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Veröffentlicht am 29.12.2025

Spannende Geschehnisse an der Nordsee

Die Wilden Sandflöhe auf der Jagd nach dem roten Gold
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Worum geht es in dem Buch?
Die Wilden Sandflöhe – das sind die Kinder Joris, Oskar und Fenja, die versuchen, in dem Küstenort Oldedrommersiel an der Nordsee einige Probleme zu lösen. Joris wohnt nicht ...

Worum geht es in dem Buch?
Die Wilden Sandflöhe – das sind die Kinder Joris, Oskar und Fenja, die versuchen, in dem Küstenort Oldedrommersiel an der Nordsee einige Probleme zu lösen. Joris wohnt nicht in Oldedrommersiel, er besucht seine Oma Marje, die eine Teestube betreibt. Diese Teestube ist eigentlich eine angesagte Adresse mit köstlichen Kuchen und Kaffee. Doch im Moment ist Oma Marje eher zerstreut. Sie plagen Sorgen. Einige Menschen haben ihre Teestube schlecht bewertet und drehen immer wieder Videos, um diesen schlechten Eindruck zu erhärten. Außerdem wittert ein Herr Fürstenpik seine Chance, Oma Marje und ihre Teestube zu vertreiben, indem er sie mit überhöhten Pachtforderungen unter Druck setzt. Sein Plan ist es, die Teestube abreißen zu lassen, um auf dem Grundstück ein Piercing- und Tattoo-Studio bauen zu lassen.
Das gefällt Joris, Oskar und Fenja überhaupt nicht – doch wie können sie Oma Marje helfen?

Meine Meinung zu diesem Buch:
Liebevoll ist das Cover dieses Kinderbuches aufgemacht, schön bunt, das lädt zum Lesen ein. Der Inhalt vermittelt Nordseeatmosphäre. Mitreißend ist der Schreibstil, die Hauptfiguren sind sympathisch und lebendig beschrieben. Da ist Joris mit seinem Zeichenblock, der viel zu Papier bringen kann. Und seine Freunde Oskar und Fenja. Gemeinsam sind sie ein tolles Team.
Als Leser/in fragt man sich: Wie können die Wilden Sandflöhe dazu beitragen, dass der gute Ruf der Teestube wiederhergestellt wird? Wie können sie verhindern, dass Oma Marje ihre Teestube und das Grundstück verkaufen muss? Und vor allem: Was hat es mit einem Piraten auf sich, von dem Joris immer wieder träumt?
Spannend und nachvollziehbar ist alles beschrieben, ab und zu auch mit etwas Situationskomik – und so wird die Lektüre nie langweilig. Dazu spürt man als Leser/in viel Nordseeatmosphäre und möchte sofort selbst an die Küste fahren.
Ich vergebe 5 Sterne und empfehle dieses Kinderbuch weiter.

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Veröffentlicht am 28.12.2025

Roman mit unerwarteten Wendungen

Die Kollegin – Wer hat sie so sehr gehasst, dass sie sterben musste?
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Worum geht es in dem Buch?

Dawn Schiff arbeitet in der Buchhaltung der Firma VIXED, einer Firma für Nahrungsergänzungsmittel. Beliebt ist sie nicht, die Kollegin halten sie für sonderbar, weil sie Schildkröten ...

Worum geht es in dem Buch?

Dawn Schiff arbeitet in der Buchhaltung der Firma VIXED, einer Firma für Nahrungsergänzungsmittel. Beliebt ist sie nicht, die Kollegin halten sie für sonderbar, weil sie Schildkröten sehr mag und viele Schildkrötenfiguren hat. Weiterhin ist sie sehr pünktlich und penibel.

Eines Tages kommt Dawn nicht zur Arbeit. Als kurze Zeit in ihrer Wohnung viel Blut gefunden wird, vermuten Kollegen und Ermittler das Schlimmste. Und auf einmal wird eine Frauenleiche gefunden…


Meine Meinung zu diesem Buch:

Spannend fängt das Buch an. Als Leser erfährt man viel über Natalie, eine sehr gute Verkäuferin der VIXED-Produkte, gutaussehend. Viele Leute wollen mit ihr befreundet sein, auch Dawn. Sie fühlt sich von Natalie eher gemobbt.
Immer wieder gibt es Rückblenden, in denen man viel über Dawn erfährt. Sie schreibt E-Mails an eine Freundin, namens Mia. Beide – sowohl Natalie, als auch Dawn – schreiben aus der Ich-Perspektive.

Beide Charaktere mochte ich nicht besonders. Natalie fand ich eingebildet, Dawn sehr merkwürdig. Es gab aber auch Szenen, während derer sie mir leidtat. Unerklärliche Dinge passieren, die den Roman immer wieder spannend machen – wenn zum Beispiel Natalie eine blutige Schildkrötenfigur in ihrer Wäsche findet. Wie kam diese Figur in die Wäsche?

Irgendwann gab es eine abrupte Wendung in dem Buch – und dann wurde es wirklich interessant und spannend. Der Schluss war für mich unerwartet, aber gut.

Ich vergebe vier Sterne.


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Veröffentlicht am 12.12.2025

Zu viele Ich-Erzähler

Donnerstags im Café unter den Kirschbäumen
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Worum geht es in dem Buch?
Dieses Buch spielt zum größten Teil in Japan und erzählt die Geschichten vieler Leute aus der Ich-Perspektive.
Die Ich-Erzählerin Wataru ist verheiratet mit Teruya. Sie haben ...

Worum geht es in dem Buch?
Dieses Buch spielt zum größten Teil in Japan und erzählt die Geschichten vieler Leute aus der Ich-Perspektive.
Die Ich-Erzählerin Wataru ist verheiratet mit Teruya. Sie haben einen Sohn, namens Takumi. Wataru arbeitet im Café Marble. Eine der Damen, die das Café besuchen, ist Kakao-San. Das ist nicht der wirkliche Name von ihr, aber die Ich-Erzählerin nennt sie so. Kakao-San schreibt sehr gerne Briefe.
Eine weitere Ich-Erzählerin ist Yasuko. Sie ist Kindergärtnerin. Wichtig in dem Kindergarten, wo sie arbeitet, ist, dass man seine Nägel nicht lackiert, denn das könnte die Kinder stören.
Yasukos beste Freundin ist Risa. Ihre Freundschaft wurde getrübt, als Yasuko sich in einen verheirateten Mann verliebte. Erst als Yasuko sich bei Risa entschuldigte, konnten sich die beiden wieder versöhnen.
Risa heiratet Hiroyaki. Yasuko ist eingeladen. Eine Woche später fliegen Risa und Hiroyuki nach Sydney in Australien, um dort ihre Flitterwochen zu vollbringen.

Meine Meinung zu diesem Buch:
Zur Zeit gibt es einige Bücher über japanische Frauen, die in Buchhandlungen oder Cafés arbeiten. Was mich an diesem Buch stört, sind nicht die japanischen Namen, sondern, dass viele der Personen aus der Ich-Perspektive erzählen, ohne dass das in den Kapitelüberschriften näher bezeichnet wird.
Dadurch kam ich beim Lesen oft durcheinander, bis ich nach einigen Seiten endlich erfuhr, wer da eigentlich erzählte. Das nervte mich.
Fazit: Eigentlich sind die Geschichten im Café eine gute Buchidee, aber durch die vielen Ich-Erzähler nicht optimal umgesetzt. Von mir gibt es drei Sterne.

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Veröffentlicht am 12.12.2025

Stellenweise interessant

Gewässer im Ziplock
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Worum geht es in dem Buch?
Margarita lebt mit ihrem Vater Avi in Berlin. Beide sind Juden. Avi ist als Kantor der jüdischen Gemeinde in Berlin tätig. Margarita ist 15 Jahre alt, den Sommer verbringt sie ...

Worum geht es in dem Buch?
Margarita lebt mit ihrem Vater Avi in Berlin. Beide sind Juden. Avi ist als Kantor der jüdischen Gemeinde in Berlin tätig. Margarita ist 15 Jahre alt, den Sommer verbringt sie bei der Großmutter in Chicago.
Doch in diesem Sommer ist alles anders. Margaritas Mutter Marsha, eine Amerikanerin, die in Tel Aviv lebt, hat ihre Tochter nach Israel eingeladen. Die ersten Tage in Israel verlaufen chaotisch, weil Marsha von einem anderen Ankunftstag ihrer Tochter ausging. Marsha zeigt Margarita einige Höhepunkte des Landes Israel.
In dieser Zeit lernt Avi Hannah kennen. Auch Hannah ist Jüdin. Sie reisen auf die ostfriesische Insel Spiekeroog, um dort einige Tage zu verbringen. Dabei tauschen sie sich über ihr Leben und ihre Ansichten aus.

Meine Meinung:
Ich habe das Buch gelesen, weil ich Margarita interessant fand. Ein Teenager, die nach langer Zeit ihre leibliche Mutter wieder trifft, obwohl sie doch lieber den Sommer in Chicago verbringen würde. Die Passagen, die von Margarita und Marsha erzählen, interessierten mich, während ich die Passagen, in denen Avi mit Hannah redet oder andere Dinge tut, nicht spannend fand. Da trat die Handlung oft auf der Stelle.
Angesprochen haben mich die jüdischen Rituale, wann man was tut – das fand ich gut zu lesen, auch wenn ich durch die vielen Fremdwörter nicht alles verstand. Hinten im Buch gibt es ein Glossar, in dem viel erklärt wird, aber längst nicht alles.
Fazit: Ein Buch, das man lesen kann, wenn man sich für jüdische Bräuche und das Leben von Juden in Deutschland interessiert. In dieser Art und Weise hatte ich darüber noch nie gelesen. Von mir gibt es vier Sterne.

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Veröffentlicht am 03.12.2025

Nicht ganz mein Fall

Das glückliche Leben
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Worum geht es in dem Buch?
Eric hat bei Décathlon, einer großen Firma, gearbeitet. Er war dort sehr erfolgreich und wird jetzt von seiner ehemaligen Schulkameradin Amélie abgeworben. Sie ist von seinen ...

Worum geht es in dem Buch?
Eric hat bei Décathlon, einer großen Firma, gearbeitet. Er war dort sehr erfolgreich und wird jetzt von seiner ehemaligen Schulkameradin Amélie abgeworben. Sie ist von seinen Fähigkeiten überzeugt. Für Kunden in Südkorea hat er eine Präsentation ausgearbeitet und soll diese in Seoul vorstellen.
Dort gerät er in eine Firma, die Beerdigungen simuliert. Fasziniert ist er und liegt eine Weile in einem Sarg. Dort hat er sehr starke Empfindungen, er scheint den Tod zu spüren und überlegt sich, was er in seinem Leben besser machen kann.
Seinen Job verliert er und reist zurück nach Paris. Er will sich von jetzt an mehr um die Leute kümmern, die ihm wichtig sind. Seine Mutter beispielsweise und seinen Sohn Hugo. Weiterhin gründet er ein Unternehmen, das Beerdigungen simuliert. Lycoris heißt es und beginnt, erfolgreich zu werden. Menschen sehen diese Behandlungen als Therapie.

Meine Meinung zu diesem Buch:
Das Buch ist aus der Sicht des auktorialen Erzählers (also kein Ich-Erzähler) in der Vergangenheit erzählt. Es enthält viel indirekte Rede, dadurch lässt sich das Buch nicht flüssig lesen. Das gefällt mir nicht besonders gut, ich würde mehr direkte Rede begrüßen. Der Erzählstil wirkt auf mich teilweise hölzern, fast so, als ob man einen Bericht schreibt.
Ebenfalls wirken die Personen auf mich sehr distanziert. Ich vermisse mehr Herzlichkeit in dem Roman. Zu den Personen kann ich als Leserin keine Nähe aufbauen.
Ich lese einiges darüber, wie man ein gut funktionierendes Unternehmen aufbaut – die richtige Idee zur richtigen Zeit hat. Das reicht mir aber nicht für einen guten Roman. Letztendlich konnte mich das Buch nicht mitreißen. Ich vergebe drei Sterne.

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