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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 17.10.2020

Ein großartiger Reihenauftakt, der mich begeistern konnte !

Secret Academy - Verborgene Gefühle (Band 1)
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Inhalt/Klappentext:
Als angehende Agentin der Londoner Secret Academy – einer Schule für Menschen mit außergewöhnlichen Begabungen – steht die 19-jährige Alexis im Dienst der Krone. Als sie jedoch erfährt, ...

Inhalt/Klappentext:
Als angehende Agentin der Londoner Secret Academy – einer Schule für Menschen mit außergewöhnlichen Begabungen – steht die 19-jährige Alexis im Dienst der Krone. Als sie jedoch erfährt, dass ihre kleine Schwester entführt wurde, wirkt auf einmal jeder in ihrem Umfeld verdächtig. Alexis kann niemandem mehr trauen. Nicht ihrem Mitschüler Dean, und erst recht nicht dem Neuen, der Ärger magisch anzuziehen scheint. Doch als ihr klar wird, dass es um mehr als die Rettung ihre Schwester geht, muss sie sich entscheiden. Für die Pflicht – oder für ihr Herz. 

Eindruck:
Auf “Secret Academy” freue ich mich schon seit der Verlagsvorschau letzten Jahres und konnte es kaum erwarten, das Buch endlich in den Händen zu halten. Da mich nicht nur der Klappentext, der eine spannende Agentengeschichte mit einem Hauch von Romantik verspricht, sondern auch das wunderschöne Cover, in dessen Farben ich mich hoffnungslos verliebt habe, sofort in den Bann ziehen konnten, waren meine Erwartungen ziemlich hoch. Doch ich kann euch schon einmal vorwegnehmen, dass mich die Geschichte rund um Alexis und ihrer außergewöhnlichen Begabung, definitiv begeistern konnte !

Zuerst einmal muss ich den wundervollen, flüssigen und locker leichten Schreibstil der Autorin loben, der mich durch das ganze Buch begleitet hat. Es ist mir problemlos gelungen in die Geschehnisse einzusteigen, mich in die Charaktere zu verlieben und eine Beziehung zu ihnen aufzubauen, so dass ich schnell das Gefühl hatte, selbst ein Teil der Geschichte zu sein. Zudem schafft es Valentina Fast nicht nur unerträgliche Spannung aufzubauen, die sich konstant durch die Geschichte zieht, sondern sie sorgt auch für richtiges Suchtpotential, weshalb ich das Buch zwischenzeitlich nur schwer aus den Händen legen konnte. Nicht nur das, denn die Autorin setzt allem, mit ihrem unvergleichlichen Humor, noch das Sahnehäubchen auf, das die Geschichte perfekt abrundet.

Auch Alexis, unsere Protagonistin, musste ich auf Anhieb in mein Herz schließen. Sie ist nicht nur wahnsinnig klug, schlagfertig und für ihr Alter sehr reif, sondern auch ihre Liebe und Fürsorge gegenüber ihrer Schwester konnte mich wirklich begeistern. Sie ist zudem liebevoll und warmherzig, so würde sie alles für die Menschen tun, die ihr nahe stehen. Auch ihr Mut sowie ihre unfassbare Stärke machen sie zu einer facettenreichen, authentischen und unfassbar loyalen Person, von der ich gerne mehr lese. Am besten gefallen hat mir aber tatsächlich ihre spezielle Art zu handeln, da sie oft auf ihr Herz und nicht auf ihren Verstand hört, auf den sie eigentlich hören sollte. Das ist auch der Grund dafür, weshalb sie sich oftmals in Schwierigkeiten bringt, aus denen ihr entweder ihr bester Freund Dean, oder aber der geheimnisvolle Neuling Adam heraushelfen.

Auch die Nebencharaktere konnten mich sofort von sich überzeugen. Ob Dean, Adam, Vivien, Eva oder alle anderen Trainees der “Secret Academy”, sie allesamt konnten mich auf Anhieb von sich überzeugen. Ich habe es sehr genossen die Ecken und Kanten aller Charaktere kennenzulernen, mit ihnen zu lachen, an ihrem Leben teilzuhaben und mit ihnen zusammen auf Mission zu gehen. Nicht nur das, denn auch die gemeinsamen Spielabende, das gemeinsame Mittagessen oder der Unterricht, haben die Geschichte um einiges aufgelockert und zu einem absoluten Highlight für mich gemacht.

Abseits der allgemeinen Handlung, auf die ich im Folgenden noch zu sprechen komme, enthält das Buch auch eine kleine, ziemlich im Hintergrund stehende, aber deshalb nicht weniger fantastische Liebesgeschichte, die mir das Lesen noch einmal versüßt hat. Es handelt sich hierbei um eine Dreiecksbeziehung, denn es ist lange nicht klar, zwischen wem genau sich die Beziehung genau entwickelt. Ist es der geheimnisvolle Neue, der Alexis Herz stellenweise höher schlagen lässt? Oder ist es doch Dean, Alexis bester Freund und gleichzeitig größter Konkurrent, der eine wahnsinnig große Anziehungskraft auf sie auswirkt und selbst mich als Leserin mit seinen ständigen Neckereien um den Finger wickelt? Lest selbst und findet heraus, wer schlussendlich Alexis Herz erobern kann und bei dem Leser damit heftiges Bauchkribbeln verursacht. Ich kann nur noch sagen, dass mir die Liebesgeschichte hier unheimlich gut gefallen hat, da sie den perfekten Kontrast zu den hochspannenden Hauptereignissen darstellt !

Neben der grandiosen Liebesgeschichte und den authentischen Charakteren, konnte mich auch das eigentliche Agenten-Thema der Geschichte, wegen dem ich ursprünglich überhaupt zu dem Buch gegriffen habe, restlos begeistern ! Ein besonderes Highlight war hier die Secret Academy an sich, mit der Valentina Fast den Nagel auf den Kopf getroffen hat. Neben der Umsetzung, die in diesem Fall großartig gelungen ist, konnte mich auch das System der Akademie des M120 wahnsinnig faszinieren, in das man langsam und von Seite zu Seite tiefer versinkt. Auch die Rätsel und Geheimnisse sowie das mysteriöse Verhalten einzelner Personen, werfen einige Fragen in den Raum, auf die ich in der Fortsetzung, die übrigens erst im Mai 2021 erscheint, hoffentlich eine Antwort bekomme. Ich bin also unheimlich hyped und ziehe meinen Hut vor der Autorin, die eine außergewöhnliche Idee fantastisch umgesetzt hat.

Auf was ich auch unbedingt noch einmal zu sprechen kommen muss, ist der Plot, der für grenzenlose Spannung und einer guten Portion Nervenkitzel sorgt, vor der der Leser sich in Acht nehmen sollte. Der Spannungsbogen ist konstant oben und es gibt nicht nur einen, sondern einige unerwartete Wendungen und plötzliche Geschehnisse, die mich sprachlos zurück gelassen haben. Man weiß tatsächlich nie, wem man in welcher Situation glauben soll und es gibt einige Puzzleteile, die noch darauf warten, zusammengesetzt zu werden. Besonders gut gefallen hat mir zudem die geheimnisvolle Atmosphäre, die den Leser durch die ganze Geschichte begleitet und somit für extra Nervenkitzel sorgt. Nicht nur deshalb, sondern auch aufgrund des süchtigmachenden und nervenaufreibenden Endes, kann ich es kaum erwarten die Fortsetzung endlich in den Händen zu halten. Obwohl ich ein paar wenige Handlungen der Protagonistin schlussendlich nicht nachvollziehen konnte, kann ich meine Leseempfehlung eindeutig aussprechen und bin an dieser Stelle definitiv nicht abgeneigt, weitere Bücher von Valentina Fast zu lesen !

Fazit::
Ein spannender und rundum gelungener Reihenauftakt, in dessen Fokus ein wahnsinnig tolles Thema steht. Ich bin überzeugt von den wundervollen und authentischen Charakteren, der süßen Liebesgeschichte sowie der rätselhaften Handlung, die mich unheimlich neugierig auf die Fortsetzung stimmt. Eine klare Leseempfehlung für ein großartiges Jugendbuch !
4.5/5🌟

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 17.10.2020

Hochspannend und mitreißend, mit wenigen Schwächen...

Haunted Deal – Perfekt für Immer
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Inhalt/Klappentext:
Madison und Oliver studieren zusammen Jura an der NYU.
Doch Madison hat ein Problem: sie braucht Ritalin, um im Studium mitzukommen. Und Oliver ist derjenige, der es ihr verkauft. Aus ...

Inhalt/Klappentext:
Madison und Oliver studieren zusammen Jura an der NYU.
Doch Madison hat ein Problem: sie braucht Ritalin, um im Studium mitzukommen. Und Oliver ist derjenige, der es ihr verkauft. Aus Angst, dass diese Tatsache durch Kommilitonen an die Öffentlichkeit gelangt und sie ihren Studienplatz verlieren könnte, will sie nicht mit Oliver in Verbindung gebracht werden und meidet ihn an der Uni, so gut es geht. Doch Oliver hat ganz andere Probleme. Er ist Mitglied der Fünf Familien, einer ranghohen Mafia aus New York. Als er einen großen Auftrag in die Hände bekommt, ist seine Mutter jedoch kurz davor, ihn wegen seiner kriminellen Geheimnisse aus dem Plaza Hotel zu schmeißen, wenn er nicht endlich vernünftig wird. Oliver braucht das Plaza Hotel für seinen Plan, den Auftrag der Mafia auszuführen. Also erpresst er Madison mit dem Ritalin, damit sie seine vernünftige Fake-Freundin spielt ...

Eindruck:
Bislang war mir die Autorin Ayla Dade mit ihrer “New York University” Trilogie unbekannt, doch nach dem wahnsinnig spannenden Klappentext musste ich einfach zu “Haunted Deal” greifen, und das obwohl die Geschichte mit ihren Crime Elementen, doch sehr außerhalb meiner Komfortzone liegt. Im Gegensatz zu dem Klappentext, der meine Neugierde sofort wecken konnte, bleibt das Cover eher schlicht und unscheinbar, weshalb ich einfach so wahrscheinlich nicht zu dem Buch gegriffen hätte. Trotzdem ist es nicht weniger lesenswert, denn außer ein paar kleinen Kritikpunkten, konnte mich Olivers und Madisons Geschichte wirklich überzeugen. Aber lest selbst !

Der Schreibstil der Autorin hat mir erst einmal wahnsinnig gut gefallen. Ayla Dade schreibt flüssig, locker und unheimlich fesselnd, sodass die Seiten nur so an mir vorbei geflogen sind. Besonders hervorheben möchte ich die spannenden, nervenaufreibenden Momenten, die sie nicht nur gelungen gelungen ausarbeitet, sondern zusätzlich mit einer Prise Humor auflockert. Zudem konnten mich die bildhaften Beschreibungen begeistern, die mit viel Liebe im Detail gestaltet wurden und für großen Lesespaß sorgen. Ein wenig vermisst habe ich dagegen die Gefühle und romantischen Momente, die man in einer düsteren Liebesgeschichte zwar nicht unbedingt erwarten muss, mir aber auch in diesem Zusammenhang wirklich gut gefallen hätten.

Erzählt ist “Haunted Deal” aus den jeweiligen Sichten unserer Protagonisten Oliver und Madison, was mir insbesondere in New Adult Büchern immer zusagt. Auch hier konnte ich einen weitläufigen Einblick in die Gedanken- und Gefühlswelten der beiden Hauptcharaktere bekommen und ihr Handeln und Denken somit immer nachvollziehen. Zwar konnte mich mit keinem der beiden so wirklich identifizieren, was aber nicht an Ayla Dades Charaktergestaltungen, sondern eher an der Handlung und dem Plot an sich liegt.

Madison ist eine wahnsinnig authentische Protagonistin, die ich im Laufe der Geschichte wirklich ins Herz geschlossen habe. Man lernt sie zunächst als Jura Studentin an der NYU kennen, da es ihr großer Traum ist, einmal Anwältin zu werden. Der große Druck der dadurch auf ihr lastet, scheint ihr unüberwindbare Probleme zu bereiten, weshalb sie Ritalin benutzt, an das sie über ihren Kommilitonen Oliver gelangt. Dieser weiß nicht nur über Madisons Probleme bescheid, sondern verbirgt auch selbst das ein oder andere Geheimnis, das beiden später zum Verhängnis wird...
Wie gerade schon erwähnt, ist Madison eine unheimlich sympathische junge Frau, die in ihrem Leben schon einiges einstecken musste. Ihre Vergangenheit hat sie stark geprägt, so dass sie sich auch heute noch hinter ihren Unsicherheiten und Makeln versteckt. In Bezug darauf, wächst sie mit der Zeit immer mehr an sich selbst und macht eine sehenswerte Entwicklung durch, die ich wirklich gerne mitverfolgt habe. Trotz ihrer stellenweisen Naivität konnte ich problemlos zu ihr durchdringen und muss ihre facettenreiche Ausarbeitung an dieser Stelle noch einmal loben !

Auch Oliver hat seine Päckchen zu tragen, denn er ist im wahren Leben nicht der Aufreißer, für den ihn alle halten. In Wirklichkeit ist er innerlich kaputt, sehnt sich nach nach Aufmerksamkeit seiner gefühlskalten und reichen Familie und flüchtet sich deshalb in die Mafia, die sein einziger Rückzugsort zu sein scheint. Mittlerweile ist er allerdings an dem Punkt angekommen, an dem er aus den Fängen der Mafia entkommen möchte, wobei er aber auf einige Probleme stößt...
Oliver ist ein unheimlich toller Protagonist, zu dem ich zu Beginn der Geschichte erstmal nicht wirklich durchdringen konnte. Im Laufe der Zeit entpuppt er sich aber als tiefgründiger und verletzlicher Charakter, der mit seinem einzigartigen Humor im Endeffekt mein Herz erobern konnte. Hinzu kommt, dass er hinter seiner Scheinfassade wahnsinnig viele Facetten verbirgt und im Verlauf der Handlung eine tolle Entwicklung durchmacht. Er zeigt Gefühle, die ich nie von ihm erwartet hätte und konnte mich somit vollends von sich überzeugen.

Die Liebesgeschichte in “Haunted Deal” ist außergewöhnlich und liegt weit außerhalb meiner Komfortzone, aus der ich mich sonst nur selten hinauswage. Wie auch der Plot an sich, ist die Beziehung von Oliver und Madison das genaue Gegenteil von süß, romantisch und kitschig. Sie ist düster, spannend und wunderbar fesselnd, so dass ich meine Augen stellenweise nicht mehr von den Seiten lösen konnte. Auch das gewohnte Knistern und die typische Anziehungskraft waren zu genüge vorhanden, einzig paar mehr Gefühle und ein wenig Tiefgang zwischen den beiden hätte nicht gestört. Vielleicht erwarte ich hier etwas zu viel, da ich bekanntlich großer Fan von emotionalen, gefühlvollen und traurigen Liebesgeschichten bin, doch ich denke ein bisschen mehr Romantik hätte tatsächlich nicht gestört.

Die Handlung an sich sowie der wahnsinnig spannende und fesselnde Plot, konnten mich wirklich begeistern. Hier hat die Autorin ganze Arbeit geleistet und mich stellenweise mit offenstehendem Mund zurückgelassen. Die verschiedenen Handlungsstränge halten den Spannungsbogen konstant oben und sorgen dafür, dass die Geschichte sich rasant und ohne störende Längen entwickelt. In “Haunted Deal” jagt eine unerwartete Wendung die Nächste, weshalb ich das Buch nur schwer wieder aus den Händen legen konnte und es somit an einem einzigen Abend ausgelesen habe. Um ehrlich zu sein, gab es einige unrealistische und unglaubwürdige Momente, vor allem in Bezug auf die Mafia, allerdings konnte ich darüber oftmals hinweglesen. Des Weiteren habe ich einige Lücken und offene Fragen in dem Handlungsstrang zu Madisons Vergangenheit entdeckt, auf die ich gerne noch eine Antwort gehabt hätte. Auch das Ende konnte nicht ganz meinen Geschmack treffen und das nicht nur, weil ich den groben Ausgang des Ganzen schon ziemlich früh voraussehen konnte. Denn meiner Meinung nach sind manche Handlungen und Reaktionen etwas undurchsichtig und nicht ganz eindeutig ausgefeilt, so dass ich ab und an auf kleinere Schwachstellen gestoßen bin. Insgesamt konnte mich Madisons und Olivers Geschichte aber durchaus positiv überraschen, weshalb ich einmal über die sich am Ende überschlagenden Geschehnisse hinwegsehe und an dieser Stelle eine klare Leseempfehlung ausspreche. Insbesondere für diejenigen, die nach einer düsteren und süchtigmachenden Liebesgeschichte suchen, wird ”Haunted Deal” sicherlich das Richtige sein.

Fazit:
Eine spannende, rasante und intensive Geschichte, die mich trotz einiger Schwachstellen durchaus begeistern konnte. Gespickt mit einer guten Portion Humor sowie facettenreichen Charakteren, schafft es Ayla Dade jedes Leseherz zu erobern und alle Leser mitzureißen.
3.5/5 🌟

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 03.10.2020

Konnte meine Erwartungen leider nur stellenweise erfüllen...

It was always love
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Inhalt/Klappentext:
Weg. Einfach nur weg. Das ist Aubrees einziger Gedanke, als sie nach einer Studentenparty von der Uni fliegt. Sie kauft sich ein uraltes Auto, schmeißt die wenigen Dinge, die sie besitzt, ...

Inhalt/Klappentext:
Weg. Einfach nur weg. Das ist Aubrees einziger Gedanke, als sie nach einer Studentenparty von der Uni fliegt. Sie kauft sich ein uraltes Auto, schmeißt die wenigen Dinge, die sie besitzt, in den Kofferraum und flieht zu ihrer besten Freundin Ivy nach New Hampshire. Dort will sie nichts anderes, als sich die Decke über den Kopf ziehen und an nichts mehr denken. Nicht an diese Nacht. Nicht an die Party. Und vor allem nicht an das Foto, das seitdem von ihr im Internet kursiert. Doch das funktioniert nicht. Denn statt ihrer Freundin trifft sie auf Noah, Ivys Stiefbruder. Mit seiner impulsiven, aber überraschend sensiblen Art ruft Noah Gefühle in ihr hervor, die sie gerade gar nicht gebrauchen kann. Und die sie trotzdem mit sich reißen wie ein Sturm …

Eindruck:
Nachdem mir der Auftakt der „Blakely Brüder“ Dilogie wahnsinnig gut gefallen hat, konnte ich das Erscheinen von „It was always love“ kaum abwarten, da ich Noah und Aubree schon im Vorgänger in mein Herz geschlossen habe. Auch in diesem Fall muss ich erstmal auf das grandiose Cover eingehen, das mit dem goldglitzernden Handlettering Schriftzug auf dem rot-pinken Hintergrund einfach toll gelungen ist. Dazu klingt auch der Klappentext wirklich vielversprechend, weshalb meine Hoffnungen auf eine tiefgründige und intensive Geschichte rasant in die Höhe geschossen sind. Im Endeffekt...naja, meine Erwartungen wurden leider nicht ganz erfüllt, aber lest selbst...

Bevor ich mit meiner Rezension starte, muss ich unbedingt noch einmal betonen, wie wunderschön die im Buch versteckten, 20 Handletterings sind. Hier hat Carolin Magunia ganze Arbeit geleistet und versüßt den Lesern das Leserlebnis um einiges. Die liebevoll gestalteten, aufwendig illustrierten und passend zur Geschichte entworfenen Schriftzüge werden mir sicherlich noch lange im Gedächtnis bleiben und ich bin nach wie vor begeistert von dieser wundervollen Idee !

Den Schreibstil der Autorin kann ich auch nur wieder loben, da sich die Geschichte wunderbar flüssig und locker lesen lässt. Trotz ein paar Problemen mit der Wortwahl, auf die ich später noch einmal näher eingehen werde, hatte ich einen größtenteils angenehmen Lesefluss, der mich durch das ganze Buch begleitet hat. Besonders gut gefallen hat mir zudem, dass Nikola Hotel in dieser Fortsetzung noch emotionaler und intensiver schreibt als in Band 1. Sie konnte mich in einigen Situationen problemlos mitreißen und fesseln, sowie meine Gefühle auf eine Achterbahnfahrt schicken.
Was den Leser noch erwartet, ist eine gute Portion Humor, der meinen Geschmack aber nur stellenweise treffen konnte. Etwas vermisst habe ich mitunter auch das unverwechselbare und atemberaubende Setting, der Küste New Hampshires, in das ich mich in Band 1 Hals über Kopf verliebt habe. Trotzdem stellt Aubrees Unileben eine gelungene Abwechslung dar.

Aubree hat es schon in „It was always you“ geschafft, mein Herz mit ihrer quirligen und unheimlich sympathischen Art zu erobern. Man lernt sie hier als eine zerbrochene und unzulängliche junge Frau kennen, die aufgrund eines tragischen und prägenden Erlebnisses von der Uni fliegt. Da ihr Image und vor allem ihr Leben nun zerstört sind, beschließt sie kurzerhand ihre sieben Sachen zu packen, einen alten Wagen zu kaufen und zu ihrer besten Freundin Ivy nach New Hampshire zu fliehen, um ihre Vergangenheit zu vergessen... Auch in diesem Buch konnte ich mich in Aubrees sensible Person wieder wahnsinnig gut hineinversetzen und ich mochte ihre starke und entschlossene Seite unheimlich gerne. Ihre Entwicklung im Laufe des Buches war wundervoll zu lesen, sodass ich mich schlussendlich in ihren Charakter verliebt habe. Etwas überflüssig sind meines Erachtens allerdings ihre überdramatisierten und überspitzen Ausbrüche, die stellenweise wirklich zu viel des Guten waren. Es ist offensichtlich, wie prägend das schlimme Erlebnis ihrer Vergangenheit ist, doch ein bisschen mehr Ernsthaftigkeit, hätte definitiv nicht gestört. Alles in allem wirkte Aubree als Charakter aber sehr vielschichtig und wirklich authentisch.

Mit Noah, dem mürrischen und düsteren Bad Boy als Protagonisten, konnte ich im Laufe der Geschichte leider nicht warm werden. Obwohl er mir als Nebencharakter in „It was always you“ wahnsinnig gut gefallen hat, konnte ich in diesem Fall keinerlei Bezug zu ihm finden und es viel mir stellenweise unheimlich schwer mich mit ihm zu identifizieren. Ich kann nicht abstreiten, dass er eine beträchtliche und zum Schluss auch deutlich erkennbare Entwicklung durchlebt hat, doch diese hätte ich im Verlauf der Handlung gerne mitverfolgt. Vielleicht liegt es daran, dass die gesamte Geschichte nur aus der Sicht von Aubree geschrieben ist, so wären ein paar Kapitel aus Noahs Perspektive sicherlich eine nette Ergänzung gewesen. Des Weiteren habe ich Noahs grandiosen Humor vermisst, auf den ich mich eigentlich so sehr gefreut hatte. Aus den gewohnten locker leichten, unterhaltsamen und neckischen Witzen, wurden in „It was always love“ leider ziemlich platte und dahinplätschernde Bemerkungen, die mich als Leser zugegebenermaßen enttäuscht haben. Mein größter und ausschlaggebendster Kritikpunkt ist allerdings Noahs Wortwahl, die meinen Lesefluss wahnsinnig gestört hat. Zwar konnte man im Vorgänger schon erahnen, dass vereinzelnde „Fucks“ und andere Schimpfwörter wohl zu seiner Art gehören und irgendwo auch ein bedeutsamer Teil des Buches sind, doch in nahezu jedem Satz die Worte „verfickt“ oder „Fuck“ zu lesen, macht irgendwann einfach keinen Spaß mehr. Ich möchte keinesfalls sagen, dass Noah ein oberflächlicher und schlecht ausgearbeiteter Charakter ist, doch diese Kritikpunkte muss ich leider äußern.

Im Gegensatz zu Noah, haben mir die Nebencharaktere in „It was always love“ wieder unfassbar gut gefallen. Ob Asher und Ivy, deren Geschichte man in Band 1 mitverfolgen durfte oder Jenna, die man frisch kennenlernt und direkt ins Herz schließt... Sie waren mir allesamt sympathisch und konnten die teilweise ziemlich ernsten Themen immer mit einer guten Portion Humor und einer Handvoll Authentizität auflockern. Auch Joaquin, Ken, Thomas und Taylor sorgen für das besondere Etwas in Laufe der Geschichte und konnten mich somit durchgehend überzeugen.

Obwohl ich an beiden Protagonisten leider einiges zu kritisieren hatte, konnte die Liebesgeschichte der Beiden mich in vielen Momenten begeistern. Schon von Anfang an ist das gewünschte Knistern, sowie die erwarteten sprühenden Funken zu spüren und den Leser erwarten einige romantische Erlebnisse mit Noah und Aubree. Auch Herzschmerz und Spannung kamen definitiv nicht zu kurz, so konnte die eher ruhige Handlung mich stellenweise doch sehr mitreißen. Nikola Hotel schafft es also auch in „It was always love“ wieder, den Leser zu begeistern, ihn mit tiefen Gefühlen zu verzaubern und mit einigen unerwarteten Wendungen zu überraschen. Trotz teilweise störender Dramatik, ist die Liebesgeschichte keinesfalls überladen von Klischees, sondern Noah‘s und Aubrees Beziehung bleibt durchweg authentisch.

Die wesentliche Idee und einige Handlungsstränge konnten mich wirklich begeistern und überzeugen. Beispielsweise sexueller Missbrauch, ein sehr schwach thematisiertes Thema in unserer Gesellschaft, wurde auf tiefgründige und gefühlvolle Art und Weise mit in das Geschehen integriert. Zwar hätte ich mir in manchen Punkten weniger Drama von Aubree gewünscht, um der Thematik ein wenig mehr Ernsthaftigkeit zu verleihen, doch im Großen und Ganzen ist die Umsetzung grandios und berührend gelungen. Zudem mochte ich den eher versteckten Handlungsstrang, bezüglich des umweltbewussten Konsums unfassbar gerne, auf den ich bislang nur sehr selten in Büchern gestoßen bin. Trotz der Tatsache, das die Handlung aufgrund der gelungenen Mischung aus tiefgründigen und unterhaltsamen Themen, abwechslungsreich und mitreißend gestaltet ist, habe ich auch hier einen kleinen Kritikpunkt zu äußern. Es gab leider einige unrealistische und unglaubwürdige Momente, geprägt von beiläufigen Zufällen, die in meinen Augen ziemlich gestellt und beabsichtigt wirkten. Um nicht zu spoilern, werde ich selbstverständlich keine konkreten Szenen nennen, die mir aber dennoch aufgefallen sind. Sonst konnte das Buch inhaltlich aber bei mir punkten und in einigen Stellen doch wirklich beeindrucken.

Insgesamt hat es „It was always love“ nicht geschafft, meine zugegebenermaßen ziemlich hohen Erwartungen zu erfüllen. Im Gegensatz zu vielen anderen Bloggern, gab es für mich leider einige Kritikpunkte zu äußern, die mir während des Lesens aufgefallen sind. Trotzdem möchte ich euch keinesfalls davon abraten, diese Fortsetzung zu lesen, da sie mich stellenweise wirklich gut unterhalten und mitreißen konnte. Vor allem das im Mittelpunkt stehende Thema sorgt für viel Tiefgrund und Emotionen, weshalb ich definitiv nicht davon abgeneigt bin, weitere Bücher von Nikola Hotel zu lesen !

Fazit:
Eine nette Zwischendurchlektüre, die mich leider nur teilweise überzeugen konnte. Während mich die Thematik und Nikola Hotels Schreibstil wirklich begeistern, ist es mir hingegen nur stellenweise gelungen, Bezug zu den Protagonisten aufzubauen und mich mit diesen zu identifizieren. Auch überdramatisierte Momente und erzwungene Zufälle haben meinen Lesefluss ziemlich gestört.
3-3.5/5🌟

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 09.09.2020

Ich habe mein Hezensbuch gefunden...

When We Fall
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Inhalt/Klappentext:
Nachdem ein Foto von ihnen im Internet aufgetaucht ist, müssen Ella und Jae-yong einsehen, dass sie nicht zusammen sein können – egal, wie sehr sie es sich auch wünschen. Ella ist eine ...

Inhalt/Klappentext:
Nachdem ein Foto von ihnen im Internet aufgetaucht ist, müssen Ella und Jae-yong einsehen, dass sie nicht zusammen sein können – egal, wie sehr sie es sich auch wünschen. Ella ist eine normale Studentin aus Chicago. Jae-yong ein K-Pop-Star, der Millionen von Fans hat und dessen Management es ihm verbietet, eine Beziehung zu führen. Tief in ihrem Herzen weiß Ella, dass es richtig war, Jae-yong gehen zu lassen. Schließlich hätte sie niemals gewollt, dass er für sie seine Musikkarriere aufgibt. Und doch kann sie ihn einfach nicht vergessen …

Eindruck:
Nachdem ich “When we dream” im Frühjahr hoffnungslos verfallen bin, konnte ich es kaum erwarten, endlich “When we fall” in den Händen zu halten und freue mich deshalb umso mehr, meine Gedanken und Gefühle dazu nun mit euch teilen zu können. Obwohl ich mich bei der Gestaltung des Buches gar nicht lange aufhalten möchte, muss ich euch noch von dem wundervollen Cover vorschwärmen, das zwar schlicht gehalten ist, das dominierende K-Pop Thema aber dennoch gelungen verkörpert. Ich liebe es, wie die komplette Aufmachung der Trilogie zusammen harmoniert, möchte euch nun aber nicht mehr länger auf die Folter spannen und versuche meine Liebe zu dieser Geschichte in Worte zu fassen.

Ein Grund warum ich die “Love NXT” Reihe so sehr liebe ist, der Rückzugsort, den Anne Pätzold hier für alle LeserInnen geschaffen hat. Sobald man die Bücher aufschlägt, empfängt einen der bekannte Geruch von Wärme und Vertrautheit, dem man nur schwer wieder entfliehen kann. Es fällt mir wahnsinnig schwer zu beschreiben, wie wohl ich mich zwischen den Seiten dieser Geschichte fühle, da ich jedes Wort, das die Autorin auf Papier schreibt, einfach tief in mir spüre. Hinzu kommt die Sanftheit des Geschriebenen, das mich auf jeder Seite erneut verzaubert, sodass es mich schon glücklich stimmt, auch nur an die Bücher zu denken. So angenehm und liebevoll Anne Pätzold auch schreibt, umso schneller fliegen die Seiten leider dahin und das Ende des Buches kommt in großen Schritten auf den Leser zu. Vorfreude, da ich mir für Ella und Jae-Yong das langersehnte Happy End wünsche und Trauer, dass die Geschichte schon bald ihr Ende nehmen wird, sind die zwei Emotionen, die sich einen ständigen Kampf liefern und mich auf eine Achterbahnfahrt der Gefühle nehmen.

“When we Fall” ist eine großartige Fortsetzung und ein gewaltig schöner Liebesroman, der mich auf ganz vielen Ebenen begeistern konnte. Stellt euch diese Fortsetzung einfach vor wie “When we dream”, nur in viel besser, denn Anne Pätzold konnte sich tatsächlich noch einmal selbst übertreffen. Mir fällt es nach wie vor wahnsinnig schwer, Worte für diese einzigartige, atemberaubende Atmosphäre zu finden, die einen in diesem Fall erwarten. Sie macht die “Love NXT” Reihe zu einer absoluten Wohlfühlreihe und würde sogar behaupten, hiermit meine Herzensbücher gefunden zu haben, die ich nicht mehr loslassen möchte. Nicht nur das, denn Anne Pätzold schafft mit Ella und Jae-Yong die wohl wundervollsten Protagonisten und genau so tolle Nebencharaktere, die sich ihren Platz in meinem Herzen definitiv sichern konnten.

Ella ist einfach unfassbar toll, zuckersüß und vor allem mutig. Es ist mir schon lange nicht mehr so leicht gefallen, mich mit einer fiktiven Person so intensiv zu identifizieren, denn ich finde in ihr so viel von mir selbst wieder. Ich begleite Ella unheimlich gerne auf ihrem Weg, verfolge mit ganz viel Staunen ihre tolle Entwicklung und beneide sie insgeheim um Jae-Yong, der mein Herz höher schlagen lässt. In traurigen und emotionalen Momenten habe ich das Bedürfnis Ella eine lange Umarmung schenken zu müssen, genau wie ich mich bei fröhlichen Dingen mit ihr freue, als wäre sie eine enge Freundin. Unbedingt erwähnen muss ich auch noch die Authentizität und Echtheit, die Ella als Person ausstrahlt und die Geschichte damit viel realistischer macht.

Jae-Yong ist ebenfalls ein außergewöhnlicher, einzigartiger Charakter, der abseits von jeglichen New Adult Klischees ausgelegt ist. Er ist nicht der typische Bad Boy, der keinen an sich heran lässt, sondern ein wahnsinnig liebevoller, gutmütiger und von Herzen ehrlicher Mensch, der seine Ecken und Kanten hat. Wunderschön zu sehen finde ich, wie er Ella Mut schenkt, sie zu Veränderungen ermutigt, ihr hierbei aber Zeit und Raum gibt. ”Babyschritte” sind hier wohl das richtige Stichwort... Zudem ist es in meinen Augen großartig zu lesen, wie viel Leidenschaft für seine Musik Jae-Yong an den Tag legt, dabei aber sowohl die Licht-, als auch die Schattenseiten eines Weltstars vermittelt. Besonders gelungen ist deshalb das letze Kapitel, das als Einziges aus seiner Sicht verfasst ist. Insgesamt ist hat er einfach großes Bookboyfriend Potential, gerade weil er so einzigartig ist.

Auch von den Nebencharakteren kann ich nur schwärmen, denn Liv, Mel, Josh, Erin und sogar Jae-Yongs Bandmitglieder, sind mir allesamt ans Herz gewachsen. Sie sind nicht anders als die Protagonisten, mit viel Liebe im Detail ausgearbeitet und geben der wundervollen Geschichte den letzten Feinschliff. Zusammenhalt und tiefe Freundschaft sind hier wohl die richtigen Stichpunkte, mit denen ich die grandiose Harmonie der Charaktere hoffentlich ausreichend beschreiben kann.

Ehrlich gesagt war ich anfangs ziemlich abgeneigt davon, die Reihe überhaupt zu beginnen, da K-Pop einfach nicht meinen Musikgeschmack trifft und vermutlich auch niemals treffen wird. Trotzdem habe ich den Schritt gewagt und bin der Geschichte schlussendlich schon nach den ersten Seiten hoffnungslos verfallen. Warum...? Ganz einfach, weil Anne Pätzold den Leser auf eine angenehme Art und Weise in diese spezielle und einzigartige Thematik einführt und einen nicht plötzlich ins kalte Wasser wirft. Sie sorgt dafür, dass man neue Kulturen, Sprachen und Länder kennenlernt, für die ich zuvor nur wenig Interesse aufbringen konnte. Natürlich steht Korea in diesem Fall im Vordergrund, doch ihr glaubt gar nicht, wie viele spannende Ecken dieses in den Hintergrund gerückte Land besitzt. Anne Pätzold schafft hier also nicht nur zauberhafte Charaktere, sondern sorgt mit ihrem großartigen Umgang mit Worten für viel Staunen meinerseits. Sie hat es geschafft mein Interesse für Neues auf Anhieb zu wecken, so konnte ich nicht genug von ihren bildgewaltigen und anschaulichen Beschreibungen bekommen.

K-Pop ist zwar ein dominanter Begriff in “When we fall”, allerdings geht es hier um so viel mehr als das. Freundschaft, Familie, Liebe, den Umgang mit Verlusten, die Überschreitung seiner eigenen Grenzen. All diese Themen, sind mit einer herzerwärmenden Liebesgeschichte verwoben, der ausreichend Zeit zum Wachsen gegeben wird. Hinzu kommen die Leidenschaften der Protagonisten wie Kunst, Bücher - Jeder Harry Potter Fan kommt hier auf seine Kosten - und Musik, die den Leser verzaubern und die eigene Welt um sich herum kurzzeitig vergessen lassen. Die Autorin schafft hiermit einen grandiosen, meisterhaften New Adult Roman, mit dem ich mein Herzensbuch finden konnte, da er alles mitbringt, was ich von einer meisterhaften Liebesgeschichte erwarte. Ich habe schon einige Bücher aus besagtem Genre gelesen, in denen Dramatik, ein ständiges Hin und Her und überladene Klischees die Handlung ausmachten. “When we Fall” zeigt, dass Spannung auch ohne unnötiges Drama und derbe Erotikszenen funktioniert. Genau deshalb schätze ich dieses Buch so sehr.

Bitte was? Das Buch kann unmöglich an dieser Stelle enden... Wo bleiben die Antworten, die ich unbedingt brauche? Wie soll ich es bis Dezember zur Fortsetzung aushalten?
All diese Fragen zu dem fiesen Ende der Geschichte schwirren mir gerade im Kopf herum. Das Einzige, was ich ich jetzt abschließend noch sagen kann ist: Lest diese Reihe, lasst euch von den einzigartigen Charakteren und einer außergewöhnlichen Liebesgeschichte verzaubern, nehmt euch in Acht vor einem schlimmen Ende und erwartet Momente, die euer Leserherz höher schlagen lassen.

Fazit:
Eine wahnsinnig starke Fortsetzung, die mich auf vielen Ebenen begeistern konnte. Anne Pätzold schreibt mit “When we fall” eine Geschichte, die alles mitbringt, was ich von meinem Herzensbuch erwarte. Im Endeffekt kann ich euch nur eine große Leseempfehlung aussprechen und dem Buch mit meinen Worten hoffentlich ganz viel Liebe schenken. Lasst euch verzaubern und taucht ein in die wunderbare Welt von Ella und Jae-Yong !
5/5🌟

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 08.09.2020

Ein unterhaltsamer Reihenauftakt, der kleine Schwächen zeigt !

Celestial City - Akademie der Engel
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Inhalt/Klappentext:
Als pechschwarze Flügel aus Brielles Rücken wachsen, ist klar, dass etwas völlig falsch läuft.Kann es sein, dass in ihr ein Dämon schlummert? Dennoch wird sie an der Fallen Academy ...

Inhalt/Klappentext:
Als pechschwarze Flügel aus Brielles Rücken wachsen, ist klar, dass etwas völlig falsch läuft.Kann es sein, dass in ihr ein Dämon schlummert? Dennoch wird sie an der Fallen Academy der Engel aufgenommen. Mit ihren schwarzen Flügeln ist sie dort allerdings eine Außenseiterin. Da hilft es auch nicht, dass der attraktive Lincoln Grey ihr das Leben noch schwerer macht. Dann wird ihre Zugehörigkeit an der Academy von höchster Stelle angezweifelt, und damit ist das Chaos für Brielle perfekt ...

Eindruck:
“Celestial City” ist der Auftakt einer neuen Jugendfantasy Reihe, an dem auch ich, als großer Fantasy Liebhaber nicht vorbeigehen konnte. Dafür sorgt nicht nur der interessante Klappentext, der eine spannende Geschichte im Kampf zwischen Engeln und Dämonen verspricht, sondern auch das wunderschöne Cover, das mich sofort in seinen Bann ziehen konnte. Neben der gelungenen Farbgestaltung, überzeugen hier auch die liebevollen Details, die sich sogar auf den eigentlichen Inhalt des Buches beziehen und die Neugierde des Lesers definitiv wecken !

Der Schreibstil der Autorin ist wunderbar locker, flüssig und reißt den Leser auf Anhieb mit in die Welt der Engel und Dämonen. Einmal angefangen, konnte ich das Buch unmöglich aus den Händen legen und schon lange hatte keine Geschichte mehr so großen Suchtfaktor für mich. Ausschlaggebender Punkt ist hier eindeutig der Humor, den Leia Stone wahnsinnig gut gelungen mit den spannungsgeladenen Momenten verwebt. Insbesondere die sarkastisch angehauchten Wortgefechte und Neckereien zwischen den Charakteren konnten mich hervorragend unterhalten und sorgten sicherlich nicht nur bei mir, sondern auch bei vielen anderen LeserInnen, für das ein oder andere Schmunzeln. Stellenweise etwas kurz gekommen ist mir tatsächlich der Tiefgang, den ich mir in intensiveren Momenten noch ausgeprägter gewünscht hätte.

Der Erzählstil konnte mich dafür aber wieder umso mehr überzeugen, so erfährt man ausschließlich aus Brielles Perspektive, einiges über “Celestial City” und wird zu Beginn der Geschichte, regelrecht in das Geschehen geworfen. Gut gefallen hat mir ebenso der weitläufige Einblick in die Gedanken- und Gefühlswelt der Protagonistin, die ich somit wahnsinnig gerne auf ihrem Weg verfolgt habe. Ein wenig unscheinbar bleibt allerdings Lincoln, über den ich im Laufe der Fortsetzung gerne noch mehr erfahren würde.

Brielle ist eine durchaus sympathische Protagonistin, die mir mit der Zeit wirklich ans Herz gewachsen ist. Man lernt sie zunächst als taffes, schlagfertiges und mutiges junges Mädchen kennen, dem es an Selbstvertrauen eindeutig nicht mangelt. Im Laufe ihres Lebens musste sie schon einiges durchmachen, so erlebte sie auch den Krieg zwischen Engeln und Dämonen mit, in den die Menschheit verwickelt wurde. Durch diese Kämpfe wurden die Menschen entweder mit damönischen oder himmlischen Kräften versehen, die zum 18. Lebensjahr, bei Erweckungszeremonien sichtbar werden. Brielles Schicksal scheint besiegelt, so ist sie sich sicher, an der dämonischen Tainted Academy zu studieren. Was sie nicht erwartet ist, dass sie eine der seltenen Celestials ist, der allerdings pechschwarze, anstatt strahlend weiße Flügel aus dem Rücken wachsen. So landet sie plötzlich auf der Fallen Academy, wo wir als Leser sie nun begleiten dürfen. Es hat mir wirklich unheimlichen Spaß bereitet ihr Schicksal mitzuverfolgen, so bin ich Brielles Humor auf Anhieb hoffnungslos verfallen. Schade finde ich es allerdings nach wie vor, dass sie manchmal den typischen, hormongesteuerten und naiven Teenager hervorkommen lässt und sich kindisch und trotzig gegenüber Lincoln verhält.

An diesem Punkt möchte ich direkt anknüpfen, denn mit Lincoln wusste ich lange nichts anzufangen. Er ist der typische, heiße und undurchschaubare Lover, zu dem auch ich zunächst nicht durchdringen konnte. Seine Abneigung gegenüber Brielle ist schon in den ersten Zügen der Geschichte deutlich zu spüren, so definieren seinen Charakter einige Klischees, die eine standard Liebesgeschichte - auf die ich später nochmal näher eingehen werde - ausmachen. Mit fortlaufender Handlung öffnet er sich dem Leser zwar und ermöglicht einen Einblick hinter seine mürrische Fassade, doch sein Charakter bleibt mir nach wie vor zu oberflächlich und undurchsichtig. Unrealistisch erschien mir auch seine plötzliche Liebe zu Brielle, die von der einen auf die nächste Sekunde existierte. Trotz den vielen Kritikpunkten sehe ich in seiner Person eindeutiges Potential, das in der Fortsetzung hoffentlich ausgeschöpft wird.

Von den Nebencharakteren kann ich hingegen nur schwärmen, da sie in meinen Augen eine große Bereicherung für die Geschichte sind. Sowohl Luke, Shea und Chloe, als auch die vier Erzengel und Bri’s Trainer, lockern die Geschehnisse um einiges auf und sorgen für eine zusätzliche Prise des unvergleichlichen Humors. Auch Sera - wer und was sie ist, müsst ihr selbst lesen - konnte mein Herz im Sturm erobern und sorgt für das gewisse, außergewöhnliche Etwas in der Handlung.

Wie schon erwähnt, entpuppte sich die Liebesgeschichte als größte Schwachstelle der Geschichte. Einerseits hat mich Brielles ständiges gesabber und gehechel hinter Lincoln mit der Zeit ziemlich genervt und ich konnte irgendwann nur noch die Augen verdrehen. Das ständige hin und her, sowie das kindliche verknalltsein, konnten mich schlichtweg nicht mitreißen und auch Lincolns schlagartige Gefühlswechel tragen zu einer eher unrealistischen Liebesgeschichte bei. Die Entwicklung der Gefühle gingen einfach zu rasant vonstatten, sodass die Beziehung zwischen Brielle und Lincoln ziemlich oberflächlich bleibt. Zudem gibt es unnötiges Drama, das nicht hätte sein müssen, einzig die unzähligen Schlagabtausche konnten mein Leserherz erobern.

Die Grundidee der Geschichte hat mir dafür aber umso besser gefallen und auch die allgemeine Umsetzung des Themas, lässt nicht zu wünschen übrig. Die Story ist von der ersten, bis zur letzen Seite spannend, nicht vorhersehbar und obwohl sich der Fokus der Handlung zwischenzeitlich ändert, bleibt der Spannungsbogen konstant erhalten. Der Konflikt zwischen Gut und Böse, die actionreichen Momente und die zahlreichen unerwarteten Wendungen, bilden einen gelungenen Reihenauftakt, der mich fesseln konnte. Zudem erwarten den Leser bildhafte und anschauliche Beschreibungen der verschiedenen dämonischen Wesen und Engeln, die mein Interesse zwischenzeitlich wieder hochschraubten. Etwas mehr Liebe im Detail wünsche ich mir für Brielles schulische Ausbildung, in Bezug auf das Lernen von Fähigkeiten, das Beherschen der Magie etc. Insgesamt hatte ich trotz einiger Kritikpunkte, großen Lesespaß, der mich hoffentlich auch in der Fortsetzung wieder erwartet !

Fazit:
Ein gelungener Auftakt einer neuen Jugendfantasy Reihe, der mit einer großartigen Grundidee und einem wahnsinnig tollen Setting überzeugt. Einzig die Charaktere zeigen auf manchen Ebenen noch kleinere Schwächen und auch die Liebesgeschichte konnte mich nicht ganz überzeugen, was sich in der Fortsetzung aber hoffentlich noch ändert. Trotz Kritik, gibt es meine eindeutige Leseempfehlung, insbesondere wenn ihr nach humorvoller und unterhaltsamer Fantasy sucht.
4/5🌟

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