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Veröffentlicht am 15.07.2020

gewaltige Erzählkunst

Die Perlenfarm
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„Die Perlenfarm“ von Liza Marklund entführte mich in eine atemberaubende Kulisse zu den Cook-Inseln. Mit vielen Background-Details und stimmungsechten Erlebnissen hatte ich teilweise das Gefühl den körnigen ...

„Die Perlenfarm“ von Liza Marklund entführte mich in eine atemberaubende Kulisse zu den Cook-Inseln. Mit vielen Background-Details und stimmungsechten Erlebnissen hatte ich teilweise das Gefühl den körnigen Sand unter meinen Füßen zu spüren. Das authentische Cover brachte dann noch die fehlende Meeresbrise hinzu – perfekt war das kleine Paradies im Südpazifik. Absolut begeistert war ich von den Sagen und Geschichten, die die Autorin immer mal wieder in ihre Geschichte miteinfließen lies.

Die Story beginnt eher als kleine Liebesgeschichte: Eine mutige junge Frau, die doch in ihrer Tradition gefangen ist um sich völlig frei zu entfalten. Abenteuerlustig und wissbegierig, aber schafft es nicht über ihren Horizont hinaus. Dann ein geheimnisvoller Fremder, der ihr ein Stück der Welt mitbringt, das vielleicht doch lieber in seinen eigenen Zonen hätte bleiben sollen..
Eine unglaublich spannende Geschichte, die sich im Laufe der Seiten immer mehr zu einem Thriller mit politischem Hintergrund verwandelt. Was auch dazu führte, dass ich persönlich in der Mitte eine kleine Leseflaute hatte, die ich zum Glück überwinden konnte.

Das Durchbeißen zahlte sich aus: Ich hatte total perplex das Buch geschlossen und brauchte einen Moment um über das gelesene Nachzudenken. So unscheinbar „Die Perlenfarm“ auch bewirbt, zwischen den Zeilen hängt eine gewaltige Erzählkunst, die ich jeden nur ans Herz legen kann.

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Veröffentlicht am 12.06.2020

Neuinterpretation einer uralten Legende

Whitefeather (Legende der Schwingen 1)
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„Diejenigen, die sich Zeit nehmen zu spüren, nehmen die Gegenwart von Engeln wahr. Auch wenn sie den Kern ihres Gefühls nicht greifen können, wissen sie dennoch, dass da etwas Höheres ist. Und wenn der ...

„Diejenigen, die sich Zeit nehmen zu spüren, nehmen die Gegenwart von Engeln wahr. Auch wenn sie den Kern ihres Gefühls nicht greifen können, wissen sie dennoch, dass da etwas Höheres ist. Und wenn der Zeitpunkt stimmt und sie ihren Geist öffnen, können sie sie sogar sehen.“ (Textauszug aus Whitefeather – Legende der Schwingen 1, von K. T. Meadows)

Der bildgewaltige Schreibstil konnte mich von der ersten Seite weg einnehmen. Die Autorin schafft zu jedem Augenblick eine spannungsgeladene und fantasievolle Atmosphäre, die mich jegliches Gefühl für Raum und Zeit beim Lesen vergessen ließ. Man taucht ein in eine uralte Legende, die der Anfang der Welt zu sein scheint und erkundet gleichzeitig den Grad zwischen Schwarz und Weiß, Gut und Böse.
Die Hauptprotagonistin, Liz, ist dazu bestimmt Flügel zu erhalten und in eine der zwei Himmelsstädte aufzusteigen. Welche Farbe ihre Schwingen tragen werden, kann sie sich selbst eine lange Zeit nicht beantworten. Und genauso wie die charakterstarke und mutige junge Frau, beginnt man als Leser die beiden Seiten abzugleichen und zu überlegen, wofür man einstehen möchte. Hinzu kommt eine zu Scheitern verurteilte Liebe, die scheinbar alle Regeln der mächtigen Himmelsstädte trotzen muss.
Die detailreichen Einzelheiten sowie die unglaublich gelungenen Fantasyeigenschaften machen für mich persönlich dieses Buch zu meinem absoluten Favoriten. Ich liebe diese Mischung aus Romantasy und Neuerzählung einer uralten Legende.
Dafür gibt es eine ganz klare Leseempfehlung für alle, die sich gerne in Mythos und neuen Welten verlieren!

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Veröffentlicht am 12.06.2020

steifer Schreibstil

Cursed - Die Auserwählte
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Aufgrund dem Comic-gezeichnetem, blutrotem Cover und der Tatsache, dass es eine Netflix-Verfilmung wird, konnte ich bei diesem Buch einfach nicht widerstehen. Da mich Neuerzählungen schon immer fasziniert ...

Aufgrund dem Comic-gezeichnetem, blutrotem Cover und der Tatsache, dass es eine Netflix-Verfilmung wird, konnte ich bei diesem Buch einfach nicht widerstehen. Da mich Neuerzählungen schon immer fasziniert haben, fand ich den Hintergrund dieser Arthus-Saga angelehnten Story sehr gelungen. Auch das eine Frau die Hauptrolle spielt und sich in der Welt behaupten muss, ist sehr modern und entspricht definitiv der modernen Zeit.
Unzählige Szenenwechsel führten bei mir zu einem Verlust der Charakterbindung, ich hätte mich dabei mehr an einen „gebunden“, mit dem ich diese Reise durchstehen konnte.
Die düstere und brutale Handlung zeugt von einer vielversprechenden Umsetzung, was die Serie betrifft. Als Buch hingegen war es mir zu unübersichtlich und zu distanziert. Mir fehlten trotz der (auch im ebook enthaltenen) Zeichnungen regelrecht die Bilder in meinem Kopf, um mich mit diesem Buch anzufreunden.

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Veröffentlicht am 12.06.2020

Charakter übernehmen die Hauptrolle

Das Buch der gelöschten Wörter - Der erste Federstrich
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„Das Buch der gelöschten Wörter“, ist etwas ganz Besonderes. Viele bekannte Figuren aus literarischen Werken bekommen hierbei einen Gastauftritt. Ich persönlich kannte nicht alle Welten und dessen Bewohner, ...

„Das Buch der gelöschten Wörter“, ist etwas ganz Besonderes. Viele bekannte Figuren aus literarischen Werken bekommen hierbei einen Gastauftritt. Ich persönlich kannte nicht alle Welten und dessen Bewohner, zu denen die Portale führten, doch die Autorin schreibt mit so einer bildhaften Sprache, dass alle wichtigen Details zum Verständnis beschrieben werden. Neben ebendiesen Charakteren entwickeln die Protagonisten ein starkes Eigenleben. Fast kommt es mir so vor, als ob vor allem Hope, die Hauptfigur, und ihr Wegbegleiter Rufus, der auf eine liebe Art und Weise mürrisch und stolz ist, die ihnen zugeschriebenen Rollen an sich reißen wollten und der Autorin zu trotz ihre eigene Geschichte gelebt haben.
Die Charaktere stehen das ganze Buch über im Mittelpunkt, da gerät die eigentliche Storyline etwas außer Fokus. Was mich teilweise etwas ermüden und leichte Lesehänger einkassieren ließ. Trotzdem baute die Spannung zu Ende hin wieder auf, man merkte, dass die Autorin die Zügel zu fassen bekommen hat und ihre Art des Erzählens erneut aufblühen lässt.
Ungeachtet ein paar kleinen Einbußen kann ich diese Geschichte allen Bücherwürmen da draußen empfehlen, die ihre Lieblingsfiguren klassischer und moderner Literatur mit neuem Schliff wiedersehen wollen.

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Veröffentlicht am 25.05.2020

Episches Kopfkino

Die Wächter von Nimrhon
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„Die Wächter von Nimrhon - Ruf nach Freiheit“ ist ein wirklich grandioser Auftakt einer Reihe, hinter der ausgeklügelte und spannende Handlungsstränge vollzogen werden. Mit über 600 Seiten als erstes Band ...

„Die Wächter von Nimrhon - Ruf nach Freiheit“ ist ein wirklich grandioser Auftakt einer Reihe, hinter der ausgeklügelte und spannende Handlungsstränge vollzogen werden. Mit über 600 Seiten als erstes Band sollte man sich schon ein paar Tage Zeit nehmen, um in eine so komplexe Welt abzutauchen.

Nachdem das uns bekannte Nordamerika von einer anderen, aber uns sehr ähnlichen Lebensform übernommen wurde und das Stromnetz nur noch ein Luxusgut in der einzigen Hauptstadt war, muss sich Phelia, die Hauptrotagonistin, zahlreichen Hindernissen stellen, um ihre entführten Eltern wiederzufinden. Als Tochter eines Clanführers hat sie schon sehr viel mit auf den Weg bekommen um eine Gruppe Männer im Kampf anzuführen.
Dass sie dabei aber über sich hinauswachsen muss und ihr Schicksal noch einige überraschende Wendungen vernimmt, ist mit einer wortreichen Sprache zu einem absolut beeindruckendem Abenteuer für den Leser geworden. Die ausführlichen Details und bildhafte Beschreibung sorgten bei mir persönlich für ein tolles Kopfkino, das mich komplett in die Welt eintauchen ließ. Besonders raffiniert waren die Kampfszenen, die sich Level für Level gesteigert haben und keine Lücken offen gelassen haben.
Das Herzstück des Buches ist für mich persönlich allerdings die verbotene Liebe zwischen Phelia und einem Fremden, Laron, dessen Zukunft unweigerlich mit ihrem verbunden sein zu scheint. Laron ist ein starker und leidenschaftlicher Charackter, der hoffentlich im zweiten Teil noch einen großen eigenen Part bekommen wird. Apropos zweiter Band: WANN kommt er bitte?! In meinen Fingern kribbelt es schon vor lauter Ungeduld die nächsten Seiten umzublättern!

M. Rose-Everly ist eine unglaublich epische Geschichte gelungen, die noch so viel mehr zu bieten hat und Potenzial aufweist, genau so groß und atemberaubend wie „Herr der Ringe“ zu werden!

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