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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 01.11.2017

Projekt Orphan

Projekt Orphan
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Evan Smoak ist der Nowhere Man. Er war früher als Auftragsmörder für die Regierung aktiv. Jetzt setzt er sich für hilflose Menschen ein. Als ein Mädchen ihn um Hilfe bittet gegen einen Menschenhändler ...

Evan Smoak ist der Nowhere Man. Er war früher als Auftragsmörder für die Regierung aktiv. Jetzt setzt er sich für hilflose Menschen ein. Als ein Mädchen ihn um Hilfe bittet gegen einen Menschenhändler zögert Evan nicht lange und hilft ihr. Doch plötzlich ist er in der Gewalt eines Mannes, der hinter seinem Geld her ist. Und muss alles, was er je gelernt hat anwenden, um sich möglicherweise retten zu können.
Mich hat das Buch leider nicht begeistert. Ich erwartete Spannung, aber leider empfand ich die Geschichte nicht als spannend. Es ist er ruhig und mit Köpfchen und dann kommen wieder Kampfszenen wie in Bud Spencer Filmen. Das hat mich nicht fesseln können.
Außerdem hatte ich besonders bei den Kampfszenen Probleme zu verstehen, was genau passiert, da mir die Begriffe nicht geläufig sind.
Ich kenne das vorhergehende Buch nicht und bin jetzt im Nachhinein der Meinung, dass es schon sinnvoll ist es vorher zu lesen. Klar ist die Geschichte in sich abgeschlossen, aber es kommen doch einige Andeutungen vor, die ich dann nicht verstanden habe oder das Gefühl hatte, dass das im vorhergehenden Buch Thema war.
Fazit: Ein durchschnittlicher Thriller mit mäßiger Spannung, aber wer auf Kampfszenen steht kommt hier definitiv voll auf seine Kosten.

Veröffentlicht am 31.10.2017

Tolle Fortsetzung

Die Jahre der Schwalben
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Nachdem Frederike Ax geheiratet hat, stellt sich heraus, dass er schwer krank ist. In ihren jungen Jahren muss sie plötzlich nicht nur ein Gutshaus, sondern den ganzen Gutsbetrieb führen. Zum Glück hat ...

Nachdem Frederike Ax geheiratet hat, stellt sich heraus, dass er schwer krank ist. In ihren jungen Jahren muss sie plötzlich nicht nur ein Gutshaus, sondern den ganzen Gutsbetrieb führen. Zum Glück hat sie helfende Hände, die sie unterstützen. Doch Frederike möchte endlich wieder geliebt werden und eine alte Liebe läuft ihr über den Weg. Wie wird sie sich entscheiden? Außerdem kommt langsam Hitler an die Macht und alles ist im Umbruch.

Es handelt sich um den 2. Band eines Dreiteilers. Ich bin der Meinung, dass man den ersten Band gelesen haben sollte um die volle Lesefreude auszuschöpfen. Es gibt viele Anspielungen auf Inhalte des 1. Teils. Natürlich kann man aber der Geschichte trotzdem folgen, wenn man den Vorgänger nicht gelesen hat.

Die Autorin schafft es, dass man in die Geschichte so richtig eintaucht und das Buch nicht mehr aus der Hand legen kann. Außerdem weckt sie in einem die Lust mehr zu recherchieren. Der Erzählstil verbindet elegant historisches mit fiktivem Inhalt. Man bekommt ein Gefühl, wie die Zustände in dieser Zeit waren.

Der Charakter von Frederike entwickelt sich weiter. Aber auch die anderen Figuren gewinnen an Tiefe. Wobei mir manche Personen etwas zu kurz kamen, wie beispielsweise Frederikes Geschwister.

Die letzten 100 Seiten waren mir etwas zu stark mit historischen Fakten besetzt. Das störte etwas meinen Lesefluss. Das Leben auf dem Gut und die alltäglichen Dinge haben mich mehr fesseln können.

Fazit: Eine tolle Fortsetzung, die ich voll und ganz empfehlen kann. Auch den 3. Band werde ich lesen!

Veröffentlicht am 24.10.2017

Spannender erster Fall

Post Mortem
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Kay Scarpetta sucht einen Frauenmörder. Grausam lässt er seine scheinbar wahllos ausgesuchten Opfer ersticken und leiden. Die Polizei ist hilflos, da keine DNA gefunden wird und auch sonst kein Motiv auffindbar ...

Kay Scarpetta sucht einen Frauenmörder. Grausam lässt er seine scheinbar wahllos ausgesuchten Opfer ersticken und leiden. Die Polizei ist hilflos, da keine DNA gefunden wird und auch sonst kein Motiv auffindbar ist.

In diesem Teil der Kay Scarpetta- Reihe lernt man die Gerichtsmedizinerin besser kennen. Man erfährt Zusammenhänge, die auch in den weiteren Reihen wichtig sind. Ich hatte schon neuere Fälle vorher gehört und deswegen empfand ich die Hintergründe als spannend und interessant.

Die Sprecherin fand ich sehr gut. Eigentlich mag ich es nicht, wenn die Stimme zu sehr verstellt wird. Aber hier passt es gut und ist hörenswert.

Beim Fall an sich fehlten mir manches Mal Details um alles nachvollziehen zu können. Ich denke, das ist der Kürzung des Hörbuchs geschuldet. Deswegen ziehe ich einen Stern ab.

Veröffentlicht am 23.10.2017

Toller Roman über einen Gutbetrieb um 1920

Das Lied der Störche
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1920er Jahre: Frederike zieht mit ihrer Familie zu ihrem neuen Stiefvater. Von der Stadt auf einen großen Gutsbetrieb zu ziehen ist eine große Umstellung für alle. Das Gutsleben fordert Veränderungen, ...

1920er Jahre: Frederike zieht mit ihrer Familie zu ihrem neuen Stiefvater. Von der Stadt auf einen großen Gutsbetrieb zu ziehen ist eine große Umstellung für alle. Das Gutsleben fordert Veränderungen, die nicht immer einfach sind.

Mir hat das Buch sehr gut gefallen. Das Gutsleben und auch die Handlungen der Personen konnte man gut nachvollziehen. Frederike ist ein interessanter Charakter und ich habe mit ihr mitgefiebert. Sie macht eine spannende Entwicklung durch und auch ihre Gedanken und Ängste konnte ich als Leser verstehen.

Für mich war der Klappentext etwas irreführend. Man denkt, dass man eine Liebesgeschichte erhält, aber das ist nur am Rande der Fall und hat mir gut gefallen. Einzig fehlten mir etwas mehr politische Details, da hätte ich mehr Informationen erwartet. Vieles wurde nur kurz angedeutet, weil es Friedericke eher weniger interessierte. Allerdings ist das natürlich auch eine Gradwanderung die richtige Menge an historischen Informationen einzuflechten. Gelungen fand ich, dass die Rahmenhandlung der Geschichte auf einer wahren Begebenheit beruht. Man merkt einfach, dass die Autorin viel recherchiert hat und die Geschichte auch sie berührt hat.

Fazit: 4 von 5 Sternen und eine Leseempfehlung für Fans von historischen Romanen. Ich finde die Probleme der 1920er Jahre werden gut dargestellt und ich bin schon gespannt, wie es mit Frederike weiter geht.

Veröffentlicht am 19.10.2017

Venezianisches Verwirrspiel

Venezianische Liebe
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Maria fährt nach Venedig um die Hochzeit ihrer Tochter vorzubereiten. Doch als sie einen Freund sieht, der als verstorben gilt, muss sie herausfinden, was mit ihm passiert ist. Aber auch die Verwandtschaft ...

Maria fährt nach Venedig um die Hochzeit ihrer Tochter vorzubereiten. Doch als sie einen Freund sieht, der als verstorben gilt, muss sie herausfinden, was mit ihm passiert ist. Aber auch die Verwandtschaft hat großes Interesse, dass dieser Freund wieder auftaucht. Also hetzt Maria von einem Drama zum nächsten.

Ich bin leider sehr enttäuscht von diesem Buch. Hätte ich es nicht in einer Leserunde gelesen, hätte ich es abgebrochen und nicht zu Ende gelesen. Warum? Die Charaktere in dem Buch bleiben alle blass. Maria versucht zwar die Gefühle der anderen Charaktere darzustellen, aber ich konnte es nicht nachvollziehen.

Die Geschichte ist nicht spannend. Und am Ende passiert auch nichts überraschendes, einfach nur eine Enttäuschung. Viele Details werden übergangen, die mich interessiert hätten, dafür wird auf uninteressantem herumgeritten.

Als Leser hat man das Gefühl in einem Hamsterrad zu sein. Maria hetzt hierhin und dorthin ohne, dass in der Geschichte wirklich etwas passiert. Ich kenne Venedig nicht und besonders zu Beginn haben mich die Straßennamen und Orte verwirrt. Ich konnte sie nicht einordnen. Eine Straßenausschnittskarte von Venedig wäre schön gewesen und eine gute Ergänzung für die nächste Ausgabe.

Außerdem vermisste ich eine Prise Humor. Einzig Cyrill hätte lustig sein können, aber er wirkte so übertrieben, dass man ihm nichts mehr abnahm. In dem ganzen Buch musste ich kein einziges mal wenigstens schmunzeln.

Das Cover finde ich sehr schön und hat mich wirklich neugierig gemacht. Außerdem wurde mir Gisa Pauly schon ein paar mal empfohlen und ich lese keine Krimis, deshalb dachte ich, ich versuche es mal damit.

Fazit: Blasse Charaktere, wenig Spannung, zu chaotisch erzählt. Leider keine Leseempfehlung von mir!