren fantastisch, wird jedoch beim Versuch ihn umzusetzen eher zu Enttäuschungen führen.

Wir werden versuchen einige Ideen aus diesem Buch in unseren Alltag zu integrieren z.B. das bewusste Ein- und Ausatmen oder auch als Erwachsener mal wieder mehr zu lachen. Uns hat das Buch gefallen und wir werden es immer mal wieder anschauen.

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