Das neue Buch „00-Laschet“ von David Safier, erschienen beim Rowohlt Kindler Verlag, kam genau zur rechten Zeit für mich. Nach zuletzt sehr intensiven und tiefgründigen Lektüren brauchte ich ...
Das neue Buch „00-Laschet“ von David Safier, erschienen beim Rowohlt Kindler Verlag, kam genau zur rechten Zeit für mich. Nach zuletzt sehr intensiven und tiefgründigen Lektüren brauchte ich einfach einmal etwas Leichtes, zum Amüsieren, Entspannen und Lachen. Das aber mit Niveau, wohlbemerkt! Politische Satire ist normalerweise nicht meins, aber da Safier mittlerweile einen hervorragenden Ruf als Buchautor genießt, war ich einfach auch neugierig auf ihn, ich hatte noch kein Buch von ihm gelesen. Eins vorweg: Selten haben mich 277 Seiten in einem Taschenbuch so amüsiert und klasse unterhalten wie dieses! Meine Lachsalven wollten einfach nicht enden, ich fühlte mich aufs Köstlichste unterhalten. Mit „00-Laschet“ hat David Safier für mich einen Volltreffer gelandet. Schon nach wenigen Seiten war ich mitten im Geschehen und ich habe mich vorzüglich amüsiert. Im Roman geht es um den CDU-Politiker Armin Laschet, der nach seiner gescheiterten Wahl zum Bundeskanzler nun eine neue Karriere als Bundespräsident startet. Doch während er davon träumt, sich eine gemütliche Amtszeit auf Schloss Bellevue zu machen, wird „voller Einsatz“ von ihm verlangt, denn er soll nun quasi in geheimer Mission agieren und die Welt retten. Köstlich! Dabei kommt es zu den absurdesten, urkomischen Situationen. An seiner Seite eine Top-Agentin, zum Piepen! Safier hat einfach einen sehr eigenen, ganz unverwechselbaren Humor, den er in seiner köstlich überdrehten Geschichte pointiert und charmant einzusetzen vermag. „Treffsicher“ werden politische Spitzen klug in den einzelnen Passagen gesetzt, lebhafte Dialoge sorgen dabei für ein rasantes und spritziges Erzähltempo. Der Schreibstil bleibt im gesamten Buch locker und lädt einfach dazu ein, immer weiterzulesen. Mich hat David Safier als Autor mit seinem Buch vollständig überzeugt und in mir nun einen neuen Fan gewonnen, ich freue mich bereits auf sein nächstes Werk. Dieses hier hat mich wirklich begeistert und meine Lachmuskeln bestens trainiert!
„Die vergessene Tochter“ der Autorin Soraya Lane ist der siebte Band der „Töchter-Reihe“, herausgegeben beim Knaur Verlag. Ich habe bereits mehrere davon gelesen, war von jedem sehr angetan, und auch dieses ...
„Die vergessene Tochter“ der Autorin Soraya Lane ist der siebte Band der „Töchter-Reihe“, herausgegeben beim Knaur Verlag. Ich habe bereits mehrere davon gelesen, war von jedem sehr angetan, und auch dieses Buch hat wieder einmal für wunderschöne Lesestunden bei mir gesorgt. In jedem Band führt die neuseeländische Schriftstellerin in ein anderes Land, diesmal ins malerische Norwegen mit seinen hinreißenden Fjorden und beeindruckenden Naturlandschaften. Die intensiven Beschreibungen von Natur, Land und Landschaft ist ein herausragendes stilistisches Merkmal von Soraya Lane, sie versteht es meisterlich, einen in ein anderes Land zu katapultieren. Das andere ist die gefühlvolle Art, Emotionen und Stimmungen zu beschreiben, und dabei ihre Protagonistin, das ist stets eine Frau, ein Schicksal durchleben zu lassen und dabei weiterzuentwickeln. So auch in diesem Roman, der traditionell wiede auf zwei Ebenen erzählt wird. Die Vergangenheit, 1950, schildert das Schicksal der jungen Amalie in Norwegen, die, umgeben von der Schönheit der Fjorde, sich unsterblich in den charismatischen Studenten Oskar verliebt. Ihre Liebe steht jedoch unter keinem guten Stern, denn seine wohlhabenden Eltern planen eine große Zukunft für ihn, in der sie als einfache Köchin nicht hineinpasst. In der Gegenwart wird die Geschichte der Chefköchin Charlotte in London erzählt. Früh musste sie lernen, auf eigenen Beinen zu stehen, die Großmutter zog sie weitestgehend groß, da die Mutter die Familie von heute auf morgen einfach so verließ. Das Verhältnis zum Vater ist angespannt, nur der Bruder und ihre Oma geben ihr emotionalen Rückhalt, zu ihnen pflegt Charlotte ein inniges Verhältnis. Nun kommt ein geheimnisvolles Kästchen ins Spiel, wie in jedem Buch der Autorin. Darin befinden sich Diamantring, ein norwegisches Wappen, und ein Foto. Welches Familiengeheimnis sich dahinter verbirgt, und was das alles mit ihrer Urgroßmutter Amalie zu tun hat, möchte Charlotte nun unbedingt erfahren. Die Recherche führt sie nach Norwegen, ihre ehemalige Heimat, wo eine aufreibende hochemotionale und äußerst spannende Reise tief in die Vergangenheit ihrer Familie führt. Damit verknüpft wird dann aktuell auch noch eine komplizierte Liebesgeschichte. Ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen, die knapp 350 Seiten lasen sich wie im Fluge. Wer gerne Bücher liest, die sich rund um Familiengeheimnisse ranken, dabei gerne an den emotionalen Hochs und Tiefs der Protagonisten teilnimmt, wird an dieser Buchreihe seine Freude haben. Das Schöne ist, dass die Autorin Soraya Lane dabei sehr intensiv am Gefühlsleben ihrer Figuren teilhaben lässt, man spürt an der feinfühligen Schreibfeder der Schriftstellerin, dass sie weiß, worüber sie schreibt. Dabei gleitet sie nicht ins Kitschige ab, sondern bleibt trotz aller Dramatik und Hochemotionalität immer glaubhaft
„Feine Risse“ von Elisa Hoven ist ein Buch, das mich sehr gefesselt hat und noch lange in mir nacharbeitete. Die insgesamt 282 Seiten waren so faszinierend, dass sie sich wie im Fluge lasen. Es ist ein ...
„Feine Risse“ von Elisa Hoven ist ein Buch, das mich sehr gefesselt hat und noch lange in mir nacharbeitete. Die insgesamt 282 Seiten waren so faszinierend, dass sie sich wie im Fluge lasen. Es ist ein außergewöhnliches Werk, erschienen im S. Fischer Verlag, in dessen Mittelpunkt die Strafverteidigerin Eva Herbergen aus Berlin steht. Die berufserfahrene Juristin nähert sich dem Rentenalter. Spät heiratete sie den feingeistigen Literaturprofessor Peter, die Ehe blieb kinderlos. Das Paar führt ein offensichtlich überaus harmonisches Eheleben, tiefgründige Gespräche prägen das Miteinander, beide scheinen sich hervorragend zu ergänzen. Sozial scheinen sie sicher in einem festen Freundeskreis verankert zu sein. Sie, die kluge, ehrgeizige und rastlose Analystin, Er, der „Feingeist“ und ausgleichende Ruhepol. Ais ihrer Sicht geschrieben, stellt die Protagonistin Eva insgesamt acht recht spektakuläre Fälle vor, mit deren Mandat sie betraut wurde. Da geht es um Trunkenheit am Steuer, die zum Tod eines Kindes führt, eine geführte Bergtour mit einem tödlichen Absturz, eine Kindsentführung mit Lösegeldforderung, einen tödlichen Schuss am Filmset… Dass die Autorin selbst Professorin für Strafrecht ist, spürt man hier zweifelsohne. Mir machte das Lesen vor allem so Spaß, weil im Buch komplett auf Fachtermini oder Fachsimpelei verzichtet wurde und stattdessen durch überraschende Wendungen punktete. Zudem gefielen mir die psychologisch hervorragend herausgearbeiteten inneren Konflikte der Hauptfigur Eva und deren Auseinandersetzungen über Sinnfragen wie Schuld, Wahrheit, Lüge und Recht. Ohne Zweifel geht es Elisa Hoven im Buch nicht um die Schilderung von Straftaten und deren rechtliche Aufdröselung, vielmehr legt die Autorin Finger in die Wunden von Rechtsprechung, der Grauzonen zwischen Recht und Gerechtigkeit und dem eigenen Rechtempfinden, den Lücken im System. Diese bringen auch die erfahrene und ambitionierte Strafverteidigerin Eva nicht nur einmal an ihre Grenzen. In ihrer Ambivalenz zwischen der Rechtsprechung und ihrem persönlichen Empfinden von Recht spielt sie sogar mit dem Gedanken, ihren Beruf vollständig aufzugeben und hat sogar schon die Kündigung vorbereitet. „Wer möchte schon jemand vertreten, der ein Kind getötet hat?“, sinniert sie an einer Stelle, während sie gleichsam mit sich hadert, dass sie manchmal denkt, auf der falschen Seite zu stehen. Aber auch in Evas scheinbar heilen Welt scheint es eine andere, eine dunkle Seite zu geben, in der die „feine Risse“ die immer spürbarer werden. Klug verwebt die Autorin hier den Fund eines Skeletts, das man beim Verkauf von Peters´ Elternhaus findet, in das Buchgeschehen. Getrieben von der Sucht nach Wahrheitsfindung kann Eva es einfach nicht lassen, auch hier hinter dem Rücken ihres Ehemannes zu recherchieren, was schlussendlich dann zu einem absoluten Überraschungsmoment führt. Insgesamt war das Buch für mich ein außergewöhnliches Leseerlebnis. Die Schriftstellerin begeisterte mich mit ihrem flüssigen, angenehmen und schnörkellosen Schreibstil und der klugen Entwicklung, die das Buch nimmt. Die acht Fälle waren interessant und glaubwürdig. Besonders gut gefallen hat mir die Art, wie die Autorin das Privatleben der Hauptfigur in die Handlung einfließen lässt und sich die Dramaturgie sukzessive steigert. Besonders die intensiven immer wieder eingestreuten Gedanken über das Älterwerden, von dem, was nach dem Renteneintritt noch kommt, Tod und Endlichkeit, Lügen und Verschweigen, boten reichlich Stoff zur Selbstreflexion. Auch über die Ambivalenz von Eva als Strafverteidigerin denke ich jetzt noch nach. Viele ihrer Gedankengänge konnte ich beim Lesen menschlich nachvollziehen, einige ihrer „Alleingänge“ haben mich manchmal aber auch fragend hinterlassen. Insgesamt war sie für mich eine sehr sympathische, überaus kluge Frau, die nicht nur professionell und knallhart ihren Beruf ausübt, sondern hinter der ganzen Fassade noch Mensch bleibt, der Fehler macht, und sich mit diesen auch innerlich auseinandersetzt. Auch wenn sie dabei nicht nur einmal manche Grenze überschritten hat. Ich habe mich manches Mal gefragt, wie ein Mensch diese inneren Zweifel und Ambivalenzen über Jahre hinweg aushalten kann, ich wäre definitiv emotional diesen Herausforderungen nicht gewachsen. Wer ein außergewöhnliches, herausforderndes Buch mit psychologischer Tiefe, klugen Wendungen, scharfen Beobachtungen und einer interessanten Dynamik sucht, das reichlich Platz lässt für Reflexion und ausgiebige Diskussionen, der dürfte seine Freude an „Tiefe Risse“ haben.
„Der Tote auf dem Kniepsand“ war mein erstes Buch, das ich von der Autorin Anna Johannsen gelesen habe. Sie hat bereits 12 Kriminalromane in der Reihe rund um die „Inselkommissarin“ Lena verfasst, diesen ...
„Der Tote auf dem Kniepsand“ war mein erstes Buch, das ich von der Autorin Anna Johannsen gelesen habe. Sie hat bereits 12 Kriminalromane in der Reihe rund um die „Inselkommissarin“ Lena verfasst, diesen Band 13 kann man aber ohne jegliches Vorwissen problemlos lesen. Verlegt vom Verlag Edition M (einem Imprint von Amazon Publishing,) deutet bereits ein Blick auf das Cover, das Meer und Watt zeigt, wo das Geschehen sich abspielt: Am Meer, genauer gesagt auf der Insel Amrum. Die 286 Seiten hatte ich in kürzester Zeit ausgelesen, zu gespannt war ich einfach, wer sich hinter den Straftaten verbirgt. Und das habe ich wirklich erst ganz zum Schluss erfahren und war echt total überrascht! Inhaltlich geht es um den 35-jährigen Dennis Claasen, den man tot am Amrumer Kniepsand auffindet. Ob Suizid oder Fremdeinwirkung, wird sich erst später bei den Ermittlungen klären. Rund um den Tod gibt es noch um einen Zweitstrang, einen Drogenhandel, der über die Nordsee im Bereich der Insel Amrum abgewickelt wird. Es macht den Anschein, dass sowohl der Tod des jungen Mannes als auch aufgefundene Drogenpakete miteinander zu tun haben, fragt sich nur wie? Organisierter Drogenhandel, Erbstreitigkeiten und individuelle Geldprobleme einiger Inselbewohner geraten ins Visier der Ermittlungsbehörden. Eine ganz schön knifflige Aufgabe für die Chefin Kommissarin Lena Lorenzen und ihre Kollegin Naya Olsen. Die beiden legen Fleiß, akribischen Ehrgeiz und Mut an den Tag, um mit ihren Nachforschungen voranzukommen. Puzzleteilartig kommen neue Indizien hinzu, die später dann aber teilweise wieder verworfen werden. Bis zum Schluss lässt einen die Autorin Rätselraten, legt auch raffiniert manch falsche Fährte, was dann den Krimi noch einmal etwas spannender gemacht hat. Neben klugen Wendungen hat das Buch dann besonders gepunktet bei mir durch die hervorragende Herausarbeitung der tragenden Figuren, Lena und Naya. Die beiden konnte ich mir charakterlich sehr gut vorstellen, sie werden sehr menschlich in ihrem Denken und Handeln beschrieben und wurden dadurch sehr greifbar für mich. Ihrer beider problematisches Privatleben wird geschickt in die Handlung eingearbeitet., aber dezent, nie übertrieben. Das hat das Buch für mich einen ganzen Hauch lebendiger gemacht, sonst wäre es mir vielleicht zu „ruhig“ für einen Krimi gewesen. Denn das Buch bleibt zwar inhaltlich durchaus spannend bis zum Schluss, hat aber ein relativ gemäßigtes Tempo. Für mich hätte der Spannungsaufbau noch einen Tick mehr hätte sein dürfen. Aber Ermittlungen gehen halt im realen Leben auch häufig etwas schleppend voran, so wird es dadurch auch wieder glaubhaft. An jedem noch so kleinen Ermittlungsschritt darf man teilhaben in diesem Buch, so war man quasi immer an der Seite der Kommissarinnen und auf dem Laufenden. Dabei waren die Handlungsstränge immer logisch und nachvollziehbar. Wer einen soliden Kriminalroman mit Inselflair und Lokalkolorit mag, der sich vom Tempo eher langsam entwickelt und dennoch spannend bleibt, mit klugen Wendungen überrascht, flüssig geschrieben ist in einem hervorragenden Schreibstil, ist mit diesem Buch gut beraten.
Ich habe „Au Revoir und Tschüss“ der Autorin Gudrun Lochte sehr gerne gelesen. Über die knapp 320 Seiten bin ich nur so „geflogen“, denn sie lasen sich so leicht und inhaltlich war es keine schwere Kost. ...
Ich habe „Au Revoir und Tschüss“ der Autorin Gudrun Lochte sehr gerne gelesen. Über die knapp 320 Seiten bin ich nur so „geflogen“, denn sie lasen sich so leicht und inhaltlich war es keine schwere Kost. Der erste optische Eindruck ist übrigens überwältigend. Selten habe ich ein so schönes Buch in der Hand gehabt. Der Vani-Verlag hat da wirklich auf jedes noch so kleine Detail geachtet. Es gibt einen Bucheinband, das (gemäldeartig) eine Frau zeigt, die ein trägerloses weißes Sommerkleid trägt. Ein ähnliches Motiv ziert dann in den gleichen zarten Farben (Hellblau und Weiß) zusätzlich noch das Buch selber. Ein passender hellblauer Farbschnitt, ein goldenes Lesebändchen, eine Illustration auf Pergament, ein Lesezeichen und eine Inspirationskarte veredeln dann den hochwertigen Gesamteindruck. Der Roman erzählt von Caroline (Caro), Mitte 40, verheiratet, Mutter von zwei erwachsenen Söhnen, die in einer Hochschulbibliothek arbeitet. Die Ehe steckt nach über 20 Jahren in einer Sackgasse. Man lebt nur noch nebeneinander - ihr Mann Holger bastelt ausschließlich an seiner beruflichen Karriere, während Caro den ganzen Haushalt schmeißt und sich um alles andere kümmert. Und so kommt es bei einem gemeinsamen Abendessen mit dem Vorgesetzten ihres Mannes, das Caro wieder einmal in kürzester Zeit aus dem Hemdsärmel zaubern musste, zum Eklat: Sie erkennt, dass sie so nicht mehr weitermachen möchte. Sie bucht eine mehrwöchige Sprachreise in Frankreich und landet im malerischen Städtchen Uzès. Diese Auszeit vom Zuhause möchte sie endlich einmal nur für sich nutzen. Autorin Gudrun Lochte beschreibt hier eine Lebenssituation, die viele Frauen kennen. Und hinnehmen. Hier fasst die Protagonistin Caro aber all ihren Mut zusammen, stellt ihr bisheriges Leben auf den Prüfstand und kommt in die Veränderung. Diese Reise nach Frankreich bedeutet für Caro auch eine Reise zurück in die Anfänge ihrer Liebe zu Holger und der Auseinandersetzung damit, warum die Liebe sich schrittweise aus ihrer Ehe verabschiedet hat. Malerisch beschreibt die Schriftstellerin den reizvollen Süden Frankreichs, man spürt förmlich, wie sehr die Buchautorin mit diesem Fleckchen Erde verbunden ist. Mich packte beim Lesen auch häufiger die Lust aufzubrechen und noch einmal etwas Neues spontan zu versuchen. Beim Lesen konnte ich förmlich den Duft der warmen Croissants au Chocolat, des dampfenden Milchkaffees oder des leuchtenden Lavendels wahrnehmen, den Flair von Straßencafés und reizvoll verwinkelten Gässchen verspüren, die vielen beschriebenen landestypischen Leckereien ließen mir oft das Wasser im Munde zerlaufen. Wie aufmerksam, dass Gudrun Lochte dann zum Schluss des Buches auch noch zwei schöne und einfache Rezepte zum Nachkochen präsentiert. Das hatte für mich eine besonders persönliche Note. Insgesamt erzählt die Autorin den Roman ruhig und unaufgeregt, es geschieht eigentlich nicht so wirklich viel, und dennoch konnte ich das Buch nur selten aus der Hand legen. Das Buch war in kurze Kapitel aufgeteilt, der Schreibstil eingängig und flüssig, der Druck angenehm. lesefreundlich. Für mich war es insgesamt betrachtet eine leichte Urlaubslektüre, die gerne für mich etwas mehr Tiefgang gehabt haben dürfte. Es schwächelte an manchen Stellen. So waren mir einige Zufälle zu konstruiert. Auch das ständige Abkürzen der Vornamen empfand ich als zu gewollt salopp. Und dass fortlaufend im gesamten Roman immer nochmal ausdrücklich erwähnt wurde, wenn zum Abschluss des Besuchs von Cafés, Restaurants oder Geschäften, abschließend noch bezahlt wurde…diese Wiederholungen fand ich stilistisch eher als störend und überflüssig. Ansonsten war es insgesamt ein unterhaltsames, gelungenes Buch für angenehme Lesestunden mit einem Hauch vom Flair Südfrankreichs.