Cover-Bild Shadow Tales - Das Licht der fünf Monde
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17,00
inkl. MwSt
  • Verlag: ONE
  • Genre: Kinder & Jugend / Jugendbücher
  • Seitenzahl: 400
  • Ersterscheinung: 27.03.2020
  • ISBN: 9783846600962
Isabell May

Shadow Tales - Das Licht der fünf Monde

Band 1
Die verträumte Lelani wächst in einem Dorf im Königreich Vael auf. Schon immer spürt sie eine starke Verbindung zu den fünf magischen Monden, die nachts über ihr erstrahlen. Als sich an ihrem 18. Geburtstag das Amulett öffnet, das ihre Eltern ihr hinterlassen haben, steht Lelanis Welt auf einmal Kopf. Zusammen mit ihrem besten Freund Haze macht sie sich auf die Reise, ihre wahre Bestimmung zu erfüllen - und gerät in einen Strudel aus Gefühlen, Selbstfindung und dunkler Magie ...

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 23.03.2020

Magisch ...

7

Shadow Tales - Das Licht der fünf Monde von Isabell May ist meine erste Fantasy-Geschichte und daher anders, als alles, was ich sonst so lese. Das Cover ist wunderschön und sieht irgendwie magisch aus. ...

Shadow Tales - Das Licht der fünf Monde von Isabell May ist meine erste Fantasy-Geschichte und daher anders, als alles, was ich sonst so lese. Das Cover ist wunderschön und sieht irgendwie magisch aus. Man sieht eine Waldlichtung, die in blau-grau-schwarzen Farben gehalten ist, im Vordergrund steht eine anmutige Frauengestalt mit Kapuzenumhang umgeben von magischen Funken und einigen Sternen. Es übt eine große Anziehungskraft auf mich aus. Gebannt fange ich an zu lesen. Der Plot ist äußerst spannend und ist von der Autorin klug durchdacht in einer fiktiven Fantasiewelt, nämlich im Königreich Vael angelegt. Die Handlung gliedert sich in mehrere Zeitstränge und beginnt mit dem Prolog, in dem man etwas über die Vorgeschichte erfährt. Die Protagonisten Lelani, Haze und Kyran sind liebevoll erdacht sowie fein und detailreich beschrieben. Ruckzuck bin ich dem Mix aus Charme, Gefühl und Magie erlegen. Ich hatte zeitweise das Gefühl, das sie echt sein könnten, so gut sind sie von Isabell May wortreich mit Leben gefüllt worden. Die Geschichte ist mittelalterlich geprägt, mit echtwirkenden Fabelwesen, wie dem Blutwolf, den Pixies oder den Kelpies ausgeschmückt und mit Elementen der Sonnen- und Mond-Magie abgerundet. Für mich strukturieren diese beiden gegensätzlichen Planeten das Ganze. Es gelingt mir so besser, den Plot einzuordnen. Das gefällt mir sehr gut, sind es doch Elemente, denen ich sonst kaum oder wenig Beachtung schenke. Schmunzeln musste ich, als ich meinte, das ein oder andere Märchen im Text wieder entdeckt zu haben. Aber auch dies war durchaus passend und gibt der Geschichte erst den richtigen Pfiff. Der Schreibstil ist flüssig und lässt sich gut lesen. Die Wortwahl ist treffend und passt meiner Meinung nach sehr gut zum Geschehen. Die Spannungskurve ist sehr gut aufgebaut und hat mich durchgehend in den Bann gezogen. Grins ☺ und ich habe, „trotz betagteren Alters“, wie ein Teenie noch zu später Stunde im Bett gelesen und die Nachtischlampe erst ausgemacht, als ich das Buch beendet hatte.

Inhalt:
Die verträumte Lelani wächst in einem Dorf im Königreich Vael auf. Schon immer spürt sie eine starke Verbindung zu den fünf magischen Monden, die nachts über ihr erstrahlen. Als sich an ihrem 18. Geburtstag das Amulett öffnet, das ihre Eltern ihr hinterlassen haben, steht Lelanis Welt auf einmal Kopf. Zusammen mit ihrem besten Freund Haze macht sie sich auf die Reise, ihre wahre Bestimmung zu erfüllen - und gerät in einen Strudel aus Gefühlen, Selbstfindung und dunkler Magie ...

Die Autorin:
Isabell May, geb. 1985 in Österreich, studierte Germanistik, Bibliothekswesen und einige Semester Journalismus und PR. Es vergeht kein Tag, an dem sie nicht schreibt: Schon als Kind hat sie begonnen, Kurzgeschichten und ganze Romane zu schreiben. Nach Close to you folgt nun ihr Fantasy-Debut bei ONE. Die Autorin lebt in der Nähe von Aachen.

Fazit: **** Sterne. Das Buch “Shadow Tales – Das Licht der fünf Monde: Band 1“ hat 400 phantasievolle und sehr aufregende Seiten und ich kann es kaum erwarten, dass der zweite Teil dieser Dilogie verlegt wird.

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Veröffentlicht am 27.03.2020

Leider relativ vorhersehbar und anstrengende Liebesgeschichte, trotz schönem Stil und interesantem World Building

6


An sich fand ich das World Building hinter dem Ganzen sehr faszinierend. Es gibt fünf Monde und manche Menschen verfügen über erblich weitergegebene Mondmagie, und sind deshalb im oberen Teil der Gesellschaft ...


An sich fand ich das World Building hinter dem Ganzen sehr faszinierend. Es gibt fünf Monde und manche Menschen verfügen über erblich weitergegebene Mondmagie, und sind deshalb im oberen Teil der Gesellschaft vertreten, die von einer High Lady regiert wird. Darüber hinaus führt die Autorin im Verlaufe der Handlung neben bekannten Tieren verschiedene Wesen wie Blutwölfe oder Pixies ein, die an Sagen aus unserer Welt erinnern, ebenso wie Märchenanspielungen, was ich ganz cool fand.

Die Handlung beginnt mit einem Prolog, der vor der Geschichte spielt und Spannung weckt. Dann springen wir zu Lelani, deren Amulett, das einzige, das ihr von ihren leiblichen Eltern geblieben ist, an ihrem achtzehnten Geburtstag plötzlich aufspringt. Sie entdeckt, dass sie wider Erwarten Mondmagie hat, und bricht gemeinsam mit ihrem besten Freund Haze auf, um ihre leibliche Mutter zu finden und eine Antwort auf ihre Kräfte zu erhalten. Dabei läuft ihr dann der selbstsichere, gutaussehende Adelige Kyran über den Weg ...

Sie brechen also auf, und dann passiert erst mal eine ganze Weile ... gar nichts. Als nicht nichts, sie reisen durch die Gegend, und es gibt eine Nebenhandlung, bei der ich das Verhalten eines Charakters unlogisch und nicht nachvollziehbar fand, die aber sonst auch interessante Aspekte enthält. Der eigentliche Hauptplot wird jedoch erst im letzten Drittel wieder aufgegriffen. Zwischendurch gibt es ein paar kurze Abschnitte aus der Sicht anderer Figuren, vor allem der High Lady, die Spannung generieren sollen.
Insgesamt hatte ich mir am Anfang schnell die wesentlichen Zusammenhänge zusammengereimt, und wurde darin auch nicht weiter überrascht, da die Handlung relativ vorhersehbar verläuft. Da die Konflikte an sich Potenzial haben, hätte ich es auch nicht weiter schlimm gefunden, wenn diese Verbindungen früher gezogen und neue Aspekte aufgemacht worden wären.

Dadurch, dass ich also quasi das ganze Buch lang darauf gewartet habe, die Erkenntnisse zu bekommen, mit denen ich sowieso schon gerechnet hatte, kam bei mir auch nicht wirklich viel Spannung auf. Das Buch verfolgt dabei in meinen Augen teils sehr stereotypische Handlungsmuster - Lelani ist zum Beispiel die typische naive Protagonistin, wobei ich das hin und wieder ein bisschen anstrengend fand. Okay, sie ist in einem abgeschiedenen Dorf aufgewachsen, aber auch da gab es Gefahren. Ansonsten war sie mir aber nicht direkt unsympathisch, entwickelt aber wie die meisten Charaktere in meinen Augen auch nicht wirklich Tiefe.

Die Freundschaft, wie sie anfangs zwischen Haze und Lelani dargestellt wurde, mochte ich da noch sehr gerne. Gerade hier, aber auch später, spielt immer ein leichter Humor mit. Und auch die Beziehung zwischen Lelani und ihrer Ziehmutter Alpha, die eine etwas eigene Sprechweise hat, ist ganz schön dargestellt.
Ansonsten mochte ich den Schreibstil sehr gerne, der leicht poetisch ist und die fremde High Fantasy-Welt teils mit wunderschönen Beschreibungen zum Leben erweckt.

Am anstrengendsten fand ich allerdings die Liebesgeschichte. Lästert Lelani anfangs noch über die arroganten Adeligen, ist sie bei Kyrans Anblick natürlich hin und weg, und das, obwohl er sich relativ herablassend ihr gegenüber verhält. Kyran ist der goldene Märchenprinz, der mir schlichtweg auch eine Spur zu perfekt ist - er sieht perfekt aus, er kann perfekt kämpfen und ist sich dessen natürlich absolut bewusst. Und während Haze gesunden Misstrauen entwickelt, ist Lelani natürlich voll begeistert von ihm. Hinzu kommt ein weiterer Aspekt, der sich im Verlaufe der Handlung entwickelt, und ich mag diesen Trope leider wirklich nicht und fand es eher unnötig.

Fazit: Interessantes World Building und schöne Beschreibungen, aber stereotypische und vorhersehbare Handlung, bei der der Hautplot sehr lange zum Erliegen kommt. Die Charaktere bleiben eher blass und die Liebesgeschichte habe ich als sehr anstrengend empfunden.

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Veröffentlicht am 26.03.2020

Ein magischer Auftakt

5

Schon auf den ersten Blick hat das Buch meine Aufmerksamkeit geweckt, da das Cover einfach wunderschön aussieht. Als ich mir dann den Klappentext angeschaut habe, war meine Neugier geweckt und nach der ...

Schon auf den ersten Blick hat das Buch meine Aufmerksamkeit geweckt, da das Cover einfach wunderschön aussieht. Als ich mir dann den Klappentext angeschaut habe, war meine Neugier geweckt und nach der Leseprobe konnte ich es gar nicht mehr abwarten, dass Buch endlich zu lesen. Meine Vorfreude war somit ziemlich groß und nun nach dem lesen kann ich sagen, dass ich definitiv nicht enttäuscht wurde.

Schon zu Beginn des Buches wird es magisch und sehr spannend. Die Thematik der 5 Monde und was es mit Lelanis Amulett auf sich hat, macht definitv Lust auf mehr, sodass man eigentlich nur so durch das Buch fliegt. Stück für Stück erfährt man mehr von der Welt, der Geschichte und der Magie, jedoch nie so viel, dass sich die Geheimnisse auflösen und man genug Spielraum hat, um selbst seine Theorien aufzustellen und zu spekulieren was passieren könnte. Somit kann es passieren, dass man plötzlich dem "Guten" vorwirft evtl. doch der "Böse" zu sein und andersherum. Ohne an dieser Stelle zu viel zu verraten, glaube ich aber dennoch das bei beiden mehr dahinter steckt, als es nach außenhin den Anschein macht. Von Anfang an der Geschichte lassen sich bestimmte Aspekte bereits erahnen, sodass es am Ende keine große Überraschung war, als man endlich die Bestätigung bekommen hat. Allerdings war dies für mich kein Problem, da ich mich sogar bei einer meiner Theorien darüber gefreut habe als diese wirklich auch eingetreten ist.

Der Schreibstil im Buch ist wundervoll und hat mir richtig gut gefallen. Er ist angenehm zu lesen und durch die vielen, bildhaften Beschreibungen bekommt man ein sehr gutes Bild der entworfenen Welt und hat das Gefühl selbst dort zu sein. Es gibt einige Fantasywesen, die die Welt lebendig abwechslungsreich und sehr atmosphärisch wirken lassen. Zudem gibt es sogar einige Elemente, die sich auf bekannte Märchen beziehen, ohne das es eine reine Nacherzählung ist und die die Stimmung durch ihren Wiedererkennungswert etwas auflockern.

Das Charakterdesign hat mir gut gefallen. Mir waren sie durchweg sysmpathisch, besonders Haze durch seine lockere und fröhliche Art. Zu Beginn empfand ich ihn jedoch als etwas anstrengend, da ich seine Reaktion auf Kyran zwar schon gerechtfertigt fand, allerdings auch ein wenig zu heftig. Das was er zu viel an Skepsis an den Tag gelegt hat, hat Lelani gegenüber allerdings gefehlt. Sie war anfangs sehr naiv und unerfahren, sodass sie sich direkt auf Kyran eingelassen hat und ihm ihr Vertrauen geschenkt hat. In ihrer Entwicklung hat mir aber gefallen, dass sie am Ende sich selbst eingestanden hat, dass sie ihm gegenüber hätte vorsichtiger sein müssen. Generell finde ich, dass sie im Verlauf der Geschichte stärker wird, nicht nur in Bezug auf ihre Magie, die sie kennen lernt und versucht zu beherrschen, sondern auch auf sich selbst bezogen. Bisher kannte sie nur ihr kleines Dorf, in dem sie wohlbehütet aufgewachsen ist, und nun lernt sie die Welt mit all ihren Gefahren kennen und muss versuchen mit ihnen fertig zu werden. Hinzu kommen ihre eigenen Gefühle, die sie erst einmal kennen und verstehen lernen muss. Insgesamt finde ich diesen Prozess bzw. diese Entwicklung sehr spannend und hoffe, dass im nächsten Band diese Entwicklung noch fortgewführt wird und zudem alle offenen Fragen zufriedenstellend geklärt werden, denn im Auftakt der Reihe wurde zunächst nur ein geringer Teil aufgeklärt.

Fazit:
Es erwartet euch eine wirklich tolle Geschichte mit vielen, bildhaften Beschreibungen, einem wundervollen Schreibstil und einer gewissen Portion an Spannung. Ich freue mich nun schon sehr auf die Fortsetzung :)

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Veröffentlicht am 25.03.2020

Atmosphärisch, bildhaft und unterhaltsam, aber auch mit ein paar Kritikpunkten

4

Meinung:
Also das Cover ist ja wirklich ein Traum und auch die Kurzbeschreibung hat mich angesprochen. Ich mag ja Fantasyromane sehr gerne und die Geschichte mit den fünf magischen Monden fand ich irgendwie ...

Meinung:
Also das Cover ist ja wirklich ein Traum und auch die Kurzbeschreibung hat mich angesprochen. Ich mag ja Fantasyromane sehr gerne und die Geschichte mit den fünf magischen Monden fand ich irgendwie gleich interessant.

So bin ich auch gut ins Buch gestartet. Anfangs gibt es einen geheimnisvollen Prolog, der viele Fragen aufwirft, dem Leser aber doch auch schon einiges offenbart, was er aber erst mit der Zeit zuordnen kann. Im Hauptteil lernt man Protagonistin Lelani kennen, die in einem kleinen Dorf aufwächst und dieses auch noch nie verlassen hat. Dementsprechend ist sie anfangs durchaus ein bisschen verträumt und naiv, aber ich mochte ihre Art gleich richtig gern.
Auch ihren besten Freund Haze bzw. vor allem ihren Umgang miteinander, habe ich gleich ins Herz geschlossen.

Die Geschichte startet eigentlich schon gleich damit, dass sich Lelanis Amulett zu ihrem 18. Geburtstag öffnet und sie sich auf die Reise macht, um ihre Mutter zu finden. Dies ruft aber auch die High Lady von Vael auf den Plan, die die Entladung der Magie gespürt hat und ihre Männer schickt, angeführt von dem Sohn eines Lords - Kyran. Prinzipiell gibt es auch ein paar Anteile aus der Sicht der High Lady, die nochmal eine ganz andere Seite offenbaren und sich interessant lesen lassen.

Aber wie man sich vielleicht schon denken kann, wenn hier von zwei Männern gesprochen wird, entwickelt sich dadurch doch leider das verhasste Liebesdreieck. Dieses ist bisher weniger ausgeprägt, wie befürchtet, aber ich gehe auch davon aus, dass es noch nicht abgeschlossen ist. Ich finde es einfach schade und unnötig, dass Autoren vermehrt diesen Weg gehen. Die Freundschaft zwischen Haze und Lelani war so toll, die hätte für mich keine Liebesgeschichte mit unnötigen Eifersüchteleien gebraucht.

Die Geschichte hat aber viele Pluspunkte, allen voran einen grandiosen, märchenhaften und total atmosphärischen Schreibstil, der die tollen Umgebungsbeschreibungen, Begegnungen und vor allem auch die interessanten Fantasywesen wirklich bildhaft vor den Augen entstehen lässt und den Leser mitten rein zieht. Das hat mir wirklich sehr gut gefallen und in diesem Punkt konnte sich die Geschichte auch positiv von anderen Vertretern dieses Genres abheben.

Die Handlung an sich ist durchaus auch interessant, vor allem gibt es viele humorvolle Dialoge und auch spannende Szenen mit viel Gefahr. Dabei gibt es vor allem auch im Mittelteil eine recht ausführliche Nebenhandlung, die sehr tiefgründig ist und das schönste daran sind die immer mal mehr oder minder versteckten Elemente von bekannten Märchen. Das hat super in die Geschichte gepasst und mich beim Lesen immer gefreut, wenn ich etwas Neues entdecken konnte.

Jedoch hat der Plot auch noch einen Kritikpunkt zu bieten, nämlich die Vorhersehbarkeit der des Haupthandlungsstrangs. Dieser ist nämlich wirklich genauso eingetroffen, wie ich mir das von Anfang an gedacht habe. Das Liebesdreieck, die Rolle der einzelnen Figuren und das Geheimnis von Lelani und ihrer Mutter. Dadurch, dass alles so bildhaft und lebendig beschrieben ist, ist es auch nicht wirklich schlimm oder langweilig gewesen, aber es ist doch aufgefallen und dadurch hat mir irgendwie ein Aha-Effekt gefehlt und ich war einfach nicht vollkommen überwältigt. Und das ist etwas schade, da es das Buch durchaus das Potential dafür gehabt hätte.

Das Ende ist ganz zufriedenstellend, vor allem weil es keinen gemeinen Cliffhanger gibt. Es bleiben zwar Fragen offen, aber man kann gut damit leben, vor allem weil der Abschlussband bereits im Herbst diesen Jahres erscheinen soll.

Fazit:
Ein interessanter Start in eine neuen Fantasywelt, der vor allem durch die Ideen und seinen atmosphärischen und bildhaften Schreibstil überzeugen und gut unterhalten kann. Die Handlung bietet auch einiges an Spannung, interessante Nebenschauplätze und verstecke Märchenelemente, aber die Haupthandlung ist leider doch ziemlich geradlinig und zu vorhersehbar. Und auch das Liebesdreieck fällt unter die Kritikpunkte, weil es für mich einfach abgedroschen und auch überhaupt nicht nötig ist. Auch wenn es zum Glück bisher weniger raumfüllend war, wie befürchtet. Insgesamt haben aber wirklich die vielen positiven Elemente überwogen und ich habe die Geschichte gern gelesen und bin auch gespannt, wie es weitergeht, weshalb ich noch 4 Sterne vergebe.

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Veröffentlicht am 24.03.2020

Magisches Märchen

4

In einem Dorf im Königreich Vael, das so winzig ist, dass es nicht mal einen eigenen Namen trägt, wächst Lelani bei ihrer Ziehmutter auf. Wer ihre Eltern sind, weiß sie nicht, nur ein Amulett erinnert ...

In einem Dorf im Königreich Vael, das so winzig ist, dass es nicht mal einen eigenen Namen trägt, wächst Lelani bei ihrer Ziehmutter auf. Wer ihre Eltern sind, weiß sie nicht, nur ein Amulett erinnert an ihre Herkunft. Als an ihrem achtzehnten Geburtstag sich genau dieses Amulett öffnet, ist plötzlich alles anders als je zuvor. Denn das Amulett scheint Lelani zu rufen, nach ihrer Herkunft zu suchen. Als dann im Dorf Fremde auftauchen, von denen der junge Kyran sie vor einem Blutwolf rettet, wird es noch deutlicher, dass es etwas anders ist. Gemeinsam mit ihrem besten Freund Haze macht sich Lelani auf den Weg. Aber dieser wird von vielen Gefahren gekreutzt.
Meine Meinung
Das Cover hat mich magisch angezogen, denn es wirkt auch genauso, nämlich magisch. Schon beim Einstieg mit dem märchenhaft klingenden Prolog konnte mich Autorin Isabell May in ihren Bann ziehen. Doch auch danach geht die Geschichte leicht und locker erzählt weiter und gleich vorweg: mir hat es einfach richtig gut gefallen. Neben dem wirklich einnehmenden Schreibstil schafft es die Autorin mit vielen, teils auch humorvollen Dialogen, die Geschichte aufzulockern, womit sie auch wieder bei mir punkten konnte.
Isabell May erzählt ihre Geschichte rund um Lelani sehr spannend und geheimnisvoll. Zwar hatte ich so nach und nach immer mehr Vermutungen, was hinter den Geheimnissen stecken könnte, doch trotzdem fühlte ich mich hier sehr gut unterhalten und in keinster Weise gelangweilt. Es gibt hier für die Protagonisten so manch ein Abenteuer zu bestehen und dabei konnte die Autorin auch mit immer wieder actionreichen Szenen bei mir punkten. Alles in allem war es schwer, das Buch wieder aus der Hand zu legen, wenn man einmal begonnen hatte.
Das liegt hier unter anderem auch an dem wirklich gelungenen Weltenaufbau und den dazu passenden, magischen Geschöpfen. Die Autorin hat ein Händchen dafür, die Welt bunt und vorstellbar zu zeichnen, so dass das Kopfkino nicht zu kurz kommt. Vor allem ihre magischen Geschöpfe haben es mir angetan, allen voran die eine winzig kleine Elfe, die mich mit ihren Aktionen immer wieder schmunzeln ließ.
Lelani ist die Ich-Erzählerin der Geschichte, so dass man hier direkt mit ihr miterlebt und mitfühlt. Hin und wieder wechselt die Perspektive und man bekommt den ein oder anderen Einblick darauf, was zuvor vorgefallen ist und wie das alles mit Lelani zusammenhängen könnte. Da es der erste Band einer Dilogie ist, bleiben aber auch noch so einige Fragen offen und ich freue mich jetzt schon darauf, Band 2 in den Händen halten zu dürfen.
Protagonistin Lelani war mir auf dem ersten Blick sympathisch. Man spürt durchaus, dass sie recht behütet und fernab von allem Trubel aufgewachsen ist. So wirkt sie bei manch einer Handlung noch naiv, doch je mehr die Geschichte fortschreitet, desto mehr wird deutlich, dass sich hinter Lelani eine mutige und tapfere junge Frau verbirgt. An so manch einer Stelle habe ich sie für ihren Mut und ihre Entschlossenheit bewundert. Dadurch, dass man ganz durch ihre Augen das Geschehen verfolgt, kann man sich sehr gut in sie hineinversetzen.
Neben Lelani steht ihr bester Freund Haze, der mir mindestens genauso schnell sympathisch war. Die beiden sind zusammen aufgewachsen und das merkt man ihnen auch an, denn wenn es drauf ankommt, dann halten sie zusammen. Doch da gibt es auch etwas, dass Haze bisher vor Lelani verborgen hat, was erst deutlich wird, als der junge Kyran auftaucht. Dieser ist, nicht nur optisch, das Gegenteil von Haze, sondern der etwas großmäulige, strahlende Held. Natürlich liefert das genau das, was ich persönlich nicht mehr so gerne habe: nämlich die Steilvorlage für eine Dreiecksbeziehung. Ich habe zwar jetzt bereits eine Ahnung, wie sich das weiterentwickeln wird, aber wer weiß. Diese drei Charaktere bilden den Mittelpunkt der Geschichte, zwar gibt es auch Nebencharaktere, die aber in diesem ersten Band erst einmal eher nebensächlich bleiben. Auch hier denke ich, dass in Band 2 noch die ein oder andere Überraschung auf uns warten wird.
Mein Fazit
Ein toller Einstieg in eine Dilogie, der mich von der ersten Seite an gefesselt hat und der nur schwer aus der Hand zu legen ist. Sympathische Charaktere, eine Geschichte mit Spannung, aber auch mit Humor und ein tolles Worldbuilding konnten mich hier überzeugen. Ich freue mich bereits jetzt auf die Fortsetzung und sage hier: unbedingt lesen!

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