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Veröffentlicht am 18.02.2026

Aufwühlender Polizeikrimi

Die Tote von Nazaré
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Hauptkommissarin Maren Berger flüchtet nach einem traumatischen Vorfall von Köln nach Nazaré in Portugal. Dort will sie sich erholen, neu sortieren und vielleicht auch ihr Gedächtnis wieder erlangen. Doch ...

Hauptkommissarin Maren Berger flüchtet nach einem traumatischen Vorfall von Köln nach Nazaré in Portugal. Dort will sie sich erholen, neu sortieren und vielleicht auch ihr Gedächtnis wieder erlangen. Doch gleich an ihrem ersten Tag in Nazaré findet sie eine tote Frau am Strand! Ohne Handy, schlägt sie in einem Café Alarm, doch als die Polizei eintrifft ist die Leiche plötzlich verschwunden. Ist das Verbrechen mit Maren nach Portugal gereist?

Der Krimi „Die Tote von Nazaré” geschrieben von Miguel Silva, dem Pseudonym eines deutschen Schriftstellers, ist eine interessante Verknüpfung eines Falles aus Deutschland mit einer Location in Portugal. Die Geschichte um eine Kölner Kommissarin ist äußerst geschickt gestrickt und man weiß bis zuletzt nicht wie eigentlich alles zusammenhängen könnte, was für ausreichend Spannungsmomente sorgt. Die Protagonisten sind allesamt gut ausgewählt, die portugiesische Polizeitruppe dabei absolut sympathisch und die Handlung abwechslungsreich gestaltet. Man bekommt einen guten Eindruck von den Örtlichkeiten rund um Nazaré und dessen Attraktion an eindrucksvollen Wellen.
Das Cover mit Blick auf die portugiesische Küste und dem mit prominentem Fliesenrand umrahmten Titel, passen sehr schön zu diesem Buch. Auch die Location Nazaré samt Portugalkarte im Innenteil ist eine schöne Idee.

Mein Fazit:
Unterhaltsamer Krimi mit einem Hauch Fernweh nach Meer und Strand, dessen Lektüre mir gut gefallen hat.

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Veröffentlicht am 15.02.2026

Wunderbare historische Cosy-Crime-Story in prominenter Besetzung

Mademoiselle Coco und der Duft des Mörders
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Paris in den 20er Jahren -

Ein hysterischer Aufruhr in Coco Chanels Pariser Boutique, erregt die Aufmerksamkeit der bekannten Modeschöpferin. Eine Kundin begegnet beim Hereinkommen einem Kunden und behauptet ...

Paris in den 20er Jahren -

Ein hysterischer Aufruhr in Coco Chanels Pariser Boutique, erregt die Aufmerksamkeit der bekannten Modeschöpferin. Eine Kundin begegnet beim Hereinkommen einem Kunden und behauptet der Mann wäre der Mörder ihrer Schwester, sie hätte ihn am Duft erkannt und die würde nun sofort die Polizei einschalten. Ihr Kunde ein Mörder, das kann doch nicht wahr sein! Der Fall lässt Coco keine Ruhe und sie beginnt die Sache selbst in die Hand zu nehmen und entdeckt Erstaunliches. Was Düfte anbelangt ist sie doch sozusagen Profi und von der Polizei doch sowieso nichts zu erwarten!

Der Cosy-Crime-Roman von Autorin Michelle Marly mit dem Titel “Mademoiselle Coco und der Duft des Mörders” ist eine äußerst ungewöhnliche und unterhaltsame Lektüre, die ihre Leser in die eine elegante Welt der 20er Jahre der Pariser Haute Voile entführt. Dieser Krimi ist Teil einer Serie mit Couturière Coco Chanel, als Ermittlerin wieder Willens. Denn Cocos Neugierde und die Sensationslust ihres intellektuellen Pariser Freundeskreises bringt so einiges an Aufregung und Spannung in die Handlung, sehr zum Unmut des Pariser Kommissars. Die Story ist zwar fiktiv aber mit vielen prominenten Figuren besetzt und teilweise von damals aktuellen Fällen inspiriert. Es ist eine Freude diese unkonventionelle Geschichte zu lesen, sehr atmosphärisch und herrlich französisch. Man würde sich dazu am liebsten stilgerecht ins kleine Schwarze schmeißen.
Das Cover zum Kriminalroman ist sehr hübsch gestaltet und hat einen großen Wiedererkennungswert für die Reihe, das gefällt mir sehr gut.

Mein Fazit:
Diese historische Kriminalserie mit ihren prominenten Darstellern ist eine absolut tolle Idee und hat mich komplett abgeholt. Die Fälle sind hervorragend unabhängig voneinander zu lesen und man bekommt sofort Lust in weiteren Folgen zu schmökern.

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Veröffentlicht am 10.02.2026

Toller historischer Roman über erfindungsreiche starke Frauen

Die Erfinderin der Freiheit
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Dresden 1908 - eine Gruppe von Freundinnen wollen die Welt verändern. Christine eine Therapeutin aus dem weltbekannten Sanatorium Lahmann hat erkannt das die steifen und engen Korsetts nicht gut für die ...

Dresden 1908 - eine Gruppe von Freundinnen wollen die Welt verändern. Christine eine Therapeutin aus dem weltbekannten Sanatorium Lahmann hat erkannt das die steifen und engen Korsetts nicht gut für die Frauengesundheit sind. Dem will sie entgegenwirken und entwickelt einen Brusthalter, den sie mit der Hilfe ihrer Nachbarin Julia, einer Schneiderin herstellt. Ihre Freundin Amalie aus der Wohnung gegenüber hat dagegen eine glänzende Idee was die Zubereitung von Kaffee betrifft. Unterstützt werden die findigen Frauen auch von Lotta und Pauline zwei weiteren Mitbewohnerinnen. Was allerdings ihr Liebesleben angeht, haben alle Freundinnen so einige Probleme, die es zu bewältigen gilt.

Mit ihrem Buch “Die Erfinderin der Freiheit” setzt Autorin Elke Becker findigen und erfolgreichen Frauen ein Denkmal. Neben der gesundheitsbewussten Christine ist meine persönliche Lieblingsheldin die clevere Amalie, deren Produkt wir alle heute noch unter ihrem zweiten Vornamen kennen. Nicht nur das fleißige Arbeiten ihrer Protagonistinnen spielt in dem Roman eine Rolle, es gibt natürlich auch viel über das Privatleben der jungen Damen zu erzählen. Dafür hat sich die einfallsreiche Autorin so einiges an Aufregung ausgedacht, was die Geschichte überaus lesenswert macht. Neben historischen Details und guten Recherchen überzeugen dabei eine spannungsvolle Handlung und ein angenehmer Schreibstil.
Auch das Cover ist bezaubernd, mit einer jungen hübschen Dame vor der Kulisse von Dresden, das passt auch sehr gut zum Inhalt.

Mein Fazit:
Ein sehr unterhaltsamer und interessanter historischer Roman der mir grandios gut gefallen hat. Absolute Leseempfehlung:).

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Veröffentlicht am 09.02.2026

Eine spannende Episode der Beginenserie um Anna Ehinger

Die Begine und das dunkle Geheimnis
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Ulm im Herbst 1416 - eine reiche Kaufmannswitwe wird leblos aufgefunden. Wurde sie vergiftet, erdrosselt oder hat sie gar Selbstmord verübt. Da Anna Ehinger, die Witwe Senft mit Arzneien versorgt hat, ...

Ulm im Herbst 1416 - eine reiche Kaufmannswitwe wird leblos aufgefunden. Wurde sie vergiftet, erdrosselt oder hat sie gar Selbstmord verübt. Da Anna Ehinger, die Witwe Senft mit Arzneien versorgt hat, gerät auch sie unter Verdacht. Anna pocht auf ihre Unschuld und beginnt mithilfe ihres Mannes selbst nachzuforschen. Kurz darauf taucht eine weitere Frauenleiche auf, die ähnliche Würgespuren aufweist aber unverkennbar und wesentlich brutaler ermordet wurde. Besteht ein Zusammenhang? Viele Stadtbewohner glauben mittlerweile, das ein Dämon in der Stadt sein Unwesen treibt!

Die historische Kriminalserie über die Begine von Ulm geht in eine weitere Runde, mit dem Titel „Die Begine und das dunkle Geheimnis“ und wurde geschrieben von Autorin Silvia Stolzenburg. Diese Reihe lässt sich sehr gut lesen, auch ohne die ganzen Vorgängerfolgen zu kennen.
Die kriminelle Geschichte spielt Anfang des 15. Jahrhunderts in Ulm, einer faszinierenden Stadt, die ich vor nicht allzu langer Zeit einmal besucht habe und in der man sich hervorragend auf mittelalterliche Spurensuche begeben kann. Die Figuren in Stolzenburgs Büchern sind immer sehr interessant gewählt und großartig charakterisiert. Dazu kommt eine wirklich sehr spannend gestrickte Story, aufregend zu lesen und bis zum Schluss fesselnd.
Auf jedem Cover der Serie tritt eine Begine in Erscheinung, so bleibt das Erscheinungsbild unverwechselbar, das gefällt mir immer gut.

Mein Fazit:
Eine tolle historische Kriminalserie, die ich noch gar nicht kannte, obwohl ich schon viele Bücher von Silvia Stolzenburg gelesen habe. Absolut spannend und sehr unterhaltsam:). Man bekommt sofort Lust mal wieder einen Ausflug nach Ulm zu unternehmen.

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Veröffentlicht am 09.02.2026

Der 30-jährige Krieg, Eintauchen in eine grausame und ereignisreiche Epoche

TINTE und SCHWERT
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Beginn 30-jähriger Krieg
In Franken träumt der kluge Bauernsohn Jacob Wolffen von einer Ausbildung zum katholischen Priester. Zum Leidwesen seines Vaters fördert zudem der Dorfpfarrer den lerneifrigen ...

Beginn 30-jähriger Krieg
In Franken träumt der kluge Bauernsohn Jacob Wolffen von einer Ausbildung zum katholischen Priester. Zum Leidwesen seines Vaters fördert zudem der Dorfpfarrer den lerneifrigen Buben. Doch der brutale Überfall von Heinrich von Hohenfels und seinen Söldner auf Jacob, seine Familie und Nachbarn zerstört auf einen Schlag seine Zukunft. Schwer verletzt kommt Jacob zwar mit dem Leben davon, findet sich zu seinem großen Schrecken aber in der Armee der protestantischen Partei wieder.

Das Buch „Tinte und Schwert“, von Autor Matthias Soeder ist mit dem Titel „Verwandlung“ der erste Teil, einer historischen Trilogie, die in der Zeit des Dreißigjährigen Kriegs spielt und die damalige Gewalt und Willkür ungeschönt und brutal wieder spiegelt. Die Geschichte beginnt 1618 im Bistum Würzburg. Auf der einen Seite begleiten wir die einfachen Leute, wie den Bauernsohn Jacob Wolffen und Anna, die Tochter einer Hebamme.
Auf der anderen Seite stehen ein skrupelloser und verarmten Grafensohn Heinrich von Hohenfels, der versucht mit seinen Getreuen auf der Seite von General von Mansfeld an Macht, Einfluss und Geld zu kommen. Der historische Roman zeigt anhand seiner fiktiven und realen Protagonisten wie gefährlich die damalige Zeit war, egal von welcher Warte betrachtet. Am Ende war jeder sich selbst der Nächste, Menschenleben so gut wie wertlos, es zählt nur Macht, Willkür oder das nackte Überleben, wenn man Glück hatte! Die Darstellung der Zeit wirkt sehr authentisch erzählt und gut recherchiert. Geschrieben ist die Geschichte sehr spannend, sie wechselt oft Positionen und Schauplätze, während die Seiten nur so dahinfliegen. Freue mich nun schon auf die nächste Episode mit weiteren spannungsreichen Begebenheiten.
Auch die Aufmachung des Romans und dessen Cover-Gestaltung finde ich sehr passend und gelungen. Angelehnt an alte Stiche und Zeichnungen, schmücken entsprechend zeitgerechte Details den Roman. Ob eine alte Radierung der Stadt Pilsen oder die historische Gewandung eines Söldners à la Musketiere sorgen für dabei einen gelungenen Einstieg in die Lektüre.

Mein Fazit:
Selten so einen spannenden historischen Roman gelesen! Es fühlte sich an, als wäre man dabei gewesen. Fand die Schilderungen sehr gelungen, ich kann die Lektüre allen Geschichtsinteressierten wirklich wärmstens Empfehlen.

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