"Die Wellen der Vergangenheit"
Zwischen uns das Flüstern der WellenWenn man den Klappentext liest, erwartet man eine schöne Second-Chance-Romanze am Sylter Strand:
Zwei Protagonisten, die dieselbe Leidenschaft für Wassersport teilen und letztendlich wieder zusammenfinden ...
Wenn man den Klappentext liest, erwartet man eine schöne Second-Chance-Romanze am Sylter Strand:
Zwei Protagonisten, die dieselbe Leidenschaft für Wassersport teilen und letztendlich wieder zusammenfinden werden.
Das klingt nach einem perfekten Sommerroman.
Aber das war es bei weitem nicht.
Der leichte Sommerroman, den ich erwartet habe, hat sich auf den ersten 50 Seiten zu einem Roman entwickelt, der mich viel mehr an trübes Nebelwetter erinnert.
In Erik und Hannas Geschichte hineinzufinden war für mich eine kleine Herausforderung, weil der Roman eine ziemlich düstere Grundstimmung hat.
Es gibt viele Rückblenden zu dem Ereignis, das die beiden entzweit hat, und ihre Bemühungen, dieses Trauma endlich hinter sich zu lassen, haben mich in den betreffenden Szenen emotional ziemlich mitgenommen.
Da diese Szenen sich im Mittelteil stark gehäuft und sich auch teilweise wiederholt haben, bin ich in dieser Phase der Geschichte eher schleppend vorangekommen.
Der Fokus des Buches liegt sehr deutlich auf Erik.
Er ist der gebrochene Held, der in Schuldgefühlen ertrinkt und keinen Ausweg aus seinem Selbstmitleid findet.
Fairerweise muss man Erik zugutehalten, dass es schwer ist, ein Trauma zu bewältigen, wenn man solche Freunde hat wie er.
Die Geheimniskrämerei seiner „Freunde“ war wirklich nicht mehr feierlich …
Da stellt sich die Frage: Lieber keine Freunde, als solche Freunde?
Mir hat das Ende der Geschichte sehr gut gefallen.
Die Autorin hat die offenen Konflikte überzeugend gelöst, den beiden Protagonisten ein würdiges Ende beschert und die Probleme der Vergangenheit abgeschlossen.