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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 22.05.2019

Hyggelige Unterhaltung

Sommerzauber auf der kleinen Insel
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Das Ehepaar Christine und Andreas J. Schulte schreibt unter dem Pseudonym Barbara Erlenkamp herrlich erfrischende Liebesromane. Der Neueste heißt „Sommerzauber auf der kleinen Insel“ und spielt auf der ...

Das Ehepaar Christine und Andreas J. Schulte schreibt unter dem Pseudonym Barbara Erlenkamp herrlich erfrischende Liebesromane. Der Neueste heißt „Sommerzauber auf der kleinen Insel“ und spielt auf der kleinen dänischen Insel Laeso.

Zum Inhalt:

Britta arbeitet erfolgreich als Projektentwicklerin für Feriendörfer. Privat läuft es nicht so gut. Sie ist Single und liegt im Dauerclinch mit ihrer Mutter. Ihren Vater hat sie nicht kennen gelernt, er ist vor ihrer Geburt verstorben. Umso lieber ergreift Britta daher die Chance auf der dänischen Insel Laeso ein neues Feriendorf zu planen, denn von dort stammt ihr Vater. Kaum angekommen, zerbricht Brittas Welt: Ihre Mutter hat sie ihr Leben lang belogen, denn ihr Vater lebt. Auch ihr Auftraggeber hat sie über die wahren Pläne für das Feriendorf im Dunkeln gelassen. Aber nicht mit Britta! Gemeinsam mit ihrer neu entdeckten Verwandtschaft schlägt sie zurück!

So hat es mir gefallen:

Ein wunderbares Buch, das ich an nur einem Nachmittag verschlungen habe. Den Autoren gelingt es einmal mehr, die Personen lebhaft zu charakterisieren. Da schlägt man sich gerne auf die Seite von Britta und ihrer Halbschwester, die gemeinsam mit der resoluten Oma und dem Rest der Verwandtschaft gegen die Pläne der Investoren zur Kommerzialisierung der Insel kämpfen.
Schön ist auch die zarte Romanze, die sich zwischen Britta und dem Schreiner Jan Ole entwickelt. Natürlich braucht es einige Rückschläge und Irrungen bis Britta erkennt wo sie hingehört. Ein Buch, das ich für den Genuss zwischendurch auch meiner besten Freundin empfehlen kann.

  • Cover
  • Handlung
  • Charaktere
  • Erzählstil
  • Gefühl
Veröffentlicht am 06.02.2019

Das macht Lust auf mehr!

Träume & Hoffnung
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Zum Inhalt:
Träume & Hoffnung ist die Vorgeschicht zu dem Buch Gold & Schatten von Kira Licht. Mael, der Sohn des Hades, ist seit 3000 Jahren auf der Suche nach einer Frau mit ganz besonderen Kräften und ...

Zum Inhalt:
Träume & Hoffnung ist die Vorgeschicht zu dem Buch Gold & Schatten von Kira Licht. Mael, der Sohn des Hades, ist seit 3000 Jahren auf der Suche nach einer Frau mit ganz besonderen Kräften und hofft, in Rom seinem Ziel nahe zu kommen. Doch die Menschen mit verborgenen Kräften werden weniger. Außerdem sind die Schatten der Vergangenheit auf der Jagd nach ihm...

Mein Fazit:
Leider ist Träume & Hoffnung wirklich nur eine sehr kurze Vorgeschichte zum eigentlichen Buch Gold & Schatten. Doch Kira Licht gelingt es schon hier, mit ihrer Erzählweise zu fesseln. Ganz leicht werden Konflikte angedeutet und spätere Protagonisten vorgestellt.
Die Sprache ist leicht, aber lässt die Atmosphäre vor dem Auge des Lesers entstehen. Ich habe mir nach diesem Prequel das Buch bestellt. Gratulation, Kira, bitte mehr davon!

  • Cover
  • Erzählstil
  • Figuren
  • Geschichte
  • Atmosphäre
Veröffentlicht am 30.11.2018

Ein empfehlenswertes Buch ohne Happy-End

Das Palais Reichenbach
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Berlin in den 20er Jahren. Die alte Ordnung vergeht. Der Adel droht nach einem Volksentscheid enteignet zu werden und zu verarmen, erste Züge von Antisemitismus und Hass auf alles Andersartige zeigen sich ...

Berlin in den 20er Jahren. Die alte Ordnung vergeht. Der Adel droht nach einem Volksentscheid enteignet zu werden und zu verarmen, erste Züge von Antisemitismus und Hass auf alles Andersartige zeigen sich in Unruhen und Straßenschlägereien. mittendrin die Protagonisten von Reichenbach: Das Familienoberhaupt steht den Neuerungen hilflos gegenüber und stürzt sich auf den Alkohol. Die Dame des Hauses, Fürstin Juliane versucht es zunächst mit der Leugnung der Situation, ergreift aber dann die Initiative. Verhängnisvollerweise versucht sie über den Hochzeitsmarkt die Finanzen der Familie zu retten. Erst ein Unglück lässt die Überlebenden neue Wege einschlagen ...

Josephine Winter lässt in ihrem Roman „Das Palais Reichenbach“ Arm und Reich aufeinanderprallen. Sie zeigt Konflikte und Liebe, die am Standesdünkel scheitern muss. Dieser Konflikt trifft alle drei Nachkommen der von Reichenbachs. Während der Älteste, Prinz Fridolin, sich in die Köchin des Hauses verliebt und nach ihrer Zurückweisung und den Kupplungsversuchen der Eltern, sowie dem Verrat an seinem jüdischen Freund Selbstmord begeht, versuchen sich die jüngeren Geschwister mit der Situation zu arrangieren. So leugnet die Tochter Ina ihre Liebe zum mittellosen Schriftsteller Theodor und wendet sich dem reichen, jüdischen Freund zu, den sie zwar nicht liebt, der aber die Familie finanziell retten soll.
Der jüngste, Prinz Georg, der seine Homosexualität vor der Familie und der Öffentlichkeit verbergen muss, flüchtet sich zunächst in Depressionen, entwickelt aber dann einen freien Lebensstil mit einem männlichen Liebhaber. Um das Gesicht zu wahren und die Familienehre zu retten, schließt er mit dem Mündel seines Onkels ein Abkommen. Er wird sie heiraten, aber jeder der beiden wird sein Liebesleben frei fortführen. Für die Zeit unerhört.

Josephie Winter gelingt es die Charaktere sehr gut zu beschreiben, ich habe mit ihnen gelitten und gehofft. Auch wenn das Ende ganz sicher kein Happy-End ist - das ist angesichts des historischen Hintergrunds wahrscheinlich auch nicht möglich - war es ein lesenswertes Buch, das ich voll und ganz weiterempfehlen kann.

  • Cover
  • Charaktere
  • Handlung
  • Erzählstil
  • Atmosphäre
Veröffentlicht am 20.09.2018

Packende Fantasy-story - leider eine echte Serie

The Lost Prophecy - Vom Sturm erweckt
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Zum Inhalt:
Die Zeit der Kriege in Andurion ist vorbei. Die Völker der vier Elemente Wasser, Feuer, Erde und Luft leben seit Tausenden von Jahren in Frieden - ein jedes für sich. Kaum jemand kann sich ...

Zum Inhalt:
Die Zeit der Kriege in Andurion ist vorbei. Die Völker der vier Elemente Wasser, Feuer, Erde und Luft leben seit Tausenden von Jahren in Frieden - ein jedes für sich. Kaum jemand kann sich daran erinnern, dass es ein fünftes Volk gab - vom Element des Lebens.

Als das Volk der Luft um Hilfe bittet, entsendet jedes der drei anderen Völker Botschafter, denn nur gemeinsam können sie die Kraft der Ahnen aktivieren und die Bedrohung bekämpfen.

Der Schreibstil von Carina Zacharias ist angenehm. Anschaulich stellt sie die einzelnen Charaktere in ihrem Umfeld vor, behutsam werden die möglichen Konflikte und Bündnisse angelegt.

Mir waren Lorena, Tero und Ryell sofort sympatisch, während Tinnek, Waris und Letitia eher die Gegenpole bilden.

Das erste gemeinsame Abenteuer, die Reise in die Kristallwüste, war spannend geschrieben, blöd nur, dass mitten in den neuen Konflikt das Ende des Buches fiel.
Der Fluch der Serie eben! Ich bin kein Freund von Cliffhangern und bevorzuge Reihen, bei denen jedes Buch eine in sich geschlossene Story bildet. Deshalb werde ich "The lost Prophecy" wohl nicht weiter verfolgen.

  • Cover
  • Figuren
  • Handlung
  • Atmosphäre
  • Erzählstil
Veröffentlicht am 05.09.2018

Hin und her gerissen

The Numbers – Welche Zahl bringt dir den Tod?
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Ewan Scotts Buch "Numbers" hat mich schon gefesselt, aber ich hatte Probleme mit den verschiedenen Handlungssträngen, die auch am Ende immer noch nicht so richtig zusammen passen wollen.

Klar, "Numbers" ...

Ewan Scotts Buch "Numbers" hat mich schon gefesselt, aber ich hatte Probleme mit den verschiedenen Handlungssträngen, die auch am Ende immer noch nicht so richtig zusammen passen wollen.

Klar, "Numbers" ist gedacht als Auftakt einer Serie rund um den Ermittler Law. Aber seine Geschichte im Hintergrund ist wirr. Der Hongkong Chinese aus einer einflussreichen Familie, der Vater angedeutet ein Kopf der Triaden, hat der chinesischen Mafia ein Kind gestohlen, seine Adoptivtochter, die aber nichts davon weiß. Eigentlich eine gute Grundlage, die aber nicht schlüssig in die Haupthandlung, die Serienmorde an der Autobahn, eingewoben wird.

Bei der Haupthandlung fällt der Verdacht schon früh auf den Täter, dann wird der Leser verwirrt, um am Ende recht unglaubwürdig doch wieder zum ursprünglich Verdächtigen zurückzuführen. Mir war es zu viel. Und auch der eigentlich packende Schreibstil verliert sich oft bei zu detailreichen Beschreibungen von Nebenschauplätzen.

Und das Ende? Wird nicht verraten. Doch ich fürchte, die Fortsetzung zu "Numbers" folgt bald.

  • Cover
  • Handlung
  • Figuren
  • Erzählstil
  • Spannung