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Veröffentlicht am 19.09.2017

Magisches Kopfkino

Snow
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Inhalt: Als Snows große Liebe Bale durch einen Spiegel entführt wird, folgt das Mädchen ihm in das Land Algid. Einem Land, das von dem eisigen König Lazar regiert wird, der das Land in Eis und Schnee gestürzt ...

Inhalt: Als Snows große Liebe Bale durch einen Spiegel entführt wird, folgt das Mädchen ihm in das Land Algid. Einem Land, das von dem eisigen König Lazar regiert wird, der das Land in Eis und Schnee gestürzt hat. Aber Snow hat ebenfalls Magie in sich. Da sie jedoch in der Menschenwelt aufgewachsen ist, kann sie noch nicht mit dieser umgehen. Und obwohl sich sowohl der Dieb Jagger, als auch der kluge Kai um sie bemühen, ist es ihr Ziel Bale zu finden. Und dabei begibt sie sich in tödliche Gefahr.

Meinung: „Snow: Die Prophezeiung von Feuer und Eis“ ist der ersten Teil einer Reihe von Danielle Paige und hat mir unheimlich gut gefallen. Bereits ab der ersten Seite ist man in der Geschichte drin und ab dem Zeitpunkt an dem Snow nach Algid gelangt, fühlt man sich ohnehin wie in einem magischen Kopfkino. Die Autorin schreibt sehr bildlich und kann es auf jeden Fall mit berühmten anderen Autorinnen dieses Genres aufnehmen.
In Algid herrscht Schnee und es gibt allerlei magischer Kreaturen. Darunter Hexen, Schneewesen und natürlich einen richtig bösen König, der sein Volk in Angst und Schrecken versetzt.
Snow hat von alldem natürlich erstmal keine Ahnung und begreift erst nach und nach das Ausmaß von König Lazars Schreckenherrschaft. Sie muss jede Menge Abenteuer bestehen, um auch nur annähernd auf Bales Spur zu kommen.
Snow ist ein toller Charakter. In unserer Welt war sie eigentlich mehr eine Gefangene und es fällt ihr schwer, sich in Algid zurechtzufinden. Zum Glück findet sie schnell neue Freunde und in Kai und Jagger auch gleich zwei neue Verehrer. Man merkt ihr an, dass sie sich zu beiden hingezogen fühlt, sie aber eigentlich Bale liebt.
Das Land, die Magie, die Charaktere und natürlich Algid selbst sind sehr gut beschrieben. Ich konnte mir die Figuren und die Umgebung stets gut vorstellen und fand die Geschichte an sich unheimlich gut gemacht.
Das Jahr ist zwar lange noch nicht zu Ende, aber ich denke, dass „Snow- Die Prophezeiung von Feuer und Eis“ definitiv bereits mein Jahreshighlight 2017 ist. Es hat mir einfach unheimlich viel Spaß gemacht diese magische Geschichte zu lesen und mit Snow Abenteuer zu erleben. Ich kann es kaum erwarten, bis der zweite Band dieser tollen Reihe erscheint. Diesem Buch gebe ich allerdings erstmal mit Freuden seine verdienten 5 Sterne.

Fazit: Magisches Kopfkino, bei dem einfach alles passt. Ich freue mich sehr auf den nächsten Band dieser tollen Reihe.

Veröffentlicht am 18.09.2017

Spannend und anders

Scythe – Die Hüter des Todes
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Inhalt: In der Zukunft gibt es keine Krankheiten mehr und auch der Tod wurde besiegt. Wird man alt, geht man einfach über den Berg und lässt sich auf sein Wunschalter reseten. Dies hat jedoch zur Folge, ...

Inhalt: In der Zukunft gibt es keine Krankheiten mehr und auch der Tod wurde besiegt. Wird man alt, geht man einfach über den Berg und lässt sich auf sein Wunschalter reseten. Dies hat jedoch zur Folge, dass die Erde überbevölkert ist. Um dem entgegen zu wirken gibt es die Scythe, die Hüter des Todes. Sie sind dafür zuständig Menschen zu töten.
Als die unterschiedlichen Jugendlichen Citra und Rowan auf einen Scythe treffen, ahnen sie noch nicht, dass dies ihr Leben für immer verändern wird. Denn er nimmt die beiden als seine Lehrlinge an. Von nun an bestimmt der Tod ihr Leben. Doch am Ende kann nur einer von ihnen ein Scythe werden und dessen erste Amtshandlung wird es sein, den anderen zu töten.

Meinung: „Scythe – Die Hüter des Todes“ ist ein tolles Buch, das sowohl Elemente einer Dystopie, als auch eines Fantasybuches in sich vereint.
Die Welt, in der diese Geschichte spielt ist perfekt. Es gibt keinen Hunger, keine Krankheiten und kein Alter mehr. Der Mensch hat entdeckt, was es zu entdecken gab und spürt durch sogenannte Naniten im Körper, keinen Schmerz mehr. Man kann sich auf sein Wunschalter reseten lassen und ewig leben. Ausserdem sorgt ein allwissender Computer dafür, dass es niemandem an irgendetwas fehlt und gewonnenes Wissen für alle zugänglich ist.
Diese perfekte und gewaltlose Welt hat jedoch den Nachteil, dass niemand mehr stirbt. Also wurden die Scythe erschaffen. Diese Menschen töten, um diese Überbevölkerung zu verhindern. Es ist für sie ein Job. Und dieser Job erfordert natürlich, wie jeder andere auch, eine Lehre. Als Citra und Rowan hierfür auserwählt werden, sind sie erstmal alles andere als begeistert. Denn sie wollen keine Mörder sein. Dennoch nehmen sie an. Die Lehre an sich habe ich als sehr interessant empfunden und die verschiedenen Scythe als sehr unterschiedlich in ihren Methoden. Hierbei werden mehrere Ansichten vertreten und die Lehrlinge dementsprechend unterschiedlich ausgebildet.
Citra und Rowan machen im Laufe des Buches beide viel durch und entwickeln sich enorm weiter. Sie sind beide gut durchdacht und sympathisch und ich könnte gar nicht sagen, wenn von beiden ich lieber mochte. Sie haben beide was. Citra ist sehr ehrgeizig und Rowan möchte mehr sein als nur das mittlere Kind, dem seine Eltern keine Beachtung schenken. Beide sind ehrlich, treu und gut. Sie wissen was richtig ist, werden jedoch in dieser Hinsicht öfter auf die Probe gestellt.
Hier geht es um Freundschaft, Moral und Intrigen. Das Buch ist sehr facettenreich und gut durchdacht und ich habe mich als Leser in keiner Sekunde gelangweilt.
Trotz der vielen Seiten war ich, im Gegenteil, eher traurig dass es schon vorbei war. Von mir aus hätte es noch 100 weitere Seiten geben können. Das Buch ist in sich abgeschlossen, deswegen bin ich sehr gespannt auf die weiteren Teile dieser Reihe und auf neue Geschichten dieser Welt.
Ich denke das Buch ist für jeden etwas, der Fantasy oder Dystopien mag. Es ist stellenweise sehr blutig, da die Scythe natürlich ihrem Handwerk nachgehen, aber ich finde es an keiner Stelle zu schlimm, da dabei nicht alles detailgetreu beschieben wird. Von daher ist es auch für Jugendliche geeignet.

Fazit: Mal ein ganz anderes Thema, das hier auch toll umgesetzt wurde. Empfehlenswert für jeden der Dystopien mag und für neues offen ist. Mich hat es gut unterhalten und ich vergebe die volle Sternzahl.

Veröffentlicht am 07.09.2017

Zeitgemäßer Jugendroman

Immer diese Herzscheiße
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Inhalt: Die 15-jährige Sarah denkt nicht daran, sich in der Schule anzustrengen. Ihr Berufswunsch ist ohnehin Hartz IV und ihre Hobbies klauen und trinken. Zusammen mit ihrer besten Freundin Dixi hat sie ...

Inhalt: Die 15-jährige Sarah denkt nicht daran, sich in der Schule anzustrengen. Ihr Berufswunsch ist ohnehin Hartz IV und ihre Hobbies klauen und trinken. Zusammen mit ihrer besten Freundin Dixi hat sie nur Quatsch im Kopf. Dann wird sie jedoch beim Dealen erwischt und von ihrem Lehrer vor die Wahl gestellt: Entweder sie bekommt einen Schulverweis oder sie macht bei einem Theaterprojekt mit. Doch beim Theater ist es, hingegen aller Erwartungen, gar nicht so schlecht. Und dann ist da auch noch der nette Paul, der ihr Herz höher schlagen lässt.

Meinung: „Immer diese Herzscheiße“ ist ein zeitgemäßer Jugendroman, mit einer frechen Protagonistin und jeder Menge Lebensweißheiten.
Sarah ist gerade mal 15 Jahre alt, aber sie glaubt, dass sie eh keine Zukunft hat. Also besteht ihr Leben aus Schulschwänzen und klauen. Am besten mit ihrer Freundin Dixi, die aus dem gleichen Holz geschnitzt ist. Sarah ist frech und respektlos, aber auch mutig und taff. Sie ist es bloß einfach nicht gewohnt, dass jemand an sie glaubt, oder sich jemand für sie einsetzt. Sogar von ihrem Bruder fühlt sie sich verraten, seit dieser von Zuhause ausgezogen ist. Dann trifft sie Paul, der in seiner mitfühlenden und netten Art genau das Gegenteil von ihr zu sein scheint.
Die aufkeimenden Gefühle fand ich sehr gut und realistisch dargestellt und man merkt, dass sich dadurch für Sarah nach und nach einiges verändert.
Auch Kathi, die ihr Nachhilfe geben soll, ist sympathisch und lässt sich von Sarahs direkter Art nicht einschüchtern.
In dem Buch geht es nicht nur um die erste Liebe, sondern ebenfalls um Zukunft, Mut und Hoffnung. Und so ist es mit jeder Menge Lebensweisheiten gespickt, die den Leser zum Nachdenken anregen.
Mich hat das Buch gut unterhalten und ich empfehle es jedem, der lesen möchte, wie ein Mädchen, im sozialen Brennpunkt, ihr Leben bewerkstelligt.

Fazit: Zeitgemäßer Jugendroman, über eine alltägliche Heldin, der zum Nachdenken anregt.

Veröffentlicht am 30.08.2017

Unterhaltsames Lügenmärchen

Almost famous – Wie ich aus Versehen fast berühmt wurde
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Inhalt: Zoe ist die Neue an der Schule. Und damit gehört sie natürlich erstmal nirgendwo dazu. Um dies so schnell wie möglich zu ändern, erfindet sie einen berühmten Vater. Und der ist niemand anderes ...

Inhalt: Zoe ist die Neue an der Schule. Und damit gehört sie natürlich erstmal nirgendwo dazu. Um dies so schnell wie möglich zu ändern, erfindet sie einen berühmten Vater. Und der ist niemand anderes als der Superstar Alex Vingar. Blöd nur, dass sich ihre neue Freundinnen mehr für ihn interessieren als für sie. Bald steht für Zoe fest: Sie muss ihren Scheinvater wieder loswerden. Bloß wie?

Meinung: „Almost famous - Wie ich aus Versehen fast berühmt wurde“ ist ein humorvolles, leichtes Jugendbuch, das ich mit dem Thema Zugehörigkeit und Freundschaft beschäftigt. Im Mittelpunkt steht Zoe, die sich nichts mehr wünscht, als an ihrer neuen Schule Freundschaften zu schließen. Zoe ist witzig und klug. Ich mochte ihre Gedankengänge, an der sie den Leser stets teilhaben lässt, sowie ihre Fantasie sehr gerne. Sie träumt sich schon mal mit ihrem erfundenen Vater nach London oder auf eine Party. Und sein, ebenfalls erfundener, Assistent, wird sogar schnell zum festen Bestandteil ihres Lebens.
Dabei ist ihr eigenes Leben bereits cool. Sie lebt neuerdings nämlich, mit ihrer Familie, bei ihrer aristokratischen Oma, die sich für eine Lady hält und immer für eine Überraschung gut ist. Naben Zoes Sprüchen, hat mich die Oma, mit ihren Ansichten, ebenfalls sehr zum Lachen gebracht.
Die Geschichte ist witzig und locker geschrieben. Die Dialoge sind Humorvoll und Zoe ist eine ganz tolle Protagonistin.
Es geht allerdings auch um ernste Themen, wie Dazugehörigkeit und Freundschaft. Ich habe mich hier gut unterhalten gefühlt und würde mich auf weitere Geschichten aus Zoes Welt freuen.
Das einzige Manko ist, dass das Buch etwas plötzlich endet. Hier wird viel der Fantasie des Lesers überlassen.

Fazit: Humorvolles Buch über ein Mädchen, das ein unterhaltsames Lügenmärchen zurecht spinnt, um dazuzugehören. Witzig und flüssig geschrieben und gut zwischendurch zu lesen.

Veröffentlicht am 26.08.2017

Unheimlich und spannend

Palast der Finsternis
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Inhalt: Anouk ist eine Außenseiterin, die gerne in der Weltgeschichte herumreist. Aus diesem Grund sagt sie auch sofort zu, als sie die Gelegenheit bekommt, zusammen mit vier anderen Jugendlichen, nach ...

Inhalt: Anouk ist eine Außenseiterin, die gerne in der Weltgeschichte herumreist. Aus diesem Grund sagt sie auch sofort zu, als sie die Gelegenheit bekommt, zusammen mit vier anderen Jugendlichen, nach Paris zu kommen und einen lange verschollenen unterirdischen Palast zu erforschen. Dieser Palast wurde zu Zeiten der Französischen Revolution von einem Adligen gebaut, um sich darin zu verstecken.
Doch kaum haben Anouk und die anderen einen Fuß in die unterirdischen Gemäuer gesetzt müssen sie um ihr Überleben kämpfen. Denn die Zimmer sind mit gefährlichen Fallen versehen und das ist nicht alles, was in der Tiefe auf sie lauert.

Meinung: „Palast der Finsternis“ ist einfach ein sehr spannendes Buch, das mich von der ersten bis zur letzten Minute an gut unterhalten konnte. Der Autor schafft es die ganze Zeit den Leser an das Buch zu fesseln und ich konnte es einfach nicht mehr zur Seite legen.
Im Mittelpunkt steht Anouk. Sie ist zickig und wütend. Aber auch taff und mutig. Sie ist mal was anderes, als die meisten anderen Charaktere, von denen ich in letzter Zeit gelesen habe, was mir sehr gut gefallen hat. Den Grund, warum sie sich so abweisend gegenüber anderen verhält, wird erst spät im Buch aufgeklärt, was sie außerdem etwas geheimnisvoll macht.
Aus ihrer Sichtweise wird die Geschichte erzählt. Aber nicht nur. Es gibt noch einen zweiten Erzählstrang, der zur Zeit der französischen Revolution spielt und sozusagen die Vorgeschichte zu den heutigen Ereignissen ist.
Der unterirdische Palast wird als sehr prachtvoll und pompös beschrieben. Schnell wird jedoch klar, dass er vor allem unheimlich und gefährlich ist und ich war immer gespannt, was als nächstes in diesen Gemäuern geschieht. Der Autor hat es geschafft, selbst mir, die ich mich definitiv über der Erde befinde, eine Art Platzangst zu verpassen und das Gefühl eingesperrt zu sein zu vermitteln. Stefan Bachmann hat einfach einen sehr bildlichen und flüssigen Schreibstil, der die ganze Geschichte lebendig erscheinen lässt. Ich habe mitgefiebert bis zur letzten Minute und ich habe viele Geheimnisse erst zusammen mit den Figuren entschlüsselt und nicht schon vorher geahnt, was mir selten passiert.
Die Charaktere und der Schauplatz ziehen einen in die Geschichte hinein, in die Tiefe des Palastes, und lassen einen nicht mehr los. Ich empfehle das Buch jedem, der mal wieder ein sehr spannendes Jugendbuch lesen möchte und sich gerne etwas gruselt. Mich konnte das Buch begeistert und ich bin auf weitere Bücher des Autors gespannt.

Fazit: Spannend und unheimlich bis zum Ende. Sehr zu empfehlen.