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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 18.07.2017

Solide mit gutem Ende

Shutter Man
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Das war mein erstes Buch aus der Balzano/Byrnes Reihe und es hat mir gut gefallen. Ich hatte beim Lesen nicht das Gefühl, dass mir Vorwissen aus den anderen Bänden fehlen würde.

In diesem Band geht es ...

Das war mein erstes Buch aus der Balzano/Byrnes Reihe und es hat mir gut gefallen. Ich hatte beim Lesen nicht das Gefühl, dass mir Vorwissen aus den anderen Bänden fehlen würde.

In diesem Band geht es um eine skrupellose Familie, die brutale Morde verübt. Zunächst ist es etwas verwirrend die einzelnen Familienmitglieder auseinander zu halten, doch das legt sich schnell. Es sind auch einige Zeitsprünge in die Vergangenheit vorhanden, die mir gut gefallen haben. Dadurch hatte man noch mehr Hintergrundwissen.

In dem Buch kommt sehr viel Polizeiarbeit vor und eher weniger Thrill. Jedoch hat mich das nicht weiter gestört, da ich es trotzdem spannend fand und immer weiter lesen und mehr erfahren wollte. Für Leser, die sich sehr viele blutige Szenen wünschen ist dies eher nichts. Aber ich denke für einen Fan von der Balzano/Byrnes Reihe ist auch dieser Band ein Muss.

Veröffentlicht am 09.02.2019

Mehr erwartet

Anatomie eines Skandals
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In „Anatomie eines Skandals“ geht es um die Prozessanwältin Kate. Der angesehene Politiker, James, wird der Vergewaltigung beschuldigt und Kate vertritt in diesem Fall die Staatsanwaltschaft.

Der Schreibstil ...

In „Anatomie eines Skandals“ geht es um die Prozessanwältin Kate. Der angesehene Politiker, James, wird der Vergewaltigung beschuldigt und Kate vertritt in diesem Fall die Staatsanwaltschaft.

Der Schreibstil ist angenehm zu lesen und es gibt einige Perspektivwechsel sowie Kapitel aus der Vergangenheit. Das hat mir gut gefallen, da man so jede Person näher kennenlernt und auch über ihre Vergangenheit etwas erfährt. Dabei steht Kate im Vordergrund.

Der größte Teil der Geschichte spielt sich im Gericht ab. Dieser Teil hat mir auch am Besten gefallen. Die Zeugenaussagen sowie Reaktionen der Geschworenen sind interessant mitzuverfolgen. Jedoch habe ich aufgrund des Klappentextes etwas mehr erwartet. Es ist auf jeden Fall kein Thriller mit typischen Thrill Elementen, sondern eher ein Drama. Ich hätte mir mehr Geheimnisse und vor allem bessere Auflösungen gewünscht. Einige Sachen fand ich doch sehr an den Haaren herbeigezogen und dadurch unglaubwürdig.

Insgesamt lässt einen das Buch etwas unbefriedigt zurück. Nichtsdestotrotz empfehle ich es allen, die gerne über Gerichtsverhandlungen lesen.

Veröffentlicht am 24.01.2019

Über das Showbusiness und wie es einen zerstören kann

Das Tal der Puppen
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Das Buch „Das Tal der Puppen“ von Jaqueline Susann wurde 1966 das erste Mal veröffentlicht und es handelt sich hierbei nun um eine Neuauflage. Der Geschichte vorangestellt sind Infos über die Autorin sowie ...

Das Buch „Das Tal der Puppen“ von Jaqueline Susann wurde 1966 das erste Mal veröffentlicht und es handelt sich hierbei nun um eine Neuauflage. Der Geschichte vorangestellt sind Infos über die Autorin sowie Interviews. Meiner Meinung hätte dies besser als Anhang ans Ende des Buches gehört.

Es geht um drei junge Frauen, Anne, Neely und Jennifer, die sich alle in New York begegnen und jede ihren eigenen Weg ins Showbusiness findet. Es entwickelt sich eine Freundschaft mit Höhen und Tiefen zwischen den Dreien.

Die Geschichte wird immer aus der Perspektive aus einer der drei Frauen erzählt. Obwohl das Buch über 600 Seiten hat, lässt es sich relativ schnell lesen. Jedoch bleiben einige Längen nicht aus.

In der heutigen Zeit sind die Themen, die in der Geschichte behandelt werden, wie Sex, Drogen und Schönheitswahn, nicht mehr schockierend. Damals war das Buch aber ein kleiner Skandal. Nichtsdestotrotz passt der Schreibstil und die Geschichte an sich auch perfekt in die heutige Zeit. Vor allem ist die charakterliche Entwicklung und Veränderung der einzelnen Frauen sehr interessant. Auch die Beziehungen spielen eine große Rolle.

Ich empfehle dieses Buch allen, die sich für das Showbusiness interessieren und Lust auf eine „Sex and the City“ -artige Geschichte, die in den 50er Jahren New Yorks spielt, haben.

Veröffentlicht am 03.01.2019

Intensiv

Stella
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»Das Unerzählbare erzählen. Man beginnt dieses Buch mit Skepsis, man liest es mit Spannung und Erschrecken, man beendet es mit Bewunderung.« Daniel Kehlmann

Puh, die Geschichte hat mich wirklich sprachlos ...

»Das Unerzählbare erzählen. Man beginnt dieses Buch mit Skepsis, man liest es mit Spannung und Erschrecken, man beendet es mit Bewunderung.« Daniel Kehlmann

Puh, die Geschichte hat mich wirklich sprachlos zurückgelassen. Es ist sehr schwer Worte zu finden, die diesem Buch gerecht werden. Auch wenn es nicht viele Seiten hat, ist es dennoch sehr intensiv und bleibt auf jeden Fall im Gedächtnis.

Es wird die wahre Geschichte von Stella Goldschlag erzählt. Sie war eine jüdische Denunziantin, die untergetauchte Juden in Berlin aufgespürt hat und der Gestapo meldete. Ich kannte die Geschichte von Stella Goldschlag vor diesem Buch noch nicht, umso mehr habe ich hinterher recherchiert.

Takis Würger kreiert hier ein wahres Meisterwerk. Das Buch ist grandios aufgebaut. Vor jedem Kapitel gibt es echte Auszüge aus den Gerichtsprotokollen eines sowjetischen Militärtribunals. Zudem beginnt jedes Kapitel mit wahren Geschehnissen und politischen Entwicklungen aus dem Jahre 1942. Ein super stilistisches Mittel, um dem Leser in die damalige Zeit zurückzuführen. Takis Würger schlichter und sachlicher Schreibstil geht unter die Haut und lässt einem das Buch in seiner Klarheit noch intensiver wahrnehmen.

Ich möchte nicht mehr zum Inhalt verraten, denn man muss dieses Buch, das sowohl berührend als auch verstörend zu gleich ist, einfach selbst lesen, um es in seiner Ganzheit zu erfassen.

Veröffentlicht am 19.12.2018

Eine schöne Kriegsgeschichte

Marie
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In dem Buch „Marie“ geht es um die zwei Schwestern, Marie und Sarah. Sie werden als Ostarbeiterinnen nach Deutschland verschleppt und müssen dort als Hausmädchen dienen. Doch schon bald trennen sich die ...

In dem Buch „Marie“ geht es um die zwei Schwestern, Marie und Sarah. Sie werden als Ostarbeiterinnen nach Deutschland verschleppt und müssen dort als Hausmädchen dienen. Doch schon bald trennen sich die Wege der Schwestern und jede muss sich alleine im Nazi Deutschland durchkämpfen.

Der Roman lebt von einem spannenden ersten Teil. Während der ersten Hälfte des Buches, konnte ich es kaum aus der Hand legen und verschlang Kapitel für Kapitel. Nicht nur der schonungslose Schreibstil hat dazu beigetragen, sondern auch, dass die Geschichte aus verschiedenen Perspektiven erzählt wird. Dies hat mir besonders gut gefallen. Besonders mit Marie musste ich in der ersten Hälfte sehr stark mitfühlen und man hat beim Lesen mit ihr mitgelitten. Die Emotionen wie Angst und Trauer werden gut dargestellt. Die Charaktere sind so klar gezeichnet, dass ich für eine Person wirklich Hass empfunden habe.

Leider muss ich sagen, dass die zweite Hälfte des Buches nicht mit der ersten mithalten konnte. Dies liegt nicht nur an der abnehmenden Spannung, sondern auch an einer gewissen Entwicklung, die für mich nicht ganz realistisch ist.

Nichtsdestotrotz ist „Marie“ ein wirklich schöner historischer Roman, der das Leben und das Schicksal der zwei Schwestern in den Vordergrund stellt.