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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 07.08.2019

Selten bei einem Krimi so gelacht

Achtsam morden
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OK, ich muss vorausschicken, dass ich persönlich mit dem Wort "Achtsamkeit" ein großes Problem habe. Beginnend damit, dass ich der Meinung bin, dass "Achtsamkeit" nur ein - nennen wir es einmal - modernes ...

OK, ich muss vorausschicken, dass ich persönlich mit dem Wort "Achtsamkeit" ein großes Problem habe. Beginnend damit, dass ich der Meinung bin, dass "Achtsamkeit" nur ein - nennen wir es einmal - modernes Wort für "Egoismus" ist. Weil "Egoismus" ist ja zu einem absoluten No-Go geworden, auch wenn sich viele so verhalten.
Ich hatte mir zwar schon gedacht, dass ich es lustig finden würde, aber, dass ich stellenweise herzhaft lachen würde lag jenseits meiner Vorstellung.
Kurz zur Handlung: Ein Anwalt wird von seiner Frau freundlich gezwungen ein Achtsamkeitstraining zu absolvieren, um deren Ehe zu retten. Weil er sowohl seine Ehe, als auch die ihm kostbare Zeit mit seiner Tochter nicht aufs Spiel setzten möchte, macht er dieses Training und hält sich auch an die darin aufgestellten Regeln. Im Grunde genommen also eigentlich genau das, was sich jeder Trainer und Coach wünscht. Wenn da nicht die Tatsache wäre, dass, wenn ich mich nur darum kümmere, dass ich in meinem Leben die Regeln des Achtsamkeitstrainings einhalte, dabei das Leben von anderen Personen entweder gehörig umgekrempelt oder beendet wird.
Das wäre im Groben die Zusammenfassung der Handlung. Der Schreibstil ist sehr einfach, aber nicht einfältig. Die Dialoge und Handlungen sind teilweise vorhersehbar, aber sie passen ins Gesamtkonzept des Buches. Manches Mal hatte ich den Eindruck, dass das Buch doch eher eine versteckte Werbung für den Aufmerksamkeitstrainer ist, da er so oft genannt wird. Aber im Grunde genommen ein Krimi, der so ganz anders ist als die klassischen Krimis.

Veröffentlicht am 07.08.2019

Der Titel ist besser als das Buch

Der Mann, der Sherlock Holmes tötete
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Jeder, der schon die Sherlock Holmes Bücher gelesen hat, wird schwer enttäuscht sein vom Stil dieses Buches. Es sind zwar im Prinzip zwei Kriminalfälle in einem Buch, aber bei jedem war von Anfang an klar: ...

Jeder, der schon die Sherlock Holmes Bücher gelesen hat, wird schwer enttäuscht sein vom Stil dieses Buches. Es sind zwar im Prinzip zwei Kriminalfälle in einem Buch, aber bei jedem war von Anfang an klar: Was geschehen ist, Wie es geschehen ist und Wer Was getan hat.
Eine Konstante im Buch ist, dass sich die Kapitel immer abwechseln zwischen Gegenwart und Vergangenheit. Im Grunde genommen haben aber beide nichts miteinander zu tun, außer, dass es in der Gegenwart um "Sherlokianer" geht und diese die Geschichten über und mit Sherlock Holmes wahrscheinlich sogar besser kennen, als Arthur Conan Doyle dies tat.
Angenehm ist, dass es nicht zu viele Personen gibt. Dagegen sind der sehr einfach gehaltene Stil und die vorhersehbare Handlung leider jene Punkte, die dem Lesevergnügen einen starken Dämpfer geben.

Veröffentlicht am 25.06.2019

Fesselnd bis zur letzten Seite

Ich bin die Rache
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Der letzte Band der "Shepherd-Organisation" bedient sämtliche Aspekte, die ein Krimi, ein Thriller und eine Familiengeschichte benötigen. Maggie, eine Agentin der Shepherd-Organisation, wird entführt. ...

Der letzte Band der "Shepherd-Organisation" bedient sämtliche Aspekte, die ein Krimi, ein Thriller und eine Familiengeschichte benötigen. Maggie, eine Agentin der Shepherd-Organisation, wird entführt. Ihr Liebhaber und Kollege Marcus Williams sowie dessen Bruder, ehemaliger Serienmörder und nun auch Mitglied bei Shepherd, Francis Ackermann junior machen sich auf den Weg sie zu finden.
Ich gebe zu, ich habe die vorhergehenden Bücher verschlungen und auch bei diesem fiel es mir sehr schwer es aus der Hand zu legen. In diesem Band werden auch einige Hintergründe der drei Protagonisten deutlicher und auch deren Zusammengehörigkeit. Wie stark ist das Band der beiden Brüder? Wie stark ist die Liebe zwischen Marcus und Maggie? Findet Maggie ihren entführten Bruder? Wie wird sich alles entwickeln?
Ethan Cross hat es geschafft einen Bogen zu ziehen, der nicht nur auf Spannung aufbaut sondern auch eine gewisse Traurigkeit bzw. Melancholie hat. Diese Traurigkeit lässt die Brutalität der Vorgänger-Bücher in den Hintergrund treten. Das Zwischenmenschliche tritt hier häufig in den Vordergrund, ohne zu einem Liebesroman oder Familiendrama zu werden.
Ich bin schon gespannt, ob Francis Ackermann junior es auch alleine schafft zu einer Serie zu werden und warte schon gespannt auf das nächste Buch und sein "neues" Leben.

Veröffentlicht am 12.06.2019

Biografie, Krimi und Roman in Einem

Black Hand
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Ganz kurz zur Handlung: Joe Petrosino ist als Kind mit seinem Vater und den Geschwistern aus Italien nach New York ausgewandert. Er wird (nach Umwegen) Polizist und bekämpft vor allem die Black Hand (eine ...

Ganz kurz zur Handlung: Joe Petrosino ist als Kind mit seinem Vater und den Geschwistern aus Italien nach New York ausgewandert. Er wird (nach Umwegen) Polizist und bekämpft vor allem die Black Hand (eine Verbrecherorganisation).
Die Charaktere sind alle real und es gibt nur die Möglichkeit Joe Petrosino zu mögen oder ihn nicht zu mögen. Es ist für mich teilweise erschreckend gewesen, wie nahe wir uns wieder den damaligen Zeiten zuwenden. Zeiten, die immer brutaler werden und in denen wir zusammenhalten sollen - ohne auf die Hautfarbe, Herkunft, etc. zu achten.
Wer Biografien gerne liest sollte dieses Buch lesen. Wer Krimis gerne liest sollte dieses Buch lesen. Wer Romane gerne liest sollte dieses Buch lesen. Wer sich für Geschichte interessiert sollte dieses Buch lesen. Wer sich für die Entstehung von Verbrechensorganisationen interessiert sollte dieses Buch lesen.
Ich würde es immer wieder empfehlen. Es ist packend geschrieben und entführt in die damalige Zeit.

Veröffentlicht am 12.06.2019

kleiner Ausflug in die Geschichte und zu einem Geheimbund

Der Händler der verfluchten Bücher
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Ignazio da Toledo (bzw. Alvarez) stöbert alte/verfluchte/verbotene Bücher und Artefakte auf und verkauft diese. Das ist kurz beschrieben der Job des Hauptakteurs. Die Geschichte handelt von einem ganz ...

Ignazio da Toledo (bzw. Alvarez) stöbert alte/verfluchte/verbotene Bücher und Artefakte auf und verkauft diese. Das ist kurz beschrieben der Job des Hauptakteurs. Die Geschichte handelt von einem ganz bestimmten Buch, das er finden und dessen Rätsel entschlüsseln soll. Um es noch spannender zu machen, ist ihm ein Geheimbund ganz dich auf den Fersen, manches Mal direkt bei ihm und manches Mal einen Schritt voraus. Es ist ein sehr einfaches Buch. Wer sich nähere Informationen zur damaligen Zeit erwartet oder zu den Personen wird diese nicht kriegen. Trotzdem ist es kurzweilig, da die Sprache klar und einfach ist und das Buch schnell gelesen ist.