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annie0wilkes

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 21.10.2019

Gefühlvoller Auftakt

Falling Fast
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Falling Fast von Bianca Iosivoni ist ja extrem gehypt worden und auch bin nicht daran vorbei kommen.
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Auf den Klappentext verzichte ich mal, ich glaube, es weiß so gut wie jeder, um was es geht.
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Erst ...

Falling Fast von Bianca Iosivoni ist ja extrem gehypt worden und auch bin nicht daran vorbei kommen.
.
Auf den Klappentext verzichte ich mal, ich glaube, es weiß so gut wie jeder, um was es geht.
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Erst einmal: Ich liebe das Cover, es ist wirklich wunderschön.

Nun zum Inhalt und Schreibstil:
Was mich am Anfang am meisten irritiert hat, war die Zeitform, in der der Roman geschrieben ist: im Präsens. Das ist für mich immer sehr ungewohnt, da so gut wie alle Bücher, die ich sonst lese, die Vergangenheitsform aufweisen - die ich persönlich auch bevorzuge. Aber ich habe mich recht schnell daran gewöhnt und Falling Fast hat mich auch genauso schnell in seinen Bann gezogen. Bianca Iosivoni hat einen flüssigen, angenehmen und gefühlvollen Schreibstil, der mich öfter zum Lächeln gebracht oder mir auch ein paar Tränen in die Augen getrieben hat. Das Buch ist abwechselnd aus Hailees und Chases Sicht geschrieben, was ich wirklich mag, da wir Einsicht in beide Perspektiven erlangen. In Hailee habe ich mich beim Lesen oft wieder erkannt. Ich habe öfter gelesen, dass manche ihren Charakter sehr widersprüchlich fanden, weil sie einerseits total schüchtern ist, anderseits dann wieder gar nicht dem introvertierten Typ entspricht. Persönlich empfand ich es aber als passend, schließlich hat sie sich vorgenommen, diesen Sommer mutig zu sein und als introvertierter Mensch, fand ich ihr Verhalten durchaus nachvollziehbar. Chase ist ein Schatz, auch wenn er sich selbst ständig runter macht. Er hat sein Päckchen zu tragen, ist aber immer ehrlich mit Hailee und ein sehr aufrichtiger Mensch, den ich direkt ins Herz geschlossen habe.

Zur Geschichte: ein gewisser Punkt hat mich persönlich nicht überrascht, darauf hatte ich direkt zu Anfang schon geschlossen. Trotzdem hat mich das Ende dann doch noch überrascht. Ich bin wirklich gespannt auf Band 2, vor allem da das Buch mit einem fiesen Cliffhanger endet!

Fazit: Ein sehr gefühlvolles Buch, das Ende allerdings fand ich leider irgendwie unpassend, daher 4 von 5 Sternen.

Veröffentlicht am 21.10.2019

Würdiger Abschluss der mystischen Trilogie

The Curse 3: UNVERGÄNGLICH wir
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Am 15. Juli war es so weit: der letzte Band der bei Planet! neu aufgelegten The Curse-Trilogie von Emily Bold, Unvergänglich Wir, ist erschienen! Ich habe dem Erscheinen entgegen gefiebert, nachdem ich ...

Am 15. Juli war es so weit: der letzte Band der bei Planet! neu aufgelegten The Curse-Trilogie von Emily Bold, Unvergänglich Wir, ist erschienen! Ich habe dem Erscheinen entgegen gefiebert, nachdem ich die ersten beiden Teile förmlich verschlungen haben. So bin ich den Samstag vor dem offiziellen Erscheinungstermin in die nächste Buchhandlung und hatte Glück, es war bereits vorrätig!

Was erwartet euch in Unvergänglich Wir?

Der dritte Band setzt knapp ein Jahr nach Unendlich Dein ein. Payton und Sam sind gerade in eine schöne Altbauwohnung in Schottland zusammen gezogen und sollten eigentlich glücklich sein. Eigentlich? Ja, ihr habt richtig gelesen. Beide tun sie, als wären sie es, aber beide kommen mit dem Geschehenen nicht wirklich zurecht. Sam gibt sich die Schuld an Paytons Fluch sowie Kyles Tod und glaubt, dass ohne ihr zu tun aus Band 2, der Fluch gar nicht zustande gekommen wäre. Payton hingegen knabbert an seinen neuen Erinnerungen, die parallel zur gegenwärtigen Zeitlinie verlaufen. Durch mehrere Begebenheiten verschlägt es Sam erneut in die Vergangenheit, einige Tage später gefolgt von Payton. Wird Sam erneut in die Vergangenheit eingreifen? Werden sie und Payton doch noch glücklich?

Das Cover von Unvergänglich Wir ist wieder wunderschön und passt perfekt zu den ersten beiden Bänden. The Curse ist definitiv eine der schönsten Reihen in meinem Bücherregal!

Ashley: „Ihr beide liebt euch doch – warum könnt ihr nicht einfach diese Scheiße aus der Vergangenheit hinter euch lassen und im Hier und Jetzt leben?“

(E. Bold 2019: Unvergänglich Wir, Seite 93)

Meine bescheidene Meinung

Nach einem für mich recht bedrückendem Einstieg – schließlich wünscht man sich ja, dass die beiden überglücklich sind - nahm die Geschichte schnell an Fahrt auf und es geht zurück in die Vergangenheit. Ich konnte verstehen, dass Sam sich schuldig fühlt, andererseits gab es den Fluch auch schon vor ihrem Eingreifen, es wäre also sowieso passiert. Aber das kann Sam mit ihren Schuldgefühlen nicht sehen. Payton hat ebenfalls ein Geheimnis, welches mit Aussprechen zu einem großen Krach führt. Sam hat ein viel zu gutes Herz und tut alles, um ihre Schuld zu sühnen.

Payton hat selbst mit widersprüchlichen Emotionen zu kämpfen, u.a. der Eifersucht auf sein jüngeres ich. Aber er kämpft um Sam. Mehr möchte ich tatsächlich auch nicht sagen, weil alles dazu führen würde, dass ich spoilere.

Fazit

Mir hat Unvergänglich Wir wieder sehr gut gefallen. Emily Bold hat einen flüssigen und anschaulichen Schreibstil, der einen schnell gefangen nimmt. Da nie Langeweile aufkommt, liest es sich auch sehr schnell. Ein letztes Mal dürfen wir Payton und Sam begleiten und die Geschichte der beiden bekommt in Unvergänglich Wir einen würdigen Abschluss. Ich muss gestehen, ich bin etwas traurig, dass ich nun Abschied nehmen muss.

Ein nettes Gimmick für mich war auch die Anspielung auf ein anderes Werk der Autorin und zwar Silberschwingen. Sam erzählt von dem letzten Roman, den sie gelesen hat und dass dort einem Mädchen plötzlich Flügel wachsen. Solche kleinen Fälle von Intertextualität gefallen mir immer.

Ganz zum Schluss gibt es noch ein Nachwort der Autorin selbst zum Thema Zeitreise und Paradoxa, das ich ebenfalls sehr interessant fand.

Von mir bekommt Unvergänglich Wir 5 von 5 Sternen.

Veröffentlicht am 21.10.2019

Ein Nachfolger, der dem Hype gerecht wird

Ophelia Scale - Der Himmel wird beben
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Ophelia Scale – Die Welt wird brennen hat mich vor einigen Monaten extrem beeindruckt und sich sofort zu einem meiner, wenn nicht sogar zu DEM Jahreshighlight herauskristallisiert. Es handelt sich hierbei ...

Ophelia Scale – Die Welt wird brennen hat mich vor einigen Monaten extrem beeindruckt und sich sofort zu einem meiner, wenn nicht sogar zu DEM Jahreshighlight herauskristallisiert. Es handelt sich hierbei um den Auftakt einer Trilogie und dementsprechend gespannt war ich, wie es in Ophelia Scale – Der Himmel wird beben weitergehen würde, nachdem Band 1 natürlich mit einem unglaublich fiesen Cliffhanger und einem großen Fragezeichen geendet hatte.

[Dies ist ein Folgeband, Rezension enthält Spoiler zu Band 1!]

Kurzer Rückblick zu Ophelia Scale – Die Welt wird brennen

Wir erinnern uns: Ophelia wurden von der OmnI Videos gezeigt, in denen Lucien zugibt, dass er an Ophelia keinerlei romantisches Interesse hätte und es nur sein Job gewesen wäre, sie für sich zu gewinnen. Außerdem beteuert die OmnI, dass sie keinerlei Gefahr für die Menschheit darstellt. Ophelia bricht zusammen und entschließt ihr ursprüngliches Ziel wieder aufzunehmen, sie will den König erschießen. Und genau so endet Ophelia Scale – Die Welt wird brennen auch: Ophelia schafft es zu Leopold durchzukommen, zielt auf ihn, drückt ab… und es löst sich kein Schuss.

Und so geht es weiter

Opehlia Scale – Der Himmel wird beben setzt drei Wochen nach dem versuchten Attentat ein. Ophelia sitzt nun im Hochsicherheitstrakt und wartet darauf, dass sie hingerichtet wird. Durch ein Angebot von Pheonix wird sie – eher unfreiwillig – zur Doppelagentin und schleust sich bei Reverse ein. Und viel mehr möchte ich hier gar nicht verraten, weil es den Inhalt spoilern würde.

Mir wurde vom Bloggerportal von Randomhouse ein Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt, vielen vielen Dank dafür! Da ich mich zum Erscheinungstermin allerdings im Urlaub befand, habe ich mir trotzdem noch das eBook gekauft – das sollte zeigen, wie gespannt ich darauf war. Und ehrlich: das war es mir auch wert! Zum einen unterstütze ich gerne deutsche Autoren und zum zweiten ist das Buch einfach so gut, dass der Kauf niemals ein Verlust sein könnte. Klingt das übertrieben? Bestimmt, aber ich fangirle wirklich extrem für Ophelia Scale.

Die Charaktere sind wieder toll ausgearbeitet und authentisch. Besonders Ophelias Entscheidungen sind verständlich und ich wüsste nicht, was ich in ihrer Situation anders machen würde. Sie steht unter enormen Druck und versucht einfach nur noch, das Richtige zu tun.

Auch Lucien hat sich seinen Platz in meinem Herzen erhalten können. Genauso wie die anderen Nebenfiguren (ich nenne lieber keine Namen, sonst haben wir wieder das Spoiler-Problem).

Fazit zu Ophelia Scale – Der Himmel wird beben

Lena Kiefer ist eine tolle Autorin. Ein lebendiger Schreibstil, durchdachtes Worldbuildung (allein, dass die ganzen technischen Dinge so beschrieben sind, dass man ohne Probleme folgen kann, ist extrem positiv – nichts nervt mehr, als ein Buch zu lesen, in dem Technik eine Rolle spielt und dann nur Bahnhof zu verstehen) und die bereits erwähnten authentischen Charaktere runden das Gesamtbild ab. Band 2 hat mich genauso mitgerissen wie Band 1. Das Ende war wieder einmal überraschend, hinterlässt mich mit einem großen Fragezeichen und natürlich gab es einen Cliffhanger, obwohl ich diesen nicht ganz sooooo schlimm finde, wie bei Band 1. Ophelia Scale – Der Himmel wird beben hat mich auf ganzer Linie überzeugt und umgeht – Gott sei Dank – dem berüchtigten Mittelband-Fluch. Dieser Nachfolgeband ist in keinster Weise schwächer und kann ohne Probleme mit Band 1 mithalten. Daher von mir: 5 von 5 Sternen.

Und nun heißt es warten auf Band 3, Ophelia Scale – Die Sterne werde fallen, welcher am 11. November 2019 erscheint.

Veröffentlicht am 17.10.2019

One True Queen – Wo Königin sein nicht lange währt

One True Queen, Band 1: Von Sternen gekrönt
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One True Queen, der erste Band einer Dilogie, von Jennifer Benkau erschien im August diesen Jahres beim Ravensburger Buchverlag. Ich hatte bereits bei Vorablesen die Leseprobe gelesen, aber leider nicht ...

One True Queen, der erste Band einer Dilogie, von Jennifer Benkau erschien im August diesen Jahres beim Ravensburger Buchverlag. Ich hatte bereits bei Vorablesen die Leseprobe gelesen, aber leider nicht gewonnen. Da ich es aber so spannend fand, das eBook im Gegensatz zum Hardcover bereits erschienen war und es außerdem noch eine Preisaktion dafür gab, habe ich nicht lange gezögert und es mir gekauft. Wieder eine Entscheidung, die ich nicht bereut habe.

Natürlich habe ich mir aber mit Erscheinen des Hardcovers von One True Queen auch noch diese Ausgabe zugelegt. Das Tolle daran: es gab von Thalia mit der Autorin zusammen eine Aktion, so hatte ich sogar das Glück eine von der Autorin signierte Ausgabe ergattern zu können. Das Cover ist einfach wunderschön mit einem erhabenen Druck, der je nach Lichtverhältnissen erstrahlt. Und auch ohne Schutzumschlag sieht es toll aus – bei der Gestaltung wurden sich anscheinend wirklich Gedanken gemacht und das Ergebnis kann sich sehen lassen!

Worum geht es in One true Queen?



Die 17jährige Mailin aus Irland wacht nach einem Zusammenbruch plötzlich in der fremden und gefährlichen Welt Lyaskye auf. Ein Fremder hilft ihr und sie schafft es in die Hauptstadt und dort zum Königshof und plötzlich wird klar, dass sie aus einem bestimmten Grund nach Lyaskye gekommen ist: Sie soll Königin werden, was in diesem Land jedoch keine Nachricht der Freude ist.

Die Charaktere



Mailin ist ein sympathisches Mädchen, dass ihre Mutter und ihre große Schwester, die seit Jahren im Koma liegt, über alles liebt. Sie ist eher unscheinbar, still und lieber für sich. Was nicht bedeutet, dass sie auf den Mund gefallen ist – im Gegenteil, Mail ist schlagfertig und witzig. Ich empfand es als sehr erfrischend, dass Mailin durch ihren Sport auch in der Lage ist, sich bis zu einem gewissen Grad selbst zu verteidigen und dadurch nicht nur die damsel in distress ist. Sie ist ein starker Charakter.

Der junge Mann, den sie trifft und Peter tauft, kann man anfangs noch nicht richtig einschätzen, aber ich mochte ihn von Beginn an. Er versucht stets Mailin von ihrem unausweichlichen Schicksal zu beschützen, auch wenn er es anfangs „nur“ durch gute Ratschläge tut.

Die anderen Charaktere sind ebenfalls interessant und spannend, besonders wenn nach und nach die Beziehungen einiger Charaktere untereinander ans Tageslicht kommen, wird es noch spannender. Viel mehr möchte ich lieber nicht dazu schreiben, zu viel mögliche Spoiler 🙂

Das Worldbuilding



Das Worldbuildung hat mir gut gefallen. Die Welt von Lyaskye (denn Lyaskye ist nur eines mehrerer Länder dieser Welt) existiert parallel neben unserer Welt, im Buch ist auch direkt zu Anfang eine Karte davon zu finden. Die Autorin hat sich einige spannende Tiere, Pflanzen und Gegebenheiten dazu einfallen lassen, die man sich dank Mailins Vergleiche sehr gut vorstellen konnte. Ich hatte wirklich Spaß dabei, Lyaskye durch Mailins Augen kennen zu lernen!

Fazit zu One True Queen



Der Schreibstil von Jennifer Benkau ist bildhaft, lebendig und liest sich angenehm und flüssig. Ich hatte das Buch innerhalb von zwei Nachmittagen durchgesuchtet und hatte extrem viel Spaß dabei. Sehr gut gefallen hat mir wie die Widmung zu Beginn des Buches („So viele Bücher. Und du nimmst ausgerechnet dieses.“) in die Geschichte mit einbezogen wird. Das Ende war wirklich gut, total nachvollziehbar und schlüssig… und trotzdem (oder besser: natürlich!) hat es mir das Herz gebrochen!

Ich freue mich schon extrem auf Band 2, der am 1. Februar 2020 erscheint – das wird sicherlich ein Vorgeburtstagsgeschenk für mich.

Von mir absolute Leseempfehlung und 5 von 5 Sternen!

Veröffentlicht am 01.09.2019

Leider kein Überflieger

Flying High
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Nach dem fiesen Cliffhanger am Ende von Falling Fast von Bianca Iosivoni konnte ich es natürlich kaum erwarten nun endlich Flying High zu lesen. An dieser Stelle noch einmal ein großes Dankeschön an das ...

Nach dem fiesen Cliffhanger am Ende von Falling Fast von Bianca Iosivoni konnte ich es natürlich kaum erwarten nun endlich Flying High zu lesen. An dieser Stelle noch einmal ein großes Dankeschön an das LYX-Team, das mir ein Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat!

[Rezension kann Spoiler zum ersten Band enthalten]

Ein optisches Schmuckstück



Das Cover von Flying High ist genauso schön wie das von Falling Fast und damit ein weiteres Highlight im Bücherregal. Leider aber eher ein optisches… Zwar bin ich ein totaler Cover-Käufer, aber natürlich muss der Inhalt auch stimmen. Und hier kommen wir zum Problem des Ganzen:

Das Buch gibt inhaltlich kaum etwas her.

Ehrlich gesagt habe ich mich bereits nach Lesen des ersten Bandes gefragt, was jetzt wohl noch kommen mag, um ein ganzes Buch zu füllen. Allerdings gab es die Storyline um Chase‘ berufliche Entwicklung sowie seines Bruder und dessen Probleme, das war definitiv ausbaufähig, dann Hailees weiterer Weg – ok, das sollte doch machbar sein. Ich war also guter Dinge.

Eine kurze Inhaltsangabe:

Hailee stirbt nicht (das sollte ja keine Überraschung sein) und es geht um ihre Trauerbewältigung. Ab und zu kommt Chase vor. Das war es im Großen und Ganzen.

Und mir damit zu wenig, zumal mir persönlich die Trauerbewältigung inklusive Themen wie Therapie und Antidepressiva zu oberflächlich behandelt wurden. Zwar wurde angesprochen, dass sie regelmäßig zur Therapie geht, aber leider erfahren wir kaum etwas davon. Kein Einzelgespräch mit ihrer Therapeutin wird wiedergegeben, stattdessen drehen sich Hailees Gedanken immer wieder im Kreis, sie wirkt sehr selbstmitleidig. In Falling Fast mochte ich Hailee, in Flying High empfinde ich sie als sehr nervig und unsympathisch.

Chase‘ Geschichte wird viel zu schnell abgehandelt und Josh, dessen Abwesenheit in Falling Fast ständig Thema war, kommt ebenfalls viel zu kurz. Hier hätte man so viel daraus machen können.
Die Frage aller Fragen:

Woraus bestehen denn nun die 400 Seiten? Aus vielen Wiederholungen.

Ich habe nach kurzer Unterbrechung nach den ersten 60 Seiten den Rest an einem Nachmittag gelesen, allerdings hatte ich Urlaub und einfach Zeit, es lag leider nicht daran, dass es spannend gewesen wäre.
Fazit zu Flying High

Ich war zuerst sehr unentschlossen, was ich von Flying High halten soll. Nach einiger Bedenkzeit bestätigt sich jedoch leider mein negativer erster Eindruck. Das Buch ist durchgängig recht deprimierend, die Beziehung zwischen Chase und Hailee ist mir hier ziemlich unverständlich und nicht nachvollziehbar. Den Inhalt von Flying High hätte man auf gut 100 Seiten kürzen und einfach bei Falling Fast mit ranhängen können. Das Buch hatte Potential, vielleicht waren meine Erwartungen auch zu hoch… aber mehr als 2,5 Sterne kann ich nicht geben. Und die kommen hauptsächlich durch den sehr angenehmen Schreibstil von Bianca Iosivoni.