es zieht sich hin
Das gute LebenChristina hat ihr Leben in Berlin eingerichtet. Darum will sie nun nach dem Tod von Großmutter Anni, deren Haus sie erbt hat ausräumen und dann verkaufen. Aber es kommt alles anders. Christina ist bei ...
Christina hat ihr Leben in Berlin eingerichtet. Darum will sie nun nach dem Tod von Großmutter Anni, deren Haus sie erbt hat ausräumen und dann verkaufen. Aber es kommt alles anders. Christina ist bei Oma Anni in Nürnberg aufgewachsen und als sie nun deren Sachen durchsieht, kommen viele alte Erinnerungen wieder hoch…
Es ist eine Geschichte über 4 Frauen, deren Leben sicher nicht einfach war. Einige der Frauen haben den Aufbruch und einen Neuanfang fern der alten Heimat versucht. So auch Anni, die Hauptfigur. Es ist ein Weg mit vielen Höhen und Tiefen auf dem sie mehrmals über die Rückkehr nach Rumänien nachgedacht hat. Leider hat es die Autorin nicht geschafft, mich mit dieser sehr traurigen Familiengeschichte einzufangen. Die Figuren bleiben emotional außen vor. Für keine konnte ich Sympathien entwickeln. Das lag sicher auch am Schreibstil. Als Ich-Erzählerin wird Vergangenes wachgerufen und man merkt beim Lesen am Anfang der Kapitel und Absätze nicht gleich, wer der Erzähler ist - Anni oder ihre Enkelin. Was mir außerdem nicht gefallen hat, sind die sehr langen Schachtelsätze. Ich habe es an einer Stelle mal nachgezählt. Da werden 81 Wörter mit 6 Kommata und sechsmal „und“ zu einem Satz verbunden. Ich fand das anstrengend zu lesen. Irgendwann hat die Autorin mich dabei als aufmerksame, neugierige Leserin verloren. Schade, denn die Geschichte selbst hat Potential. Darum gebe ich auch nur 2,5 Lese-Sterne.