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Veröffentlicht am 08.03.2026

Diebe, die alles zu verlieren haben

The Crane and the Nightjar
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"The Crane and the Nightjar" ist ein sehr spannendes, düsteres Buch, das ich insbesondere zu Beginn sehr gerne gelesen habe. Die Autorin hat einen fantastischen Schreibstil, der einen in die Geschichte ...

"The Crane and the Nightjar" ist ein sehr spannendes, düsteres Buch, das ich insbesondere zu Beginn sehr gerne gelesen habe. Die Autorin hat einen fantastischen Schreibstil, der einen in die Geschichte zieht und fesselt und das von Seite 1 an. Der Fokus liegt dabei auf den beiden Hauptcharakteren Crane und Zara, aber auch andere Charaktere kommen zu Wort, manchmal auch mit eigenen Kapiteln.

In dem Buch müssen Crane und Zara sich verschiedenen düsteren Aufgaben stellen, die herausfinden sollen, wer die besten Diebe in ihrem Land sind. Nur wenige überleben bei diesen tötlichen Spielen. Außerdem ist es ein Land der Magie und wird die Magie von den sogenannten Neblern zu oft genutzt, verwandeln sie sich in sogenannte Krählen, also blutrünstige Monster, die alles und jeden verschlingen. Ich mochte vor allem die sehr einprägsamen Namen in der Geschichte, die dem Weltenaufbau viel Magie geschenkt haben. Gleichzeitig blieb die Welt noch ein wenig blass und ich habe nicht ganz durchblickt, wo genau die Magie herkommt oder wie die einzelnen Kategorien nun funtkionieren. Es gibt zwar immer wieder kurze EInschübe, zum Beispiel aus Lexika, aber insgesamt war es mir noch zu verworren und ich blieb mit einigen Fragen zur Magie selber zurück.

Die Protagonisten sind sympathisch, auch wenn allen voran einige Nebencharaktere noch etwas blass bleiben. Die Spannung ist konstant hoch, da niemand wirklich sicher zu sein scheint. Ein paar Entwicklungen, insbesondere das Ende, empfand ich jedoch als recht vorhersehbar.

Was mich leider aber sehr verwirrt zurückgelassen hat, waren einige Entscheidungen von Zara (und auch Crane), die in meinen Augen absolut keinen Sinn gemacht haben - aber hier will ich nicht zu viel sagen, um nicht zu spoilern. Also Achtung, im Folgenden sind kleiner Spoiler enthalten:

Insbesondere Zaras Magie hätte die ganze Geschichte eigentlich hinfällig werden lassen können. Und da sie ihre Magie zu einem späteren Zeitpunkt schließlich auch einsetzt, hätte sie das in kritischeren Situationen ja auch viel früher machen können, z.B. bei ihrer Verhaftung.

Ich hatte erwartet, hier irgendwann noch Klarheit zu bekommen oder eine große Wendung zu lesen, aber es schien inhaltlich genauso angedacht? Alles in allem bleibe ich bei diesem Ende einfach so verwirrt zurück und verstehe nicht, wieso so entschieden wurde ... dass mir hier das Lesevergnügen doch ein wenig gemindert wurde.

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Veröffentlicht am 07.03.2026

Der Auftakt einer fulminanten Reihe

We Who Will Die
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Das ist der zweite Reihenauftakt von Stacia Stark, den ich nun lese, und im Nachhinein kann ich kaum glauben, dass es dieselbe Autorin ist, da mich diese Reihe doch deutlich mehr angesprochen hat. Die ...

Das ist der zweite Reihenauftakt von Stacia Stark, den ich nun lese, und im Nachhinein kann ich kaum glauben, dass es dieselbe Autorin ist, da mich diese Reihe doch deutlich mehr angesprochen hat. Die Welt von "We who will die" ist ein recht komplexes Universum und ich freue mich unfassbar stark darauf, wieder in sie hinabzutauchen und mehr darüber zu lernen.

In diesem 1.Band geht es um Arvelle, eine Sigillenhüterin, die über schwache magische Kräfte verfügt. In ihrer Welt leben ebenfalls Vampire (sowie weitere magische Wesen), und der Imperator ist ein uralter, machtgieriger Vampir, der immer wieder Kämpfe, bei denen es bis zum Tod geht, in Arenen austragen lässt, um die Zuschauer zu unterhalten. Arvelle muss nach einigen unglücklichen Verwicklungen in Auswahlprüfungen teilnehmen, um dem Imperator nahezukommen und ihn zu töten. Dabei trifft sie auf eine alte Liebe - aber auch ein weiterer Vampir schleicht sich ungewollt in ihr Herz.

Rundherum gibt es zahlreiche Nebenhandlungsstränge, die die Geschichte zu keiner Zeit langweilig werden lassen. Besonder gut gefallen haben mir die Hintergrundgeschichten der einzelnen Charaktere. Alle starteten bereits mit einer (meist tragischen) Hintergrundgeschichte und man erfährt nach und nach mehr über ihren Charakter. Dadurch war von Anfang an Spannung gegeben, da man wissen wollte, was mit Arvelle, Tiernon, Rorrick und deren Familien passiert ist. Ebenso gab es die Welt zu entdecken, während monströse Kämpfe immer wieder Charaktere aus dem Leben rissen und darüberhinaus ein mysteriöser Mörder scheinbar willkürlich Gladiants ermordete.

Manches kam für mich überraschend, anderes wiederum war recht vorhersehbar. Insbesondere die Liebesgeschichte war für mich zu Beginn noch einnehmend, doch mit der Zeit hatte ich eine Ahnung, was die Autorin für die Folgebände aufbaut bzw. ins Rollen bringt. Ich freue mich schon auf die weiteren Bände, keine Frage, aber so war es für mich ein wenig zu offensichtlich, was im späteren Verlauf passieren wird.

Nichtsdestotroz freue ich mich wahnsinnig auf den nächsten Band und wünschte, ihn direkt zu haben. Aber da er noch nicht angekündigt ist, werde ich mich wohl noch eine Weile gedulden müssen. Ich weiß nur, was auch immer da noch kommt, es wird groß werden.

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Veröffentlicht am 01.03.2026

Was will man vom Leben - und wer ist man eigentlich?

Open Hearts
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Ich mag den Pola-Verlag mittlerweile sehr gerne, deshalb hab ich mich auch über das neuste Buch "Open Hearts" sehr gefreut. Hier geht es um Misty, die sich nach einer Langzeitbeziehung erst einmal wieder ...

Ich mag den Pola-Verlag mittlerweile sehr gerne, deshalb hab ich mich auch über das neuste Buch "Open Hearts" sehr gefreut. Hier geht es um Misty, die sich nach einer Langzeitbeziehung erst einmal wieder selbst finden muss und dabei in eine offene Beziehung stolpert. Dort verliebt sie sich mehr oder weniger in Christopher, aber was will sie wirklich vom Leben - und reicht ihr eine Beziehung, bei der sie immer die 2.Wahl sein wird?

Zunächst brauchte ich kurz, um mich an die Geschichte und das Buch zu gewönhnen. Misty ist eine etwas andere Protagonistin, die vor allem das Herz auf der Zunge trägt und alles ausspricht, was sie beschäftigt. Oftmals macht sie sich auch kleiner, als sie eigentlich ist, da möchte man sie gerne mal schütteln. Christopher wiederum lernt man nur aus ihrer Sicht kennen, er wirkt startk so, als würde er auf ein Podest gestellt werden. Was er wirklich denkt und fühlt, erfährt man erst nach und nach. Es gibt noch paar spannende Nebencharaktere, allen voran Mistys beste Freundin Erica, die wierum andere Einblicke ins Leben mitbringen.

Vor allem nach den ersten Seiten hat das Buch für mich regelrecht eine Sogwirkung entwickelt und ich habe das Buch sehr schnell gelesen. das lag vor allem an Mistys Andersartigkeit und Offenheit dem Leben gegenüber. Sie spricht alles aus, was ihr in den Kopf kommt. Man leidet und fühlt gleichzeitig mit ihr mit und wünscht ihr, dass sich das Leben sich nach ihren Vorstellungen entwickelt. Denn wie viele Frauen stehen genau vor den gleichen Entscheidungen, weil ihre biologische Uhr tickt?

Das Ende wiederum war für mich ein wenig zu schnell. Manche Entwicklungen waren auch recht skurril, das hätte es für mich nicht gebraucht. Ich habe das Buch aber sehr gemocht und finde, es reiht sich sehr gut bei anderen Werken des Verlags ein.

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Veröffentlicht am 22.02.2026

Die Universität des Grauens

Nightshade
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Willkommen in Sorrowsong-University - am besten machst du schnell wieder auf dem Absatz kehrt, denn hier willst du ganz bestimmt nicht studieren. Leider nur bleibt Ophelia nicht wirklich etwas anderes ...

Willkommen in Sorrowsong-University - am besten machst du schnell wieder auf dem Absatz kehrt, denn hier willst du ganz bestimmt nicht studieren. Leider nur bleibt Ophelia nicht wirklich etwas anderes übrig, nachdem alle anderen Universitäten sie abgelehnt haben. Außerdem ist es genau die Universität, an der ihre Eltern bei einem Flugzeugabsturz ums Leben kamen. Ophelia möchte deren Mörder an den Pranger liefern, und ausgerechnet der Sohn des Flugzeug-Moguls, Alex Green-Corbeu, stiehlt sich dabei in ihr Herz.

Was folgt, ist eine absolut spannende, düsterere und emotionale Geschichte mit zahlreichen Wendungen, bei denen man das Buch einfach nicht aus der Hand legen möchte. Ophelia und Alex sind als Charaktere sehr sympathisch, wenn auch durch ihre Vergangenheiten stark gezeichnet. Insbesondere die Liebesgeschichte entwickelt sich dabei stark und natürlich, die Chemie zwischen den beiden stimmt einfach. Vor allem Alex hat das Herz am rechten Fleck und die Art, wie er Ophelia behandelt, lässt das Herz einfach höher schlagen.

Durch einen Stalker, der Ophelia auflauert und bedroht, kommt weiterhin Spannung auf, da man die ganze Zeit am spekulieren ist, um wen es sich handeln könnte. Manche der Entwicklungen konnten mich später überraschen, andere eher weniger. Auf jeden Fall kann ich es kaum abwarten, wie es im Folgeband weitergeht, da zum Ende hin noch einmal einiges ins Rollen gebracht wurde.

Die düstere Stimmung an dem Buch hat mir sehr gefallen, sie wurde durch die Momente zwischen Alex und Ophelia aufgebrauchen. Teilweise war es mir persönlich manchmal too-much, da hier auch viele starke Worte immer wieder genutzt werden. Ob diese nach so kurzer Zeit schon so intensiv gefühlt werden können - ich weiß nicht, das empfand ich teilweise als übertrieben. Aber ich glaube, bei dem Mafioso-Setting muss man sich auf so etwas auch einstellen, da hier so einige Extreme geliefert werden, und das nicht nur romantischer Natur.

Nichtsdestotrotz hat das Buch mich absolut in seinen Bann gezogen. Ich bin immer wieder so gerne an diesen Ort zurückgekehrt und nur so durch die Seiten geflogen, daher eine ganz große Leseempfehlung.

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Veröffentlicht am 07.02.2026

Ein Fantasy-Debüt, das nachhallt

The Poet Empress
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"The Poet Empress" ist das mehr als beeindruckende Debüt der Autorin Shen Tao, dass die Geschichte von Yin Wei erzählt, einer Bauerntochter, die nichts unversucht lässt, um ihr Schicksal und vor allem ...

"The Poet Empress" ist das mehr als beeindruckende Debüt der Autorin Shen Tao, dass die Geschichte von Yin Wei erzählt, einer Bauerntochter, die nichts unversucht lässt, um ihr Schicksal und vor allem das ihrer Familie umzuschreiben. In einer Welt, in der Frauen nicht einmal Lesen und Schreiben lernen, ist ihr einziges Los das einer Konkubine. Wei schafft es bis an den königlichen Hof und wird von Prinz Terren auserwählt, seine zukünftige Braut zu werden - doch dieser Titel geht mit Quälereien einher.

Der Erzählstil von Shen Tao ist sehr direkt und ohne große Ausschweifungen, was meiner Meinung nach perfekt zu diesem Buch gepasst hat. Ich glaube, mit einer blumigeren Art und Weise hätte ich dieses Buch nicht lesen können, da die Inhalte zu roh und brutal sind. Was Wei hier passiert (und viele weiteren Charakteren) ist meist nicht leicht zu lesen. Die Autorin schafft es dennoch in einem unfassbaren Balanceakt, dass sich alle Begebenheiten natürlich und ausgeglichen anfühlen, alle Entscheidungen mehr als nur menschlich und gleichzeitig höchst emotional.

Wei muss ein Herzseelengedicht schreiben, dies ist ihre einzige Möglichkeit, um Prinz Terren zu stürzen. Dabei muss sie tief in seine Vergangenheit dringen, um herauszufinden, warum er zu dem Monster geworden ist, das er jetzt ist. Seine Geschichte ist unglaublich traurig, wie nicht anders zu erwarten - und gleichzeitig gespickt mit vielen spannenden Entwicklungen, die ich selten habe hervorsehen können.

Wei wirkt bei ihren Entscheidungen nie übermenschlich, auch wenn sie schrecklich viel erdulden muss. Bis zum Schluss war sie eine starke Portaonistin, nahbar und wild entschlossen.

Alles in allem war dieses Buch ein kleines Highlight, das sich definitiv in mein Herz geschlichen hat und von dem ich mir wünsche, dass es viele Menschen lesen werden.

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