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Veröffentlicht am 14.11.2020

Er wird dich finden ♦ T.M. Frazier | Rezension

Bedlam Brotherhood - Er wird dich finden
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Er wird dich finden ♦ T.M. Frazier | Rezension
Dieses Buch war mein erstes Werk der Autorin T.M. Frazier, welche mir bis zu diesem Buch absolut unbekannt. Was wohl auch daran liegt, dass ich wenig Contemporary ...

Er wird dich finden ♦ T.M. Frazier | Rezension
Dieses Buch war mein erstes Werk der Autorin T.M. Frazier, welche mir bis zu diesem Buch absolut unbekannt. Was wohl auch daran liegt, dass ich wenig Contemporary Romance lese.
„Er wird dich finden“ ist der erste Band der „Bedlam Brotherhood“ – Reihe.

Meinung

Der Schreibstil von T.M. Frazier hat mich sehr begeistern können. Ich bin regelrecht durch die Seiten geflogen. Die Protagonist:innen sind ausgesprochen realistisch dargestellt. Tristan, besser bekannt als Grim, der Hauptprotagonist, wird als Scharfrichter der gefährlichen Bedlam Brotherhoods – Gang vorgestellt, doch kommt er mir im Verhältnis zu diversen Gangaktivitäten recht artig vor.
Emma Jean, im Buch bekannt als Tricks, hat es nicht leicht. Sie muss für die gegnerische Gang, die Los Muertos als Meisterdiebin arbeiten.

Da natürlich von vornherein abzusehen war, dass Grim und Tricks wieder aufeinandertreffen, hatte ich mit diesem Buch eine richtig gute Unterhaltung, mit guter Spannung, schönen Liebesszenen und heißer Erotik.
Ein kleines Manko habe ich allerdings, die beiden Hauptcharaktere „verlieben“ sich meiner Meinung nach ein wenig „schnell“. Sicher, sie sind sich einmal als Teenager begegnet und haben die gesamten vergangenen Jahre aneinander gedacht, und die Spannung zwischen den beiden ist deutlich zu spüren. Doch für meinen Geschmack ging es mir insgesamt ein wenig fix, was wohl ein meiner nur leicht romantischen Ader liegt. 😉

Am Ende des Buches erwartete mich ein wirklich richtig fieser Cliffhanger, der noch viel Handlung und Emotionen erwarten lässt. „Er wird dich finden“ ist eine schöne und schnelle Lektüre für zwischendurch, die mich trotz des kleinen Mankos fesseln konnte.

Fazit

⭐⭐⭐⭐
Bewertung: 4 von 5.
Im Großen und Ganzen hat mir das Buch gut gefallen, denn es ist kräftig, emotional und mitreißend und ich werde mir wohl auch die Folgebände noch zu Gemüte führen. Aber halt nichts Neues in dem Genre. 😉

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 01.09.2020

Rough Love ♦ L.J. Shen | Rezension

Rough Love
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Rough Love aus der Feder von L.J. Shen ist die Vorgeschichte der Sinners of Saint - Reihe. Welche übrigens noch in meinem Regal auf mich wartet gelesen zu werden.
Und falls ihr euch wundert über die verschiedenen ...

Rough Love aus der Feder von L.J. Shen ist die Vorgeschichte der Sinners of Saint - Reihe. Welche übrigens noch in meinem Regal auf mich wartet gelesen zu werden.
Und falls ihr euch wundert über die verschiedenen Cover-Abbildungen, das liegt daran, dass es im Laufe der Jahre geändert wurde. Da das erste Cover auch passend zu den Printausgaben erschien. Dafür passt das zweite Cover aber zu den eBook-Ausgaben. Na ja, irgendwas ist ja immer. Aber ich will mich mal nicht am Cover hochziehen.

Meinung

Es ist schon eine ganze Weile her, dass ich dieses Buch gelesen habe. Und das auch nur, weil ich über Lesejury, ich glaub durch ein Gewinnspiel im Jahr 2018, die ersten beiden Bände der Reihe gewonnen hatte. Ich bin ja bekanntlich nicht so der Romance-Typ. ;)

Ich hab mich um diese Rezension ein wenig gedrückt. Warum? Weil ich, trotz einer sehr unterhaltsamen Liebesgeschichte, mit den üblichen Höhen und Tiefen, ein Problem mit der Tatsache hatte, das hier eine Lehrerin mit ihrem Schüler ein Verhältnis beginnt. Obwohl sie weiß, dass sie es nicht sollte und wahrscheinlich auch nicht dürfte.
Wiederum ist Jaime, der Hauptprotagonist, bereits volljährig. Also wieso stört mich die Sache dann so? Ich weiß es nicht. Es fühlt sich für mich einfach falsch an. Ich ziehe also hier meine eigenen moralischen Grenzen, unbeachtet der gesetzlichen Situation.
Aber ich frage mich, was wäre, wenn es sich um einen Lehrer und eine Schülerin handeln würde? Wie groß wäre da der Aufschrei?

Im Großen und Ganzen war die Geschichte nett. Mehr aber auch nicht, weil ich in diesem Buch einfach meine Moral nicht ablegen konnte. Dabei habe ich schon ein Augen ganz fest zugedrückt, da Jaime bereits volljährig ist. Unterhaltsam und kurzweilig und gut zu lesen. Aber halt einfach nicht so meine sonstige Buchbeute.

Die Charaktere

Die Hauptprotagonistin Melody Green kam mir sehr naiv vor, in wirklich vielen Dingen, die sie so tat und auch dachte. Ich habe hier keine junge Frau erkannt, die es besser wissen müsste. Aber vielleicht war der Verlust ihres großen Traums eine Tänzerin zu werden, doch einfach zu viel. Jedenfalls hatte ich nicht das Gefühl, dass sie den Beruf der Lehrerin hätte ausüben sollen. Ihr Durchsetzungsvermögen war gleich null.

Jaime Followhill war bis zum Ende des Buches der typische verwöhnte Schnösel, dem ich ganz gerne mal eine schallende Ohrfeige gegeben hätte. Genauso auch seinen Kumpels, die in dieser Vorgeschichte nur kurz angerissen werden und um die es in den Hauptbänden wohl geht. Trotz seiner arroganten Art, wurde mir Jaime aber recht sympathisch und ich konnte spüren, dass seine Gefühle Melody gegenüber echter Natur waren. Er hat in diesen 125 Seiten auch die größte Entwicklung durchgemacht

Der Stil

Der Schreibstil der Autorin, bzw. die Übersetzung, war sehr flüssig und ich konnte das Buch in einem Rutsch weglesen. Muss aber sagen, dass es mich jetzt nicht so aus den Socken gehauen hat. Die Handlung war eher gemächlich, teils ein wenig schleppend, und wenig anspruchsvoll. Aber das hatte ich auch nicht wirklich erwartet. Das Ende ist schön und spätestens da konnte ich über die Tatsache hinwegsehen, dass alles als Schüler und Lehrerin begann.

Fazit

Moralisch für mich bedenkliche Novelle, die trotz meiner Vorbehalte sehr unterhaltsam war. Nichts Besonderes, für mich eine 08/15 - Liebesgeschichte, welche durch Höhen und Tiefen geht. Schöner Zeitvertreib, aber sicher nichts für die Ewigkeit.



Diese Rezension findet ihr ebenfalls auf meinem Blog.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 29.07.2020

Flammen und Finsternis ♦ Sarah J. Maas | Rezension

Das Reich der Sieben Höfe – Flammen und Finsternis
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Flammen und Finsternis ♦ Sarah J. Maas | Rezension
Nachdem ich den ersten Band Dornen und Rosen dieser Fantasyreihe verschlungen habe, konnte ich nicht anders als direkt auch diesen Band zur Hand zu nehmen. ...

Flammen und Finsternis ♦ Sarah J. Maas | Rezension
Nachdem ich den ersten Band Dornen und Rosen dieser Fantasyreihe verschlungen habe, konnte ich nicht anders als direkt auch diesen Band zur Hand zu nehmen. Und um ganz ehrlich zu sein, während ich diese Worte hier aufschreibe, habe ich bereits den dritten Band Sterne und Schwerter und die darauffolgende Novelle Frost und Mondlicht gelesen. 😉

Rezension

Cover
Bei dem Cover des 2. Bandes gibt es nichts weiter zu sagen, als das ich es schon beim ersten Teil der Reihe erwähnt habe. Der dtv Verlag ist seine Linie hier treu geblieben und hat auch dieses Mal einen durchsichtigen Umschlag genutzt. Diese Idee finde ich immer noch total großartig. Nur könnte ich gut und gerne auf das Mädel im Kleid verzichten. Denn an einen wichtigen Teil haben sie hierbei nicht gedacht. Die Tätowierung, die Feyre im Buch, an den High Lord der Nacht bindet. Das haben die Originalcover der englischen Ausgaben einfach besser bedacht.

Content & Setting
Flammen und Finsternis setzt etwa 3 Monate, nach den Ereignissen in Amaranthas Reich unter dem Berg, an. Feyre und Tamlin sind wieder vereint am Frühlungshof, aber das Glück scheint sich einfach nicht einstellen zu wollen. Das Trauma, welches Feyre durchlebt, würden wir in der realen Welt wohl als PTSD (Post Traumatic Stress Disorder) bezeichnen.

Während Tamlin einfach mit seinem Leben weitermacht und offensichtlich das Leiden Feyres nicht sieht oder nicht sehen will, wird der einstige Antagonist Rhysand zum Protagonisten. Doch kommt er nur, um Feyres Schuld einzuholen, nachdem sie den Deal mit ihm in Amarathas Reich eingegangen ist, oder hat er ganz andere Beweggründe? Eines ist jedenfalls klar, Rhysand ist ein sehr charismatischer Zeitgenosse, der mir am Ende des ersten Bandes schon recht sympathisch wurde und mich in diesem Buch absolut für sich überzeugen konnte.

Auch in diesem Band enttäuscht Sarah J. Maas nicht. Denn mit den bildgewaltigen und detaillierten Beschreibungen der Umgebung und Charaktere hat sie es mir wirklich wieder einmal super einfach gemacht, dass mein Kopfkino ordentlich ins Rollen gekommen ist.

Auch neue Charaktere konnten mein Herz erobern und ich fühlte mich schon fast in ihrer Mitte aufgenommen, denn Rhys‘ Freunde, Morrigan (auch genannt Mor), Cassian und Azriel, sowie Amren, sind überraschenderweise so warmherzig, dass ich sie nur ins Herz schließen konnte.
Ianthe, die überfreundliche Priesterin, an Tamlins Hof, kam mir allerdings von Anfang an irgendwie falsch vor. Ob sich diese Vermutung zum Ende hin bestätigt, kann und möchte ich nicht verraten.

Ein sehr wichtiger, tatsächlich der wichtigste Teil dieses Buches ist Feyres Entwicklungsprozess, welcher voll von Intrigen und Machtgeplänkel gespickt ist. Wären diese nicht der Antrieb der Geschichte, hätte ich vielleicht die Augen verrollen müssen. Doch wie in im ersten Band Dornen und Rosen hat Frau Maas hier nichts dem Zufall überlassen.

Meinung
Mit dem zweiten Band des Fantasyepos zu „Das Reich der sieben Höfe“ zerreißt die Autorin fast ihren ersten Teil. Aber das meine ich nicht negativ. Ich finde es sogar sehr bemerkenswert, dass die Geschichte eine ganze andere Wendung nimmt, als von den Leser:innen wahrscheinlich vermutet.
Doch muss ich sagen, hätte sich dieser Band nur auf die glückliche Vereinigung von Feyre und Tamlin fokussiert, dann war das Buch sicher nach knapp 100 Seiten zu Ende gewesen.

Es war schwer, dem Verfall Feyres zusehen zu müssen, während Tamlin und der Rest des Frühlungshofes, für welche sie ihr menschliches Leben riskiert und verloren hat. Doch richtig beeindruckend fand ich Feyres Entwicklung. Zwar tanzen sie und Rhysand ständig um ihre Gefühle drum herum, während im Hintergrund eine Gefahr brodelt, welche die Welt von Feyre und ihren Gefährten zum Einsturz bringen könnte. Den der König von Hybern, hat noch lange nicht, was er so sehr begehrt.
Mir hat gefallen, dass dieses drohende Unheil nicht der entscheidende Kern dieses Buches ist, aber für den Spannungsaufbau unersetzlich. Ich mochte es in die Welt des Hofes der Nacht einzutauchen, mehr über Rhys, seine Beweggründe (die am Ende mehr als nur Sinn ergeben) und seine Freunde zu erfahren. Aber eben auch in die Gefühlswelt beider Hauptprotagonisten.

Die Wendungen, die auch dieses Buch immer wieder nimmt, sind packend und so unvorhersehbar, doch gleichzeitig so logisch, wenn man alles bis dahin Gelesene sich gut merken konnte. Oder, wie in meinem Fall, gut markiert hat. 😉
Und wieder ist es das letzte Drittel, welches mich so in den Bann gezogen hat, dass ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen konnte. Ich habe teils bis spät in die Nacht gelesen. Denn niemals hätte ich mit diesen Twists gerechnet, niemals kommen sehen, dass am Ende ein Cliffhanger auf mich wartet, bei dem ich nicht die leiseste Ahnung hatte, wie es in Sterne und Schwerter weitergehen könnte.

Schreibstil
Ganz klar gefallen hat mir auch hier wieder die Leichtigkeit, mit der Frau Maas eine Welt kreiert, die farbenfroher und visuell imponierender nicht sein kann. Auch dieses Mal hat Frau Maas die Ich-Erzählung aus der Sicht von Feyre gewählt, was mir wieder ungehinderte Einsicht in ihre Gedanken und Gefühle beschwert hat.
Sehr gut zum Verständnis des Geschehens war auch die Segmentierung des Buches in drei Teile, je nach Location der Haupthandlung.

⭐⭐⭐⭐⭐

Fazit
Flammen und Finsternis hat es wirklich in sich. Die Magie zwischen den Zeilen hat mich umgehauen und verzaubert. Nicht eine Seite des Buches war überflüssig, jede Handlung, jeder Dialog wichtig, bis zur Zuspitzung der Spannung zum Ende hin.
Kann ich eine Leseempfehlung aussprechen? Ja, absolut!

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 15.07.2020

Dornen und Rosen ♦ Sarah J. Maas | Rezension

Das Reich der sieben Höfe – Dornen und Rosen
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Dornen und Rosen ♦ Sarah J. Maas | Rezension

Dieses Buch und seine Folgebände standen, nun lange genug auf meinem SuB und ich hatte jetzt so richtig Lust auf ein wenig Fantasy. Doch ich bekam mehr. Dies ...

Dornen und Rosen ♦ Sarah J. Maas | Rezension



Dieses Buch und seine Folgebände standen, nun lange genug auf meinem SuB und ich hatte jetzt so richtig Lust auf ein wenig Fantasy. Doch ich bekam mehr. Dies ist der Beginn eines Epos, welches mich mit solch intensiver Farbenpracht und Gefühlsachterbahn überrascht hat, dass ich, ehrlich gesagt, direkt weiterlesen muss.

Rezension



Cover

Das Cover des vorliegenden Hardcover – Formates finde ich unglaublich schön. Aber das liegt nicht an der jungen Frau im roten Kleid (eher finde ich diese vielen Frauen/Mädchen-in-Kleidern — Cover echt nervig), sondern an dem durchsichtigen Einband. Was für eine tolle Idee ❢

Inhalt/Setting

Es beginnt ganz langsam, mit vielen Erklärungen und Einsichten zur Gesamtsituation um die Menschen, auch oft als Sterbliche bezeichnet, und die Fae, die unsterblichen Wesen im Reich der sieben Höfe, auch bekannt als Prythian.
Doch bevor ich die Fae näher kennenlernen konnte, entführte mich Frau Maas in das Leben von Feyre und ihrer Familie. Feyre, die Protagonistin, wird durch viele verquere Umstände schon in jungen Jahren zur Haupternährerin ihrer Familie.

Während Feyre auf der Jagd ist, um ihre Familie für eine weitere Woche im kalten Winter über die Runden zu bekommen, tötet sie einen übernatürlich großen Wolf. Sie vermutet es, aber erst später erfährt sie, dass sie einen Fae getötet hat und nun muss sie ihre Schuld, ein Leben für ein Leben, begleichen. Dies geht aus einem Jahrhunderte alten Vertrag zwischen den Menschen und den Fae hervor.

In Prythian angekommen muss sich Feyre wohl oder übel ihrem Schicksal ergeben, auch wenn sie anfangs immer wieder, mehr schlecht als recht, versucht zu fliehen. Frau Maas hat eine Welt erschaffen, die farbenprächtiger und gewaltiger nicht sein kann und sie hat ein super Gespür dafür, was die Leser:innen in den Bann zieht. Jede Szene hat ihre eigene fulminante Atmosphäre, die mich immer wieder in Stauen oder auch Entsetzen versetzte.


Der heulende Wind schwächte sich zu einem leichten Säuseln ab. Der Schnee fiel jetzt träge, in dicken, großen Batzen, die sich in den tiefen Fluren und hohen Baumwipfeln gleichermaßen niederließen. Betörend, diese eisige, sanfte Schönheit des Schnees.
Dornen und Rosen, S.12 - Sarah J. Maas


Meinung

Dornen und Rosen von Sarah J. Maas ist ein Epos, welches sich gut und gerne neben Epen, wie „Herr der Ringe“ oder „Game of Thrones“ einreihen kann. Für mich war dieses Buch der erste Maas überhaupt, obwohl noch viele weitere in meinen Regalen schlummern.


[…] einen Augenblick lang wünschte ich mir, ich könnte Mitleid mit dieser toten Kreatur haben. Aber das hier war die Wildnis. Und es war Winter.
- Dornen und Rosen, S.17 - Sarah J. Maas



Authentische Charaktere

Sarah J. Maas hat solch eindrucksvolle Charaktere geschaffen, die irgendwie alle einen inneren Kampf mit sich ausführen und doch entwickeln sie sich, jeder für sich, weiter und all das in einem außerordentlich passenden Tempo, dass der Story nichts vorweggenommen oder zurückgelassen wird. Jedes Gefühl, jeder Gedanke und jedes Handeln der einzelnen Protagonisten war schlüssig und überzeugend. Ob es sich nun um die Protagonisten Feyre, Tamlin, Lucien oder eben auch die Antagonisten Amarantha oder Rhysand dreht, selbst die Nebencharaktere um ihre Familie waren authentisch dargestellt.

Energie der Gefühle

Richtig gut, hat mir auch die Energie gefallen, die durch Legenden einen Hass auf beiden Seiten der Mauer, die zwischen dem Land der Sterblichen und Prythian liegt, hat wachsen lassen. Und dass dieser Hass in Verständnis und Mitgefühl, ja sogar Liebe, für die andere Seite wandelt, sobald frau* mehr Einblick in deren Situation hat.
Dies ist auch gut auf unsere Realität anzuwenden, und würde unsere Gesellschaft weiter voranbringen, anstatt gegen einander zu kämpfen.


Die Worte klangen so erstickt, dass sie kaum mehr als ein Flüstern waren. »Ich bedaure, dass in meinem Herzen ein solcher … Hass war. Ich wünschte, ich könnte es ungeschehen machen … und … es tut mir leid. Es tut mir so unendlich leid.«
- Dornen und Rosen, S.185 - Sarah J. Maas



Wie oben bereits erwähnt, beginnt die Handlung langsam und das ist auch gut so. Denn es benötigt all die erwähnten Handlungen und Dialoge, die beim Lesen erst unnötig erscheinen, aber dem gesamten Werk und seinem Ausgang so viel mehr beimessen. Das letzte Drittel sorgt ordentlich für Pageturner after Pageturner. Ich konnte das Buch einfach nicht mehr aus der Hand legen.

Schreibstil

Maas hat einen Schreibstil, der mich von Anfang bis Ende in ihren Bann gezogen hat. (Sollte dies fortbestehen, wird sie wohl zu einer meiner Lieblings Fantasyautorinnen werden). Das Gesamtpaket, des locken leidenschaftlichen Schreibstils und des Worldbuildings, haben eine dickes fettes Awwww bei mir hervorgerufen.
Die Ich-Erzählung aus der Sicht von Feyre ließ mich als Leserin sehr intensiv miterleben, wie sie all ihre Eindrücke, Erlebnisse und Gedanken, ja auch Selbstzweifel, durchläuft.

⭐⭐⭐⭐⭐

Fazit

Dornen und Rosen von Sarah J. Maas ist ein phänomenaler Auftakt eines bildgewaltigen, farbenprächtigen und emotionalen Fantasyepos. Voller Spannung, die mich gefangen genommen hat. Voller authentischer Emotionen, die mich in jeder erdenklichen Weise eingeholt haben. Der flüssige Schreibstil von Maas zieht einen erbarmungslos in ihren Bann.

Zusätzliche Zitate

Die Hand an meinem Hals rutschte dorthin, wo mein Herz toste, vor unbändiger Freude und unerklärbarem Leid und einer überwältigenden Demut. Demut vor dieser großartigen Kunst.
- Dornen und Rosen, S.200 - Sarah J. Maas



»Weil mich deine menschliche Freude fasziniert ‒ die Art und Weise, wie du die Dinge erlebst und wahrnimmst in deiner Lebensspanne. So wild und tief und intensiv, das ist … bezaubernd. Ich fühle mich davon angezogen, obwohl ich weiß, dass ich es nicht sollte, obwohl ich versuche, mich dagegen zu wehren.«
- Dornen und Rosen, S.205 - Sarah J. Maas



Ich weinte stundenlang. Um Tamlin, um mich selbst, um die Tatsache, dass ich eigentlich tot sein sollte, und doch überlebt hatte. Ich weinte, um alles, was ich verloren hatte, um jede Kränkung, die ich erfahren hatte, jede Wunde, jeden körperlichen und seelischen Schmerz. Ich weinte um diesen lächerlichen Teil von mir, der einst so voller Farben und Licht gewesen war und jetzt hohl, dunkel und leer in mir verdorrte.
- Dornen und Rosen, S.422-423 - Sarah J. Maas

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 06.07.2020

Kurzrezension | Gwendys Wunschkasten

Gwendys Wunschkasten
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Diese 128-seitige Kurzgeschichte konnte mich ganz gut unterhalten, auch wenn einige Dinge über den Wunschkasten im Unklaren blieben und die Figuren nicht sehr stark ausgemalt waren.
Gwendys Wunschkasten ...

Diese 128-seitige Kurzgeschichte konnte mich ganz gut unterhalten, auch wenn einige Dinge über den Wunschkasten im Unklaren blieben und die Figuren nicht sehr stark ausgemalt waren.
Gwendys Wunschkasten ist auch das erste Buch, welches ich dem King-Universum hinzufügen kann. Dieses Leseprojekt habe ich erst vor Kurzem entdeckt und mich direkt verguckt.

Rezension – Gwendys Wunschkasten
Cover
Die kleinen Silberdollar und die Schoko Figuren sind absolut passend für den Inhalt des Buches, doch vermisse ich auf dem Cover die oft genannten Tasten „rot“ und „schwarz“ des Wunschkastens.

Handlung
Gwendy ist 12 Jahre und übergewichtig. Nachdem sie beschlossen hat an ihrer körperlichen Situation etwas zu ändern, trifft sich nach einem Training auf den mysteriösen Mr. Farris. Dieser überreicht ihr in einem alten Segeltuchsack einen Wunschkasten, voller farbiger Tasten und Hebel an der Seite.
Mr. Farris erklärt ihr kurz dass die einzelnen bunten Taste für die Kontinente der Welt stehen, die schwarze Taste bringt ein großes Unheil und mit der roten Taste ist einfach alles möglich. Und Mr. Farris meint wirklich alles. Außerdem gibt ihr der Kasten jeden Tag ein Schokoladentierchen und ab und zu einen wertvollen Silberdollar.

Hier sollte die Geschichte eigentlich spannend werden, aber sie tröpfelt nur so dahin, und erzählt davon wie Gwendy nach und nach ihr Wunschgewicht erreicht und sonst einfach alles leicht von der Hand fällt. Wenn ich jetzt hier mehr von der Geschichte erzählen würden, dann könnte ich einem Spoiler nicht mehr ausweichen.
Insgesamt ist die Geschichte ganz behaglich zu lesen, auch wenn alles ein wenig grotesk wirkt. Aber ich denke, genau das gibt dem Buch das Mystische, dem sich die Leser:innen nicht entziehen können.

Charaktere & Setting
Die Charaktere sind alle, bis auf Gwendy und Mr. Farris, sehr schwammig und farblos dargestellt, was ich ein wenig schade fand. Aber für ein Kurzgeschichte ist dies wohl zu verzeihen.
Es heißt, dass dieses Buch King-Fans zurück nach Castle Rock bringt. Ich mir aber jetzt nicht sicher bin, ob ich mit Gwendy ebenfalls in dieses Städtchen zurückgekehrt bin. Da die paar King-Bücher, die ich gelesen habe, schon viele Jahre zurückliegen. Viel erfährt man nicht über Castle Rock, aber die gesamte Grundstimmung des Buches ist trotz einer sehr erfolgreichen und glücklichen Gwendy bedrückend und düster. Und irgendwie auch skurril.

Schreibstil
Da ich bisher noch nicht so viele Bücher vom berüchtigten Stephen King gelesen habe und Richard Chizmar für mich völlig unbekannt ist, kann ich nicht genau sagen, wer von beide in diesem Buch mehr heraussticht. Aber es war ein angenehmer lockerer Schreibstil, der auch etwas leicht Bedrohliches in sich hatte. Was dem Buch aber wirklich den richtigen Touch gibt.

Fazit
Ein grotesk wirkendes Buch, welches mich einfach nicht losgelassen hat. Selbst die eintönigen Nebencharaktere können daran nichts ändern. Denn das Mystische stiehlt sich schonungslos in das Leserherz und am Ende blieb ich mit so vielen offenen Fragen zurück, die ich aber auch gar nicht beantwortet haben will. Denn dann wäre das Nebulöse nicht mehr so anziehend.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere