Profilbild von Reebock82

Reebock82

aktives Lesejury-Mitglied
offline

Reebock82 ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit Reebock82 über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 07.10.2022

Kurzweilig, humorvoll und unterhaltsam

Die Ladys von London - Lady Prudence und der verwegene Lord
0

Inhalt

Prudence Schwester Sophia soll den benachbarten Lord Knave heiraten, eine lukrative Verbindung für beide Familien. Als Prudence den jungen Mann jedoch dabei belauscht, wie er ein Treffen mit einer ...

Inhalt

Prudence Schwester Sophia soll den benachbarten Lord Knave heiraten, eine lukrative Verbindung für beide Familien. Als Prudence den jungen Mann jedoch dabei belauscht, wie er ein Treffen mit einer anderen Frau arrangiert, läuten alle Alarmglocken. Sollte sich der Auserwählte ihrer Schwester etwa als Schwerenöter entpuppen? Kurzerhand stellt Prudence Nachforschungen an und muss feststellen, dass sie sich gewaltig in dem Lord getäuscht hat.


Meinung

"Solche Bücher sind so vorhersehbar." Erst vor kurzem wieder habe ich mit einer Freundin darüber gesprochen. Antworten kann ich da nur: ja, natürlich. Wer Überraschungen will, sollte besser Krimis, als Regency-Romanzen lesen. So ist auch das Ende dieses Buches für niemanden unerwartet. Und trotzdem kann ich behaupten, dass es gut ist. Kann es sogar guten Gewissens weiterempfehlen. Vorausgesetzt, man liest so etwas gerne.

Was diese Art Bücher ausmacht ist die Handlung an sich und vor allem die Figuren. Wenn mich das Buch gut unterhält, die Figuren sympathisch sind und die Dialoge mich zum Schmunzeln oder sogar Lachen bringen, dann ist es in meinen Augen (jedenfalls was dieses Genre betrifft) ein gutes Buch. Und diesem Auftakt-Band der Reihe ist das gelungen.

Prudence, Lord Knave, Sophia und die anderen Figuren sind sympathisch. Sie tragen durch eine unterhaltsame, kurzweilige Geschichte, die vor allem von den spritzigen Dialogen zwischen Lord Knave und Prudence getragen wird.

Der Stil und die Handlung haben dafür gesorgt, dass ich das Buch gerne gelesen und mich auf die nächsten Kapitel gefreut habe. Ein gutes Zeichen. Die Romantik kommt natürlich auch nicht zu kurz und das obligatorische Drama zum Ende hin ist schnell und stimmig gelöst.

Einen tieferen Sinn oder große Weisheiten sollte man nicht erwarten. Der Roman ist einfach gemütlich. Warum er allerdings "Die Ladys von London" heißt, ist mir ein echtes Rätsel, denn der Roman spielt nicht eine einzige Sekunde in der britischen Hauptstadt. Wahrscheinlich hat man sich gedacht, dass das irgendwie verlockender klingt, da auch "My Sister's Intended" (der Originaltitel) tatsächlich nur schwer in prägnanten und attraktiven Worten übersetzbar ist.


Fazit

Das Buch hält, was Cover, Titel und Klappentext, sowie das Genre versprechen: eine entspannte Romanze, gespickt mit angenehmem Humor.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 03.10.2022

Spionieren übt sie noch

Die Saphirkrone
0

Inhalt

Prinzessin Gemma ist eine Spionin. Nach außen gibt sie die oberflächliche Prinzessin, doch heimlich begibt sie sich auf Missionen. So wie jetzt. In einer Miene in Blauberg möchte sie herausfinden, ...

Inhalt

Prinzessin Gemma ist eine Spionin. Nach außen gibt sie die oberflächliche Prinzessin, doch heimlich begibt sie sich auf Missionen. So wie jetzt. In einer Miene in Blauberg möchte sie herausfinden, wer den wertvollen Zährenstein stielt, der seit einiger Zeit dort verschwindet. Dabei deckt sie eine große Verschwörung auf, die sie an den feindlichen Königshof von Morta und in die Arme eines Prinzen schickt.


Meinung

Puh, das waren mal harte Lesestunden. Nachdem ich mich durch den Informations-Dschungel des ersten Drittels gekämpft hatte, habe ich auf Besserung gehofft, die sich aber nicht wirklich eingestellt hat. Dieses Buch ist ein Musterbeispiel dafür, wie man sehr viel erklären und nichts passieren lassen kann.

Man beginnt mit Gemmas Spionagemission in Blauberg. Während sie aus der Ich-Perspektive seitenlange Erklärungen darüber abgibt, wer sie ist, was sie tut und wie ihre Welt funktioniert, begleitet man sie bei ihrer Arbeit, bei der sie nicht wirklich spioniert und vor allem auch alles andere als unauffällig ist. Zudem wundert es mich gewaltig, dass sie nicht längst tot ist, so wenig, wie sie nachdenkt. Aber gut.

Aus eher fadenscheinigen Gründen rettet sie dann ihren Erzfeind, Prinz Leonidas aus Morta, der dann später sie rettet und an seinen Königshof mitnimmt. Weil... ja ähm... Geheimnis. Gemma stört das nicht wirklich, denn sie sieht ihre Chance und erklärt einmal mehr lang und breit, warum sie unbedingt am feindlichen Königshof bleiben muss. Auf mich wirkten diese Begründungen, die sie dann noch einmal für ihren Vater und ihre Leibwächterin wiederholt (man liest sie als Leser also im Endeffekt dreimal), eher wie ein Mittel zum Zweck, das die Autorin nutzt, damit die Geschichte so weiter geht, wie sie es sich vorstellt.

Also spioniert Gemma dann am Königshof, wo sie natürlich auch einige Intrigen aufdeckt. Wirklich umsichtig geht sie dabei nicht vor und obwohl es die eine oder andere spannende Stelle gab, habe ich nie mitgefiebert.

Auch hier erklärt die Autorin lieber noch einmal, als dass sie ihre Figuren handeln lässt. So wird zum Beispiel bei jeder Begegnung des Prinzen erwähnt, dass Gemma ihn irgendwie anziehend findet, er aber ihr Erzfeind ist und sie verraten hat und sie ihn deshalb nicht mögen darf. Oder es gibt eine Handlung, die dann im Nachhinein noch erklärt wird, anstatt sie einfach wirken zu lassen. Lieber erklärt die Autorin, wie gut Gemma doch als Spionin ist, wie nett jene Person ist und wie loyal die andere. Ich hätte mir gewünscht, dass ich das durch die Handlungen der Figuren nachvollziehen kann.

Dieser Stil ist das größte Problem, das ich mit dem Buch hatte und das dafür gesorgt hat, das ich es nicht gerne gelesen habe. Die vielen Erklärungen und Beschreibungen sorgten bei mir für Langeweile und haben mich immer wieder aus dem Geschehen gerissen. Anstatt bei einer spannenden Stelle dranzubleiben, kommt man trotz Ich-Perspektive plötzlich in die Position eines Beobachters und wird so auf Abstand genommen, während Gemma einem alles noch einmal erklärt. Ihre Gefühle, die Gefühle der anderen und natürlich die Geschehnisse.

Von einiger Entfernung aus betrachtet man dann auch die Figuren, denen es an Tiefe fehlt. Die Autorin war darum bemüht, keine einfachen Bösewichte in die Geschichte zu setzen, sondern ihnen Grauabstufungen zu geben, die bei mir jedoch nicht wirklich angekommen sind. Dafür haben sie zu viele grausame Dinge getan, als dass sie dann mit einer freundlicheren Handlung plötzlich nicht mehr ganz so Böse wirken. Eigentlich schade, denn der Ansatz, die "Bösen" nicht nur böse sein zu lassen, gefällt mir gut und bringt interessante Aspekte in ein Buch. Hier es es nur leider nicht gelungen. Am Ende hat es dazu geführt, dass mir keine der Figuren so wirklich sympathisch war.


Fazit

Mir hat "Die Saphirkrone" nicht gefallen und ich kann es auch nicht weiterempfehlen. Der Klappentext klingt super und die Idee ist eigentlich toll. Leider ist die Umsetzung das genaue Gegenteil. Ausschweifende Erklärungen machen das Geschehen unnahbar und oft auch redundant, denn auf jede Handlung folgt noch die passende Erklärung, sodass es keinen Spielraum für die eigene Fantasie oder Interpretation gibt. Muss man nicht gelesen haben.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 26.09.2022

Nanny Clegg

The Secrets we share
0

Inhalt

Sein ADHS hat Alex schon in viele Schwierigkeiten gebracht. Nun jedoch hat er mit einer Schlägerei in einem Pub das Fass zum Überlaufen gebracht. Noch ein Fehltritt und die Produzenten seiner Serie ...

Inhalt

Sein ADHS hat Alex schon in viele Schwierigkeiten gebracht. Nun jedoch hat er mit einer Schlägerei in einem Pub das Fass zum Überlaufen gebracht. Noch ein Fehltritt und die Produzenten seiner Serie lassen rechtliche Konsequenzen folgen.

Um ihn vor weiteren Problemen zu bewahren wird ihm eine Aufpasserin an die Seite gestellt.

Lauren Clegg hat einen auslaugenden Job als Psychiaterin in der Notaufnahme hinter sich gelassen und das Burnout nagt an ihr. Doch nur schlecht kann sie ihrem verhassten Cousin einen Gefallen verwehren. Vor allem, wenn so viel Geld im Spiel ist.

So treffen mit der stillen Lauren und dem Energiebündel Alex Welten aufeinander.


Meinung

Auf Alex Geschichte habe ich mich nach Band eins sehr gefreut, da sie schon ein bisschen angedeutet wurde. Besonders positiv überrascht war ich von der Tatsache, dass trotz der vielen Parallelen zum ersten Teil doch eine ganz andere Liebesgeschichte entstanden ist.

Klar, die Hauptfiguren haben wieder ihre Päckchen zu tragen, die ihnen nicht nur einmal im Weg stehen. Doch anstelle der schnellen und heißen Liebesgeschichte aus Band eins, fesselt dieses Buch vor allem mit seiner Slow-Burn Romantik, die mich das Buch nicht mehr aus der Hand legen ließ. Jede Szene könnte nun endlich DIE sein. Der erste Kuss.

Slow-Burn bedeutet jedoch nicht, dass die Handlung langweilig wäre. Ja, man muss im Vergleich zu Band eins wirklich lange auf den ersten Kuss warten, aber die vielen spritzigen Dialoge und vor allem auch Alex Art ließen mich nicht einmal ungeduldig werden.

Die persönlichen Probleme der beiden wurden Seite für Seite offen gelegt und die Autorin hat offensichtlich viel Mühe in ein dreidimensionales Bild ihrer Figuren gesteckt. Um so mehr war es schade, dass die Lösung(en) am Schluss relativ schnell kamen. Ich will ja auch kein Drama lesen, aber wenn so schwerwiegende und komplexe Themen schon so detailliert aufgebaut werden, dann sollten sie nicht auf ein paar wenigen Seiten am Ende bearbeitet werden.

Wirklich gut fand ich, dass zwischen den Kapiteln sehr viel weniger Drehbücher und FanFiction war. Übersprungen habe ich sie trotzdem.

Auf ein Cameo der Hauptfiguren von Band eins hofft man mehr oder weniger vergeblich. Von Marcus bekommt man immer mal wieder etwas zu sehen, doch April erscheint nicht.



Fazit

Eine gelungene Fortsetzung die mir wieder viel Spaß gemacht hat. Das Buch lässt sich, wie schon Band eins, flüssig und schnell lesen und die Figuren sind super.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 24.09.2022

Queere RomCom

Royal Blue
0

Inhalt

Alex ist der Sohn der amtierenden Präsidentin der USA. Als er seinem Erzfeind Henry, dem Prinz von England, begegnet, fliegen die Funken...äh... Fetzen. Henry erweckt ungeahnte Gefühle in Alex. ...

Inhalt

Alex ist der Sohn der amtierenden Präsidentin der USA. Als er seinem Erzfeind Henry, dem Prinz von England, begegnet, fliegen die Funken...äh... Fetzen. Henry erweckt ungeahnte Gefühle in Alex. Doch können sie ihnen in ihren Positionen nachgeben?



Meinung

Mit viel Vergnügen habe ich die Geschichte um Alex und Henry verfolgt. Das Buch greift zwar recht tief in die Klischee-Kiste, doch meiner Meinung nach gibt es noch viel zu wenig queere Klischee-Romanzen. Mich hat das also nicht sonderlich gestört.

Alex ist eine sympathische Hauptfigur, der sehr impulsiv handelt und dafür mehr als einmal ins Fettnäpfchen tritt. Seine Art zu leben hat etwas inspirierendes. Er denkt weniger nach, ohne jedoch völlig kopflos draufloszurennen. Er ist ein Draufgänger, ohne den Abenteuer-Kick in gefährlichen Manövern zu suchen. Er ist offen und lässt sich auf Dinge ein, ohne diese zu zerdenken. Da ich eher das Gegenteil bin, hat mich Alex' Art mehrfach angeregt, selbst ein wenig lockerer zu werden und einfach mal zu machen.

Der Chaot Alex trifft dann auf den zugeknöpften Prinz Henry, der alles bis ins Kleinste plant, überdenkt und generell zurückhaltend und vorsichtig durchs Leben geht.

Was die beiden verbindet? Die zum Teil schwierigen Familienverhältnisse, in denen sie leben. Die Suche nach einem festen Halt, nach einer Person, bei der sie sein können, wie sie sind, eine Person, die sie auffängt.

Das ist eines der Hauptthemen dieses Buches. Ja, es geht auch um Liebe, aber viel mehr geht es darum, jemanden zu haben beziehungsweise zu finden, mit dem man Sorgen und Ängste teilen kann. Eine Person, die einem zur Seite steht, wenn schwierige Aufgaben anstehen. Die einem den Rücken stärkt.

Glücklicherweise stützt sich diese Suche nicht ausschließlich auf die Liebe für's Leben, sondern auch auf die anderen Menschen, mit denen Alex und Henry zu tun haben. Auf Alex Seite sind das seine geschiedenen Eltern, eine wahnsinnig coole Schwester, sowie eine grandiose beste Freundin. Auf Henry's Seite ist es seine Schwester.

Alle diese Nebenfiguren schillern farbenfroh und bereichern den Roman ungemein. Sie sind zwar nicht wahnsinnig tiefgründig, doch ihre Persönlichkeiten treten deutlich hervor und tragen zu diesem Wohlfühlroman bei.

Anzumerken ist, dass sich handlungstechnisch insgesamt eher wenig tut. Alles dreht sich um den Wahlkampf von Alex' Mutter, wenn nicht gerade die Beziehung von Alex und Henry im Fokus steht. Das hat manchmal zu kleineren Längen geführt.

Glücklicherweise hat der Stil für den nötigen Schwung gesorgt, sodass man auch durch langatmigere Stellen schnell durchgekommen ist.

Das Drama ist hart und heftig, aber auch recht schnell gelöst, sodass man als Leser nicht ewig auf die Folter gespannt wird.



Fazit

Durch die ernergiegeladene Hauptfigur Alex hat dieses Buch viel Schwung. Die Nebenfiguren überzeugen ebenso, wie die zuckersüße und extrem kitschige Liebesgeschichte. Mich hat der Roman gut unterhalten und ich kann ihn nur weiterempfehlen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 02.09.2022

So bunt wie sein Cover

Yadriel und Julian. Cemetery Boys
0

Inhalt

Dieses Jahr ist es soweit: Yadriel wird endlich ein Brujo. Gegen den Willen seiner Community vollzieht er heimlich das Ritual, das ihn in die Lage versetzt, umherirrenden Geistern den Weg ins Jenseits ...

Inhalt

Dieses Jahr ist es soweit: Yadriel wird endlich ein Brujo. Gegen den Willen seiner Community vollzieht er heimlich das Ritual, das ihn in die Lage versetzt, umherirrenden Geistern den Weg ins Jenseits zu zeigen. Dabei stolpert er über Julian, den Geist eines kürzlich verstorbenen Teenagers. Gemeinsam versuchen sie, Julians Tod und den eines Community Mitglieds aufzuklären, sodass Yadriel Julian ins Jenseits entlassen und den anderen Brujx so beweisen kann, dass er ein echter Brujo ist.



Meinung

"Yadriel & Julian" ist eines dieser Bücher, die schon seit längerer Zeit durch die Blogger-Welt geistern (hehe). Zuerst die amerikanische Original-Ausgabe, nun auch diese wunderschöne Ausgabe wurden in höchsten Tönen gelobt. Ich muss sagen, dass mich vor allem das Cover magisch angezogen hat, wie wahrscheinlich die meisten anderen Leser auch.

Man wird gleich mitten hineingeworfen, in die geheimnisvolle Welt der Brujx, einer Latinx-Gemeinschaft, die sich um die Geister der Toten und das Heilen von Kranken kümmert. Von Santa Muerte, der Schutzheiligen des Todes, sind sie mit magischen Fähigkeiten ausgestattet. Es geht auf den Día de los Muertos zu, den höchsten Feiertag für die Brujx, an dem sie auch ihre verstorbenen Liebsten wiedersehen können. Es herrscht eine ganz besondere Atmosphäre, die sich durch das gesamte Buch zieht.

Für mich plätscherte die Handlung ein bisschen vor sich hin. Mir ist zwischendurch einfach zu wenig passiert. Das lag vielleicht daran, dass es für die beiden Protagonisten nicht wirklich ein Ziel gab. Es ging eigentlich nur darum, dass Julian sicherstellen wollte, dass es den Menschen, die ihm wichtig sind, gut geht. Die mysteriösen Umstände seines Todes kommen zwar immer wieder zur Sprache, doch so wirklich versuchen Julian und Yadriel nicht, diesen aufzuklären.

Trotzdem war es schön, Yadriel und Julian auf ihrem Weg zu begleiten und sie dabei erleben zu dürfen, wie sie langsam Vertrauen zueinander fassen. Dabei macht vor allem Yadriel eine ordentliche Entwicklung durch, die sich stimmig in den Rest der Handlung einpasst.

Die Geschichte aus der Sicht einer trans* Person lesen zu dürfen macht dieses Buch in meinen Augen zu etwas ganz Besonderem und damit auch unbedingt lesenswert. Das Thema steht zwar mit im Vordergrund, teilt sich den Platz dort aber mit dem Rest der Handlung, was zu einer guten Mischung führt. Es artet nicht in dramatische Passagen aus, oder beschäftigt sich ausschließlich mit Yadriels Trans-Identität. Vielmehr zeigt das Buch die Schwierigkeiten und Probleme auf, mit denen er aufgrund seiner Identität konfrontiert ist und begleitet ihn auf dem Weg hin zu mehr Selbstbewusstsein.

Für mich als nicht-queere Person hat dieses Buch gute Einblicke in die Lebenswelt queerer und insbesondere Trans-Personen gewährt und dabei trotzdem noch eine unterhaltsame Fantasy- und Liebesgeschichte erzählt. Eine gute Mischung.



Fazit

Unterhaltsamer Roman mit spannendem Showdown, toller Atmosphäre und sympathischen Protagonisten. Über einen etwas langsameren Erzählstil kann man gut hinwegsehen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere