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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 20.06.2026

Spannendes Sci-fi-Romance-Abenteuer

Red Star Rebels
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Auf der UN-Station auf dem Mars werden aufgrund einer notwendigen Systementlüftung alle Menschen evakuiert. Lediglich Hunter Graves, der Enkel des Megakonzerngründers, und Cleo, eine illegale Einwanderin, ...

Auf der UN-Station auf dem Mars werden aufgrund einer notwendigen Systementlüftung alle Menschen evakuiert. Lediglich Hunter Graves, der Enkel des Megakonzerngründers, und Cleo, eine illegale Einwanderin, bleiben auf der Station zurück. Schnell stellt sich heraus, dass die Evakuierung der Anfang einer geplanten kriminellen Aktion ist. Für Hunter und Graves beginnt ein Wettlauf gegen die Zeit, denn sie sind die Einzigen, die das Schlimmste noch abwenden können.
Dieser Sci-fi-Roman ist ein spannendes Abenteuer, das sich innerhalb von nur acht Stunden abspielt und in dem auch der romantische Aspekt nicht zu kurz kommt.
Das Setting der Handlung hat mir sehr gut gefallen. Die UN-Station auf dem Mars wird sehr anschaulich und detailliert beschrieben. Hinten im Buch befindet sich eine Karte der Station, die bei der Orientierung hilft. Ich hätte mir gewünscht, dass die Karte statt der Timeline vorne im Buch zu finden ist, da man sie öfter braucht.
Ich mochte die Charaktere Hunter und Cleo sehr gern. Beide haben ganz unterschiedliche Hintergründe, wodurch sich ihr Verhalten gut nachvollziehen lässt. Da die Kapitel abwechselnd aus der Perspektive der beiden geschrieben sind, bekommt man einen guten Einblick in ihre Gedanken und Gefühle. Die Liebe zwischen den beiden entwickelt sich in einem natürlichen Tempo, obwohl die Geschichte nur über einen kurzen Zeitraum hinweg spielt.
Der Schreibstil ist locker und die kurzen Kapitel mit der angenehm großen Schrift tragen zu einem guten Lesefluss bei. Die Geschichte ist so spannend, dass man das Buch gar nicht aus der Hand legen möchte. Ich glaube, dass die Geschichte auch für jüngere Leser geeignet ist, denn es macht Spaß den Einfallsreichtum der Protagonisten zu verfolgen und die Liebesgeschichte ist nicht spicy.
Ich hatte viel Spaß beim Lesen. Die Geschichte hat tolle Plots, alles ist stimmig und gut durchdacht. Red Star Rebels zieht einen sofort in seinen Bann, da es ist von Anfang bis Ende spannend bleibt.

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Veröffentlicht am 09.01.2026

Intim und authentisch

Half His Age
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Der Roman Half His Age von Jennette McCurdy handelt von Waldo, einer Schülerin, die mit ihrer alleinerziehenden Mutter in der weißen Unterschicht lebt. Im Kurs für kreatives Schreiben entwickelt sie eine ...

Der Roman Half His Age von Jennette McCurdy handelt von Waldo, einer Schülerin, die mit ihrer alleinerziehenden Mutter in der weißen Unterschicht lebt. Im Kurs für kreatives Schreiben entwickelt sie eine Obsession für Ihren Lehrer Mr. Korgy und die beiden beginnen eine leidenschaftliche Affäre miteinander.
Das Buchcover finde ich sehr gelungen und passend. Es fällt sofort ins Auge, weil es sehr provokativ gestaltet ist.
Als Leser erlebt man das Gefühlschaos direkt aus der Perspektive der jungen Protagonistin. Der Schreibstil ist sehr klar und deutlich. Die Sätze sowie die Kapitel sind kurz und tragen damit zu einem guten Lesefluss bei. Die Geschichte ist absolut mitreißend, da es sowohl lustige gesellschaftskritische Passagen als auch traurige Stellen mit tieferer Bedeutung gibt. Ich habe das Buch in nur 2 Tagen verschlungen.
Die Gefühle und Zweifel der Schülerin in Bezug auf ihren Körper und ihr Selbstwert wurden sehr authentisch dargestellt. Die Handlungen der Geschichte waren für mich absolut nachvollziehbar, leider jedoch oft ein bisschen vorhersehbar.
Es werden verschiedene Beziehungen begleitet. Die Beziehung zwischen Waldo und ihrer Mutter, zwischen ihr und ihrer besten Freundin, zwischen ihr und verschiedenen Geliebten und natürlich die Beziehung von Waldo und Mr. Korgy.
Besonders gefallen hat mir die Charakterentwicklung von Waldo, da sie zunehmend selbst reflektiert und reifer wird. Das Ende war ein gekonnter Abschluss.
Der Roman behandelt mehr als nur eine verbotene Sex-Affäre zwischen Lehrer und Schülerin. Ich kann dieses Buch jedem empfehlen, der Themen wie Selbstfindung, Begehren und Konsum spannend findet. Es werden Probleme wie Konsum von Fast-Fashion und gängige Schönheitsideale beleuchtet. Man kann viel zwischen den Zeilen lesen. Ich finde die Autorin spricht mit diesem Roman die Sprache unserer Zeit.

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Veröffentlicht am 30.01.2023

Großartige Fortsetzung

Wer die Hölle kennt
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Die Fortsetzung zu Das neunte Haus von Leigh Bardugo hat mir mega gut gefallen.
Darlington ist noch immer in der Hölle gefangen und ist dabei sich in einen Dämon zu verwandeln. Alex versucht alles, um ...

Die Fortsetzung zu Das neunte Haus von Leigh Bardugo hat mir mega gut gefallen.
Darlington ist noch immer in der Hölle gefangen und ist dabei sich in einen Dämon zu verwandeln. Alex versucht alles, um ihn zu retten und muss dafür selbst in die Hölle gehen..

Wer die Hölle kennt schließt fast lückenlos an den ersten Band an. Man sollte Teil 1 also auf jeden Fall vorher gelesen und die Ereignisse noch ungefähr im Gedächtnis haben, denn es gibt keine dementsprechende Zusammenfassung.

Die Handlung nimmt schnell an Fahrt auf. Es passieren rätselhafte Morde, die Alex und Turner untersuchen. Gleichzeitig ist die Rettung Darlingtons ein Wettlauf gegen die Zeit. Es ist durchweg spannend.

Der Schreibstil von Leigh Bardugo ist bildlich und wortgewaltig. Ich wurde beim Lesen ganz in diese düstere Dark Academia Welt hineingezogen. Alles wird so detailliert beschrieben. Die Architektur, die Literatur und die geschichtlichen Hintergründe der Studentenverbindungen. Ich bin wirklich sprachlos und überwältigt von diesem einzigartigen Worldbuilding.
Es werden auch noch mehr Fantasyelemente eingebracht. In der Waffenkammer von Lethe gibt es zum Beispiel viele spannende Objekte und es werden wieder faszinierende Rituale durchgeführt, die mir beim Lesen eine Gänsehaut bereitet haben.

Die Charaktere sind großartig geschrieben. Besonders Alex ist sehr vielschichtig und eine sehr starke, mutige Protagonistin. Ich finde es toll, dass wir im zweiten Band noch mehr über Alex Vergangenheit erfahren.
Die Beziehungen aus dem ersten Teil vertiefen sich und es kommen auch spannende neue Charaktere dazu.
An dieser Stelle möchte ich noch erwähnen, dass ich nicht darauf vorbereitet war wie emotional der Roman an manchen Stellen wird. Die Charakterentwicklungen und Gefühlsbeschreibungen haben mich sehr mitgenommen. Die Schicksale sind teilweise sehr hart und es herrscht fast durchgehend eine bedrückende Atmosphäre. Allerdings schafft die Autorin es auch immer wieder die Situation durch dunklen Humor aufzulockern zum Beispiel durch freche Dialoge zwischen den Charakteren und die lockere Art von Alex. Es war mir ein wahres Lesevergnügen.

Das Buchcover finde ich nicht ganz so gelungen wie von Teil 1. Es passt jedoch zu einem inhaltlichen Aspekt der Geschichte. Die Seiten sind etwas dünner. Was mir ganz besonders gefällt ist, dass es jetzt eine Karte zum Campus gibt, die einen guten Überblick bietet.

Zusammenfassend kann ich nur sagen: Ich liebe diese Reihe und kann sie nur jedem Fantasy-Liebhaber empfehlen. Die Charaktere sind vielschichtig, der Schreibstil ist einzigartig und der dunkle Humor ist fantastisch. Der Roman versprüht durch ein hervorragendes Worldbuilding eine ganz besondere Dark Academia Atmosphäre. Die Fortsetzung geht unheimlich spannend weiter, es wird emotional und ich kann es kaum erwarten den nächsten Teil zu lesen.

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Veröffentlicht am 04.11.2022

Enttäuschend

CATAN - Der Roman (Band 1)
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Ich bin ein großer Catan Spiele-Fan und deshalb war ich sehr begeistert als ich erfuhr, dass es eine Buchreihe zum Spiel geben wird. Es ist etwas außergewöhnliches zuerst das Spiel zu entwickeln und dann ...

Ich bin ein großer Catan Spiele-Fan und deshalb war ich sehr begeistert als ich erfuhr, dass es eine Buchreihe zum Spiel geben wird. Es ist etwas außergewöhnliches zuerst das Spiel zu entwickeln und dann viel später darauf basierend einen Roman zu schreiben. Leider wurde meine Begeisterung schnell getrübt…

Der Roman handelt von Thorolf, der zusammen mit seinen Brüdern Asla, die Tochter eines Wikinger Oberhaupts entführt, um sie heiraten zu können. Daraufhin wird Thorolf verbannt und er beschließt mit einigen anderen zusammen nach Catan auszuwandern und sich dort ein neues Leben aufzubauen. Sie begeben sich auf eine Reise ins Ungewisse.

Der Schreibstil ist umgangssprachlich und leicht verständlich.
Die Dialoge sind flach. Die Handlung oft vorhersehbar. Mir hat in der Geschichte die Tiefe gefehlt. Die Emotionen der Charaktere konnten mich nicht erreichen und es hat teilweise auch die Spannung gefehlt. Es gibt viele Nebenhandlungen und viele interessante Charaktere, aber ich hatte das Gefühl, dass sich für die einzelnen Szenen nicht ausreichend Zeit genommen wurde. Die ein oder andere Nebenhandlung hätte dagegen auch gerne weggekürzt werden können.
Der Autor versucht offensichtlich sein gesamtes recherchiertes Wissen in den Roman einfließen zu lassen. Das ist meistens nicht nur unpassend, sondern trägt auch in keinem Fall etwas zur Geschichte bei.

Auffällig ist außerdem, dass auf Catan eine Utopie angestrebt wird. Vieles passt dabei für mich nicht mit der Lebensweise der Wikinger zusammen. Es wirkt gezwungen und unrealistisch. Ein Beispiel dafür ist meiner Meinung nach der Umgang mit der Religion. Der christliche Glauben wird stärker thematisiert als die nordischen Götter und wird als idealistisch dargestellt. Das neue Land soll modern sein. Ich dagegen hatte eher eine fantasievolle Geschichte erwartet über Siedler, die sich unabhängig von unserer Welt eine eigene aufbauen.

Das Handeln und die Tätigkeiten zum Aufbau der Siedlung nehmen im Roman, wie auch beim Spiel eine zentrale Rolle ein. Ich finde es gut, dass diese Vorgänge hervorgehoben werden um die Ähnlichkeit zum Spiel zu zeigen, jedoch sind die Beschreibungen teilweise sehr ausführlich.

Zusammenfassend muss ich sagen, dass meine Erwartungen an den Roman leider nicht erfüllt wurden. Der Roman ist in sich nicht stimmig und hat mich gelangweilt. Der Autor sollte lieber weiterhin Spiele erfinden, anstatt Bücher zu schreiben.

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Veröffentlicht am 11.01.2022

Gute Unterhaltung

Im Auge des Zebras
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„Im Auge des Zebras“ ist der Auftakt zu einer neuen Thriller-Reihe von Vincent Kliesch.
Es geht um einen mysteriösen Fall, bei dem 7 Kinder zeitgleich an unterschiedlichen Orten in ganz Deutschland entführt ...

„Im Auge des Zebras“ ist der Auftakt zu einer neuen Thriller-Reihe von Vincent Kliesch.
Es geht um einen mysteriösen Fall, bei dem 7 Kinder zeitgleich an unterschiedlichen Orten in ganz Deutschland entführt und ihre Eltern kurz darauf brutal ermordet werden. DNA-Spuren deuten darauf hin, dass es sich dabei um denselben Täter handelt. Aber wie ist das überhaupt möglich?
Die junge LKA-Kommissarin Olivia Holzmann ist ratlos und sucht Hilfe bei ihrem genialen Mentor Severin Bösherz und einer pensionierten Kommissarin, die bereits einen ähnlichen Fall verfolgte. Doch die Spur des Täters ist verworren und die Zeit läuft ihnen davon, wenn sie die Kinder retten wollen.

Das Cover wurde sehr passend zum Buchtitel gestaltet und gefällt mir auch ganz gut.
Der Schreibstil von Kliesch ist sehr locker, aber auch super spannend. Die Kapitel sind kurz und enden fast immer mit einem Aufhänger. Ich habe das Buch fast in einem Rutsch durchgelesen.
Die Kapitel sind aus unterschiedlichen Perspektiven geschrieben. Es ist total interessant die Gefühle und Gedanken der Charaktere zu erfahren und hat mir daher sehr gut gefallen. Die zwischenmenschlichen Beziehungen wurden gut beschrieben und waren für mich nachvollziehbar. Außerdem fand ich gut, dass es mehrere Side-Stories und zusätzliche Details gab.
Viele Plottwists waren leider vorhersehbar, aber ich habe mich trotzdem gut unterhalten gefühlt. Für Leser, die allerdings nervenzerreißende Spannung, brutale Szenen und eine originelle Story suchen, ist dieser Thriller dagegen nicht unbedingt das Richtige. Die Geschichte hat mich umgehauen.
Ich bin trotzdem gespannt wie die Reihe fortgesetzt wird, da das Ende der Geschichte kaum Fragen offenlässt. Vielleicht besteht die Reihe aber auch gar nicht unbedingt aus zusammenhängenden Teilen, sondern einfach aus verschiedenen Kriminalfällen. Wir werden es erfahren. Ich habe den Thriller jedenfalls sehr gern gelesen und freue mich auf mehr.

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