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Veröffentlicht am 06.09.2020

Edward grübelt sich durch die Geschichte!

Biss zur Mitternachtssonne (Bella und Edward 5)
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Vorab muss ich sagen, dass ich mich sehr auf dieses Buch gefreut habe. Ich verbinde einiges mit den Biss-Büchern. Durch die Reihe rund um Bella und Edward bin ich erst wirklich zum Lesen gekommen. Ich ...

Vorab muss ich sagen, dass ich mich sehr auf dieses Buch gefreut habe. Ich verbinde einiges mit den Biss-Büchern. Durch die Reihe rund um Bella und Edward bin ich erst wirklich zum Lesen gekommen. Ich habe früher hauptsächlich Hörbücher gehört. Diese sind aber meist gekürzt, so auch im Fall von Twilight. Aber ich wollte mehr. Ich war total begierig nach jeglichen zusätzlichen Szenen, sodass ich Biss zum Ende der Nacht gelesen habe. Und danach nicht mehr aufhören konnte.

Diese Geschichte bedeutet mir also einiges und ich liebe sie von der ersten biss zur letzten Seite (höhö, Wortwitz).

Dementsprechend habe ich mich riesig auf das Erscheinen des Buches gefreut. Ich hatte schon die wenigen kostenlosen Szenen auf Englisch gelesen, die frei zugänglich waren. Stephenie Meyer hatte ja bereits vor Jahren begonnen, das Buch zu schreiben, wurde dann aber von jemandem aus ihrem engsten Kreis verraten, der die Szenen an die Öffentlichkeit weitergegeben hat. Es hat sie danach sehr viel Zeit gekostet, das Buch überhaupt wieder in Angriff zu nehmen, da sie dieser Vertrauensbruch sehr getroffen hat und sie das, so wie ich das verstanden habe, damit verbunden hat.
Diese öffentlich zugänglichen Kapitel waren die Schlüsselszenen des ersten Bandes und haben mir damit viel Freude bereitet.

Ganz ehrlich? Ich hatte gar nicht mehr damit gerechnet, dass das Buch jemals wieder erscheint. Umso größer war dann die Vorfreude, als es Anfang des Jahres angekündigt wurde. Ich musste dann auch am Erscheinungstag sofort in die Buchhandlung rennen, um es zu kaufen (nachdem ich es selbstverständlich vorbestellt hatte).

Meine anfängliche Freude erhielt aber leider relativ schnell einen Dämpfer.

Der Schreibstil hat sich absolut nicht verändert und ich liebe ihn immer noch.

Die Geschichte ja im Prinzip nicht neu. Das war mir auch im Vorhinein bewusst und das muss auch jedem bewusst sein. Großartige Wendungen oder Überraschungen darf man nicht erwarten.

Edward wird im Buch sehr gut dargestellt und es wird seinem Charakter vollständig gerecht. Er hat als Vampir die besondere Fähigkeit, die Gedanken anderer zu lesen, was einem einen „Rundumblick“ in die Köpfe und Gedanken der anderen Buchcharaktere gibt und daher für den Leser äußerst praktisch ist. Man erfährt viel über Hintergründe, Gedanken und Gefühle der anderen, was natürlich als Hardcore-Fan spannend und erfreulich ist.

Nun aber zu dem Aspekt, der mich etwas gestört hat. Edward denkt viel nach. Sehr viel. Er grübelt die ganze Zeit, wodurch es sich an vielen Stellen wirklich gezogen hat. Das erklärt auch die Länge des Buches. Leider wiederholt er sich ziemlich oft, was ja auch im Leben normal ist, schließlich denkt man über vieles öfter als nur einmal nach, aber in einem Buch etwas anstrengend.

Da Edward ja ein Vampir ist, denkt er schneller als normale Menschen. Dadurch hat sich die Handlung auch gezogen, da Edward zwischen den Handlungselementen natürlich auch viel nachgedacht hat und sich die Handlung dann erst fortgesetzt hat, nachdem er einen ewigen Monolog gehalten hat.

Ich habe dementsprechend ziemlich lange für das Buch gebraucht (über eine Woche), einfach, weil sich die Handlung nicht in der Schnelligkeit ergeben hat, die ich gerne und schnell lese.

Was mich auch ziemlich überrascht hat, ist, dass Edward teilweise wirklich übertriebene Anwandlungen zeigt, die über die normale Liebe zwischen zwei 17-jährigen weit hinaus geht. Das war mir in den Büchern aus Bellas Sicht gar nicht so bewusst. Wie viel Zeit Edward z.B. darin investiert, Bella zu beobachten und zu beschützen, nimmt wirklich kranke Züge an.

Letztendlich wird in diesem Buch auch viel deutlicher, dass Edward als 17-jähriger in seiner Entwicklung einfach stehen geblieben ist. Auch dieses aufregende, dennoch zermürbende der ersten großen Liebe erlebt man mit ihm. In den Büchern aus Bellas Sicht kam er mir so souverän und perfekt vor. Das hat Bella aber letztendlich nur so wahrgenommen, was mir im Nachhinein klar geworden ist. Leider wurde mir auch mein Bild von Edward dadurch etwas kaputt gemacht.

Und was mich an Edward auch etwas gestört hat, ist, dass er ziemlich viel auf sich bezieht und sich die Schuld an Ereignissen gibt, für die er nichts kann oder die sich einfach so ergeben haben. Was er Bella ja auch teilweise vorwirft. Dann kommt noch das aller schlimmste hinzu: Ich hasse es total, wenn Personen meinen, Entscheidungen treffen zu müssen, die auch andere Leute betreffen, aus dem Antrieb heraus, dass es diesen anderen Leuten dann besser geht. So wird zum Beispiel deutlich, dass Edward Bella eigentlich verlassen will, weil er meint, es sei besser für sie. Das wissen wir schon, aber es regt mich deshalb nicht weniger auf.

Das Cover des Buches hat mich zu Beginn etwas verwirrt und ich finde es ehrlich gesagt auch nicht sehr schön. Allerdings hat sich der Granatapfel als kleines Leitmotiv herausgestellt, wodurch die Auswahl verständlich wurde.

Fazit



Biss zur Mitternachtssonne ist nur etwas für wirkliche Twilight-Hardcore-Fans. Die Handlung ist nicht neu und damit auch nicht überraschend, weshalb man dieses Buch mit der Intention lesen muss, mehr über Edward und andere Buchcharaktere zu erfahren, was man ja praktischerweise aufgrund der Tatsache, dass Edward Gedanken lesen kann, tut.

Das Buch zieht sich an vielen Stellen unheimlich, weil Edward so viel nachdenkt und grübelt. Das macht ihn aber auch aus.

Ich werde das Buch wahrscheinlich (im Gegensatz zu denen aus Bellas Sicht, die ich immer wieder lesen kann und werde) nicht noch einmal lesen. Vielleicht blättere ich noch mal durch meine Lieblingsszenen.

Trotz allem negativen: Ich habe mich sehr darüber gefreut, noch mal aus Edwards Sicht in Band 1 eintauchen zu können, was an einigen Stellen wirklich interessant war. Man konnte viel über andere Charaktere erfahren und somit hatte das Buch für mich persönlich letztendlich auch einen Mehrwert. Aber nur, weil ich mich auch über jede Kleinigkeit freue, weshalb ich auch verstehen kann, weshalb viele so enttäuscht sind.

Ich bräuchte auf keinen Fall die gesamte Reihe aus Edwards Sicht noch einmal, nur Biss zum Ende der Nacht wünsche ich mir wirklich noch aus seiner Perspektive. Es wäre unglaublich spannend, alles was in diesem Buch bewegendes und mitreißendes passiert, aus seiner Sicht und damit auch aus Sicht anderer Charaktere zu lesen. Gerade auch die Auseinandersetzung mit den Volturi.

Es bleibt also nur zu wünschen und zu hoffen.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 06.09.2020

Würdiger und fesselnder Abschluss!

EMBER QUEEN
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Ich habe die Ash-Princess-Reihe von Laura Sebastian bereits von Anfang an verfolgt und gelesen. Dementsprechend war ich nach fast zwei Jahren des Wartens überglücklich, das Ende dieser tollen Reise mit ...

Ich habe die Ash-Princess-Reihe von Laura Sebastian bereits von Anfang an verfolgt und gelesen. Dementsprechend war ich nach fast zwei Jahren des Wartens überglücklich, das Ende dieser tollen Reise mit Theo lesen zu können. Ich hatte das Buch vorbestellt, abgeholt und direkt gelesen.

Band 3 steht den anderen Bänden in nichts nach, wobei mich der letzte Teil etwas mehr begeistern konnte, als der zweite. Theos Reise endet nun in ihrem eigenen Land, Astrea, das es noch zu erobern gilt. Und das unter schwersten Bedingungen: Mit teilweise schwachen, kampfunerprobten Rebellen, gegen die eine ganze Armee steht.

Auch die Aussicht auf Cress‘ gewaltige Kräfte ist nicht sehr beruhigend. Theo muss erst einmal selbst herausfinden, wie sie mit ihren eigenen umgehen kann. Doch an ihrer Seite sind immer ihre tollen Freunde, die auch ihre wichtigsten Berater sind. Gemeinsam bezwingen die Freunde einige gefährliche und fordernd Hindernisse, die ihnen in den Weg gelegt werden. Man hofft bis zum Ende hin, dass alle diesen grausamen Krieg überleben werden…

Es bahnt sich natürlich ein kleines Drama um Blaise an, den seine Erdmagie-Kräfte zu überwältigen drohen. Doch auch Art und Heron sind dazu gezwungen, weit über ihre Grenzen hinaus zu gehen.

Eine Eroberung Astreas zu vollbringen, ohne dabei seine eigenen Schritte durchschauen zu lassen, ist auf – noch – feindlichem Gebiet natürlich nicht einfach und bringt einige grausame Konsequenzen mit sich.

Band 3 ist also voller spannender, mitreißender Handlung, die den Leser an Theos letzten Reiseabschnitt fesselt. Ich mochte die Welt, die Laura Sebastian rund um die Magiesteine geschaffen hat, sehr gerne und bin jetzt ein bisschen traurig, sie hinter mir zu lassen.

Auch die Liebesgeschichte zwischen Theo und Søren bzw. Blaise findet einen würdigen, wenn auch traurigen, Abschluss.

Ich hätte mir gegen Ende hin etwas mehr Aussichten für die einzelnen Charaktere gewünscht, allerdings wird dies angeschnitten und so kann man das Buch letztendlich zufrieden zuschlagen.

Das Cover gefällt mir sehr gut, denn es spiegelt ein zentrales Objekt in der Geschichte wider: Das Amulett von Ampelio, Theos Vater. Es leuchtet geradezu auf dem Cover und reiht sich wunderbar in die Reihe ein.

Fazit



Die Ash-Princess-Reihe hat mit Ember Queen einen würdigen Abschluss gefunden. Es macht viel Spaß, Theos letzten Reiseabschnitt zu verfolgen und mitzuerleben. Gemeinsam mit ihren Freunden muss sie die Kaiserin überlisten und dabei eine ganze Armee führen, um endlich ihr Volk und ihr Land zu befreien. Das ist eine große Aufgabe für eine einzige Person, die Theo umso stärker und bewundernswerter macht.

Ich konnte das Buch letztendlich zwar traurig über die Verluste, aber zufrieden über den Ausgang der Geschichte zuklappen.

Die Reihe eignet sich hervorragend für alle Fantasy-Fans, die ein wenig Liebe in ihren Büchern nicht missen möchten und eine starke Hauptcharakterin suchen, die trotzdem ihre Schwächen und Zweifel hat. Die Welt voller Magie und außergewöhnlicher Kräfte lässt einen einfach nicht los.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 06.09.2020

Wortgewaltig, bildgewaltig, gefühlsgewaltig!

Bring Down the Stars
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Bring Down the Stars verlangt dem Leser in vielerlei Hinsicht einiges ab.

Das Buch ist wortgewaltig, bildgewaltig und gefühlsgewaltig geschrieben, sodass man sehr gut in die Geschichte hineinkommt und ...

Bring Down the Stars verlangt dem Leser in vielerlei Hinsicht einiges ab.

Das Buch ist wortgewaltig, bildgewaltig und gefühlsgewaltig geschrieben, sodass man sehr gut in die Geschichte hineinkommt und die Charaktere unheimlich gut kennenlernt.

Das Lügengespinst, das Conner und Weston spinnen, damit Connor Autumns Liebe gewinnt, muss der Leser aushalten. Zwar ist das, durch den Klappentext angekündigt, der zentrale Inhalt des Buches, allerdings wird es zwischenzeitlich etwas anstrengend, da man sich bei einigen Szenen doch fragt, wie Autumn das alles nicht auffallen kann.

Man müsste sauer auf Conner und Weston sein, aber Emma Scott hat so nachvollziehbare Charaktere geschaffen, dass man das Handeln der beiden wirklich gut nachvollziehen kann, so unsinnig es auch sein mag. Man weiß, was die Charaktere zu dem gemacht hat, die sie sind, und versteht auf dieser Grundlage auch, warum sie so handeln, wie sie handeln.

Es bleibt allerdings dabei, dass ich es unfair finde, dass die beiden Autumn so belügen.

Connor und Weston könnten unterschiedlicher nicht sein – Conner ist der beliebte, reiche Sunnyboy und Weston der verschlossene, abweisende und gemeine Denker.

Autumn dagegen ist eine sehr idealistische, romantische Weltverbesserin, im positiven Sinne!

Connor und Weston bilden gemeinsam genau das ab, was Autumn braucht… oder?

Im Laufe des Buches verstricken sich Conner und Weston immer weiter in den Lügen, denn einmal angefangen, kann man sich schlecht wieder aus so etwas befreien. Gerade auch, weil Autumn die Gedichte Conner um einiges näher bringen… Allerdings natürlich auf Autumns Kosten, denn im Kontakt mit Conner kommen ihr langsam Zweifel…

Die folgenschwere Entscheidung, die der Klappentext andeutet, ist genau das. Man weiß absolut, dass sie nicht das richtige ist, kann aber wiederum absolut nachvollziehen, warum diese Entscheidung so getroffen wurde.

Letztendlich hat mich das Buch fassungslos und zu Tränen gerührt zurückgelassen. Warum? Das solltet Ihr selbst lesen.

Fazit



Bring down the stars ist ein sehr vielschichtiger und trotzdem tiefgründiger Roman, der viele bedeutenden Themen im Leben behandelt: Angst, Sicherheit, Liebe, Geborgenheit, Erwartungen, Verpflichtungen, Sehnsüchte, Armut, … um mal nur ein paar Dinge aufzuzählen.

Das Buch ist kein einfaches Buch für Zwischendurch, man muss sich auf die Charaktere einlassen und das Lügengespinst, das Conner und Weston aufbauen, aushalten können.

Ich persönlich konnte das nicht so gut, weshalb sich das Buch für mich teilweise etwas gezogen hat.

Emma Scott vermittelt durch ihren Schreibstil so gut Gefühle, dass man einfach nur in die Charaktere eintauchen kann und am Ende etwas hilflos mit einem innerlichen „Nein, oder?!“ zurückgelassen wird. Band 2 zu lesen ist daraufhin ein absolutes Muss!

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 06.09.2020

Nehmt Euch Zeit für dieses Buch, oder es wird sie sich selbst nehmen!

It was always you
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Ivy wurde nach einem Streit mit ihrem Steifbruder Asher ins Internat geschickt. Ohne Verbindung zur Außenwelt, ohne Kontakt zu ihrer Familie.

Doch nun kehrt sie auf Wunsch ihres Stiefvaters wieder zurück ...

Ivy wurde nach einem Streit mit ihrem Steifbruder Asher ins Internat geschickt. Ohne Verbindung zur Außenwelt, ohne Kontakt zu ihrer Familie.

Doch nun kehrt sie auf Wunsch ihres Stiefvaters wieder zurück und findet sich in einer sehr verworrenen Familiendynamik wieder. Ihr Stiefbruder Asher ist gemein und abweisend ihr gegenüber. Aber das hat auch seinen Grund…

Der Schreibstil von Nikola Hotel ist so flüssig und mitreißend, dass er mich sofort gefangen genommen hat. Ich bin die ersten 100 Seiten nur so durch das Buch geflogen, bis ich endlich mal gemerkt habe, dass ich ja auch noch andere Dinge zu erledigen habe.

Letztendlich konnte ich das Buch aber nicht lange weglegen. Es hat mich immer wieder angezogen und so gefesselt, dass ich es innerhalb eines Tages (trotz sechsstündiger Unterbrechung, weil ich Besuch hatte) verschlungen habe. Ich musste zwar eine kleine Nachtschicht einlegen, aber ich konnte einfach nicht schlafen gehen, ohne das Buch zu Ende gelesen zu haben.

Ivy ist eine sehr sympathische, sarkastische Protagonistin. Sie hat ihren eigenen Weg gefunden, klar zu kommen, und bleibt sich selbst dabei absolut treu. Sie trifft absolut nachvollziehbare Entscheidungen und hat einen gewissen Biss.

Asher dagegen ist für den Leser absolut nicht durchschaubar. Er verhält sich so abweisend und teilweise wirklich unfair Ivy gegenüber, dass man von Beginn an denkt, er muss ein Arsch sein. Und doch zeigt er sich in einigen Momenten fürsorglich und fast liebevoll, was der Spannung zwischen den beiden absolut zuträglich ist.

Der Aspekt, dass Ivy und Asher eigentlich Stiefgeschwister sind, gibt der Liebesgeschichte zwischen den beiden einen weiteren Spannungsbogen, da eine solche Beziehung gesellschaftlich zunächst natürlich erst mal nicht hoch angesehen ist. Wie werden die Freunde, die Familie reagieren, wenn sie herausfinden, dass es doch an der ein oder anderen Stelle zwischen den beiden prickelt? Das bringt einen Hauch von Verbotenheit in die sich anbahnende Beziehung.

Nikola Hotel hat eine so tolle, mitreißende und gefühlvolle Geschichte erschaffen. Man merkt richtig, wie viel Liebe in dieses Buch eingeflossen ist und das sieht man auch. Das Buch ist wunderschön gestaltet, mit vielen Handletterings, die Ivys Einträge in ihr Tagebuch „Hedwig“ (bester Name!) darstellen.

Fazit


It was always you hat mich absolut begeistert. Ich war skeptisch, da ich eigentlich nur positives gehört hatte im Vorhinein, aber das Buch konnte diesen hohen Erwartungen absolut entsprechen.

Diese rührende, verworrene und etwas verbotene Liebesgeschichte hat mich mitgerissen und nicht von mir abgelassen. Die Charaktere im Buch sind alle wundervoll und so nachvollziehbar, ohne dabei zu perfekt zu sein.

It was always you hat es definitiv auf die Liste meiner Lieblingsbücher geschafft. Das Buch hat mich berührt, mich gefesselt und begeistert. Und damit diesen Platz redlich verdient!

Nehmt Euch Zeit für dieses Buch, Ihr werdet sie brauchen!

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 06.09.2020

Schöne Grundidee mit nicht ganz runder Umsetzung

Weil alles jetzt beginnt
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Ich habe mit Weil alles jetzt beginnt an der Leserunde der Lesejury teilgenommen und somit mein erstes Rezensionsexemplar erhalten. Der erste Ausschnitt hatte mir sehr gut gefallen und mich neugierig auf ...

Ich habe mit Weil alles jetzt beginnt an der Leserunde der Lesejury teilgenommen und somit mein erstes Rezensionsexemplar erhalten. Der erste Ausschnitt hatte mir sehr gut gefallen und mich neugierig auf den Rest der Geschichte gemacht. Denn grundsätzlich fand ich den Ausgangspunkt der Geschichte unheimlich spannend und die möglicherweise ausstehenden Charakterentwicklungen wollte ich unbedingt erfahren.

Der Schreibstil von Linda Holmes war für mich absolut gewöhnungsbedürftig. Das Buch ist in der 3. Person geschrieben und leider fehlten mir Tiefe und Gefühl. Ich konnte mich aber daran gewöhnen und mich letztendlich mehr auf die Geschichte einlassen.

Evvies Geschichte hat mich wirklich interessiert, denn ich habe mich gefragt, was ihr Ehemann Tim so schlimmes gemacht haben muss, dass Evvie niemandem in ihrem Umfeld, nicht einmal ihrem besten Freund Andy, verraten kann, dass sie in ihrer Ehe nicht glücklich war und Tim verlassen wollte.

Leider konnte Linda Holmes mich mit ihrer Erklärung nicht gänzlich überzeugen. Im Gegenteil – ich kann eigentlich auch nach Beendigung des Buches nicht wirklich nachvollziehen, was Evvie davon abgehalten hat. Generell fiel es mir in manchen Szenen schwer, Evvies Gedankengängen und Handlungen zu folgen und sie zu verstehen. Teilweise kam sie mir sehr impulsiv, sprunghaft und negativ vor.

Die Geschichte zwischen Evvie und Dean ist keine stürmische Liebesgeschichte, in der sich die Charaktere Hals über Kopf in einander verlieben. Evvie und Dean haben beide ihre eigenen Baustellen und bauen langsam immer mehr Vertrauen zueinander auf, was mir insgesamt sehr gut gefallen hat. Deswegen darf man auch nicht sehr viel von der im Klappentext erwähnten „Regel“ erwarten, welche dadurch in gewisser Weise als Kernthematik erwartet wurde.

Dean ist ein sehr vielschichtiger, sympathischer und nachvollziehbarer Charakter. Er und Evvie tun sich gegenseitig definitiv gut. Mit Andy und Monica hat Linda Holmes zudem tolle Nebencharaktere geschaffen!
Generell sind die Buchcharaktere schon älter und erfahrener, sodass das Buch sich eher an erwachsene Leserschaft richtet.

Die wesentliche Charakterentwicklung spielt sich eher zum Ende des Buches ab und es wirkt etwas so, als wolle Linda Holmes das Buch überstürzt beenden. Mir waren im Verlauf des Buches teilweise die Schwerpunkte falsch gesetzt. Ich konnte das Buch aber zufrieden zuschlagen und die Geschichte findet einen runden, zufrieden stellenden Abschluss.

Fazit



Weil alles jetzt beginnt liegt eine sehr gute Idee zugrunde, die allerdings in der inhaltlichen und sprachlichen Ausführung für mich nicht rund war. Trotz der Kritik hat mich das Buch unterhalten und an manchen Stellen schmunzeln lassen, sodass es sich nicht unnötig lange gezogen hat.

  • Handlung
  • Erzählstil
  • Charaktere
  • Cover
  • Gefühl