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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 20.11.2018

absolut zum Wohlfühlen

Sowas kann auch nur mir passieren
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In Mhairi McFarlane's Buch "Sowas kann auch nur mir passieren" verfolgen wir die Entwicklung von der 30-jährigen Georgina, die ein versteckt gehaltenes und dennoch lang verfolgtes Ereignis aufarbeitet. ...

In Mhairi McFarlane's Buch "Sowas kann auch nur mir passieren" verfolgen wir die Entwicklung von der 30-jährigen Georgina, die ein versteckt gehaltenes und dennoch lang verfolgtes Ereignis aufarbeitet. Bei Georgina scheint sich eine Pechsträhne nach der anderen zu ereignen und versucht mit viel Witz jede der Herausforderungen anzunehmen. Doch als ein bestimmter Mensch wieder in ihr Leben tritt, muss sie sich erneut ihrer unterdrückten Vergangenheit stellen.

Der Start ins Buch fällt nicht schwer. Die Autorin heißt einen mit vielen vorstellbaren Vergleichen herzlich Willkommen und man fühlt sich gleich wohl. Auch die Hauptprotagonistin sammelte mit ihrer lockeren, unverblümten Art von Beginn an Sympathiepunkte.
Die beschreibenden Gedanken von Georgina und ausführlichen Gespräche mit ihrer Clique und Familie lassen die Story sehr authentisch wirken. Manchmal vergaß ich mich sogar in ihren Gedankenzügen und musste mich in der aktuellen Szene neu orientieren.

Das Buch bleibt immer bei der Hauptprotagonistin Georgina, was ich sehr gut finde. Allerdings kommen die knisternden Gefühle erst sehr spät ins Buch, da hätte ich mir vielleicht etwas früher schon einen Hauch von Liebe gewünscht!

Obwohl ich mich etwas an Mhairi McFarlane's Schreibstil erst gewöhnen musste (mein erstes Buch der Autorin), gefällt es mir sehr gut, wie sie die Charakter in ihren Büchern eine Entwicklung durchmachen lässt.
Verpackt mit Humor und Ironie greift sie mit ihrem Thema Gefühle und Szenen auf, die jeder von uns schonmal gespürt oder erlebt hat und trotzdem kommt der Ernst der Story nicht zu kurz. Ein wahrer Wohlfühl-Roman!

Veröffentlicht am 05.11.2018

unwiderstehliche Tageslektüre

The One Best Man
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Im Auftakt "The One Best Man" von Piper Wayne muss die alleinstehende Victoria die Erziehung ihrer Tochter und Verpflegung ihrer eigenen Mutter zusammen auf die Reihe bekommen und alles unter einen Hut ...

Im Auftakt "The One Best Man" von Piper Wayne muss die alleinstehende Victoria die Erziehung ihrer Tochter und Verpflegung ihrer eigenen Mutter zusammen auf die Reihe bekommen und alles unter einen Hut bringen. Erstaunlich gut läuft es für sie dafür bei der Verarbeitung ihrer Scheidung und dem neuen Job in einer neuen Stadt. Doch mit einem hat Victoria nicht gerechnet: Reed Warner. Der Trauzeuge ihrer Ex-Mannes bringt ihr sicher gestelltes Leben von einen Tag auf den anderen außer Gleichgewicht.

Die Geschichte hat es mir von Anfang an angetan. Durch ihren direkten und offenen Schreibstil bekommt man gleich einen Einblick in das unverblümte Leben einer alleinerziehenden jungen Mutter, die Job und Erziehung unter einen Hut bringen muss. Mit ehrlichen Details und einer Prise Humor und Freundschaft baut man die Sympathien für die Charaktere gezielt auf. Einen wirklichen Gegner in diesem Buch gibt es nicht. Jeder hat eine Art an sich, die sie irgendwie liebenswert macht.
Das Ende lief für mich persönlich etwas zu gut, Reed ist einfach zu perfekt um Wahr zu sein.

Die Geschichte knistert von der ersten Seite an und sorgt für ein paar gemütliche Stunden zum Abschalten. Der Hinweis, wie es in Band 2 der Love-and-Order-Reihe weitergeht verspricht eine vergnügte zweite Runde mit anderen liebgewonnenen Protagonisten!

Veröffentlicht am 20.10.2018

mühsame Angelegenheit

KA – Das Reich der Krähen
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Im Buch "KA - Das Reich der Krähen" von John Crowley geht es um die Krähe "Dar Eichling" und seine Geschichte zur Verbindung mit dem menschlichen Denken. Das Buch folgt Dar Eichling durch verschiedene ...

Im Buch "KA - Das Reich der Krähen" von John Crowley geht es um die Krähe "Dar Eichling" und seine Geschichte zur Verbindung mit dem menschlichen Denken. Das Buch folgt Dar Eichling durch verschiedene Zeiten, Entwicklungsstufen der Menschen und Ereignissen und beschreibt wie eine Krähe sich die Sprache der Menschen aneignet um über Generationen hinweg die Kommunikationen mit ihnen zu erlernen.
Die Idee hinter der Story fand ich sehr interessant, aber meiner Meinung nach leider schlecht umgesetzt. Das Buch hielt sich zu lange mit unwichtigen Dingen auf. Man glaubt einiges fürs Verständnis zu brauchen, hofft, dass man endlich den roten Faden erwischt und dann werden wieder so zerkaute, langweilige Handlungsstränge beschrieben, dass nie wirklich eine Spannung zustande kommt. Hinzu kommt eine geschmückte lyrische Schreibweise, die das Buch umso zäher und das Lesen nach jeder Seite mühsamer macht.
Ich wollte der Story eine Chance geben, denn immerhin ist es im Genre Fantasy & Science Fiction gelistet. Ich setzte mir ein Tagesziel mit einigen Seiten, musste mich regelrecht zum Lesen zwingen. Noch vor der Hälfte des Buches habe ich den Entschluss gefasst abzubrechen.

Veröffentlicht am 10.10.2018

zu viel erwartet

Hazel Wood
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Eine scheinbar andauernde Unglückssträhne zwingt Ella und ihre Tochter Alice ständig umzuziehen. Sie hatten schon lange kein richtiges Zuhause mehr, übernachteten in Hotels oder bei Freunden. Doch ein ...

Eine scheinbar andauernde Unglückssträhne zwingt Ella und ihre Tochter Alice ständig umzuziehen. Sie hatten schon lange kein richtiges Zuhause mehr, übernachteten in Hotels oder bei Freunden. Doch ein plötzlicher Brief, der ihnen mitteilte, dass Alices Großmutter verstorben ist, ermöglichte ihnen endlich an einem Ort zu bleiben. Die berühmte Großmutter, die sehr bekannte Märchengeschichten erzählte und eine ernst zunehmende Fangruppe hinter sich hatte, war nicht ganz unschuldig, dass Ella und Alice keine Ruhe fanden. Deswegen hatten sie auch schon lange keinen Kontakt mehr zur Großmutter. Nun konnten sie ausatmen und es kehrte der Alltag ein. Dachten sie. Denn auf einmal wird Alices Mutter, Ella, entführt. Mit Hilfe eines Schulkameraden, der zufällig ein Experte für die berühmten Märchen ist, macht sich Alice auf die Suche nach Ella. Und eins wird ihr schon gleich bewusst: Um Ella zu finden, muss sie in das Leben ihrer Großmutter eintauchen..
Mein Fazit:
Die ersten hundert Seiten des Buches haben sich schier endlos in die Länge gezogen, ich hab mir wirklich schwer getan in die Handlung zu finden. Auch die nicht gerade sympathischen Charakterzüge der Protagonisten konnten mir das Lesen nicht erleichtern. Der erste Märchenausschnitt konnte mein Interesse dann doch wieder wecken.
Trotz der übertrieben blumigen Schreibweise und der fehlenden Spannung, war ich zu Ende des Buches sehr über die Wendung und Ausgang überrascht. Die Idee, die dahinter versteckt lag, konnte mich sehr begeistern. Das Buch hielt sich für meinen Geschmack leider zu lange mit belanglosen Dingen auf und beschrieb das magische und erwartete märchenhafte nur sehr kurz zum Schluss.
Ich hätte mir mehr von den letzten 70 Seiten gewünscht und eine nicht so blumige Schreibweise, denn mit den gewählten Worten der Autorin tat ich mir des Öfteren sehr schwer mir etwas bildlich vorzustellen. Und genau das ist es, was ein gutes Buch und Märchen doch ausmacht!

Veröffentlicht am 10.10.2018

Spezieller Schreibstil

Das Vogelhaus
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"Das Vogelhaus" von Eva Meijer begleitet die Protagonistin Gwendolen Howard von früher Kindheit übers Erwachsen sein bis ins hohe Alter. Es wird ihre Geschichte erzählt, als sie noch ausgelassen Kind sein ...

"Das Vogelhaus" von Eva Meijer begleitet die Protagonistin Gwendolen Howard von früher Kindheit übers Erwachsen sein bis ins hohe Alter. Es wird ihre Geschichte erzählt, als sie noch ausgelassen Kind sein konnte und später ihre Familie verlassen hatte und in die Stadt gezogen ist, um in einem Orchester professionell zu spielen. Nach Jahren jedoch immer unzufriedener wurde und schließlich aufs Land zog um ihrer Leidenschaft, die sie schon als Kind mit ihrem Vater teilte, dem Vögel beobachten, wieder nachzugehen. Über all die Jahre kommen und gehen Gwendolens Freunde und Bekannte, wenige bleiben lange genug um einen festen Platz an ihrer Seite einzunehmen. Anders jedoch die Vögel, die Len später in Südengland studierte: Zu einer Meise namens Sternchen bekommt sie eine ganz besondere Beziehung.

Eva Meijer beschreibt mit ihren gefühlvollen Worten den Charakter der Menschen und den der Vögel. Zieht vergleiche und veranschaulicht, dass bestimmte Ereignisse den Wesenszug eines jeden Individuum beeinflusst.

Was mir leider nicht so gut gefallen hat, war die sprunghafte Beschreibung. Teilweise gerieten Personen und Momente in Vergessenheit, wo ich dachte, die könnten später noch in Erscheinung treten. Bedauerlicherweise wurde nicht einmal mehr ein Gedanke darüber verloren.

Ein tolles Buch, um mal wieder über das wirklich Wichtige im Leben nachzudenken. Es brachte mich dazu, den Gesang der Vögel anders zu hören!