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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 25.02.2026

es zieht sich hin

Das gute Leben
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Christina hat ihr Leben in Berlin eingerichtet. Darum will sie nun nach dem Tod von Großmutter Anni, deren Haus sie erbt hat ausräumen und dann verkaufen. Aber es kommt alles anders. Christina ist bei ...

Christina hat ihr Leben in Berlin eingerichtet. Darum will sie nun nach dem Tod von Großmutter Anni, deren Haus sie erbt hat ausräumen und dann verkaufen. Aber es kommt alles anders. Christina ist bei Oma Anni in Nürnberg aufgewachsen und als sie nun deren Sachen durchsieht, kommen viele alte Erinnerungen wieder hoch…
Es ist eine Geschichte über 4 Frauen, deren Leben sicher nicht einfach war. Einige der Frauen haben den Aufbruch und einen Neuanfang fern der alten Heimat versucht. So auch Anni, die Hauptfigur. Es ist ein Weg mit vielen Höhen und Tiefen auf dem sie mehrmals über die Rückkehr nach Rumänien nachgedacht hat. Leider hat es die Autorin nicht geschafft, mich mit dieser sehr traurigen Familiengeschichte einzufangen. Die Figuren bleiben emotional außen vor. Für keine konnte ich Sympathien entwickeln. Das lag sicher auch am Schreibstil. Als Ich-Erzählerin wird Vergangenes wachgerufen und man merkt beim Lesen am Anfang der Kapitel und Absätze nicht gleich, wer der Erzähler ist - Anni oder ihre Enkelin. Was mir außerdem nicht gefallen hat, sind die sehr langen Schachtelsätze. Ich habe es an einer Stelle mal nachgezählt. Da werden 81 Wörter mit 6 Kommata und sechsmal „und“ zu einem Satz verbunden. Ich fand das anstrengend zu lesen. Irgendwann hat die Autorin mich dabei als aufmerksame, neugierige Leserin verloren. Schade, denn die Geschichte selbst hat Potential. Darum gebe ich auch nur 2,5 Lese-Sterne.

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Veröffentlicht am 11.02.2026

spannend zu lesen

Waldgeheimnis
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Alina Fink und ihr Kollege Alexander Thaler werden zur Aufklärung des Tötungsdelikts am Geschäftsführer einer Software-Firma gerufen. Der wurde mit seinem eigenen Golfschläger erschlagen. Eine Ermittlung, ...

Alina Fink und ihr Kollege Alexander Thaler werden zur Aufklärung des Tötungsdelikts am Geschäftsführer einer Software-Firma gerufen. Der wurde mit seinem eigenen Golfschläger erschlagen. Eine Ermittlung, die weitreichende Verbindungen erkennen lässt. Denn dem Serientäter Nikolas Novak, den Alina vor 2 Jahren ins Gefängnis gebracht hat, gelingt der Ausbruch aus der JVA.
Mich hat es spannend unterhalten, wie die Autorin mich durch den Wechsel vom Heute zur Vergangenheit mit den Figuren bekannt gemacht hat. Vor allem aber, fand ich die Beschreibungen zu Nick Novak. Wie der sein Schauspieltalent, seine Beziehungen nach draußen wie auch seine Wirkung auf Frauen nutzt, um seinen Ausbruch zu realisieren, fand ich beeindruckend geschildert. An einigen Stellen habe ich mich gefragt, wie so intelligente Frauen auf seinen Charme hereinfallen können. Alle Schritte Novaks dienen nur einem Ziel: er will sein Kunstwerk fertigstellen.
Bei der Suche nach Nick stellen die Ermittler Verbindungen zur Schwester des erschlagenen Golfspielers fest. Einer jungen Frau, die seit jungen Jahren in der Familie viele negative Erfahrungen gemacht hat. Vielleicht ist sie deshalb auch ein williges Opfer für Novak. Irgendwie hat sie mir leidgetan.
Dieser Krimi kam mir durchaus glaubhaft vor. Vielleicht auch darum, weil hier „Ende gut, alles gut“ nicht zutrifft. Ich habe mit dem Buch spannende Lesestunden verbracht und gebe 4 Lese-Sterne.

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Veröffentlicht am 06.02.2026

was für Entwicklungen – super gemacht

Das Signal
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Der gemeinsame Traum von Viola und Adam Decker vom eigenen Haus, das sie nach ihren Vorstellungen um- und ausbauen und auch Kinder mit einbezieht, platzt wie eine Seifenblase als Viola beim Einsturz des ...

Der gemeinsame Traum von Viola und Adam Decker vom eigenen Haus, das sie nach ihren Vorstellungen um- und ausbauen und auch Kinder mit einbezieht, platzt wie eine Seifenblase als Viola beim Einsturz des maroden Weinkellers ein Bein verliert. Auf fremde Hilfe angewiesen, das kann und will Viola nicht akzeptieren. Zumal die von Adam engagierte Pflegerin mit dem Charme eines Besens ihr Misstrauen weckt. Ich konnte Viola verstehen, so emotionslos wie sie erscheint und Viola bei ihren Bewegungsfortschritten immer wieder ausbremst. Da Viola ohne fremde Hilfe nicht mehr aus dem Haus kann, ihr gleichzeitig aber auch die Veränderungen in Adams Verhalten ihr gegenüber wie auch seine häufigen Abwesenheiten auffallen, will sie mit digitaler Hilfe mehr über sein Leben ohne sie an der Seite erfahren. Ich hatte den Eindruck, dass sie allem und jeden gegenüber misstrauisch geworden ist. Konnte es aber auch nachvollziehen, da sie von jetzt auf gleich aus ihrem gewohnten Leben gewissen wurde. Durch die detaillierten Beschreibungen der Autorin zu Violas Kampf um jedes bisschen mehr an Beweglichkeit, an Eigenständigkeit haben mich für sie eingenommen. Aber was ihre Trackingüberwachung betraf, fand ich sie regelrecht manisch. Jedoch ist das nur eine Seite dieser jungen Frau. Die andere ist so dunkel und ihr Vorgehen so brillant geplant, dass ich kribbelnde Spannung bis zum Schluss dabei empfunden habe. Ein wirklich spannender Thriller, der süchtig macht und 5 Lese-Sterne absolut verdient hat.

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Veröffentlicht am 03.02.2026

geht unter die Haut

Da, wo ich dich sehen kann
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Maja ist neun, als Frank, ihr Vater, im Zorn Mutter Emma umbringt. Für Maja beginnt ein neuer Alptraum. Als ihre Mutter noch lebte, musste sie immer wieder den Streit ihrer Eltern miterleben. Doch jetzt, ...

Maja ist neun, als Frank, ihr Vater, im Zorn Mutter Emma umbringt. Für Maja beginnt ein neuer Alptraum. Als ihre Mutter noch lebte, musste sie immer wieder den Streit ihrer Eltern miterleben. Doch jetzt, nach dem Tod der Mutter, macht sie sich Vorwürfe. Schließlich hat sie immer ihrem Vater beigestanden. Hätte sie ihre Mutter retten können, wenn sie sich nicht so verhalten hätte?
Ich habe das Buch sehr langsam gelesen, immer wieder beiseitegelegt. Es waren für mich einfach zu viele Emotionen, die da hochgekommen sind. Nicht weil ich ähnliches erlebt habe. Es sind die eindringlichen Ausführungen der Autorin, die mich ergriffen gemacht haben. Dabei fand ich es von Jasmin Schreiber sehr gut vermittelt, wie die kleine Maja mit ihren Alpträumen zu kämpfen hat. Maja spricht von Ranken, die sie zu ihrer Mutter in die Erde ziehen wollen und ihr dabei die Luft zum Atmen nehmen. Doch die Autorin fasst die Auswirkungen dieser Gewalttat noch viel weiter. Die Eltern von Emma, ihre beste Freundin Liv, alle wissen nicht, wie sie mit dem Verlust und vor allem mit der traumatisierten Maja umgehen sollen. Beide Großelternteile, väter- wie mütterlicherseits, wollen für Maja da sein und bringen das junge Mädchen damit in noch größere Bedrängnis. Mit den Zeichnungen von Maja, den Amtsschreiben um den Sorgerechtsstreit der Großeltern wird ein rundes Bild geschaffen. Was mir aber besonders gefallen hat, sind die schwarz grundierten Kapitel. Ich habe sie für mich „was wäre, wenn“ bezeichnet. Ein Gedankenspiel, das im Nachhinein das Verbrechen nicht verhindern kann. Von mir gibt’s 4 Lese-Sterne.

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Veröffentlicht am 03.02.2026

wunderbarer Lesestoff

Die Begine und das dunkle Geheimnis
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Anna Ehinger ist trotz ihrer Heirat mit Lazarus, dem Siechenmeister, wieder für Beginen tätig. Sie soll die neue Novizin Luzia, die Tochter des Bürgermeisters, in die Kunst der Heilkräuter und -tränke ...

Anna Ehinger ist trotz ihrer Heirat mit Lazarus, dem Siechenmeister, wieder für Beginen tätig. Sie soll die neue Novizin Luzia, die Tochter des Bürgermeisters, in die Kunst der Heilkräuter und -tränke einweisen. Überhaupt ist Anna sehr umtriebig. Ihr Arbeitstag reicht von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang. Noch immer kümmert sie sich um Kranke und Arme. Aber dann wird die Witwe Senft, eine ihrer Patientinnen, tot in ihrem Bett aufgefunden. Mord oder Selbstmord? Schnell gerät Anna unter Verdacht, da sie der Witwe einen Trank verordnet hat, den sie selbst zubereitet hat…
Ich fand das Buch unwahrscheinlich kurzweilig und bin während des Lesens ins Mittelalter, genauer gesagt Ulm in Jahr 1416, abgetaucht. Durch die gezielte Wortwahl der Autorin, bei manchen Begriffen musste ich Google zu Rate ziehen, beschreibt sie die damalige Zeit sehr lebendig. Man merkt beim Lesen, wie tief sie mit dieser Zeit und dem damaligen Leben vertraut ist. Gleichzeitig ist es aber die Spannung, die mich gefesselt hat. Denn das Morden hört in Ulm nicht auf. Im Gegenteil, die Taten werden immer grausamer. Die Angst unter der Bevölkerung wächst. Man schreibt das Geschehen dem Nachtmahr zu. Der Hauptmann der Stadtwache ist sich sicher, dass sie es mit einem Dämon zu tun haben. Ob und wie es den Ulmern gelingt den Täter zu finden, sollte jeder selbst nachlesen, sehr spannende und kurzweilige Lesestunden eingeschlossen. Von mir gibt’s 5 Lese-Sterne.

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