Profilbild von Schugga

Schugga

Lesejury Star
offline

Schugga ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit Schugga über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 09.05.2020

Modernes Sachbuch, unterhaltsam und informativ

Tagesschau & Co. – Wie Sender und Redaktionen Nachrichten machen
0

Wie entstehen eigentlich Nachrichten? Wer entscheidet, welche Themen und Bilder gezeigt werden? Darf überhaupt alles in den Nachrichten gezeigt werden? Wo finde ich Nachrichten und wie unterscheiden sich ...

Wie entstehen eigentlich Nachrichten? Wer entscheidet, welche Themen und Bilder gezeigt werden? Darf überhaupt alles in den Nachrichten gezeigt werden? Wo finde ich Nachrichten und wie unterscheiden sich diese untereinander? Was sind Fake-News, warum sind sie so gefährlich und wie kann ich solche erkennen?
Fragen über Fragen, welche in diesem Buch nach und nach für Groß und Klein anschaulich und sehr verständlich beantwortet werden. Die Leserinnen und Leser erfahren hier, welche Personen hinter den Nachrichten stehen, wie deren Alltag so abläuft und vieles mehr. Neben einigen Fun-Facts gibt es zudem interessante Interviews mit bekannten Personen aus der Nachrichtenwelt, welche auf die Interessen der jungen Leser zugeschnitten sind.
Ein sehr unterhaltsames und informatives Sachbuch mit vielen Tipps und moderner Gestaltung, welches Spaß macht zu lesen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 09.05.2020

Mystery, die mich nicht fesseln konnte

Dark Crows
0

Drei Jahre ist der Unfall her, bei welchem Angel ihre Mutter verlor und selbst mit einer Nahtoderfahrung davonkam. Nun hat sie plötzlich düstere Visionen - oder meldet sich das Reich der Seelen bei ihr? ...

Drei Jahre ist der Unfall her, bei welchem Angel ihre Mutter verlor und selbst mit einer Nahtoderfahrung davonkam. Nun hat sie plötzlich düstere Visionen - oder meldet sich das Reich der Seelen bei ihr? Ihr bester Freund Tim will nichts von dem Thema wissen, reagiert regelrecht abweisend darauf. Doch Angels Neugier überwiegt. Daher versucht sie auf eigene Faust, das Rätsel zu lösen - und bringt ihre Seele dadurch in große Gefahr.
Das Buch konnte mich nur mäßig überzeugen, auch wenn die Idee dahinter nicht schlecht ist. Mir fehlten zum Einen vernünftige Spannungsmomente, zum Anderen empfand ich den Romantikanteil eher anstrengend als wirklich romantisch. In vielen Szenen wurde mehr gequatscht als gehandelt, die böse Seite kam mit immer demselben Argument, statt sich mal was Neues einfallen zu lassen und Tim, bester Freund und Love Interest, hatte kein offenes Ohr für seine beste Freundin in den Momenten, in welchen sie ihn gebraucht hätte. Zudem war mir Angel zu leichtgläubig: Wenn ihr jemand was erzählte, nahm sie es einfach hin, ohne das Gesagte mal zu hinterfragen. Die böse Seite erzählt ihr was? Klar, wird schon stimmen. Entsprechend verrannte Angel sich auch in Dinge, wodurch sie sich und andere unnötig in Gefahr brachte. Dass eine Gruppe junger Leute sich ein Haus kauft und in den Ort zieht, kurz nach dem tragischen Unfall, und keiner mal genauer hinterfragt, was die so machen ausser nach 3 Jahren mal den Zaun zu reparieren, konnt ich nicht so recht verstehen. Nicht mal Angels Vater war skeptisch, womit der drei Jahre ältere Freund ihrer Tochter so sein Leben bestreitet? Wobei schnell klar war, dass mehr hinter Tim und seinen Freunden stecken muss, die zogen nicht zufällig damals in Angels Nähe. Und die übernatürlichen Momente verwirrten mich wiederholt, weil oft nicht sicher war, ob Angel das nun erlebte oder träumte oder was auch immer. Mir fehlten einfach die Highlights - grad die Momente, welche besonders gefährlich waren, zogen sich durch ewige Diskutiererei unnötig in die Länge und wurden dadurch langweilig.
Eine Mystery-Fantasy mit einer liebenswerten, wenn auch leichtgläubigen Protagonistin, bei welcher mir eine ausreichende Spannung sowie interessante Highlights gefehlt haben.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 09.05.2020

Krimi mit einem dramatischen historischen Hintergrund

Nordlicht - Die Spur des Mörders
0

Der 73-jährige Karl Bentien wird in Flensburg brutal zu Tode getreten. Der ehemalige Studienrat gehörte der Dänischen Minderheit an. Da seine Leiche ausgerechnet am Idstedt-Löwen, dem Symbol deutsch-dänischer ...

Der 73-jährige Karl Bentien wird in Flensburg brutal zu Tode getreten. Der ehemalige Studienrat gehörte der Dänischen Minderheit an. Da seine Leiche ausgerechnet am Idstedt-Löwen, dem Symbol deutsch-dänischer Freundschaft, aufgefunden wird, wird eine deutsch-dänische Sondereinheit in Padborg gegründet, um den Fall zu klären. Mit dabei das Team Boisen & Nyborg.
Die Spur des Mörders ist der zweite Fall, bei welchem Boisen & Nyborg gemeinsam ermitteln, kann allerdings auch ohne Vorkenntnis des ersten Bandes gelesen werden. Die deutsche Hauptkommissarin Vibeke Boisen, oft kühl und überkorrekt wirkend, wird während der Ermittlungen mit ihrer eigenen Vergangenheit konfrontiert, was sie teilweise etwas aus der Bahn wirft und sie dadurch vor unerwartete Herausforderungen stellt. Rasmus Nyborg von der dänischen Polizei hingegen wirkt wie das absolute Gegenteil von ihr. Ist Vibeke fast schon ein Kontrollfreak, ist Rasmus auch mal unkontrolliert, arbeitet unkonventionell und lebt seine Emotionen aus.
Der Stil der Autorin hat mich überzeugt: Die Örtlichkeiten sind ausreichend beschrieben, so dass ich mir alles vorstellen konnte, auch ohne die Gegenden zu kennen. Die Personen sind vielschichtig und die Ermittlungsarbeit realistisch und spannend. Der Fall selbst gestaltet sich als äußerst interessant, wird doch ein Teil deutsch-dänischer Geschichte behandelt. Auch hier hat die Autorin geschickt Wissenswertes in den Roman eingearbeitet, ohne wie ein Geschichtsbuch mit Krimi drumherum zu wirken. Und die Auflösung des Falles? Ja, die hat mich wirklich positiv überrascht.
Ein rundum gelungener und bis zum Ende spannender Krimi, der auf einem realen, deutsch-dänischen Drama basiert.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 03.05.2020

Emotionales Abenteuer voller Magie und Märchenelemente

Shadow Tales - Das Licht der fünf Monde
0

Lelani und ihr bester Freund Haze staunen nicht schlecht, als sich an ihrem 18. Geburtstag ihr bisher verschlossenes Medaillon öffnet und eine vertraut wirkende Frau sie zu sich zu rufen scheint. Ihre ...

Lelani und ihr bester Freund Haze staunen nicht schlecht, als sich an ihrem 18. Geburtstag ihr bisher verschlossenes Medaillon öffnet und eine vertraut wirkende Frau sie zu sich zu rufen scheint. Ihre leibliche Mutter? Zudem ruft das geöffnete Amulett Kräfte in Lelani frei, welche fortan die Königin des Reiches Jagd auf sie machen lässt. Lelani und Haze machen sich auf die Suche nach der Frau - eine aufregende und gefährliche Reise beginnt für die beiden.
Das Buch ist primär aus Lelanis Sicht geschrieben, wobei die böse Seite ebenfalls einige Passagen erhält. Lelani und Haze sind mir auf Anhieb sympathisch gewesen und bilden ein gutes Team, welches jedoch durch einen dritten Part empfindlich gestört wird, zumal Lelani stellenweise doch recht verträumt-naiv wirkt. Neben einem leichten Dreiecksverhältnis gibt es zudem einige märchenhafte Anspielungen, welche die Autorin gekonnt in die Erzählung verwoben hat wie die Gefangene im Turm, den großen bösen Wolf, Snow und die sieben Räuber oder eben die böse Königin. Von der Geschwindigkeit der Abenteuer her ging es mir manchmal etwas zu langsam voran, der Schwerpunkt lag wiederholt auf Emotionen und Gedanken, was andererseits der Geschichte eine ziemliche Tiefe verleiht, aber eben auf Kosten der Spannung.
Ebenfalls störten mich ein paar Unstimmigkeiten [Achtung, Spoiler!]: Warum trat Lelanis ererbte Magie erst an ihrem 18. Geburtstag zutage, obwohl dies ansonsten viel früher geschieht? Und warum ruft die Mutter ihre Tochter erst zu sich, nur um nach all den gefährlichen Strapazen der Tochter dieser zu sagen, sie solle verschwinden, weil es für sie dort zu gefährlich sei?! Warum dann erst das Mädchen zu sich rufen?!
Eine schöne Idee voller Magie und Anklang an Märchenelemente, leider mit einigen Längen und Unstimmigkeiten, welche dennoch Lust auf eine Fortsetzung macht.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 03.05.2020

Wenn dich die dunkle Variante der Realität zu sich ruft

Darker Things
0

Die 17-jährige Lejla wurde dazu verdonnert, den Sommer über illegale Graffitis zu beseitigen als Strafe für eine Tat, welche sie gar nicht begangen hat. Hilft alles nichts, da muss sie nun durch. An einem ...

Die 17-jährige Lejla wurde dazu verdonnert, den Sommer über illegale Graffitis zu beseitigen als Strafe für eine Tat, welche sie gar nicht begangen hat. Hilft alles nichts, da muss sie nun durch. An einem Nachmittag wird sie jedoch bei ihrem "Sommerjob" von einem düsteren Typen recht ruppig vertrieben, der sich dort mit jemandem treffen will. Als sie sich kurz darauf wieder an den Ort traut, stellt sie erschrocken fest, dass nun die gesamte Wand besprayt ist: Mit der Skyline von Basel, nur in einer deutlich zerstörteren Version. Merkwürdig nur, dass ihre beste Freundin Endra das Bild nicht sehen kann. Kurz darauf beginnen Lejlas Visionen der Zerstörung ihrer Stadt, welche anschließend eintreffen. Stets taucht dieser Fremde kurz vorher auf. Hat er etwas mit der Sache zu tun? Oder zieht Leyla selbst die Zerstörung an? Und was hat es mit der Dunkelwelt auf sich und der Geheimgesellschaft, welche fortan Jagd auf sie macht? Lejla flieht - in die Dunkelwelt...
Das Buch ist sowohl aus Lejlas Sicht wie auch aus der des Fremden erzählt. Inhaltlich wird man langsam an die Story herangeführt, lernt Lejla und ihre Freundin kennen, ebenso wie den Fremden, der natürlich auch einen Namen hat. Dabei ist Lejla eine angenehm umgängliche Person, kein zickiger Teenager, der einem auf die Nerven geht. Und beim Fremden zeichnete sich mir schnell das Bild eines Bad Boys ab, der längt kein Bad Boy mehr sein will und nicht so schlecht ist, wie es zunächst scheint.
Die Idee der Dunkelwelt, was sich dahinter verbirgt und welche Rolle diese spielt, hat mir sehr gefallen, ebenso die Hintergründe der Geheimgesellschaft. Stilistisch hat die Autorin recht viele Details eingebaut, welche die Story auf eine angenehme Geschwindigkeit bremsen und dadurch alles für mich greifbarer machten. So konnte ich mir die Personen ebenso gut vorstellen wie die Umgebung, vor allem die Dunkelwelt war recht anschaulich beschrieben.
Wer ein Buch voller Action und einer übertoughen Protagonistin erwartet, wird sich vielleicht im Buch nicht ganz wohl fühlen. Ich empfand es vielmehr als ein Wohlfühlabenteuer mit zwei sympathischen Hauptcharakteren, welches zwar in sich abgeschlossen ist, aber aufgrund der Dunkelwelt die Möglichkeit einer Fortsetzung offenlässt.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere