Jetzt verstehe ich es besser
Ich erzähle von meinen Beinen
Ich habe das Buch wirklich gerne gelesen. Es ist gut geschrieben und auch die ungewöhnliche Setzung fand ich eher hilfreich als störend. Wally war mir gleich von Anfang sympathisch, wie sie sich zwischen ...
Ich habe das Buch wirklich gerne gelesen. Es ist gut geschrieben und auch die ungewöhnliche Setzung fand ich eher hilfreich als störend. Wally war mir gleich von Anfang sympathisch, wie sie sich zwischen Mutterschaft, Beruf und Haushalt aufreibt und erst bei der ADHS Diagnose ihrer Tochter merkt, dass sie vielleicht etwas ähnliches hat.
Hier und da hat es mich auch gestresst, Wallys Leben mitzudenken.
Beim Lesen habe ich manchmal gedacht, „Moment, das könnte ich auch sein mit den Gedanken im Kopf und der langen ToDo Liste und dem unaufmerksamen Kind“, aber die Art und Weise wie Wally, die Themen in ihrem Leben angeht und wie ihre Gedanken von einem zum anderen springen, sind doch anders.
Ich fand es durchaus nachvollziehbar, wie es Wally ergeht. Da ich im engen Umfeld mehrere Personen mit ADHS habe, fand ich das Buch wirklich hilfreich, um diese besser zu verstehen und nachzuvollziehen, was in deren Köpfen vor sich geht.
Das Cover gefällt mir nicht so, es sieht mehr wie ein Kinderbuch aus.
Fazit: Unbedingt lesenswert, wenn man mal den Gedankenstrom eines neurodivergenten Menschen kennenlernen möchte.