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Veröffentlicht am 14.02.2025

Eine wahnsinnige Reise

Dynasty of Hunters, Band 2 - Von dir gezeichnet
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"Dynasty of Hunters" Teil 2 startet genau dort, wo der erste Band geendet hat. Lia befindet sich nun in den Händen von Laurent und sieht sich dort seinem übegriffigem Verhalten gegenüber. Laurent wiederum ...

"Dynasty of Hunters" Teil 2 startet genau dort, wo der erste Band geendet hat. Lia befindet sich nun in den Händen von Laurent und sieht sich dort seinem übegriffigem Verhalten gegenüber. Laurent wiederum nutzt Lias Macht, um Zeichnungen zu befehligen, die seine Macht weiter sichern. Währenddessen wütet ein Aufstand - die festgefahrenen Rollen und Adligen und Bügerlichen dröseln immer weiter auf und das System von Jägern und Gejagten droht, zu kippen.

Das Buch wird abwechselnd aus den Sichtweisen von Laelia und Irina erzählt, was ich zu Beginn nicht erwartet hatte. An Irina musste ich mich zunächst gewöhnen, da ihre Rolle in Banf 1 die der Antagonistin war und ich folglich eher weniger Sympathien für sie hegte. Mit der Zeit wird ihre Sichtweise aber immer spannende und sie legt eine große Entwicklung hin.

Lia wiederum sieht sich sehr düsteren Zeiten gegenüber. Circa die erste Hälfte des Buches offenbart sehr intensiv, was Laurent mit Lia und ihrer Abhängigkeit anstellt. Hier sollte man durchaus die Triggerwarnungen lesen, ich habe die Beschreibungen der Autorin als sehr intensiv wahrgenommen. Die Entwicklung Laurents habe ich in dem Maße nicht kommen sehen. Auch wenn ich unbedingt wissen wollte, was mit Ray und Astoria geschehen ist, war dieser Teil des Buches für mich schlussendlich doch der spannendste. Es geht auch viel um Ränkespiele, gemeinsam mit Irina befindet man sich wiederholt in Ratssitzungen, die das Geschehen außerhalb der königlichen Mauern beleuchten. Laelia wiederum ist in ihrer Rolle recht gefangen.

Der zweite Abschnitt des Buches richtet sein Augenmerk dann eher auf die Rebellen und den Geschehnissen außerhalb des Hauses de Vert. Wie bereits in Band 1 erschlossen sich mir manche Aspekte des Magiesystems nicht. Während ich in Band 1 noch hoffte, diese würden hier aufgeklärt werden, blieb ich in and 2 ein wenig ratlos zurück, auch, da mir vielleicht Infos aus Band 1 nicht mehr so präsent waren, diese aber nicht wiederholt wurden. Ich möchte nicht zu viel verraten, um zu spoilern, aber vor allem Rays Hintergründe habe ich absolut nicht verstanden. Auch Lias besondere Magie wirkte mit der Zeit eher symbolisch, als dass ich die wahre Macht so richtig habe durchblicken können. Da sich die Adligen ja auch selbst zeichnen konnten, hätte ich gedacht, dass es deutlich mehr Möglichkeiten gäbe, das Magiesystem zu nutzen ...

Ansonsten war das Buch eine wahnsinnig emotionale Reise mit Schockmomenten, aber auch heranschleichenden, tiefschürfenden Verletzungen. Es gab auch ein paar Parallelel zu den Tributen-von-Panem, das mochte ich gerne. Kann die Reihe also nur wärmstens empfehlen.

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Veröffentlicht am 09.02.2025

Roh & authentisch

Only Margo
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"Only Margo" erzählt die Geschichte von Margo, die ungewollt von ihrem Professor schwanger wird. Dieser macht sich schnell aus dem Staub und lässt Margo mit dem Kind und allen einhergehenden Verpflichtungen ...

"Only Margo" erzählt die Geschichte von Margo, die ungewollt von ihrem Professor schwanger wird. Dieser macht sich schnell aus dem Staub und lässt Margo mit dem Kind und allen einhergehenden Verpflichtungen alleine. Geldprobleme, ein wrestlender Vater, eine Mutter, die sich nicht wirklich um Margo kümmert und viele Vorurteile der Gesellschaft ergeben einen explosiven Mix, indem sich Margo mit einem Mal wieder findet. Doch sie gibt nicht auf, kämpft für sich und Bodie und sieht sich doch mit immer wieder neuen Problemen konfrontiert.

Zu Beginn fiel es mir recht schwer, mich von der Geschichte treiben zu lassen, da die Sprache sehr direkt und roh ist. Es fallen viele Schimpfwörter und sehr deutliche Beschreibungen und ich dachte mir zunächst: Oh nein, das ist nichts für mich und wollte mit dem Buch aufhören. Doch recht schnell entwickelt sich eine Sogwirkung der Handlung, die einem gleichzeitig den Spiegel vorhält. Ich mag Bücher, die mir meine eigenen Privilegien bewusst machen. Immer wieder fühlte ich für Margo mit, die unglaublich viel Ungerechtigkeit aufgrund ihrer Situation erfährt und dennoch immer abgeklärt und freundlich bleibt. An ihrer Stelle wollte ich mich so oft aufregen und den Personen in ihrem Umfeld, die sie immer wieder im Stich lassen, die Meinung geigen. Das Buch bietet hier viele Anknüpfungspunkte, um selbst Leerstellen zu füllen.

Die Charaktere wurden alle sehr authentisch dargestellt und blieben sich während des gesamten Buches über treu. Margo ist meine Favoritin, weil sie sich nie kleinkriegen lässt und vor allem eine großartige Mutter ist, trotz all der Hindernisse. Aber auch die Nebencharaktere waren absolut spannend, nie schwarz oder weiß, sondern nuanciert. Selbst der Kindesvater bekommt eine menschliche Seite. Auch die Dialoge waren passend überraschend. Man wusste selten, was die einzelnen Personen sagen werden oder wo die Reise generell hingeht. Trotzdem fehlte nie der rote Faden.

Alles in allem eine Empfehlung für LeserInnen, die auch mit etwas derberer Sprache gut zurecht kommen. Inhaltlich lohnt es sich auf jeden Fall.

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Veröffentlicht am 07.02.2025

Werwolf-Spice

The Fake Mate – Die Liebe ist eine Bestie für sich
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In "The Fake Mate" treffen Mackenzie "Mack" und Noah aufeinander, beides Ärzte, beides Werwölfe. Mack sieht sich gezwungen, mit Noah eine Fake-Beziehung einzugehen, da ihre Gran seit jeher einen Schwiegerenkel ...

In "The Fake Mate" treffen Mackenzie "Mack" und Noah aufeinander, beides Ärzte, beides Werwölfe. Mack sieht sich gezwungen, mit Noah eine Fake-Beziehung einzugehen, da ihre Gran seit jeher einen Schwiegerenkel haben möchte, während Noah sich aufgrund seines Berufes für die Fake-Beziehung entscheidet. Denn als Alpha hat sein Arbeitgeber gewisse Vorurteile ihm gegenüber, warum er seinen Beruf nicht ausüben kann.

Man wird sofort ins Geschehen geworfen, nämlich genau bei der Szene, bei der Mackenzie und Noah sich für die Fake-Beziehung entscheiden. Das schafft zunächst Spannung, aber recht schnell wurde mir bewusst, dass es zu dem eher inhaltsarmen Handlungsverlauf passt. Es gibt viele Dialoge, deren Humor mich nicht wirklich abholen konnte. Mack und Noah lernen sich weiter kennen, obwohl es recht schnell sehr körperlich wird. Die Spice-Szenen sind gut geschrieben, aber so zahlreich vorhanden, dass das die Chemie und der Bindungsaufbau der Protagonisten hintenrunter fiel.

Mackenzie wird als humorvolle, selbstbewusste Frau beschrieben, während Noah immer sehr ernst und angespannt wirkt. Ihre Charaktere sind konsequent, aber ich konnte leider mit keinem von den beiden so richtig mitfühlen oder mich in sie hineinversetzen, was teils auch an dem Schreibstil lag. Die vielen Dialoge blieben recht seicht und wie bereits gesagt konnte mich ihr Inhalt nicht wirklich abholen oder zum Schmunzeln bringen. Die Geschehnisse spielen größtenteils im Krankenhaus, aber auch hier blieb die Umgebung für mich eher schwammig.

Der Werwolf-Aspekt war tatsächlich mein Lieblingspart, auch wenn es manchmal schon ein wenig skurril war, von dem "Knoten" zu lesen, denn ich noch allzu gut aus Ali Hazelwoods "Bride" kennen. Alles in allem konnte mich das Buch leider nicht hunderprozentig überzeugen. Wer spice und Gestaltwandler mag, wird damit aber sicher seine Freude haben.

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Veröffentlicht am 07.02.2025

Sports-Romance mit gewohntem Ali-Hazelwood-Humor

Deep End – Die unausweichliche Unanständigkeit von Liebe
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Wenn ein neues Ali Hazelwood Buch rauskommt, muss ich es haben. Die Autorin ist definitiv ein Auto-buy für mich und ja, jetzt bin ich wiederum traurig darüber, dass ich das Buch so schnell durchgelesen ...

Wenn ein neues Ali Hazelwood Buch rauskommt, muss ich es haben. Die Autorin ist definitiv ein Auto-buy für mich und ja, jetzt bin ich wiederum traurig darüber, dass ich das Buch so schnell durchgelesen habe.

Mit "Deep End" wagt sich die Autorin an ihre erste Sports-Romance und das mit gewohnt viel Humor, Einblicken in die Naturwissenschaften und Spice. Nachdem sich die STEM-Romane doch mit der Zeit sehr ähnelten, ist Ali mit "Deep End" wieder etwas Neues gelungen. Scarlett ist Wasserspringerin und hat nach einem Unfall eine Blockade. Lukas wiederum ist ein berühmter Schwimmer. Beide lernen sich durch Lukas Ex-Freundin kennen und finden heraus, dass sich ihre sexuellen Vorlieben überschneiden. Was als Sex beginnt, entwickelt sich immer mehr zu tiefen Gefühlen ...

Scarlett war ein eher introvertierter, aber sarkastisch-sympathischer Charakter mit trockenen Sprüchen und dem Herz am rechten Fleck. Lukas wiederum ist sehr geradlinig, was auf manche im Buch "kalt" wirkte, ich empfand es (gemeinsam mit Scarlett) als sehr humorvoll. Durc die Kombination von Scarlett und Lukas kommt es also zu einigen sehr spaßigen DIalogen.

Daneben mochte ich vor allem den Sport-Anteil des Romanes. Lukas ist ja der geborene Goldjunge, aber vor allem mit Scarlett habe ich mitgefiebert. Die Autorin hat das Wasserspringen sehr gut nachvollziehbar beschrieben und es nimmt ebenfalls einen größeren Anteil im Buch ein. Ich habe dann auch einige der Sprünge gegoogelt und wollte mir anschauen, was Scarlett vollbringt, auch wenn mein Kopfkino ebenfalls ganze Arbeit geleistet hat. Besonders zum Ende hin wurde dieser Aspekt der Geschichte sehr spannend. Im Mittelteil begleitet man Scarlett vor allem bei ihrem Alltag, was zu kleinen Längen inhaltlich führte, auch wenn der Schreibstil auch hier granios war. Der Spice ist ab 30% des Prozentes des Buches sehr häufig vorhanden, aber gut geschrieben.

Es gibt noch ein paar Nebencharaktere, von denen vor allem Pen eine rößere Rolle einnimmt. Über ihre Rolle bin ich ein bisschen zwiegespalten, aber zumindest kann ich sagen, dass ich den Fokus auf die Freundschaft und die Momente, in denen es nur um die beiden ging, sehr mochte. Adam und Olive kommen auch vor und ich empfand ihren Auftritt als sehr, sehr herzerwärmend und toll und möchte jetzt am liebsten deren Buch wieder lesen.

Also große Leseempfehlung, aber habe von Ali nichts anderes erwartet.

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Veröffentlicht am 02.02.2025

Liebe auf Zeitreise

Seven Years From Now
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In "Seven Years from Now" erzählt die Autorin Ashley Poston die Geschichten von Clementine und Iwan, die sich beide zeitversetzt kennenlernen. Clementine, die als PR-Assistentin in einem familiären Verlag ...

In "Seven Years from Now" erzählt die Autorin Ashley Poston die Geschichten von Clementine und Iwan, die sich beide zeitversetzt kennenlernen. Clementine, die als PR-Assistentin in einem familiären Verlag arbeitet und deren Arbeit ein großer Teil von ihr ist, erbt die Wohnung ihrer Tante, welche verstorben ist. Clementines Tante Analea hat damit ein großes Loch im Leben ihrer Nichte hinterlassen und die Wohnung, in der Clementine nun leben soll, ist zudem noch magisch. Um genauer zu sein, versetzt sie einen manchmal sieben Jahre zurück: Und vor sieben Jahren lebte Iwan in der Wohnung von Clementines Tante. Eine verrückte, traurig-schöne Kennenlerngeschichte beginnt.

Als ich mit dem Buch begonnen habe, da muss ich mich hier vielen Meinungen anschließen, hatte ich kurz Probleme, in die Geschichte einzutauchen. Sie war immernoch gut, aber ich konnte sie auch problemlos zur Seite legen und war noch nicht sonderlich stark an den Hintergründen der einzelnen Protagonisten interessiert. Hier fühlte sich der Schreibstil noch ein bisschen entfernt an. Doch mit der Zeit berührte mich die Geschichte von Clementine und Iwan immer mehr und ab der Hälfte war es mir buchstäblich nicht mehr möglich, das Buch zur Seite zu legen.

Iwan ist so ein toller, herzensguter Charakter und seine liebevoll-schüchterne Art führt dazu, dass man gar nicht kann, als sich mit Clementine mit zu verlieben. Clementine selbst wiederum ist der perfekte Gegenpol zu Iwan, eine ruhige, aber zielstrebige junge Frau mit dem Herz am rechten Fleck. Die Dialoge der beiden gingen tief unter die Haut und ich habe so mitgefiebert, dass sie über die Zeiten hinweg zueinander finden.

Der weitere Handlungsstrang rundum Clementines verstorbene Tante ist ebenfalls sehr gelungen und wurde sehr empathisch aufgegriffen. Hier rühren manche Szenen zu Tränen. Der grandiose Schreibstil der Autorin schafft immer wieder sehr bildhafte Momente, in denen man in das Buch hineingesogen wird. Ich empfand den Schreibstil als wirklich unfassbar gut, habe manchmal Stellen mehrfach gelesen, weil die Vergeiche so treffsicher waren. Dieser Schreibstil in Verbindung mit der sehr emotionalen Geschichte und den nahbaren, liebevollen Charaktere hat zu einem kleinen Meisterwerk geführt, den ich jedem nur ans Herz legen kann.

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