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Veröffentlicht am 19.02.2020

Besser als Band 1!

Rebellion. Schattensturm (Revenge 2)
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Jennifer L. Armentrout setzt ihr Meisterwerk fort...


Ich weiß nicht, ob ihr euch noch so halbwegs an meine Rezension zu Band 1 erinnert, aber damals war ich ziemlich geflasht, weil ich die "Obsidian"-Reihe ...

Jennifer L. Armentrout setzt ihr Meisterwerk fort...


Ich weiß nicht, ob ihr euch noch so halbwegs an meine Rezension zu Band 1 erinnert, aber damals war ich ziemlich geflasht, weil ich die "Obsidian"-Reihe schon gut fand und es echt selten ist, dass ein Spin-Off so mega ist. Band 2 fand ich sogar noch ein Ticken besser! Der Schreibstil aus der Ich-Perspektive der Protagonistin ist natürlich wieder einmal atemberaubend: spannend, humorvoll, elektrisch aufgeladen und bildgewaltig. Evie ist dabei, ihr altes Ich zu entdecken, während sich ganz andere Gefahren für sie und Luc offenbaren. Die beiden haben mir mal wieder sehr gut in ihrer Beziehungsdynamik gefallen, ebenso wie die Nebencharaktere. Der Spannungsbogen ist viel größer als in Band 1, wo der Fokus auf Evies und Lucs Kennenlernen lag. Hier hat man ein heftiges Ereignis nach dem anderen, gerade was Gewalt und Politik angeht. So langsam merkt man im Plot dieser fünfbändigen Reihe auch, worum genau es geht und wer da hinter steckt. Gerade die politische Thematik mit Fantasyelementen, bezogen auf unsere heutige Zeit, finde ich sehr gut gelungen. Zum Ende hin gibt es natürlich auch diesen WTF?!-Moment beim Cliffhanger, was ja mal wieder JLA-typisch ist.


Habt ihr "Obsidian" gelesen?



Zitat




"Evie?", fragte er besorgt. "Ich..." Vergeblich rang ich nach Atem, während ich ihm in die Augen sah - in die Augen des Jungen, den ich genau hier Jahre zuvorgeküsst hatte. "Ich erinnere mich."

- Evie auf Seite 74 -

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 19.02.2020

Gelungene Fortsetzung

Someone Else
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Make you feel my love...

...ist einer der Titel, die in der "Someone Else"-Playlist passenderweise von Laura Kneidl hinzugefügt wurden. "Someone Else" ist eine Best Friends to Lovers-Geschichte, deren ...

Make you feel my love...

...ist einer der Titel, die in der "Someone Else"-Playlist passenderweise von Laura Kneidl hinzugefügt wurden. "Someone Else" ist eine Best Friends to Lovers-Geschichte, deren typischen Ausgang man sich schon anhand des Klappentextes denken kann. Da ich Cassie und Auri mit ihrer Cosplay- und Larp-Leidenschaft schon in "Someone New" sehr sympathisch fand, hab ich mir natürlich die signierte Special Edition mit den wunderschönen Illustrationen vorbestellt. Der Schreibstil ist nachwievor einfach super. Gefühlvoll, romantisch, witzig und vor allem nervenaufreibend. Das Ganze ist aus Cassies Sicht geschrieben, sodass man unter anderem einen tieferen Blick in ihren Diabetes-Alltag bekommt. Cassie und Auri haben mir als Hauptcharakter sehr gut gefallen. Die Dynamik zwischen den beiden ist einfach super - und hey, sie sind eines der wenigen Paare, die zufälligerweise auch noch miteinander reden und kommunizieren. Das Knistern zwischen den beiden finde ich gut aufgebaut; ebenso wie ganz besonders natürlich den Cosplay/Larp-Aspekt, der mir sehr gut gefallen hat (ich sag bloß "The Witcher"!). Der Plot selbst ist eher ruhig, vor allem aber hätte ich mir mehr Bezug auf das Interracial-Thema (Schwarz/Weißes Paar) gewünscht. Es gab 3-4 Szenen, in denen das Thema vorkam, aber gerade in den USA (wo das ganze spielt) denke ich, dass es viel mehr Probleme gäbe. Ansonsten hat mir das Thema Tolkien als HdR-Fan echt gut gefallen (wenn jemand das was Auri da im Zitat sagt zu mir sagen würde, würde ich den Kerl garantiert vom Fleck weg heiraten) und Laura hat auch für "Berühre Mich. Nicht"-Leser ein kleines Easter Egg eingebaut. Wir lernen hier übrigens auch schon die Protagonisten für den nächsten Band sehr gut kennen. Ich bin ja gespannt, ob Lucien im nächsten Band Auri noch toppen kann...

Zitat

"Du bist wie Herr der Ringe, Cassie." "Was?" Das Wort war nur ein kaum hörbares Krächzen. Auris Mundwinkel zuckten, als fände er meine Verwirrung amüsant. "Ich kann dich hundertmal lesen und tausendmal anschauen und werde dich trotzdem niemals langweilig finden", erklärte er und beugte sich zu mir. Sanft strich er mir eine Haarsträhne aus der Stirn. "Ich entdecke jeden Tag neue Details und Facetten an dir, die zu dem Gesamtwerk beitragen, dass ich so sehr liebe."
- Auri auf Seite 275 -

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 19.02.2020

Schwächer als die Vorgänger

Kissed - Eine Liebe zwischen Licht und Dunkelheit
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Meine Meinung

Einleitung

Falls ihr anhand der vielen JLA-Rezensionen von mir noch nicht gemerkt habt, dass Jennifer L. Armentrout eine meiner Lieblingsautorinnen ist, tut es mir leid. Auf jeden Fall ...

Meine Meinung

Einleitung

Falls ihr anhand der vielen JLA-Rezensionen von mir noch nicht gemerkt habt, dass Jennifer L. Armentrout eine meiner Lieblingsautorinnen ist, tut es mir leid. Auf jeden Fall tut es mir gerade deshalb weh, zu erklären, warum mir dieser Teil der Reihe von ihren gesamten Büchern am Wenigsten gefallen hat. Bevor ich aber zu der Kritik komme, erstmal was anderes: Vielen Dank an den Heyne Verlag für dieses Rezensionsexemplar!

Cover, Haptik, Playlists & Co.

Das Cover ist wieder passend zur Reihe mit einem folierten Flügel gestaltet, wobei ich vielleicht eine andere Farbe gewählt hätte. Auch, wenn wir nun eine andere Protagonistin haben, befindet sich wieder eine Karte von New Orleans im vorderen Teil des Umschlages, die zugegebenermaßen immer noch mega hübsch ist. Im hinteren Teil des Umschlags ist eine Übersicht der bisher erschienenen Wicked-Romane gedruckt. Das Buch hält sich vom Papier und der Haptik an seine Vorgänger; angenehm mitteldicke Seiten, die wunderbar nach frisch gedrucktem Buch riechen.

Kurze Zusammenfassung des Anfangs (Spoiler!)

Nachdem Brighton und ihre Mutter von den Winterfae überfallen wurden, wobei Merle starb und Brighton nur durch ein Wunder überleben konnte, ist Brighton auf Rache aus. Sie jagt heimlich die Fae, die ihre Mutter ermordet haben, obwohl ihr - der unschuldigen Bürofrau - so etwas nie zutrauen würde. Tja, bis auf DEN Prinzen: Caden erkennt sie und rät ihr zur Vorsicht, als noch zwei der Mörder am Leben sind. Zu Recht, denn einer davon ist ein uralter Fae, der so alt und so mächtig wie Caden selbst ist. Und dieser Fae möchte die gefürchtete Königin Morgana wiedererwecken und dazu Caden unter seine Kontrolle bekommen, weshalb Caden selbst schon Jagd auf ihn macht. Dabei hilft es nicht gerade, dass einige jüngere Sommerfae verschwinden und auf einmal zu Mördern werden. Oder die Gefühle, die Brighton für Caden entwickelt...

Das Wichtigste: Schreibstil, Plot & Charaktere

Alles ist wie immer beim Schreibstil: Jennifer L. Armentrouts Art zu schreiben, ist einfach einzigartig. Humorvoll, bildhaft, spannend und gleichzeitig locker, auch wenn grad mal jemand gefoltert wird. Klingt zwar blöd, aber das ist eine Kunst! Sie schreibt hier komplett aus Brightons Ich-Perspektive, sodass man sie selbst als Protagonistin gleich kennen und lieben lernt, auch, wenn ihre Minderwertigkeitskomplexe ein wenig nerven.

Auch, wenn Tink mittlerweile bei Brighton wohnt, gibt es erstaunlich wenig über ihn zu lesen, was den Humor etwas geschwächt hat, obwohl Brighton eigentlich eine sehr sarkastisch veranlagte Person ist. Was mir auch im Vergleich zu den anderen Bänden gefehlt hat, waren die Film-/Serien-/Figurenvergleiche. Die machen nun mal in den anderen Bänden sehr viel aus. Caden ist ein wenig wie ein Mix aus Rhysand und Tamlin aus Das Reich der sieben Höfe. Wirklich, ich habe für meinen Geschmack viel zu viele Parallelen zu der Reihe gefunden, die auch im Englischen vor dieser Geschichte erschienen sind (für diejenigen, die das Buch schon gelesen habe: Mortuus. Hallo? Erkennt ihr da was?). Wenn ich etwas lesen möchte, dann nichts Abgekupfertes.

Zum Plot muss ich hier erstmal erwähnen, dass dieses Buch im Original eigentlich zwei zusammenhängende Novellas sind, es aber durchaus sinnvoll ist, beide in einen Roman zu packen, da sie nahtlos ineinander übergehen. Der Plot an sich ist dieses Mal relativ voraussehbar und ein wenig klischeehaft, vor allem was Beziehungen angeht - schließlich würden Cardan und Brighton das ganze sehr viel früher geregelt bekommen, wenn sie miteinander kommunizieren würden. Was den Bösewicht angeht, okay, er ist halt der typische Böse. Ein bisschen besessen, ein bisschen im Kopf ballaballa, hat einen Fetisch für Folterungen. Insgesamt ergibt das eine Geschichte, in der Gefühle mehr als der Kampf gegen das Böse zählen. Dennoch ist es an sich eine solide, gute Geschichte für Zwischendurch.

Fazit

"Kissed" ist eine solide, klischeehafte Geschichte für Zwischendurch, die sehr voraussehbar ist. Die Charaktere erinnern mich ein bisschen zu viel an Feyre, Rhysand und Tamlin aus ACOTAR; dafür ist der Schreibstil aber wie immer grandios. Eindeutig ein Geheimtipp und meiner Meinung nach das bisher Schlechteste Buch der Autorin.

Zitat

"Woher...?" Meine Kehle war wie zugeschnürt. "Woher weißt du das?" Er ließ sich mit seiner Antwort Zeit. "Weil du dasselbe Ziel verfolgst wie ich, auch wenn aus einem anderen Grund."
- Brighton zu Caden auf Seite 121 -

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 09.02.2020

Grandiose Fortsetzung!

Strange the Dreamer - Ein Traum von Liebe
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Meine Meinung

Einleitung

Nachdem ich von Teil eins von Band 1 so überzeugt war, wollte ich natürlich unbedingt weiterlesen - schließlich endet Band 1 mitten im Buch. Und eigentlich hatte ich damit ...

Meine Meinung

Einleitung

Nachdem ich von Teil eins von Band 1 so überzeugt war, wollte ich natürlich unbedingt weiterlesen - schließlich endet Band 1 mitten im Buch. Und eigentlich hatte ich damit gerechnet, dass dieser Teil ein bisschen schwächer sein wird, weil...2. Teil halt. Aber falsch gedacht! Holy shit, ist dieser Band geil - den Hype hat es absolut verdient! Vielen herzlichen Dank an den Verlag für dieses Rezensionsexemplar!

Cover, Haptik, Playlists & Co.

Wir haben hier wieder die selbe Grundausstattung wie bei Band 1. Kein Umschlag, dafür blau geprägte Buchstaben auf dem goldenen Untergrund. Allerdings fand ich die Farbkombination bei Teil 1 besser, aber das ist wohl Geschmackssache. Nur noch einmal zur Info: "Strange the Dreamer" ist im Original viel dicker, da im Deutschen das Buch aus strategischen Gründen zweigeteilt wurde. Deshalb rede ich hier immer von Teil 2 von Band 1. Der Vorsatz ist diesesmal blau gestaltet; es ist wieder auf dem Titelblatt eine Zeichnung von der Autorin selbst vorhanden. Außerdem hat sie ein Vorwort verfasst. Die Motte vom Cover ist übrigens auch über jedem Kapitelbeginn abgedruckt. Hinzu kommt das blaue Lesebändchen. Es gibt keine Karte, Playlist oder ähnliches. Das Papier ist mitteldick und lässt sich angenehm anfassen.

Kurze Zusammenfassung des Anfangs (Spoiler)

Die Stimmung zwischen den Mädchen, insbesondere Sarai und Minya, heizt sich immer mehr auf, während Lazlo und die Truppe nach einem Weg forschen, in die Zitadelle zu gelangen und Weep von dem Mesartium zu befreien. Sarai sucht in der Nacht Zuflucht in den Träumen von Lazlo - und zeigt sich ihm dabei. Die beiden lernen sich in ihren Träumen sehr gut kennnen und entwickeln Gefühle füreinander. Dadurch, dass Lazlo denkt, sie wäre die tote Isagol in Traumgestalt, vertraut er Sarai den Plan der Crew rund um Eril-Fane. Sarai warnt Lazlo panisch vor Minya - "Alle werden sterben!" -, doch er ignoriert die Warnung - schließlich ist sie ja nur ein Traum, oder? Doch Sarai, Lazlo, ihr Vater Eril-Fane und Minya begegnen sich in einem aussichtslosen Kampf, wenn man Minyas Geister-Armee bedenkt...

Das Wichtigste: Schreibstil, Plot & Charaktere

Ich glaube, hier muss ich beim Schreibstil nicht noch weiter in den Himmel loben. In Teil 1 war er grandios, und in Teil 2 geht es genauso weiter. An dieser Stelle auch ein großes Kompliment an die Übersetzerin! Wir haben hier wieder die Erzähler-Perspektiven aus Lazlos und Sarais Sicht mit einem wunderschön ausgeschmückten Schreibstil, der mich ein wenig an den von Cassandra Clare erinnert.

Von den Charakteren her fand ich es einfach wunderbar, wenn Lazlo und Sarai zusammen in einem Traum waren. Ich konnte einfach die Chemie zwischen den beiden mehr als nur nachempfinden, und im Vergleich zu den Psycho-Minya-an-die-Macht-Szenen wirkten die Protagonisten einfach nur wunderbar sympathisch. Man erhält in diesem 2. Teil außerdem mehr Einblicke in das Leben der Nebencharaktere. Vor allem aber hat mich die gewisse Eine Enthüllung am Ende des Buches bzgl. eines Charakters überrascht und sprachlos hinterlassen - ich meine, ich hab es etwa 10 Seiten vorher geahnt, aber ich hatte diesen "Nein, das hat sie nicht gemacht...DAS HAT SIE NICHT GETAN"-Moment, und solche Momente in Büchern liebe ich einfach, weil sie genau das tun, was ich mir vom Lesen wünsche: Emotionen auslösen.

Wo wir schon beim Thema Emotionen sind: Die Träume von Lazlo sind einfach ein Träumchen. Die Art, wie Laini Taylor sie beschreibt, ist einfach wunderschön, und hach...es ist einfach ein wunderschönes Setting, das ich wirklich sehr liebe. Die Handlung schließt direkt an das Ende von Teil 1 an und ist viel schneller und spannender. Es gibt neue Enthüllungen, Kämpfe, Emotionen und natürlich einen riesigen Cliffhanger, bei dem man sich wirklich denkt, wie man die Zeit bis zur Übersetzung von Muse of Nightmares bitteschön überleben soll.

Fazit

Mit Teil 2 von "Strange The Dreamer" legt Laini Taylor noch eine Schippe drauf. Ihr Schreibstil ist wieder bildgewaltig, die Charaktere super individuell und in der Handlung gibt es eine Überraschung nach der ersten. Dieses Literarische Meisterwerk ist noch einen Ticken besser als Teil 1 und hat sich die 5 Traumfänger mehr als verdient.

Zitat

Er faltete seine Flügel um sie beide und zusammen fielen sie … nicht in Richtung des Bodens, sondern davon weg, in die Tiefe des Himmels. In einem Rausch von Wind und Äther taumelten sie den Sternen entgegen. Sie atmeten die Luft des anderen ein. Nie waren sie einander näher gewesen. Es gab nichts als Geschwindigkeit und die physikalischen Gesetze des Traums, wo man nicht zu stehen, zu lehnen oder zu fliegen brauchte, sondern sich nur fallen lassen musste.
- Lazlo auf Seite 275 -

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 14.12.2019

Gelungene Fortsetzung

Im Schatten des Schwertes
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ACHTUNG! DIESE REZENSION ENTHÄLT SPOILER FÜR DEN ERSTEN BAND!

Meine Meinung

Einleitung

Erinnert ihr euch noch an meine seeeehhrrr positive Rezension zu Band 1 ("Im Schatten des Fuchses")? Nach ...

ACHTUNG! DIESE REZENSION ENTHÄLT SPOILER FÜR DEN ERSTEN BAND!

Meine Meinung

Einleitung

Erinnert ihr euch noch an meine seeeehhrrr positive Rezension zu Band 1 ("Im Schatten des Fuchses")? Nach dem Cliffhanger im ersten Band war ich umso glücklicher, dass ich dieses wunderschöne Buch als Rezensionsexemplar vom Heyne Verlag bekommen habe. Vielen Dank schonmal an dieser Stelle dafür! Und jetzt aber direkt zum Buch.

Cover, Haptik, Playlists & Co.

Wieder wurde hier das amerikanische Cover hier übernommen, und ich liebe es einfach! Dieses Mal haben wir indirekt Tatsumi/Hakaimono auf dem Cover, zusammen mit den Kirschblüten. Auch diesesmal haben wir wieder eine wunderschöne, farbige Karte von den Schauplätzen in der Handlung. In der vorderen Klappe befindet sich noch ein ausführlicherer Klappentext, in der hinteren Klappe ist die Kurzbiographie abgedruckt. Im Buch hinten ist noch ein Glossar mit den japanischen Begriffen auf dem mitteldicken Papier abgedruckt.

Kurze Zusammenfassung des Anfangs (Spoiler)

Hakaimono hat sich aus dem Schwert befreit und die Kontrolle über Tatsumis Körper übernommen, während Yumeko mit Meiser Jiro, Okame, Daisuke und Reika auf dem Weg zum Tempel der stählerenen Feder ist, um den Teil der Schriftrolle in Sicherheit zu bringen. Yumeko lässt der Gedanke an Tatsumi nicht los und möchte auf Wunsch der Kage sich auf die Suche nach diesem machen und Haikaimono wieder in das Schwert einsperren, doch dieses Unterfangen ist schwerer als gedacht, da sich ein neuer, noch mächtigerer Gegner erhebt, der ebenso an der Schriftrolle interessiert ist...

Das Wichtigste: Schreibstil, Plot & Charaktere

Was den Schreibstil angeht, ist er genauso gut wie im ersten Teil. Wir bekommen hier zwei neue Perspektiven hinzu, undzwar zum einen die von dem Geist Sukis und zum anderen Hakaimonos Sicht. Ja, richtig gelesen, es gibt eine Perspektive des Bösewichts, was ich durchaus abwechslungsreich und erfrischend finde. Man erhält durch diese vier Perspektiven einfach noch mehr Hintergrundinformationen als vorher. Nach einer gewissen Zeit habe ich mich dann auch wieder an die vielen japanischen Begriffe gewöhnt und musste nicht immer wieder im Glossar nachschlagen.

Während Tatsumi in Band 1 sehr im Vordergrund stand, rückt er dank Hakaimono nun immer mehr in den Hintergrund. Bis auf ungefähr 5 Kapitel hört man nicht so viel von ihm; das ist aber nachvollziehbar. Wen ich etwas nervig fand, war Yumeko. Sie möchte Tatsumi um jeden Preis retten - was ungefähr noch schwerer ist als Hakaimono zu töten - und verleugnet dabei quasi ihre Gefühle, indem sie sich einredet, sie würde ihn nicht auf diese Art lieben. Das wirkte auf mich anders! Wer mich aber in diesem Band noch extrem positiv aufgefallen ist, ist Daisuke gemeinsam mit Okame. Man lernt auch Reika besser kennen, und zwei neue Nebencharaktere finden auch in der Geschichte Platz. Insgesamt finde ich es gut, dass die Nebencharaktere so einen großen Raum in dem Plot einnehmen.

Der Plot hat gerade zu Beginn ein paar Längen, wo sich die Gefährten darüber streiten, was sie denn jetzt machen wollen. Im Laufe der Zeit - etwa ab der Mitte - wird es aber umso spannender, da man als Leser einen "AAAAHHH!"-Moment hatte und die Puzzleteile sich so langsam zusammensetzen. Die Liebe kommt nicht zu kurz (nicht nur im Bezug auf Yumeko und Tatsumi) und die Mythen Japans natürlich auch nicht. Das Ende ist selbstverständlich ein Cliffhanger, aber auf Band drei müssen wir noch bis Juni 2020 warten...

Fazit

"Im Schatten des Schwertes" ist eine gut gelungene Fortsetzung mit einem sehr guten Schreibstil, neuen Perspektiven, interessanten Charakteren und einem guten Plot. Leseempfehlung für diesen Buchschmöker!

Zitat

"Hakaimono wird der schwerste Gegner sein, dem du jemals begegnet bist, kleiner Fuchs", warnte er mich. "Wenn wir auch nur einen winzigen Fehler begehen, wird der Erste Oni kein Erbarmen mit uns kennen. Wir werden jedes Fünkchen Mut, Entschlossenheit, Stärke und Fuchsschläue, die in uns steckt, aufbringen müssen, um ihn zu besiegen. Wenn es jemals einen Zeitpunkt gab, um herauszufinden, was genau deine Magie ausrichten kann, dann ist er jetzt gekommen."
- Der Daitengu in "Im Schatten des Schwertes" auf Seite 387 -

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere