Schön verschachtelt
Seventeen Years LaterWas mir besonders gut gefallen hat an diesem Thriller war, dass er wirklich sehr gut verschachtelt war. Verschiedene Zeiten und unterschiedliche Blickwinkel gaben viel preis, lieferten aber auch jede Menge ...
Was mir besonders gut gefallen hat an diesem Thriller war, dass er wirklich sehr gut verschachtelt war. Verschiedene Zeiten und unterschiedliche Blickwinkel gaben viel preis, lieferten aber auch jede Menge Rätsel. Und zum Ende hin gab es dazu noch jede Menge Volten, die vielleicht nicht alle überraschend aber doch sehr klug eingesetzt waren. Man wusste wirklich sehr lange nicht, was passiert war. Ist der Verurteilte wirklich der Schuldige? Hat jemand ihm geholfen? Oder will jemand ihm das Ganze in die Schuhe schieben und er ist wirklich seit 17 Jahren unschuldig im Gefängnis?
Der Thriller spielt ja in Neuseeland. Hier hätte ich mir noch ein wenig mehr fremdes Land und fremde Kulturen erhofft. Zumindest spielen die Ureinwohner und ihre Probleme eine Rolle in der Geschichte.
Der Schreibstil ist gut lesbar und die Charaktere sind allesamt facettenreich und man erkennt, dass es kein einfaches schwarz und weiß gibt. Die Hauptdarstellerin war mir nicht richtig sympathisch aber ihre unglaubliche Energie trieb die Story gut voran und der Spannungsbogen war gleichbleibend hoch, so dass man das Buch schnell weg liest.
Die Auflösung ist überraschend und glaubwürdig und es bleiben keine losen Ende. Das ist besonders bemerkenswert, da der Plot wirklich sehr verschachtelt erzählt wird. Dass man als Leserschaft nicht den Überblick verliert und alles nachvollziehen kann, ist wirklich hervorragend gelungen.
Ich hoffe, von dem Autor gibt es noch mehr Übersetzungen, die ich auf jeden Fall wieder lesen würde.