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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 04.07.2019

Eine gebrochene Welt, welcher perfekter nicht sein könnte...

Monsters of Verity - Dieses wilde, wilde Lied
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Meine Meinung
Story und Charakter
Ich weiß schon gar nicht mehr, was mich am Anfang davon abgehalten hat, dieses Buch zu lesen. Der Klappetext klingt gut. Das Cover ist ein Blickfang. Vielleicht konnte ...

Meine Meinung


Story und Charakter
Ich weiß schon gar nicht mehr, was mich am Anfang davon abgehalten hat, dieses Buch zu lesen. Der Klappetext klingt gut. Das Cover ist ein Blickfang. Vielleicht konnte ich nicht über meinen Schatten springen und mein Herz einer neuer Autorin anvertrauen? Wir werden es wohl nie erfahren. Aber im Endeffekt bin ich echt Glücklich, dass das Buch ein Weg in mein Bücherregal gefunden hat. Denn Victoria Schwab hat mein Herz innerhalb kürzester Zeit erobert.
In den ersten 100 Seiten wird die Welt um Verity City erklärt. Mit all den Menschen und Monstern die in South oder North City leben. Manche finden einen solchen Prozess über eine solche Länge eher langweilig oder dämpfend. Aber es ist eine komplett neue Welt bzw. Stadt, welche bei diesem Worldbuidling entsteht. Eine geteilte und zerbrochene Welt, welche jedoch den perfekten Platz für die zu erzählende Handlung bietet. Alles ist reine Fiktion und benötigt diesen ausführlichen Prozess, um als Leser in der Welt zu versinken. Nicht zu vergessen ist dabei, das die Umgebung meisten mit Eindrücken der verschiedenen Charakter wiedergegeben wird. Direkt zu beginn hatte ich keine wirkliche Zeit, um zu realisieren das ich bereits voll im Geschehen stecke. Es gab kein großes Vorgeplänkel, sondern die Vergangenheit und Geschichte der Protagonisten wird im Laufe der Handlung erzählt. Hierbei wird deutlich, das mit der Protagonistin nicht zu spaßen ist und Kate Harker mit sämtlichen Wassern gewaschen ist. Denn um Aufmerksamkeit von ihrem Vater zu bekommen, damit sie wieder nach Hause nach Verity darf, setzt sie alle Mittel ein, um von sämtlichen Schulen verwiesen zu werden. Gesagt, getan. Doch zurück in South City muss sie ihrem Vater weiter beweisen, das sie in einer Stadt voller Monster überlebensfähig ist. Zwar zahlen die Menschen in diesem Stadtteil Schutzgeld an Callum Harker, um vor den Angriffen der Monster sicher zu sein, aber ist das alles wirklich 100%ig sicher?
Währenddessen kämpft August Flynn in North City mit dem Monster in sich. Er ist ein Sunai. Ein sehr seltnes und gefährliches Monster, welches sich von Menschenseelen der Verbrecher ernährt. Sobald die ersten Töne von seiner Geige erklingen, sind die Menschen ihm Verfallen und haben keine Chance mehr zu fliehen. Doch dieses Monster möchte er gar nicht sein und so drückt er sich stets bis zur letzten Sekunde vor dem grausamen Mahl. Daher lebt er zurückgezogen. Doch der Hunger zerfrisst ihn innerlich. Ein normales Leben? Für August (eigentlich) unvorstellbar. Bis er undercover auf Kate trifft. Sobald sich Kate und August das erste Mal begegnen, wusste ich, das die zwei Charakter unterschiedlicher nicht sein könnten. Doch anders als erwartet, wird das Potential ihrer vermeintlichen Liebe nicht in den Vordergrund gestellt oder ausgebaut, sondern die Handlung und der Überlebensinstinkt wird voran getrieben. Besonders als sich beide Protagonisten auf der Flucht befinden, entstehen immer mehr intime Momente, welche im Endeffekt darin Enden, das sie sich gegenseitig aufbauen, um nicht von ihren inneren Dämonen zerfleischt zu werden. Dennoch werden sie mit ihren Ängsten konfrontiert und es unglaublich realitätsnah beschrieben, wie sie mit ihren inneren Zweifeln und anderen Gefühle umgehen.
Erwähnenswert an dieser Stelle ist, dass sich das Buch tatsächlich nur in zwei grobe Teile aufteilen lässt: das Wordbuilding und die Flucht. Klingt erstmal nicht spannend. Aber die Handlung beinhaltet einige Überraschungen und lässt die Spannung und dunkle Atmosphäre nicht los. Zudem ist der Bösewicht zum Schluss nicht der war, den ich erwartet hätte. Aber es liegt auch an den Protagonisten, dass die Geschehnisse nicht ohne Spuren an einem vorbeiziehen.
Kate ist charakterstark, temperamentvoll und sarkastisch. Sie ist in einer gefährlichen Stadt nicht schwach, sondern eine badass Lady. Mit der Zeit und vor allem auf der Flucht lernte ich auch eine gefühlvolle und durchaus emotionale Seite von ihr kennen. Nach dem Motto: Harte Schale, weicher Kern. August bildet das perfekte Gegenteil zur risikofreudigen Kate. Auch wenn er am Anfang still und schüchtern wirkt, wächst er mit dem Plot über sich hinaus. Denn wie heißt es so schön: Stille Wasser sind tief.
Gerade die letzten 100 Seiten rissen mein Herz erneut in zwei. Kate und August treffen Entscheidungen, welche alles entscheiden. Nichts geht ohne eine Konsequenz an den Protagonisten vorbei. Und ihnen ist ihre Situation nur allzu bewusst. Daher gehen ihre Gedankengänge und Handlungen nochmal mehr unter die Haut und bereiteten mir eine Gänsehaut. Besonders wie die Geschichte endet, ist ein Ende, welches ich unter keinen Umständen erwartet hätte. Mir war nicht wirklich bewusst, wie ich mit dem Ende umgehen soll. Denn es hat mich sprachlos zurückgelassen. Umso glücklicher bin ich das es einen zweiten Band gibt. Aber ich muss auch sagen, das es mir Angst macht. Angst, um Kate und August. Denn jetzt trau ich Victoria Schwab zu, das sie einen der Beide zum Tote verurteilt.

Cover und Schreibstil
Monster of Verity ist mein erstes Buch von Victoria Schwab. Doch dieses Buch hat mich direkt von ihr überzeugt. Mit einfachen Sätzen, welche doch sehr viel Inhalt hatten, wurde mein Herz in vielen Punkten berührt. Gerade in der zweiten Hälfte konnte ich mich sehr gut mit den Charakteren identifizieren und bewunderte ihre Handlungen und Denkweisen. Daher ging mir das Buch noch mehrere Tage nachdem ich es ausgelesen hatte nicht mehr aus dem Kopf und ich musste über die selbstlosen Handlungsweisen von Kate und vor allem August nachdenken. Aber auch das Türkise Cover mit der geteilten Stadt ist ein Blickfang. Besonders im Hinblick der Story spiegelt es Kate und August wieder.

Fazit
Fesselnd. Spannend. Atemrauend. Es ist nichts so wie es scheint. Mit vielen überraschenden Wendungen, Gefühlen und geschickten Worldbuilding hat Monster of Verity sich in mein Herz geschlichen. Zudem sind August und Kate zwei starke Charakter, welche nicht besser in diese gebrochene Welt gepasst hätten. Schließlich steht
das Überleben an erster Stellen, nicht die Liebesgeschichte.

Veröffentlicht am 12.05.2019

Schicksalsschläge können auch gute Seiten haben...

Redwood Love – Es beginnt mit einer Nacht
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Meine Meinung
Story und Charakter
Wie bin ich auch die Geschichte gestoßen? Ganz ehrlich – Der Hype auf Bookstagram und die Leseprobe haben mich Neugierig gemacht. Im Endeffekt ist es eine Mischung aus ...

Meine Meinung


Story und Charakter
Wie bin ich auch die Geschichte gestoßen? Ganz ehrlich – Der Hype auf Bookstagram und die Leseprobe haben mich Neugierig gemacht. Im Endeffekt ist es eine Mischung aus dem Charme von Gilmore Girls und dem alltäglichen Leben von Tierärzten. In drei Romanen hat jeder der 3 O'Grady Brüder seine eigne und ganz persönliche Geschichte bekommen, welche unabhängig voneinander gelesen werden kann. Natürlich könnten die Folgebände an manchen Stellen spoilern - aber ich glaube, jeder weiß oder ist sich bewusst, dass die Protagonisten am Ende jeden Romans ein glückliches Paar sind.
Im dritten Band hat Zoe nicht nur mit dem Tod ihrer bereits verstorbenen besten Freundin Heather zu kämpfen, sondern auch mit ihrer Demenz kranken Mutter. Dabei möchte Zoe sie nicht aufgeben und in ein Altenheim verfrachten. Mit Müh und Kraft kann sie ihr Leben geradeso Händeln. Doch ständig kommen alte Gefühle für Drake an die Oberfläche, welcher ihr stets Hilfe anbietet. Um diese Emotionen zu verdrängen bringt nicht nur Zoe Drake zur Weißglut. Bücher stellen bloß Fiktion da, aber in diesem Buch wurde mir nochmal verdeutlicht, wie langsam und grausam der Tod sein kann. Besonders die Hinterbliebenen müssen schauen, wie sie zurecht kommen. Jeder reagiert anders. Irgendwie finde ich es immer etwas Makaber, wenn der Witwer mit der besten Freundin der verstorbenen Frau zusammen kommt. Aber Liebe kennt keine Regeln.
Drake und Zoe. Beide haben mit dem Tod der Frau bzw. besten Freundin Heather zu kämpfen. Ihre Charakterentwicklung ist einzigartig. Auch wenn sie ihre Liebe nicht eingestehen wollen, sind beide als Halt für den anderen da. Im Laufe der Geschichte bauen sich beide, trotz einiger traurigen Erinnerungen, wieder auf. Klar, das Leben wird noch dem Tod einer geliebten Person nie wieder wie vorher sein, aber man lernt mit dem Schmerz zu leben. Drake öffnet sich und lässt sein verdrängten Emotionen zu. Zoe gibt die Hoffnung nicht auf und versucht weiterhin an das Gute zu glauben.

Cover und Schreibstil
Die Cover harmonieren perfekt mit den einzelnen Storys. Insgesamt stellt es den ersten Blick in das kleine, aber heimische Redwood da, wo jeder jeden kennt. Die verschiedenen Holzarten bzw. Holzfarben unter den Polarid Fotos spiegeln die unterschiedlichen Charakter der Story wieder. Obwohl die Bücher eine Trilogie darstellen, bekommt jedes Buch durch die Unterschiede, sein ganz eignen Flare und Charme.
Der Schreibstil von Kelly Moran ist etwas gewöhnungsbedürftig. Er ist angenehm und stellt somit eine gute Grundlage für die Romane da. Aber Kelly Moran drückt sich an manchen stellen etwas umständlich bzw. kompliziert aus. Es liegt etwas Herausforderung beim lesen, doch diese zwingt und hält den Leser im Roman und der Thematik gefangen. Zudem wechselt sie an den passenden Stellen die Sichtweise zum jeweilig anderen Protagonisten des Buches. Daher macht es den Schreibstil für mich trotzdem außergewöhnlich und unverwechselbar.

Redwood Love ist eine außergewöhnliche Trilogie. Nicht nur Kelly Morans Schreibstil ist außergewöhnlich, auch die Protagonisten der Trilogie habe ich in einer solchen Form noch nie kennengelernt. Charmante und sympathische Brüder, welche eine gemeinschaftlich Tierarztpraxis führen. Noch nie habe ich einen Roman über eine solch heimische Kleinstadt gelesen. Es ruft Erinnerungen an Gilmore Girls wach. Denn jeder kennt jeden und kein Geheimnis ist sicher. Mit viel lockeren Humor, aber auch Dramatik, sowie mit einer gewissen Ernsthaftigkeit ist die Trilogie aufgebaut. Dabei hat Kelly Moran jeder Figur eine Geschichte für das eigne und ganz persönliche Leben eingehaucht.

Veröffentlicht am 12.05.2019

Süße Kleinstadtromanze

Redwood Love – Es beginnt mit einem Kuss
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Meine Meinung
Story und Charakter
Wie bin ich auch die Geschichte gestoßen? Ganz ehrlich – Der Hype auf Bookstagram und die Leseprobe haben mich Neugierig gemacht. Im Endeffekt ist es eine Mischung aus ...

Meine Meinung


Story und Charakter
Wie bin ich auch die Geschichte gestoßen? Ganz ehrlich – Der Hype auf Bookstagram und die Leseprobe haben mich Neugierig gemacht. Im Endeffekt ist es eine Mischung aus dem Charme von Gilmore Girls und dem alltäglichen Leben von Tierärzten. In drei Romanen hat jeder der 3 O'Grady Brüder seine eigne und ganz persönliche Geschichte bekommen, welche unabhängig voneinander gelesen werden kann. Natürlich könnten die Folgebände an manchen Stellen spoilern - aber ich glaube, jeder weiß oder ist sich bewusst, dass die Protagonisten am Ende jeden Romans ein glückliches Paar sind.
Im zweiten Band möchte Gabby nicht mehr "nur" eine Freundin für alle darstellen, sondern sie möchte geliebt werden. Wäre da nicht Flynn, welchen sie schon ihr Leben lang kennt und als seine Assistentin arbeitet. Zwar hat Flynn mehr Glück bei den Frauen, aber alle behandeln ihn speziell behandeln, weil er Taub ist. Doch während seiner Arbeit mit Gabby macht es keinen unterscheid ob er gehörlos oder nicht ist. Sie verstehen sich auch ohne Worte. Insgesamt fand ich die Sichtweisen sehr gut dargestellt, denn Finn bleibt ein normaler Mensch ob er jetzt nun hören kann oder nicht. Er ist von Geburt an Taub und hat gelernt damit zu leben. Daher ist es umso schöner als Gabby und Finn im laufe der Geschichte merken, welche Anziehung zwischen ihnen wirkt. Auch wenn sie es am Anfang nicht glauben wollen und klischeehaft umeinander herum schleichen, siegt man Ende die Liebe.
Jeder der Brüder hat seine eigne Geschichte zu erzählen. Zwar sind sie eine Familie, aber jeder hat sein eignes Leben aufgebaut und führt es. Die unterschiedlichen Charakter der jeweiligen Protagonisten sind dabei relativ detailliert geschrieben.
Flynn und Gabby. Seit klein auf an sind sie ein Gut eingespieltes Team, welches sich auch während der Handlung bemerkbar macht. Dabei nimmt Gabby die Position der klischeehafte unbeachteten Frau ein und macht ihren Charakter relativ klein. Sie sehnt sich so sehr nach der Liebe in ihrem Leben, das sie in dieser Beschäftigung untergeht. Flynn kennt das Leben nur ohne Geräusche und möchte daran nichts ändern. Aber dennoch hat er manchmal bedenken, wie viel sein Umfeld für das bessere Verständnis für ihn macht. Diese Selbstzweifel sind teils verständlich, aber dennoch ist es für Familie und enge Freunde verständlich ihn alles in Gebärdensprache zu übersetzten. Dennoch entwickeln sich beide auf den letzten 150 Seiten weiter und jeder lernt etwas von dem Anderen für seinen Charakter dazu.

Cover und Schreibstil
Die Cover harmonieren perfekt mit den einzelnen Storys. Insgesamt stellt es den ersten Blick in das kleine, aber heimische Redwood da, wo jeder jeden kennt. Die verschiedenen Holzarten bzw. Holzfarben unter den Polarid Fotos spiegeln die unterschiedlichen Charakter der Story wieder. Obwohl die Bücher eine Trilogie darstellen, bekommt jedes Buch durch die Unterschiede, sein ganz eignen Flare und Charme.
Der Schreibstil von Kelly Moran ist etwas gewöhnungsbedürftig. Er ist angenehm und stellt somit eine gute Grundlage für die Romane da. Aber Kelly Moran drückt sich an manchen stellen etwas umständlich bzw. kompliziert aus. Es liegt etwas Herausforderung beim lesen, doch diese zwingt und hält den Leser im Roman und der Thematik gefangen. Zudem wechselt sie an den passenden Stellen die Sichtweise zum jeweilig anderen Protagonisten des Buches. Daher macht es den Schreibstil für mich trotzdem außergewöhnlich und unverwechselbar.

Redwood Love ist eine außergewöhnliche Trilogie. Nicht nur Kelly Morans Schreibstil ist außergewöhnlich, auch die Protagonisten der Trilogie habe ich in einer solchen Form noch nie kennengelernt. Charmante und sympathische Brüder, welche eine gemeinschaftlich Tierarztpraxis führen. Noch nie habe ich einen Roman über eine solch heimische Kleinstadt gelesen. Es ruft Erinnerungen an Gilmore Girls wach. Denn jeder kennt jeden und kein Geheimnis ist sicher. Mit viel lockeren Humor, aber auch Dramatik, sowie mit einer gewissen Ernsthaftigkeit ist die Trilogie aufgebaut. Dabei hat Kelly Moran jeder Figur eine Geschichte für das eigne und ganz persönliche Leben eingehaucht.

Veröffentlicht am 12.05.2019

Eine leichte Romanze für zwischendurch....

Redwood Love – Es beginnt mit einem Blick
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Meine Meinung
Story und Charakter
Wie bin ich auch die Geschichte gestoßen? Ganz ehrlich – Der Hype auf Bookstagram und die Leseprobe haben mich Neugierig gemacht. Im Endeffekt ist es eine Mischung aus ...

Meine Meinung


Story und Charakter
Wie bin ich auch die Geschichte gestoßen? Ganz ehrlich – Der Hype auf Bookstagram und die Leseprobe haben mich Neugierig gemacht. Im Endeffekt ist es eine Mischung aus dem Charme von Gilmore Girls und dem alltäglichen Leben von Tierärzten. In drei Romanen hat jeder der 3 O'Grady Brüder seine eigne und ganz persönliche Geschichte bekommen, welche unabhängig voneinander gelesen werden kann. Natürlich könnten die Folgebände an manchen Stellen spoilern - aber ich glaube, jeder weiß oder ist sich bewusst, dass die Protagonisten am Ende jeden Romans ein glückliches Paar sind.
Im ersten Band zieht Avery mit ihrer autistischen Tochter Hailey beim tiefsten Wintersturm nach Redwood, um dort einen Neuanfang zu wagen und mit ihre Vergangenheit abzuschließen. Natürlich klappt nicht alles wie gewollte. Bei Nacht sucht sie in der Tierarztpraxis nach Hilfe, um einem kleinen Welpen zu helfen. Cade ist darauf nicht sogut anzusprechen und verurteilt Avery zu schnell. Natürlich ist klar, das die Beiden sich in dem kleinen Ort weiter über den Weg laufen werden. Zumal Avery noch einen Job benötigt. Natürlich ist die restliche Story etwas vorhersehbar und klischeehaft. Aber diese Elemente verleihen der Handlung eine gewisse Leichtigkeit. Nicht zu vergessen sind Haileys Autismus und der Alltag eines Tierarztes, welche etwas frischen Wind in die Geschichte bringen. Hinzu kommt, dass es das sogenannte Drachentrio gibt. Die drei älteren Damen möchten allmöglichen Leute verkuppeln, welche gerade Single und nicht bei drei auf dem Baum sind. Dadurch wurde die Geschichte zwar noch vorhersehbarer, aber ihre verrückten Ideen brachten mich oft zum schmunzeln.
Jeder der Brüder hat seine eigne Geschichte zu erzählen. Zwar sind sie eine Familie, aber jeder hat sein eignes Leben aufgebaut und führt es. Die unterschiedlichen Charakter der jeweiligen Protagonisten sind dabei relativ detailliert geschrieben.
Cade und Avery. Mir kam es so vor, als wäre Cade der einzige attraktive Jungeselle in diesem Ort. Zumindest kamen mir die vielen eigentlich unnötigen Tierarzt besuchen von alleinstehenden Frauen echt verrückt vor und da kann ich seine Reaktion am Anfang gegenüber Avery auch teils verstehen. Er ist halt der typisch coole und am Anfang etwas eingebildeter Typ. Wie sollte es auch anders sein, "verändert" Avery ihn im Laufe der Story. Avery ist von ihrer vergangen Beziehung geprägt und ist eine liebevolle Mutter. Sie gibt sich frech und will sich nichts gefallen lassen. Es ist der große Klischee beladene Teil der Geschichte. Daher fand ich die Charakter in diesem Band nicht außergewöhnlich.

Cover und Schreibstil
Die Cover harmonieren perfekt mit den einzelnen Storys. Insgesamt stellt es den ersten Blick in das kleine, aber heimische Redwood da, wo jeder jeden kennt. Die verschiedenen Holzarten bzw. Holzfarben unter den Polarid Fotos spiegeln die unterschiedlichen Charakter der Story wieder. Obwohl die Bücher eine Trilogie darstellen, bekommt jedes Buch durch die Unterschiede, sein ganz eignen Flare und Charme.
Der Schreibstil von Kelly Moran ist etwas gewöhnungsbedürftig. Er ist angenehm und stellt somit eine gute Grundlage für die Romane da. Aber Kelly Moran drückt sich an manchen stellen etwas umständlich bzw. kompliziert aus. Es liegt etwas Herausforderung beim lesen, doch diese zwingt und hält den Leser im Roman und der Thematik gefangen. Zudem wechselt sie an den passenden Stellen die Sichtweise zum jeweilig anderen Protagonisten des Buches. Daher macht es den Schreibstil für mich trotzdem außergewöhnlich und unverwechselbar.

Redwood Love ist eine außergewöhnliche Trilogie. Nicht nur Kelly Morans Schreibstil ist außergewöhnlich, auch die Protagonisten der Trilogie habe ich in einer solchen Form noch nie kennengelernt. Charmante und sympathische Brüder, welche eine gemeinschaftlich Tierarztpraxis führen. Noch nie habe ich einen Roman über eine solch heimische Kleinstadt gelesen. Es ruft Erinnerungen an Gilmore Girls wach. Denn jeder kennt jeden und kein Geheimnis ist sicher. Mit viel lockeren Humor, aber auch Dramatik, sowie mit einer gewissen Ernsthaftigkeit ist die Trilogie aufgebaut. Dabei hat Kelly Moran jeder Figur eine Geschichte für das eigne und ganz persönliche Leben eingehaucht.

Veröffentlicht am 12.05.2019

Freunde werden zu Verrätern – Spannung pur mit überraschenden Wendungen

Clockwork Prince
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Meine Meinung
Story und Charakter
Wie bereits bei der Rezension zu Clockwork Angel erwähnt, finde ich die Chroniken der Schattenjäger viel vollkommener und wünschte mir es gäbe noch mehr als 3 Bände. Das ...

Meine Meinung


Story und Charakter
Wie bereits bei der Rezension zu Clockwork Angel erwähnt, finde ich die Chroniken der Schattenjäger viel vollkommener und wünschte mir es gäbe noch mehr als 3 Bände. Das alte viktorianische London, so wie es Cassandra Clare beschreibt, ist zwar trist und kann gefährlich sein. Aber mit den Charakteren und ihrer Geschichte ist es spannend und gefühlvoll. Zudem ist es ein sehr stilvolles Zeitalter.
Die Jagd nach dem Magister geht weiter und zieht sich wie ein roter Faden durch die Trilogie. Doch in diesem Band kommen weitere Probleme dazu. Direkt zu Beginn versucht Will sich von seinem Fluch zu befreien und Sucht den Hexenmeister Magnus Bane auf, welchen man schon aus den Chroniken der Unterwelt kennen könnte. Zwar erfährt man in den Chroniken der Schattenjäger nicht sonderlich viel über Magnus, aber die Freundschaft, welche sich mit der Zeit zwischen ihm und Will entwickelt, ist einzigartig. Ich kann gar nicht oft genug sagen, wie toll oder wie sehr ich diese Freundschaft liebe. Es ist eindeutig mein Dreamteam der Reihe. Mal ganz von der Parabatai Verbindung zwischen Jem und Will abgesehen.

„ Er war vollkommen mit Blut getränkt und nicht mehr zu gebrauchen“, erklärte Magnus. „Archer musst ihn wegwerfen.“ Dann wandte er sich an Camille. „Will war die ganze Nacht auf der Dämonenjagd. Er ist ja so mutig.“ Der Ausdruck auf Camille Gesicht zeigte eine Mischung aus Verwunderung und Verärgerung. „Ich bin mutig“, bestätigte Will und wirkte sehr selbstzufrieden. Das schmerzstillende Tonikum hatte seine Pupillen vergrößert und seine Augen wirkten riesig und dunkel. „Ja, das bist du in der Tat“, säuselte Magnus...“ – S. 368f.

Weiterhin muss sich Charlotte gegenüber dem Konsul beweisen, um ihr Amt als Institutsleitern zu sichern. Denn Benedict Lightwood, welcher Charlottes Kontrahent ist, sieht sie als Frau zu Schwach und Narzisstisch an. Wogegen sich natürlich Charlotte und die Bewohner des Londoner Institut wehren. Um sich ihren Postens "Würdig" zu erweisen, soll sie den Magister schnappen und es wird in allen Richtungen nach dem Magister gesucht. Eine Frist von 2 Wochen ist vom Konsul echt happig. Zudem sind die Lightwood Brüder, Gideon und Gabriel, im Institut Gast und trainieren mit Tessa und Sophie. Dennoch kommt es noch schlimmer, denn es gibt einen Maulwurf, welcher die Ermittlung gefährdet. Es war eine überraschende Wendung für mich. Denn Freunde werden zu Verrätern und die Konsequenzen sind wegtragend. Dabei nimmt die Geschichte langsam ihren Lauf und überschlägt sich am Ende fast mit drastischen Ereignissen. Es wird nicht langweilig. Denn neben weiteren altbekannten Gesichtern tauchen, wie schon erwähnt, die Lightwood Brüder auf. Auch wenn sie mir am Anfang unsympathisch waren, haben sie einen wahren Charakterwandel bewiesen. Die Geschichte bekommt neuen Schwung.

„ Grinsend ließ sich Will auf den Boden sinken, lehnte sich mit dem Rücken gegen den Sessel und riss die Arme in die Höhe. „Die Dämonenpocken auf eure Häusern!“, verkündete er und gähnte zufrieden. „Oh Gott, jetzt bekommen wir wochenlang Shakespeare-Wortspiele zu hören – alles, was sich irgendwie auf Dämonenpocken ummünzen lässt“, stöhnte Jem.“ – S. 503.

Obwohl sich Tessa zwischen Will und Jem hin und her gerissen fühlt, fühlt es sich beim Lesen nicht wie eine Dreiecksbeziehung an. Obwohl ich solche Beziehungen hasse, ist es bei dieser Trilogie überhaupt nicht der Fall. Ich glaube der wichtigste Aspekt hierbei ist, das sich Jem und Will nicht hassen, sondern für den anderen sterben würden. Beide haben eine solche enge Verbindung, das sie den anderen nicht verletzten wollen, sondern viel glücklicher sind, wenn der andere Glücklich ist. Zu guter letzt wird Tessa in diesem Band die Entscheidung mehr oder weniger abgenommen für wen sie sich entscheidet.
Tessa entwickelt sich in diesem Buch eher langsam. Sie ist zögerlich und stets auf der Such nach ihrem wahren Ich, nach ihren wirklichen Eltern. Trotzdem gefällt mir ihre selbstbewusste Seite in dieser Recht frauenfeindlichen Zeit. Einen ähnlichen Charakter hat Charlotte und jetzt weiß ich auch, woher Clary ihren Sturkopf geerbt hat. Sie steht ständig mit dem Konsul im Konflikt, weil sie sich nicht untergraben lässt und sich für alle im Institut verantwortlich fühlt. Aber auch Sophie wird, trotz ihres Postens als Dienstmädchen, aus der schüchternen Frau allmählich stark und selbstbewusst. Abseits dessen habe ich manchmal das Gefühl, das James Charakter etwas in der Story untergeht (zumindest neben Will). Das ist nichts schlechtes. Er bildet nun mal den Gegenpol zu Will. Jem ist stets freundlich und höflich. Zudem kann man stets auf ihn zählen. Der perfekte Gentlemen aus dem 19. Jahrhundert. (Looks like a cinnamon roll but could actually kill you.) Impulsiv, aufbrausend und sarkastisch sind die ersten Worte, welche mir zu Will einfallen. Dabei zitiert er besonders in Clockwork Prince äußert gerne Hamlet oder anderen literarischen Werke. Bereits nach der Auflösung des Konflikts um den Fluch wandelt er sich. Anstatt die Personen von sich zu schieben, baut er nähe und mehr Mitgefühl auf. (Looks like he could kill you but is actually a cinnamon roll.) Trotzdem bleibt der freche und aufopferungsvolle Teil erhalten, welcher übrigens auch in der Familie weitervererbt wird, siehe Jace. Die beiden Schattenjäger sind mir sehr ans Herz gewachsen. Dabei ist und bleibt Will mein Liebling, ob jetzt seine Liebe zur Literatur ist, der Sarkasmus oder die Hingabe für Jem der entscheidende Faktor ist, kann ich nicht genau sagen.

Cover und Schreibstil
Ich liebe die holographische Schrift und das graue viktoriansche London auf dem Cover! Etwas Schade finde ich hingegen, das der Autorennamen auf dem Buchrücken sich vom ersten und letzten Band der Trilogie unterscheidet. Ansonsten konnte mich Cassandra Clare wieder einmal mit einer weiteren Geschichte aus dem Schattenjäger Universum fesseln. Der leichte Schreibstil, welcher zugleich distanziert wirkt, aber auch tiefe Einblicke in die verschiedenen Charakter der Story geben.

Fazit


Cassandra Clare hat es erneut geschafft dem tristen viktorianischen London Farbe einzuhauchen. Denn die Spannung aus Clockwork Angel werden wieder aufgenommen. Obwohl ich finde, das Clockwork Prince noch einige Überraschungen mehr parat hatte. Dabei legen besonders die letzten 150 Seiten einen gewaltigen Showdown mit unglaublichen viele unerwarteten Wendungen hin. Wer keine Cliffhanger mag, sollte unbedingt Band 3 bereithalten.