Essen essen essen
More than a StarMadison ist K-Pop-Fan mit Leib und Seele – wortwörtlich. Sie lebt für die Musik ihrer Lieb-lingsband, kennt jeden Songtext auswendig und hat eine regelrechte Schwäche für den Lead-sänger Wooyeong. Als ...
Madison ist K-Pop-Fan mit Leib und Seele – wortwörtlich. Sie lebt für die Musik ihrer Lieb-lingsband, kennt jeden Songtext auswendig und hat eine regelrechte Schwäche für den Lead-sänger Wooyeong. Als sich für sie die Chance ergibt, nach Seoul zu ziehen und dort zu arbeiten, scheint ein lang gehegter Traum endlich wahr zu werden. Doch was als Fan-Märchen beginnt, entwickelt sich schnell zur Realität – als sie Wooyeong zufällig gegenübersteht. Im Restaurant. Beim Essen. Natürlich.
Wooyeong ist der typische K-Pop-Star: charmant, diszipliniert, makellos – und mit einer klaren Regel im Gepäck: Verlieb dich niemals in einen Fan. Kein Problem, bis er Madison trifft. Plötzlich beginnt er zu zweifeln, denn irgendetwas an ihr lässt ihn nicht mehr los. Und so treffen sich die beiden wieder. Und wieder. Und wieder. Meist zum Essen. Danach essen sie noch was. Dann reden sie über Essen. Und zwischendrin? Ein Hauch von Romantik. Vielleicht.
Dieses Buch hat mich leider auf ganzer Linie enttäuscht. Schon 2022 habe ich es begonnen – und seither immer wieder abgebrochen. Erst jetzt habe ich es mit viel Überfliegen endlich beendet. Die Szenen wirken unglaublich langatmig und unnötig in die Länge gezogen. Statt emotionaler Tiefe oder glaubwürdiger Entwicklung wird seitenlang beschrieben, wie Madison isst, an Essen denkt oder sich beim Essen verliebt. Und Wooyeong? Denkt ebenfalls fast ausschließlich ans Essen – oder an Madison, wie sie isst.
Die eigentlich interessante Ausgangsidee – ein K-Pop-Star verliebt sich in einen Fan – verliert sich völlig in der Belanglosigkeit von Restaurantbesuchen und oberflächlichem Schwärmen. Es fehlt an Spannung, es fehlt an Entwicklung – und es fehlt an echten Momenten, die berühren. Die Liebesgeschichte bleibt flach, vorhersehbar und leider ziemlich fad.
Leider verschenktes Potenzial für eine Story, die so viel mehr hätte sein können als nur ein überlanger Snack.