Zwischen Insel, Erinnerung und Verlust
Sommer auf Perigo IslandSommer auf Perigo Island hat mir sehr gut gefallen. Die Geschichte ist von Anfang an atmosphärisch dicht, packend erzählt und dabei angenehm emotional, ohne kitschig zu wirken. Besonders gelungen ist, ...
Sommer auf Perigo Island hat mir sehr gut gefallen. Die Geschichte ist von Anfang an atmosphärisch dicht, packend erzählt und dabei angenehm emotional, ohne kitschig zu wirken. Besonders gelungen ist, wie leicht man sich in die Hauptfigur Pierce hineinversetzen kann. Man erlebt den Sommer auf der kleinen Insel ganz durch seine Augen – mit all seinen Gefühlen, Gedanken und Unsicherheiten.
Durch geschickt eingebaute Rückblenden erfährt man nach und nach mehr über Pierces Vater sowie über das Kennenlernen von Anna, die in diesem Sommer spurlos verschwunden ist. Diese Rückblicke fügen sich organisch in die Handlung ein und verleihen der Geschichte zusätzliche Tiefe. Annas Verschwinden bildet den emotionalen Kern des Romans und treibt die Handlung voran.
Gemeinsam mit seinen Freunden macht sich Pierce auf die Suche nach Anna. Dabei geht es nicht nur um ein äußeres Geheimnis, sondern auch um innere Veränderungen. Der Roman erzählt eindrucksvoll von Freundschaft, vom Erwachsenwerden und davon, dass manche Sommer alles verändern können – auch wenn man es zunächst nicht bemerkt.
Insgesamt ist Sommer auf Perigo Island ein berührender Coming-of-Age-Roman mit einer besonderen Atmosphäre, der lange nachwirkt und einen gedanklich noch eine Weile auf der Insel zurücklässt.