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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 13.04.2025

Fahrend und erzählend

In einem Zug
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"In einem Zug" von Daniel Glattauer habe ich in der Hörbuchversion gehört, ungekürzt und gesprochen von Christian Berkel. Ich fand die Stimme sehr passend und man konnte dem Inhalt sehr gut folgen.
Eduard ...

"In einem Zug" von Daniel Glattauer habe ich in der Hörbuchversion gehört, ungekürzt und gesprochen von Christian Berkel. Ich fand die Stimme sehr passend und man konnte dem Inhalt sehr gut folgen.
Eduard Brünhofer ist der Autor von Liebesromanen, erfolgreich, aber im Moment in einer Schreibblockade. Deshalb muss er auch zu einem Gespräch mit seinem Verlag nach München fahren.
In der Bahn setzt sich eine Frau zu ihm, die ihn sehr schnell in ein Gespräch verwickelt. Es ist kein oberflächiges Gespräch, es geht tiefer und fragt nach Dingen, die man vielleicht wirklich nur mit einem sehr Vertrautem oder ganz Fremden besprechen würde. Das Gespräch geht oftmals ins Unangenehme, es ist gut geschildert, wie der Autor sich innerlich windet.
Es gibt hier fast nur einen Ort, das Bahnabteil und fast nur zwei Personen und trotzdem ist die ganze Sache unterhaltsam und regt zum nachdenken an. Nachdenken über lange Beziehungen, Liebe und Leidenschaft, aber auch über Kommunikation.
Mich hat dieses Buch gut unterhalten können, ist mir aber nicht sehr nachhaltig in Erinnerung, eher wirklich ein kurzes Zwischenspiel.

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Veröffentlicht am 11.04.2025

Macht Lust aufs Losfahren

Bikepacking Trans Germany
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"Bikepacking Trans Germany" von Sara Hallbauer ist ein sehr interessantes Buch.
Man kann es als Vorbereitung für genau diese oder auch andere Touren nutzen, auch wenn man dort nicht ganz so sportlich ...

"Bikepacking Trans Germany" von Sara Hallbauer ist ein sehr interessantes Buch.
Man kann es als Vorbereitung für genau diese oder auch andere Touren nutzen, auch wenn man dort nicht ganz so sportlich und schnell unterwegs ist. Man kann mit dem Buch aber auch gedanklich auf diese Reise gehen.
Sehr gut gemacht sind die zahlreichen Tipps zur Vorbereitung, die ziemlich wichtig ist. Gerade als Neuling kann man hier sehr viel mitnehmen. Ich persönlich würde die Strecke dann aber immer an mein persönliches Können und Erfahrung anpassen, die hier ist schon eine ganz schöne Herausforderung.
Das Buch punktet durch sehr viele aufschlussreiche Karten und tolle Fotos, so macht auch das Nur-Lesen Spaß.
Auch wenn man andere Strecken bevorzugt, lohnt sich das Buch als Vorbereitung, man sieht gut, was auf einen zukommen kann, aber auch, dass es viel Spaß macht.

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Veröffentlicht am 10.04.2025

Ein etwas anderer Krimi

HEN NA E - Seltsame Bilder
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"HEN NA E - Seltsame Bilder" von Uketsu ist ein Kriminalroman, der es geschafft hat, mich zu überraschen.
Der Autor arbeitet hier mit ganz überraschenden Perspektivwechseln, die ich gar nicht näher erklären ...

"HEN NA E - Seltsame Bilder" von Uketsu ist ein Kriminalroman, der es geschafft hat, mich zu überraschen.
Der Autor arbeitet hier mit ganz überraschenden Perspektivwechseln, die ich gar nicht näher erklären möchte, um den Moment nicht zu zerstören, in dem man das große Ganze überblickt.
Ebenfalls arbeitet er hier mit Bildern, mit Grafiken, die die Geschichte stützen und sich in sie einfügen, ja, sie auch voranbringen.
Ich habe schon einige Bücher von japanischen Autoren gelesen, auch Krimis und ich mag diese akribische Aufklärungsarbeit, das klären und beachten der kleinsten Details sehr gerne. So werden hier Gedanken, Taten und auch Personen vorgestellt und dem Leser nahegebracht. Durch die verschiedenen Perspektiven bekommen wir hier eine gewisse Tiefe, eine Lebendigkeit.
Beim Lesen musste man wirklich alle Details im Blick behalten, ich habe mehr als einmal zurückgeblättert, wenn man am Fall miträtseln wollte.
Die Aufklärung am Ende ließ keine Fragen offen, teils war sie schon etwas zu ausführlich.
Mir hat das Buch sehr gefallen und ich würde gerne weitere in dieser Schreibart lesen. Ich empfehle es jedem begeisterten Krimi-Lesenden, der gerne mal etwas neues ausprobieren möchte.

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Veröffentlicht am 10.04.2025

Geniale Zusammenhänge

Das Geheimnis der toten Mädchen: Thriller
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"Das Geheimnis der toten Mädchen" von Catherine Shepherd ist schon der 15. Teil ihrer Reihe rund um den Ort Zons. Das besondere an dieser Reihe sind jeweils die beiden Zeiten, in denen das Geschehen spielt. ...

"Das Geheimnis der toten Mädchen" von Catherine Shepherd ist schon der 15. Teil ihrer Reihe rund um den Ort Zons. Das besondere an dieser Reihe sind jeweils die beiden Zeiten, in denen das Geschehen spielt. Es wird einmal in der Gegenwart ermittelt und auch im Mittelalter, beide Geschehen empfand ich hier als gleichermaßen spannend.
Der Band kann unabhängig von den anderen gelesen werden, er ist in sich abgeschlossen, es entgehen einem nur die Entwicklung der Protagonisten und einige Anspielungen dazu. Ich selber kenne schon einige Teile der Reihe und verfolge sie gerne weiter.
In der Gegenwart versucht Kriminalkommissar Oliver Bergmann den Tod einer jungen Frau im Stadtarchiv aufzuklären. Unfall oder Mord und wie hängt alles mit ihrer Recherche zusammen.
In der Vergangenheit hat es Stadtsoldat Bastian Mühlenberg mit toten Frauen zu tun, deren Leichen wieder verschwinden. Alles sehr rätselhaft.
Mir hat der Hintergrund hier sehr gut gefallen und auch, wie ein Puzzleteil nach dem anderen an seinen Platz fällt. Die Verknüpfungen sind sehr gut gelungen und die Spannung ist bis zur Aufklärung am Ende hoch.
Von der Story kann ich nicht viel mehr verraten, auf jeden Fall lohnt sich das Lesen, das Buch ist in beiden Zeitebenen gute und spannende Unterhaltung und ich freue mich schon jetzt auf die nächste Reise ins Mittelalter.

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Veröffentlicht am 10.04.2025

Düstere Geschichte

Kaltblut
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"Kaltblut" von Wolfgang Maria Bauer ist ein Roman, den ich stark fand und der in mir noch lange nachklingt.
Der Autor versteht es, seinen Protagonisten klug zu zeichnen, man geht direkt mit ihm auf seinen ...

"Kaltblut" von Wolfgang Maria Bauer ist ein Roman, den ich stark fand und der in mir noch lange nachklingt.
Der Autor versteht es, seinen Protagonisten klug zu zeichnen, man geht direkt mit ihm auf seinen schweren Wegen. Zusätzlich liegt über der ganzen Erzählung eine Düsternis, die fast greifbar wirkt.
Stubber ist der Sprengmeister vor Ort, wie schon sein Vater es war. Allerdings war er Jahre verschwunden, sein Kind blieb im Ort zurück. Nun kommt es zu einer Explosion in einer Hütte auf dem Berg und er trägt die Verantwortung.
Nicht nur durch seine Gedanken erfahren wir nach und nach, was geschehen sein muss, in der Hütte und in seinem Leben.
Stubber hatte nämlich seine große Liebe, Alaska, gefunden und wieder verloren, sie war ein Außenseiter, so wie er selber.
Die Geschichte zeichnet mit Worten Bilder, sehr treffsicher und präzise. Wenn man hinter das Geschehen blickt, zeichnet sich hier ein Bild einer ganzen Gesellschaft ab.
Die Umgebung hier ist rau, die Menschen hart, jeder hat irgendwie seinen eigenen Kummer und Stubber als Außenseiter grenzt sich davon fast wohltuend ab.
Ganz faszinierend fand ich auch die Beschreibung der Bergwelt, für mich war das ein rundum gelungenes Buch und ich würde sehr gerne mehr von diesem Autor lesen.

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