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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 03.10.2020

Neues von Ferrante

Das lügenhafte Leben der Erwachsenen
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Auch in dieser Geschichte von Elena Ferrante befinden wir uns wieder in Neapel. Wir begleiten die 13-Jährige Giovanna auf ihrem Weg zum Erwachsenwerden und erfahren wie sie sich langsam aber sicher von ...

Auch in dieser Geschichte von Elena Ferrante befinden wir uns wieder in Neapel. Wir begleiten die 13-Jährige Giovanna auf ihrem Weg zum Erwachsenwerden und erfahren wie sie sich langsam aber sicher von ihren Eltern distanziert. Doch auch in anderen Bereichen wird sie mit Problemen Heranwachsender konfrontiert bspw. Freundschaft, Sexualität und Glauben. Der Plot an sich ist nicht besonders spektakulär und schnell erzählt. Doch was Ferrantes Bücher ausmachen ist ihr ehrlicher und direkter Schreibstil, der nichts verschleiert und teilweise doch sehr poetisch ist. Sie erzählt nüchtern und gleichzeitig doch so einfühlsam. Eine Sogwirkung entsteht, die einen Kapitel für Kapitel weg lesen lässt.

Die Charaktere werden realistisch und bildhaft gezeichnet und wirken dadurch sehr authentisch. Wir bekommen eine Coming of Age Geschichte auf hohem künstlerischem Niveau. Das war sicherlich nicht mein letztes Buch von Elena Ferrante.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 07.09.2020

Sommer-Lektüre

City of Girls
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New York in den 40er Jahren. Wir begleiten Vivie, die in Briefen an eine uns anfangs Unbekannte Person ihr Leben Revue passieren lässt.

Es handelt von wilden Partys, Sex, Alkohol. Genau so wie man sich ...

New York in den 40er Jahren. Wir begleiten Vivie, die in Briefen an eine uns anfangs Unbekannte Person ihr Leben Revue passieren lässt.

Es handelt von wilden Partys, Sex, Alkohol. Genau so wie man sich das New Yorker Nachtleben in den 40er Jahren vorstellt.

Man sollte mit nicht all zu hohen Erwartungen an das Buch herangehen. Für mich als New York Fan war es eine ganz nette, locker leichte Geschichte. Das letzte Drittel war tatsächlich etwas tiefgründiger und konnte den teils schleppenden Mittelteil wieder wett machen.

Einen großen Teil der Geschichte nimmt das Theater-Leben ein und Vivies Arbeit als Kostümdesignerin. Vor allem letzteres hat mir sehr gut gefallen.

Die Charaktere sind alle nicht besonders sympathisch, sodass man sich nur schwer mit Ihnen identifizieren kann. Dennoch hat mir Vivies Reflektion ihres Lebens gefallen und man hat den Eindruck, dass sie ehrlich ist und ihre Geschichte ganz unverblümt erzählt.

Der Schreibstil ist leicht und angenehm zu lesen und eignet sich somit für heiße Sommertage, wenn man sich nur berieseln lassen möchte. Trotz einiger Tiefen konnte mich das Buch unterhalten.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 06.08.2020

Regt zum Nachdenken an

Der Gepäckträger
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Der Gepäckträger ist eine Erzählung über die Kunst unbeschwert zu leben. Es geht um drei verschiedene Protagonisten, die alle am selben Flughafen landen und ihre Koffer unbemerkt untereinander vertauschen. ...

Der Gepäckträger ist eine Erzählung über die Kunst unbeschwert zu leben. Es geht um drei verschiedene Protagonisten, die alle am selben Flughafen landen und ihre Koffer unbemerkt untereinander vertauschen. Nun begleitet man die Personen, wie sie mit dem Verlust ihres Gepäcks umgehen. Für alle scheint es zunächst eine Katastrophe zu sein, doch im Verlauf der Geschichte merken sie, dass es eher ein Segen ist, weniger Balasts mit sich zu tragen.

Das Buch ist ziemlich dünn und somit ist die Geschichte auch schnell erzählt. Manche Personen werden tiefer ausgearbeitet, als andere. Der Gepäckträger spielt eine zentrale Funktion in der Geschichte. Teilweise wirkt die Geschichte etwas konstruiert, doch im großen und ganzen regt die Geschichte zum Nachdenken an, da man sich Gedanken über sein eigenes Gepäck macht und ob es nicht etwas gibt, dass einen belastet und man zurücklassen könnte.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 26.07.2020

1950er Jahre

Die Telefonistin – Mrs. Dalton hört mit
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In dem Buch geht es um Vivian Dalton, die Hausfrau, Mutter und Telefonistin ist. Sie lebt mit ihrer Familie in einer Kleinstadt in Ohio. Die Gerüchteküche brodelt in der Stadt und bei jeder sich bietenden ...

In dem Buch geht es um Vivian Dalton, die Hausfrau, Mutter und Telefonistin ist. Sie lebt mit ihrer Familie in einer Kleinstadt in Ohio. Die Gerüchteküche brodelt in der Stadt und bei jeder sich bietenden Möglichkeit wird getratscht was das Zeug hält. Vivian sitzt mit ihrem Job als Telefonistin an der Quelle und hört heimlich die Telefongespräche ab bis sie eines Tages selbst zum Stadtgespräch wird.

Leider erfährt man erst sehr spät in der Handlung was es überhaupt mit dem Gerücht auf sich hat. Das ganze wird ziemlich schleppend aufgelöst. Zudem ist Vivian kein Sympathieträger und kann auf Dauer ziemlich nervig werden. Des Weiteren gibt es immer wieder Zeitsprünge und mehrere Erzählstränge was das Lesen teilweise anstrengend macht. Außerdem hätte ich gerne mehr über den Beruf der Telefonistin an sich erfahren. Dies war leider nicht der Fall. Insgesamt hätte dem Buch eine flottere Erzählweise gut getan.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 19.07.2020

Ganz nett

Wie die Ruhe vor dem Sturm
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Leider konnte mich diese Geschichte von Brittainy C. Cherry nicht hundert prozentig packen und in den Bann ziehen. Da es mein erstes Buch von ihr ist, kann ich auch keine Vergleiche ziehen. Aber diese ...

Leider konnte mich diese Geschichte von Brittainy C. Cherry nicht hundert prozentig packen und in den Bann ziehen. Da es mein erstes Buch von ihr ist, kann ich auch keine Vergleiche ziehen. Aber diese Story war mir zu süß und seicht und hatte einfach keine Ecken und Kanten. Klar, die Geschichte lässt sich super schnell weg lesen und der Schreibstil ist wirklich toll. Auch der Humor, der immer wieder aufblitzt, konnte mich überzeugen und sogar zum schmunzeln bringen. Aber das wars dann leider auch. Für mich eine nette Geschichte für zwischendurch. Die Charaktere haben sich für meinen Geschmack zu wenig weiterentwickelt. Eleanor arbeitet nach 16 Jahren immer noch in ihrem Teenie Job als Nanny. Es scheint als hätte sich ihr Leben überhaupt nicht weiterentwickelt und sie scheint nur für Greyson zu leben. Grey hingegen hat seine große Liebe geheiratet und zwei Töchter bekommen. So ganz konnte ich die Lovestory zwischen Eleanor und Grey nicht abkaufen. Das Buch bestach zwar durch seine Emotionen, aber zu Tränen rühren konnte es mich nicht. Nichtsdestotrotz möchte ich gerne mehr von Brittainy C. Cherry lesen und bin gespannt auf die Geschichte von Shay und Landon, die wir bereits in diesem Band kennenlernen durften. Ich hoffe die Geschichte hat etwas mehr Pepp und ist nicht ganz so kitschig.

  • Handlung
  • Charaktere
  • Erzählstil
  • Cover
  • Gefühl