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Veröffentlicht am 25.06.2025

Survival-Feeling mit coolen Twists

Der Weg – Jeder Schritt könnte dein letzter sein
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Was kann es Schöneres geben, als den Junggesellenabschied mit der besten Freundin oder dem besten Kumpel zu etwas ganz Besonderem zu machen? Nickis Idee, den Königspfad durch Schwedisch-Lappland zu wandern ...

Was kann es Schöneres geben, als den Junggesellenabschied mit der besten Freundin oder dem besten Kumpel zu etwas ganz Besonderem zu machen? Nickis Idee, den Königspfad durch Schwedisch-Lappland zu wandern und der gemeinsamen Leidenschaft nachzugehen, schlägt auf jeden Fall ein wie eine Bombe. Relativ schnell wirkt das Verhältnis der beiden Freundinnen jedoch sehr angespannt. Deswegen habe ich auch direkt mit Julia mitgefühlt und mich gefragt, warum Nicki diese Zweisamkeit so dringend gesucht hat. Als Letztere des Nachts auch noch spurlos verschwindet, ist die Verwirrung perfekt. Spielt Nicki ein falsches Spiel mit Julia? Und wenn, was ist der Grund?

Ich war ab der ersten Seite sofort in der Story gefangen und konnte Rebecca Russ' neuen Thriller nicht mehr aus der Hand legen. Es passiert mir nicht oft, dass ich ein Buch wegsuchte, doch Russ hat genau das geschafft.

Immer wieder springt Russ zwischen zwei Welten, die irgendwie mit einander verknüpft zu sein scheinen. In den Szenen rund um die Wanderung wird Julia schnell zur alleinigen handlungstragenden Figur, die in ihrem Überlebenskampf versucht, ihre Freundin zu finden. Dem gegenüber steht eine toxische Beziehung, die die namenlose Erzählerin zu zerbrechen droht. Tatsächlich war mir ziemlich schnell klar, worauf eben diese Einschübe hinauslaufen sollen. Dies hat der Handlung an sich aber keinerlei Abbruch getan. Ganz im Gegenteil: Mich hat erst recht die Neugier gepackt und ich konnte es kaum erwarten herauszufinden, wie Russ diese beiden Stränge am Ende auflösen will.

Auch sprachlich hat Rebecca Russ mich komplett überzeugt. Es hat wahnsinnig Spaß gemacht, mit Julia durch die Seiten zu fliegen und die Willensstärke, den Mut und die Ausdauer dieser jungen Frau in der doch gnadenlosen Natur zu verfolgen. Russ zeichnet neben den spannungsgeladenen Szenen wunderbare Landschaftsaufnahmen, die ohne große Ausschweifungen Bilder vor meinem inneren Auge gemalt haben. Letztendlich gelingt ihr in genau dieser unerbittlichen Schönheit ein Twist, der mich voll und ganz überzeugt hat und den ich so doch nicht erwartet hätte.

Na, wer hat jetzt Lust auf eine Wanderung durch wilde Natur Schwedens?

Fazit: „Der Weg“ ist die perfekte Lektüre für den bevorstehenden Sommer. Wer also noch auf der Suche nach einem spannungsgeladenen, coolen Thriller ist, sollte hier unbedingt zugreifen. Von mir gibt es eine Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 24.06.2025

Ich werde die Figuren vermissen!

Auris. Puls der Angst
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Mit "Puls der Angst" lässt Kliesch seine sechsteilige Reihe um den Phonetiker Matthias Hegel mit einem wahren Paukenschlag enden.

Erzählt wird die Story wie gewohnt aus unterschiedlichen Perspektiven. ...

Mit "Puls der Angst" lässt Kliesch seine sechsteilige Reihe um den Phonetiker Matthias Hegel mit einem wahren Paukenschlag enden.

Erzählt wird die Story wie gewohnt aus unterschiedlichen Perspektiven. Neben Jula, ihrem Bruder Elyas und natürlich Hegel selbst, kommen diesmal auch Julas Mutter Jutta und Kommissar Holder zu Wort. Außerdem ein älteres Pärchen aus Juttas Vergangenheit, das noch eine Rechnung zu begleichen hat. Ich war ein klitzekleines bisschen enttäuscht, dass in diesem letzten Band die Hegelschen Phonetik-Künste nicht im Mittelpunkt stehen bzw. wir davon kaum etwas mitbekommen. Wahrscheinlich bin ich einfach von den Vorgängerbüchern verwöhnt und habe es deshalb vermisst. Nichtsdestotrotz ist die Story auch ohne größere Ausflüge in die Welt der Phonetik interessant und hat mich gut unterhalten.

Jula begleiten wir ja schon eine Weile und wissen daher genau, welche Schicksalsschläge sie bereits erlitten hat. Ebenjene kommen auch in diesem Teil nochmal auf den Tisch und spielen in Summe eine große Rolle. So muss sich Jula erneut ihrem Schicksal stellen, denn es gibt wieder wichtige Informationen, die man ihr vorenthalten hat. Die Entwicklung, die Jula von Beginn der Reihe bis zum Ende hingelegt hat, ist einfach grandios. Sie ist so viel stärker und mutiger geworden und lässt sich, wie in diesem Band schön deutlich wird, nicht mehr auf der Nase herumtanzen und zeigt offen, wie enttäuscht sie von ihrer „Familie“ wirklich ist.

„Und dann das große Finale! Meine demente Mutter steht kerngesund vor meiner Wohnungstür, um noch eine letzte Sache zu klären. Ja, klar, ist doch logisch. Warum sollte es denn auch nur einen Menschen in meinem Umfeld gegeben haben, der mir keine Lüge vorgelebt hat?“ (Zitat)

Kliesch hat seine Leser im Laufe der Auris-Reihe ständig mit krassen Wendungen geschockt und uns nebenbei am Ende mit fiesen Cliffhangern auf die jeweilige Fortsetzung warten lassen. Auch im finalen Band gibt es wieder die eine oder andere Überraschung. Zumal die Offenbarung am Ende schon lange offensichtlich war und ich mich aber dennoch sehr darüber gefreut habe. Sein Schreibstil ist klar strukturiert, fesselnd und bildgewaltig. Für das große Finale fährt Kliesch nochmal richtig auf und bietet Jula die ganz große Bühne. Hat er damit meine Erwartungen erfüllt? Definitiv! Bin ich traurig, dass diese Reihe nun zu Ende ist? Absolut! Trotzdem danke, lieber Vincent, für diese sechs unvergesslichen Bände!

Fazit: Mit "Puls der Angst" erleben wir das große Finale einer fesselnden und informativen Reihe. Mit einem lachenden und einem weinenden Auge habe ich diesen letzten Band verschlungen und werde die mir bereits ans Herz gewachsenen Charaktere auf jeden Fall vermissen. Ihr auch?

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Veröffentlicht am 12.06.2025

Sehr beunruhigender Thriller

Die Festung
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"Die Festung" ist eine neue Produktion einer Escape-Room Reality Show, für die Clara sich angemeldet hatte, um das dringend benötigte Preisgeld zu gewinnen. Doch dann bricht sie sich ein Bein und überredet ...

"Die Festung" ist eine neue Produktion einer Escape-Room Reality Show, für die Clara sich angemeldet hatte, um das dringend benötigte Preisgeld zu gewinnen. Doch dann bricht sie sich ein Bein und überredet ihre Schwester Bonnie, stellvertretend für sie teilzunehmen. Was sie jedoch nicht ahnen konnte, ist, dass sie ihre Schwester damit direkt in die Hölle schickt ...

Zitat S. 8:
"»Willkommen zu unserer Show. Ich bin Shane Fletcher, ehemaliger Kriminalbeamter und fanatischer Krimi-Fan, und das hier ist , der Podcast, der euch mit Verbrechen umhauen wird, die unsere Vorstellungskraft übersteigen. Heute erwartet uns eine Exklusivausgabe. An diejenigen von euch, die noch nicht von der Festung gehört haben: Unter welchem Stein habt ihr gehaust, Leute? Es ist die Meldung des Jahres."

Die Story ist in zwei Perspektiven gesplittet. Zum Einen wird im Podcast erörtert, was in der Festung passiert ist, zum Anderen begleiten wir Bonnie direkt in die Geschehnisse.

Die angespannte Atmosphäre kommt recht schnell herüber und man merkt zügig, dass hier irgendetwas nicht stimmen kann. Spätestens als einer der Teilnehmer tatsächlich stirbt, ist einem klar, dass hier nicht alle lebend rauskommen werden. Doch wer es schafft und wer hinter dieser Aktion steckt, wird erst nach und nach enthüllt. Die Abläufe sind durchweg spannend und durch einige Wendungen bis zum Schluss ziemlich nervenaufreibend. Auch das Motiv ist clever gewählt und erschüttert mit seiner Authentizität. Der anfänglich verstörende Prolog wird erst am Ende zu einem runden Ganzen und lässt einen schockiert zurück.

Die Autorin, die hier unter Pseudonym schreibt, ist sicher einigen bekannt als Leona Deakin, als die sie bereits eine erfolgreiche Thriller-Reihe veröffentlicht hat. Sie ist Psychologin und hat viele Jahre als Profilerin für die Polizei gearbeitet, was mich bezüglich der Authentizität noch mehr verstört hat.

Fazit: Ein durchweg spannender und sehr beunruhigender Thriller, den ich bis zur Aufklärung nicht mehr aus der Hand legen konnte. Unbedingt lesen!

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Veröffentlicht am 04.06.2025

Potenzial nicht ganz ausgeschöpft

Little White Lies
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Ich würde ein Leben inmitten der Reichen und Schönen definitiv gern mal ausprobieren wollen. Ob es mich auf Dauer glücklich machen würde, kann ich nicht sagen. Unsere Protagonistin Sawyer bekommt zumindest ...

Ich würde ein Leben inmitten der Reichen und Schönen definitiv gern mal ausprobieren wollen. Ob es mich auf Dauer glücklich machen würde, kann ich nicht sagen. Unsere Protagonistin Sawyer bekommt zumindest die Chance. Ihr wird eine große Summe Geld versprochen, wenn sie für ihre Großmutter an der Debütantinnensaison teilnimmt. Nichts leichter als das, easy peasy Geldmacherei, denkt sie. Doch so leicht wird es nicht werden.

Man merkt relativ früh, dass Sawyer nicht in die versnobte Gesellschaft hineinpasst. Sie ist direkt, frech und bringt sich gern in Schwierigkeiten. Dennoch findet sie in ihrer Cousine und deren Freundin Gleichgesinnte. Zu Beginn war ihr Charakter ein wenig anstrengend, jedoch ist sie mir im Laufe der Story sehr ans Herz gewachsen. Denn hinter der harten Schale steckt ein weicher Kern. Sie konnte sich in komplizierten Situationen behaupten und den Gefahren dieser übertriebenen Alles-ist-toll-Welt strotzen.


Auch die vielen weiteren Protagonisten waren gut ausgearbeitet, besonders Cousine Lily. Sie ist trotz Glamour und Reichtum auf dem Teppich geblieben und wird Sawyer zu einer engen Verschworenen.

Hin und wieder, gerade in der Mitte des Buches, fand ich die Story ein wenig flach. Die Autorin hätte hier durchaus mehr Potenzial gehabt, die Spannung in die Höhe zu schrauben. Das habe ich bereits bei ihrem Debütroman "Inheritance Games" kritisiert. Barnes fehlt noch immer das gewisse Etwas, um die Spannung auf einem Level zu halten. Es gibt zu viele Aufs und Abs, aber keine kontinuierliche Kurve, die die Story am Laufen hält. Meistens plätschert die Geschichte sanft vor sich hin, mit nur wenigen Highlights. Der Anfang hingegen versprach deutlich mehr. Es wurden Theorien aufgestellt, man fragte sich andauernd „wo führt das Ganze hin“. Doch dann flachte es ab. Leider. Erst kurz vor Schluss ergaben viele Sachen Sinn, die Rätsel wurden gelöst und das Ganze endete in einem überraschenden Finale.

Fazit: Da es sich bei dem Buch um eine Reihe handelt, hoffe ich, dass die Spannung in den weiteren Büchern noch steigen wird. Ich empfehle das Buch dennoch gern weiter, besonders an junge Erwachsene, die in das Genre einsteigen möchten.

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Veröffentlicht am 31.05.2025

Gänsehaut-Feeling und Spannung pur!

Her Last Summer – Eine verschwundene Frau. Eine Reise ohne Wiederkehr.
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Als Dokumentarfilmerin erlangte Cassidy mit ihrem letzten Film Berühmtheit. Grund genug für Luke, sie aufzusuchen und seine Geschichte zu den Geschehnissen vor zwanzig Jahren zu erzählen, als seine Freundin ...

Als Dokumentarfilmerin erlangte Cassidy mit ihrem letzten Film Berühmtheit. Grund genug für Luke, sie aufzusuchen und seine Geschichte zu den Geschehnissen vor zwanzig Jahren zu erzählen, als seine Freundin Mari beim Wandern im thailändischen Dschungel spurlos verschwand. Er selbst wurde damals erst Wochen später gefunden und erinnerte sich nur noch daran, dass ein fremder Mann Mari entführt hat. Doch der Polizei kam das seltsam vor, und bis heute wird vermutet, dass Luke Mari getötet hat. Er bittet Cassidy um Hilfe bei der Lösung des immer noch ungeklärten Falls. Cassidy ist sowohl von der Story als auch von Luke selbst begeistert. Die beiden reisen also an den Ort des Geschehens, um das Verschwinden zu rekonstruieren. In Thailand kommen Cassidy Lukes Schilderungen jedoch seltsam vor und sie verliert immer mehr das Vertrauen in ihn. War es ein großer Fehler, ihre Hilfe anzubieten?

In der ersten Hälfte des Buches geht es zunächst um den Podcast, der über die Geschichte von Luke und Mari berichtet. Hier erleben wir als Leser zum ersten Mal die Geschehnisse des Backpacking-Trips vor zwanzig Jahren. Lukes Schilderungen der Vergangenheit sind gekonnt in die Geschichte verwoben, und die Darstellung Lukes durch die Autorin lässt einen nie ganz sicher sein, ob man ihm vertrauen kann. Cassidy hingegen ist eine mutige und sympathische Protagonistin, deren Enthusiasmus ich bewundert habe. Sie wollte unbedingt die Wahrheit herausfinden, auch wenn sie dabei selbst in große Gefahr geriet. Als die Handlung dann endlich nach Thailand verlegt wird, macht sich dies auch direkt in der Spannung bemerkbar. Nicht, dass das Buch bisher langweilig war. Es geht praktisch von der Theorie in die Praxis über und der Leser erlebt die damalige Wanderung durch den Dschungel Thailands hautnah und unglaublich real mit. Was mit einem normalen Trip beginnt, endet für Cassidy in einem Albtraum, aus dem ich ihr zu gerne rausgeholfen hätte.

Freud hat einen bildgewaltigen und ausdrucksstarken Schreibstil, mit dem sie mich voll abgeholt hat. Die Thailand-Atmosphäre hat sie perfekt eingefangen und authentisch dargestellt. Die Spannung und die zunehmende Bedrohung sind greifbar und ich war emotional total in der Story gefangen. Mit jeder Seite steigerte sich mein flaues Gefühl im Magen und dennoch konnte ich einfach nicht aufhören weiterzulesen, weil ich unbedingt erfahren wollte, wie es für Cassidy ausgehen wird. Dazu die angespannte Atmosphäre, die Abgeschiedenheit und die noch unerforschte Wildnis des Dschungels. Mein Körper war überzogen von Gänsehaut - ganz großes Kino! (Kann ich mir übrigens super gut auf großer Leinwand vorstellen.)

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