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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 25.05.2026

Zwischen Küstenidylle und Dorfgeheimnissen

Akte Nordsee - Die letzte Predigt
4

Da dies mein erstes Buch der Autorin war und ich die vorherigen Bände der Reihe nicht kenne, bin ich relativ unvoreingenommen an die Geschichte herangegangen. Bereits im ersten Abschnitt hatte mir allerdings ...

Da dies mein erstes Buch der Autorin war und ich die vorherigen Bände der Reihe nicht kenne, bin ich relativ unvoreingenommen an die Geschichte herangegangen. Bereits im ersten Abschnitt hatte mir allerdings etwas die Spannung gefehlt – und das hat sich leider auch im weiteren Verlauf nur bedingt geändert. Zwar nimmt die Handlung ab etwa der Mitte etwas mehr Fahrt auf, insgesamt empfand ich das Buch aber oft als eher zäh. Viele Szenen wirkten auf mich unnötig langgezogen, während echte Spannung für meinen Geschmack zu selten wirklich greifbar wurde.

Teilweise hatte ich außerdem Schwierigkeiten mit einigen Entscheidungen und Handlungen der Figuren, weil sie auf mich nicht immer besonders logisch oder glaubwürdig wirkten. Gerade rund um den Tod des Pastors gab es mehrfach Momente, in denen ich dachte: „Das kann doch niemand ernsthaft für eine gute Idee halten.“ Auch spätere Entwicklungen wirkten auf mich eher konstruiert als wirklich clever oder überraschend. Dazu kamen einige Dialoge und Situationen, die mich emotional leider nicht richtig abholen konnten.

Insgesamt lag der Fokus für mich sehr stark auf zwischenmenschlichem Drama, Dorfgerüchten und privaten Konflikten statt auf intensiver Ermittlungsarbeit oder wirklichem Nervenkitzel. Wer ruhigere Küstenkrimis mit viel Atmosphäre und Figurenentwicklung mag, wird hier vermutlich deutlich mehr Freude haben. Ich persönlich lese allerdings eher härtere Thriller mit mehr Tempo und psychologischer Spannung, weshalb mich das Buch leider nicht wirklich packen konnte. Fans der Reihe kommen hier sicher auf ihre Kosten – für mich war es am Ende aber einfach nicht spannend genug.

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  • Spannung
Veröffentlicht am 25.05.2026

Zwischen Größenwahn und Selbstverlust

She’s a Star!
0

Jessamyn träumt von der großen Musicalkarriere und ist fest davon überzeugt, für die Hauptrolle in "The Sound of Music" bestimmt zu sein – auch wenn das sonst niemand so sieht. Statt auf der Bühne zu stehen ...

Jessamyn träumt von der großen Musicalkarriere und ist fest davon überzeugt, für die Hauptrolle in "The Sound of Music" bestimmt zu sein – auch wenn das sonst niemand so sieht. Statt auf der Bühne zu stehen arbeitet sie nur als Platzanweiserin im Theater und verliert sich immer mehr in ihrer eigenen Wahrnehmung zwischen Wunschdenken, Selbsttäuschung und Obsession. Sie ist als Protagonistin gleichzeitig faszinierend, anstrengend und tragisch.

Die Geschichte lebt vor allem vom wirklich starken Schreibstil und der intensiven Ich-Perspektive. Sympathisch fand ich Jessamyn selten, aber genau das machte das Buch interessant. Zwischendurch hatte die Handlung für mich allerdings einige Längen und manches wirkte recht vorhersehbar.

Insgesamt trotzdem ein unterhaltsamer und psychologisch spannender Roman. Ich vergebe 3/5 Sternen

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Veröffentlicht am 11.05.2026

Mehr Drama als Thriller

Party of Liars
3

Ich hatte mir von "Party of Liars" aufgrund der Beschreibung einen spannenden, nervenaufreibenden Thriller erhofft. Leider konnte das Buch diese Erwartungen für mich nicht erfüllen.

Für mich war es deutlich ...

Ich hatte mir von "Party of Liars" aufgrund der Beschreibung einen spannenden, nervenaufreibenden Thriller erhofft. Leider konnte das Buch diese Erwartungen für mich nicht erfüllen.

Für mich war es deutlich mehr Drama als alles andere. Über weite Strecken zog sich die Handlung eher dahin, und phasenweise war es wirklich ziemlich langweilig. Ein großer Teil des Buches bestand gefühlt aus gegenseitigen Abneigungen, Vorwürfen und dem ständigen „Ich mag diese Person nicht, mimimi“, ohne dass dabei wirklich viel Relevantes oder Spannendes passiert ist.

Zwar gibt es im Verlauf des Buches durchaus einen Todesfall, aber selbst dieser konnte für mich nicht die Spannung erzeugen, die ich mir von einem Thriller wünsche. Mir fehlten die nervenaufreibenden Momente, unerwartete Wendungen und dieses typische Gefühl, das einen ans Buch fesselt und unbedingt weiterlesen lässt.

Da ich generell kein großer Fan von Dramen bin, konnte mich die Geschichte dadurch leider noch weniger abholen. Ich würde das Buch eher im Drama-Bereich einordnen als als klassischen Thriller.

Wer gerne charaktergetriebene Geschichten mit zwischenmenschlichen Konflikten liest, könnte hier durchaus auf seine Kosten kommen. Für mich persönlich war es als als Thriller beworbenes Buch jedoch leider enttäuschend.

Meine Bewertung: 2 von 5 Sternen.

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Veröffentlicht am 27.04.2026

Sie weiß alles – nur nicht, was sie tut

Annie Knows Everything
0

„Annie Knows Everything“ ist eine leichte, humorvolle Rom-Com über Neuanfänge, Selbstüberschätzung und die Erkenntnis, dass man nicht immer alles unter Kontrolle hat, auch wenn man es gerne glauben möchte.

Im ...

„Annie Knows Everything“ ist eine leichte, humorvolle Rom-Com über Neuanfänge, Selbstüberschätzung und die Erkenntnis, dass man nicht immer alles unter Kontrolle hat, auch wenn man es gerne glauben möchte.

Im Mittelpunkt steht Annie, die nach dem Verlust ihres Jobs kurzerhand in eine neue Position im Bereich Datenstrategie rutscht, obwohl sie davon eigentlich keinerlei Ahnung hat. Mit viel Selbstvertrauen und einer guten Portion Improvisationstalent versucht sie, ihren skeptischen Chef Connor davon zu überzeugen, dass sie trotzdem die Richtige für den Job ist. Während sie sich beruflich in unbekanntes Terrain wagt, sorgt auch ihr Privatleben für zusätzliche Turbulenzen – insbesondere die Beziehung ihrer Schwester, mit der Annie so gar nicht einverstanden ist.

Besonders positiv aufgefallen ist mir direkt die äußere Gestaltung des Buches: Sowohl das Cover als auch der Farbschnitt sind sehr gelungen und machen das Buch zu einem echten Hingucker. Inhaltlich punktet die Geschichte vor allem mit ihrem Humor und dem angenehm flüssigen Schreibstil, der dafür sorgt, dass man schnell durch die Seiten kommt. Die Figuren wirken insgesamt lebendig und gut ausgearbeitet, und auch die Dynamik zwischen Annie und Connor sorgt für unterhaltsame Momente.

Allerdings gab es für mich auch einige Punkte, die das Leseerlebnis leicht getrübt haben. An manchen Stellen wirkten Annies Entscheidungen oder Reaktionen für mich persönlich nicht ganz nachvollziehbar, wodurch die Handlung gelegentlich etwas konstruiert erschien. Auch die Entwicklung der Beziehung zwischen Annie und Connor konnte mich nicht durchgehend überzeugen, da bestimmte Reaktionen oder Wendungen für mich nicht immer ganz schlüssig waren.

Da ich normalerweise eher Thriller/Horror lese, war dies meine erste Rom-Com und dafür wurde ich gut unterhalten. Das Buch eignet sich besonders für alle, die leichte, humorvolle Geschichten mit romantischen Elementen mögen und Lust auf eine kurzweilige, entspannte Lektüre haben.

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Veröffentlicht am 21.04.2026

Leider nicht mein Fall

Das Gesetz der Elite
0

Dies war mein erstes Buch des Autors, daher kannte ich weder die vorherigen Teile noch die Ermittlerfiguren. Vielleicht hätte mir Vorwissen an manchen Stellen geholfen – insgesamt lag es hier für mich ...

Dies war mein erstes Buch des Autors, daher kannte ich weder die vorherigen Teile noch die Ermittlerfiguren. Vielleicht hätte mir Vorwissen an manchen Stellen geholfen – insgesamt lag es hier für mich aber eher am allgemeinen Lesegefühl, dass ich nicht wirklich "warm" mit dem Buch wurde.

Ich habe tatsächlich zwei Anläufe gebraucht, um das Buch überhaupt zu beenden. Beim ersten Versuch war nach etwa einem Viertel die Luft raus, später habe ich erneut begonnen und kam auch dann nur schleppend bis zur Hälfte voran. Letztlich habe ich die zweite Hälfte eher überflogen, weil mich weder die Handlung noch die Figuren wirklich packen konnten.

Mein Hauptproblem war vor allem die fehlende Spannung. Für einen Thriller blieb mir das Tempo insgesamt zu verhalten, vieles zog sich für mein Empfinden zu sehr, ohne dass sich dabei ausreichend Sogwirkung entwickelte. Ich wartete lange darauf, dass die Geschichte Fahrt aufnimmt oder mich emotional stärker mitnimmt – leider vergeblich.

Auch zu den Charakteren habe ich keinen wirklichen Zugang gefunden. Gerade bei einer Ermittlerreihe ist das für mich wichtig, denn spannende Figuren können auch ruhigere Passagen tragen. Hier blieb bei mir jedoch kaum etwas hängen.

Vielleicht spielt auch mein persönlicher Lesegeschmack eine Rolle: Ich lese Thriller oft gern etwas härter, direkter und temporeicher. Autorinnen und Autoren wie Chris Carter, Jack Ketchum oder Veit Etzold treffen da eher meinen Nerv. Im Vergleich dazu konnte mich dieses Buch leider nicht abholen.

Das bedeutet aber nicht, dass es grundsätzlich schlecht ist. Ich bin sicher, dass Fans der Reihe oder Leserinnen und Leser, die ruhigere, klassischere Thriller bevorzugen, hier deutlich mehr Freude haben könnten. Für mich persönlich hat es jedoch einfach nicht gepasst. Deshalb vergebe ich 2 von 5 Sternen.

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