Profilbild von VanessaEichner

VanessaEichner

Lesejury Star
offline

VanessaEichner ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit VanessaEichner über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 28.05.2025

Was ist gut, was ist böse? Highlight!!!

Praise The Wicked
0

Es heißt, alle guten Märchen enden mit einem Helden und seiner Prinzessin, jedenfalls wenn du den Saints glauben schenkst - Fuck it, dann ist dies kein gutes Märchen. Denn ich bin keine Prinzessin, sondern ...

Es heißt, alle guten Märchen enden mit einem Helden und seiner Prinzessin, jedenfalls wenn du den Saints glauben schenkst - Fuck it, dann ist dies kein gutes Märchen. Denn ich bin keine Prinzessin, sondern die Dunkle Fee, Darling. - 1%

"Praise the Wicked" klang nach dem perfekten Buch für mich. Ich liebe es, wenn Märchen in Büchern neu interpretiert werden oder auf irgendeine Art und Weise Thema sind!

Hier geht es um die Nachkommen berühmter Märchenfiguren, die in Sydney in einer gespaltenen Gesellschaft leben - die Wickeds und die Saints. Während die Saints die "Guten" sind und von allen verehrt werden, werden die Wickeds bestenfalls geduldet, werden geächtet und angegriffen. Regina, die Tochter der Dunklen Fee, und Malcolm, Sohn der Bösen Königin, arbeiten als Agenten des Geheimdienst Fablehaven und müssen in einer grausamen Mordserie ermitteln während gleichzeitig die Hochzeit von Prince Charming, das größte Ereignis des Jahrhunderts, ansteht.

Schon nach den ersten Seiten war mir klar, dass "Praise the Wicked" ein Highlight wird. Es passte für mich einfach alles!

Martin Gancarczyk erzählt die Geschichte abwechselnd aus Sicht von Regina und Malcolm im Ich-Erzähler, was ich sehr mochte. Sein Schreibstil las sich grandios, voller Spannung und vor allem so voller Humor, dass ich oft lachen musste. Ernste Themen wie beispielsweise die Morde oder auch die Diskriminierung, die die Wickeds erfahren, wurden dabei aber absolut nicht ins Lächerliche gezogen. Die Mischung war perfekt!

Malcolm, Regina und ihre Freundesgruppe mochte ich von Anfang an unheimlich gern und ich habe mich mit den Charakteren so wohlgefühlt, habe mich mit ihnen verbunden gefühlt und als wäre ich mitten unter ihnen, anstatt sie nur zu beobachten. Sie haben mich mitgerissen, haben mich berührt und vollkommen von sich überzeugt. Ich konnte mich sowohl in Regina als auch in Malcolm wunderbar hineindenken.

Auch über die Story kann ich eigentlich nur schwärmen. Ich liebe es, wie Martin Gancarczyk die Märchen und Märchenfiguren in die reale Welt eingebaut und neu interpretiert hat. Ich bin sowieso ein großer Fan von Märchenadaptionen und das hier war wirklich toll.
Mit den Morden und der Ermittlung gibt es eine unfassbar spannende Story, die mich kaum losgelassen hat. Ich habe echt gerätselt, was genau hinter allem steckt, habe so mitgefiebert und war einfach voll drin. Außerdem wurden ernste Themen wie Diskriminierung behandelt, die man so auch in unserer Gesellschaft finden kann und die mich teils einfach wütend gemacht haben, wegen dieser Ungerechtigkeit. "Praise the Wicked" regt auf jeden Fall zum Nachdenken an. Was ist gut, was ist böse? Schnell merkt man, dass es eben nicht immer nur schwarz und weiß gibt, sondern dass das Leben in unendlichen vielen Farbabstufungen daherkommt.

Aufgelockert wurde es durch den schon erwähnten grandiosen Humor und wirklich tolle Lovestorys, die ich komplett gefühlt habe - und ja, es sind tatsächlich zwei voneinander unabhängige Liebesgeschichten, eine davon queer. Ich war emotional voll dabei und habe, wie Malcolm sagen würde, teilweise gequiekt wie ein Meerschweinchen. Ganz, ganz viel Liebe für die Liebe!

Das Ende schließt die Geschichte rund um die Mordserie und Regina und Malcolm wunderbar ab, man kann das Buch als Einzelband sehen. Tatsächlich soll es aber noch weitere Bücher aus diesem Universum geben, dann allerdings mit anderen Hauptcharakteren. Darauf freue ich mich schon sehr!

Mein Fazit:
Mit "Praise the Wicked" konnte mich Martin Gancarczyk vollkommen begeistern. Schon nach den ersten Kapiteln war mir klar, dass ich hier ein Highlight in den Händen halte.. und so kam es dann auch. Der Humor ist grandios, die Story spannend und ich habe mich so wohl mit der Freundesgruppe rund um die beiden Hauptfiguren Regina und Malcolm gefühlt.

Veröffentlicht am 23.05.2025

Überzeugende Workplace Romance

Make IT Real
0

Verstohlen warf ich einen Blick über die Schulter und versicherte mich nun schon zum dritten Mal innerhalb weniger Augenblicke, dass ich auch wirklich allein war. - 1%

Als ich "Make IT real" vor Kurzem ...

Verstohlen warf ich einen Blick über die Schulter und versicherte mich nun schon zum dritten Mal innerhalb weniger Augenblicke, dass ich auch wirklich allein war. - 1%

Als ich "Make IT real" vor Kurzem entdeckt habe, wusste ich sofort, dass ich das Buch lesen muss. Die als RomCom beworbene Rivals to Lovers Workplace Romance klang viel zu gut, um nicht sofort in die Seiten eintauchen zu wollen.

Was mich aber noch viel mehr angesprochen hat - unsere Protagonistin Fallon arbeitet tagsüber als Softwareentwicklerin in einer IT-Firma und nachts schreibt sie spicy Liebesromane. Letzteres jedoch unter dem Pseudonym Rosalie Golden, da sie auf keinen Fall will, dass jemand von ihren männlichen Kollegen davon erfährt, die ihr das Leben sowieso schon schwer machen und sie permanent unterschätzen.. und das nur, weil sie eine Frau ist. Als ihr Verlag dann vorschlägt, dass sie eine Lesung zu ihrem Roman geben könnte, reagiert Fallon vorsichtig, sagt jedoch zu. Es kommt natürlich, wie es kommen musste und ausgerechnet ihr Rivale Jesper taucht bei der Lesung auf. In ihrer Not erfindet Fallon kurzerhand eine Zwillingsschwester und gibt sich als sie aus. Allerdings hat sie nicht damit gerechnet, dass Jesper sich für sie bzw. Rosalie interessieren könnte.. und sie sich für ihn.

Schon der Start gefiel mir richtig gut und ich war gespannt, was mich hier erwartet. Ally Crowe erzählt die Geschichte unregelmäßig abwechselnd aus Sicht von Fallon und Jesper, was mir sehr gut gefallen hat. Ihren Schreibstil mochte ich total gern, das Buch las sich flüssig und sehr angenehm.

Ally Crowe kommt selbst aus der IT-Branche und ich finde, das merkt man. Das Buch spielt viel am Arbeitsplatz von Fallon und Jesper, die in der gleichen Firma arbeiten. Dabei beschreibt sie die Arbeit der beiden und wirft immer wieder Begriffe aus der IT ein, es bleibt aber alles ohne Expertenwissen super verständlich. Ein richtig cooles Detail ist auch, dass die Kapitel nicht einfach mit 1, 2 oder 3 nummeriert sind, sondern als Binärzahlen, sprich 000001, 000010, 000011 und so weiter.

Die Autorin erzählt von den Schwierigkeiten, die Frauen in von Männern dominierten Berufen haben, schreibt von Sexismus, Vorurteilen und Diskriminierung. Mich hat es teilweise so wütend gemacht, wie Fallon von ihren Kollegen oder auch ihrem Vorgesetzten behandelt wird, wie sie belächelt, verspottet und nicht ernst genommen wird und das nur, weil sie eben eine Frau ist. Dabei hat Fallon einiges auf dem Kasten, sie ist eine intelligente und echt starke junge Frau, die sich nicht unterkriegen lässt und in die ich mich sehr gut hineindenken konnte.
Ihren Rivalen Jesper konnte ich erst nicht so ganz einschätzen, je näher ich ihn kennengelernt habe, desto mehr mochte ich auch ihn.
Insgesamt sind die Charaktere hier wirklich gut dargestellt und haben mich überzeugt.

Wie schon gesagt geht es in der Story viel um die IT-Branche, über Fallons und Jespers Arbeit und was sich Fallon als Frau alles gefallen lassen muss. Doch das ist nicht alles, denn da wäre ja noch Fallons Job als Autorin, für den sie kurzerhand in die Rolle ihrer erfundenen Zwillingsschwester Rosalie schlüpft, und selbstverständlich die Liebesgeschichte, die ich sehr gefühlt habe. Die Romance ist toll, fühlte sich sehr cozy an, war nachvollziehbar und mit einer Prise Spice.
Teils hätte ich mir allerdings etwas.. mehr gewünscht. Ich mochte die Handlung, gar keine Frage, und habe mich wunderbar unterhalten gefühlt. Manches kam mir ein kleines bisschen zu kurz bzw. blieb mir ein wenig zu oberflächlich. Für eine RomCom hätte ich mir außerdem tatsächlich noch einen Schuss mehr Humor gewünscht. Das ist aber Meckern auf sehr hohem Niveau.

Das Ende schließt die Story rund um Fallon und Jesper gut ab, soweit ich weiß handelt es sich bei dem Buch um einen Einzelband. Der Handlungsverlauf war für mich zwar in großen Teilen relativ vorhersehbar, das hat mich aber so überhaupt nicht gestört und ich hatte echt viel Spaß mit dem Buch.

Mein Fazit:
Mit "Make IT real" konnte mich Ally Crowe wirklich überzeugen. Die Workplace RomCom rund um die Softwareentwicklerin Fallon, die nachts in die Rolle einer Liebesromanautorin schlüpft, und ihren Rivalen Jesper hat viel Spaß gemacht und zeigt gleichzeitig mit was für Schwierigkeiten Frauen in von Männern dominierten Berufen konfrontiert werden.

Veröffentlicht am 19.05.2025

Guter Auftakt für die Reihe

The Lies We Hide (Brouwen Dynasty 1)
0

"Kinder, seid so lieb und schenkt mir für einen winzigen Moment eure Aufmerksamkeit", sagt die Erzieherin und ich sehe mich nach ihr um. Vivi steht mit zwei gleich aussehenden Mädchen in der Tür. Es sind ...

"Kinder, seid so lieb und schenkt mir für einen winzigen Moment eure Aufmerksamkeit", sagt die Erzieherin und ich sehe mich nach ihr um. Vivi steht mit zwei gleich aussehenden Mädchen in der Tür. Es sind Zwillinge, so wie Finn und Lukas. - 1%

"The Lies We Hide" hat meine Aufmerksamkeit mit dem hübschen Cover direkt auf sich gezogen. Die Story klang auch richtig gut und das Setting in den Niederlanden mochte ich so gerne.

In dem Buch geht es um Leenard Brouwer, den Erben einer bekannten Gin Marke, und Nika, die sich anonym als Miss Cocktailery einen Namen als Gin-Influencerin gemacht hat. Doch nicht nur der Gin verbindet sie, im Kindergartenalter wurden die beiden zu besten Freunden, als sie Teenager waren, haben sie den Kontakt jedoch abgebrochen. Leenard will von seiner Familie nichts mehr wissen und verlässt die Niederlande, doch als sein Vater verunglückt und sein Bruder spurlos verschwindet, kommt er zurück und muss das Unternehmen in seine Hände nehmen. Allerdings ist die Firma nicht mehr so erfolgreich, wie sie es einmal war. Um das Image aufzupolieren, engagieren sie Miss Cocktailery, doch Leenard ahnt nicht, dass sich Nika dahinter verbirgt. Zwischen ihnen herrscht sofort eine Anziehung, die man nicht leugnen kann.. kann die Zusammenarbeit so funktionieren?

Ich muss sagen, dass mir "The Lies We Hide" auf den ersten Seiten noch nicht soo gut gefallen hat. Die Story setzt sehr weit in der Vergangenheit der beiden Hauptfiguren Leenard und Nika an, im Kindergartenalter mit ungefähr 5 Jahren, springt dann alle paar Absätze ein paar Jahre weiter und auch die Perspektive, aus der erzählt wird, wechselt dabei ständig zwischen den beiden. Das ging ein paar Seiten so, bis wir in der Gegenwart landen. Ab da fing es dann an, mir langsam immer besser zu gefallen. Kate Corells Schreibstil las sich flüssig und gefühlt bin ich irgendwann durch die Seiten geflogen.

Erzählt wird auch in der Gegenwart abwechselnd aus der Perspektive von Nika und Leenard im Ich-Erzähler. Nika mochte ich direkt sehr, ich finde ihre Art ziemlich cool. Influencerinnen gab es ja schon öfter mal als Hauptfiguren, eine Gin-Influencerin ist mir dabei aber noch nie begegnet und das hat mir richtig gut gefallen. Sie war mir sehr sympathisch und auch die Hausgemeinschaft, in der sie lebt, habe ich sehr gemocht.
Leenard.. mit ihm musste ich ehrlich gesagt etwas warm werden aber auch ihn mochte ich später. Ich konnte mit beiden mitfühlen und fand sie gut dargestellt.

Die Story mochte ich richtig gern. Es geht hier nicht nur um das Gin-Unternehmen von Leenard und Nikas Erfolg als Gin-Influencerin und wie sie nach Jahren der Funkstille wieder aufeinander treffen - es gibt auch eine relativ spannende Story rund um Leenards Vater, der verunglückt ist. Hier hätte ich mir aber tatsächlich ein wenig mehr Spannung gewünscht, das war alles eher unterschwellig und rückte erst gegen Ende mehr in den Vordergrund.
Die Story um Leenard, Nika und den Gin fand ich gut zu lesen. Ihre Beziehung besteht aus aufs und abs und konnte mich gut unterhalten. Die "gehörige Portion spice" habe ich zwar ehrlich gesagt ein bisschen vermisst, aber zwischen den beiden knistert es deutlich spürbar.

"The Lies We Hide" ist der erste Band einer Reihe und die Bände bauen aufeinander auf, es gibt aber wohl trotzdem einen Wechsel der Hauptfiguren. Ich bin richtig gespannt, wie es im zweiten Teil weitergehen wird - das Ende vom ersten Band ist ein gemeiner Cliffhanger!

Ein cooles Detail: Die Kapitel sind benannt nach den Cocktails, die Nika aka Miss Cocktailery kreiert. Unterm Kapitelnamen gibt es auch die verschiedenen Komponenten des jeweiligen Cocktails und am Ende sogar 9 Rezepte. Mag ich mega gerne, passt super zur Story!

Mein Fazit:
"The Lies We Hide" ist ein echt guter Auftakt für die Reihe. Die Story ist schön unterhaltsam, ein kleines bisschen spicy (eher knisternd) und es wird auch etwas Spannung reingebracht, die aber eher unterschwellig ist. Ich bin gespannt, auf den zweiten Band!

Veröffentlicht am 15.05.2025

Grandioser Dilogie-Auftakt

To Kill A Shadow (Die verfluchten Lande, Band 1)
0

Nur wenige Menschen wussten, dass die Nacht sprechen konnte. Und noch weniger, wie man ihr antwortete, wenn sie es tat. In diesem Moment verspottete sie mich. - Seite 11

"To Kill A Shadow" stand schon ...

Nur wenige Menschen wussten, dass die Nacht sprechen konnte. Und noch weniger, wie man ihr antwortete, wenn sie es tat. In diesem Moment verspottete sie mich. - Seite 11

"To Kill A Shadow" stand schon auf meiner Wunschliste, bevor die deutsche Übersetzung überhaupt angekündigt war. Die düstere Romantasy Geschichte klang genau nach meinem Geschmack. Entsprechend habe ich mich umso mehr über die Ankündigung, dass das Buch auf Deutsch kommt, gefreut.

Stell dir vor, du lebst in einem Land, in der Dunkelheit herrscht. Ein tödlicher Nebel umgibt Asidia, die Nahrungsmittel werden aufgrund der fehlenden Sonne immer knapper und es scheint keine Lösung in Sicht. In dieser Welt lebt Kiara, die in ihrem Dorf aufgrund eines Vorfalls als verflucht gilt. Ihr Leben ändert sich schlagartig, als sie ausgerechnet von Kommandant Jude Maddox, der Hand des Todes, als Anwärterin für die Ritter des Ewigen Sterns rekrutiert wird, die für den König nach einem Weg suchen, die Sonne zurückzuholen. Was Jude nicht ahnt - Kiara weckt etwas in ihm, von dem er nicht geglaubt hat, es je wieder zu fühlen. Ihre Mission führt sie schon bald in den gefährlichen Nebel, in dem nicht nur ein Kampf ums Überleben, sondern auch einige Geheimnisse auf sie warten..

Kaum ist das Print bei mir eingezogen, habe ich es auch schon vom SuB befreit und zusammen mit meiner lieben Jassy (@lowin1000 auf Instagram) als BuddyRead gelesen.

Bereits die ersten 100 Seiten konnten mich so begeistern, dass mir schnell klar war, dass ich mit "To Kill A Shadow" ein Highlight in den Händen halte. Katherine Quinn erzählt die Geschichte abwechselnd aus Sicht von Kiara und Jude, was ich unheimlich gern mochte. Der Schreibstil las sich flüssig und einfach nur toll.

Kiara gefiel mir direkt unfassbar gut. Sie ist eine unheimlich starke Person, die sich nicht unterkriegen lässt. Sie ist wirklich richtig cool. Der Kommandant Jude Maddox, die Hand des Todes, gefiel mir auch von Anfang an sehr. Sämtliche Figuren sind wunderbar und überzeugend dargestellt, konnten mich teils sehr überraschen und einfach nur mitreißen.

"To Kill A Shadow" spielt in einer finsteren Welt, die von der Dunkelheit beherrscht wird. Vor Jahren ist die Sonnengöttin, und mit ihr auch die Sonne, aus der Welt verschwunden. Entsprechend düster ist auch die gesamte Atmosphäre im Buch, es wird brutal und blutig. Am Ende vom Buch gibt es auch Content Notes, die ihr euch vorm Lesen unbedingt anschauen solltet, wenn ihr auf bestimmte Themen sensibel reagiert.

Doch die Story ist so viel mehr als nur brutal und blutig. Es wird überraschend tiefgründig, steckt voller Emotionen. Einfach grandios, wirklich. Die Handlung beginnt spannend und richtig interessant und wird im Verlauf nur noch spannender und interessanter. Katherine Quinn hat mich mit den Wendungen, der Entwicklung der Handlung und den bisher enthüllten Geheimnissen oft überrascht und jedes Mal, wenn ich eine Lesepause eingelegt habe, konnte ich es nicht erwarten, erneut zum Buch zu greifen. Es ist ein packender Pageturner, der mich wirklich begeistern konnte.

Bei dem Buch handelt es sich um den Auftakt einer Dilogie, Teil 2 ist gerade ganz frisch erschienen. Der Cliffhanger ist gemein und ich kann es kaum erwarten, den zweiten Band zu lesen.

Mein Fazit:
"To Kill A Shadow" ist ein grandioser Dilogie-Auftakt, der mich vollkommen überzeugt hat. Egal ob es die starken Charaktere oder die düstere, brutale und überraschend tiefgründige Romantasy Geschichte ist.. ich bin begeistert von diesem Pageturner und kann es nicht erwarten, die Fortsetzung zu lesen.

Veröffentlicht am 12.05.2025

Tolle Fortsetzung

Ein mysteriöser Gast
0

Meine geliebte Großmutter alias Gran arbeitete ihr gesamtes Leben als Dienstmädchen, und ich bin in ihre Fußstapfen getreten. Das ist nur eine Redewendung. Ich konnte gar nicht im Wortsinn in ihre Fußstapfen ...

Meine geliebte Großmutter alias Gran arbeitete ihr gesamtes Leben als Dienstmädchen, und ich bin in ihre Fußstapfen getreten. Das ist nur eine Redewendung. Ich konnte gar nicht im Wortsinn in ihre Fußstapfen treten, weil sie keine hinterlässt, nicht mehr. - Seite 9

Vor ein paar Jahren konnte mich Nita Prose mit ihrem ersten Krimi rund um das Zimmermädchen Molly Gray überraschenderweise sehr überzeugen. Ich bin eigentlich kein großer Krimi Fan und greife eher zu anderen Genre, doch ich konnte mich wunderbar in Molly hineinversetzen und fand die Story nicht nur spannend, sondern auch sehr unterhaltsam.

Als dann "Ein mysteriöser Gast" angekündigt wurde, habe ich mich sehr gefreut, noch mehr von Molly und dem Regency Grand Hotel, in dem sie arbeitet, zu lesen. Molly ist mit ganzem Herz Zimmermädchen, sie liebt ihren Beruf und versetzt mit Hingabe die Hotelzimmer in einen Zustand der Perfektion. Eigentlich sollte es ein besonderer Tag werden, als der berühmte Krimiautor J. D. Grimthorpe im gerade neu eröffneten Teesaal des Hotels eine Ansprache halten will. Nun.. besonders kann man den Tag nennen, doch auf andere Weise, als gedacht. Denn gerade als er mit seiner Rede beginnt, fällt er tot von der Bühne und dem Hotel steht eine erneute Mordermittlung bevor. Schon bald gibt es die ersten Gerüchte und Molly muss tief in ihre Vergangenheit hinabtauchen - denn sie kannte J. D. Grimthorpe..

Nita Prose erzählt die Geschichte erneut im Ich-Erzähler aus der Sicht von Molly, was einfach perfekt zu der Geschichte passt. Immer wieder taucht sie in die Vergangenheit unserer Protagonistin, da diese mit dem verstorbenen Autor zusammenhängt.

Ich war total gespannt, was es mit all dem auf sich hat und wie genau alles zusammenhängt. Die Autorin konnte mich schnell in den Bann der Geschichte ziehen und wenn ich die Möglichkeit gehabt hätte, hätte ich das Buch vermutlich in einem Rutsch verschlungen. "Ein mysteriöser Gast" strotzt zwar nicht vor Action und fesselte mich auch nicht atemlos an die Seiten, ist aber auf seine ganz eigene Art unheimlich spannend und sehr unterhaltsam - so wie es bei Cozy Crime halt der Fall ist.

In Molly konnte ich mich richtig gut hineinversetzen und sie war mir, wie schon im ersten Band, sofort sehr sympathisch. Ihre Art ist einfach.. ich weiß nicht, wie ich es beschreiben soll. Sie ist gründlich, nimmt alles ganz genau und achtet wirklich auf jedes kleinste Detail. Ich mochte sie hier fast schon mehr als im ersten Teil. Sie ist wunderbar dargestellt und auch die vielen anderen Charaktere überzeugten mich, wobei mir diese zum Teil erneut ein klein wenig zu blass blieben.

Molly unterstützt in diesem Band die Ermittlungen aktiv, schließlich hat das Hotel einen Ruf zu verlieren und sie will ihrer Kollegin helfen, die unter Verdacht geraten ist. Im Verlauf erfährt man einiges über Mollys Vergangenheit und natürlich wie diese mit der Gegenwart zusammenhängt. Oft wird Molly unterschätzt, doch ihre Fähigkeiten sind eine entscheidende Hilfe. So kommen ein paar wirklich überraschende Details ans Licht, anderes fand ich persönlich weniger überraschend, was mich bei diesem Buch aber überhaupt nicht gestört hat.

Der Fall rund um den Mord an J. D. Grimthorpe wurde gut abgeschlossen. Am Ende des Buches bekommt Molly ein Angebot, das mich hoffen lässt, dass es noch weitere Bücher mit ihr in der Hauptrolle geben wird. Ich würde mich zumindest sehr darüber freuen.

Mein Fazit:
"Ein mysteriöser Gast" ist eine spannende und sehr unterhaltsame Fortsetzung rund um das ermittelnde Zimmermädchen Molly Gray, die dieses Mal den Mord an einem Krimiautor aufklären muss. Wenn ihr Cozy Crime mögt, solltet ihr euch die Reihe unbedingt genauer ansehen!