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Veröffentlicht am 27.04.2019

Ein Krimi mit einem gehörigen Schuss Lokalkolorit

Château Mort
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Inhalt & Handlung:
In der malerischen Region Aquitaine rund um Bordeaux findet alljährlich ein Marathon quer durch die Weingärten der Châteaus statt, wobei die Teilnehmer in bunten Kostümen antreten und ...

Inhalt & Handlung:
In der malerischen Region Aquitaine rund um Bordeaux findet alljährlich ein Marathon quer durch die Weingärten der Châteaus statt, wobei die Teilnehmer in bunten Kostümen antreten und das ganze Treiben ziemlichen Volksfestcharakter annimmt. Auch Commissaire Luc Verlain und seine Angebetete Anouk sind als Zaungäste dabei, und als sie gerade im Schlossgarten von Lucs bestem Freund Richard aufhalten, werden sie quasi Augenzeugen, wie einige Läufer infolge einer Vergiftung an den Versorgungsständen des Lecoeur Saint-Julien -dem Weingut Richards- zusammenbrechen. Der Winzer Hubert de Langeville ist auf der Stelle tot, ein stadtbekannter Politiker kann gerade noch gerettet werden. Luc übernimmt diesen Fall und sieht sich bald gezwungen, seinen Freund Richard zu den Tatverdächtigen zählen zu müssen. Anouk ist von Richards Schuld überzeugt, während Luc hin und hergerissen ist zwischen Loyalität seinem Freund gegenüber und der allzu erdrückenden Beweislast, als sich herausstellt, dass Richard in letzter Zeit mit starken finanziellen Schwierigkeiten zu kämpfen hatte.

Schreibstil:
Ein sehr schöner und angenehmer Schreibstil, der das französische Leben in den Weinbergen in sehr bildhafter Sprache widerspiegelt. Bei den Beschreibungen der Landschaft und des brennendheißen Sommers glaubt man die Hitze beinahe selbst auf der Haut zu spüren, so real wirkt die Szenerie.

Charaktere:
Die Charaktere bleiben während der gesamten Geschichte ein wenig farblos, Luv Verlain entpuppt sich als Schwerenöter mit ziemlichen Frauenverschleiss.

Cover:
Ein Schloss inmitten von Weinbergen, dazu der strahlendblaue Himmel – man erkennt auf den ersten Blick, was einen hier erwartet! Ich finde das Cover sehr ansprechend gestaltet!

Autor:
Alexander Oetker lebte und arbeitete vier Jahre als Korrespondent für RTL und n-tv in Paris. Dabei wurde er Kenner der französischen Gesellschaft. Mittlerweile lebt er in Berlin, wo er als politischer Korrespondent arbeitet. Seine Liebe zu Frankreich, speziell zu der Region um Bordeaux ist ihm aber bis heute geblieben, daher spielen auch viele seiner Werke dort.

Sprecher:
Frank Arnold als Sprecher ist sehr gut ausgewählt. Durch Variation seiner Stimmlage haucht den einzelnen Charakteren Leben ein, dadurch sind für den Hörer die einzelnen Personen gut zu unterscheiden. Besonders gelungen finde ich seine Interpretation der Anouk, die bei Befragungen mit den Verdächtigen zum Teil doch recht ruppig umgeht!

Meinung:
Beim Hören dieser Geschichte wähnt man sich beinahe selbst auf einem Kurzurlaub in Aquitaine, so angenehm wirken die Stimme und die realisischen Beschreibungen.
Der Autor Alexander Oetker verfügt über ein profundes Wissen über Weinbau und Wein im Allgemeinen, das er geschickt in die Geschichte einfließen lässt. Das macht das Ganze nicht nur zu einem spannenden, sondern auch zu einem interessanten und lehrreichen Hörbuch

Persönliche Kritikpunkte:
Durch die vielen, wenn auch sehr schönen, landschaftlichen Beschreibungen bzw. jener der Weinlesekunst und der unzähligen Ausflüge in die Beziehungswelt des Luc Verlain tritt die eigentliche Krimihandlung ein wenig in den Hintergrund und wird beinahe zur Nebensache. Ich hätte mir ein bisschen größeres Augenmerk auf den Fall gewünscht!

Fazit:
Wie ein Kurzurlaub im sommerlichen Aquitaine, bei dem die Krimihandlung ein wenig auf der Strecke bleibt!

Veröffentlicht am 25.04.2019

Ein nicht ganz würdiger Abschluss einer tollen Buchreihe

Jetzt gehörst du mir (Ein Marina-Esposito-Thriller 8)
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Inhalt & Handlung:
In schneller Abfolge werden drei männliche Leichen gefunden, die nicht nur vom Aussehen her allesamt große Ähnlichkeit mit DI Phil Brennan aufweisen, auch sonst wird rasch klar, dass ...

Inhalt & Handlung:
In schneller Abfolge werden drei männliche Leichen gefunden, die nicht nur vom Aussehen her allesamt große Ähnlichkeit mit DI Phil Brennan aufweisen, auch sonst wird rasch klar, dass die Leichenfunde in engem Zusammenhang mit ihm stehen müssen, da bei jedem der Opfer eine Tarotkarte mit dem Motiv des Gehängen gefunden wird, auf dem der Name Phil Brennans geschrieben steht. Als dieser sich in die Ermittlungen einbauen will und nach Cochester fährt, kommt er jedoch nicht an und bleibt vorerst verschwunden. Ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt, zumal es scheint, als würde jene Stalkerin, mit der Brennan schon in den Vorgängerbänden zu tun hatte, hinter den Morden stecken.

Schreibstil:
In für Tanja Carver typischen Weise beginnt auch dieser Thriller bereits unglaublich spannend, bereits auf Seite eins wird man unvermutet mitten ins Geschehen hineingeworfen, und der einfachen aber doch sehr fesselnden Erzählweise gefangengenommen. Im Laufe des Buches wird man mit einer wahren Flut an Informationen beinahe überfordert

Charaktere:
Wie schon in den Bänden zuvor begegnet man einmal mehr dem souveränen und sehr sympathischen Ermittler Phil Brennan und der nicht minder liebenswerten Profilerin Marina Esposito, die nicht nur beruflich ein Top-Team sind, sondern mittlerweile miteinander verheiratet sind. Ein wenig überraschend trifft man aber auch auf eine „alte Bekannte“ aus den vorhergehenden Bänden, die bereits als Stalkerin Brennans in Erscheinung getreten war. Ihr bösartiges Wesen steht im krassen Gegensatz zu der warmherzigen Art der beiden andern Protagonisten.

Cover:
Das Cover ist großteils in sattem Grün gehalten mit einer vertrockneten Rose, die achtlos auf den Einband geheftet zu sein scheint. Auch dieser Band weist das für die vorangegangenen Teile dieser Buchreihe bereits typische graue Paketband auf, das nahezu plastisch auf das Buch geklebt zu sein scheint. Auf diese Weise wird bereits optisch ein Bezug zu den Vorgängerbänden hergestellt.


Autor:
Wieder tritt hier das Ehepaar Martyn und Linda Waites unter dem Autorennamen Tania Carver in Erscheinung. Die beiden leben mit ihren beiden Kindern in Südengland.

Meinung:
Dies ist der achte und letzte Teil der Buchreihe rund um die Profilerin Marina Esposito und ihrem Mann DI Phil Brennan, bei der es zwar eine Rahmenhandlung gibt, die sich über alle Bände erstreckt, aber jeder Teil beinhaltet jedoch eine eigene in sich abgeschlossene Geschichte. Was ich an dieser Buchreihe sehr schätze, ist, dass man die einzelnen Teile nicht streng chronologisch gelesen haben muss, um der Handlung folgen zu können, auch wenn dies für ein besseres Verständnis jedoch nützlich ist. Diejenigen, die neu in diese Serie einsteigen, in knappen Worten mit den nötigen Hintergrundinformationen versorgt.

Persönliche Kritikpunkte:
Leider kann der Spannungsbogen nicht über das ganze Buch aufrecht gehalten werden, mitunter verläuft sich das Buch in Längen, die den Lesefluss ein wenig hemmen.
Mit dem Wissen, dass es sich bei diesem Buch um den finalen Band der Serie handelt, hätte ich mir ein abgerundetes Ende gewünscht. Man wird hier jedoch mit einem offenen Ende alleine zurückgelassen, was ich persönlich als ein wenig unbefriedigend empfinde.

Fazit:
Ein spannender Thriller, der jedoch nicht ganz an die Vorgängerbände der Reihe anschließen kann!

Veröffentlicht am 07.04.2019

Römische Geschichte hautnah erlebt!

Roman Quest - Flucht aus Rom
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Inhalt:
Dies ist die Geschichte des 12 jährigen Jungen Juba, der seine Geschwister ganz aus dem alten Rom nach Britannien führt, nachdem seine Eltern durch Kaiser Domitian des Verrats beschuldigt worden ...

Inhalt:
Dies ist die Geschichte des 12 jährigen Jungen Juba, der seine Geschwister ganz aus dem alten Rom nach Britannien führt, nachdem seine Eltern durch Kaiser Domitian des Verrats beschuldigt worden waren, und die Eltern auf der Flucht vor den Häschern des Kaisers umkommen.

Handlung:
Im Jahre 94 nach Christus wird die Familie Jubas denunziert und vom Kaiser Domitian des Verrats beschuldigt, was einem Todesurteil gegen die ganze Familie gleichkommt. Als eines Nachts ihr Haus von Soldaten gestürmt wird, ergreift der 12jährige Juba auf Geheiß seiner Mutter mit seinen Geschwistern, der 9jährigen Ursula, dem 14jährigen Fronto und dem Baby Dora die Flucht, während die Eltern zurückbleiben, um die Soldaten aufzuhalten, um so den Kindern einen Vorsprung auf deren Flucht zu verschaffen, wobei die Eltern jedoch den Tod finden. Juba versucht sich mit den Geschwistern zum einigen noch verbliebenen Onkel Pantera durchzuschlagen, welcher als reicher Mann in Britannien lebt. Für die Kinder beginnt eine abenteuerliche und beschwerliche Reise voller Gefahren.

Schreibstil:
In einfacher und kindgerechter Sprache wird diese Geschichte erzählt, wobei die Geschichte in kurze Abschnitte unterteilt ist, wobei jedes Kapitel einen lateinischen Namen trägt, welcher im Anschluss an die Geschichte in einem Register erklärt wird.

Charaktere:
Der Protagonist Juba ist mit seinen 12 Jahren sehr reif für sein Alter, deswegen wird ihm von seinen Eltern die Verantwortung über seine Geschwister übertragen, obwohl sein Bruder Fronto zwei Jahre älter ist als er. Die Flucht aus Rom verlangt dem Jungen unmenschliche Entscheidungen ab, die er schweren Herzens treffen und sich dabei gegen seine Geschwister stellen muss. Auch seine neunjährige Schwester Ursula verhält sich bereits sehr wohlüberlegt und mutig, sein älterer Bruder Fronto jedoch wirkt geistig ein wenig retardiert und ist zudem ein Tagträumer.

Cover:
Das Cover wirkt sehr edel und sticht durch seine auffällige Farbgebung sofort ins Auge: es ist tiefrot eingefärbt und wirkt, als würde der darauf abgebildete Junge aus dem brennenden Rom fliehen, was dem Ganzen ziemliche Dramatik verleiht.

Autorin:
Caroline Lawrence studierte in Cambridge Alte Geschichte und unterrichtete etliche Jahre an einer Schule in London, bis sie sich ganz, dem Schreiben widmete.

Meinung:
Caroline Lawrence lässt in ihre Beschreibung des römischen Alltags ihr profundes Geschichtswissen einfließen, wodurch die Darstellung des römischen Lebens sehr lebensnah und realistisch wirkt. Die Geschichte beginnt bereits sehr spannend mit der Stürmung der Villa durch die Soldaten des Kaisers, und setzt sich mit ungebrochener Spannung fort. Die kleinen Protagonisten werden mit für ein Kinderbuch ungewöhnlich harten Schicksalsschlägen konfrontiert, was das Ganze noch fesselnder werden lässt.

Persönliche Kritikpunkte:
Die Verfolgungsjagd durch die Häscher des Kaisers wird sehr stark durch Zufälle gesteuert, wodurch die Handlung etwas leidet, es erweckt manchmal den Eindruck, als versuche man an diesen Stellen die Geschichte künstlich aufrecht zu halten, da die Handlung sonst stagnieren würde.
Ein Kind ohne Lateinkenntnisse wird sich, meiner Meinung nach etwas schwer tun, die unzähligen lateinischen Begriffe im Text richtig zu deuten. Wie auch schon bei den lateinischen Überschriften, die am Ende erklärt werden, wäre auch bei den restlichen lateinischen Ausdrücken ein alphabetisches Register im Anhang wünschenswert, in dem das Kind ihm unbekannte Ausdrücke nachschlagen kann!

Fazit:
Alles in allem ein sehr gelungenes Kinderbuch, das auch geschichtlichen Background zur römischen Lebensweise liefert!

Veröffentlicht am 26.03.2019

Ein entbehrlicher Ratgeber!

No time to eat
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Sarah Tschernigow, ihres Zeichens Medienberaterin, Journalistin, Fitess- und Ernährungsberaterin, die auch den erfolgreichen Podcast „No time to eat“ führt, hat hier einen 256 Seiten umfassenden Ratgeber ...

Sarah Tschernigow, ihres Zeichens Medienberaterin, Journalistin, Fitess- und Ernährungsberaterin, die auch den erfolgreichen Podcast „No time to eat“ führt, hat hier einen 256 Seiten umfassenden Ratgeber zum Thema „Gesunde Ernährung trotz stressigem Alltag“ verfasst.

Die unkonventionelle Aufmachung des Buches und die angenehm lockere Schreibweise in der Leseprobe haben mich aufmerksam gemacht, sodass meine Erwartungshaltung zum restlichen Buch zugegebenermaßen doch sehr groß war. Ich erwartete mir raffinierte Rezepte, mit denen man im Handumdrehen auch im größten Stress und ohne großes Brimborium köstliche, vor allem aber gesunde und abwechslungsreiche Mahlzeiten herstellen konnte, dazu etliche hilfreiche Tipps, um gesunde Ernährung gut umsetzen zu können. Leider hat das Buch diese Erwartungen nicht mal ansatzweise erfüllt.

Sarah Tschernigow propagiert zwar das „Clean Eating“, d.h. das Vermeiden von industriell stark verarbeiteten Lebensmitteln, um die Kontrolle darüber behalten zu können, was man dem Körper zuführt ohne ihn mit versteckten Ingredienzien wie Geschmacksverstärkern, Emulgatoren und sonstiger Chemie zu belasten und stellet einen 10 Punkte-Plan auf, die den Leser in puncto gesunde Ernährung auf den richtigen Pfad führen soll. Wie wenig sie dabei allerdings dem Normalbürger gesunden Hausverstand zutraut, ist jedoch niederschmetternd. Da wird etwa lang und breit darauf hingewiesen, wie wichtig die regelmäßige Flüssigkeitsaufnahme ist, und dass man raffinierten Zucker und fetthaltige Wurst tunlichst vermeiden sollte – keine wirklich großartigen Erkenntnisse! Es kommen dann Tipps, routinemäßige Besuche beim Bäcker des Vertrauens zu unterlassen, sein Essen möglichst immer selbst zubereitet, in Essensboxen überallhin mitzunehmen, um nicht auf externes „böses Essen“ angewiesen zu sein, bzw. sein Essen daheim immer in Großportionen vorzukochen, um sich das lästige tägliche Kochen zu ersparen. Dass jedoch auch Essen, das über längere Zeit (gekühlt oder ungekühlt) irgendwo „zwischengelagert“ wird, seine anfänglich vielleicht vorhandenen Nährstoffe verlieren könnte, scheint sich bislang offenbar noch nicht bis zur Autorin herumgesprochen zu haben. Des Weiteren auch nicht, dass es recht wenig mit abwechslungsreicher Kost zu tun hat, drei bis vier Tage hintereinander immer die gleiche Mahlzeit zu sich zu nehmen (irgendwer muss diese vorgekochten Riesenportionen ja essen…). Außerdem wird hier ständig auf die Verwendung von Proteinpulver hingewiesen, was bei einer einigermaßen ausgewogenen Ernährungsweise völlig überflüssig ist.
An dem Punkt, an dem Frau Tschernigow dem geneigten Leser allen Ernstes für unterwegs die Verwendung von Babynahrung in Gläschen nahelegte, fragte ich mich doch, welche Zielgruppe sie mit diesem Buch zu erreichen versuchte: vermutlich Kochmuffel, deren Geschmacksnerven so verkümmert sind, dass sie auch nicht vor ungewürztem, unansehnlichen Kinderbrei zurückschrecken, der auch olfaktorisch alles andere als ein kulinarisches Highlight ist!

Fazit:
Dieses Buch ist vielleicht etwas für Menschen, denen jegliches Wissen über gesunde Ernährung fehlt, alle anderen werden davon wahrscheinlich eher enttäuscht sein, ihnen sei mein persönlicher Tipp gewidmet, statt dieses Ratgebers lieber hie und da ihre Gabel lieber beiseite zu legen, was weitaus effizienter wäre!

Veröffentlicht am 03.03.2019

Bissig – bissiger - Livia Klingl

Biedermeiern
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Inhalt:
Ironische bisweilen sogar recht bissige Kommentare zum Wiener Alltag und dem (politischen) Tagesgeschehen, entnommen den täglichen Facebook („Fezbuk“)-Einträgen einer kritischen Ur-Wienerin, während ...

Inhalt:
Ironische bisweilen sogar recht bissige Kommentare zum Wiener Alltag und dem (politischen) Tagesgeschehen, entnommen den täglichen Facebook („Fezbuk“)-Einträgen einer kritischen Ur-Wienerin, während eines Zeitraums vom 16.10.2017 (Zeit der Nationalratswahl) bis zum 14.11.2018..

Schreibstil:
Was als Erstes ins Auge sticht: Wie bei Internet-Einträgen durchaus üblich, wir hier alles in Kleinbuchstaben verfasst, ein Vorgehen, das bei einem „richtigen“ Buch anfangs ein wenig gewöhnungsbedürftig ist, auch wenn es bei Internet-Einträgen inzwischen gang und gäbe ist.

Cover:
Das Cover ist sehr originell gestaltet: Biedermeierhafte Ornamente sind durch ein kleines „Guckloch“ im Einband durchbrochen, durch das man die Außenwelt beobachten kann – eine nette Idee, den Inhalt des Buches auch optisch toll umzusetzen!

Autorin:
Das Urgestein Livia Klingl wurde in Wien geboren und arbeitet als Journalistin, wobei sie über 20 Jahre lang als Krisenberichterstatterin in Brennpunkten wie Afghanistan, Libanon, Iran oder Irak tätig war, zudem leitete sie Jahrelang das Außenpolitikresort des Kuriers, einer namhaften österreichischen Zeitung. Als Buchautorin und Preisträgerin publizistischer Preise lebt sie nach wie vor im Wiener Bezirk „Rudolfsheim-Fünfhaus“, der einer der Bezirke mit dem höchsten Ausländeranteil und betreibt dort quasi „Studien vor Ort“.

Illustrationen:
Mit liebevoll gestalteten Karikaturen so mancher Politiker aus aktueller sowie vergangener Zeiten unterstreicht sie ihre Kommentare in witziger Weise.

Meinung:
Dieses Büchlein hat mich zum Teil sehr erheitert, weil Livia Klingl sich mit ihrer scharfen Zunge kein Blatt vor den Mund nimmt, und die Dinge, mit einer gehörigen Portion Ironie und auch Sarkasmus auf den Punkt bringt. Manchmal bleibt einem allerdings auch im wahrsten Sinn des Wortes das Lachen im Halse stecken, weil sie mit so mancher Aussage leider den Pudels Kern trifft. Köstlich auch Klingls Wortkreationen „Witzekanzler“ oder „Bubenkanzler!
Eines meiner Lieblingszitate ist jenes aus Tag 128 „…weil diese regierung komplexler dazu ermächtigt hat und täglich ermächtigt, ihre erziehung über bord zu werfen und ihre niederen instinkte auszuleben. Es wird jahre dauern, diese widerwärtigkeiten wieder loszuwerden. Viele jahre….“
Dieses Buch war für mich ausschlaggebend dafür, Livia Klingls Kommentaren auf „Fezbuk“ und twitter zu folgen, um mich auch weiterhin an ihren geistigen Ergüssen erfreuen zu können!

Fazit:
Ein kleines, aber feines Büchlein, das man zwar schnell durchgelesen hat, aber immer wieder gerne mal zur Hand nimmt, um darin zu schmökern!