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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 21.03.2020

unvorhersehbares Diebes-Duo

Im Schatten des Kronturms
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"Im Schatten des Kronturms" von Michael J. Sullivan ist mein erstes Buch der Reihe und mein erstes Buch des Autors. Der bildliche Schreibstil gefällt mir von Anfang an, er schweift nicht zu sehr in Nebenerzählungen ...

"Im Schatten des Kronturms" von Michael J. Sullivan ist mein erstes Buch der Reihe und mein erstes Buch des Autors. Der bildliche Schreibstil gefällt mir von Anfang an, er schweift nicht zu sehr in Nebenerzählungen ab sondern bleibt dem roten Faden stetig treu. Des weiteren ist die mittelalterliche Kulisse unglaublich detailreich beschrieben und schafft eine tolle Atmosphäre.

Die zwei Hauptprotagonisten Hadrian und Royce könnten unterschiedlicher nicht sein und doch ergeben sie zusammen ein spannendes Duo, die sich perfekt ergänzen. Als Leser findet man in beiden Charakteren etwas ansprechendes, das man auch gerne beide Handlungssträngen folgt ohne schnell überfliegen zu wollen. Eine weibliche Nebenfigur kommt dabei auch ins Spiel, die sofort den Leser für sich gewinnen kann.

Für mich persönlich fehlte noch das gewisse etwas, das mich veranlasst, die weiteren Bücher lesen zu wollen. Es war ab der Hälfte dieses Buches sehr deutlich, dass es eben nur eine Vorgeschichte von Hadrian und Royce ist und dann alles ein bisschen gezwungener rüberkam, da die Charaktere ja schon einen fixen Platz in der weiteren Story haben. Ich hatte eher das Gefühl, dass die Figuren sich gerne in eine andere Richtung entwickeln wollten, aber zurück in ihre Linie gedrängt wurden.

Dennoch ein spannendes Abenteuer zweier Diebe, das mit zeitgerechter Atmosphäre, nervenkitzelnden Kämpfen und überraschenden Wendungen eine tolle Ergänzung zur Reihe sein könnte.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 11.03.2020

starke Emotionen bei ernster Thematik

Small Town Kisses
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Das Buch hat mich von der ersten Zeile an gefesselt. Der locker, leichte Schreibstil und die nicht zu langen Kapitel, die in der Sichtperspektive von Morgan und Nate wechseln, trugen ihr Übriges dazu bei. ...

Das Buch hat mich von der ersten Zeile an gefesselt. Der locker, leichte Schreibstil und die nicht zu langen Kapitel, die in der Sichtperspektive von Morgan und Nate wechseln, trugen ihr Übriges dazu bei. Die Autorin greift dabei ein ernstes Thema auf, das nicht nur im Alter das Leben beeinflussen kann. Besonders emotional habe ich die Szenen aus Nate’s Sichtweise gefunden, die verdeutlichten, wie stark er sich im Leben allein zurechtfinden möchte und in wiefern ihn die Meinungen der anderen dabei beeinflusst haben. Ich glaube, ich bin durch dieses Buch selbst ein bisschen daran gewachsen…
Für mich persönlich gab es keinen absoluten Höhepunkt, war aber auch nicht unbedingt notwendig, um die Spannung beizubehalten. Die Charaktere entwickeln sich von selbst und halten so die Story ständig am Ball. Es war schön Morgan und Nate auf ihrem Weg zueinander zu begleiten und fand es natürlich super, dass es auch ein Happy-End gab.

„Small Town Kisses“ von Christiane Bößel ist eine romantische Liebesgeschichte mit knallhartem Hintergrund und bekommt eine klare Leseempfehlung! Ich freue mich schon auf weitere tief-emotionsgeladene Bücher dieser Reihe!

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 09.03.2020

Macht der Wahrnehmung

Milchmann
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Das bunte Cover, das einem sofort ins Auge springt, sorgt für eine erfreute und angenehme Stimmung. Es errinnert an Urlaub und Spaß, doch bis auf ein paar Stellen schwarzen Humors ist im Buch davon nichts ...

Das bunte Cover, das einem sofort ins Auge springt, sorgt für eine erfreute und angenehme Stimmung. Es errinnert an Urlaub und Spaß, doch bis auf ein paar Stellen schwarzen Humors ist im Buch davon nichts zu erkennen. Im Gegenteil, der Inhalt ist aufgrund der Nachkriegszeit schwer zu verdauen.

Gleich zu Beginn dieses etwas anderen Romans wird vom Leser schon großes abverlangt. Der Schreibstil ist in vielen Sätzen absolute Akrobatik und keiner Formulierung einer Grenze gesetzt. Zwar gefällt es mir, mich mit literarischer Kunst auseinanderzusetzten, ist aber echt anstrengend zu lesen und fordert viel Konzentrtion. Dass nur die wenigsten Charaktere im Buch einen Namen haben ist manchmal erleichternder und andererseits aber fehlend für einen Bindungsaufbau.

Mit einem gespaltenen politischem Hintergrund erfährt die Protagonsitin die alarmierte Wahrnehmung, die permanent in den Gedanken der Menschen aus ihrem Umfeld herrscht. Die scheinbar harmlosesten Taten zeigen unvorstellbare Missstände auf und verdeutlichen die bestehende Macht der gesellschaftlichen Akzeptanz.

Die träge Handlung, die nicht wirklich einen Höhepunkt erreichte und der ermüdende Schreibstil veranlassten mich dazu, einige Seiten zu überspringen. Wer aber als Leser durchhält erkennt die komplexe sozialogische Themen, die die Autorin aufgreift, und dass noch viel mehr dahinter steckt.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 10.02.2020

undefinierter Fokus

Die Geliebte des Kaisers
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Den Schreib- und Erzählstil von Peter Dempf finde ich einzigartig. Ich hatte sofort das Gefühl, die historischen Ereignisse mitzuerleben, da auch Redewendungen und Aussagen auf die Zeit treffend formuliert ...

Den Schreib- und Erzählstil von Peter Dempf finde ich einzigartig. Ich hatte sofort das Gefühl, die historischen Ereignisse mitzuerleben, da auch Redewendungen und Aussagen auf die Zeit treffend formuliert sind. Er schaffte eine Mittelalterliche Atmosphäre, die wirklich konstant durch das Buch bestehen blieb.

Angesetzt ist die Geschichte, als Kaiser Otto III. verstarb und sich seine Leute nördlich in Richtung Heimat aufmachten. Dazu mussten sie die Alpen überqueren, was auch echt spannend war, nur für mich persönlich viel zu viel Umfang im Buch einnahm. Ich hätte mir mehr Szenen vom Leben mit dem jungen Kaiser Otto gewünscht, es fehlte eindeutig die liebliche Atmosphäre, die weitere Beweggründe (vor allem, die Mena verleitet solches Risiko einzugehen) erklärt hätten.
Der Fokus der Story war nicht immer klar, oft wusste ich beim Lesen nicht um wen es jetzt eigentlich geht und auf wen ich mich konzentrieren sollte. Auch mit überraschenden Wendungen konnte mich das Buch nicht überzeugen, da es doch sehr vorhersehbar und langatmig war.

Leser, die gerne historische Romane mit realen, geschichtlichem Hintergrund konsumieren, könnte diese Geschichte durchaus eine kleine Reise in die Vergangenheit schaffen..

  • Authentizität
  • Cover
  • Handlung
  • Charaktere
  • Erzählstil
Veröffentlicht am 10.02.2020

viel Drama um nichts

Hard Love - Ich kann dir nicht widerstehen!
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„Hard Love“ gehört zwar zu einer Reihe von Büchern, die im gleichen Kreise spielt, jedoch getrost als Einzelbuch gelesen werden kann. So habe ich auch den sechsten Band als erstes und wahrscheinlich einzigstes ...

„Hard Love“ gehört zwar zu einer Reihe von Büchern, die im gleichen Kreise spielt, jedoch getrost als Einzelbuch gelesen werden kann. So habe ich auch den sechsten Band als erstes und wahrscheinlich einzigstes gelesen.

Der Anfang war noch relativ interessant, ich dachte mir, dass mir als Alpenbewohner so eine Geschichte durchaus gefallen könnte. Leider war die Idee schlecht umgesetzt und worum es anfänglich ging, ist später kaum mehr zu erkennen. Irgendwie verlor das Buch total den roten Faden..
Wo wir jetzt von Handlung sprechen: Die war eher mehr Drama um nichts. Zwei Menschen die sich offenbar lieben, sich aber einreden, dass der andere nicht dasselbe empfindet aufgrund fehlender Offenheit.

Wer eine seichte Story für Zwischendrin sucht und nicht viel Wert auf Handlungsgrund legt, dem dürfte dieses Buch ein paar Lesestunden Auszeit verschaffen.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere