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Veröffentlicht am 28.11.2025

"Die Wellen der Vergangenheit"

Zwischen uns das Flüstern der Wellen
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Wenn man den Klappentext liest, erwartet man eine schöne Second-Chance-Romanze am Sylter Strand:
Zwei Protagonisten, die dieselbe Leidenschaft für Wassersport teilen und letztendlich wieder zusammenfinden ...

Wenn man den Klappentext liest, erwartet man eine schöne Second-Chance-Romanze am Sylter Strand:
Zwei Protagonisten, die dieselbe Leidenschaft für Wassersport teilen und letztendlich wieder zusammenfinden werden.
Das klingt nach einem perfekten Sommerroman.
Aber das war es bei weitem nicht.

Der leichte Sommerroman, den ich erwartet habe, hat sich auf den ersten 50 Seiten zu einem Roman entwickelt, der mich viel mehr an trübes Nebelwetter erinnert.
In Erik und Hannas Geschichte hineinzufinden war für mich eine kleine Herausforderung, weil der Roman eine ziemlich düstere Grundstimmung hat.
Es gibt viele Rückblenden zu dem Ereignis, das die beiden entzweit hat, und ihre Bemühungen, dieses Trauma endlich hinter sich zu lassen, haben mich in den betreffenden Szenen emotional ziemlich mitgenommen.
Da diese Szenen sich im Mittelteil stark gehäuft und sich auch teilweise wiederholt haben, bin ich in dieser Phase der Geschichte eher schleppend vorangekommen.

Der Fokus des Buches liegt sehr deutlich auf Erik.
Er ist der gebrochene Held, der in Schuldgefühlen ertrinkt und keinen Ausweg aus seinem Selbstmitleid findet.
Fairerweise muss man Erik zugutehalten, dass es schwer ist, ein Trauma zu bewältigen, wenn man solche Freunde hat wie er.
Die Geheimniskrämerei seiner „Freunde“ war wirklich nicht mehr feierlich …
Da stellt sich die Frage: Lieber keine Freunde, als solche Freunde?

Mir hat das Ende der Geschichte sehr gut gefallen.
Die Autorin hat die offenen Konflikte überzeugend gelöst, den beiden Protagonisten ein würdiges Ende beschert und die Probleme der Vergangenheit abgeschlossen.

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Veröffentlicht am 20.11.2025

"Revenge auf Wish bestellt"

Vor uns das Rauschen des Meeres
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Ich habe mich unglaublich auf diesen Roman gefreut, da der Klappentext stark an die Serie Revenge erinnerte, die ich einfach genial fand.
Sylt statt der Hamptons, ein gut durchdachter Racheplan, eine parallel ...

Ich habe mich unglaublich auf diesen Roman gefreut, da der Klappentext stark an die Serie Revenge erinnerte, die ich einfach genial fand.
Sylt statt der Hamptons, ein gut durchdachter Racheplan, eine parallel verlaufende Romanze, die dem Racheplan etwas in die Quere kommt – und das alles in einem Romance-Suspense-Roman.
Was will man mehr?

Leider habe ich nicht das bekommen, was ich mir erhofft hatte.
Tatsächlich hatte ich das Gefühl, es sei wie Revenge, aber auf Wish bestellt.
Sophies gut ausgearbeiteter Racheplan ist immer mehr in den Hintergrund gerutscht und ihre Romanze mit Hotelerben Max in den Vordergrund.
Damit wurde viel Spannung aus der Handlung genommen und der Handlungshöhepunkt am Ende des Romans kam kaum zur Geltung, weil es keine Spannungssteigerung gab.
Nichts hat mich leckerfritzig aufs Finale gemacht – es war dann halt irgendwann soweit…

Die Lovestory zwischen Sophie und Max, die irgendwann das primäre Thema war, konnte mich ganz gut unterhalten.
Sophies moralischer Zwiespalt von „Mittel zum Zweck“ und „Ich liebe ihn“ kam sehr überzeugend rüber und das vorprogrammierte Drama hielt sich überraschend in Grenzen.
Nicht wurde großartig überdramatisiert und der Streit konnte vernünftig aus der Welt geschaffen werden.
Ihr Liebe, ihre Chemie/Tension kam allerdings wenig bei mir an.
Sachlich betrachtet war es offensichtlich, wie gut die beiden sich verstehen und zu lieben beginnen, aber wirklich gespürt habe ich es nicht.

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Veröffentlicht am 18.11.2025

"Verrat oder Vertrauen?"

The Queen Will Rise
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Fast könnte ich meine Rezension zum vorherigen Teil „The King will Fall“ hier hineinkopieren.
Sowohl meine Kritikpunkte als auch die Aspekte, die ich hochgelobt habe, waren wieder vertreten.

Obwohl der ...

Fast könnte ich meine Rezension zum vorherigen Teil „The King will Fall“ hier hineinkopieren.
Sowohl meine Kritikpunkte als auch die Aspekte, die ich hochgelobt habe, waren wieder vertreten.

Obwohl der Handlungsverlauf nicht viele Überraschungen bereithält und der Fantasy-Anteil nicht so ausgeprägt ist, wie ich es mir bei einer Romantasy wünschen würde, konnte mich dieses Buch wieder bestens unterhalten.
Diese Dilogie um Florence und Benedict punktet mit Emotionen, Charakterentwicklungen und den zwischenmenschlichen Beziehungen.
Ich finde es äußerst beeindruckend, wie Marie Niehoff es schafft, die zwischenmenschlichen Beziehungen – ob gut oder schlecht – so zu schreiben, dass ich völlig in ihnen gefangen bin.
Ob Florences Familienprobleme oder Benedicts Misere, in der er sich dank der Rebellion nun befindet – jede dieser Situationen ging mir so nah, dass ich mich laufend gefragt habe: Wie würdest du dich verhalten? Was wäre die richtige Lösung? etc.
In ihrer Haut möchte ich wahrlich nicht stecken – sich laufend zwischen Verrat und Vertrauen entscheiden zu müssen.
Dabei hat es ein Verrat wirklich in sich …

Die spannungsgeladene Atmosphäre, die mit dem Cliffhanger des ersten Teils erreicht wurde, konnte die Autorin fast bis zum Ende aufrechterhalten.
Damit hat die Handlung trotz ihres recht unspektakulären Verlaufs eine gewisse Schwere, und man hat den Ernst der Lage, in der das Land seit dem Attentat auf Benedict steckt, durchgängig gespürt.

Mir hat diese Dilogie wirklich gut gefallen, und ich hätte sehr gerne ein Spin-off über Lyra, weil sie ein wirklich toller Nebencharakter gewesen ist, von dem ich gerne mehr in diesem Teil gelesen hätte.

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Veröffentlicht am 13.11.2025

"Romantasy? Eher Roman als Fantasy"

When The King Falls
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Für mich war dieses Buch ein Fall von „Nicht, was ich erwartet habe, konnte mich aber trotzdem catchen“.
Denn in meinen Augen zählt diese Romantasy nicht wirklich als Romantasy, weil der Fantasyanteil ...

Für mich war dieses Buch ein Fall von „Nicht, was ich erwartet habe, konnte mich aber trotzdem catchen“.
Denn in meinen Augen zählt diese Romantasy nicht wirklich als Romantasy, weil der Fantasyanteil in diesem Roman kaum präsent war.
Mir wurde nur vor Augen geführt, dass es sich um einen Fantasyroman handelt, wenn das Wort „Vampirkönig“ oder „Blutbraut“ gefallen ist.
Ansonsten hatte ich das Gefühl, einen normalen Liebesroman mit dystopischem Setting zu lesen.
Die Autorin hat hier wenig in die Fantasywelt und das Worldbuilding investiert – oft musste ich Gegebenheiten einfach ohne nähere Erklärung hinnehmen.
Das hat mein Verständnis für die gesamte Fantasywelt und ihre Elemente etwas gedämpft.

Nichtsdestotrotz konnte mich das Buch auf allen anderen Ebenen, besonders der emotionalen Ebene, unglaublich gut unterhalten.
Denn ich habe mit Florence und Benedict von der ersten Seite an mitgefiebert.
Beide sind sowohl als Individuen als auch gemeinsam sehr sympathisch und greifbar.
Außerdem ist die Tension zwischen den beiden einmalig und passt perfekt zu ihrem eher langsamen Beziehungsaufbau.

Auch, wie Florence anfängt, an ihrer Mission zu zweifeln und beginnt, sich selbst ein Bild vom Vampirkönig zu machen, hat mir gut gefallen.
Kurz darauf stellt sie ihren eigenen Plan auf und beginnt zu handeln.
An einigen Stellen hatte ich den Eindruck, live beobachten zu können, wie ihr die Schuppen von den Augen fallen und sie beginnt, über den Tellerrand hinauszuschauen.
Sie wird von einer Marionette in den Plänen anderer zu einer selbstbestimmten Frau, die für ihre Meinung einsteht.

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Veröffentlicht am 07.11.2025

"Cinderella und Mr. Irrelevant"

My Idea of No. 14
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American Football war schon immer eine der Sportarten, für die ich mich begeistern konnte.
Ich war sogar letztens beim GFL Bowl (Endspiel um die deutsche Meisterschaft) in Dresden.
Und kaum war ich wieder ...

American Football war schon immer eine der Sportarten, für die ich mich begeistern konnte.
Ich war sogar letztens beim GFL Bowl (Endspiel um die deutsche Meisterschaft) in Dresden.
Und kaum war ich wieder zu Hause, musste ich unbedingt dieses Buch lesen, weil ich vollkommen im Football-Fieber war.

Das Buch ist meinem Football-Fieber auch mehr als gerecht geworden.
Mir haben Leahs und Sams Geschichte unglaublich gut gefallen.
Mein persönliches Highlight war, dass der Sport in diesem Roman nicht nur ein Nebenschauplatz war, sondern essenzieller Bestandteil von Leahs und Sams Geschichte.
Dabei hat die Autorin den Sport authentisch dargestellt und eingefangen, was nicht nur auf dem Spielfeld passiert, sondern auch, was hinter den Kulissen geschieht.
Denn sowohl Leah als auch Sam arbeiten in diesem Umfeld und lernen sich dort kennen und lieben.
Leahs Rolle beim Football und den L.A. Vipers lässt sich mit „Woman in Men’s Field“ bestens beschreiben.
Sie ist eine ehrgeizige junge Frau, die in einer Männerdomäne ihr Können und Wissen tagtäglich unter Beweis stellt und zeitgleich gegen die Vorurteile ankämpft.
Sam steht ihr dabei mehr oder weniger zur Seite – Mal macht er es ihr schwerer, mal macht er es ihr leichter.
Meine Lieblingsmomente der beiden waren die Football-Spiele – dort hatten sie eine unglaubliche Chemie.

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