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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 19.11.2025

Schön verschachtelt

Seventeen Years Later
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Was mir besonders gut gefallen hat an diesem Thriller war, dass er wirklich sehr gut verschachtelt war. Verschiedene Zeiten und unterschiedliche Blickwinkel gaben viel preis, lieferten aber auch jede Menge ...

Was mir besonders gut gefallen hat an diesem Thriller war, dass er wirklich sehr gut verschachtelt war. Verschiedene Zeiten und unterschiedliche Blickwinkel gaben viel preis, lieferten aber auch jede Menge Rätsel. Und zum Ende hin gab es dazu noch jede Menge Volten, die vielleicht nicht alle überraschend aber doch sehr klug eingesetzt waren. Man wusste wirklich sehr lange nicht, was passiert war. Ist der Verurteilte wirklich der Schuldige? Hat jemand ihm geholfen? Oder will jemand ihm das Ganze in die Schuhe schieben und er ist wirklich seit 17 Jahren unschuldig im Gefängnis?

Der Thriller spielt ja in Neuseeland. Hier hätte ich mir noch ein wenig mehr fremdes Land und fremde Kulturen erhofft. Zumindest spielen die Ureinwohner und ihre Probleme eine Rolle in der Geschichte.

Der Schreibstil ist gut lesbar und die Charaktere sind allesamt facettenreich und man erkennt, dass es kein einfaches schwarz und weiß gibt. Die Hauptdarstellerin war mir nicht richtig sympathisch aber ihre unglaubliche Energie trieb die Story gut voran und der Spannungsbogen war gleichbleibend hoch, so dass man das Buch schnell weg liest.

Die Auflösung ist überraschend und glaubwürdig und es bleiben keine losen Ende. Das ist besonders bemerkenswert, da der Plot wirklich sehr verschachtelt erzählt wird. Dass man als Leserschaft nicht den Überblick verliert und alles nachvollziehen kann, ist wirklich hervorragend gelungen.

Ich hoffe, von dem Autor gibt es noch mehr Übersetzungen, die ich auf jeden Fall wieder lesen würde.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 06.07.2025

voller Atmosphäre

Atmosphere
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Atmosphere ist mein zweites Buch von Taylor Jenkins Read. Und sicher nicht mein letztes. Mir scheint, dass sie jedes Mal ein gänzlich anderes Thema aufgreift und sich intensiv damit auseinandersetzt.

Hier ...

Atmosphere ist mein zweites Buch von Taylor Jenkins Read. Und sicher nicht mein letztes. Mir scheint, dass sie jedes Mal ein gänzlich anderes Thema aufgreift und sich intensiv damit auseinandersetzt.

Hier geht es vor allem um die Raumfahrt aber auch um den Kampf der Frauen um Gleichberechtigung und ein selbstbestimmtes Berufs- und Liebesleben. Beides war in den 1980er Jahren noch nicht so einfach aber die Heldin, eine Frau, die Astronautin im Space Shuttle werden will, geht mit Ausdauer, Mut und der Unterstützung ihrer großen Liebe ihren Weg immer weiter.

Die Geschichte hat mich gefesselt und ich mochte sehr, wie die Autorin sie erzählt. Man kommt den Personen sehr nahe, erfährt einiges über die Raumfahrt und ihre Schwierigkeiten.

Ob sie es am Ende schafft, ins All zu fliegen? Lest selbst. Ob sie am Ende die Liebe frei zu einer Frau leben kann? Findet es selbst heraus.

Veröffentlicht am 06.07.2025

Leo die Vierte

Der Totengräber und die Pratermorde (Die Totengräber-Serie 4)
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Wien, 1896. Endlich wieder dort, wo Leopold von Herzfeldt ermittelt. An dieser Reihe um den Totengräber und den Kommissar gefällt mir eigentlich alles. Die Zeit ist eine sehr spannende. Gesellschaftlich ...

Wien, 1896. Endlich wieder dort, wo Leopold von Herzfeldt ermittelt. An dieser Reihe um den Totengräber und den Kommissar gefällt mir eigentlich alles. Die Zeit ist eine sehr spannende. Gesellschaftlich und kriminaltechnisch tut sich da einiges. Leo ist ein neugieriger und menschenfreundlicher Kerl, der trotz aller Eigenheiten sympathisch rüberkommt. Ich mag es, wie er sich in seine Fälle verbeißt und wie er nichts unversucht und keine Möglichkeit außen vor lässt, um die Wahrheit zu finden.

Sein Sidekick, der Totengräber, ist so, wie man sich einen Totengräber in der damaligen Zeit vorstellt. Auf den ersten Blick. Aber eigentlich ist er viel schlauer und belesener und ohne seine Mithilfe würde der Leo manchmal einfach nicht weiterkommen.

Solider vierter Fall, der sich gut lesen lässt und mit einer guten Prise Augenzwinkern und Spannung gleichermaßen arbeitet.

Veröffentlicht am 06.07.2025

solider Einstieg

Das Teufelshorn
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Bei Regionalkrimis bin ich immer vorsichtig, da sie oft nicht meine Erwartungen erfüllen. Es reicht mir nicht, wenn die Gegend eine wichtige Rolle spielt. Ich möchte unbedingt auf einen spannenden Krimiplot, ...

Bei Regionalkrimis bin ich immer vorsichtig, da sie oft nicht meine Erwartungen erfüllen. Es reicht mir nicht, wenn die Gegend eine wichtige Rolle spielt. Ich möchte unbedingt auf einen spannenden Krimiplot, der gerne Neues über Land und Leute enthalten darf, aber dennoch den gängigen Spannungskriterien eines Kriminalromans folgen sollte.

"Das Teufelshorn" spielt auf Mallorca. War noch nie dort, war also gespannt, wie das im Krimi rüberkommt. Ich mochte die warme Art, mit der von dieser Insel und seinen Bewohnern erzählt wurde. Ich mochte auch die Ehrlichkeit, die in Bezug auf den Tourismus und die klimatischen Gegebenheiten durchsickerten. Die Ermittlerin ist bodenständig und sehr sympathisch. Und der Kriminalfall hat mir auch gefallen.

Ich kann also diesen ersten Fall empfehlen und werde auch gerne zu einer Fortsetzung greifen. Auch die Optik hat mir gefallen. Ist aber verlagsbedingt sowieso für mich immer ein Zuckerl.

Veröffentlicht am 06.07.2025

empfehlenswert

Die Sprache der Drachen
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Von brauchnix
Als Fan des Buches "Babel" von Rebecca F. Kuang war ich gespannt, ob in diesem Buch die Sprache auch so eine wichtige Rolle einnimmt, denn dieser Aspekt fasziniert mich immer sehr. Der Titel ...

Von brauchnix
Als Fan des Buches "Babel" von Rebecca F. Kuang war ich gespannt, ob in diesem Buch die Sprache auch so eine wichtige Rolle einnimmt, denn dieser Aspekt fasziniert mich immer sehr. Der Titel klang auf jeden Fall vielversprechend. Sprache und Drachen.

Gefallen hat mir dann genau das. Eine Heldin, die durch ihre Fähigkeit, mehrere Fremdsprachen wie auch die Drachensprache zu sprechen, eine einmalige Stellung einnimmt. Sie soll für ein despotisches Regime ihr Wissen einsetzen, erkennt aber im Laufe der Zeit, dass sie das nicht möchte und dass sie statt dessen Erkenntnisse der geheimen Drachensprache nutzen kann, um die Ungerechtigkeiten in ihrer Welt zu bekämpfen.

Ein historisches England, dass in einem ungerechten Kastensystem gefangen ist, das war herrlich dystopisch und bedrohlich. Trotz der ein oder anderen Länge wurde ich gut unterhalten und kann das Buch empfehlen.