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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 06.06.2020

Sehr gut gelungenes Debüt

When We Dream
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Meine Meinung


Einleitung

Ich musste natürlich unbedingt dieses Buch lesen, weil es im New-Adult-Bereich einfach mal eine komplett andere Thematik ist. Und weil ich auf das Thema K-Pop und auch die Lovestory ...

Meine Meinung


Einleitung

Ich musste natürlich unbedingt dieses Buch lesen, weil es im New-Adult-Bereich einfach mal eine komplett andere Thematik ist. Und weil ich auf das Thema K-Pop und auch die Lovestory bei der Debütautorin sehr gespannt war, habe ich mich natürlich umso mehr gefreut, als ich das Rezensionsexemplar von NetGalley und LYX zur Verfügung gestellt bekommen habe.


Cover, Haptik, Playlists & Co.

Ich habe natürlich das eBook, was bedeutet, dass ich keine Angaben zum Printexemplar machen kann. Wie manche von euch vielleicht wissen, ist das (zugegebenermaßen echt schöne) Cover an ein Albumcover von BTS angelehnt, was ich sehr passend finde. Es gibt keine Playlist oder ähnliches im eBook.


Kurze Zusammenfassung des Anfangs (Spoiler)

Als Ella auf Jae-yong trifft, hat sie keine Ahnung, dass er ein Mitglied von NXT ist - der erfolgreichsten K-Pop-Gruppe der Welt. Was sie weiß ist, dass er eine Sprache spricht, die sie noch nie in ihrem Leben gehört hat. Dass er Bücher mindestens genauso sehr liebt wie sie. Und dass seine tiefbraunen Augen und sein ansteckendes Lächeln ihr Herz gefährlich schnell schlagen lassen. Jae-yong weckt Gefühle in ihr, die sie noch nie zuvor empfunden hat - nicht nur, weil sie mit ihm über Dinge reden kann, die sie für gewöhnlich mit aller Kraft in sich verschlossen hält: wie zum Beispiel die Tatsache, dass sie ihre Eltern an manchen Tagen so sehr vermisst, dass sie nicht atmen kann. Oder dass ihre größte Leidenschaft das Zeichnen ist und ihr Wirtschaftsstudium sie deshalb mit jedem neuen Semester unglücklicher macht. Doch dann erfährt Ella, wer Jae-yong wirklich ist, und ihr Wunsch, dass das zwischen ihnen mehr werden könnte, rückt in unerreichbare Nähe. Nicht nur ist NXT die derzeit erfolgreichste Band der Welt, Jae-yong ist ein Idol für Millionen von Fans. Jeder seiner Schritte wird verfolgt, und sein Management verbietet ihm, Beziehungen zu führen. Ein Bruch dieser Regel könnte das Ende seiner Karriere - und damit auch das Ende von NXT - bedeuten. Und bald müssen Ella und Jae-yong sich fragen, ob sie bereit sind, dieses Risiko einzugehen, oder ob ihre Liebe nichts weiter sein wird als ein wunderschöner Traum...


Das Wichtigste: Schreibstil, Plot & Charaktere


Den Schreibstil finde ich einfach super zu lesen. Er ist super flüssig und emotional aus Ellas Sicht geschrieben, wodurch sie mir gleich noch viel sympathischer ist.

Das Schöne an den Charakteren ist meiner Meinung nach, dass ich mich mit ihnen identifizieren kann. Ella hasst die riesige Stadt, liest, zeichnet gerne und liebt es, Disneyfilme zu schauen (Wobei sie es 19 Jahre lang geschafft hat, Harry Potter nicht auch nur ansatzweise zu lesen. WIE GEHT DAS?!), während Jae-yong immer auf Tour ist, unter dem Druck der K-Pop-Branche leidet und Harry Potter liebt. Ich verstehe Ellas Konflikt in Bezug auf ihre Eltern, die Trauerbewältigung, die nie stattgefunden hat, während ab und zu depressive Gedanken ihren Platz im Buch finden. Und gerade das finde ich realistisch. Jae-yong ist erfrischenderweise kein Bad Boy, sondern einfach nur ein gutaussehender Kerl, der gerne liest und auf dem Boden geblieben ist.

Was ich nochmal hervorheben möchte, ist der Plot. Wir haben hier nicht das typische NA-Drama, wo sie einfach 200 Seiten nicht miteinander reden und es letzten Endes nur an der Kommunikation gelegen hat, sondern eine sich langsam aufbauende, süße Romanze, bei der man auch einen sehr interessanten und tiefen Einblick in die K-Pop-Branche bekommt. Auch die Storyline mit Ellas Schwestern hat mir sehr gut gefallen. Ihr bekommt hier keine typische Rockstar-Romanze, sondern eine süße New-Adult-Story mit Tiefgang und hohem Unterhaltungspotenzial. Das Ende war, wie leider zu erwarten, ein richtig fieser Cliffhanger. Ich freue mich schon sehr auf den August, wenn es weiter geht.


Fazit


"When we dream" ist ein sehr gelungenes Debüt, ein Buchschmöker, der mit einem flüssigen Schreibstil, interessanten Charakteren, einer interessanten Thematik und einem nicht NA-typischen Plot mit einem schönen Beziehungsaufbau punkten kann.


Zitat

Das Studium laugte mich ohnehin schon aus. Mehr, als vermutlich normal war, Ich versuchte, nicht darüber nachzudenken, wie erschöpft ich mich an den meisten Tagen fühlte. Wie sehr sich alles in mir sträubte, morgens aus dem Haus zu gehen. So geht es jedem mal. Oder?
- Ella auf Seite 10 -

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 06.06.2020

Sehr guter Auftakt mit kleinen Schwächen

Kill the Queen
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Jennifer Estep goes High Fantasy!

Zuerst schonmal eine Kritik an die Verfasser des Klappentexts: Dieser spoilert locker ein Drittel der Geschichte. So, und jetzt zum eigentlich wichtigen: Auch, wenn das ...

Jennifer Estep goes High Fantasy!

Zuerst schonmal eine Kritik an die Verfasser des Klappentexts: Dieser spoilert locker ein Drittel der Geschichte. So, und jetzt zum eigentlich wichtigen: Auch, wenn das Cover nicht so aussieht: Dies ist das erste Mal keine YA-Fantasy von Jennifer Estep, sondern High Fantasy. Die Protagonistin ist Ende 20, verhält sich aber meistens eher wie eine Junge Erwachsene, was einer meiner größten Kritikpunkte ist. Insgesamt hat mir der Schreibstil der Autorin wieder sehr gut gefallen, er ist ebenso flüssig wie gewohnt. Die von ihr kreierte Welt ist spannend und hat etwas von Mittelalter-Setting gemischt mit Magie, und da habe ich einfach auch wie bei einem guten Buch das Bedürfnis, dieses Buch in einem Rutsch durchzulesen, weil der Plot einfach sehr gut durchdacht ist und die Protagonistin nicht die Schüchterne von Nebenan, sondern eine selbstbewusste Frau (na ja, meistens) ist. Was Lucas, den Love Interest von Everleigh angeht, muss ich sagen, ich mochte ihn, obwohl sein "Geheimnis" relativ offensichtlich war. Dennoch hat mir das Knistern zwischen den beiden gut gefallen, und auch, wenn das Ende zufriedenstellend ist, möchte ich wissen, wie es im Oktober dann mit Band 2 weiter geht.


Zitat

Ich war eine Bellonierin und plante somit genauso berechnend für die Zukunft wie alle anderen. Und eine Sache würde ich niemals vergessen - das Wichtigste, was Vasilia mir je beigebracht hatte, und vielleicht das Einzige, was mich durch die kommenden Herausforderungen und Strapazen am Leben halten würde. Irgendjemand wollte die Königin immer umbringen.
- Everleigh auf Seite 494 -

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 06.06.2020

Toss a coin to your witcher

Der letzte Wunsch
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Im letzten Monat habe ich zusammen mit meinen besten Freundinnen diesen ersten Band der Witcher-Vorgeschichten gelesen und hatte dank der ersten Staffel der Serie ziemlich hohe Erwartungen, die dann ...



Im letzten Monat habe ich zusammen mit meinen besten Freundinnen diesen ersten Band der Witcher-Vorgeschichten gelesen und hatte dank der ersten Staffel der Serie ziemlich hohe Erwartungen, die dann doch etwas enttäuscht wurden. Der Schreibstil ist sehr altbacken, und man verliert sehr schnell die Konzentration und muss alles zweimal lesen. Das hilft nicht gerade, die Reihenfolge der Geschichten im Kopf zu sortieren, weil es im Buch genauso wie in der Serie ist: Die Geschichten sind zeitlich wild durcheinander gewürfelt. Die Charaktere allerdings fand ich gut gestaltet, vor allem Rittersporn, für den ich ja seit der Serie eine Schwäche habe, oder auch die Elfen. Vom Plot her kannte ich bis auf zwei Geschichten her eigentlich alle, aber da finde ich, hat man in der Serie mehr Hintergrundwissen vermittelt bekommen. Zwar hab ich jetzt eher den Hintergrund bezgl. der Märchen (Schneewittchen etc.) besser verstanden, aber hier in den Kurzgeschichten war mir einfach alles ein bisschen zu grob, und vor allem das Frauenbild als Sexobjekte hat mich extremst genervt, zumal ich den Humor des Autos nicht unbedingt immer teilen konnte. Die Kampfszenen und Landschaften sind sehr detailliert beschrieben, hätten aber auch nicht unbedingt sein müssen, denn die Geschichten plätschern eher so vor sich hin. Für Fans der Serie ist es ein netter Zusatz, aber mich konnte es leider nicht ganz überzeugen.









Habt ihr schon die erste Staffel der Serie auf Netflix gesehen?




Zitat


"Die Leute [...] denken sich gerne Ungeheuer und Ungeheuerlichkeiten aus. Sie selbst kommen sich dann weniger ungeheuerlich vor. Wenn sie sich volllaufen lassen, betrügen, stehlen, die Frau mit dem Riemen prügeln, die alte Großmutter hungern lassen, mit der Mistgabel einen in die Falle geratenen Fuchs erstechen oder das letzte einhorn der Welt mit Pfeilen spicken, stellen sie sich gerne vor, dass die Mora, die im Morgengrauen durch die Hütten geht, noch schlimmer ist als sie. Davon wird ihnen etwas leichter ums Herz. Und es lebt sich einfacher."

- Geralt auf Seite 232 -

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 02.06.2020

Snow landet immer oben

Die Tribute von Panem X
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Meine Meinung


Einleitung

Wer mich persönlich kennt, weiß, dass ich ein riesiges Panem-Fangirl bin. Ich habe die Bücher gefühlt dreißig Trilliarden mal gelesen - ungefähr so oft wie Harry Potter - und ...

Meine Meinung


Einleitung

Wer mich persönlich kennt, weiß, dass ich ein riesiges Panem-Fangirl bin. Ich habe die Bücher gefühlt dreißig Trilliarden mal gelesen - ungefähr so oft wie Harry Potter - und die Filme kann ich zumindest auf Deutsch quasi mitsprechen. Umso gespannter war ich natürlich auf die Geschichte des verhassten Snows - obwohl ich Coin vermutlich am meisten gehasst habe - und wollte natürlich erfahren, wer sein Tribut ist, denn schließlich hat man von Lucy Gray als Gewinnerin oder Verliererin in der Trilogie noch nie was gehört. Und ich kann euch sagen - Suzanne Collins hat einen Volltreffer gelandet! Warum, erfahrt ihr, wenn ihr weiter lest.

Cover, Haptik, Playlists & Co.

Kommen wir als erstes zu so ziemlich meinem größten und einzigen Kritikpunkt: Der Preis und die Verarbeitung. Ich finde 26,00€ viel zu teuer für ein Buch, dass nicht mal einen farbigen Buchschnitt, sondern nur eine dünne Buchklappe hat, die nebenbei bemerkt auch noch höllisch nervt. Natürlich ist die Lizenz teuer, das weiß ich, aber trotzdem könnte man einen besseren Einband erwarten. Bei dem Cover hätte man viel mehr mit Effekten rumspielen können, aber so ist es auch schön. Der Vorsatz ist schwarz, es gibt keine Playlist, aber dafür einige Lieder selbst im Buch im Verlauf der Handlung.

Kurze Zusammenfassung des Anfangs (Spoiler)

Coriolanus Snow ist als Mitglied einer angesehenen Familie Schüler an der Akademie im Kapitol. Damit man nicht erkennt, dass seine Familie bei der Zerstörung von Distrikt 13 all ihr investiertes Geld verloren hat, hilft ihm seine Cousine Tigris, welche Schneiderin ist, dabei, immer schicke Klamotten zu haben, denn die braucht er an dem Tag, an dem den Schülern des Abschlussjahrgangs der Akademie mit den besten Noten zum ersten Mal in der Geschichte der Hungerspiele Tribute zugewiesen werden. Somit wird Snow der erste Mentor des weiblichen Tributs des 12. Distrikts, Lucy Gray. Bis zu ihrem ersten Auftritt ist Snow nicht gerade glücklich über sein Los, aber um das Stipendium für die Uni zu bekommen, muss Lucy die Spiele gewinnen, was bei der Art, wie die Tribute der 10. Hungerspiele behandelt werden, sehr unrealistisch ist (ich sage bloß Betteln um Essen und Schlafen im Tierkäfig des Zoos). Also denkt sich Snow ein paar Ideen aus, um die Situation für sein Tribut zu bessern - da sowieso zu wenige Bürger die Hungerspiele schauen, kommt das der Spielmacherin gerade recht...

Das Wichtigste: Schreibstil, Plot & Charaktere

Der Schreibstil ist der Hammer. Das komplette Buch wird aus Coriolanus' Sicht erzählt, und Suzanne Collins hat den Schreibstil an ihren Protagonisten angepasst. Hatten wir noch bei Katniss diesen "umgangssprachlichen"-Distrikt 12-Ton, so ist es beim Kapitol ein rechtfertigender, politischer, strategischer Ton mit hochgestochenen Worten. Es hat mich richtig geschockt, wie einfach ich mich in Snows Gedankenwelt einordnen konnte, obwohl ich zu Beginn dieses Hass-Bild von ihm hatte, und das will bezüglich des Schreibstils was heißen. Der Schreibstil ist gerade zu Beginn des Buches so tiefgehend, dass man förmlich eingesogen wird.

Die Charaktere sind sehr interessant und vielfältig gestaltet. Einerseits weiß man bei Coriolanus überhaupt nicht, ob man ihn sympathisch finden oder abartig und ignorant finden soll, wenn er seine Denkweise wieder der des Kapitols anpasst, andererseits hat man Mitleid mit ihm, weil seine Familie arm ist und er alles tun würde, um ein Stipendium zu bekommen - allerdings liegt hier im Laufe des Buches die Betonung auf WIRKLICH ALLES. Lucy Gray, sein Tribut aus Distrikt 12 konnte ich nie wirklich einschätzen, während ich Snow als einen feigen Intriganten bezeichnen würde. Trotzdem war mir Lucy Gray als ein sehr aus der Reihe tanzender Charakter sehr sympathisch, vor allem was ihre Familie angeht. Am sympathischten fand ich allerdings Sejanus Plinth, der neben Lucy eine tragende Rolle für Snows Zukunft spielt. Sejanus ist dabei der eigenständig moralisch denkende Rebellen-Sympathisant, den ich gerne knuddeln würde, mehr möchte ich gar nicht verraten.

Die Handlung ist in drei Teile gegliedert, deren Titel ich euch aufgrund der Spoiler aber nicht verraten werde. Ich hatte schon bestimmte Erwartungen, da das ganze ja 64 Jahre vor der Panem-Serie spielt, aber diese wurden weit übertroffen. Wir erleben hier ein Panem nach dem Krieg mit hohen Verlusten, ein Panem, dass noch wiederaufgebaut werden muss und nicht voll technisiert ist. Wir erleben im Hinblick auf die 74. Hungerspiele eine vollkommen andere Art dieser, wo die Distrikte nicht zumindest für ein paar Tage im Luxus leben dürfen, sondern wie Sklaven behandelt werden. Jeder überlebt hier auf seine eigene Art, und in Panem werden die Hungerspiele eher nicht geschaut, weshalb die boshafte Dr Gaul Modernisierungen vorantreibt.
Wenn man die Panem-Trilogie gelesen hat, versteht man die Zusammenhänge in diesem Prequel perfekt. Warum Snow Katniss so hasst, warum er ein Faible für Rosen hat, woher die Ideen für die Hungerspiele entstammen...so viele "Easter Eggs" die hier drin versteckt sind. Man erlebt die Wandlung von einem Jungen zu einem Intriganten, man versteht, warum das Familienmotto "Snow landet immer oben" lautet. Insgesamt kann man dieses Buch so zusammenfassen: Es geht um Moral, Verrat, Heimtücke und Manipulation. Was ich in der Handlung als Letztes sehr positiv hervorheben möchte, ist, dass dieses Mal auch das Thema Moral behandelt wird. Man diskutiert über den Zweck der Hungerspiele, hat Gewissensbisse, entwickelt eine eigene Meinung und denkt nach. Gerade das hat mir in der Trilogie gefehlt.

Ich freue mich schon riesig auf die von Lionsgate geplante Verfilmung und bin gespannt, wie das Ganze umgesetzt wird. Auf jeden Fall lohnt sich das Buch so richtig, ich hoffe, bei dem Film dann auch!

Fazit

Das Panem-Prequel ist ein mehr als gelungenes Literarisches Meisterwerk mit unglaublich vielschichtigen Charakteren, einem tiefgehenden Schreibstil und einem Plot, der mich nebenbei bemerkt sprachlos gemacht hat, in dem es um Moral, Verrat, Heimtücke und Manipulation geht. Als kleine "Easter Eggs" realisiert man die Zusammenhänge zwischen dem Prequel und der Trilogie.


Zitat

"Wie flüchtig die Zivilisation doch ist. All ihre guten Manieren (...), alles, worauf sie stolz sind - im Bruchteil einer Sekunde fortgewischt, und übrig bleibt nur, was sie eigentlich sind. (...) So ist der Mensch in seinem Naturzustand."
- Dr. Gaul auf Seite 288 -

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 31.05.2020

Verschenktes Potenzial

Dunkelglanz - Obsession
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Meine Meinung

Einleitung

Okay, ich glaub, ihr wisst mittlerweile schon, dass ich ein JLA-Fangirl bin. Und da dies der einzige Roman ist, der bisher noch nicht übersetzt wurde (obwohl er aus dem Jahre ...

Meine Meinung

Einleitung

Okay, ich glaub, ihr wisst mittlerweile schon, dass ich ein JLA-Fangirl bin. Und da dies der einzige Roman ist, der bisher noch nicht übersetzt wurde (obwohl er aus dem Jahre 2013 ist), musste ich dieses Obsidian Spin-Off natürlich sofort lesen, weshalb ich umso dankbarer bin, dass ich dieses Rezensionsexemplar von HarperCollins bzw. Mira Taschenbuch zur Verfügung gestellt bekommen habe. Aber jetzt mal was übers Buch!

Cover, Haptik, Playlists & Co.

Also, dies ist zwar ein Obsidian Spin-Off, aber aus guten Gründen (die ich später noch erläutere) nicht bei Carlsen, sondern bei Mira erschienen, weshalb das Cover aufgrund der unterschiedlichen Coverdesigner natürlich anders ist, ebenso wie die Haptik. Vom Stil her ähnelt es den Carlsen-Covern, ist aber einfach von den Farben her anders. Das Cover ist in Blau- und Lilatönen gehalten und zeigt vermutlich die Siluetten von Hunter und Serena. Es ist eine Klappenbroschur und auch relativ stabil, da es ziemlich wenig Seiten hat und ein Einzelband ist. In der vorderen Klappe des Einbands ist eine ausführlichere Version des Klappentexts abgedruckt; in der hinteren Klappe findet ihr eine Kurzbiographie der Autorin. Es gibt keine Karte oder Playlist.

Kurze Zusammenfassung des Anfangs (Spoiler)

Serena kann nicht fassen, was ihre Freundin Mel ihr erzählt. Ihr Liebhaber, der Sohn eines einflussreichen Senators, soll kein Mensch sein. Ein übernatürliches Wesen? Mel muss verrückt geworden sein. Doch kurz darauf muss Serena mit ansehen, wie Mel ermordet wird - und zwar durch Alienkräfte. Nun sind die Lux hinter Serena her, damit ihr Geheimnis um jeden Preis bewahrt wird. Plötzlich befindet sich Serena auf der Flucht, aber sie ist nicht alleine. Ausgerechnet der sexy und nicht von der Erde stammende Hunter ist an ihrer Seite und für ihre Sicherheit verantwortlich. In seiner Nähe könnte Serena die Gefahr, in der sie schwebt, nur allzu leicht vergessen...

Das Wichtigste: Schreibstil, Plot & Charaktere

Eines Vorweg, was viel bei dem Schreibstil ausmacht: Ich finde es super, dass als Übersetzerin Anja Malich gewählt wurde. Diese übersetzt auch die Obsidian-Reihe und die Revenge-Reihe, so dass man wirklich immer den selben Stil hat. Jennifers Stil ist dieses Mal sehr...sexuell geprägt, da dies auch eher eine New Adult Fantasy ist und auf jeden Fall nicht Lesern unter 16 in die Hand gegeben werden darf. Sie schreibt abwechselnd aus der Ich-Perspektive der beiden Protagonisten und bleibt dabei gewohnt humorvoll, bildhaft und vor allem spannend und prickelnd (was in diesem Buch eine GANZ große Rolle spielt).

Hunter war mir als Protagonist zu Beginn ein bisschen zu sehr "Bad Boy", ich finde es aber gut, dass er eher mitleidslos als mitfühlend ist. Sein Konflikt als Arum mit den Lux ist durch seine Geschichte nochmal mehr nachvollziehbar. Serena hingegen die typische Bitte-beschütze-mich-Frau, sehr schüchtern und zurückhaltend. Im Verlauf der Geschichte taut sie natürlich auf, gerade im Bezug auf ihre Beziehung mit Hunter. Gerade bzgl. der Beziehung der beiden hätte ich mir einfach mehr Seiten oder weniger Sexszenen gewünscht, da die Entwicklung der Beziehung extrem schnell ist.

Dadurch geriet die Handlung aber sehr in den Hintergrund. Die Story selbst ist sehr spannend, vor allem für Obsidian-Fans, und man sieht altbekannte Charaktere wie z.B. Luc wieder. Das Ende kam mir etwas zu plötzlich und war für meinen Geschmack zu offen. Da wäre mehr Potenzial drin gewesen, aber wenn man das Original-Erscheinungsdatum beachtet, kommt nach 7 Jahren vermutlich nichts mehr zu den beiden. Insgesamt finde ich es ein gutes Spin-Off, dass vor allem für Fans der Obsidian-Reihe geeignet ist, wo aber Potenzial verschenkt wurde.



Fazit

"Dunkelglanz - Obsession" ist ein vor allem für Obsidian-Fans geschriebener Buchschmöker, der leicht Klischeehafte Charaktere, eine sehr sexuelle Beziehung und eine spannende Story beinhaltet. Ein wenig Potenzial wurde dabei verschenkt.


Zitat

"Ich werde dich nicht anlügen, und behaupten, dass ich nicht gefährlich bin, denn das bin ich. In gewisser Hinsicht. Ich bin für dich gefährlicher, als es ein Lux je sein könnte." Er schaute mir tief in die Augen. "Ich bin nicht der Gute. Ich bin nicht der Held. Mein Job ist es, dich am Leben zu erhalten, und ich tue mein Bestes, aber ich kann und will dir nichts versprechen."
- Hunter auf Seite 73 -

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