Sommer ohne Plan – nett erzählt, hat mich aber nicht überzeugt.
Sommer ohne PlanSommer ohne Plan hat mich leider nicht wirklich abgeholt. Die Ausgangslage klingt zwar sympathisch: eine überarbeitete, perfektionistische Frau, die nach einem Burnout ihr altes Leben hinter sich lässt ...
Sommer ohne Plan hat mich leider nicht wirklich abgeholt. Die Ausgangslage klingt zwar sympathisch: eine überarbeitete, perfektionistische Frau, die nach einem Burnout ihr altes Leben hinter sich lässt und in einer Waldhütte neu anfangen will. Auch das Missverständnis, dass sie im Dorf für eine Selbsthilfe Guru gehalten wird, verspricht eigentlich Humor. In der Umsetzung bleibt das Ganze für meinen Geschmack jedoch zu harmlos und vorhersehbar.
Die Geschichte nimmt sich viel Zeit, kommt aber erzählerisch nicht richtig in Fahrt. Viele Szenen wirken etwas langgezogen, und die Handlung dreht sich öfter im Kreis. Anstatt an Tiefe zu gewinnen, wiederholen sich ähnliche Situationen, wodurch die anfängliche Idee relativ schnell an Reiz verliert. Der Humor ist nett gemeint, hat bei mir aber nur selten ein echtes Schmunzeln ausgelöst.
Auch die Hauptfigur Cassi konnte mich nicht vollständig überzeugen. Ihre innere Entwicklung bleibt eher oberflächlich, und gewisse Entscheidungen wirken mehr der Handlung zuliebe als wirklich glaubwürdig. Die Dorfbewohner sind zwar skurril angelegt, bleiben aber oft Klischees, die wenig Überraschung bieten.
Für mich persönlich war Sommer ohne Plan jedoch eher nett als packend und damit schlicht nicht mein Fall.