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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 20.09.2025

Schöner Cozy Crime mit ungewöhnlicher Hauptfigur

Post, Mord und Provinzgeflüster - Das Geheimnis der Rosengärtnerin
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Luxemburg ist eine Art Schmelztiegel der Kulturen, Deutsch trifft auf Französisch und natürlich gibt es eine ganz eigene Lebensart. Genau das macht diesen Krimi so besonders.

Sully Morland hat eigentlich ...

Luxemburg ist eine Art Schmelztiegel der Kulturen, Deutsch trifft auf Französisch und natürlich gibt es eine ganz eigene Lebensart. Genau das macht diesen Krimi so besonders.

Sully Morland hat eigentlich beim LKA gearbeitet, aber nun hat er seinen alten Beruf aufgegeben und ist zu seiner Patentante und seinem Patenonkel aufs Land nach Luxemburg gezogen. Zufällig braucht der örtliche Briefträger Hilfe und nun radelt Sully von Haus zu Haus und bringt die tägliche Post. Bis ein Toter gefunden wird, denn obwohl er zunächst gar nichts damit zu tun haben möchte, kann der ehemalige Ermittler nicht aus seiner Haus und beginnt selbst nachzuforschen. Unterstützung erhält er von seiner Patentante und der Polizistin Claire.

Die Geschichte ist spannend, zumindest hätte ich mit diesem Täter dann doch nicht gerechnet und die Beschreibung der Personen und des kleinen Ortes ist einfach nur schön. Ein Cozy-Crime Buch für alle die ein wenig über Luxemburg erfahren wollen.

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Veröffentlicht am 27.07.2025

Dorfleben mit der Online-Oma

Ihr habt es gut, ihr habt ja mich
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Dies ist nicht mein erstes Buch, in dem Renate Bergmann die Hauptrolle spielt. In diesem ist sie allerdings weniger die „Online-Oma“ sondern eher Oma Nate, die sich um ihre Nichten kümmert.
Aber der Reihe ...

Dies ist nicht mein erstes Buch, in dem Renate Bergmann die Hauptrolle spielt. In diesem ist sie allerdings weniger die „Online-Oma“ sondern eher Oma Nate, die sich um ihre Nichten kümmert.
Aber der Reihe nach: Als Renate einen Anruf von Stefan aus Spreeweide bekommt und erfährt, dass seine Schwiegermutter einen Unfall hatte, weiß sie genau was zu tun ist. Da Stefans Frau sich natürlich ihre Mutter, ihren Vater und das Familienunternehmen kümmern muss ist Renates Stunde gekommen sich nach Spreeweide einzuladen. Praktischerweise besitzt sie dort schon ein kleine Häuschen und kann Stefan und die beiden Kinder tatkräftig im Haushalt unterstützen.
Vor Ort merkt sie schnell, dass Stefan den Haushalt gut im Griff hat und auch die Mädchen nicht viel Betreuung brauchen. Spreeweide und der Nachbarort Spreeheide sind ganz anders als Berlin, jeder kennt jeden und jeder ist mit dem Bürgermeister verwandt. Die reinste Vetternwirtschaft überall im Ort, kein Wunder dass die wichtigen Projekte nicht umgesetzt werden. So wartet Renate jede Woche auf das Bäckerauto – ganz ohne eine Bank auf der man sich ausruhen könnte. Renate sorgt für mächtig Wirbel und findet Mitstreiterinnen, am Ende tritt sie zur Wahl in den Bürgerrat an. Aber ist doch alles ganz anders als gedacht?
Dieser Roman macht Spaß, ein wenig gestört hat mich jedoch, dass der Autor sich immer absichert ja nichts falsches zu schreiben. Er möchte auf der einen Seite mit Klischees spielen und auf der anderen Seite politisch korrekt bleiben. Das gelingt manchmal eher umständlich und am Ende passt doch jeder Charakter in seine Schublade. Ein schönes Buch über das Dorfleben, das man wie alle anderen der Reihe nicht ganz ernst nehmen darf.

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Veröffentlicht am 28.06.2025

Regiokrimi mit viel Familiengeschichte

Was am Ufer lauert
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Dies ist bereits der zweite Band um die Lokaljournalistin Gianna Pitti, die am Gardasee lebt und versucht ihr Leben zu meistern. Zwischen Espresso und Zeitungsredaktion stolpert sie immer wieder in mysteriöse ...

Dies ist bereits der zweite Band um die Lokaljournalistin Gianna Pitti, die am Gardasee lebt und versucht ihr Leben zu meistern. Zwischen Espresso und Zeitungsredaktion stolpert sie immer wieder in mysteriöse Todesfälle – so auch dieses Mal. Lange Zeit glaubte Gianna ihr Vater sei tot, weshalb sie auch ein besonders enges Verhältnis zu ihrem exzentrischen Onkel hat. Ihr Vater ist aber am Leben und bittet seine Tochter um einen Gefallen. Sie soll sich mit einer Informantin treffen. Am Treffpunkt findet Gianna die Informantin tot im Wasser treiben. Die CD, die die unbekannte Frau übergeben sollte, hat sie noch bei sich. Natürlich möchte Gianna das Geheimnis entschlüsseln, das mit ihrer Familie zusammenhängt.

Wie auch im ersten Band von Lenz Koppelstätter geht es hier weniger um die Lösung eines Kriminalfalles sondern mehr um Gianna, ihre teilweise schwierige Familie und die Urlaubsregion am Gardasee. Wenig Spannung, trotzdem hoher Unterhaltungswert.

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Veröffentlicht am 28.06.2025

Spannendes Thema, langweiliger Plot

Der Kindersuchdienst (Kindersuchdienst 1)
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Das Hörbuch wird von Uta Simone gelesen, die mit ihrer angenehmen Stimme zum Zuhören einlädt. Es geht um den Kindersuchdienst, der nach dem 2. Weltkrieg hilft Kinder und Eltern wieder zusammen zu führen. ...

Das Hörbuch wird von Uta Simone gelesen, die mit ihrer angenehmen Stimme zum Zuhören einlädt. Es geht um den Kindersuchdienst, der nach dem 2. Weltkrieg hilft Kinder und Eltern wieder zusammen zu führen.
Die Protagonistinnen Annegret und Charlotte sind auf den ersten Blick sehr unterschiedlich, während die eine alleinerziehende Mutter in ärmlichen Verhältnissen ist, versteckt die andere sich vor ihrer reichen Familie die sie standesgemäß verheiraten will.
Mich hat dieses Buch vor allem deshalb gereizt, weil es den Kindersuchdienst wirklich gab und auch einige historische Einblicke vermutlich auf Fakten basieren. Die Handlungsstränge sind allerdings so vorhersehbar, dass mich das Buch leider nicht fesseln konnte. Große Überraschungen gab es nicht, die Charaktere sind eher stereotyp und blass. Schade, denn aus dem Thema hätte man noch einiges mehr machen können.

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Veröffentlicht am 07.04.2025

Klassischer Krimi

Campion. Tödliches Erbe
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Die Autorin ist so viel unbekannter als Agatha Christie, dabei fand ich das Buch wirklich vergleichbar. Das Cover gibt einen Vorgeschmack auf den Inhalt und passt gut zu einem Krimi, der in den 30er-Jahren ...

Die Autorin ist so viel unbekannter als Agatha Christie, dabei fand ich das Buch wirklich vergleichbar. Das Cover gibt einen Vorgeschmack auf den Inhalt und passt gut zu einem Krimi, der in den 30er-Jahren spielt. Die Familie Gyrth besitzt einen wertvollen Kelch und jeder Sohn durchläuft an seinem 25. Geburtstag eine geheimnisvolles Ritual. Percival, der Sohn der Familie Gyrth wird bald 25, hat sich aber mit seinem Vater überworfen. Dank Campion kehrt er ins Herrenhaus zurück, dabei kommt es zu einigen komischen Momenten. Denn eigentlich passt Campion hier nicht wirklich her, obwohl er ein brillanter Detektiv ist. Er kombiniert und lässt sich nicht in die Irre führen. Zugegeben ist die Story auch für den Leser recht durchschaubar, dies ändert aber nichts an ihrer Unterhaltsamkeit.
Das Buch lebt vor allem von den Dialogen, die Campion mit den anderen führt und die immer weiter zur Lösung des Rätsels führen.

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