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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 29.12.2025

"Ein nettes Extra für Fans"

Kill Joy
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„Kill Joy“ ist eine schöne Ergänzung der bereits erschienenen „A Good Girl’s Guide to Murder“-Bücher.
Das Prequel war für mich als Fan der Reihe ein schönes „Nice-to-Have“.
Allerdings ist es kein Buch, ...

„Kill Joy“ ist eine schöne Ergänzung der bereits erschienenen „A Good Girl’s Guide to Murder“-Bücher.
Das Prequel war für mich als Fan der Reihe ein schönes „Nice-to-Have“.
Allerdings ist es kein Buch, das man zwingend lesen muss, um die Ursprungs-Trilogie verstehen zu können.
Sollte man „Kill Joy“ dennoch lesen wollen, empfiehlt es sich, dies erst nach der Trilogie zu tun – sonst wirkt dieser Roman ziemlich nichtssagend.

Auf den knapp 130 Seiten begegnet man Pippa und ihren Freunden bei einem Krimi-Dinner.
Schon dort zeigt Pippa ihre gute Beobachtungsgabe und ihren feinen Spürsinn.
Es dürfte daher wenig überraschend für die Freunde sein, dass Pippa ein Buch später in einen Cold Case verwickelt wird – die Tendenzen sind hier deutlich zu erkennen.

Eine unterhaltsame Kurzgeschichte, die einen kurzzeitig aus der Realität entführt.
Für mich persönlich habe ich aus diesem Buch mitgenommen, dass ich dringend mal ein Krimi-Dinner ausrichten sollte.
Das scheint ein Garant für einen unterhaltsamen Abend zu sein!

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Veröffentlicht am 23.12.2025

"Wer wird nach dir suchen, wenn du verschwindest?"

As Good as Dead
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Pips letzter Fall vor dem College hat es ordentlich in sich.
Die YA-Krimireihe endet mit einem emotional fordernden Thriller.
Was zunächst nach einem weiteren True-Crime-Fall für Pips Podcast aussieht, ...

Pips letzter Fall vor dem College hat es ordentlich in sich.
Die YA-Krimireihe endet mit einem emotional fordernden Thriller.
Was zunächst nach einem weiteren True-Crime-Fall für Pips Podcast aussieht, wird schnell zu einer persönlichen Angelegenheit.

Ganz nach dem Motto „Wer wird nach dir suchen, wenn du verschwindest?“ versuchen Pip und Ravi, den Kampf gegen die Zeit zu gewinnen.
Dabei steigert sich die Spannungskurve dank unerwarteter Wendungen, moralischer Konflikte und brenzliger Ermittlungsarbeiten immer wieder in kleinere Höhepunkte – bis hin zu einem fulminanten Ende.
Die düstere Atmosphäre, die die gesamte Handlung über in der Luft liegt, unterstreicht dies noch zusätzlich.
Außerdem habe ich selten ein so perfektes Ende gelesen.
Nichts bleibt ungeklärt, und doch ist das Ende insoweit offen, dass es viel Raum für Diskussionen bietet.

Natürlich stehen auch wieder diese Themen ganz oben auf der Agenda: die Gerechtigkeit des Rechtssystems, der Zweck heiligt die Mittel und moralische Grauzonen.
Relativ früh im Buch gibt es eine Szene, bei der ich in Bezug auf das erste Thema am liebsten selbst einige Worte beigesteuert hätte.
Solche Vorkommnisse machen mich im echten Leben genauso wütend.
Da versteht man Pippas darauffolgende Handlungen gleich viel besser und lernt auch die eigenen moralischen Grauzonen genauer kennen.

Jetzt, wo ich den letzten Teil dieser absolut genialen Trilogie beendet habe, macht der Titel „A Good Girl’s Guide to Murder“ gleich auf mehreren Ebenen Sinn.
Ich bin wirklich baff.
Baff davon, dass dieser Teil den perfekten Mittelteil noch übertreffen konnte.
Baff, weil ich niemals damit gerechnet hätte, eine neue Lieblingsreihe zu finden.
Von mir gibt es für Pippa Fitz-Amobis’ Abenteuer eine dicke Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 23.12.2025

"Heilung ist ein Prozess"

Wrecked
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Bevor ich diesen Band begonnen hatte, hatte ich einige Rezensionen zu diesem Teil gelesen.
Eine Nutzerin schrieb: „Dieses Buch hat mir das Herz gebrochen und wieder zusammengesetzt.“
Jetzt, wo ich das ...

Bevor ich diesen Band begonnen hatte, hatte ich einige Rezensionen zu diesem Teil gelesen.
Eine Nutzerin schrieb: „Dieses Buch hat mir das Herz gebrochen und wieder zusammengesetzt.“
Jetzt, wo ich das Buch beendet habe, verstehe ich den Satz und kann ihn zu 100 % unterschreiben.

„Wrecked“ gehört zu diesen Büchern, die auf eine schöne Art und Weise traurig sind.
Gleich nach den ersten Kapiteln dachte ich nur: Wie soll dieses Buch noch eine positive Grundstimmung kriegen, wenn Elena und Jax solche Päckchen zu tragen haben?
Aber Lauren Asher hat es mal wieder geschafft, dem Leser das volle Programm der Emotionen zu bieten.
Es gab unglaublich viele Szenen, die mich zu Tränen gerührt haben – aus traurig-schönen Gründen, manchmal wegen tragischer Ereignisse und oft vor Lachen.

Die Charakterentwicklung der Protagonisten ab dem ersten Zusammentreffen ist bestens zu beobachten.
Es war so schön zu sehen, wie die beiden sich gegenseitig – sowohl bewusst als auch unbewusst – bei ihrer Heilung unterstützen.
Dabei lernen nicht nur Elena und Jax, sondern auch der Leser, dass Heilung ein Prozess ist und keine einfache Reparatur.

Neben dem Rennsport spielen auch Familie und mentale Gesundheit eine große Rolle.
Alle Themen hat Lauren Asher schön miteinander verwoben und eine Geschichte geschaffen, die ich mit viel Freude gelesen habe.
Hier und da hätten einige Szenen kompakter gestaltet sein können, um schneller auf den Punkt zu kommen.

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Veröffentlicht am 22.12.2025

"Stürmischer Abschlussband"

Über uns das Tosen des Sturms
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Die wohl schönste Buchreihe in meinem Regal geht zu Ende …
Tatsächlich waren meine Erwartungen an diesen Band nicht allzu hoch, da mich die vorherigen Bände nicht vollkommen überzeugen konnten.

Jette ...

Die wohl schönste Buchreihe in meinem Regal geht zu Ende …
Tatsächlich waren meine Erwartungen an diesen Band nicht allzu hoch, da mich die vorherigen Bände nicht vollkommen überzeugen konnten.

Jette und Joshuas Beziehung ist, wie der Titel schon bestens beschreibt: stürmisch.
Doch die Frage „Wieso, weshalb, warum ist ihre Beziehung so turbulent?“ wird vergleichsweise spät beantwortet.
Man spürt die gegenseitige Anziehung (obwohl man es von Joshuas Seite fast schon als Obsession bezeichnen könnte), liest die tiefgründigen Gespräche der beiden und bemerkt die Spannungen zwischen ihnen.
Es fühlte sich die ganze Zeit so an, als würde ein entscheidendes Puzzleteil fehlen, um diese gegensätzlichen Gefühle zu verstehen.
Als diese letzte Information schließlich offengelegt wurde, war mein erster Gedanke: Echt jetzt? Das war der Grund?
Ich fand die Auflösung aus zwei Gründen etwas enttäuschend:
Erstens hätte die Geschichte weitaus mehr zu bieten, und diese alte Kamelle wird dem Potenzial nicht gerecht.
Zweitens sind beide in einem Alter, in dem man solche Kindereien doch in einem normalen Vieraugengespräch klären kann …
Sowohl Jette als auch Joshua sind an sich sehr interessante Protagonisten, weil sie auf den ersten Blick nicht ins typische New-Adult-Klischee passen. Doch zusammen funktionieren sie für mich einfach nicht.
Die beiden gehören zu den Buchpärchen, bei denen ich mir ziemlich sicher bin, dass sie sich früher oder später trennen werden.

Der Suspense-Part dieses Romans rund um Joshua und seine kriminellen Machenschaften hat mir unglaublich gut gefallen.
Auch, dass sein innerer moralischer Kompass am Ende eine entscheidende Rolle spielt.
Mein einziges Manko: Ich hätte gerne mehr davon gehabt!

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Veröffentlicht am 12.12.2025

"Little Kilton - ein gefährliches Pflaster"

Good Girl, Bad Blood
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Der letzte Satz meiner Rezension zu „A Good Girl's Guide to Murder“ lautete: „Das Buch bzw. der Fall ‚Andie Bell‘ konnte mich super unterhalten, und ich kann mit 100%iger Sicherheit sagen, dass ich als ...

Der letzte Satz meiner Rezension zu „A Good Girl's Guide to Murder“ lautete: „Das Buch bzw. der Fall ‚Andie Bell‘ konnte mich super unterhalten, und ich kann mit 100%iger Sicherheit sagen, dass ich als Jugendliche ein aktiver Teil dieses Hypes gewesen wäre.“
Nach „Good Girl, Bad Blood“ hatte ich zwei Erleuchtungen:
1. Ab jetzt bin ich auch ein aktiver Teil des Hypes – und das als Erwachsene.
2. Ich möchte niemals in Little Kilton wohnen. Was da so alles passiert… nein, danke!
Aber ich lese gerne über Little Kilton bzw. darüber, wie Pippa einen weitaus kompetenteren Job macht als die örtliche Polizei.

Gleich zu Beginn dieses Romans spürt man, was Pippas Ermittlungen im vorherigen Teil alles in Little Kilton ausgelöst haben – in ihr selbst, in Ravi und in all den betroffenen Personen im Fall „Andie Bell“.
Diese Schwere zieht sich durch den gesamten Roman und macht deutlich, dass Pip die Ermittlungen auf persönlicher Ebene unglaublich schwerfallen.
Im Allgemeinen hat die emotionale Ebene in diesem Teil eine große Wirkung.
Der Fall „Andie Bell“ war für Pippa ursprünglich nur ein Schulprojekt – eine Sache, die sie zuerst nur auf sachlicher Ebene betrachtet hat.
Diesen Fall kann Pip nicht sachlich oder neutral angehen. Es geht um den verschwundenen Bruder ihres Freundes Connor, und er, seine Familie und Little Kilton verlassen sich auf sie.
Wie soll man da keinen Druck empfinden?!

Durch die emotionale Ebene kamen mir die Ermittlungen gleich viel wichtiger und entscheidender vor.
Jeder kleinste Hinweis war kriegsentscheidend, jede Sackgasse hat die Luft zum Atmen dünner gemacht – die Spannungskurve hat sich immer weiter bis zu einer unerwarteten Auflösung gesteigert.
Ich war komplett gefangen in Pippas neuem Fall, und in meinem Kopf haben die Zahnräder nur so gerattert.
Dabei ist der Schreibstil in Form von Interviews im Rahmen von Pippas Podcast wirklich angenehm zu lesen.

Ein wirklich schönes Stilelement, das Holly Jackson gewählt hat.
Von mir gibt es eine dicke Leseempfehlung, und ich mache mich gleich mal auf den Weg zu Hugendubel, um den nächsten Teil zu kaufen!

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