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Veröffentlicht am 04.11.2021

Die Trauzeugin

Big Summer
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Daphne ist eine Plus-Size-Influencerin. Gerade ist es ihr gelungen einen tollen Auftrag an Land zu ziehen. Da meldet sich aus heiterem Himmel Drue wieder bei ihr, ihre einst beste Freundin aus der High-School. ...


Daphne ist eine Plus-Size-Influencerin. Gerade ist es ihr gelungen einen tollen Auftrag an Land zu ziehen. Da meldet sich aus heiterem Himmel Drue wieder bei ihr, ihre einst beste Freundin aus der High-School. Der Kontakt ist seit sechs Jahren, nach einem äußerst unschönen Zerwürfnis, abgerissen. Drue, die reiche, glamouröse, verführerische Drue, steht kurz vor ihre Hochzeit und bittet Daphne ihre Trauzeugin zu sein. Es soll ein unglaubliches Fest werden. In Daphne sträubt sich alles dagegen, Drue erneut in ihr Leben zu lassen. Aber letztlich stimmt sie zu. Die Location könnte sich auf ihren Influencer-Job vielversprechend auswirken. Und sie braucht Publicity. Und was tut man nicht alles für ein paar mehr Follower und Tausende von Klicks.
Das Buch ist in drei Teile unterteilt. Der Schreibstil liest sich angenehm. Dennoch wollte ich kurz vor dem Ende des ersten Teils schon mal abbrechen. Ich empfand das Buch stellenweise ermüdend und ziemlich oberflächlich. Zum Glück bin ich am Ball geblieben. Ein paar Seiten weiter gab es eine krasse Wendung und jetzt wurde nun wirklich spannend.

Die Hauptprotagonistin Daphne leidet bereits seit ihrer Kindheit an einem Minderwertigkeitskomplex wegen ihrer fülligen Figur. Sie erfährt Verletzungen, nicht zuletzt von ihrer besten Freundin Drue. Selbst nach ihrer erneuten Kontaktaufnahme, kann sie sich nicht freimachen, von diesen Gefühlen der Unzulänglichkeit und sie vergleicht sich mit der schönen, schlanken Drue, die es schafft alle Menschen zu bezaubern. Aber ist Drue tatsächlich an Daphne interessiert? Sie ist ein raffiniertes, berechnendes und gemeines Biest in ihrer High-School-Zeit gewesen, hat sie sich geändert. Der Autorin ist es gelungen, die Charaktere authentisch zu zeichnen. Ich mochte Daphne und konnte ihre Gefühle nachempfinden.

In dem Roman geht es nicht zuletzt um tiefsitzende Verletzungen, darum seinen eigenen Wert im Leben zu erkennen, um Freundschaft, um den schönen Schein. Im zweiten und dritten Teil kommt noch ein Aspekt dazu, den ich aber hier nicht verraten möchte.

Mir hat das Buch gefallen und ich kann es weiterempfehlen. Wegen der Längen im ersten Teil gibt es einen Punkteabzug.

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Veröffentlicht am 04.11.2021

Upcycling macht Spaß

Neue Dinge aus alten Stoffen
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Ich liebe es, alten Sachen neues Leben einzuhauchen. Und ich bin stolz auf meine Unikate. Wer sich mit diesem Thema befassen möchte, ist mit diesem Buch gut beraten. Nicht nur Anfänger werden in diesem ...

Ich liebe es, alten Sachen neues Leben einzuhauchen. Und ich bin stolz auf meine Unikate. Wer sich mit diesem Thema befassen möchte, ist mit diesem Buch gut beraten. Nicht nur Anfänger werden in diesem Ratgeber fündig auch ich habe in diesem Buch noch einige für mich neue Anregungen gefunden.

Upcycling ist der neue Trend. Warum immer alles wegwerfen? Überlegt euch, was man daraus noch Schönes schaffen könnte. Auf einen Versuch kommt es an. Und geht tatsächlich mal was schief, na und. Das Kleidungsstück war ohnehin schon aussortiert. Also keine Panik, es kann nichts passieren.

Außer den wahnsinnig geilen Sachen, gibt es in dem Buch natürlich auch praktische Tipps zum Umgang mit der Nähmaschine, z.B. wie verarbeitet man Jerseystoffe, es gibt Hinweise über die richtige Stichwahl oder wie dicke Stellen am besten gemeistert werden ohne das einem die abgebrochene Nadel um die Ohren fliegt.

Was ich unbedingt demnächst ausprobieren werde ist, der Lavendeldruck und auch das Solarfärben. Die Pizza und Konfettitechnik finde ich unglaublich schön, so finden auch Kleinststoffreste Verwendung.

Ein rundum gelungener Ratgeber für alle Upcycling-Fans und die es werden wollen.

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Veröffentlicht am 30.10.2021

Zwei Großstadtkinder wandern los!

Runter geht's immer schneller
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Den Einstieg in das Abenteuer ‚Runter geht’s immer schneller‘ fand ich zum Schmunzeln. Ich musste immer mal wieder fett grinsen. Ich bin selber eine begeisterte Wanderin und fand es schon sehr naiv, sich ...

Den Einstieg in das Abenteuer ‚Runter geht’s immer schneller‘ fand ich zum Schmunzeln. Ich musste immer mal wieder fett grinsen. Ich bin selber eine begeisterte Wanderin und fand es schon sehr naiv, sich ohne Wandererfahrung gleich den E5 vorzunehmen. Zweifellos ein herausforderndes Ziel für jeden Wanderer, aber nichts für Einsteiger.

Aber dann geht es ja doch eine Nummer kleiner: Wandern auf Sardinien. Die Touren hat die Autorin sehr schön beschrieben. Ich habe mir Sardinien-Touren auf Tante Google angeschaut und war beeindruckt. Es machte Spaß, Melissa und ihren Partner zu begleiten und es machte Lust auf Sardinien. Jedoch auf die Idee mit Sneakers zu wandern und dann über Fußschmerzen zu klagt, drauf kann wirklich nur ein Greenhorn kommen.

Insgesamt fand ich das Buch sehr unterhaltsam. Sicherlich kann es den einen oder anderen motivieren, sich auch einmal die Wanderschuhe zu schnüren. Die Autorin hat ja auf amüsante Art verraten, wie man es nicht machen soll. Und Wandern macht immer Spaß, ob versierter Wanderer oder Greenhorn.

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Veröffentlicht am 24.10.2021

Kulinarisches Vergnügen an der Fritteuse

Ran an die Fritteuse – Draußen frittieren
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‚Frittieren macht glücklich‘ verspricht die Autorin Su Vössing in ihrem Kochbuch ‚Ran an die Fritteuse‘. Schon bald musste ich feststellen, frittieren ist eine Wissenschaft für sich, wenn man alles richtig ...


‚Frittieren macht glücklich‘ verspricht die Autorin Su Vössing in ihrem Kochbuch ‚Ran an die Fritteuse‘. Schon bald musste ich feststellen, frittieren ist eine Wissenschaft für sich, wenn man alles richtig machen will. Das hatte ich so nicht mehr in Erinnerung. Denn ich hatte früher schon mal eine Fritteuse, von der ich schließlich wegen des Fettgestanks wieder getrennt hab e. Deshalb fand ich die Idee vom Outdoor frittieren genial. Einfach draußen frittieren. Die optimale Lösung.

Frittieren fängt schon bei der Auswahl der richtigen Fette an, welches Fett wofür? Die perfekten Pommes sehen super lecker auf dem Foto aus, doch mir wird ganz schwindelig, wenn ich mir die Zubereitung ansehe. Um ein perfektes Ergebnis zu erhalten, erfordert dies schon einige Arbeitsgänge. Nichts mit, fix in die Fritteuse geworfen und fertig. Mein Enthusiasmus erhält den ersten Dämpfer. Bald stelle ich fest, die Rezepte sind zwar klar und ausführlich beschrieben aber zum Teil doch recht aufwändig. Und da hakt es leider schon bei mir. Ich bin ein Fan von einfach und schnell.

In dem Buch habe ich viele raffinierte Rezepte entdeckt, z.B. Kartoffelschnecken oder Rosenküchle. Für letztere benötigt man jedoch ein spezielles Eisen. Überrascht hat mich die frittierte Eiscreme mit Brombeeren. Man merkt eben doch das hier eine Sterneköchin am Kochen ist.

Vom Inhalt her, ist das Buch total ansprechend aufgemacht, professionelle gemachte Fotos lassen einem das Wasser im Munde zusammenlaufen. Was allerdings als erstes unangenehm auffällt, wenn man das Buch in die Hand nimmt, ist: der eigenartige Geruch, der den Seiten strömt. Buh! Und als negativ bewerte ich auch das Pappcover. Dieser Einband ist für ein Kochbuch völlig ungeeignet. Wer denkt sich nur immer diese Cover aus? Ich habe bereits ein anderes Kochbuch mit dieser Haptik ruiniert. Kochbücher werden ja in der Regel auch benutzt und da kommt es schon mal vor, dass ein Tropfen Wasser auf der Tischplatte landet. Bei mir hat sich dieser Tropfen sofort in das ungeschützte Papp-Cover eingegraben und beim Darüberwischen ist ein Stück vom Titelbild im Lappen verschwunden. Na herrlich!!! Ich finde, für den stolzen Preis, sollte das Buch besser geschützt sein. Denn auch Fettflecken nimmt das Cover übel. Und genau das gibt für mich einen Punkte-Abzug. Sorry. Am Inhalt selber habe ich nichts zu mäkeln. Wenn ich auch selber schnelle und einfache Gerichte bevorzuge, muss das ja nicht auf jeden zutreffen, und es sagt auch nichts über die Qualität der Rezepte aus.

Fazit: Man muss schon gerne aufwendig Kochen. Nichts für die schnelle Küche.

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Veröffentlicht am 23.10.2021

Nicht mein Buch

Die Party
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Ganz ehrlich, es war nicht mein Buch.

Eine Softeisverkäuferin wird von einem ihre Kunden, einem Regisseur, zu einer Party eingeladen und gerät in eine Gesellschaft des Grauens.

Nach der anfänglichen ...

Ganz ehrlich, es war nicht mein Buch.

Eine Softeisverkäuferin wird von einem ihre Kunden, einem Regisseur, zu einer Party eingeladen und gerät in eine Gesellschaft des Grauens.

Nach der anfänglichen Begeisterung für den ungewöhnlichen Schreibstil war ich bald schon nur noch genervt. Das Buch liest sich furchtbar anstrengend. Wenn dann wenigstens die Handlung ab und zu mein Interesse wecken hätte können. Aber außer langweiligem Partygeschwätz, das die Welt nicht braucht, war da nichts. Die Gäste waren allesamt ätzend. Alle hielten sich für den Nabel der Welt. Niemand hatte wirkliches Interesse am anderen. Naja, vielleicht wie im richtigen Leben. Die Autorin hält der Gesellschaft den Spiegel vor. Aber darüber möchte ich nicht lesen. Im realen Leben kann ich diesem Menschen aus dem Weg gehen.

Die Protagonisten in diesem Buch sind durchaus authentisch beschrieben. Solche Menschen gibt es zweifellos. Der Regisseur, ist von seiner scheinbaren künstlerischen Grandiosität berauscht und er fordert von seinen Gästen den gebührenden Applaus ein. Er sieht sich als Menschenfreund und Feminist. Er schützt Frauen, indem er sie erst gar nicht erst auf die Bühne lässt und er hat ein Buch geschrieben ‚Die hirnlose Frau‘. Dann diese super einfühlsame Verena, die früher mal eine ganz Wilde war, aber nicht so wie ihre Proletenfreunde, mit denen hat sie nichts gemeinsam, eben ein ganz anderes Niveau. Der einzig normal tickende Gast ist für mich der Wasabi-Mann. Er bringt es auf den Punkt, mit seinem Satz: ‚Na ihr habt Probleme.‘ Hinter der Hand wird er von den anderen bedauert, denn er kümmert sich freiwillig um seine Kinder, der hat sicher einen banalen Beruf, oder?
Auch das glückliche Paar ist besser als die anderen. Die beiden beenden jeweils die Sätze des anderen. Sie sind ja so positive Menschen, sie erforschen andere Kulturen.
Die Softeisverkäuferin, die sich diese Gesellschaft antun muss, hat übrigens einen Universitätsabschluss, sie ist also durchaus in der Lage, dieser Gesellschaft auch mal kontra zu bieten, stattdessen hält sie sich im Hintergrund. Warum sie diese Party nicht verlassen hat, bleibt mir ein Geheimnis.

Von Franz Kafka stammt dieses Zitat: „Ich glaube, man sollte überhaupt nur noch solche Bücher lesen, die einen beißen und stechen. Wenn das Buch, das wir lesen, uns nicht mit einem Faustschlag auf den Schädel weckt, wozu lesen wir dann das Buch?“ Das Buch konnte mich beißen und stechen, aber es konnte mich nicht mit einem Faustschlag wecken. Berechtigte Frage: Wozu liest man so ein Buch?



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