ambivalent und zerrissen
KopflosDieses Buch kostet genau so viel Kraft, wie das erste "Die, my Love". Es ist einfach eine Mischung aus Fantasie und Wahnsinn - ähnlich wie beim ersten schwankte ich zwischen: versteh ich - und ist sie ...
Dieses Buch kostet genau so viel Kraft, wie das erste "Die, my Love". Es ist einfach eine Mischung aus Fantasie und Wahnsinn - ähnlich wie beim ersten schwankte ich zwischen: versteh ich - und ist sie völlig verrückt. Genau das fesselt mich so an der Autorin, die absolute Fassungslosigkeit beim Lesen. In diesem Buch gehts wieder um Kinder, aber nicht wie im ersten Roman um das frische "Mutterglück", sondern um einen verlorenen Sorgerechtsstreit. Lisa hat das Sorgerecht für ihre Zwillinge verloren, darf sie nur noch unter Aufsicht und Begleiten sehen. Auch in diesem Buch sind es die Bilder, die Idee, die zur Obsession werden und Lisa verzweifeln und unkontrolliert werden lassen. Ich glaube, wenn man selbst Mutter ist, kann man diese Emotionen sogar in Ansätzen empfinden, und dennoch ist man immer gewillt sie zu schütteln. Dieser Schmerz, die Zerrissenheit und die Wut kann man in jedem Satz lesen und spüren. Ich liebe diese Romane - die, die mich an den Rand meiner Wohlfühlzone bringen und mich verletzlich und ambivalent zurück lassen. Dieses Buch halt, genau wie der erste Roman, definitiv nach und verdient Aufmerksamkeit!!