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Veröffentlicht am 13.07.2020

Über eine Frau, die ihr ganzes Leben ein Opfer der Umstände ist

Marta schläft
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+ Spannend und gut erzählt - - Liebe und Verantwortung kann eine schwere Last sein +

Da die Romy Hausmann Bücher sehr gelobt werden, war ich neugierig und habe mir ihr neuestes Werk "Marta schläft" besorgt. ...

+ Spannend und gut erzählt - - Liebe und Verantwortung kann eine schwere Last sein +

Da die Romy Hausmann Bücher sehr gelobt werden, war ich neugierig und habe mir ihr neuestes Werk "Marta schläft" besorgt. Klappentext und Cover haben mich auch gleich angesprochen.

Obwohl die ersten Kapitel eine Aneinanderreihung von verschiedenen Perspektiven und Protagonisten, ohne erkennbare Zusammenhänge, war, habe ich mich schnell eingelesen und konnte das Buch dann nur noch schwer aus der Hand legen.

Die Hauptfigur ist Nadja. Sie ist in ärmlichen Verhältnissen in Polen aufgewachsen und musste miterleben, wie sich ihre Mutter für den Lebensunterhalt prostituiert und eines Tages unter fraglichen Umständen ums Leben kommt. Gut 20 Jahre später arbeitet sie in einer angesehenen Anwaltskanzlei in Berlin. Diese Anwaltskanzlei und ihr Chef Gero van Hoven geben Nadja Halt. Nadja ist sehr loyal und das wird ihr zum Verhängnis. Ihre Gutmütigkeit wird ausgenutzt und die Dämonen ihrer Jugend kommen wieder an die Oberfläche.

Mir hat die Geschichte gut gefallen und ich werde mir auch noch "Liebes Kind" besorgen, weil mir der Stil der Autorin sehr gut gefällt.

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Veröffentlicht am 07.07.2020

Blum wird von ihrer Geschichte eingeholt [ Band 2 von 3 ]

Totenhaus
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+ Buch liest sich super - Die Handlung war für mich etwas dünn - Band 1 hat mir besser gefallen +

Nachdem mir Band 1 "Totenfrau" recht gut gefallen hat, wollte ich wissen wie es weitergeht.

Seit den ...

+ Buch liest sich super - Die Handlung war für mich etwas dünn - Band 1 hat mir besser gefallen +

Nachdem mir Band 1 "Totenfrau" recht gut gefallen hat, wollte ich wissen wie es weitergeht.

Seit den Ereignissen aus Band 1 sind zwei Jahre vergangen und Blum führt mit ihrer Familie ein normales Leben, das man schon fast glücklich nennen kann. In ihrem Urlaub entdeckt sie durch Zufall ein Bild, das ihr gesamtes Leben auf den Kopf stellt. Kann es sein, dass sie eine Zwillingsschwester hatte, von der sie nichts geahnt hat?

Natürlich will sie es genau wissen und ihre Suche bringt sie in höchste Gefahr.

Parallel gibt es noch andere Probleme. Aufgrund einer Exhumierung tauchen die Leichenteile aus Band 1 wieder auf. Ein Alptraum beginnt und Blum steht als eiskalte Mörderin im Visier von Polizei und Presse.

Bernhard Aichner ist seiner Linie treu geblieben. Mit seiner eigenwilligen Sprache und Ausdrucksweise, konnte er mich fesseln, obwohl ich die Handlung diesmal schon sehr überzogen und eigentlich recht dünn fand.

Ich bin gespannt, wie er die Geschichte in Band 3 abschließen wird.

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Veröffentlicht am 29.06.2020

Wieder ein toter Priester im Allgäu [ Band 3 mit Emil Bär ]

Die Gesundbeterin
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Emil Bär, Ex-Pfarrer und Ex-Psychoanalytiker, hat ein schweres Jahr hinter sich. Er hat jeden Tag gesoffen und sich um gar nichts mehr gekümmert. An seinem ersten 'trockenen' Wochenende besucht er den ...

Emil Bär, Ex-Pfarrer und Ex-Psychoanalytiker, hat ein schweres Jahr hinter sich. Er hat jeden Tag gesoffen und sich um gar nichts mehr gekümmert. An seinem ersten 'trockenen' Wochenende besucht er den Sonntagsgottesdienst und ist live dabei, als der Pfarrer tot zusammenbricht. Wie im ersten Band, soll er wieder für das Bistum verdeckt ermitteln.

In Tal gibt es eine Gesundbeterin, die nach dem Tod des Pfarrers spurlos verschwunden ist. Emil gibt alles und schlüpft in die Rolle der mysteriösen Heilerin. Er erfährt dabei, dass diese Frau ein sehr breites Betätigungsfeld hat und sich auch jenseits der Legalität bewegt.

Die Handlung bietet viel Unterhaltung, die man aber mögen muss. Es geht manchmal recht derb her und der Autor spart auch nicht an Klischees.

Richtig schmunzeln musste ich z.B., als der Autor den Emil in die Kemptener Buchhandlung geschickt hat und er dort Band 1 "Kruzifix" bewundert hat. Das ist Humor nach meinem Geschmack.

Ich freue mich schon auf Band 4 dieser Reihe, "Heiliger Bastard". Dort trifft der Emil wieder seinen Freund Philipp aus Franken.

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Veröffentlicht am 28.06.2020

Gut verständlich und informativ

Der größte Raubzug der Geschichte
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+ Das erste Buch der Bestseller-Autoren Friedrich & Weik ist im Jahr 2012 erschienen und immer noch aktuell. Gut verständlich und informativ +

Henry Ford sagte mal: „Eigentlich ist es gut, dass die Menschen ...

+ Das erste Buch der Bestseller-Autoren Friedrich & Weik ist im Jahr 2012 erschienen und immer noch aktuell. Gut verständlich und informativ +

Henry Ford sagte mal: „Eigentlich ist es gut, dass die Menschen unser Banken- und Währungssystem nicht verstehen. Würden sie es nämlich, so hätten wir eine Revolution vor morgen früh“

Dieses Buch verschafft einen guten Überblick und Einstieg in die Themen Geld, Banken und Finanzpolitik. Es wurde 2012 nach der großen Finanzkrise geschrieben und leider hat sich die Lage nicht wirklich verbessert. Die „Fallhöhe“ ist gestiegen und viele Experten sind sich einig, dass wir vor einem Systemcrash stehen.

In 43 Kapiteln bearbeiten die Autoren Themen wie z.B. Geldentstehung, Europa und Euro, China, BlackRock, Finanzpolitik, Staatsbankrotte …

Im letzten Kapiteln erklären sie kurz wie man persönlich vorsorgen kann, bzw. sein Erspartes mit Sachwerten absichern kann.

Auch wenn das Buch schon älter ist, enthält es eine Fülle an Informationen, die ein tieferes Verständnis für die aktuelle Situation ermöglichen.

Für mich war es eine lohnende Lektüre

Veröffentlicht am 28.06.2020

Schöner historischer Roman mit interessanten Gedanken

Feuer im Elysium
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+ Wien, 1824 – Ein junger Mann muss für seine Zukunft kämpfen und zeitgleich lernt er die Kraft der Musik zu verstehen. +

Bei diesem Buch haben mich Idee und Cover sofort angesprochen. Ich bin zwar kein ...

+ Wien, 1824 – Ein junger Mann muss für seine Zukunft kämpfen und zeitgleich lernt er die Kraft der Musik zu verstehen. +

Bei diesem Buch haben mich Idee und Cover sofort angesprochen. Ich bin zwar kein Fan der klassischen Musik, aber die Idee, dem berühmten Beethoven in einem Roman näher zu kommen, hat mich gereizt.

Die Hauptperson ist Sebastian Reiser, der auf seine bewegendsten Tage im Jahre 1824 zurückblickt. Durch einen Unglücksfall hat er seinen Vater und Dienstherren verloren und dadurch auch seinen Posten in einem Schloss. Er fährt nach Wien um sich Arbeit zu suchen. In Wien hat er es schwer, weil nichts funktioniert. Neben seiner Arbeitssuche, versucht er Kontakt zum Komponisten Beethoven zu bekommen. Er hat den Verdacht, dass sein eigener Vater was mit dem Ertauben des Komponisten zu tun haben könnte.

In einer Nebenhandlung begleiten wir einen Herrn Kreutz, der rebellischen Burschenschaften nahe steht. Dabei erfahren wir einiges über den damaligen Zeitgeist und die Bestrebungen, eine neue Gesellschaftsordnung zu schaffen. Der Adel kämpft um seinen Stand und es liegt ein Duft von Revolution in der Luft.

Natürlich kommt die Liebe auch nicht zu kurz. Der junge Herr Reiser hat sich in die Tochter des Schlossherren verliebt und diese Liebe wird auf eine harte Probe gestellt.

Die Geschichte ist kein klassischer Krimi, sondern mehr ein gut recherchierter historischer Roman, mit Krimi-Elementen, aber auch musikalischen und gesellschaftskritischen Gedanken. Das hat mir alles recht gut gefallen. Herr Buslau beschreibt die Szenen sehr eindrücklich und ich konnte mich gut in die Zeit versetzen. Ein paar Dialoge über die gesellschaftlichen Themen, haben mich zum Nachdenken angeregt. Das hat mir besonders gut gefallen und manche Namen ( z.B. Kotzebue, Karl Ludwig Sand ) habe ich auch nachgeschlagen.

Vielleicht für Musikliebhaber und Beethoven-Fans interessant: Ludwig v. Beethoven spielt eigentlich nur eine Nebenrolle, seine Musik und die Musik im allgemeinen, nimmt mehr Raum ein.

Die Krimihandlung hätte für mich etwas mehr Spannung vertragen. Ich hatte schon früh einen Verdacht, der sich dann auch bestätigt hat.

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