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Veröffentlicht am 09.02.2022

Große Gefühle!

Dunbridge Academy - Anywhere
2

Klappentext:
Er könnte überall sein, aber er ist hier bei mir ...

Sich zu verlieben, das stand nicht auf Emmas Agenda, als sie für ein Auslandsjahr an der schottischen DUNBRIDGE ACADEMY angenommen wird ...

Klappentext:
Er könnte überall sein, aber er ist hier bei mir ...

Sich zu verlieben, das stand nicht auf Emmas Agenda, als sie für ein Auslandsjahr an der schottischen DUNBRIDGE ACADEMY angenommen wird - dem Internat, an dem sich ihre Eltern kennengelernt haben. Hier will sie Hinweise auf ihren Vater finden, der die Familie vor Jahren verlassen hat. Ablenkung von ihrem Plan kann sie dabei nicht gebrauchen, aber als sie Schulsprecher Henry trifft, weiß Emma sofort, dass sie ein Problem hat. Während geheimer Mitternachtspartys und nächtlicher Spaziergänge durch die alten Gemäuer der Schule wachsen Gefühle zwischen ihnen, gegen die Emma schon bald machtlos ist. Doch Henry hat eine Freundin und Emma kein Bedürfnis, sich das Herz brechen zu lassen ...


Handlung:
Der Handlungsstrang hat mir durchgehend gut gefallen. Es war ein schöner Beginn am Flughafen und mit beiden Charakteren direkt ins Buch einzusteigen. Bezüglich der Dunbridge Academie sind richtige Internat-Vibes herübergekommen. Insbesondere mit den alten Gebäuden und der Beschreibung des Campus gewann die Dunbridge an Charme. Die alten Gebäude, die Bibliothek und der Garten. Alles hat gepasst.
Was mir auch gefallen hat, waren die Mitternachtspartys, die für einen Bruch des Internatlebens gesorgt haben, sowie die unterirdischen Gänge.
Auch die Handlungsort außerhalb hat gepasst.
Wie sich die Gefühle von Emma und Henry entwickelt haben war schön zu lesen, doch ab zwei drittel des Buches gab es einen Plottwist, der für mich ein bisschen zu gewollt war. Einerseits fand ich, dass es nach „jetzt muss noch Drama rein“ geklungen hat, andererseits kam es sehr überraschend. Daher hätte ich mir vorher vielleicht noch ein paar mehr Szenen gewünscht, bevor dieser dann so abrupt von statten ging.
Das Ende fand ich gut, dennoch waren im letzten Drittel ein paar Schwachstellen, auch bezüglich ein paar Verstrickungen.

Charaktere:
Die Charaktere haben mit total gut gefallen. Vor allem mochte ich Henrys Perspektive und die Veranschaulichung seiner Gefühle. Für mich persönlich war das das Highlight des Buches. Die Autorin hat diese so lebhaft und realistisch beschreiben, dass es unheimlich schön war diese zu lesen. Außerdem mochte ich, dass manche Szenen aus zwei Perspektiven geschrieben waren, sodass man sich in beide hineinversetzen konnte. Das hat dem Buch noch ein bisschen mehr Leben eingehaucht.
Man fiebert total mit Emma und der Suche nach ihrem Vater mit. Außerdem war es gut, dass nicht alles direkt als selbstverständlich angesehen wurde, und das es in eine ganz andere Richtung ging, als angenommen.
Die anderen Nebencharaktere waren mir ebenfalls alle, bis auf einen, sympathisch.


Cover:
Und ich denke zum Cover muss man nicht viel sagen. Es ist wunderschön.

Fazit:
An sich hat mir das Buch sehr gefallen, vor allem, weil es an einem Interant gespielt hat. Mein persönliches Highlight waren die zwei Sichten, denn ich finde, dass im NA-Bereich zu selten aus beiden Sichten erzählt wird. Daher war die Geschichte für mich noch ein bisschen lebhafter.
Abschließend ist das Buch eine Empfehlung!

  • Einzelne Kategorien
  • Handlung
  • Erzählstil
  • Charaktere
  • Cover
  • Gefühl
Veröffentlicht am 14.10.2021

Ein Wohlfühlbuch!!!

Right Here (Stay With Me)
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Der Klappentext:
Es gibt nichts auf der Welt, das Lucy mehr liebt als das Eiskunstlaufen - wäre da nicht die Tatsache, dass sie es nach wie vor nicht geschafft hat, einen dreifachen Rittberger zu landen. ...



Der Klappentext:
Es gibt nichts auf der Welt, das Lucy mehr liebt als das Eiskunstlaufen - wäre da nicht die Tatsache, dass sie es nach wie vor nicht geschafft hat, einen dreifachen Rittberger zu landen. Zu allem Überfluss haben ihre Eltern ihr jetzt ein Ultimatum gesetzt: Wenn Lucy beim nächsten Wettkampf nicht gewinnt, muss sie das Marketingstudium wieder aufnehmen, das sie so unglücklich gemacht hat. Ein einziger Monat bleibt Lucy, um ihre Kür zu perfektionieren. Doch ausgerechnet da lernt sie Jules kennen, der ihr Herz schneller schlagen lässt als jemals irgendjemand zuvor. Eigentlich darf Lucy sich jetzt keine Ablenkung erlauben - zumal sie schnell bemerkt, dass Jules mit seinen ganz eigenen Dämonen zu kämpfen hat ...

Meine Meinung: (Extra Spoiler-Frei)
Hach! Ich bin verliebt. Das muss ich ganz klar erstmal direkt am Anfang sagen. Der Klappentext hatte mich schon so neugierig gemacht, dass ich mir sicher war, dieses Buch würde mir gefallen. Und es war viel mehr als das.
Typischerweise erwartet man so oft einen Bad boy als männlichen Protagonisten, dass es schon zu etwas gewöhnlichem geworden war, doch dieses war hier nicht der Fall.

Die Themen in der Geschichte, die das Buch so einzigartig machen, waren für mich perfekt aufeinander abgestimmt. Es gab zwar die klassischen Elemente eines Na Buches, doch die Umsetzung hat mir sehr gefallen. Alles verlief ein bisschen ruhiger. (Manchmal vielleicht zu ruhig)

Lucy war wirklich eine tolle Protagonistin. Die Zweifel, die sie verspürte, den Mut, den sie aufnahm . . . alles hat sich real angefühlt, nicht aus der Luft gegriffen. Und es war sehr interessant zu sehen, wie sich ihre Einstellung bezüglich dem Eislaufen über die Geschichte verändert. Ihre Probleme haben sich auf den Leser abgefärbt, dass man recht gut nachvollziehen konnte, wie es ihr ging. Auch, was sie in Bezug auf ihre Eltern fühlt, die machmal regelrechte Wut in mir ausgelöst haben.
Jules war mir von Anfang an sympathisch und das hat sich durch das ganze Buch gezogen. Er war perfekt, das konnte man nicht anders sagen. Seine Umgangsweise mit Lucy war wirklich wunderschön, auch die Beziehung zu Mika. Zart und vorsichtig, nicht forsch und überstürzt. Ich mochte ihn sehr, denn er war so anders. Er war echt.
Mika, Jules kleiner Bruder, hat mich köstlich amüsiert. Seine Sprüche waren wirklich lustig und unfassbar passend in manchen Situationen, dass insbesondere Jules in die Schranken gewiesen worden war. Ich mochte ihn sehr.

Das einzige, wenn ich etwas bemängeln müsste, war die Romantik. Insbesondere in der ersten Hälfte ist mir diese ein bisschen zu kurz gekommen. Klar, auch wenn sich das Buch langsamer als andere entwickelte und man recht viel aus den Emotionen herauslesen konnte, fehlten für mich da ein bisschen die Interaktionen. Es dauerte recht lang, bis etwas passierte.
Und zu Beginn des Buches gibt es eine Triggerwarnung. Eine, bei der ich mir schon ungefähr ausmalen konnte, wie die Geschichte verläuft. Entweder meine Fantasie war zu blühend, dass ich mir zufälligerweise das richtige ausgemalt hatte, oder es ging manchen ähnlich. Auch wenn diese Warnungen wichtig sind, hat sie mir am Ende die Überraschung ein kleines bisschen genommen. Auch, weil zwischendurch immer wieder Andeutungen gemacht worden waren, die, wenn man die Warnung nicht vergessen hat, bei den Gesprächen auch herausstechen. Aber das muss ja so sein. Kleine Hinweise.

Die Dialoge zwischen den Protas mochte ich unheimlich. Sie waren so tiefgründig, dass ich einfach nur schwärmen kann. Außerdem, selbst bei normalen Nachrichten, die geschrieben wurden, wurde diese Innigkeit überliefert, dass ich echt erstaunt war. Insbesondere Jules trug einen ganz großen Teil dazu bei. Ich mochte seine Wortwahl . . . ach einfach alles an ihm, weil er einfach ein Good boy war, den man sich auch an seiner Seite wünschen würde.

Das Ende war wie ich schon angesprochen hatte vielleicht ein bisschen vorauszusehen. Aber nur Teile davon. Wie Lucys Weg „endet“ überraschte mich sehr, denn es war nicht der typische Alles-ist-rosig Ausgang. Es blieb sehr viel Interpretationspielraum übrig, was ich einerseits gut fand, andererseits auch nicht.
Aber . . . die Geschichte rund um Lucy und Jules war für mich ganz klar ein Jahreshighlight!

Das Cover:
Ein Traum! Die Farben sind wirklich wunderschön und es ist ein echter Hingucker.

Der Schreibstil:
Ich mochte den Stil der Autorin sehr gern, da sie ziemlich leicht geschrieben hat, dass die Seiten und vor allem die Abschnitte der Leserunde plötzlich vorbei waren.

Fazit:
Ein Wohlfühlbuch. Ich kann es nicht anders sagen. Das Buch hat mich von der ersten Seite an abgeholt und war in jeglicher Hinsicht besonders. Ich kann es denjenigen Empfehlen, die mal etwas anderes aus dem NA Genre lesen möchten, dass nicht nur auf Bad boy behaftet ist. Es ist tiefgründig und mit so viel Emotionen verbunden, dass es durch den Schreibstil wirkt, als wäre man mitten in der Geschichte drin. Es war wirklich einzigartig und ist eine absolute EMPFEHLUNG!!!

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  • Cover
  • Gefühl
Veröffentlicht am 10.08.2021

VIEL ZU OBERFLÄCHLICH!!

Celestial City - Akademie der Engel
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Klappentext:
An der Fallen Academy, wo Brielle Atwater eigentlich ihr drittes Schuljahr antreten sollte, glauben alle, sie sei tot. Doch Luzifer hat sie in die Unterwelt verschleppt und hält sie dort gefangen. ...

Klappentext:
An der Fallen Academy, wo Brielle Atwater eigentlich ihr drittes Schuljahr antreten sollte, glauben alle, sie sei tot. Doch Luzifer hat sie in die Unterwelt verschleppt und hält sie dort gefangen. Er braucht Brielle, um seine Rachepläne in die Tat umzusetzen und die Erzengel zu töten. Sie allerdings denkt gar nicht daran, sich zu unterwerfen. Mit Hilfe einer Verbündeten gelingt ihr nach Monaten die Flucht aus der Hölle. Aber der Kampf geht weiter, denn Lincoln ist verschwunden. Wird sie den Teufel besiegen und ihre große Liebe retten können?

Meinung:
Zu Beginn des Buches tauchte Luzifer auf. Endlich konnte man sagen, denn sein Charakter war in den vorherigen Büchern zu kurz gekommen. Der typische Bösewicht aus der Hölle hatte hier mehr als einen Auftritt. Grundsätzlich mochte ich die Idee von Brielle in der Hölle sehr gerne. Endlich lernte man auch die andere Seite kennen und nicht immer nur Angel- und Demon City. Es gab ein neues Setting, was erfrischend war. Dennoch muss ich ganz platt sagen, dass mir die Details gefehlt haben. Nicht nur, was die Umgebung anging, sondern insbesondere ihr Leben dort. Es gab viele Szenen bzw. Teile des Tagesablaufes, die in zwei Sätzen erwähnt worden sind. Das fand ich wirklich schade, denn eine detaillierte Beschreibung hätte dem Buch mehr Tiefe gegeben.
Nun zurück zu Luzifer. Seine Person ist mir zu nett gewesen. Für einen Bösewicht hätte er ruhig etwas strenger sein können. Brielle mal so richtig in die Schranken weisen zum Beispiel. Das wäre Abwechslung gewesen, nicht ihre Medikamente abzusetzen, dann wieder zu erhöhen usw..

Zu Brielle. Ich wurde nicht warm mit ihr. Echt nicht. Ihre ganze Art ist mir irgendwann nur noch auf die nerven gegangen. Ihr gelang alles, sie war die Heldin, alles ist super. Nein, gar nichts ist super! Ihre Emotionen waren in manchen Szenen so unpassend, dass ich nur mit dem Kopf geschüttelt habe. Außerdem fand ich ihre Art und Weise einige Dinge zu schildern (Stichwort Depressionen) schlichtweg unpassend. Sie handelt oft unüberlegt und ganz plötzlich sind alle Nebencharaktere auf ihrer Seite. Ich habe wirklich versucht das positive zu sehen, aber leider ging es nicht.

Die Kampfszenen durften natürlich nicht fehlen. Sie waren gut beschrieben, dass man sich gut vorstellen konnte, was geschieht. Das war gut.

Auch die Nebencharaktere fand ich ziemlich blass. Und in der Mitte des Buches, die Szene mit Bernie, war für mich als Notlösung an den Haaren herbeigezogen. Die Erklärung war zu plump, zu einfach gehalten, dass es auf mich wirkte, als wüsste die Autorin nicht recht, wie sie die Szene sonst weiterführen konnte. Ebenso die anderen Charaktere in Demon City. Sie sind aufgetaucht, dann wieder verschwunden. Zusätzliche Handlungsstränge, die in die Geschichte verflochten worden waren, liefen leider gegen Ende ins Leere.

Lincolns Charakter fand ich hier sehr besonders. Er war für mich so anders in diesem Buch, dass er insbesondere bei den ersten Erwähnungen schwach wirkte. Und die gewisse Portion Kitsch durfte nicht fehlen.

Für mich hatte die Gesichte zu viele Auf und Abs, dass ich nicht wirklich warm damit wurde. Die Autorin hatte sicherlich einen Plan bei der Story, nur war die Umsetzung nichts. Eine Oberflächliche Abhandlung mit schwachen Charakteren.


Cover:
Für mich persönlich ist das Cover bisher das schönste der Reihe.

Schreibstil:
Ich mag die Flüssigkeit, die die Autorin durch ihre lockere Erzählweise geschaffen hat sehr. Allerdings muss ich auch sagen, dass mir die Sprache teils zu kindlich war.

Fazit:
Leider muss ich hier sagen, dass mich beim Lesen oftmals echt die Lust verlassen hat. Es lag eher an der Story und der zunehmend schwachen Umsetzung, als an dem Rest. Die Grundidee ist und bliebt super, doch die Umsetzung gefiel mir auch in Band drei nicht ganz so gut. Die Autorin handelt ein Ereignis nach dem nächsten ab und dabei fehlt mich nahezu dauerhaft die Tiefgründigkeit. Die Protagonistin entwickelt sich absolut nicht weiter und für sie verläuft alles viel zu einfach. Diese Darstellung als Heldin mochte ich nicht unbedingt, weil die vermeintlichen Konflikte, die der Handlung die Spannung geben, gefehlt haben.
Ob ich den nächsten Band noch lesen werden, weiß ich noch nicht.

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  • Handlung
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  • Cover
  • Atmosphäre
Veröffentlicht am 06.03.2021

Erwartungen nicht erfüllt.

Celestial City - Akademie der Engel
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KLAPPENTEXT:
Brielle Atwater ist sich bei drei Dingen absolut sicher:

1. Schwarze Flügel zu haben ist NICHT normal.

2. Ihre Seele an die Dämonen zu verkaufen war ein riesengroßer Fehler.

3. Lincoln ...

KLAPPENTEXT:
Brielle Atwater ist sich bei drei Dingen absolut sicher:

1. Schwarze Flügel zu haben ist NICHT normal.

2. Ihre Seele an die Dämonen zu verkaufen war ein riesengroßer Fehler.

3. Lincoln Grey ist der größte Idiot, den sie je getroffen hat ... aber sich nicht in ihn zu verlieben ist quasi unmöglich.

Inhalt (Spoiler-Frei):
Das Buch beginnt mit einer Alltäglichen Szene, was ich gut fand, weil man dann erstmal wieder einen Überblick über die Figuren bekommen hat, bevor es dann richtig losging.
Die ersten Kapitel folgen im Handlungsstrang sehr aufeinander, was für das Buch an sich sehr ungewohnt ist. Normalerweise gibt es mehrere Zeitsprünge, die öfters auch verwirrend waren.
Die Erweckungszeremonie an sich hat mit gut gefallen, weil sie sich um Brielle’s Bruder drehte. Doch was dann mit Mickey im weiteren Buch war, hat mir gar nicht gefallen. Er wurde so schnell abgefertigt und auch als er aufgetaucht war, war alles so schnell vorbei.
Ganz anders wie Lincolns Charakter. Ich mochte die Szenen mit ihm, weil sie das ganze aufgelockert haben.
Die Szenen am Anfang im Demon City waren gut.
Der Unterricht an der Akademie, also das eigentliche Leben was mich schon im ersten Band interessiert hatte ist wieder zu kurz gekommen.
Es gibt für mich ein paar unnötige Situationen, in Bezug auf Tiffany, die die Autorin sich hätte schenken könne. Generell wurde mir dieses Buch und der inhalt zu kurz und schnell abgehandelt. Erst begann es mit der Erweckungszeremonie und dann auf einmal gab es in der Mitte so einen großen Sprung der mehrere Monate umfasste, der mich etwas enttäuscht hat. Die Autorin hätte meiner Meinung nach viel mehr generelle Dinge an der Akademie beschreiben können, die einen Mehrwert für das Buch gebracht hätten.
Knapp vor dem Ende gab es eine Kampfnacht, die mir am besten gefallen hat. Die Autorin hat sich konkret darauf fokussiert und diese ist auf jeden Fall nicht zu kurz gekommen.
Auch das Ende ging mir einfach so schnell. Naja eigentlich waren es meiner Ansicht nach zwei Enden, weil eines so rapide begonnen hatte und eingeleitet wurde, wobei ich gedacht hatte, das war es dann. Aber dann war wieder alles gut für ein paar Seiten und am Ende kam dann noch mal etwas, was als Cliffhanger geendet hat. Da hätte ich mir gewünscht, dass noch einmal viel mehr beschrieben wurde anstelle von einem kurzen Auftritt von Personen und dann einen rapides Ende. Der Cliffhanger war gut, aber die Umsetzung hätte man besser machen können.
Ebenso wie manche Handlungen der Protagonistin Brille, weil diese sehr eigensinnig und stur waren.

Cover:
Das Cover an sich gefällt mir noch besser als das vom ersten Band. Die Farben harmonieren richtig gut und vor allem ist es einfach rosa!

Schreibstil:
Der Schreibstil war sehr angenehm. Ich habe dadurch sehr schnell gelesen, weil ich einfach so im Lesefluss war. Auch die Gespräche und Schilderungen waren sehr gut.

Fazit:
Die Fortsetzung hat mich leider etwas enttäuscht, weil der ganze Inhalt so schnell abgefertigt wurde. Dem Buch hätten 100-150 Seiten gut getan, damit es mehr Tiefe gehabt hätte.

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Veröffentlicht am 26.11.2020

Keine Spannung

Der fremde Freund. Drachenblut
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Die Novelle „Der Fremde Freund. Drachenblut“, von Christoph Hein ist 1982 in der DDR erschienen.

Das Buch handelt von einer Frau mittleren Alters, Claudia, die in der DDR lebt und ihren Alltag schildert.
Sie ...

Die Novelle „Der Fremde Freund. Drachenblut“, von Christoph Hein ist 1982 in der DDR erschienen.

Das Buch handelt von einer Frau mittleren Alters, Claudia, die in der DDR lebt und ihren Alltag schildert.
Sie hat eine Liebschaft mit ihrem Nachbar Henry und keine wirklich innige Beziehung mit ihren Eltern. Ebenso wenig wie mit anderen sozialen Kontakten. Freunde hat sie keine.

Ich habe dieses Buch gelesen, weil es eine Pflichtlektüre in der Schule ist.
Der Autor wollte einen tieferen Einblick in das Leben in der DDR geben und in das Leben einer Frau, die eine recht gleichgültige Ansicht auf alles hat.

Das Buch ist in 13 Kapitel gegliedert, die eine zeitliche Struktur bilden. Jedoch spielt das erste Kapitel ein Jahr später, bevor die Handlung ab dem zweiten wieder zurückspringt. Der Handlung vorangestellt ist ein kurzer Text, den man als einen Traum der Protagonistin deuten kann.

In der Novelle geht es um die Ostberliner Ärztin Claudia und ihren unspektakulären Alltag. Sie weigert sich in den Situationen jegliche Gefühle zuzulassen und beschreibt die Handlungen kühl und distanziert. Sie versucht zu verhindern, dass jeglicher Schmerz ihren Drachenpanzer durchdringt, den sie sich über die Jahre aufgebaut hat.

Die Handlungen, angefangen bei der Begegnung zwischen Claudia und Henry, waren nicht immer glaubwürdig. Teilweise waren sie sehr kurios und es kamen Fragen auf, warum die Protagonistin so handelte. Es gibt keine Fasen die außergewöhnlich spannend waren oder besonders hervorstachen. Alle Kapitel plätschern so vor sich hin und man sich beim lesen selbst motivieren, weil recht wenig geschieht.
Durch den nicht sehr spannenden Inhalt, musste ich mich beim Lesen sehr oft konzentrieren. Oftmals sind meine Gedanken abgeschweift, weil in diesem Buch recht wenig passiert. Die Handlung verläuft ohne Spannungsbogen.

Die Sprache ist zwar einfach gehalten, jedoch ebenfalls sehr eintönig. Es dominieren Hauptsätze, die Claudias Gedanken sachlich wiedergeben. Zusätzlich werden auch keine Wörter, wie plötzlich oder auf einmal verwendet, um die Handlung irgendwie interessanter zu machen.
Nach den ersten paar Seiten musste ich mich ehrlicherweise ziemlich durch die dennoch recht kurzen Kapitel quälen. Der monotone Schreibstil hat leider nicht sehr viel dazu beigetragen, dass ich das Buch sehr gerne mochte.
Die Sprache passte an sich jedoch gut zur Novelle.

Allgemein hat mir das Buch nicht so gut gefallen. Zugegeben lese ich gerne Bücher aus anderen Genres und habe zunächst damit gerechnet, dass es sich bei "Drachenblut" auch um eine eher fiktive Geschichte handelt. Mich konnte die Novelle mit dem nicht vorhandenen Spannungsbogen nicht wirklich überzeugen, weil mir alles zu abwechslungslos war. Dennoch würde ich das Buch denjenigen empfehlen, die DDR Literatur gerne lesen.

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