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Veröffentlicht am 03.01.2026

Zwischen Verlust und Neubeginn

Das Jahr voller Bücher und Wunder
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"P.S. Ich liebe dich" von Cecelia Ahern habe ich geliebt und auch die Verfilmung mit Hilary Swank und Gerard Butler habe ich mir mehrmals angesehen und dabei viele Tränen vergossen. Der Grund, warum ich ...

"P.S. Ich liebe dich" von Cecelia Ahern habe ich geliebt und auch die Verfilmung mit Hilary Swank und Gerard Butler habe ich mir mehrmals angesehen und dabei viele Tränen vergossen. Der Grund, warum ich dies erwähne, ist, dass mich die beiden Bücher sehr stark aneinander erinnern. Beim Lesen hatte ich oft das Gefühl, dass auch Libby Page ein großer Fan von Cecelia Aherns Roman war und sich bis zu einem gewissen Grad daran orientiert hat.

Natürlich hat Libby Page keine Kopie des Buches erstellt, aber eine gewisse Ähnlichkeit ist auf jeden Fall vorhanden. Leider muss ich aber sagen, dass obwohl mir das Buch sehr gut gefallen hat, es im Vergleich ein wenig hinter Aherns Roman liegt.
Positiv hervorheben möchte ich auf jeden Fall den angenehmen und sehr flüssigen Schreibstil der Autorin. Ich konnte mich schnell in die Geschichte einfinden und mich mit den Charakteren vertraut machen. Tilly und Alfie sind zwei liebenswerte und leicht kauzige Protagonisten, die ich beide von Anfang an ins Herz schließen konnte. Sie sind sympathisch, man leidet mit ihnen und hofft, dass am Ende alles gut wird.

Holly Kennedy, die Hauptperson aus "P.S. Ich liebe dich" hat gleich wie Tilly in diesem Buch ihren Mann verloren und in beiden Büchern begleiten wir die Damen durch ihren Trauerprozess, dürfen aber auch immer wieder in ihre glückliche Vergangenheit eintauchen. Hierbei muss ich sagen, dass mich Hollys Trauer stärker berührt und mitgenommen hat als die von Tilly. Ich denke, dass liegt an der Art und Weise wie die beiden Autorinnen mit dem Thema umgehen und wieviel Raum sie der Trauer geben. Libby Page ist da meiner Meinung nach ein wenig zurückhaltender und legt den Fokus mehr auf den Blick nach vorne, auf das Danach.

Wie so häufig in Liebesromanen gibt es eine Mischung aus realistischen und authentischen Szenen und einigen bei denen man weiß, dass die Wahrscheinlichkeit, dass dies in der Wirklichkeit auch so passieren würde, recht gering ist. Manch eine oder einen mag das stören, ich finde es in Ordnung, solange diese Dinge sich gut in die Geschichte einfügen, kann ich mit ein wenig künstlerischer Freiheit sehr gut leben.

Das Hörbuch wird von Michaela Gaertner gelesen. Für mich war dies eine interessante und angenehme Erfahrung, denn ich mochte ihre Art zu lesen sehr gerne. Ihre Stimmfarbe und der Klang haben hervorragend zu dem Buch und dessen Inhalt gepasst. Michaela Gaertner hat dieses Buch mit viel Hingabe und Wärme gelesen und der Erfahrung dadurch noch etwas mehr Tiefe verliehen.
Das Hörbuch war eine durchwegs schöne Erfahrung und ich habe die elf Stunden wirklich sehr genossen. Da es vergleichbare Bücher gibt, die mir einen Ticken besser gefallen und mich vor allem emotional stärker angesprochen haben, gebe ich dem Buch nicht die Höchstnote. Eine Empfehlung für das Buch/Hörbuch möchte ich aber dennoch aussprechen, vor allem für all jene die Geschichten über Verlust und Hoffnung mögen.

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Veröffentlicht am 02.01.2026

Ein Roman für Fans von Lebensratgebern

Drei Tage im Schnee
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Es gibt Bücher, die sprechen einen auf die eine oder andere Weise an und man weiß, dass man sie unbedingt lesen möchte. Doch dann kommt immer was dazwischen und so ziehen die Wochen und Monate ins Land ...

Es gibt Bücher, die sprechen einen auf die eine oder andere Weise an und man weiß, dass man sie unbedingt lesen möchte. Doch dann kommt immer was dazwischen und so ziehen die Wochen und Monate ins Land und das Buch gerät in Vergessenheit. Bis es dann plötzlich wieder aus der Versenkung auftaucht. Mir ging es mit diesem Buch so, vielleicht, weil bisher einfach nicht der richtige Moment war, um dieses Buch zu lesen.
Autorin Ina Bhatter hat mit diesem Roman eine sehr kurzweilige Geschichte erschaffen, die durchaus gute Ansätze hat und zum Nachdenken anregen kann. Mir hat das Buch sehr gut gefallen und ich habe mich mit vielen Gedanken von Hannah identifizieren können. Aufgrund der doch eher überschaubaren Seitenanzahl habe ich das Buch quasi in einem Rutsch durchgelesen und hatte danach ein sehr angenehmes Gefühl.
Ich kann aber durchaus auch die kritischen Stimmen zu diesem Buch verstehen. Der Schreibstil der Autorin hat mir sehr gut gefallen und es wurde an keiner Stelle für mich langweilig oder langatmig. Eher im Gegenteil, viele Dinge gingen mir einfach zu schnell. Vor allem die Persönlichkeitsentwicklung von Hannah und die Erkenntnisse, die sie über ihr Leben in diesen drei Tagen trifft, kamen wirklich im Eiltempo daher. Wobei ich damit nicht sagen möchte, dass Ina Bhatter den Roman mehr in die Länge hätte ziehen sollen, aber vielleicht wäre ihr weniger doch mehr gewesen.
Ich persönliche habe durch dieses Buch jetzt keine großen neuen Erkenntnisse erhalten, aber zumindest wurden gewisse Dinge wieder aus dem Unterbewusstsein als Licht befördert. Achtsamkeit und Selbstreflexion sind wichtige Schlagworte, an denen man seit einigen Jahren nicht vorbeikommt und trotzdem vergisst man es hin und wieder.
Zusammenfassend möchte ich sagen, dass dieses Buch doch anders war, als ich es mir erwartet habe. Für meinen Geschmack war der Lebensratgeberanteil im Buch ein wenig zu dominant, darunter hat die eigentliche Handlung der Geschichte ein wenig gelitten. Ich denke, dass dieses Buch sehr gut zu Leser:innen passt, die auch ihre Freude an Büchern wie „Das Café am Rande der Welt“ von John Streckly haben.

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Veröffentlicht am 31.12.2025

Ermittlungen im Schatten der Erinnerung – kein typischer Cosy Crime

Der Tag, an dem Barbara starb
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Obwohl mir dieses Buch im Großen und Ganzen gut gefallen hat, muss doch gleich zu Beginn meiner Rezension ein paar warnende Worte sprechen. Denn, obwohl dieses Buch im Krimi Genre vermarktet wird und es ...

Obwohl mir dieses Buch im Großen und Ganzen gut gefallen hat, muss doch gleich zu Beginn meiner Rezension ein paar warnende Worte sprechen. Denn, obwohl dieses Buch im Krimi Genre vermarktet wird und es natürlich auch einen Kriminalfall gibt, muss ich sagen, dass wirkliche Krimifans hier nicht auf ihre Kosten kommen werden. Sogar Cosy Crime Fans könnten mit diesem Buch ihre Probleme haben.

Das außergewöhnliche Ermittlerduo war der Hauptgrund, warum ich mich für dieses Buch entschieden habe. Eine 89jährige mehr oder weniger rüstige englische Dame und ihr pubertierender Enkel, klangen einfach nach einem Spitzenteam. Sind sie auch, dies muss ich neidlos eingestehen. Sowohl Margaret als auch ihr Enkel James und vor allem ihr Unverständnis für die Handlungsweisen sind stellenweise wirklich äußerst amüsant und haben mich oft zum Schmunzeln gebracht. Die Art und Weise wie die beiden ermitteln hat mir ebenfalls sehr zugesagt.

Allerdings wird das die ganze Leichtigkeit und vor allem auch der Kriminalfall selbst von der Demenz der alten Dame überschattet. Autor Richard Hooton hat sich entschieden, den Roman aus Sicht von Margaret zu erzählen. Ein sehr mutiger Schritt meiner Meinung nach, aber auch einer der dem Leser oder der Leserin einiges abverlangt. Man lebt und leidet mit Margaret mit und weiß oft genau so wenig wie sie was nun Realität ist und was Einbildung. Phasenweise haben die Handlungen und Gedanken der Dame etwas Skurriles oder Groteskes und ab und zu hatte ich auch das Gefühl, dass die Krankheit mit zu wenig Respekt behandelt wird. Doch ich denke, dass die Art und Weise sehr gut zu den Gefühlen der betroffenen Person passen. In diesem Zusammenhang fand ich es auch sehr spannend, dass der Autor von seinen eigenen Erfahrungen zu diesem Roman inspiriert wurde. Die Großmutter von Richard Hooton litt unter Alzheimer und verstarb, als er ein noch ein Teenager war.

Der Schreibstil des Autors hat mich genauso angesprochen wie die Thematik des Buches. Da ich aber nicht darauf vorbereitet war in welche Richtung sich die Handlung entwickelt, bin ich mit falschen Vorstellungen an dieses Buch herangegangen und war ein wenig irritiert. Da ich eigentlich auf einen Cosy Crime Roman eingestellt war und diese Erwartungshaltung nicht zufriedenstellend erfüllt wurde, kann ich auch keine herausragende Bewertung für diese Buch abgeben.

Gesprochen wird das Hörbuch von Gabriele Blum. Soweit ich mich erinnern kann, habe ich bis dato noch nie ein Hörbuch gehört, welches von ihr gelesen wurde. In diesem Hörbuch hat ihre Stimme aber perfekt gepasst und sie hat es auf hervorragende Weise geschafft die Ängste, Zweifel, aber auch Freude der Hauptperson zu transportieren. Ich denke, dass gerade durch ihre Stimme die Emotionen sogar noch verstärkt wurden und mir dadurch so nah gegangen sind.

Abschließend möchte ich sagen, dass mir dieses Buch wirklich gefallen hat und mich insbesondere die Art und Weise wie hier Demenz dargestellt wird und vor allem auch wie die Angehörigen damit umgehen sehr beeindruckt hat. Leider rückten dadurch die Krimielemente zu sehr in den Hintergrund.

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Veröffentlicht am 30.12.2025

Von Frühling bis Winter: Geschichten, die verbinden

Yu-jins Bücherküche der großen Träume
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Bereits seit vielen Jahren finden sich viele japanische Romane auf meiner Leseliste und in der letzten Zeit kommen immer mehr Romane aus Korea dazu. Daher wusste ich bereits, worauf ich mich einlassen ...

Bereits seit vielen Jahren finden sich viele japanische Romane auf meiner Leseliste und in der letzten Zeit kommen immer mehr Romane aus Korea dazu. Daher wusste ich bereits, worauf ich mich einlassen würde. Dies meine ich nicht bezogen auf den Inhalt, sondern auf die Art und Weise wie hier die Geschichte erzählt wird.
Denn dies habe ich bereits schon vor längerer Zeit festgestellt, dass sich asiatische Romane oft in ihrer Erzählweise von europäischen oder amerikanischen Romanen abheben. Auch hier handelt es sich wieder um einen Episodenroman, bei der jedes Kapitel eine einzelne Episode dargestellt, die mehr oder weniger abgeschlossen ist. Natürlich gibt es eine Handvoll Protagonistinnen und Protagonisten, allen voran die Titelgebende Yu-jin und ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die in allen Kapiteln vorkommen. Doch in jedem Kapitel erleben wir eine neue Geschichte, einen neuen Besucher oder Gast der Bücherküche.
Das Buch umfasst dabei die vier Jahreszeiten und startet mit der Eröffnung der Bücherküche im Frühling und endet im Winter mit einem Weihnachtsfest für Freunde und Gäste. Abschließend gibt es noch zwei Epiloge, die die Geschichte von zwei der handelnden Personen noch einmal aufgreifen und zu einem Abschluss bringen.
Diese Art der Erzählform mag für manch einen befremdlich wirken, da man oft das Gefühl hat, eine Sammlung von Kurzgeschichten zu lesen. Doch dieses Gefühl täuscht, denn es gibt viele verbindende Elemente zwischen den einzelnen Episoden/Kapiteln, man muss nur ein wenig unter die Oberfläche schauen und auf die zarten Zwischentönte achten.
Zarte Zwischentöne ist meiner Meinung nach sowieso ein gutes Stichwort. Denn hier handelt es sich um einen sehr gefühl- und stimmungsvollen Roman, der durch seine leisen Töne und die poetische Schreibweise besticht. Dieses Buch besticht nicht nur große Spannung oder eine aufregende Handlung, sondern berührt das Herz und die Seele und liefert Stoff zum Nachdenken. Und natürlich auch hervorragende Buchtipps, immerhin geht es im Buch um eine Bücherküche, da dürfen Literaturverweise nicht fehlen. Zu meiner großen Verwunderung, aber auch Freude, waren viele Titel dabei, die ich kannte. Also die ich entweder schon gelesen hatte oder bereits schon länger auf meiner Wunschliste stehen. Ich hatte befürchtet, dass hier vor allem koreanische Titel und Autorinnen und Autoren erwähnt werden, mit denen ich nichts anfangen kann, da sie eventuell noch nicht mal ins Deutsche übersetzt worden sind.
Dieser Roman hat mich auf vielen Ebenen sehr berührt und ich hoffe sehr, dass ich in Zukunft von der Autorin noch weitere Romane in die Finger bekommen werde. Bei diesem Buch handelt es sich nämlich um das erste Buch von Jee-Hye Kim, welches in Südkorea gleich zum Bestseller wurde. Daher habe ich die Hoffnung, dass ich vielleicht sogar noch einmal zur Bücherküche zurückkehren darf.
Bei diesem Buch handelt es sich um einen Roman, der nicht durch große Dramen, sondern durch feine Zwischentöne und eine poetische Sprache besticht. Wer Geschichten liebt, die das Herz berühren und gleichzeitig Lust auf neue Literatur machen, sollte dieses Buch unbedingt lesen. Eine klare Empfehlung meinerseits für all jene, die gerne ruhige, poetische Romane lesen.

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Veröffentlicht am 30.12.2025

Ein Buch, das Leben retten kann – unverzichtbar für Eltern

Erste Hilfe für Baby und Kind
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Es gibt Themen mit denen möchte man sich am liebsten überhaupt nicht beschäftigen, da allein die Vorstellung furchtbar ist, aber man weiß ganz genau, wie wichtig es wäre, wenn man bescheid wüsste.
Klingt ...

Es gibt Themen mit denen möchte man sich am liebsten überhaupt nicht beschäftigen, da allein die Vorstellung furchtbar ist, aber man weiß ganz genau, wie wichtig es wäre, wenn man bescheid wüsste.
Klingt jetzt vielleicht ein wenig kryptisch, daher vielleicht noch einmal in einfacheren Worten. (Jung-) Eltern möchten sich aus verständlichen Gründen nicht damit beschäftigen was ihrem Kind alles passieren kann oder welche Krankheiten es bekommen kann. Doch man weiß, dass es hilfreich wäre, wenn man Bescheid wüsste, bevor der Ernstfall eintritt.
Dies war für mich der Hauptgrund, warum ich mich für dieses Buch entschieden habe und warum ich es auch einmal komplett gelesen habe, ohne konkreten Anlassfall. Damit ich für den Notfall bereits in gewisser Weise gerüstet bin, eventuell schon erkennen kann, was genau gerade passiert und wie ich handeln kann. Bei uns kam das Buch bzw. das Wissen des Buches bereits zur Anwendung (zum Glück ging alles gut aus) und ich bin sehr froh, dass ich durch dieses Buch wusste, was ich tun muss.
Daher kann ich für dieses Buch nur eine klare Empfehlung aussprechen. Ich möchte aber auch dazusagen, dass es meiner Meinung zwingend notwendig ist, dass man sich das Buch, seine Struktur und die Inhalte mal in einer ruhigen Minute genauer anschaut. Denn ich glaube nicht, dass das Buch in einem Notfall besonders hilfreich ist, wenn man sich davor so überhaupt nicht damit beschäftigt hat.

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