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Veröffentlicht am 22.01.2026

Die Fälle werden immer spannender

Grenzfall – Ihr Grab in den Fluten
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Landunter gilt für die Gegend um Weilheim nachdem es tagelang gestürmt und geschüttet hat. Flüsse werden zu Bächen und reißendem Wildwasser. Vor nichts machen sie halt. Da sind alle Rettungskräfte von ...

Landunter gilt für die Gegend um Weilheim nachdem es tagelang gestürmt und geschüttet hat. Flüsse werden zu Bächen und reißendem Wildwasser. Vor nichts machen sie halt. Da sind alle Rettungskräfte von Polizei, Feuerwehr, THW rund um die Uhr im Einsatz. So auch Alexa Jahn, die bei der Weilheimer Kripo arbeitet. Sie und ihr Kollege Florian Huber sollen die Koordination der Einsätze übernehmen, Vermisstenmeldungen aufnehmen, mit anderen Worten sie sollen dafür sorgen, dass alles so weit es geht geordnet abläuft und keine Panik unter der Bevölkerung ausbricht. Keine leichte Aufgabe. So hat mir auch die Stelle im Buch, als Alexa einen verzweifelten Feuerwehrmann betend in seiner Pause in der Kirche antrifft, Gänsehaut gemacht.
Bei dem Ausmaß der Zerstörungen und der stetig ansteigen Zahl der Vermissten oder in Not geratenen Menschen, fällt es schwer die Übersicht zu behalten. Huber ist sich seiner Verantwortung als Koordinator voll bewusst, bewertet die Lage laufend neu und passt seine Anweisungen entsprechend an. Dagegen kam mir Alexa etwas unkoordiniert vor. Zu sehr auf Einzelschicksale fixiert. Sie würde am liebsten jedem und allen gleichzeitig helfen. So kommt es auch, dass sie wegen des Hinweises einer Camperin in die Berge aufbricht. Eine Entscheidung, die nicht nur ein mehr als 20 Jahre altes Geheimnis ans Licht bringt, es hat mir auch unwahrscheinlich spannende Lesestunden verschafft. Ich fand es sehr geschickt von der Autorin immer wieder in kursiver Schrift die Briefe einer Mutter an ihre Tochter einfließen zu lassen, wie auch die kranken Gedanken eines Mannes. Bei mir waren das Spannungstrigger, gerade, weil ich deren Zusammenhang mit dem aktuellen Fall nicht geahnt habe. Super gemacht. Darum gibt’s von mir auch 5 Lese-Sterne.

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Veröffentlicht am 18.01.2026

skrupellose Machtgier und Manipulation in Szene gesetzt

Das Spiel des Kaspar
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Es fällt mir nicht leicht eine Rezension zum Buch schreiben. Nicht weil ich es schlecht fand. Nein, weil ich während des Lesens und auch jetzt noch, nachdem ich es ausgelesen habe, sprachlos bin. Anfangs ...

Es fällt mir nicht leicht eine Rezension zum Buch schreiben. Nicht weil ich es schlecht fand. Nein, weil ich während des Lesens und auch jetzt noch, nachdem ich es ausgelesen habe, sprachlos bin. Anfangs erinnerte mich der Führungsstil, das Ausstechen und das Filtern von Informationen, das bei Pheelix Gamevisions an der Tagesordnung steht, an meine eigenen Wahrnehmungen in meinem ehemaligen Arbeitsumfeld. Informationen werden gezielt platziert und nur der hat eine Chance aufzusteigen, der sich am besten verkaufen kann und gleichzeitig skrupellos über Leichen geht. Ich fand das sehr realistisch, wenn auch in Zügen übertrieben. Kaspar Rockwell beherrscht diese Spielregeln bestens. Mehr noch, er führt aktiv Regie, lenkt das Spiel. DICE, sein neuestes Computerspiel, das kurz vor der Vermarktung steht, bezeichnet er als Spiegel. Ein Spiegel, der den Menschen zeigen soll, wie weit sie bereit sind zu gehen, um zu gewinnen. Dabei ist er das beste Beispiel dafür. Er ist ein Meister der Rhetorik, stets lächelnd lässt er niemand hinter seine Maske blicken. Kaspar kam mir in seiner Außenwirkung unantastbar vor, was der Autor sehr gut mit den eingearbeiteten Sozial-Media-Beiträgen einfließen lässt. Kaspar agiert nach eigenen Regeln, der Autor spricht von einem narrativen Spiel. Ich fand es sehr spannend mitzuerleben, wie weit dieser Mann dabei geht. Die Wirklichkeit spiegelnd, sie zum Teil überspannend darstellen und Fiktion sind die Mischung dieses wendungsreichen Thrillers, der mir sehr große Spannung vermittelt und der sich 5 Lese-Sterne absolut verdient hat.

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Veröffentlicht am 15.01.2026

spannende Verwicklungen, lesenswert

Die Housesitterin – Ein Traum von einem Job. Oder?
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Cecilia ist eines – chronisch pleite. Als Online-Nachhilfelehrerin und als Housesitterin versucht sie sich über Wasser zu halten. Im Moment arbeitet sie gerade für die steinreiche Familie Waldner, die ...

Cecilia ist eines – chronisch pleite. Als Online-Nachhilfelehrerin und als Housesitterin versucht sie sich über Wasser zu halten. Im Moment arbeitet sie gerade für die steinreiche Familie Waldner, die unter anderem auf Ostsee eine Insel mit glamourösem Haus ihr Eigen nennen. Mit dem Sohn der Familie, Johannes Waldner verbindet sie mehr als berufliches Interesse…
Angangs habe ich mich mit Cecilia, von ihrem Schuldfreund Nick liebevoll Lia genannt, nicht anzufreunden können. Sie kam mir wie eine junge Frau, die sich vom Leben treiben lässt, die nicht zu viel Energie in den Lebensunterhalt stecken und einfach das Leben genießen will, vor. Doch weit gefehlt. Lia hat einen Plan und der ist teuflisch. In den wird der Leser über gezielte Rückblenden und damit Einblicke in Cecilias bisheriges, trauriges Schicksal eingebunden. Jedoch macht die Autorin das wohldosiert, so dass sich Spannung bei mir eingestellt hat. Nicht mit allen Entscheidungen dieser intelligenten jungen Frau konnte ich mich anfreunden und doch habe ich langsam Sympathien für sie entwickelt. Lias einziger Halt sind ihre beiden Freunde Nick, der schon seit Schulzeiten dazu zählt und Ying, die ihr die Housesittingstelle vermittelt hat. Doch nichts in diesem Thriller ist so wie es scheint und so hat mich das Ende dann auch kalt erwischt. Von mir gibt’s 4,5 Lese-Sterne für das wirklich wendungsreiche, spannende Buch.

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Veröffentlicht am 13.01.2026

absolute Leseempfehlung

Bornholmer Spur
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Als Wiederholungstäter, soll heißen, ich habe alle bisherigen Fälle von Sarah Pirohl auch gelesen, bin ich absolut begeistert von dieser Fortsetzung.
Sarah ist es, die beharrlich nach Zusammenhängen zwischen ...

Als Wiederholungstäter, soll heißen, ich habe alle bisherigen Fälle von Sarah Pirohl auch gelesen, bin ich absolut begeistert von dieser Fortsetzung.
Sarah ist es, die beharrlich nach Zusammenhängen zwischen dem 4-fach Mord und dem aktuellen Fund des seit 2013 als vermisst geltenden Nils Holby sucht. Damals wurde die gesamte Familie des Rechtsanwalts Joseph May im Ferienhaus in Kellenhusen umgebracht. Der Adoptivsohn, Simon Roth, hat nur überlebt, weil er erst später zum Ferienhaus zur Geburtstagsfeier des Stiefvaters angereist ist. Es hat mich wieder beeindruckt, wie beharrlich Sarah bei den Ermittlungen vorgeht und gleichzeitig finde ich es auch immer wieder beängstigend, wie viele Gruppen im Untergrund noch agieren. Sehr gut beschrieben fand ich auch die Ausführungen zu den Befindlichkeiten der Behördenvertreter. In Persona des Staatsanwaltes Klaus Tauber, dessen beruflicher Einfluss die Ermittlungen nicht unbedingt weiterbringt.
Auf jeden Fall ist es spannend mitzuerleben, wie Sarah Pirohl die Puzzleteile sammelt und zusammensetzt. Hilfe hat sie nicht nur durch ihre Verbindungen zum BKA in Berlin, auch unter dem Radar agierende Helfer bringen ihre Recherchen voran. Mehr soll an dieser Stelle nicht verraten werden. Auf jeden Fall ist das wieder eine sehr spannende Fortsetzung, die ich zu 100% weiterempfehlen kann. Von mir gibt’s 5 Lese-Sterne.

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Veröffentlicht am 30.12.2025

gelungene Fortsetzung, kann ich empfehlen

Bluthass
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Lina Saint-George besucht in Hachenburg die neu eröffnete Ausstellung zum Thema Hexenverfolgung. Sie findet die Ausstellung interessant, zumal die Verantwortlichen der Ausstellung ihr nicht nur sympathisch ...

Lina Saint-George besucht in Hachenburg die neu eröffnete Ausstellung zum Thema Hexenverfolgung. Sie findet die Ausstellung interessant, zumal die Verantwortlichen der Ausstellung ihr nicht nur sympathisch erscheinen, sie geben sich auch alle Mühe den Besuchern ihr Wissen zu vermitteln. Aber dann wird noch am gleichen Tag ein Hausbrand in Atzelgift gemeldet. Bei den Löscharbeiten findet die Feuerwehr eine verbrannte Leiche und die Gerichtmedizin stellt später fest, dass diese vor ihrem Tod massiv gefoltert wurde. Möglicherweise mit alten, wie im Landesmuseum gerade ausgestellten alten Folterinstrumenten. Gibt es da einen Zusammenhang?
Natürlich ist bei mir da gleich das Kopfkino angesprungen. Gedanken wie: will jemand die Ausstellung sabotieren? Hat jemand die nachgebauten Folterinstrumente gleich für seine grausame Tat genutzt? Die Ermittler -HK Manfred Neuer und seinem Team - vermuten nicht zuletzt wegen der am Tatort hinterlassenen mystischen Symbole einen Zusammenhang zu in der Gegend noch immer existierenden Hexenzirkeln. Die Hauptverantwortliche der Ausstellung, Isabel Grothe, ist selbst Mitgründerin eines solchen Zirkels. Ich empfand es als sehr erfrischend zu lesen, wie Lina, die ja eigentlich leitende Staatsanwältin ist und nach Aktenlage Entscheidungen treffen sollte, sie das aber nicht davon abhält, selbst an vorderster Front zu ermitteln. Aber so kenne ich sie ja bereits aus den vorherigen Teilen. Eine sehr engagierte und sympathische Frau.
Es sind wirklich wieder sehr interessante Figuren in diesem Krimi. Besonders gefallen hat mir die Stelle im Buch, als Freya Linden, einer Mitorganisatorin der Ausstellung, von Manfred Neuer befragt wird. Den in die Jahre gekommenen Altrocker, der sich so leicht nicht aus der Fassung bringen lässt, trifft in ihr einen ebenbürtigen Gesprächspartner. Wie sie im Austausch mit ihm die Gesprächsführung übernimmt, seine noch gar nicht gestellten Fragen beantwortet, hat mich beeindruckt. Gleichzeitig fragte ich mich aber auch, wie eine so kopfgesteuerte Akademikerin sich einen solchen Hexen-Zirkel anschließen konnte. Es war auf jeden Fall spannend mitzuerleben, wie der Fall sich entwickelt und schlussendlich mit überraschendem Ende gelöst wird. Von mir gibt’s 4 Lese-Sterne.

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