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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 24.06.2020

Inspirierend

Young Rebels
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Bei Young Rebels handelt es sich um ein unglaublich inspirierendes Buch. Es werden fünfundzwanzig mutige Kinder und Jugendliche vorgestellt, die mit ihren Taten die Welt verändern und ein stückweit besser ...

Bei Young Rebels handelt es sich um ein unglaublich inspirierendes Buch. Es werden fünfundzwanzig mutige Kinder und Jugendliche vorgestellt, die mit ihren Taten die Welt verändern und ein stückweit besser machen. In kurzen Kapiteln werden die jeweiligen Personen kurz vorgestellt und gezeigt für was sie sich einsetzen und was sie bereits alles bewirkt haben. Dabei werden viele verschiedene Themen angesprochen und es wird sich nicht nur auf einen Wirkungsbereich konzentrier. Eins haben die Jugendlichen alle gemeinsam: ihren Mut und ihre Willensstärke sich für wichtige Dinge einzusetzen und gewaltfrei zu kämpfen!

Zudem ist das Buch sehr schön und ansprechend gestaltet. Es ist sehr farbenfroh und hat nichts mit einem langweilig wirkenden herkömmlichen Sachbuch zu tun. Ein tolles Geschenk für alle Jugendlichen in der heutigen Zeit!

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 05.05.2020

Ein vielschichtiger Roman

Miracle Creek
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Bei „Miracle Creek“ handelt es sich um eine Gerichtsverhandlung und ist doch so viel mehr als ein herkömmlicher Gerichtsroman. Es werden viele wichtige Themen angesprochen und es gibt einige Wendungen, ...

Bei „Miracle Creek“ handelt es sich um eine Gerichtsverhandlung und ist doch so viel mehr als ein herkömmlicher Gerichtsroman. Es werden viele wichtige Themen angesprochen und es gibt einige Wendungen, sodass man Kapitel für Kapitel verschlingt. Eine aus Korea ausgewanderte Familie baut sich in Amerika ein neues Leben auf. Sie haben ein Business gegründet und bieten in einer Art Unterdruckkammer eine besondere Therapieform mit reinem Sauerstoff an. Diese Behandlung wird überwiegend an Kindern mit Autismus angewendet. Eines Tages passiert ein tragischer Vorfall und die Kammer explodiert. Als Leser begleitet man nun die Gerichtsverhandlung und verfolgt wie es zu diesem Vorfall kommen konnte.

Zunächst scheint man sich ziemlich sicher zu sein wer der Täter ist. Doch mit jeder einzelnen Zeugenaussage kommen neue Indizien ans Licht. Es gibt so viele Wendungen, dass man sich schlussendlich nicht mehr sicher ist wer der Täter ist und alle ein Motiv haben. Angie Kim schreibt unglaublich detailliert und versorgt uns mit vielen Hintergrundinformationen. Sie hat es geschafft eine komplexe und gleichzeitig logische Geschichte zu konstruieren, der man mit Spannung folgt. Dieses Buch ist wirklich ein Highlight und sollte nicht nur von Thriller Fans gelesen werden.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 28.04.2020

Außergewöhnlicher Schreibstil

Milchmann
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Puuh, erstmal ausatmen und alles sacken lassen. Bei „Milchmann“ handelt es sich um ein Buch mit einem außergewöhnlichen Schreibstil und einer ungewöhnlichen Erzählweise. Und genau das macht das Buch so ...

Puuh, erstmal ausatmen und alles sacken lassen. Bei „Milchmann“ handelt es sich um ein Buch mit einem außergewöhnlichen Schreibstil und einer ungewöhnlichen Erzählweise. Und genau das macht das Buch so besonders. Entweder man liebt dieses Buch genau deswegen oder man kommt überhaupt nicht damit klar und bricht es höchstwahrscheinlich ab. Ich gehöre zu den Leuten, denen es sehr gut gefallen hat. In dem Buch geht es um eine junge Frau — deren Namen wir nicht erfahren, da in der ganzen Geschichte überhaupt keine Namen genannt werden — , die unbeabsichtigt und unverschuldet die Aufmerksamkeit eines deutlich älteren Mannes, dem Milchmann, auf sich zieht. Er lauert ihr auf, verfolgt sie und bedrängt sie. Das Dorf verbreitet Gerüchte und heizt die Situation weiter an. Der Leser und die Protagonistin spüren die wachsende Gefahr...

Das Buch lebt von seinen verschachtelten Sätzen, die lang und komplex sind. Einzelne Beschreibungen ziehen sich über mehrere Seiten hinweg. Man muss sich stark konzentrieren, um den Faden nicht zu verlieren. Ein Roman, der mit seiner Sprachgewalt, Poetik und trockenem Humor überzeugt. Für mich hat das Buch verdient den Man Booker Prize erhalten. Man sollte sich im Klaren sein, dass dies keine Geschichte ist, die man eben schnell weglegen kann. Im Gegenteil, denn sie benötigt Zeit und einen klaren Kopf. Wer sich darauf einlässt wird mit einem besonderem und einzigartigem Leseerlebnis belohnt.

  • Cover
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Veröffentlicht am 27.03.2020

Eine starke Frau im Jahre 1901

Ich erwarte die Ankunft des Teufels
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Das Buch umfasst Tagebuch Einträge der Mary McLane. Sie ist 19 Jahre alt und ist einsam und verzweifelt und hat Sehnsucht nach dem Teufel. Sie beschreibt unglaublich viele Emotionen, doch diese sind eher ...

Das Buch umfasst Tagebuch Einträge der Mary McLane. Sie ist 19 Jahre alt und ist einsam und verzweifelt und hat Sehnsucht nach dem Teufel. Sie beschreibt unglaublich viele Emotionen, doch diese sind eher negativ geprägt. Es ist nicht sehr leicht das Buch zu lesen und man muss sich dabei konzentrieren. Dennoch habe ich es sehr gerne gelesen und vor allem hat mir die Sprachgewaltigkeit beeindruckt. Es gibt nicht viel Handlung, nichtsdestotrotz wird es nicht langweilig. Wir begleiten Mary auf der Suche nach sich selbst und sie scheint einigen in ihrer Zeit weit voraus zu sein. Ich mochte Mary als Persönlichkeit sehr gerne sowie ihre selbsreglektierende Art. Der Schreibstil ist sehr poetisch und zugleich düster. Es sehr ungewöhnliches Buch, das einem einige Zeit im Gedächtnis bleiben wird. Auf jeden Fall zu empfehlen vor allem für Sprachliebhaber.

  • Cover
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Veröffentlicht am 27.03.2020

Langweilig

Das Gerücht
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Schade, ich hätte mir so viel von diesem Roman erhofft, doch leider konnte mich die Geschichte überhaupt nicht packen. An sich ist das Thema nichts Unbekanntes, dennoch hat eine gut durchdachte Gerüchteküche ...

Schade, ich hätte mir so viel von diesem Roman erhofft, doch leider konnte mich die Geschichte überhaupt nicht packen. An sich ist das Thema nichts Unbekanntes, dennoch hat eine gut durchdachte Gerüchteküche großes Potential eine mysteriöse und geheimnisvolle Geschichte voller Irrungen zu zaubern. So habe ich mir den Verlauf der Geschichte zumindest vorgestellt. Doch leider habe ich im Gegensatz dazu eine sehr langatmige und für mich leider schon langweilige Erzählung aus einer Kleinstadt erhalten. Das Gerücht, für mich allenfalls Tratsch, war meiner Meinung nicht besonders spektakulär.

Es geht um eine alleinerziehende Mutter, die mit ihrem Sohn aus der Großstadt in ihr Heimatdorf zurückzieht. Um Anschluss zu finden tut sich Joana mit den anderen Müttern der Stadt zusammen. Bei diesen Treffen verleitet sie sich dazu ein Gerücht, das sie aufgeschnappt hat, weiterzuerzählen und zwar, dass eine bekannte Kindermörderin in der Stadt leben soll. Dadurch gewinnt sie die Anerkennung der anderen Mütter.

Die Geschichte plätschert nur so vor sich hin und es passiert kaum relevantes, das die Geschichte voranbringen würde. Zum Schluss hat man das Gefühl, dass die Autorin in den letzten 50 Seiten alles Verlorene aufholen muss und liefert ein actionreiches, Hollywood-mäßiges Ende. Für mich leider nicht glaubwürdig und Too much.
Allem in allem vergebe ich noch 3 Sterne, da es sich um ein Debüt Roman handelt.

  • Cover
  • Erzählstil
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